Archiv für September 2005

Sonstiges

Ich bin gerade mein Antigames Notizbuch durchgegangen und habe ein paar Dinge gefunden, die ich loswerden will, die aber keinen eigenen Artikel rechtfertigen.

  • Warum läuft Call of Duty bei mir butterweich, aber Dragonshard so zäh wie ein zwei Wochen alter Kaufgummi? Sollte es nicht andersrum sein? Und es ist nicht gerade so, als würde das Spiel den Aufwand visuell rechtfertigen.
  • Ich habe diese Woche meinen ersten DS Stylus verloren. Immerhin lag beim DS schon ein Ersatz dabei. Aber jetzt muss ich losgehen und einen Ersatz für den Ersatz holen, damit ich nicht im ungünstigsten Moment ohne Stylus da stehe. Jede Wette dass es die nur in teuren 10er Packs oder so gibt?
  • Ich war gestern mit meinem Fiesta bei der Abgasuntersuchung (zweiter Versuch, diesmal kam er durch) und für die Messung irgendeines Wertes hat der Typ so eine Art Computerspiel gespielt, wo er die Drehzahl des Autos für 30 Sekunden in einem bestimmten Bereich halten musste. Wenn der Balken in den roten Bereich gerutscht ist, durfte er noch mal von vorne anfangen. Dazu nur soviel: Ich wette mit meinen Skills hätte ich die Untersuchung in der Hälfte der Zeit erledigt.
  • “You have fire of boldness burning like a furnace in your chest!” Die Dialoge in Advance Wars (DS) sind so wunderbar trashig, dass ich fast schon Absicht vermute. Aber das habe ich auch bei Max Payne gedacht und musste dann durch Interviews mit den Entwicklern feststellen, dass sie das alles bitterernst gemeint haben. Lektion: Spieleentwickler sollte man immer unterschätzen. Passt schon.
  • Cyan ist doch nicht tot. Irgendwoher kam spontan noch Geld und sie haben fast die komplette alte Mannschaft wieder eingestellt. Sehr schön.

Und damit gebe ich zurück ins Funkhaus.

5 Kommentare Autor: Richard
Montag 18:00, Arbeitsessen in Maraudon

World of Warcraft ist ein tolles Spiel. Ich bin immer noch begeistert davon. Trotzdem habe ich es seit Wochen nicht mehr gespielt. Das bedeutet, ich habe einen ganzen Monat Gebühr gezahlt, ohne was davon zu haben. Okay, da war die Sache mit der letzten Diplomprüfung. Davor nicht WoW zu spielen, war wohl eine gute Idee. (Und nebenbei bemerkt bin ich sehr stolz auf meine Willenskraft. Es gab Zeiten wo mir das nicht gelungen wäre.) Aber das ist nun schon ein paar Wochen her, und ich habe es immer noch nicht wieder gespielt. Woran liegt’s?

Die verdammten Instanzen sind zu lang. Viel zu lang. Ich habe immer riesig Spaß an den Dingern, aber nach einer Weile werde ich ungeduldig und gegen Ende will ich eigentlich immer nur, dass das blöde Ding endlich zu Ende geht. Und wenn es dann zu Ende ist, brennen mir die Augen, ich habe Kopfschmerzen, und mache WoW ganz schnell wieder aus.

Erschreckenderweise fragt nach dem Ende der Instanz immer sofort jemand, ob man nicht vielleicht gleich noch mal rein möchte! Aber darüber will heute nicht schreiben.

Nein, ich will mich darüber aufregen wie unpraktisch eine so lange Instanz doch ist. In meinem spezifischen Fall will ich als nächstes Maraudon spielen. Wenn ich es nicht als allernächstes mache, dann wird die Instanz zu einfach und ich bekomme weder brauchbaren Loot mehr, noch Erfahrungspunkte. Dummerweise ist Maraudon aber eine besonders lange Instanz. Ich habe irgendwo gelesen, dass manche Leute bis zu acht(!) Stunden brauchen, um alles zu schaffen.

