Archiv für Oktober 2005

Über Tiger und den Lauf der Zeit

Eben war ich beim Tengelmann und auf dem Parkplatz fiel mir ein gelbes Plakat ins Auge. Aufschrift:

“Der einzige reitende Tiger der Welt”

Deneben ein recht trauriges Bild. Tatsächlich sitzt ein Tiger auf dem Rücken eines Pferdes. Mit dem müde gesenkten Blick der beiden Tiere wirkt die Nummer eher kümmerlich als spektakulär.

Und da wurde mir wieder klar, wie gut es unsere Generation hat. Wir haben nämlich Videospiele. Wie ensetzlich dröge muss das Unterhaltungsprogramm vergangener Generationen eigentlich gewesen sein, um so eine bedauerliche Nummer interessant wirken zu lassen?

Zum Glück braucht heute keine mehr arme Tiger (oder Pferde) mehr zu quälen um sich zu unterhalten, denn mit Videospielen kann man sich zum Beispiel selber auf Tiger setzen, oder sogar einer sein.

Und da sage noch einer es gäbe keinen Fortschritt.

19 Kommentare Autor: Richard
Spartaner vs Ninja vs Dämon – Fight!


So, nun hab ich sie alle gespielt, die drei grossen Action-Adventure dieser Generation. Sowohl God of War als auch Ninja Gaiden und Devil May Cry 3 bieten stundenlange Unterhaltung auf höchstem technischen wie auch spielerischen Niveau. Daher wäre es müssig, die vielen Vorzüge der drei Titel in einem ewig langen, wohlfährigen Sermon runterzuleiern. Es sollte genügen zu sagen, dass ich hiermit jedem Action-Fan mit Xbox aber ohne Ninja Gaiden virtuelle Prügel androhe. Gleiches gilt für die Kombination PS2/GoW. Nein, getreu dem Motto dieser Seite soll es in diesem Artikel natürlich um die richtig doofen Ideen gehen, die wie selbstverständlich auch diese Spiele zuhauf auffahren.

Da wäre zum einen God of War. Na herzlichen Glückwunsch, da haben wir ja mal so einen richtigen Kotzbrocken als Hauptdarsteller. Muffig-grummelig hackt sich Kratos durch Freund und Feind, schraubt Minotauren zum Frühstück den Kopf ab und zerhackt unbewaffnete Zivilisten für extra Lebensenergie. Sympathisches Kerlchen. Dazu läuft die ganze Zeit ständig die gleiche Hoo-ha, Hoo-ha Musik, was einem nach spätestens zehn Minuten irre auf den Zeiger geht. Zum Glück hat die Musik die Güte zu stoppen, sobald man den vorgegebenen Pfad verlässt. Diese Momente der Stille sollte man geniessen, so gut man kann. Am Kampfsystem gibt es dagegen erfreulicherweise kaum etwas auszusetzen, alles ist da wo es hingehört und man kann ohne grosse Mühe eindrucksvolle Combos zusammenbasteln. Genauer gesagt machen es einem die Gegner beinahe schon zu einfach, zumindest auf dem normalen Schwierigkeitsgrad. Das Spiel setzt eben alles daran, einen möglichst lässig aussehen zu lassen. Eines habe ich dann aber doch noch zu motzen, diese Dial-a-combo Finisher stören meiner Meinung nach den Hack-Fluss. Aber ich mochte diese Quick Time Events sowieso noch nie. Oh, und diese Szene, wo man auf Zeit Gegner metzeln muss, während man auf einer Riesen-Falltür steht? Da habe ich das Spiel dann aufgegeben, nach zehn missglückten Versuchen. Zeitlimits in Spielen: seit etwa 1990 eine richtig dumme Idee.

Weiter im Text, Ninja Gaiden. Tecmos Ninja-Spektakel kann man mit einem angenehmen Tritt in die Kronjuwelen vergleichen. Es tut höllisch weh, aber wegen der eleganten Ausführung und der hohen technischen Finesse kann man nicht anders, als eine Zugabe zu verlangen. Die Lernkurve ist in etwa so, als würde einen der Fahrlehrer zur ersten Praxisstunde alleine in die Innenstadt von Rom schicken. Bei Bombenalarm. In einem brennenden Auto. Frei nach dem Motto, wenn du das überlebst macht der Rest auch keine Probleme mehr. Was im Prinzip auch stimmt, bis man dann auf die schlecht gelaunte Dämonendame Alma trifft. Um beim Vergleich mit der Fahrschule zu bleiben, Alma ist der aufgebrachte Mafia-Mob, der dein brennendes Auto um den Treverbrunnen jagt. Ansonsten ist Ninja Gaiden aber absolut super, es hat Ninjas, Dinosaurier, Zeppeline, Drachen und Helikopter! Fehlen eigentlich nur noch Piraten, Space Marines und Motorräder zum perfekten Glück. Erwähnte ich eigentlich schon die kostenlosen Hurricane Packs für Ninja Gaiden? Die sind der verrückte Kettensägen-Mörder, der bei deiner ersten Fahrstunde auf der Rückbank sitzt. Mit laufender Motorsäge, versteht sich.

