Archiv für August 2005

Fünf (komplett kostenlose und euch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bekannte) Dinge, die man tun kann, während World of Warcraft nicht erreichbar ist

  1. Kingdom of Loathing spielen. Geniales web-basiertes Onlinerollenspiel mit, äh, famoser Grafik und, äh, so. Und lustig ist es. Sehr. Nur Englisch sollte man können. Und zwar gut. Sonst verpasst man die Hälfte.
  2. Enemy Territory Fortress ausprobieren. Soll gar nicht mal so schlecht sein. Basiert größtenteils auf Quake 3 Fortress. Das wurde aber kaum gespielt. Da Enemy Territory im Gegensatz zu Quake 3 ein kostenloses, frei downloadbares Spiel ist, sieht es da womöglich anders aus.
  3. Ein paar Freunde und einen Webserver zusammentrommeln, Skrupel installieren, und sich untereinander um die Galaxie kloppen. Ja! Zugbasierte Weltraumstrategie im Stil von VGA Planets, Stars, Galactic Civilizations. Wem der Server fehlt, der kann sich im Skrupel Network nach von anderen Spielern betriebenen Partien umsehen.
  4. In Subspace “Leute aus aller Welt kennenlernen… und sie abknallen”. Subspace ist ein altes, altes, altes 2D-Spielchen (ja, Spiele waren mal zweidimensional!!1!!1!), in dem man Asteroids-like ein Raumschiffschen steuert und mit selbigem andere Spieler abknallt. Der Witz: man befindet sich mit bis zu 150 anderen Spielern in ein und der selben Arena und spielt durchgeknallte Teamspielchen. Denkt an Domination und Bombing Run aus UT. Ja, genau sowas. Kostet nix und läuft garantiert auf jedem Windows-PC.
  5. In Second Life die Sau rauslassen. Sieht wie ein Onlinerollenspiel aus, ist aber viel mehr ein riesiger, virtueller Spielplatz, auf dem so ziemlich alles möglich ist, denn die komplette Welt wurde und wird von den Spielern gestaltet. Die meiste Zeit verbringt man damit, seinem Avatar eine möglichst anregende weibliche Form zu geben und diese dann mit teurer Reizwäsche und Tattoos einzudecken. Danach geht’s in eine Disco, wo man mit anderen Spielern MP3-Streams hört und dazu tanzt. Oder in Sex-Clubs, wo man… äh, ja. Hey! Ich denke mir das nicht aus. Ratet mal, woraus das Bild oben stammt. (Achtung: für Second Life benötigt man eine Kreditkarte, die wird aber erst nach einer Woche belastet — wenn man nicht vorher kündigt. Aber hey, das Ding kostet nur einmalig $9.99. Eine Monatsgebühr muss man nur zahlen, wenn man ein regelmäßiges Taschengeld beziehen und/oder eigenes Land besitzen will, also haut rein.)
6 Kommentare Autor: Hendrik
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Schienenschießer

Schienen

Wir schreiben das Jahr 1993 und CD-ROM Laufwerke verkaufen sich gerade wie warme Semmeln. Auch ich laufe ganz aufgeregt in den Laden meiner Wahl (für Münsteraner: GamePort auf der Piusallee, praktischerweise direkt auf meinem Schulweg gelegen) und nehme eins mit. Aber ich nehme auch noch was anderes mit, nämlich das Spiel was mir das CD-ROM Laufwerk verkauft hat: Rebel Assault von LucasArts. Jawohl, Myst mag damals den Mainstream mit der Magie großer Datenmengen bekannt gemacht haben, aber zu dem Zeitpunkt hatten echte Computerspieler schon über ein Jahr so einen Schillerscheibendreher in ihrem Rechner. Und Rebel Assault war der Grund dafür.