Selbst eine vierstündige Instanz ist an einem normalen Samstagvormittag nicht schaffen. Zumindest nicht, wenn ich ausschlafen und zu einer zivilisierten Zeit zu Mittag essen möchte. Aber acht Stunden? Wo soll ich die denn an einem Stück her nehmen? Ich bin keine 14 Jahre alt. Ich kann mich nicht um 14 Uhr hinsetzen, bis 2 Uhr nachts spielen und dann am nächsten Tag meine Hausaufgaben in der 5-Minuten-Pause machen. Das ist inzwischen eine Weile her.

Natürlich könnte ich Maraudon auch einfach überspringen, es zwingt mich ja niemand dazu es zu spielen. Aber dummerweise komme ich da in Konflikt mit meinem Tick jedes Spiel durchspielen zu wollen. Und für WoW habe ich mir eben das Ziel gesetzt, Level 60 zu erreichen und alle Instanzen geschafft zu haben.

Also habe ich mir jetzt “Maraudon” in meinen Terminkalender eingetragen. Das ist inzwischen die einzige Möglichkeit soviel Zeit am Stück zu finden. Die Frage ist nur, ob ich zum eingetragenen Termin überhaupt Lust darauf habe…

12 Kommentare Autor: Richard
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Zwei weitere Kandidaten für ‘Die Liste’

liste
Auf dieser Seite wurden ja schon des öfteren total verblödete Designideen vorgestellt, bei denen sich gestandene Spieler vor Schmerzen winden. Seien es Hüpfeinlagen in Spielen ohne Füsse, offizielle Oktoberfestsoftware, Stealth-Sequenzen in so ziemlich allem oder ganz einfach ein genereller Mangel an Dinosauriern, manche Konzepte sind schlichtweg so doof dass man sich fragt, wie sie bis ins fertige Produkt überleben konnten.

Das Bizarre ist, immer wenn man der Meinung ist, dass man alle Schwachheiten schon mal gesehen hat kommt ein neues Spiel daher und belehrt einen eines Besseren. So auch heute wieder, als ich den IGN-Test von Lunar: Dragon Song zu Gesicht bekam. Das ‘puste ins Mikro um aus dem Kampf zu fliehen’ lasse ich dem Spiel nochmal durchgehen, wer in Lunar vor Gegnern abhauen muss sollte die Finger eh von JRPGs lassen. Ebenso das Steuern mit dem Stylus, es zwingt einen ja keiner dazu. Aber!

  1. Wer läuft verliert Hitpoints. Was zum Teufel? In den meisten Rollenspielen ist ‘Rennen’ die Default-Option, und das aus gutem Grund. Niemand geht in einem Spiel, das Leben ist zu kurz zum Schleichen. Game Arts meint jedoch offensichtlich, dass schnelles Bewegen schlecht für die Gesundheit ist und bestraft eilige Spieler mit Abzug von Lebensenergie. Allein schon wegen dieser Schnapsidee werde ich einen grossen Bogen um Lunar DS rennen. Das ist aber noch nicht alles…
  2. Entweder Erfahrungspunkte oder Schätze. Wie bitte? Offenbar kann man zwischen zwei verschiedenen Kampfmodi wählen. Der eine bringt Erfahrung, aber kein Geld, der andere Geld, aber keine Erfahrung. Dieses Konzept ist so fundamental falsch, dass ich mich wohl nicht näher dazu auslassen muss.

Also Game Arts, herzlichen Glückwunsch. Punkt 1 landet auf meiner No-No Liste noch vor ‘nicht abbrechbare Zwischensequenzen’, Nummer 2 irgendwo zwischen ‘bizarr schwere Obermotze’ und ‘invertierte Steuerung’.

6 Kommentare Autor: Stefan
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Wo ist WOW?

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Ist ja nicht so einfach, auch mal wieder in ein MMORPG einzusteigen.

