Conan! Was ist gut im Leben?

Ich habe Age of Conan nie gehasst. Eigentlich habe ich es sogar ziemlich gern gespielt, obwohl ich damals beim Launch dabei war: Ich hatte sogar die Collector‘s Edition gekauft – inklusive einer komplett unleserlichen Kunstlederkarte von Hyborea, Home of Conan.
Beinahe jeder andere Vorbesteller hat das Spiel gehasst, wie es aussah – nach zwei Wochen war meine Freundesliste so leer wie der Kopf eines durchschnittlichen Regierungssprechers.

Dann hörte ich natürlich auch auf: Ich war ganz allein und so ab dem 50. Level gab es eigentlich gar nichts mehr zu tun außer fortgesetztem Massenmord an Fauna und gelegentlich auch rebellischer Flora. So ganz ohne moralische Rechtfertigung – auch „Story“, „Sinn“ oder „Quests“ – konnte selbst ich nicht weitermachen, schon gar nicht allein – ach, das hatte ich schon gesagt.

Nun bin ich wieder zurück, passend zur Erweiterung und nach einigen Wochen munteren Spielens bin ich ins Grübeln gekommen.
Zuerst die Fakten:

  1. Das Spiel ist gut geworden, es gibt nun eher zu viele Quests und Sachen zu tun, alles bei gleichbleibend wundervoller Atmosphäre und einer Menge Blutwurst. Die Dinosaurier hingegen suche ich noch. Trotzdem: Es lohnt sich wirklich oft genug, zu älteren MMOs zurückzukehren die einen beim Launch noch das Herz gebrochen haben. Ja, so war das.
  2. Musik und Grafik sind nach wie vor toll, noch toller auf einem großen TV und beschallt von einer feinen 5:1 Anlage. Leider ist das Spiel so kaum zu genießen, weil die Bedienelemente einfach viel zu fummelig sind und vom Sofa nicht zu erkennen. Ein weiteres Argument für die Konsolengemeinde, übrigens: Ich persönlich fordere ein optionales/optimales Sofa-UI für alle Spiele die ich mag!
  3. Über das PvP-Gameplay senke ich lieber mal den Mantel des Schweigens, ebenso über die Gildenstädte, die immer genau gleich aussehen. Wenn man seiner Heimat wenigstens einen Namen geben könnte…ach, das war sicher viel zu kompliziert für Funcom. Dafür gibt es verschiedene Architekturstile.

Nun komme ich aber wie bereits erwähnt ins Grübeln. Die geschätzten anderen Leute leveln mir weg, weil ich manchmal lieber – man glaubt es kaum – aus dem Haus gehe. Sei es nur für ein Bier nebenan – solche kleinen Freuden machen es unmöglich, einen Raid mitzumachen.

Ich habe ja auch sowas wie soziale Kontakte und ja, ich habe regelmäßig mit einer – ich wage es kaum zu sagen – Frau zu tun. Die meldet sich ja auch schonmal und ist leider (?) nicht in meiner Gilde. Ich bin also nicht jeden Abend ingame und das sorgt dafür, das ich deutlich weniger Spass im Spiel habe. Viele der Sachen, die ein MMO so spaßig machen – die fallen einfach aus.

Vielleicht bin ich zu alt für MMO, das glaub ich aber nicht, auf keinen Fall, niemals! Ich bin aber auch kein Casual-Spieler – ich will das Beste auf dem Markt und ich will Raids und Instanzen und all den Jazz. Was ich nicht brauche, ist Leistungsdruck. Ich habe ja schon einen Job, das reicht – außerdem will ich durchaus etwas erreichen im Spiel, nur eben nicht an vier komplett verspielten Abenden in der Woche. Ich habe keine Lust mehr darauf, dass ein Onlinespiel mir die Woche durchstrukturiert. Das finde ich unverschämt von dem.

Manchmal habe ich das Gefühl, die einzigen funktionierenden Gilden setzen sich aus Schülern und Arbeitslosen zusammen. Ich kann doch nicht der Einzige sein, der sowas wie ein Leben hat. Hat die Industrie da überhaupt etwas für mich… ich meine natürlich uns… auf Lager?

