Archiv für Oktober 2005

Ja wo sind sie denn?


Eigentlich wollte ich ja gar keinen Artikel schreiben. Eigentlich war ich nur auf der Suche nach ein paar Informationen, was denn nun zum Launch der Xbox 360 an Spielen im Laden steht. Sechs Wochen vor Veröffentlichung der Konsole ist das nämlich immer noch so klar wie The Fog – Nebel des Grauens. Kürzlich erst war etwa Bethesda um Schadensbegrenzung bemüht, als unartige Spielehändler behaupteten Oblivion sei ab Tag 1 erhältlich, was es wohl nicht ist. Trotz Pistole im Nacken hat der Tag eben auch für Programmiersklaven offensichtlich nur 24 Stunden. Auf meiner Tour durchs Internet bin ich dann aber auf der offiziellen Xbox-Seite gelandet und kam aus dem Lachen nicht mehr raus. Hier ein Originalzitat von Microsofts US-Auftritt (die deutsche Seite ist übrigens zu nichts zu gebrauchen):

Break out of linear and limited gaming. Demand ground-breaking entertainment that is always connected, always personalized, and always in high-definition.

Na dann mal her mit der bahnbrechenden Unterhaltung! Ich fordere Spiele, deren epische Höhe, Breite und Tiefe mich vor Ehrfurcht erschaudern lässt. Charaktere, die mich emotional berühren und meine Wunschvorstellung vom Holodeck schon heute wahr werden lassen. Mein Geld fliegt quasi wie von selbst aus dem Geldbeutel, denn eure utopischen Gralsversprechungen lassen mein Gesicht in einem tetanischen Dauergrinsen erstarren.

With Xbox 360, epic worlds are alive with detail, from thunderous skies rumbling over a mountain range to tiny blades of grass rustling together in the breeze. Vibrant characters display depth of emotion to evoke more dramatic responses, immersing you in the experience like never before.

Jawohl meine Damen und Herren, das ist die Zukunft, und wir sind live dabei! Die Rechenkraft von Microsofts Vision aus Chrom und Glas wird Spieleentwickler auf der ganzen Welt aus ihrem Wachkoma reissen. Künstliche und künstlerische Beschränkungen werden hinweggewischt und die Zukunft der Branche neu definiert. Hochauflösende Grafik und ständige Internetanbindung werden den Spass den ich beim Spielen empfinde exponentiell in die Höhe schnellen lassen.

Oder auch nicht. Eine Seite später folgt dann die nüchterne Wahrheit. Fortsetzung, Fortsetzung, noch ne Fortsetzung, Zombies, Fortsetzung, ein paar mehr Untote, Fortsetzung, Fortsetzung, Multiformat, und -oh Wunder- noch eine Fortsetzung. War ja zu erwarten. Aber egal, zumindest hatte ich Spass beim Lesen eurer Seite. Zu guter letzt darf auch noch Jonathan Hayes, seines Zeichens Design Director der 360, zu Wort kommen.

I think of the design’s iconic gesture as the inhale of a Martial Artist before a burst of power.

Dem gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

14 Kommentare Autor: Stefan
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Prädikat: Besonders Grausam

Wer herausfinden möchte, warum die Spielebranche hoffnungslos kaputt ist, sollte man einen Blick in die aktuelle Gamestar werfen. Oder es besser lassen, denn die wesentlichen Statistiken habe ich hier sowieso schon zusammengefasst:

Verwendung des Wortes Ballern und seiner Derivate: 34 Mal.
Verwendung des Wortes Schießen und seiner Derivate: 37 Mal.
Verwendung des Wortes Shooter:

126 Mal.

Das ist übrigens fast einmal pro Seite.

Ist es da nicht etwas scheinheilig, sich darüber aufzuregen dass Frontal über brutale Computerspiele berichtet? Nicht das ich hier die polemischen und gnadenlos Einschaltquoten-orientierten Berichterstattung von Frontal verteidigen möchte. Das fiele mir im Traum nicht ein. Aber man sollte da meiner Meinung nach auch nicht am Montag mit 50.000 Protest-Unterschriften in der Hand an die Tür klopfen und am Dienstag in seiner Zeitschrift fröhlich allen davon erzählen, dass man in „Call of Duty 2“ im Alleingang Hundertschaften von Gegnern niedermachen könne (Seite 33) und dem Spiel dann noch attestieren, es habe “sehr gutes Potential”.

Noch eine Statistik gefällig? In der aktuellen Gamestar gibt es 32 Tests. Wenn man mal von Sportspielen absieht, wie groß ist wohl die Anzahl der Spiele darunter in denen es nicht darum geht Gegner zu “zerlegen”, zu “plätten” und zu “töten”?

3.

Für alle die es genau wissen wollen, es handelt sich bei diesen Spielen um „Emergency Room“, „Deep Sea Tycoon“ und „Elektromeister Lampe“. Durchschnittswertung dieser Spiele?