Letzter Kandidat ist Devil May Cry 3. Hauptdarsteller Dante ist ja wohl der grösste Positronen-Emitter, den die Videospiel-Geschichte je gesehen hat. Je nach Disposition bricht man ob der Zwischensequenzen entweder in schallendes Gelächter aus, oder aber man kotzt in allen Regenbogenfarben über den Teppich. Ein käsiger Dialog jagt den nächsten, meistens während mal wieder eine Zeitlupenszene abläuft, die die Matrix wie Kasperletheater aussehen lässt. Das Spielprinzip ist ausserdem unterste Schublade. Türen gehen zu, Monster beamen rein, viel Spass. Das ist in etwa so wie in Serious Sam, nur nicht so selbstironisch. Da hilft es nicht wirklich, dass der Schwierigkeitsgrad auf Normal etwa auf Ninja Gaiden-Niveau angesetzt ist, nur ohne Speicherpunkte vor den Bossen. Na vielen Dank auch. Zum Glück gibt es für Kapitalversager wie mich nach drei verpatzten Versuchen den Easy-Mode, der allerdings schon wieder zu einfach ist. Spiel-Balance ist offenbar nicht Capcoms Stärke. Stark ist dafür das verwirrende Leveldesign. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich in eine Sackgasse gerannt bin und keine Ahnung hatte, wo es weitergeht. Zu oft jedenfalls. Und es hat Nu Metal. Argh! Dafür gibt es Motorräder. Na ja, ein Motorrad. Das man leider nicht selber fahren kann. Schade auch.

17 Kommentare Autor: Stefan
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Oh. Mein. Gott.

4 Kommentare Autor: Hendrik
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Noch eine Woche…

BlizzCon 2005

…dann ist es endlich soweit. Die BlizzCon 2005 ist vorbei und die Welt ist hoffentlich um einiges schlauer, was die heiß umstrittene Erweiterung zu World of Warcraft angeht. Und wenn ich “heiß umstritten” schreibe, dann meine ich das auch. So viele Gerüchte habe ich auf einem Haufen schon lang nicht mehr gesehen:

  • diverse Anhebungen des Levellimits auf 70, 75 oder gar 100
  • exorbitante Mega-Raid-Instanzen, bei denen Horde und Allianz kooperieren müssen
  • neue Kontinente und Regionen
  • neue Rassen (Blutelfen, Naga, Pandaren)
  • neue Klassen
  • neue Berufe
  • abstruseste Änderungen an der Engine (angefangen bei Wettereffekten bis hin zu in Echtzeit berechneten Schweißflecken auf den im Wind wabernden Klamotten)

Zuviel, um alles zu nennen. In den Foren wird diskutiert, dass sich die Balken biegen. Mehr oder weniger seriöse Quellen wollen immer etwas neues zu berichten haben und und und…

Was nun an dem ein oder anderen Gerücht dran ist, wird man wohl spätestens am kommenden Wochenende erfahren. Dann wird es die betreffenden Bestätigungen und Dementierungen natürlich hier zu lesen geben.

Mehr zu diversen Gerüchten gibt’s bei den Kollegen von 4players, mehr zur BlizzCon selbst gibt es auf blizzcon.de.

13 Kommentare Autor: Michl
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What’s my Name?

http://img480.imageshack.us/img480/8797/antinamen6gu.jpg

Eine der für mich nicht ganz einfach zu verstehenden Hürden im Leben, insbesondere im Online-Gamer-Leben scheint die Findung von Namen zu sein. Eine riesige Gruppe (und natürlich, eine viel größere Dunkelziffer) ansonsten einigermaßen intelligenter Menschen schafft es problemlos, eine komplexe Software zu installieren und sich einen Charakter auszusuchen. Sie schaffen es auch, diesen Charakter geschmackvoll zu stylen und seine Fähigkeiten sinnvoll anzupassen.

Doch.

Dann.

Kommt es.

Das Grauen.