13 Kommentare Autor: Denis
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Ziemlich heiß und ziemlich faul.

Vielleicht habt ihr es noch gar nicht bemerkt, aber hier in der dezentralen Antizentrale haben wir gerade Supernova – es ist also ein klein wenig wärmer als normal und ich kann euch versichern: Da läuft so ein Computer gerade mal ganz vorsichtig an und schafft es eine alleinstehende Webseite anzuzeigen, aber sobald man etwas unglaublich Unsägliches tut – wie zum Beispiel ein Spiel mit echter Grafik anwerfen – dann schmelzen uns die Kisten einfach weg und versickern unter Zurücklassung stinkender Schlacke in den Ritzen des antiken sowie feuerfesten Fußbodens.

Das wäre schlecht.

Ähnlich verhält es sich mit Antigehirnen. Wenn ich nicht gut aufpasse, sickert mir meines aus der Nase, wenn ich nur weise nicke – vorsichtshalber schreibe ich einhändig und halte mit der anderen die Nase zu, um auch morgen noch kraftvoll nachdenken zu können. Es wäre sehr gefährlich, einen Antibeitrag zu tippen. Wir machen also aus Sicherheitsgründen etwas Hitzefrei. Das ist auch in eurem berechtigten Interesse – wir sind schließlich voller Liebe.

(Natürlich nicht wegen Fussball. Wo denkt ihr hin?)

Auf einer tiefgekühlten Pfanne tief in den Antigewölben köcheln bahnbrechende Artikel… sie warten. Sie warten… auf den richtigen Moment um sich zu erheben und in die Welt der Lebenden einzufallen.

Genau wie die Dinosaurier übrigens.

21 Kommentare Autor: Denis
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Retro-spektive


Ich habe ein Problem mit Retrogaming.

“Wie kommt das denn?” und “Brauchst du einen guten Therapeuten?”, werden sicher einige der ersten Reaktionen sein, schließlich habe nicht ich – ein älterer Herr in der unbeliebteren Hälfte der 30s – selbst Jahre und Monate vor dem ollen Atari und dem knuffigen 64er verbracht und habe ich nicht auch tausend Tode gestorben, ohne je über das dritte Level von Ghosts ‘n Goblins hinauszukommen?

Stimmt alles.

Mein Problem liegt darin, dass öfters behauptet wird, dass die damaligen Spiele besser waren. Das man damals weniger Wert auf Technik und Blendkram wie bombastische Grafik und symphonischen Sound legte, sondern auf das ausgefeilte Gameplay und lange Spielzeiten.

Damals war die Technik absolut genauso wie heute ein echtes Verkaufsargument – und Schulhoflegenden wie das nicht ganz leichte Uridium waren sogar eher für ihre saubere Technik als für ihr ausgefeiltes Gameplay bekannt. Damals jedenfalls. Auch Klassiker Elite war zuerst als eines der ersten Vektorgrafikspiele und für die fast vollständige Handlungsfreiheit bekannt und deutlich weniger für die gute Spielbarkeit. Das Teil wurde nach einer Weile reichlich dröge.

Apropos nicht ganz leicht: Viele “Retro-Games” sind sauschwer. Kaum jemand hat damals regelmäßig Spiele durchgespielt – gerade Actionspiele haben sich an Arcadeautomaten orientiert, die am liebsten das gesamte Kleingeld aller anwesenden Kids haben wollten, im Idealfall ohne jemals durchgezockt zu werden. Folgerichtig war das Gameplay der höheren Levels selten anders als zu Beginn – kaum jemand würde so weit kommen, dafür machte man es richtig schwer, oft grenzwertig zu “unspielbar”. Besser gesagt: Sowas wie richtig ausgefeiltes Gameplay von Anfang bis Ende gab es selten, damals wurden Games in erster Linie über die Screenshots auf der Packung und in Spielzeitschriften verkauft. Genau so spielen sich dann auch viele Sachen aus der 8bit/16bit Ära.