Das Spiel war damals eine echte Sensation und erschuf im Handumdrehen sein eigenes Subgenre, den Railshooter. Spielerisch war es eigentlich recht primitiv. Es wurde ein vorgerenderter Film abgespielt über den Gegner kopiert wurden, die man, z.B. aus der Cockpit-Sicht eines X-Wing, abschießen konnte. Klingt primitiv? War es auch. Rebel Assault variierte das Ganze noch ein wenig, da man bei einigen Leveln sein Schiff von hinten sah und es steuern konnte. Dies allerdings auch nur sehr eingeschränkt, denn man konnte die Grenzen des vorher festgelegten Films nicht verlassen. Dennoch, wer sich damals nicht schon in den ersten Level des Spiels – ein Flug durch einen Canyon auf Tatooine – auf Anhieb verliebt hat, in dessen Brust schlägt kein Videospieler-Herz. Spätestens als John Williams glorreiche Musik in glasklarer Qualität durch die Boxen kam, gab es auch für mich kein Halten mehr.

Das Spiel verkaufte sich logischerweise wie warme Semmeln. Und was macht man als phantasieloser Chef eines Videospielevertriebs in so einem Fall? Genau, man gibt massenweise schlechte Kopien in Auftrag. Und was passiert, wenn die fertig sind? Genau, keiner kauft sie. Denn bis dahin war der Glanz der Render- und Videofilmchen längst verblichen und die Leute wollten lieber richtige Spiele auf ihre CD-ROMs gepresst sehen.

Aber unter den Rebel Assault Nachahmern gab es auch einige Perlen, die damals etwas unfairerweise untergegangen sind und von denen ich zwei aus meinem Regal gekramt habe um sie hier vorzustellen.

Kandidat 1 ist Wetlands, von New World Computing. In Wetlands spielt man einen intergalaktischen Kopfgeldjäger namens John Cole, der sich am Steuer seines U-Bootes auf die Suche einem entflohenen Wissenschaftler macht. Die Spur und dabei auf eine Unterwasserwelt namens Wetlands. Ist auch besser so, denn auf einem Wüstenplaneten hätte John mit seinem U-Boot ziemlich doof ausgesehen. Was Wetlands hervorhebt ist sein Grafikstil. Über die üblichen computergerenderten Filme sind nämlich Figuren in klassischer handgezeichneter 2D-Animation gelegt. Sieht auch heute noch ganz akzeptabel aus, wenn man von der starken Kompression absieht. Und davon dass VGA-Pixel auf einem 20 Zoll Monitor ungefähr Faustgröße haben. Wie sehr ich Wetlands damals gemocht habe, wurde mir eben klar, als ich feststellen musste dass ich auch 10 Jahre später die Dialoge noch auswendig kann. Und irgendwie weiß ich noch, dass ich das Spiel damals bei Karstadt gekauft habe. Fragt mich nicht warum. Jedenfalls ist es auch heute noch einen Blick wert. Sonst hätte ich gerade kaum mal nebenbei so drei Level gespielt. Wer dem Spiel eine Chance geben möchte, der sollte sich übrigens nicht vom uninspirierten ersten Level abschrecken lassen. Ich verspreche es wird besser.

Der zweiter Kandidate ist The Hive, von Rainbow Studios, heutzutage eher bekannt für die Motocross Madness Reihe. The Hive ist ebenfalls ein klassischer Weltraum-Railshooter, den aber drei Dinge aus der Masse dieser Spiele hervorstechen lassen. Erstens, es war eines der ersten Spiele die exklusiv für Windows 95 waren. Okay, das ist kaum ein Grund es heute noch zu spielen, aber es ist schon amüsant, wenn auf der Packung Features angepriesen werden wie “Echtes 32 Bit Autoplay!”. Zweitens, es hatte zwei Arten von Leveln. Der erste davon war wie üblich: man flog einen vorberechneten Pfad lang und knallte alle Aliens ab. Im zweiten jedoch war man selber stationär und konnte dafür aber um 360 Grad drehen (und knallte alle Aliens). Das war damals echt neu. Nein, nicht das Abknallen der Aliens. Die freie Rotation um die eigene Achse in schicker Renderoptik. Interessanterweise fand diese Technik später hauptsächlich Verwendung im wesentlich friedfertigeren Adventures. Der wirkliche Grund warum The Hive Spaß machte, war allerdings sein toller Sound kombiniert mit der guten Musik. Da kam echtes Science Fiction Flair auf. Leider konnte ich nicht rausfinden, ob diese Atmosphäre auch heute noch wirkt, denn The Hive läuft auf Windows XP nicht mehr. Schon komisch, dass ein DOS Spiel wie Wetlands heute noch ohne Probleme läuft, während bei The Hive nicht mal mehr das Autoplay Feature (echtes 32 Bit!) funktioniert. Schade. Eine Möglichkeit gibt es aber doch um das alte Gefühl wieder aufleben zu lassen. Die Entwickler waren nämlich zu Recht selber Stolz auf Musik und Ton ihres Spieles und so packten sie ein ca. zehn Minuten langes Medley auf die zweite CD. Und das präsentiere ich euch hiermit. Ich würde das Ding am liebsten zum Download anbieten, aber aus offensichtlichen Gründen werde ich darauf verzichten. Dass ich das Spiel mochte, wurde mir jedenfalls spätestens wieder klar, als ich überrascht gemerkt habe wer die Credits des Spiels bei Mobygames eingetragen hat. Nämlich ich.