Insbesondere bei World of Warcraft gestaltet sich der Einstieg schwierig, unvergleichlich kniffliger als bei Konkurrenzprodukten: Denn bei WOW ist es schon ein Abenteuer, seiner überhaupt erst einmal habhaft zu werden, wie mein heutiger Besuch der hiesigen Multimediaangebote zwecks Konsumrauschbefriedigung überdeutlich bewies: Die Regale sind voller Schrott, den niemand haben will – unsortiertem Schrott, dessen unangenehm langweiligen Covers ich … der Reihe nach anschauen musste, um WOW nicht zu finden. Schon wieder nicht.

Meine Freunde (und bedauerlicherweise auch meine Feinde, wie ich vermute) wissen nur allzugut, dass dieser der dritte Versuch war, dem flüchtigen MMORPG eine Falle zu stellen, um es schnell erbeuten zu können. Für die erste Amazon-Falle im Frühjahr war ich zu ungeduldig, und entschärfte sie bei der Aussicht, ein durch finstere private Quellen organisiertes Objekte erwerden zu können – dieses entpuppte sich dann als US-Account, getarnt durch deutsche Verpackung. Ich will aber (auch) tagsüber spielen können, und zwar mit meinen Freunden! Nach vielen Monaten kam die Antwort des Supports, gern meinen Account umzuschreiben, aber nur wenn ich die Verpackung mit US-Handbuch schicken würde. Hurra! (Das Ding wird hoffentlich noch einen fachkundigen Halter mit US-Kontakten vermittelt bekommen.)

Unangenehmerweise folgte die Diplomarbeit, und meine Gedanken kreisten … gelegentlich … um andere Themen. Nun bin ich damit fertig. und das Spiel … hat sich wieder versteckt. Seine nahen Verwandten EverQuest 2 und Co. können mich nicht ablenken – ich finde nur ein paar Spuren des wildlebenden WOW in Form von Gametimekarten – nicht aber ein lebendes Exemplar.

Amazon, dann. Neun Tage dauert das. Seufz. Ich mag aber lieber die Packung stolz aus dem Laden tragen, damit mich die Passanten als den großen Jäger erkennen, der ich nun einmal zweifellos bin. Es ist zum Mäuse melken.

13 Kommentare Autor: Denis
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The End

Fin

Ich mag es ein Spiel durchzuspielen. Es gibt mir ein gutes Gefühl. Wieder was geschafft. Nicht aufgegeben. Die blöden Schleicheinlagen überstanden, die langen Ladezeiten ertragen und dabei trotzdem viel Spaß gehabt. Gut investierte 50€. Dann nehme ich das Spiel und stelle es zufrieden in mein Regal. Gut, es ist keine fertige Diplomarbeit oder meine erste Million, aber trotzdem eine kleine Leistung auf die ich irgendwie ein bisschen stolz bin.

Ich bin deswegen etwas frustriert mit Spielen die kein Ende haben. Nehmen wir zum Beispiel Battlefield 1942. Das war doch mal wirklich ein gutes Spiel. Ich bin nicht der größte Fan von Multiplayer-Spielen, aber daran hatte ich wirklich Spaß. Und zwar ziemlich lange. Also eine gute Investition? Irgendwie fühlt es sich nicht so an. Denn das letzte Mal als ich es gespielt habe, war es gerade nicht so toll. Erst keinen Server gefunden, dann ein schlechtes Team gehabt und schließlich alle 20 Sekunden von einem verdammten Scharfschützen erwischt worden. Wahrscheinlich so ein blödes 14-jähriges Blag, das den ganzen Tag nichts anderes macht. Egal, dachte ich mir. Ich packe es in ein paar Tagen wieder aus. Dann macht es bestimmt wieder Spaß.

Nur habe ich es nie wieder angefasst. Seitdem – und ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr genau wann das war – liegt es im Schrank rum. Einsam. Ungespielt. Ungeliebt. Die anderen Spiele lachen es aus. “Mich hat er durchgespielt.”, sagen sie. “Von meinem epischen Finale hat er noch wochenlang seinen genervten Freunden erzählt.”, behaupten sie. Und sie haben Recht. Wenn ich an ihnen vorbei gehe, dann lächle ich sie an. Wie einen guten Freund. Ich habe sie alle in guter Erinnerung, denn sie haben in einem glorreichen Moment des Sieges aufgehört. Ein helles Licht, eine große Explosion, und dann der Abspann.