“Moment, gleich können wir anfangen. Mir fällt nur grade kein Name ein.”

Wenn ihr diese Zeilen lest, oder sie im Teamspeak vernehmt, liebe Leser – dann wissen wir alle Bescheid: Das kann erstmal dauern. Zeit, sich einen Tee zu kochen, oder eine von diesen garantiert künstlichen asiatischen Tütensuppen. Sich eine Pizza zu bestellen. Ein Kind zu zeugen. Es zum ersten Schultag bringen…

In Shootern ist man ja mehr oder weniger gewöhnt, anstrengende bis peinliche Wortschöpfungen zu lesen – aber immerhin sind es Schöpfungen, die sich angenehm – nein nicht angenehm, aber immerhin heben sie sich von den geklauten Namen ab. Doch das wahre Grauen erwartet uns in MMOG, und insbesondere in Rollenspielen wie WoW und dort schlimmstenfalls auf Rollenspielservern mit restriktiver Namenspolitik: Den Leuten fällt einfach nichts ein.

Das Problem hatte ich nie. Mein Problem war das Gegenteil. Ich kann Dir schneller einen Namen ausdenken, als ein Lamm mit dem Schwänzchen wedelt (Na? aus welcher Serie stammt das?). Wenn ich von allem soviel hätte wie irre Namen im Kopf!

Ich finde, ein Name ist wichtig. Ein Name ist cool. Auch wenn man kein Rollenspielhippie ist, der nur im Kult und mit Trinkhorn vor dem PC zu finden ist, ein Name ist schonmal eine Idee für einen Charakter. Wenn man den Namen gefunden hat, dann ist es nicht der Moment, laut zu lachen. Es ist der Moment für ein cooles, abgeklärtes Lächeln. Es ist der Moment, in dem Du sexy bist, nur für 10 Sekunden. Und niemand bekommt es mit. Aber Du weisst es. Dude. Dudette.

Warum finden die Leute keine Namen und kosten mich wertvolle Lebenszeit?

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14 Kommentare Autor: Denis
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Trauma Center: Ersteindruck

Pfff, Quake 4. Coole Leute kaufen sich interessante Spiele. Zum Beispiel Trauma Center. Das ist heute endlich angekommen und hilft gleich meinen Mangel an Fernseher wesentlich erträglicher zu machen.

Das erste was mir aufgefallen ist: Es ist Sci-Fi und spielt im Jahre 2018. Das merkt man aber nicht wirklich und ist wohl eher ein kleiner Kniff damit Dinge wie ein automatisch Wunden heilendes antibiotisches Wundergel nicht ganz so unrealistisch wirken.

Das zweite was mir auffällt: Es ist sehr japanisch. Die Charaktere werfen sich alle zwei Sekunden in hochdramatische Posen und faseln charmant-peinliches Zeugs vor sich hin. Außerdem haben die Krankenschwestern riesig große Augen und tragen diese altmodischen Hüte, die hierzulande schon vor meiner Geburt abgeschafft worden sind, in Asien aber wohl noch Gang und Gäbe sind.

Der Oberbösewicht des Spiels ist übrigens eine Krankheit namens GUILT. Das steht für Gangliated Utrophin Immuno Latency Toxin.

In der klassischen Tradition japanischer Spiele ist das ziemlich sinnfrei. Ein Immungift aus Utrophin mit hoher Latenzzeit und, äh, Ganglien?

Wie auch immer, das Spiel macht jedenfalls richtig Spaß und bietet endlich mal eine Möglichkeit mein Medizinwissen aus dem Nebenfach praktisch anzuwenden.

Okay, vielleicht auch nicht. Realismus sollte man halt nicht erwarten. Da war Life & Death damals schon näher am Original. (Und das war auch nicht gerade realistisch.) Trauma Center ist eher eine Mischung aus Puzzle- und Actionspiel, als eine Operationssimulation. Aber das ist auch gut so.

Denn sich so durch einen Patienten zu schneiden, zu spritzen und zu nähen bringt schon viel Freude. Vor allem ist es eine neue Erfahrung und nicht der hundertste Aufguss eines althergebrachten Spielprinzips.

Im Moment bin ich mir jedenfalls recht sicher, dass die 25€ für das Spiel gut investiert sind. Meine einzige Sorge ist noch, dass es irgendwann zu schwierig werden könnte und Frust aufkommt. Zumindest habe ich so was flüstern gehört.

Trotzdem, wer sich für das Spiel interessiert darf meiner Meinung nach sofort zum Importeur seines Vertrauens marschieren und es sich bestellen. In diesem Sinne:

“Hey! Let’s begin the operation!”