Viel Spaß noch bei der Zugfahrt.

14 Kommentare Autor: Richard
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Parteien zur Wahl

Zwei Stimmen
Am 18. September ist es mal wieder so weit, wir wählen einen neuen Bundestag. Das Problem ist nun aber dass ich nicht wirklich weiss, wem ich meine wertvollen Stimmen anvertrauen soll. Rot-Grün hat sich schliesslich öffentlich für handlungsunfähig erklärt, und Schwarz-Gelb veranstaltet gerade eine interne Meisterschaft im Schlammwerfen. Was also bleibt dem mündigen Bürger mit Internetzugang, wenn er sich nicht der schweigenden Mehrheit der Nichtwähler anschliessen will? Ganz einfach, er schmökert ein wenig in den Parteiprogrammen, die beispielsweise beim Bundeswahlleiter hinterlegt sind.

Dabei kommt teilweise Erstaunliches zutage. Ich kann nur jedem empfehlen, sich mal das Manifest der Spirituellen Partei, der Feministischen Partei oder der Deutschen Pogoanarchisten durchzulesen, alles Goldminen des bizarren Humors. Aber als passionierten Spieler hat es mich natürlich besonders interessiert, was die werten Herrschaften zum Thema Medien und Jugendschutz zu sagen haben. Ein positives Fazit vorweg, vor lauter Finanzmisere und internationalem Terrorwahn scheint sich augenscheinlich keine der grossen Parteien mehr für Computer- und Videospiele zu interessieren.

“[Kinder] bedürfen des Schutzes vor seelischer und körperlicher Überforderung und Gewalt, auch vor ungehemmtem Medienkonsum”

ist die glorreiche Erkenntnis der SPD. Die CDU holt wie gewohnt zum medialen Rundumschlag aus und erklärt:

“Wir wenden uns gegen eine verharmlosende und immer hemmungslosere Darstellung von Gewalt in Massenmedien, in Videofilmen und Computerspielen, gegen Pornographie sowie entwürdigende Darstellungen in der Werbung.”

Was aber konkret geplant ist verrät selbstredend keiner, man möchte ja nicht Millionen von spielenden Wählern verärgern. Wie nicht anders zu erwarten setzt das bayerische Phänomen CSU noch einen drauf. Von Oberpolterer und Innenministerkandidat Beckstein war ja schon nach dem Schulmassaker von Erfurt 2002 zu vernehmen, dass er einerseits die Produktion nicht näher definierter “Killerspiele” unterbinden will, sie aber wegen seines christlichen Moralethos noch nie ausprobiert hat. Ins gleiche Horn stösst dieses Jahr der Arbeitskreis Jugendmedienschutz des Landesverbandes der Frauen-Union der CSU (was für ein Titel), der in seinem Programmheft schreibt:

“Ego-Shooter sind nicht nur einfache Computerspiele. Viele werden auch in der militärischen Ausbildung der US-Army als Tötungstraining genutzt, zum Teil sogar in den Elite-Einheiten. Es ist verantwortungslos, ein Trainingsprogramm für erwachsene Soldaten Kindern und Jugendlichen zum Spielen anzubieten.”

