
Mit der Farbe Beige ist das so eine Sache. Beige ist eine neutrale Farbe. Es gilt als entspannend, beruhigend und konservativ. Alte Menschen lieben Beige. In vielen Kulturen steht Beige für Keuschheit. Dinge die zu lange rum liegen werden beige. Beige ist eine gute Farbe für einen Volvo. In anderen Worten:
Beige wählt CDU.
Insofern ist es interessant, dass Electronic Arts sich dieses Jahre entschlossen hat seine beiden Rennspiel-Franchises beige zu gestalten. Jawohl, Burnout: Revenge und Need for Speed: Most Wanted sind exakt die gleichen Spiele wie letztes Mal. Nur eben in beige.
Und ich weiß auch warum. Es sind nämlich die gleichen Spiele. Und damit meine nicht, dass sie das gleiche Spiel noch mal programmiert haben, wie sie es bisher gemacht haben. Nein, diesmal hat EA die Software einfach den Sommer über in der Sonne liegen lassen und dann in neuer Verpackung erneut auf den Markt geworfen.
Schlussfolgerung: Wenn ihr euch eines dieser Spiele holt, dann steht ihr kurz davor einen VW Bora zu kaufen, einen Hut hinten rein zu legen und dann beim Tatort gucken ganz langsam beige zu werden.
Und sagt hinterher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.
In die Kniescheiben, sag ich! IN DIE KNIESCHEIBEN!
irgendwie ist das zu farblos, um als farbe durchzugehen.
Du hast doch nicht ernsthaft von EA Innovation erwartet?
Nein. Ich beschreibe nur den Prozess durch den sie Innovation vermeiden und warne vor den Folgen, die durch den Kauf solcher Produkte auftreten können.
Davor werden die Leute schon seit Jahren gewarnt.
Leider kaufen sie sich trotzdem jedes Jahr das gleiche Fußball-Spiel :(
Hm. Bei MW interessiert mich deine Quelle, da das Spiel bislang nicht veröffentlicht ist. Bislang weiß ich nur von der spielbaren Demo sowie Screenshots bzw. Trailern – und davon auf das fertige Spiel zu schließen ist schon etwas fadenscheinig.
Und Burnout: Klar, es ist kein Sprung mehr wie vom zweiten auf den dritten Teil. Aber die Optik wurde nochmals gehörig aufgebohrt, das Spielprinzip ist nicht mehr pures Rennen, sondern Rennen + jede Menge Schrott hinterlassen, das Ding ist erheblich schneller und umfangreicher.
Keiner erwartet von einem Produkt, das einen seit Jahren bekannten Namen plus einer neuen Nummer hat, einen völlig überraschenden Innovationssprung. Aber deswegen gleich alle EA-Produkte zu verteufeln ist gleich weit hergeholt. Denn alle Nummern beginnen bei der 1 und ohne EA hätte es einige der geilsten und (ich betone das extra) innovativsten Spieleserien nie gegeben. Man denke da nur an Fight Night: Der ersten Teil war schon brillant – und der zweite nochmal um Welten besser!
Zum Thema MW: Zunächst mal kann man von Screenshots und Videos sehr wohl auf die Grafik eines Spiels schließen. Ich habe mich ja nicht darüber beschwert, dass es sich furchtbar schwammig spielt, oder? Um das rauszufinden, könnte ich vielleicht einfach die Demo spielen. Aber das brauche ich nicht, denn es wird sich genauso spielen wie beim letzten mal. Nur halt in beige.
Zum Thema Burnout: Ich sehe bei dem Spiel optisch keinen Sprung gegenüber dem letzten Teil. Nur die Autos sehen ein bißchen detaillierter aus. Und wenn Burnout 3 “pures Rennen” war, dann hast du das Spielprinzip nicht kapiert. Burnout war eigentlich immer eher ein Actionspiel, als ein Rennspiel. Und auch im letzten Teil hat man jede Menge Schrott hinterlassen. Sie haben zwar überall minimal dran rumgeschraubt, aber ernsthafte Verbesserungen oder wirkliche Neuerungen sind absolut nicht zu finden. Keine Frage, super Spiel. Aber ich habe es schon durchgespielt. Letztes Jahr.
