
Nintendo macht regelmässig tolle Spiele, das ist unbestritten. Und sie sind im Gegensatz zur Konkurrenz durchaus mal bereit, was Neues auszuprobieren, wie mit dem DS und der Revolution Fernbedienung. Aber warum um alles in der Welt halten sie so verbissen an Mario fest? Na ja, die Antwort kann ich mir eigentlich auch selbst geben, Spiele mit Mario drin verkaufen mehr. Dennoch, wie kann eine Firma, die sich auf technischem Gebiet so sehr um Innovationen bemüht, bei ihren Spielen so rückschrittlich sein? Seit den 80er Jahren hat Nintendo keine grosse neue Spielemarke mehr hervorgebracht und lebt lieber von den alten Ikonen Mario, Samus Aran, Link und Kirby. Nun ist es sicherlich löblich, dass die Spiele mit besagten Charakteren fast durchweg hervorragend sind (obwohl es auch derbe Bauchlandungen wie die Zelda-Spiele auf dem CDi gab), soll heissen, wo Metroid draufsteht ist auch Qualität drin. Aber muss ein äusserst zweidimensionaler Held wie Mario wirklich abseits von Jump-and-runs auftauchen, und zudem jedesmal seinen gesamten Hofstaat mitbringen?
Ich persönlich habe noch keines der inzwischen vier Mario-RPGs gespielt, und warum? Ganz einfach, weil mir bei einem Rollenspiel die Charaktere und die Handlung wichtig sind, alles andere ist sekundär. Und mal ganz ehrlich, mir ist es inzwischen piepegal, dass Bowser schon wieder die ebenso pinke wie blonde Prinzessin Pfirsich aus dem sagenhaften Pilz-Königreich entführt hat. Mario, the princess is in the other castle! So fucking what? Lass einfach deine Flossen von meinem Lieblingsgenre und bleib weiter bei deinen Partyspielen, Kart-Racern, Golfspielen, Tennis, Snowboards, Puzzle-Spielen, Dance Dance Revolution Klonen, Baseball, Fussball, Lern- und Zeichensoftware, Flippern, ach ja, und ab und an auch Jump-and-runs! Ob ich einen leichten Komplex habe? Nein, wie kommt ihr darauf?
Die Sache ist, wären das Shooter-Genre nicht von Metroid und die Adventures mit Zelda abgedeckt, wäre ein Mario-FPS sicher nicht mehr weit. Woran liegt das, gibt es bei Nintendo ausser Miyamoto keine Designer oder hat die Firma einfach Angst, mal neue Maskottchen auszuprobieren? So wie ich das verstanden habe sollten ja die Pikmin (natürlich auch wieder ein Miyamoto-Produkt) ein neues Aushängeschild werden, aber auf mehr als zwei Spiele haben sie es auch nicht gebracht. Ansonsten sieht es ziemlich mau aus, den Gamecube mit Leben erfüllt haben doch wohl eher Capcoms Viewtiful Joe und Segas rollende Superaffen. Wo war denn bitte sehr der latzhosenbewehrte Klempner, als Sony und Microsoft den Markt unter sich aufteilten? Super Mario Sunshine – schlechter als der letzte Teil, Super Mario Tennis – schlechter als der letzte Teil, Super Mario Golf – schlechter als der letzte Teil, Super Mario Party – schlechter als der letzte Teil, Super Mario Kart – schlechter als der letzte Teil. Ein beunruhigender Trend, der Nintendo zum Umdenken bewegen sollte… möchte man meinen. Aber nein, statt mal einen neuen, unverbrauchten Charakter ins (Hüpf-und-)Rennen zu schicken wird lieber an Mario 128 gefrickelt. Und an Mario Fussball. Denn Fussball verkauft sich prima, genauso wie Mario, also muss die Kombination aus beidem eine Million Zillion Stück absetzen, richtig? Meeep, 6 – setzen.
Mario ist ausgelutscht, auch wenn mir die paar verbliebenen Nintendophilen sicher vehement widersprechen werden. Gleiches gilt für Link und Samus Aran. Ich habe beileibe nichts gegen Fortsetzungen und freue mich wie ein Schnitzel auf den nächsten Tomb Raider-Teil, aber wenn Nintendo nicht schnell ein paar neue Figuren erfindet können sie mit ihren Wunderkonsolen bleiben wo der Pfeffer wächst, Revolution hin oder her.