Aber Battlefield würdige ich keines Blickes. Denn sein hat Licht erst geflackert und ist dann ganz ausgegangen. Und selbst das hat keiner mehr gesehen, hat keinen mehr interessiert. Seitdem liegt es einsam in der Ecke und muss sich von den anderen Spielen verhöhnen lassen

Irgendwie traurig. Und wirklich nicht fair.

Aber was soll ich machen? Es ist einfach ein wunderbares Gefühl, ein gutes Buch am Schluss zuzuklappen, den Abspann eines tollen Films an sich vorbei ziehen zu lassen oder den finalen Akkord einer großartigen Symphonie verhallen zu hören. Ich brauche das. Was ist ein Buch ohne letzte Seite? Ein Tatort bei dem man nicht raus findet, wer der Mörder war? Eine Symphonie ohne den letzten Takt? Egal wie gut der Anfang ist, da stimmt was nicht.

Aber bei Spielen kommt das häufig vor. Sim City hat kein Ende. Und Counter-Strike auch nicht. Solche Spiele verlieren mehr und mehr an Glanz, machen jedes Mal weniger Spaß, bis man irgendwann aufhört sie zu spielen. Dabei müsste es anders rum sein. Sie müssten jedes Mal besser und besser werden und dann, im besten Moment überhaupt…Ende. Schluss. Aus.

Nur dann fühle ich mich hinterher gut. Und nur dann habe ich das Spiel auch noch lieb, wenn ich es schon lange nicht mehr gespielt habe.

Unfair, aber wahr.

10 Kommentare Autor: Richard
Kauft mehr Dinosaurier!

Oben auf dieser Seite steht ja „Über Spiele. Und Dinosaurier.“. Also wird es mal wieder dringend Zeit für Dinosaurier. Diesmal auf dem Programm: Ein schlechtes Render-Adventure, ein Spiel das es noch gar nicht gibt, eine extrem obskure und furchtbar schlechte Minispiel-Sammlung für den GBA und das erste Spiel mit Dinosauriern für das DS!

Lost Eden: Erinnert sich noch jemand an die Zeit als die PC-Player als erste Spielezeitschrift überhaupt eine CD-ROM als optionale Beilage hatte? Das war damals ziemlich teuer für einen armen Schüler wie mich, also habe ich mir ein Abo mit zwei Freunden geteilt. Das war cool. Extrem cool war auch ein Trailer für ein Spiel namens Lost Eden. Warum? Der Trailer war voller Dinosaurier! Aber nicht irgendwelcher Dinosaurier, nein er war voller supercooler Render-Dinosaurier! Ich habe den Trailer stundenlang laufen gelassen, mich endlos an der Grafik ergötzt und mich tierisch auf das Spiel gefreut. Gott sei Dank habe ich mir das dann aber nur ausgeliehen. Es stellte sich nämlich als Prototyp der furchtbaren Cryo Render-Adventures raus, vor denen ich noch vor kurzem gewarnt habe. Meine Erinnerungen sind etwas schwammig, aber ich weiß noch dass man Leuten (und Dinosauriern) Geschenke geben musste, bevor sie mit einem geredet haben. Warum weiß ich nicht mehr. Vielleicht hatte man Mundgeruch oder so. Jedenfalls war die Grafik außerhalb der Zwischensequenzen nicht sonderlich toll und ich habe es auch nicht sonderlich weit gespielt. Und das war noch das beste Render-Adventure was Cryo je gemacht hat. Hauptsächlich wegen der Dinosaurier.

Turok: Wie ich schon vermutet hatte, ist tatsächlich ein neues Turok Spiel in der Mache. Leider gibt es bisher nur wenig zu berichten. Buena Vista Games hatte ja die Lizenz aus der Konkursmasse von Akklaim gekauft und ihr neues Studio “Propaganda Games” in Vancouver hat jetzt die Unreal 3 Engine dafür lizenziert. Man darf allerdings irgendwie davon ausgehen, dass Dinosaurier drin vorkommen. Das ist doch schon mal was.