Und EA ist die absolute Verkörperung von allem was an dieser Branche kaputt ist. Sie haben doch seit Jahren kein Spiel mehr rausgebracht, was kein Jahresupdates eine Sportspiels, ein Sequel oder eine Filmlizenz war. Fight Night war auch nur eine Umbenennung ihres mäßig erfolgreichen Box-Franchises. Ich gebe allerdings zu, dass die Steuerung ziemlich clever war und den neuen Namen durchaus gerechtfertigt hat.
Wobei man EA zugute halten muss, dass sie ab und an auch mal ein originelles neues Spiel publishen, ohne es mit Bling und Nu Metal zu verhunzen. Final Fantasy X-2 oder Mina Daisuki Katamari Damacy etwa. Tja, blindes Huhn und so. Ausserdem habe ich sogar noch ein altes EA-Tshirt *gasp* aus der Zeit, als sie ein junger visionärer Publisher waren und noch EOA abgekürzt wurden.
Ansonsten stimme ich Richard aber zu, EA stehen für alles, was ein Spiele-Connoiseur gerade nicht mag. Wobei wir allerdings eine Randgruppe sind.
Beige war die Wahlkampffarbe der SPD.
So.
Na, da fühlt sich aber jemand auf den Schlips getreten. CDU Wähler? Rasen nach DIN Norm gemäht? Gartenzwerge schön gerade aufgestellt? Heute schon nachgeprüft, ob die Nachbarn ihren Müll ordnungsgemäßig trennen?
Entspann dich. Der Text sollte ins keinster Weise politisch interpretiert werden. Bloss humoristisch.
Und überhaupt. So ein Bora ist ja kein schlechtes Auto. Mein Opa hat auch einen. Allerdings nicht in beige.
Sondern in grau.
Äh? Ist heute UNO-Welttag der Überinterpretation? :)
Ich fahre Golf Diesel.
Ford Fiesta. Knallrot.
Ich finde, wir sollten aufhören, EA so zu verteufeln und denen zu sagen, dass sie scheisse sind. Nicht dass die noch ne Sparte für Innovative Titel aufmachen und somit auch Leute wie euch damit kriegen. Sagt doch lieber: “EA macht alles richtig! Es ist die beste Firma der Welt!” Dann machen sie weiter wie bisher, in der Hoffnung sich selbst irgendwann kaputt zu wirtschaften! nun, zumindest die Hoffnung stirbt bei mir zuletzt!
Hmm, ich weiß nicht, “kaputt”… was ist denn das erfolgreichste Spiel überhaupt? Sims ? Von …?
und was ist Spore, wenn nicht innovativ?
Black & White?
Auf der anderen Seite gibts halt von den meisten Spielserien Fans, die neue Teile haben wolln, zB ich wer mir ein neues SSX kaufen, auch wenn ich schon tricky – on tour hab und den 1. Teil vielleicht einem Freund abkaufe.
Wo ich dir recht geben muss, ist, dass sich die Burnout-Reihe seit dem 2. Teil zurückentwickelt(spielspaßtechnisch).
wie man eine ganze Kolonne von der Straße putzen kann, ist einfach nur mehr lächerlich, und bei Most Wanted (mein erstes nfs) war meine Motivation auch eher das Kaufen und (eh sehr dürftige) Herrichten der Autos und nicht das Rennen-fahren, und hier war lächerlich, dass die Gegner, wenn man später im Spiel mit schwachen Autos fuhr, überproportional langsamer wurden.
Aber was man EA nicht absprechen kann, ist, dass sie einen Riecher für Trends haben, siehe die zahlreichen Nachahmer von NfS Underground, oder Burnout III, das wohl jedem Pimp-My-Ride-Wagen beigelegt wurde. Und auch z.B. NBA Street, das ja durchaus gut bewertet wurde und sich auch auf diesen “Street-Style”-Faktor verließ