Übrigens waren die Giana Sisters schon immer besser als Super Mario. Davon sollte es mal einen Nachfolger geben.
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Ach Mario.
Ich habe Nintendo schon immer gemocht aber selten habe ich etwas von ihnen gekauft. Warum?
Soweit meine Erinnerung zurückreicht habe ich Mario gehaßt. Ein lodernder irrationaler Zorn mit der Gewalt von tausend (schlecht gelaunten) Sonnen.
Es gibt haufenweise Spiele die ich nie im Leben angefaßt habe und auch diverse wo ich es einfach nicht fertiggebracht habe sie zu spielen weil der fette Klempner der Hauptdarsteller war.
Einzige Ausnahme Super Mario World da war das Spiel so gut da habe ich es ignorieren können.
Aber als Satans Sohn mir von Super Mario 64 bildschirmfüllend entgegen plärrte war das Spiel für mich gestorben. Ich habe mir alle mühe gegeben es zu mögen aber es ging einfach nicht. Dabei ist das Spiel gar nicht schlecht. (Bevor ihr fragt, das Spiel gab es gratis zum N64 dazu welches ich mir als Perfect Dark Automaten gekauft hatte.)
Also auch von meiner Seite: Nintendo bitte, bitte mit Sahne oben drauf erweitert euer Portofolio um eine Handvoll Ikonen egal wie gut die Spiele sind mir gehen die alten Heinis inzwischen königlich auf die nerven auch die die ich mag (Link, Samus Aran) kann ich bald nicht mehr sehen da sie sich nicht im geringsten weiter entwickeln und jedesmal das gleiche Abenteuer erleben…
Also, dass Nintendo keine Neuen Marken mehr nach Zelda, Mario und co kreiert wäre mir neu. Es gehört zu ihrem Geschftskonzept. Advance Wars, Pokemon, Nitendogs,Starfox sind bereits erfolgreiche Franchise´es (o Gott), die mit Sicheheit auch in der neuen Generation wichtig sind. Ob man die Spiel nun mag oder nicht ist natürlich Geschmakssache.
Cooler Artikel hierzu:
http://lostgarden.com/2005/09/nintendos-genre-innovation-strategy.html
Nintendo nutzt seine Stammmarken, um in neue Genres quasi
eindringen zu können und die Fans der Marke anzulocken.
Naja, Nintendo schreibt nicht umsonst als einziges Unternehmen schwarze Zahlen. Die Strategie, billig produzierte B-Spiele mit Mario und Co auszustatten ist sogar (für Nintendoverhältnisse) erstaunlich clever. Und was noch überraschender ist: Es schadet nicht mal der Marke.
Traurig ist allerdings was Nintendo mit dem Geld macht. Die Zweidimensionalität von Charakteren und Spielprinzip stört bei trashigen Mario-Sportspielen ja nicht wirklich. Aber mit den 3D-Zeldas konnte ich deshalb z.B. nichts anfangen. Da hält man für meinen Geschmack unnötig an Klischees, abgedroschener Handlung und antiquierten Spielmechanismen fest. Und bei einem Spiel wie Zelda, das ja von Atmosphäre lebt, stört sowas gewaltig. Nintendofreaks und alte Hasen werden mir sicher widersprechen, aber dann wundert euch bitte nicht, warum diese Spiele nicht mehr die Massen ansprechen.
Stimmt, Pokémon hatte ich ganz vergessen, das verkauft sich ja immer noch wie warme Semmeln. Bei den anderen genannten Titeln tue ich mich ehrlich gesagt etwas schwerer, sie als Marken anzusehen. Nintendogs ist sicher genausowenig eine Marke wie Katamari Damacy oder dieses Brain Training for Adults für den DS, das im übrigen in Japan mehr Exemplare abgesetzt hat als alle Nintendo-Hunde zusammen.
Ausserdem fand ich folgende Stelle aus dem verlinkten Blog ganz interessant: “The power of the Mario character can establish a Nintendo game as an early genre king and help tap into a new market segment for great profit. However, as they get later into the life cycle, the standardization of the genre mechanics and the intense demands of the hardcore population reduces the power of the brand.A few major games will dominate the mature genre and it is unlikely that Nintendo’s will be one of them.”