Grafikpomp sorgt heute natürlich immer noch für Aufsehen, aber Neuigkeiten verbreiten sich viel schneller. Es gab keine spielbaren Demos. Es gab keine Onlinecommunity, über die sich die Szene gegenseitig vor Gurken warnte. Das ist heute alles besser.

Es gab auch damals einen Technikwettlauf – auch wenn die sich langsam entwickelnde Hardware besser ausgenutzt werden musste und nicht alle zwei Jahre ein neuer Computer ins Haus kam: Geblendet wurde auch damals und dabei wurde eben jedes irgend mögliche Fitzelchen Bling aus der Hardware gekitzelt. Das war beeindruckend, machte die Spiele aber nicht automatisch besser. Nur wenige waren so originell wie etwa Paradroid. Originell hat sich auch nur selten gut verkauft.

Die ganze Retrosache klingt für mich wie die wehmütigen Sprüche der Leute, die von der jeweils ach so tollen Musik aus ihrer Jugend schwärmen – es gibt ja schließlich heute gar keine richtige Musik mehr, oder? Nichts… handgemachtes mehr, richtig?

Ne, finde ich nicht. Ganz und gar nicht.

Darum können mich auch Remakes alte Spiele nur selten begeistern, egal wie nah sie dem Original auch kommen mögen. Die sind nicht selten mit viel, viel Liebe gemacht und oft sogar kostenlos. Aber ich bin eben nicht mehr der unglaublich frustresistente 11jährige Junge, der nächtelang vor Ultima V saß und versuchte, irgendwie sowohl dem elizabethanischen Englisch als auch den schier unfassbaren Ladezeiten der acht (!) Diskettenseiten gerecht zu werden, die während des Spiels gewechselt werden wollten. Niemals würde ich das noch mal auf mich nehmen. Es war eine der großartigsten Erinnerungen, die ich an ein Spiel hatte und all das gehörte untrennbar zusammen.

Aber es ist auch für immer vorbei.

Bild von Hecklerspray

32 Kommentare Autor: Denis
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Fight the Pollen!

Manchmal teilen wir nicht nur unsere endliche Weisheit mit den Antilesern, nein – manchmal brauchen wir auch euren geschätzten Rat. Heute ist so ein Tag. Du wirst gebraucht! So etwas gibt es eben nur bei Antigames: Wir sind so wertschätzend!

Aber ich will kurz erklären, worum es geht: Wie euch unschwer bei den notwendigen 20 täglichen Besuchen aufgefallen sein muss, ist in den letzten Tagen kein neuer Antibeitrag erschienen, was natürlich ein unhaltbarer Zustand ist. Woran liegt das? Unwichtig. Wir versuchen ja schon, unsere Truppenstärke aufzustocken oder – was mir persönlich besser gefällt – den altgedienten Antischreibern neue Superkräfte oder wenigstens neue hautenge Kostüme zu verliehen. Ich jedenfalls habe eine tropfende Nase, ich niese und leide schrecklich – das muss wohl Heuschnupfen sein.

Dagegen muss etwas getan werden. Ich kann mir nicht selbst helfen und daher brauche ich wie gesagt eure gesammelte Power und ganz viel Mitleid. Denis helfen bedeutet Antigames helfen. Hier ist eure Mission:

Welche Spiele oder welche gamer-tauglichen Tätigkeiten helfen gegen Heu – oder Langweilerschnupfen und warum?

20 Kommentare Autor: Denis
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Leihgespielt: 20 Minuten Heavy Rain

Denis hat eine neue Playstation 3 und leiht sich bei seinen Freunden Spiele aus, die er entweder nur mal kurz anspielt oder nicht mehr von ihnen lassen kann. Dies sind seine Abenteuer.

Nun nun. Das ist es also, der groß angekündigte spielbare Krimi um den Origamikiller. Das sieht ja doch eher etwas steif aus, was die Animation angeht, so schießt mir der erste Eindruck durch den Kopf. Ich bin auch auch nicht sicher, warum ich nun aufstehen muss – immerhin ist das so eine Sache die ich auch im Real Life nur höchst ungern erledige. Warum kann mein bislang namenloser Charakter nicht einfach in seiner scheinbar direkt aus Unhappy Hipsters geklauten Wohnung bleiben und sich einfach auf die andere Seite drehen… um noch eine vielleicht unverdiente, aber doch sehr angenehme Runde zu pennen? Das wäre doch mal die vielgewünschte Handlungsfreiheit, die ich endlich mal in modernen Spielen umgesetzt sehen möchte verlange!