20 Kommentare Autor: Richard
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Quake 4: Ersteindruck

  • Der Singleplayer-Modus ist netter als erwartet. Viele sagen, er sei wie Quake 2. Und das meinen sie positiv. Ich fand den Singleplayer-Modus von Quake 2 furchtbar langweilig. Der von Quake 4 hingegen war bisher immerhin nett actiongeladen.
  • Der Multiplayer-Modus soll wohl ein Scherz sein. Quake 3 Arena in schlecht. Langweilige Spielermodelle, furchtbare Sounds, und dieses dezent frickelig wirkende Spielgefühl. Ne, danke. Da spiele ich doch lieber das “Original”. Das läuft bei mir wenigstens auch mit zwei Milliarden FPS.
  • Ich hasse Impulskäufe.

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10 Kommentare Autor: Hendrik
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Britzel!

Wamm! Zisch! Ein unangenehm verbrannter Geruch und plötzlich konnte ich kein Fernsehen mehr gucken.

Das war nicht dramatisch, da läuft ja sowieso nichts. Die Ausgaben meines DVD-Spielers und meiner Konsolen hat er noch brav angezeigt, also kein Grund zu Sorge. Eher Grund zur Sorge war das Bild. Ohne eine Aufwärmphase von mindestens fünf Minuten hat der Fernseher das Bild so stark verzerrt, dass aus einem Cinemascope Film plötzlich 4:3 wurde.

Und seit Anfang der Woche geht gar nichts mehr. Diesmal war es unspektakulär. Kein Rauch, keine Blitze. Er geht halt einfach nicht mehr an.

Das ist schlecht. Was nun?

Irgendwie ist jetzt die denkbar schlechteste Zeit, um sich einen Fernseher zu kaufen. Und dazu ist mein Budget noch reichlich begrenzt. Bei Saturn und Konsorten stehen eigentlich nur noch sehr flache, sehr teure, meist sehr große LCD und Plasma-Fernseher herum, die ich mir erst nächstes Jahr leisten könnte. Und ob die wirklich so “HD ready” sind wie drauf steht, wage ich auch mal zu bezweifeln. Alternativ dazu gibt es eigentlich nur noch ziemlich kleine 4:3 Röhrengeräte, die zwar recht billig sind, deren Preis-/Leistungsverhältnis auf mich aber auch nicht sonderlich attraktiv wirkt.

Liebe Antileute, helft mir. Was soll ich tun? Ich kann schließlich nicht den gesamten Rest des Jahren nur noch WoW spielen und meine DVDs am Computer gucken.

31 Kommentare Autor: Richard
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Nächste Generation? Interessiert mich nicht!


Ich werde alt und zynisch. Vielleicht ist es aber auch nur ein Herbsttief, wer weiss. Fest steht jedenfalls, dass ich mich für neue Computer- und Konsolentechnik kaum noch erwärmen kann. Sony und Microsoft haben auf der E3 ihre aktuellen Standheizungen vorgestellt, während Nintendo Mut zur Lücke beweist und mit seinem Fernbedienungs-Controller Nichtspieler an die Konsole locken will. Alles sehr beeindruckend, aber irgendwie geht mir das komplett am Arsch vorbei. Ebenso geht’s mir mit den Handhelds. Sowohl Sonys PSP (schnell! spektakulär!) als auch Nintendos DS (innovativ! praktisch!) interessieren mich nicht die Bohne. Und obwohl ich früher stundenlang über Megahertz und Kilobyte diskutieren konnte, lässt mich das Computer-Fachchinesisch heute völlig kalt. Bei meinem derzeitigen Computer habe ich lediglich darauf geachtet, dass er schön leise ist und die Komponenten gut zusammenpassen. Wer nun im ewigen Streit zwischen AMD und Intel beziehungsweise ATI und Nvidia die Nase vorn hat? Keine Ahnung. Schwanzvergleiche Marke “meine X2200GT Ultra Pro macht 20 Frames mehr als deine lausige Xtreme 60 Neonröhren Edition” entlocken mir nur noch ein müdes Schulterzucken.