Dazu auch die Landesvorsitzende der Frauen-Union, Maria Eichhorn MdB:

“Wir müssen den jungen Menschen klar machen, dass es in der Realität andere Regeln gibt als im Film oder auf dem Computerbildschirm. Deshalb setzen wir mit unserer Initiative auf die Vermittlung unseres christlichen Wertefundaments.”

Gott mit dir, du Land der Bayern.

Das Beste zum Schluss. Die meisten kleinen Parteien haben ein zu fokussiertes Wahlprogramm, um sich mit Lappalien wie Videospielen abzugeben. Wie beispielsweise die Partei “AB JETZT für Volksentscheide und gegen Zuwanderung ins soziale Netz”, die ihr gesamtes Programm bereits im Namen trägt. Nicht jedoch die Bürgerrechtsbewegung Solidarität. Obwohl ich ihre Idee von einem transkontinentalen Magnetbahnnetz auf Grundlage des Westfälischen Friedens durchaus attraktiv finde, bin ich über die Äusserungen ihrer Kanzlerkandidatin doch etwas bestürzt.

“Bereits im Herbst 1999 wies [Helga Zepp-LaRouche] auf einer internationalen Konferenz in den USA auf die alarmierende Tatsache hin, daß die Gewalt- und Killervideos für Jugendliche bzw. deren “Einstiegsdrogen” wie Pokémon und Nintendo ursprünglich von der US-Armee für militärische Trainingszwecke entwickelt wurden – was ihre unheuere Effizienz erklärt – und forderte ein weltweites Verbot der Produktion und Verbreitung dieser Filme bzw. Computerspiele.”

Starker Tobak!

Also dann, in drei Wochen ist Wahltag. Wir treffen uns an der Urne.

6 Kommentare Autor: Stefan
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Nintendo CS

Nintendo CS

Alles lief so gut. Alle haben sich brav an die Namenskonvention für ihre DS Spiele gehalten. Egal wie dämlich ihr Spieletitel damit klang, die letzten beiden Worte fingen immer mit D und S an:

Advance Wars: Dual Strike
Resident Evil: Deadly Silence
Castlevania: Dawn of Sorrow
Guilty Gear: Dust Strikers
Lunar: Dragon Song
Mr. Driller: Drill Spirits
World Championship Poker: Deluxe Series

Und dann macht Bandai einen Anfängerfehler wie wir ihn schon lange nicht mehr gesehen haben. Angespornt vom Erfolg von Nintendogs basteln sie so hastig an einem Tamagotchi-Spiel, dass es ihnen überhaupt nicht aufgefallen ist als sie im Alphabet verrutscht sind!

Tamagotchi: Corner Shop

Tja Jungs, ein Buchstabe daneben ist auch vorbei. Sechs, setzen.

6 Kommentare Autor: Richard
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Neulich im Saturn

Die Langeweile und ein unerwarteter Geldeingang auf dem Konto trieben mich neulich in die Technik- und Spiele-Abteilung einer Münchner Saturn-Filiale — mit dem Ziel, mir irgendein neues Spielzeug zu kaufen. Zum ersten Mal seit sehr, sehr langer Zeit. Ich konnte die folgenden Beobachtungen machen:

  • In der Spieleabteilung waren unerwartet viele Pärchen unterwegs. Und zwar nicht in der Konstellation Typ sucht was zum Zocken und hat gelangweilte Freundin im Schlepptau. Nein, im Gegenteil! Sie suchten sich gemeinsam Spiele aus, oft war sogar die Frau die Suchende, und der Mann kommentierte. “Singles 2? Ach, Spatzl… wenn du es wirklich haben willst…”
  • Die dicke Dark Age of Camelot-Verpackung sieht schon extrem edel aus. Trotzdem sagte der eine langhaarige Typ zum anderen lediglich: “Ja, es ist schon ganz okay, aber hol dir lieber World of Warcraft, das ist einfach geiler.”
  • Es gibt derzeit kaum Spiele, die mich genug interessieren, um einen Kauf zu rechtfertigen. Ich stehe vor dem Spieleregal und sehe überall nur Splinter Rogue Desert Recon Spectrum Irgendwas 2. Ich kann die alle nicht auseinander halten. Für den GBA erscheinen offensichtlich keine Spiele mehr, und für DS und PSP fehlen mir einfach noch die Must-Have-Titel. (Das könnte sich, was das DS betrifft, mit Advance Wars Dual Strike ändern. Und Nintendogs. Nicht lachen!)
  • Für die Guild Wars Collector’s Edition fehlt es anscheinend an den interessierten Collectors.
  • Aus den beworbenen Lautsprechersystemen läuft ausschießlich “Candy Shop” von 50 Cent. Den meisten Leuten reicht das auch.

Letztendlich habe ich mir einen USB-2.0-Hub gekauft. Auch nicht schlecht. Ach ja, und eine MX1000. Die hat einen eingebauten Laser. Vielleicht kann ich damit jemanden erschießen. Erfahrungsbericht folgt.

2 Kommentare Autor: Hendrik
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Wir stehen für Dinosaurier. Und wofür stehen die anderen?

Raaarrr!!

Zur Feier der Wiederauferstehung von Antigames gibt es gleich einen neuen Beitrag über spannende Spiele mit Dinosauriern. Letztes Mal haben wir festgestellt, dass Trespasser seiner Zeit voraus war und heute einen zweiten Blick wert ist, sowie dass weder ein T-Rex noch eine teure Filmlizenz ein Spieleprojekt vor seiner Einstellung beschützen können. Dieses mal werden wir lernen, dass so mancher Spielklassiker durch Dinosaurier noch besser wird und wir machen Bekanntschaft mit den zwei komischsten Jurassic Park Spielen, die es jemals gab. (Und Dino Crisis wird wieder ignoriert.)

Jurassic Park – Scan Command: Und der Gewinner für das bizarrste Jurassic Park Spiel aller Zeiten ist: Jurassic Park – Scan Command. Was macht es so bizarr? Na, es wurde mit ein Barcode Scanner ausgeliefert! Informationen zu dem Spiel sind dünn gesäht, aber scheinbar muss man dabei wohl einen Dinosaurier durch gefährliche Gegenden steuern. Um das einfacher zu gestalten kann man seinen grünhäutigen Gefährten aufbessern, indem man ihm neue DNA spritzt oder so. Der Trick dabei ist jetzt, wie man an die DNA kommt. Nämlich mit eben erwähntem Barcode Scanner. Man laufe also in den Supermarkt, scanne das komplette Nudelregal ein, gehe nach Hause und nutze die so gewonnene “DNA” um seinen Dino mächtiger zu machen. Klingt irgendwie fast schon lustig. Gespielt habe ich Scan Command allerdings nie. Es wäre zwar durchaus hier und da noch zu bekommen, aber ich habe ehrlich gesagt keine Lust mich im Supermarkt fragen zu lassen, warum ich denn das Tiefkühlgemüse einscanne. Vor allem nicht wenn die Antwortet lautet: “Das ist DNA! Die brauche ich für meinen Dinosaurier!”

Tomb Raider: Was war das Beste an Tomb Raider 1? Genau. Der riesige T-Rex mit dem man sich prügeln durfte. Und das erklärt natürlich auch sofort warum die Serie so schnell den Bach runterging. Und warum die beiden Filme so furchtbar waren. Einfach nicht genug Dinosaurier! Nein, der Drache in Teil zwei zählt nicht. Auf die Unterschiede zwischen Drachen und Dinosauriern komme ich noch zurück, wenn ich Yoshi diskutiere. Jedenfalls ist jetzt klar, was der offizielle Litmus-Test für Tomb Raider: Legends sein wird. Genau, die Anzahl der Dinosaurier! Ich sollte mal unseren Tomb Raider Beauftragen Stefan fragen ob schon welche gesichtet worden sind. Der ist nämlich ein so großer Fan, dass er sich selbst den letzten Teil gekauft hat und müsste das eigentlich wissen.