Verdammt noch mal, das musste mal gesagt werden.

Dann kommt die Frau nach Hause und ich verhampel es, ihr die Einkäufe abzunehmen und fühle mich sehr realitätsnah wie ein nutzloser Trampel – nichts gearbeitet und dann noch nichtmal ein halbwegs nützlicher Einkaufstütenabnehmer. Hmm-hmm. Ich habe dann Heavy Rain erst einmal liegen gelassen und weiter Uncharted 2 gespielt – das fängt ungleich dramatischer an und man kann nicht schon im Tutorial so schmählich versagen.

Ein Film muss den Zuschauer in 10 Minuten packen; Heavy Rain schafft es bei aller Filmnähe nicht einmal, die einfachsten Gesetze eines Krimidrehbuchs zu befolgen. Ich gebe das Spiel trotzdem noch nicht auf.

Aber ich denke schon noch daran, was da noch auf mich warten könnte – eventuell muss ich Rührei machen? Die Küche wischen? Meine lieben Antigamer, ich spüre mein Herz gerade ganz heftig pochen. Meine Hände zittern beim tippen, so dass ich besser den Beitrag schnell beende. Ich kann es nämlich kaum erwarten.

11 Kommentare Autor: Denis
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Die Konsolidierung des Leihspielers: Von PC zu PS

Wenn ich mal ganz ehrlich bin, dann hat meine Spielerkarriere damals an einer Konsole begonnen; damals als man die Spiele noch auf kleinen schwarzen Kistchen transportierte, die man wie alle Datenträger “Kassetten” nannte, jedenfalls taten wir Kinder das. Die Konsole war eine Atari 2600, noch im klassischen “Eiche rustikal” Design, welches so hervorragend in die trügerisch sichere Wohnung des so dicken wie coolen Nachbarsjungen passte – cool, weil er nicht nur eine Atari 2600 besaß und fiese Spiele wie Chopper Command, sondern auch weil er jedes Mal Captain Future im Fernsehen anschauen durfte. Außerdem lebte er bei seinen bereits prä-atari schwerhörigen Großeltern, was es entschieden leichter machte, die Spiele richtig – ungestört und in voller Lautstärke nämlich – zu genießen.

Das war dann aber auch mit Konsolen, niemals hätten meine Eltern so ein … Ding angeschafft, das nur für Spiele gedacht war und nicht etwa – so wie ein Commodore 64 – auch ein unglaublich lehrreiches Gerät, welches dann auch angeschafft wurde. “Aber da kommen uns keine Spiele drauf, ist da klar?.” Klar doch. Niemals.

Nun, das war vor – Du meine unsterbliche Güte! – eindeutig mehr als 20 Jahren mein letzter Kontakt zur Spielkonsole, dem unheiligen Feind des anspruchsvollen Computerspielers. Irgendwann war da der PC und nach ein paar Jahren brauchte man nicht einmal mehr einen Joystick. Bis vor wenigen Wochen. Da steht jetzt also diese windschnittige, ungemaserte Plastikkiste aus dem Hause Sony und natürlich spielt sie ganz freundlich Videos aus dem WLAN ab und frisst glücklich alle möglichen Filmschillerscheiben. Eigentlich war das ihre Aufgabe. Spielen? Auf einer Konsole? Nie-mals.

Natürlich bin ich nicht so weit, mir Spiele zu kaufen, so viel Stolz ist mir (noch) geblieben – aber zum Glück gibt es gute Freunde, die mir gelegentlich in unterirdischen Bielefelder Kaschemmen eine Tasche voll aktueller, flugs durchgespielter Toptitel unterschieben können.