Jurassic Park Institute Tour
: Vor einiger Zeit habe ich noch behauptet, dass Jurassic Park Interactive das seltenste JP Spiel aller Zeiten sei. Diese Einschätzung muss ich wohl revidieren, denn ich habe herausgefunden dass es ein noch obskureres Spiel für den GBA gibt. Die Jurassic Park Institute Tour ist so eine Mischung aus Dino-Museum und Themenpark im Jurassic Park Look mit Edutainment Anspruch. Man stelle sich Animatronik-Dinos vor und garniere das mit Schauspielern die durch eine Ingen Laborkulisse laufen. Damit wird (oder wurde) wohl durch Japan getourt. Klingt furchtbar albern, hätte ich trotzdem gerne gesehen. Jedenfalls konnte man im Souvenirladen dieser Veranstaltung ein spezielles GBA Spiel dazu kaufen. Interessanterweise ist es das bestaussehende JP Spiel für den GBA und gleichzeitig auch das mit dem geringsten spielerischen Nährwert. Ich hoffe es hat nicht allzu viel gekostet, denn es besteht eigentlich bloß aus vier sehr mageren Minispielchen. Zum Beispiel muss man als Pteranodon sein Nest vor kleinen Eierräubern schützen, in dem man sich immer genau in die Richtung stellt aus der gerade einer davon ankommt. Da es nur vier Richtungen gibt, ist das nicht sonderlich aufregend. Und die anderen Spiele sind auch nicht viel prickelnder.

Kyouryuu Taisen Dino Champ – Saikyou DNA Hakkutsu Daisakusen: Na das ist doch mal ein kurzer und knackiger Name! Übersetzt heißt es wohl soviel wie “Dinosaurierkampf Dino Champion: Fördere die ultimative DNA zu Tage!”. Oder so. Wenn das Spiel hier jemals raus kommen sollte, dann vermute ich mal dass es etwas anders heißen wird. In Japan ist es jedenfalls frisch raus und es handelt sich wohl um so eine Art Pokemon Konzept. Man sammelt Dinosaurier und kann diese dann mit der Wireless-Funktion des DS gegen die Dinosaurier seiner Freunde antreten lassen. Stefan, kauf dir ein DS! Ich brauche jemanden mit dem ich das spielen kann! Denn wenn sich wirklich jemand zu einer Veröffentlichung in Deutschland durchringen sollte, dann wird wohl allein das coole Cover einen Spontankauf unausweichlich machen.

2 Kommentare Autor: Richard
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“Du gehst zu Spielern? Vergiss die Peitsche nicht!”

castlevania
Vor knapp einem Monat ist Castlevania: Dawn of Sorrow in Japan erschienen und hat gerade einmal etwas über 20.000 Kopien abgesetzt. Das war es dann wohl, das unrühmliche Ende des Belmont-Klans. Natürlich bleibt erstmal abzuwarten, wie sich das Spiel in den Vereinigten Staaten und Europa verkauft, aber da auch schon der direkte Vorgänger Aria of Sorrow grandios floppte wird es dem Nachfolger kaum besser ergehen. Woran liegt das bloss? Symphony of the Night auf der Playstation wurde als ein Meilenstein des Jump-and-run Genres von der Fachpresse gefeiert, und taucht regelmässig weit oben auf ‘Best Games EVAH!’ Listen auf. Die GBA-Abenteuer von Soma Cruz und Konsorten geniessen ebenfalls einen exzellenten Ruf unter Freunden des gepflegten Hüpfvergnügens, und das eben schon angesprochene Aria of Sorrow ist für mich das beste erhältliche Spiel auf dem Gameboy Advance.