Dieses frühe Dominieren hat Nintendo ja in dieser Generation komplett verschlafen, jedenfalls auf Gameboy Advance und Gamecube. Nicht ein einziges “klassisches” Nintendo-Spiel auf dem Cube ist so wirklich richtig gut, und neulich hat sich der Zelda-Macher ja sogar öffentlich für Wind Waker entschuldigt.
Um nochmal eins klarzustellen, ich freue mich dass es Nintendo noch gibt und wünsche ihnen auch weiterhin alles Gute, aber dieses ewige Festhalten an alten Charakteren wird ihnen früher oder später das Genick brechen. Davon bin ich absolut überzeugt.
Also wenn ihnen was das Genick brechen wird, dann das Revolution. Entweder das klappt nämlich (was ich hoffe), oder es geht ganz schrecklin in die Hose. Und dann machen sie keine Hardware mehr und eigentlich bleibt ihnen dann nichts anderes mehr übrig als Mario so lange auszuquetschen, bis keinerlei Geld mehr raus kommt. Und dann war’s das.
Ich weiß noch in meinen Jugendzeiten, als die einen eine Nintendo Konsole hatten und die anderen eine von Sega. Jedesmal wenn die Frage aufkam, warum die Anti-Nintendo Fraktion nicht zu der aktuellen Konsole griff, hieß es immer: “Was will ich denn mit Mario. Ach scheiß doch auf die Kinderkonsole mit den bunten Knöpfen”.
Irgendwie hat Nintendo dieses Image nie richtig verloren…
Ich sage Euch, ein Sturm wird kommen. Das Jahr endet in einer Katastrophe, das spüre ich.
Das stimmt. Aber man sollte sich schon der Tatsache bewußt sein, dass sie dieses Image nie verlieren wollten. Es gibt schon einen Grund warum die Standardfarbe des Cubes lila war.
Ob das jetzt eine gute Idee war, sei mal dahingestellt. Obwohl ich das Gefühl habe, dass ihr “freundliches” Images für die angepeilte Zielgruppe des Revolution ein Vorteil sein wird. Vielleicht zahlt es sich ja doch noch aus.
Ich behaupte jedenfalls mal, dass einfach Sony hinterher zu laufen auch nicht viel erfolgreicher gewesen wäre, so sehr das auch von vielen Leute als Wundermittel propagiert worden ist. Den Blut und
TittenBlut Markt hatte Sony selber ja schon gut abgedeckt.Also ich muß mal grad vehement widersprechen wenn es hier heißt die 3D Zeldas wären völlig innovationslos. Die hier vorgebrachte Kritik mag ja noch auf Mario, Starfox usw. zutreffen aber zu behaupten “Zelda” liefen die Gamer weg ist schlicht und einfach falsch! Nicht umsonst hat das nun leider für 2006 angekündigte Zelda schon lange vor Erscheinen Preise eingeheimst und findet sich auf den meißten “Most wanted” Listen unter einem der ersten 10 Plätze. Klar-Windwaker war nun nicht so prickelnd, aber ich denk schon daß Nasreddin leicht übertreibt wenn er von abgedroschener Handlung und antiquierten Spielmechanismen schreibt. Die “Lock on” Funktion bei Kämpfen wurde seit Ocarina of Time dutzendfach von anderen Herstellern kopiert, die umherfliegende Fee die Tipps gibt taucht inzwischen auch in anderen Games auf, das Feature der “Zeit Manipulation” mag umstritten sein, doch es brachte neue Ansätze und Ideen nach Hyrule und mit ner Okarina Musik machen oder ein Pferd herbeirufen konnte ich in den ach so tollen 2D Zeldas auch nie und von der Verwandlung Links in andere Charactere will ich erst gar nicht reden. Wer Zelda für “abgedroschen” hällt soll halt weiterhin die herrlich innovativen Gran Tourismo, Tomb Raider, Sonic oder Crash Bandicoot “Serien” zocken und sich über deren weltbewegende Innovationen freuen…lol
Ach ja…statt “das Revolution” oder “der Revolution” würd ichs vielleicht mal mit “die” versuchen ;)
mfG
Stimmt, die 3D Zeldas haben definitiv einiges an Innovationen zu bieten. Man denke nur mal an die (im Nachhinein gesehen geniale) Idee, bei Ocarina of Time den Sprungknopf einzusparen. Ausserdem mochte ich Wind Waker insgesamt sehr gerne, insbesondere den Grafik-Stil. Die Schnitzeljagd und der Boss Rush am Ende haben den Spielspass jedoch deutlich in den Keller gedrückt.