Die probiere ich nun der Reihe nach durch und stelle fest: Da fehlt doch etwas an der sonst wundervollen PS was sich am ollen Atari so gut gemacht hat – vielleicht habt ihr es auch bemerkt: Der Joystick. Wie soll man denn sonst ein Spiel steuern, mit diesen vielen kleinen Knubbeln auf diesem… Controller etwa? Das geht? Ich habe meine wohlbegründeten Zweifel, auf dem Sofa zu spielen, das war schon schockierend genug für mich und nun auch noch weder Tasten noch Knüppel, das ist fast schon zu viel für mich. Meine Klauen sind einfach zu dick und zu gichtig und bewegungseingeschränkt für sowas, oder? So schnell gebe ich nicht auf. Aber ich leide in Zukunft nicht länger allein. (Eigentlich leide ich gar nicht, die PS3 macht mir nämlich eine Menge Spaß, aber ich brauche ja wohl eine wenig Drama, oder?)

Nach einer grausigen Demütigung im Multiplayer – WipeOut HD gegen angeblich “schrecklich schlechte” Freunde – ich kürze das Geschehen sinnwährend auf “Denis trifft auf Mauer – Bumm!” – werde ich weitere Erschütterungen meines Gamer-Egos hier vor aller Antigamer Augen dokumentieren. Ich, der Leihspieler.

Auch wenn Sony einfach keinen Joystick herausbringen will. (Warum nicht? Schamlos.)

14 Kommentare Autor: Denis
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Mach’s dir selbst: mit Flixel

Wieso nicht einfach mal selbst ein Spiel bauen? Zum Beispiel mit Flixel:

A revolution in Flash game production. An amazing new way for man to interface with machine. The beginning of a new tomorrow. Never before has the world witnessed such a collection of AS3 files.

Flixel ist eine speziell für 2D-Spiele im niedrigauflösenden Retro-Look ausgelegte ActionScript-Bibliothek zum Basteln von Flash-Spielen. Ein paar damit erstellte Spiele findet ihr hier – dem einen oder anderen hier wird zumindest das dort aufgeführte Canabalt ein Begriff sein.

Das Tolle an Flixel: man muss nicht erst Geld für die Flash-Software ausgeben — es begnügt sich mit dem frei verfügbaren und quelloffenen Flex SDK. In anderen Worten: ihr könnt sofort loslegen; alles, was ihr braucht, ist das Flex SDK, Flixel selbst, ein Texteditor, und natürlich ein paar grundlegende ActionScript-Skills.

Auf der Flixel-Website und dem Wiki findet ihr alle Informationen, die ihr zum Loslegen benötigt. Außerdem kann ich euch noch dieses schöne Rundum-Tutorial empfehlen. Viel Spaß!

4 Kommentare Autor: Hendrik
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Die Sache mit dem Apfel

Ratet mal, welches Spiel Hendrik derzeit am meisten spielt! Battlefield: Bad Company 2? Nope! Darksiders? Fehlanzeige! Just Cause 2? Nein, und verdammt nochmal, ich wünschte, ich würde das olle Spiel irgendwo finden! Aber das ist eine andere Geschichte.

Nein, das Spiel, das ich zur Zeit am meisten Spiele, ist ganz klar Bejeweled Blitz. Das kann man auf Facebook spielen, aber auch auf dem iPhone. Die Facebook-Version ist dank zusätzlicher Features besser, kann man aber nicht auf dem stillen Örtchen spielen. So, jetzt wisst ihr bescheid.

Tatsächlich hat sich das iPhone in den letzten 12 Monaten zu meiner Spielekonsole Nummero Uno entwickelt (auch außerhalb des… ach, ihr wisst schon). Selbstverständlich hat es nicht die Power einer Xbox, aber verdammt nochmal, mit meiner in der Ecke einsam vor sich hin einstaubenden PSP kann es (zumindest gefühlt) locker mithalten, und mit meinem Nintendo DS wischt es mühelos den Touchscreen-Boden auf.

I, for one, welcome our new overlords

Als alter Mac-Fanboi war ich immer etwas traurig, dass “unsere” Plattform von der Spielebranche eher stiefmütterlich behandelt wurde — und enttäuscht von den eher halbherzigen Bemühungen Apples, dies zu ändern.