Um so erstaunlicher, dass ausser mir und ein paar Tausend weiteren Fans offenbar niemand die Spiele kaufen will. In einem Gamasutra-Interview meinte Koji Igarashi, der Projektleiter seit Symphony of the Night, dass der durchschnittliche Castlevania-Käufer immer älter wird, während die angepeilte Zielgruppe für die verbliebenen 2D-Hochburgen (GBA und DS) erheblich jünger ist. Das Resultat: die gesamte Optik von Dawn of Sorrow wurde komplett verjüngt, inklusive grässlichem Animé-Look. Gebracht hat das, wie gesagt, nichts. Ausser dass die wenigen verbliebenen Fans frustriert den Kopf schütteln und sich ins letzte Jahrtausend zurückwünschen, als die 2D-Welt noch in Ordnung war. Es ist schon zum Heulen, da erklärt der Macher der Serie offen, dass er liebend gerne ein weiteres Castlevania in Bitmap-Optik machen würde, egal auf welcher Konsole, aber dann könne man das Geld auch gleich zum Fenster rausschaufeln. Die grossen ungewaschenen Massen kaufen halt nur noch 3D, egal wie gut oder schlecht das Spiel eigentlich ist.

Und so bleibt dann nur zu hoffen, dass der nächste Teil für die PS2, Curse of Darkness, aus den Fehlern seines unsäglich unspektakulären Vorgängers gelernt hat und Draculas Dämonenschloss wieder mit dem Charme aus zwei Dimensionen füllt. Ich persönlich glaube da aber irgendwie nicht dran. Requiescat in pacem.

18 Kommentare Autor: Stefan
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WIE BITTE?!?

Fahrenheit hat Stealth-Sequenzen? Wie bitte? Haben die sie noch alle? Ich komme nach einem langen Arbeitstag nach Hause, will entspannt ein, zwei Szenen Fahrenheit spielen und bekomme eine schlecht gemacht Stealth-Sequenz aufgetischt? Ich kriege zuviel! Wieso hat davor kein Kritiker gewarnt? Warum machen die sowas? Hassen die mich? Anders kann ich mir das nicht vorstellen. Immer wenn ich gerade anfange ein Spiel so richtig zu mögen, bauen die volldepperten Designer ein unsägliches Hüpfspielchen, eine supernervige Schleicheinlage oder eine GOTTVERFLUCHTE ESKORTMISSION ein! Was habe ich euch eigentlich getan ihr verdammten Drecksäcke?!?

ARGH!!!!!

9 Kommentare Autor: Richard
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Demo: Serious Sam 2

Was zum Teufel? Diese Demo verwirrt mich sehr. Serious Sam 1 fand ich damals ganz nett. Es war ein einfach gestrickter Shooter, der gar nicht erst versuchte, intelligent zu sein. Genau das richtige also für mich. Serious Sam 2 scheint diese Tradition fortsetzen zu wollen. Ob es das schafft, weiß ich nach Spielen der Demo noch nicht so genau. Aber die Grafik, die ist geil. Um mal ein furchtbares Klischee zu bemühen: als das erste Mal der Level geladen war, wollte ich das Gesehene erst gar nicht als Spielgrafik begreifen. Ehrlich! Lag bestimmt nicht an der Technik, denn in dem Punkt ist die Engine wahrscheinlich auch nicht mächtiger als die aktuelle id-Generation. Aber die Entwickler scheinen sich zur Abwechslung mal Gedanken über eine stimmige, bunte Spielwelt gemacht zu haben. Serious Sam 2 fühlt sich einfach nicht wie ein typischer PC-Shooter an; die spielen nämlich sonst immer in dunklen Gängen, im Dschungel, oder auf Omaha Beach. Dafür gibt’s also einen dicken Pluspunkt.

Aber sonst? Keine Ahnung! Ich raffe die Demo nicht. Ich weiß nicht, was man tun soll. Klar, es geht darum, Zeugs abzuschießen. Finde ich okay. Mache ich gern. Nicht so gern warte ich vor komischen Laserbarrieren, die sich erst automatisch abschalten, wenn ich alle in dem jeweiligen Abschnitt vorgegebenen Gegner gekillt habe. Das finde ich ätzend und langweilig. Vor allem, wenn nur noch in irgendeiner von mir nicht zwingend einsehbaren Ecke irgendein kleiner Putzelgegner hockt. Würg. Ach ja, und dann waren da ja noch die Hüpfeinlagen. Auf die habe ich auch keine Lust. Fehlt eigentlich nur noch ein wenig Stealth-Kram, dann wäre die Katastrophe perfekt.