WoW und Un’Goto Crater: Okay, ich hatte einen eigenen Eintrag dafür versprochen, aber dann müsste ich WoW starten und massenweise Screenshots machen. Und wenn ich das mache, dann höre ich vielleicht nie wieder auf es zu spielen. Das kann ich mir im Moment nicht leisten. Es gibt schließlich schon genug Blogs, deren letzter Eintrag lautet: “Habe mir gerade WoW gekauft.” Also machen wir es kurz. WoW rockt. Es rockt aus vielen Gründen, aber zwei davon haben ganz speziell was mit Dinosauriern zu tun. Erstens, ich kann einen Raptor als Haustier halten. Erstklassig. Und zweitens, der Un’Goro Crater ist so eine Mischung aus Lost World und Land of the Lost. Alles voller Dinosaurier da! Inklusive haushohen Tyrannosauriern. Die heißen allerdings Devilsaur, möglicherweise weil sie ein paar Bonusknochen auf dem Rücken haben. Aber das macht ehrlich gesagt keinen nennenswerten Unterschied. Also, WoW spielen! So, und wenn ihr ganz brav seid, dann erzählt Onkel Richard euch irgendwann mal die Geschichte wie er höchstpersönlich King Mosh besiegt hat, den König der Teufelssaurier!

Jurassic Park Interactive: Sicher das seltenste Jurassic Park Spiel ist JP Interactive für das 3DO. Und damit wäre auch schon der erste Grund genannt warum es so selten ist. Weltweit hatten nämlich nur ca. sechs Leute ein 3DO. Und zwei davon waren Trip Hawkins. Der zweite Grund ist auch nicht schwer zu finden. Es taugt nämlich einfach nichts, also hat es wohl nicht mal Trip Hawkins gekauft. Eigentlich handelt es sich bloss um eine Sammlung von wenig prickelnden Minispielchen. Mal muss man aus einem Gebäude entkommen, in dem sich ein paar Raptoren aufhalten. (Man stelle sich ein FPS ohne das S vor.) Ein anderes Mal muss man die Spucksaurier die Nedry gefressen haben abknallen. (Man stelle sich einen ganz schlechten Operation Wolf Klon vor.) Und manchmal muss man einen miesen Space Invaders Klon spielen. (Was das mit Jurassic Park zu tun, wussten wahrscheinlich nicht mal die Entwickler so genau.) Zusammengehalten wird das Ganze von ein paar Jurassic Park Video Clips. Interessanterweise hatten sie wohl das Recht dazu Szenen aus dem Film zu verwenden, aber nicht das Recht dazu die Schauspieler zu zeigen. Das wiederum schränkt die Auswahl an interessanten Szenen dann doch etwas ein. Alles was die Filmcharaktere involviert, ist mit Laiendarstellern in einem Garten nachgedreht worden. Und auch das ist nicht viel. Meisten sieht man bloß jemanden, wie er panisch in die Büsche rennt. Großes Kino! Interessanterweise habe ich definitiv eine Erinnerung daran, dieses Spiel mal gespielt zu haben. Dabei hatte ich nie ein 3DO, kannte nie jemanden der eins hatte und kann mich auch nicht daran erinnern jemals eins im Laden gesehen zu haben. Sehr verdächtig. Die beste Erinnerung habe ich noch an einen Minispiel bei dem man mit dem Auto vor einem T-Rex wegfahren musste, inklusive Rückspiegel mit der berühmten Aufschrift aus dem Film. Aber wenn man ehrlich ist, war auch der Teil des Spiels nicht sonderlich gut. Nur einen einzigen Vorteil hatte es schon. Und zwar die Originalmusik von John Williams. Damit ist es meines Wissens das einzige JP Spiel, was sich dessen rühmen kann. Immerhin etwas.

5 Kommentare Autor: Richard
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Asheron’s Last Call 2

In spite of our hard work and the launch of Legions, AC2 has reached the point where it no longer makes sense to continue the service. We will be officially closing the Asheron’s Call 2 service on 12/30/05. Until then, we plan to run live events, but we will not be adding any content or features.