Dennoch muss ich Nasreddin zustimmen wenn von ‘abgedroschener Handlung und antiquierten Spielmechanismen’ die Rede ist. Einige Sachen sind inzwischen einfach nicht mehr zeitgemäss, wie zum Beispiel das total sinnfreie Rupee-Sammeln oder die ewig gleiche Kombination aus Bomben, Bogen und Kletterhaken. Sicher sind das Markenzeichen von Link, genauso wie Filzhut und Peitsche zu Indiana Jones gehören, aber ich habe das Gefühl seit Jahren schon absolut identische Rätsel zu lösen. Hier sind die Leveldesigner gefragt mal neue, unverbrauchte Anwendungsmöglichkeiten zu finden.
Die Stories sind ausserdem extrem dünn. Nach einer oft gelungenen Exposition folgen oft Stunden über Stunden extremer Langeweile (handlungsmässig natürlich) und simplem Dungeon-Abklappern, und wenn ich noch einmal Zelda aus der Patsche helfen oder Ganon(dorf) verpummeln muss, kotze ich quer über den Tisch.
Cody, lies mal meinen Artikel zu dem Thema. Kirby ist ein super Beispiel dafür, dass man neue Sachen einbauen kann und den Spieler trotzdem mit uralten abgedroschenen Gameplay-Kamellen nerven kann, die nur eingebaut wurden “weil es halt dazu gehört”.
Brandheiße Nachricht zu dem Thema: Tingle (ja, aus Zelda) bekommt ein eigenes Rollenspiel für das DS. QED
Zelda hat sicher immer wieder Innovationen gebracht und sich weiterentwickelt. Trotzdem hält Nintendo bei anderen Punkten unnötig an altmodischen Elementen fest. Ich habe nichts gegen Retro, aber bei Zelda fällt mir das Antiquierte halt auf, weil es nicht passt. Die Story habe ich angesprochen. Zelda bietet so eine tolle Spielewelt, so viele liebevolle Details und den Entwicklern fällt nichts wirklich spannendes ein? Wie schaut es mit Sprachausgabe für Link aus? Über das Kampfsystem lässt sich auch streiten, das lässt sich sicher dynamischer gestalten. Einiges ist Geschmackssache, das meiste sind nur Details. Fans fallen die wahrscheinlich nicht mal auf.
Richard hat es in seinem Beitrag zu Kirby auf den Punkt gebracht: Solche alten Relikte, die einfach nicht ins Gesamtbild passen, findest du eigtl. in jeder Nintendo-Franchise.
Ich möchte nur kurz anmerken, daß im GC-Paper Mario die Prinzessin nicht von Bowser entführt wird. Und dass eine Szene 1 zu 1 aus Resident Evil 0 übernommen wurde. Und dass ich viele Stunden Spaß damit hatte.
SpielerDrei, Fanman
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Na? Wieder auf der Tastatur eingeschlafen?
Link ne Sprachausgabe verpassen? Sagt mal, gehts euch noch gut? Damit er zu so ner austauschbaren Lusche wie Dante verkommt? Sinn der Zelda-Reihe war seit jeher selbst der Held zu sein und nicht irgend so einen Komiker mit aufgesetzter Coolness durch langweilige Kämpfe zu schicken. Ich bin nach wie vor auch damit zufrieden, das die anderen Leute sich nur durch Texteinblendungen mitteilen. Hab heute Kameo im Media Markt antesten dürfen und bei der deutschen Synchro sind mir, wie so oft, die Zehennägel hochgeklappt! Nur toll dass sie jetzt professionelle Sprecher haben. -hust-
Bei dem Rest geb ich euch Recht. Die meisten Rätsel kennt der geneigte Zeldaspieler schon ausm Stehgreif. Mit der Story könnt man auch mehr spielen. Da würde noch einiges gehen. Immerhin gibt es mal was neues in The Twilight Princess.
@Stefan: Mit den Mario-RPGs hast du aber einiges verpasst. Die waren witzig, innovativ und net so verdammt öde im Kampfsystem wie jeder Final Fantasy-Teil.