Und auch, wenn Valve inzwischen Steam für OS X angekündigt hat, glaube ich nicht, dass es jemals als ein Spiele-Betriebssystem wahrgenommen wird.

Auf Apples mobilen Geräten sieht das jedoch anders aus. Ich bin inzwischen felsenfest davon überzeugt, dass iPhone OS, welches nicht nur auf den unzähligen bisher verkauften iPhones läuft, sondern auch auf allen iPod Touch sowie dem neuen, großartigen iPad, die wichtigste Spieleplattform der kommenden Jahre darstellt.

Ach ja, das iPad. Vergesst die ganzen ollen Rennspiele, bei denen man zum Lenken das Gerät kippt. Wenn ich nur daran denke, eine große, hochauflösende Version von Harbor Master spielen zu können, wird mir ganz anders! Godfinger! Und stellt euch nur mal vor, was für grenzgeniale Echtzeit-Strategie-Spiele man vielleicht bald darauf spielen wird! Mmmmmomnomnom.

Spaß für alle (und Umsatz für Apple)

Wenn man sich irgendwann darüber fertig aufgeregt hat, dass es sich bei iPhone OS um eine geschlossene Plattform handelt — sind Xbox, PS3 usw. übrigens auch — ist es einfach durch und durch lecker:

Als Spieler freut man sich über die unzähligen im App Store erhältlichen Spiele. Von (überwiegend brauchbaren!) Portierungen bekannter AAA-Titel, über solide bis extrem supere Spiele von Indie-Entwicklern, bis hin zu verrückten, kleinen Gameplay-Experimenten ist alles dabei, was Spaß macht. (Von den ganzen Nicht-Spiele-Apps ganz zu schweigen. Alleine die vielen coolen Musik-Tools!)

Entwickler können aufgrund der wirklich sehr einfach zu nutzenden (und überdurchschnittlich gut dokumentierten) Programmierschnittstellen voll durchstarten; vieles, was sonst mit einem nicht zu unterschätzenden Arbeitsaufwand verbunden wäre, wird ihnen bereits abgenommen. So fügt das im Sommer erscheinende iPhone OS 4.0 dem bereits sehr beeindruckenden Featureset für Entwickler noch ein komplettes Matchmaking-Netzwerk namens GameCenter sowie eine Bibliothek an zum “Stromsparen” optimierten Standard-Algorithmen hinzu.

So, und jetzt zu euch. Wie steht ihr zu iPad und iPhone? Freut ihr euch auf alles, was da kommen mag, oder haltet ihr Apple für das neue personifizierte Böse? Spielt ihr gerne damit? Entwickelt ihr sogar dafür? Oder meidet ihr das ganze Zeugs wie eine Wurzelspitzenresektion und haltet mich für einen assimilierten Casual-Gaming-Loser? Ich bin mir sicher, die Meinungen hier werden ziemlich auseinander gehen. Discuss!

19 Kommentare Autor: Hendrik
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Die Mütze

Die Mütze

Also, 2008 war das also, als hier das letzte Mal etwas von mir zu lesen war. Seitdem habe ich mir eine Mütze gekauft und war – mit von original irischer Wolle gewärmtem Kopf – gelangweilt von der Spieleszene. Oh, ich war auch gelangweilt von den Spielen selbst und tat genau das, was man da eben so macht: Sich einen Mac zulegen, wieder mit World of Warcraft anfangen und dann damit aufhören und dann gar nichts mehr spielen.

Alte Rapper kaufen sich auch öfter mal Mützen, habe ich gehört, spielen dann nur noch mit Band und werden vom Jungvolk nicht mehr gewürdigt. Bei alten Spielern hat das mit einer gewissen Säuerlichkeit und backsteinhaften Reflexen zu tun. Wir wissen natürlich, was passiert ist: Das GamerBiotop verträgt Bitterkeit nicht, es ist chemisch umgekippt und man kann die stinkende Brühe eigentlich nur noch wegschütten. Eine Schande!