Kaboom! Asheron’s Call 2 wird dichtgemacht. Komplett. Ende des Jahres werden die Server runtergefahren, alle Charaktere gelöscht. Ende, Schluss. Aus und vorbei.

Nach Jahren des Wunderns, warum alle MMORPGs anscheinend per Definition hässlich sind und miese Interfaces haben, erschien mit Asheron’s Call 2 das erste richtig nett aussehende und interfacetechnisch ordentlich durchdesignte. Dumm nur, dass die Spielwelt langweilig bis deprimierend, das Gameplay dank eines zu flexiblen Charaktersystems wirr und das eigentliche Spiel im Grunde komplett überflüssig war, denn alle Welt (zumindest der Teil, der noch nicht Ultima Online, Everquest, Dark Age of Camelot etc. verfallen war) spielte ja schon Asheron’s Call 1 und hatte keinen Grund, auf einen anderen Titel zu wechseln. Da war es also, das MMORPG, auf das alle gewartet hatten, das dann aber doch niemand spielen wollte.

Wie es jemandem geht, der sich mit dem bevorstehenden Ende der Welt konfrontiert sieht, in der er sein zweites Leben geführt hat, kann man im AC2-Forum nachlesen. Zusammenfassung: die Leute sind nicht glücklich. Verständlich, nicht zuletzt weil Turbine, der Entwickler und Betreiber des Spiels, die selben Leute gerade noch für ein frisches Addon hat zahlen lassen. Ouch.

Von Turbine kommen in (naher?) Zukunft zwei weitere MMORPGs mit durchaus respektablen Lizenzen: Dungeons & Dragons Online sowie The Lord of the Rings Online.

4 Kommentare Autor: Hendrik
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Aber die Seele brennt noch immer!

Zasalamel vs Tira. Fight!
Am 25. Oktober fallen bei mir Ostern und Weihnachten auf den gleichen Tag, denn dann erscheint Soul Calibur 3 in der westlichen Welt. Kurioserweise ist das sogar einen Monat vor dem Japan-Release, wie Eurogamer in Berufung auf Famitsu vermeldet. Glaubt man dem grossen Moloch Internet, so ist der dritte Teil von Namcos erfolgreicher Prügelspielserie zum Scheitern verurteilt, da er exklusiv für Darth Vaders Toaster erscheint. Die Spielbalance ist verhunzt weil es keine offenen Betatests in der Spielhalle mehr gibt, die Grafik ist Müll weil die PS2 numal keine gute Grafik kann, und überhaupt kann das Spiel nichts taugen da Link diesmal nicht mitmacht.

Glücklicherweise haben sich die meisten Trolle inzwischen anderen Themen zugewandt, so dass man sich ganz entspannt der Vorfreude hingeben kann. Denn eigentlich kann dieses Spiel nur gut werden, da Siegfried wieder ein eigenständiger Charakter ist. Hier also nochmal die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Neben sämtlichen bisher in Soul Calibur gesehenen Charakteren (minus Heihachi/Spawn/Link) stossen Setsuka, Tira und Zasalamel zur Kämpferriege.
  • Am Versus-Modus ändert sich wenig, der Schwerpunkt liegt eindeutig bei den ausgedehnten Einzelspielermodi.
  • Ein aufwändiger Create a Character Modus bietet die Möglichkeit, nach Herzenslust Piraten (!) und Ninjas (!!!) zu basteln.
  • Die Stages sollen kleiner werden, haben aber diesmal häufig zerstörbare Ringbegrenzungen.
  • Alles weitere kann man im Soul Archive und auf Namcos offizieller Seite nachlesen.

This victory strengthened the soul of Stefan!