Das Bizarre ist, ich liebe Videospiele noch immer genauso wie vor 20 Jahren, und sollte mich eigentlich über neue Technik freuen. Aber irgendwie fehlt mir was, wenn ich auf die zukünftigen Konsolen schaue. Höhere Auflösung, mehr Polygone, ein neuer Controller… kann das schon alles sein? Zu Beginn dieser Generation wurden viele Spiele mit “Grafik auf PS1-Niveau” abgekanzelt, was zwar meistens nicht stimmte aber trotzdem eine tödliche Beleidigung war, denn mal ehrlich, die meisten 32-bit Titel sehen heute einfach nur noch grässlich aus. Als Playstation-Besitzer gingen einem doch regelmässig die Augen über, wenn man Bilder von den schicken neuen Spielen sah. Und heute? Meiner Meinung nach besteht überhaupt noch keine Notwendigkeit für den nächsten Schwung an Konsolen oder eine aktuellere Grafikkarte. Einige der in diesem Jahr erschienenen oder erscheinenden Spiele sehen einfach fantastisch aus, etwa God of War, Resident Evil 4 oder Shadow of the Colossus. Warum sollte ich also eine Menge Geld in bessere Hardware investieren, die bisherigen 360 und PS3-Videos sahen ja im Vergleich alle recht unspektakulär aus. Von PC-Spielen mal ganz zu schweigen, so wie ich das verstehe sind die neuen Spiele identisch mit den alten, nur dass jetzt mehr Schatten pro Sekunde dargestellt werden.

Welchen Sinn hat überhaupt dieser Beitrag? Nur zu sagen, dass alles Neue doof ist und früher alles besser war? Scheint fast so. Also doch kein Herbsttief, ich werde einfach alt. *seufz* Zeit für meinen Kamillentee.

21 Kommentare Autor: Stefan
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Echtzeitdinosaurier

Okay, Schluss mit Meckern. Heute reden wir mal wieder über was Positives. Nämlich Dinosaurier! Ich wünsche mir eigentlich schon seit Ewigkeiten ein ordentliches RTS mit Dinos, und habe deshalb mal nachgeschaut was der Markt da in der Vergangenheit geliefert hat und für die Zukunft plant.

Technosaur: Genetisch modifizierte Söldnersaurier. Mit einer Gatling und Raketenwerfen auf den Rücken geschnallt. Diese Idee, irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn, war tatsächlich mal der Plot für Jurassic Park 4. Die haben dafür tatsächlich ein vollständiges Drehbuch geschrieben. Aber dann ist irgendjemand zu Verstand gekommen oder (wenn man eher zu Genie tendiert, als zu Wahnsinn) jemand hat kalte Füße bekommen. Jedenfalls haben sie es sich anders überlegt und mit einem vierten Teil der Serie wird es wohl erstmal nichts.

Gar nicht erst zu einer Serie geworden ist Technosaur. Technosaur war ein RTS. Mit genetisch modifzierten Söldnersaurier. Denen Gatlings und Raketenwerfer auf den Rücken geschnallt wurden. Auch hier hat jemand kalte Füße bekommen (genauer gesagt Electronic Arts, denn das Spiel wurde von Origin entwickelt) und hat das Spiel nach 12 Monaten Entwicklung eingestellt.

Glücklicherweise hat Projektleiter Harvey Smith ein paar Bilder und eine Beschreibung ins Netz gestellt. So kann man sich wenigstens anschauen, was beinahe gewesen wäre.

Paraworld: Dieses Spiel sieht fantastisch aus. Aber mal so richtig. So gut, dass ich es noch nicht so recht glaube, obwohl der Trailer stolz behauptet, alles sei echte Spielgrafik. Jedenfalls ist das Spiel nicht nur randvoll mit Dinosauriern, sondern auch mit Mammuts und anderen Prähistorischen Viechern. Großartig.

Und das Spiel kommt auch noch aus Deutschland! Entwickelt wird es vom SEK (Spieleentwicklungskombinat) in Berlin, denen 2001 mit den Wiggles zumindest ein Achtungserfolg gelungen ist. Kommen soll es im ersten Quartal 2006. Ich bin gespannt.

Jurassic War: Das einzige RTS mit Dinosauriern, was bisher tatsächlich fertig gestellt worden ist, kommt aus Polen. Und bis vor 30 Minuten hatte ich keine Ahnung dass es überhaupt existiert. Das Entwicklungsstudio nannte sich “Tranquil Revolt in Computer” (jawohl, man merkt dass sie aus Polen kamen) und die Revolte war wohl etwas zu tranquil. Jedenfalls sind sie wie vom Erdboden verschluckt. Ob das Spiel was taugt, kann ich nicht sagen. Man kann es sich zwar bei den Underdogs herunterladen, aber auch mit DOSBox und Konsorten habe ich es nicht zum Laufen bekommen. Schade.

14 Kommentare Autor: Richard
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