Ebenso wie bei den Musikern hat bei mir die Bemützung natürlich auf gar keinen Fall mit knapper werdendem Frisurenrohstoff zu tun, sondern eher mit Kopfexpansion. Das Gehirn wird immer größer, weil sich grandiose Gedanken darin zusammenballen, die nur noch mit Mütze einigermaßen unter Kontrolle zu halten sind; in schlimmen Fällen ist es ein Fall für Hut. Wenn Hut kommt, dann ist der Moment für Großtaten gekommen.

Wie zum Beispiel für Antigames. Da passen Gedanken rein, die sonst nur die Kopfbedeckung unnötig ausbeulen. Zum Beispiel Gedanken über Spiele. Spiele sind rein therapeutisch gesehen total gut, um das Hirn schrumpfen zu lassen. Und was für Gedanken das sind!

Wie MMO mich traurig machen. Wie ich es geschafft habe, eine Konsole zu haben und wie man sich dazu selbst überreden muss.

Was das entscheidende Argument für Konsolen ist.

Warum sie mich in den Wahnsinn treiben.

Warum ich MMO immer noch mag. Obwohl die doof werden, wenn man sie spielen will.

Warum jedes gute Rollenspiel einen Hund braucht.

(Die Mütze behalte ich trotzdem.)

9 Kommentare Autor: Denis
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Der Hut

Vor wenigen Wochen habe ich mir einen Hut gekauft. Das ist wahrscheinlich das Aufregendste, was mir seit September 2008 passiert ist.

Selbstverständlich könnte ich an dieser Stelle auch schreiben, dass es schön ist, endlich mal wieder für Antigames einen Artikel zu verfassen. Ich könnte mich dafür entschuldigen, dass hier seit nunmehr eineinhalb Jahren nichts mehr erschienen ist. Ich könnte Dinge tippen wie: “In diesem Blog wird es nach wie vor primär um Spiele gehen, aber wahrscheinlich auch andere Themen, die uns inzwischen genau so sehr interessieren”. Ich könnte ein bisschen über das alte Team schreiben und mich fragen, ob wir wohl genau so viel schreiben werden wie früher.

Ich könnte mich ein bisschen aufs Thema konzentrieren und berichten, wie sehr sich die Spielelandschaft in den letzten eineinhalb Jahren verändert hat. Wie befremdlich ich es finde, dass inzwischen wirklich jeder auf Facebook ist und es für jemanden wie mich immer schwieriger wird, eine Lücke im Netz zu finden, in der man noch so richtig rumnerden kann. Ich könnte erklären, wieso ich auf meinem iPhone inzwischen viel mehr spiele als auf meiner Xbox 360 und warum ich das iPad für die wichtigste Spielehardware der letzten 10 Jahre halte. Ich könnte ein paar Worte darüber verlieren, wie irrwitzig erfolgreich Free-to-Play und Item-Selling inzwischen sind, und dass ich das zu allem Überfluss auch noch begrüße. Ganze Romane könnte ich darüber verfassen, wie unglaublich, unfassbar, unvergleichlich super Bejeweled Blitz ist.

Ich könnte auch über Privates schreiben, zum Beispiel, wie ich nach einem knappen Jahr in England wieder zurück nach Deutschland gezogen bin, wo ich mich zu meiner eigenen Überraschung sehr viel wohler fühle, trotz Killerspiele-Diskussion und Abmahngefahr. Ich könnte ein bisschen melancholisch werden und davon erzählen, wie ich mit meinen inzwischen 33 Jahren immer mehr darüber nachdenke, irgendwann (= bald) ein paar kleine Hendriks zu machen, und immer weniger darüber, ob ich meinen einzigen ernstzunehmenden World of Warcraft-Character endlich mal auf Level 80 bringen soll. Verdammt nochmal, ich könnte euch sogar die spannende Geschichte erzählen, wie ich gelernt habe, was Liebe wirklich ist.

Ihr seht schon: dass der Kauf dieses Huts das Aufregendste ist, was mir seit September 2008 passiert ist, ist glatt gelogen. Aber irgendwo muss man ja anfangen. Und dieser Hut, lasst euch das gesagt sein, ist echt geil.

23 Kommentare Autor: Hendrik
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