25 Kommentare Autor: Stefan
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In der Welt des Bling

Oooh shiny!
Reden wir mal einen Moment über den derzeitigen Zustand des Hüpf-und-Renn Genres. Wenn Richard und ich einen neuen Plattformer antesten schliessen wir schon während des Ladens Wetten darüber ab, was man in diesem Spiel sammelt, welche Farbe es hat und wieviel davon man für ein Extraleben braucht. Das Erschreckende ist, meistens hat einer von uns beiden recht. Es ist zum Haare raufen. Seit Super Mario zum ersten Mal über die Mattscheibe sprang scheint es ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass Jump’n'runs unbedingt Jump’n'run’n'hoards sein müssen. Nun machte das zu 8-bit Zeiten durchaus Sinn, ein Leben war kostbar und wenn für 100 Münzen ein 1up winkte war man gerne bereit, sich dafür in Todesgefahr zu begeben.

Inzwischen jedoch sind Hüpfspiele vor allem bunt und einfach. Die schwebenden Leuchteteile aber gibt es immer noch, und bizarrerweise sind es mehr denn je. So sammelt man also grüne Dinger für Extraleben, rote für Power-ups und blaue für magischen Mojo. Und wenn man 100 total gut versteckte Schwebekugeln findet gibt’s ganz kleine Artworks als Dank. Gerade an Letzterem merkt man deutlich, dass das Raffen zum Selbstzweck verkommen ist, denn einen Bezug zum Spiel hat diese digitale Ostereiersuche nun wirklich nicht. Dabei war die Sammelei nicht immer so sinnentleert, wie ein Blick zurück in die 80er beweist. In Jumpman beispielsweise musste man in manchen Leveln alle Kugeln einsammeln um zu gewinnen, in anderen Leitersprossen zu einer langen Leiter zusammensetzen, um an höhergelegene Plattformen zu kommen. Oder Ghosts’n Goblins. Wenn man mal von den Hi-Score freundlichen Punkteboni absieht, waren das einzig Raffbare verschiedene Waffen und, sofern man viel Glück hatte, eine neue Rüstung.

Nun sind beileibe nicht alle neueren Jump’n'runs schlecht, nur weil sie bis unters Dach mit Leuchtekugeln vollgestopft sind. Jak and Daxter zum Beispiel ist ein ganz hervorragendes Spiel, zu dumm, dass sich die Fortsetzungen an Grand Theft Also versucht haben. Und von Psychonauts habe ich auch schon viel Gutes gehört, obwohl mir der erste Abschnitt -ahem- wenig inspiriert erschien. Sammelmarathons und Spielspass schliessen sich also nicht gegenseitig aus, die Frage nach dem Sinn bleibt jedoch weiter unbeantwortet. Ein Blick in die Kristallkugel ist also relativ einfach. Die Hüpfspiele der Zukunft haben einen Doppelsprung, einen Komboangriff, einen Snowboard-Level und natürlich haufenweise Bling. Und Mario. Immer Mario.

7 Kommentare Autor: Stefan
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Mein Name ist Martin. Aston Martin.

Cool. Cooler. DB5.

Mit Goldeneye: Rogue Agent hat sich Electronic Arts bei einem James Bond Fan wie mir nicht gerade beliebt gemacht, aber in letzter Zeit fahren sie definitiv auf Versöhnungskurs, zumindest in Sachen 007. Ihr nächstes James Bond Spiel basiert nämlich nicht nur auf From Russia With Love, einem meiner persönlichen Favoriten, nein, sie haben auch Sean Connery solange mit Geld beworfen bis sich dieser tatsächlich bereit erklärt hat noch mal seine Paraderolle zu geben, und sei es nur für einen Tag im Tonstudio.

Aber nach dem Debakel vom letzten Mal, reicht das eigentlich noch nicht, um mein Wohlwollen zurück zu gewinnen, und ich hatte mir fest vorgenommen noch eine ganze Weile weiter zu schmollen. Aber dann muss ich das hier lesen: Man darf doch tatsächlich am Steuer eines Aston Martin DB5 die Istanbuler Innenstadt unsicher machen. Diese Schweine. Es ist, als würden sie meine Gedanken lesen.

Tja, was soll ich sagen? Gekauft.

Und wo wir gerade beim Thema Aston Martin sind: weiß jemand ob der neue V8 Vantage in PGR3 zu finden ist? Wehe nicht.

Autor: Richard
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