Sollte das eigentlich ein Level aus dem fertigen Spiel sein, oder wurde der nur für die Demo gebaut? Die vielen Serious Sam 2-Werbeschilder, die an den Wänden hängen, lassen auf letzteres schließen. Dann wiederum würde ich den Verrückten von Croteam zutrauen, dass das mit zum Weltdesign gehört. Hmm.

Fazit: überraschend gute Optik, der Rest ist eher meh. Streicht die Hüpfeinlagen und die komische Laserbarrierenmechanik, und das Spiel könnte noch als gute Schießbudensimulation durchgehen. Aber falls die Vollversion so ist wie die Demo, dann bleibt Serious Sam 2 eher ein verrückter, kleiner Shooter, für den ich mir keine richtige Zielgruppe vorstellen kann: für Casual-Walmart-Spielekäufer zu verwirrend, für 1337 sk1ll0rz zu wenig wie Counterstrike, für uns dauermotzende Spielegenießer zu verkorkst.

Downloaden könnt ihr die Demo u.A. bei unseren Freunden von 4players.de.

7 Kommentare Autor: Hendrik
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Gestern beim Saturn

Gestern mal wieder beim Saturn gewesen und folgende Notizen in mein völlig überteuertes Moleskine Notizbuch gekritzelt:

  • Es gibt da rechts neben der Kasse so einen Nintendo Stapel. Auf der einen Seite liegen die Packungen mit den DS. Auf der anderen Seite liegt ein Haufen Donkey Konga Packs und GBA Controller. Das Interessante daran ist, dass die Donkey Konga Packs je 25€ kosten und dabei das Spiel, einen Bongo Controller und einen normalen Controller enthalten. Warum da ein zweiter, normaler Controller beiliegt, weiß ich auch nicht. Den hat Saturn mit einem Stück Klebeband einfach an der Seite festgemacht. Bonus halt, warum nicht?. Aber jetzt ratet mal wie viel die für die einzeln verkauften Controller direkt daneben haben wollen. 35€. Ooookay. Das macht Sinn. Und jetzt das wirklich erstaunliche: Der Stapel mit den 35€ teuren Einzelcontrollern ist sichtbar abgearbeitet. Leute haben welche davon mitgenommen. Der Donkey Konga Stapel ist völlig jungfräulich.
  • Die PSP ist wirklich ausverkauft. Das haben sich die Leute nicht bloß ausgedacht. Und sie haben eine PSP zum Ausprobieren rum stehen. Dachte ich jedenfalls. Aber was ist drin? Eine UMD mit Videos. Selber spielen verboten. Völlig sinnfrei. Trotzdem, schickes Gerät. Schade dass es keine Spiele dafür gibt.
  • Ich frage mich immer noch, ob ich Another Code kaufen soll. Hat es hier schon irgendwer gespielt? Bisher habe ich es immer ins Regal zurück gestellt. Fehler? Richtige Entscheidung?
  • PC Spiele sind billig. Und wenn ich billig sage, dann meine ich damit billich! Es gibt da eine riesige Kiste mit PC Spielen für 3,50. Half-Life 2 ist für 19€ zu haben, massenweise Adventures für 10 bis 20€. Neue Spiele kosten kaum mehr als 40€. Mein besonderer Tipp: Uru für nur 10 Euronen. Da kann man sich das Spiel auch mal holen, wenn man es gar nicht spielen will. Einfach Komplettlösung ausdrucken und die wunderbar atmosphärischen Welten genießen.
  • Konsolenspiele sind teuer. Ich warte schon seit Ewigkeiten darauf, dass Paper Mario günstiger wird. Passiert aber einfach nicht. So ein Mist.
14 Kommentare Autor: Richard
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