35%.

Update: Okay, ich habe habe Myst 5 und Bone übersehen. Sorry dafür. Damit sind es fünf Spiele und die Durchschnittswertung ist 50%. An meiner Aussage ändert das wenig. Ich habe nochmal nachgezählt: In 16 der 33 getesten Spiele tötet man Menschen. Und auch die harmloseren Spiele werden in der Gamestar entsprechend martialisch beschrieben. Bei Creature Conflict werden als Vorteile das “große Arsenal” und die “ausgewogenen Waffen” (“30 Stück”!) hervorgehoben. Und in Black & White 2 kann man mit dem Meteoriteneinschlag “eine komplette Armee vernichten”. Übrigens: Wer seine “Kreatur auf Kampf optimiert”, kann jeden Level in 40 Minuten lösen!

37 Kommentare Autor: Richard
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100K mehr erfolgreich!

Vanguard
Mich wundert immer wieder, wie unterschiedlich enthusiastisch die Spielergemeinde auf Beta Anmeldungen reagiert – und wie die Entwickler und Publisher damit dann umgehen. Manche Firmen – schau nicht so unbeteiligt, Turbine! – sind sich ja nicht zu schade, für jede Nichtkeit eine Pressemeldung zu produzieren. Dazu gehören so weltbewegende Tatsachen wie der 100.000ste registrierte Forenbenutzer für D&D Online:

We are pleased to announce that the Dungeons & Dragons® Online: Stormreach” community has seen two very important milestones this week. In the past six months, DDO.COM forum registrations have increased more than any other upcoming Massively Multiplayer Game! Over 100,000 gamers have registered on the official forums. In addition to this, over 150,000 gamers have applied to participate in the game’s Alpha program and upcoming Beta Preview program.

Allerdings – man konnte sich auch schon für die Alpha anmelden, für die natürlich nur ein paar hundert Leute ausgewählt wurden, aber die PR-Wirkung war ja enorm. Wie man an den Massen von Forennutzern erkennen kann. Zumindest sieht es so aus, wenn man nicht weiss, dass man schon bei der Registrierung darauf hingewiesen wird… das die Chancen für die Alpha mit der Nennung des Forenaccounts deutlich besser sind.

Andererseits haben Großprojekte wie Microsofts exklusives PC-MMORPG Vanguard von Sigil nur etwas mehr als 26.000 registrierte User im Forum – vor der Ankündigung der Beta 1 waren es 2000 weniger, also auch nicht so gewaltig viele. Gleichzeitig sollte man vielleicht wissen, dass man bei Sigil nur darum bitten darf, in die engere Wahl für die Erwählten gezogen zu werden… die sich überhaupt erst einmal für die Teilnahme am Betatest bewerben dürfen. Die nehmen ja nicht jeden. Trotzdem ist das verdammt wenig für ein dermassen teures Produkt, für das MS alle anderen Projekte in diese Richtung eingestellt haben.

Andererseits… Star Wars Galaxies hatte mindestens 200.000 Anmeldungen. Das bedeutet noch lange nicht, dass das Spiel schlecht oder gut, oder ausgesprochen beliebt ist.

Ich wünschte mir, dass es mehr richtige News gibt, anstelle solchem fabriziertem Pseudokrams. Zum beispiel: “Anstelle eines Betaaccounts erhält Denis einen lebenslang kostenlosen Account.”

Das würde mir gefallen.

2 Kommentare Autor: Denis
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LFG Maraudon!!

LFG Maraudon!!

Kann mir mal jemand erklären, warum die verdammten Meeting Stones in WoW nicht funktionieren? Die Idee ist doch erschreckend schlicht. Jeder der eine Gruppe für eine Instanz sucht, meldet sich einfach in der nächsten Bar und dann setzt das Spiel aus allen an dieser Instanz interessierten Spielern eine sinnvolle Gruppe zusammen, mit Heiler, Tank und allem was man so braucht.

Klappt nur einfach nicht. Ich habe noch nicht ein einziges Mal eine Gruppe mit einem Meeting Stone zusammenstellen können. Tatsache ist, dass es mir noch nicht einmal geglückt ist auch nur ein einziges Mitglied zu gewiesen zu bekommen. Nach einer halben Stunde erfolglosen Wartens gebe ich dann immer auf und versuche es auf die altmodische Art.

„LFG Maraudon!“

Blizzard scheint wohl auch zu wissen, dass die Dinger nicht funktionieren. Sie basteln an ihnen nämlich nahezu mit jedem Patch herum. Als sie ursprünglich eingeführt worden sind, waren sie auch hoffnungslos nutzlos. Sie waren nämlich wirklich große Hinkelsteine direkt neben dem Eingang zur jeweiligen Instanz. Wer sich da anmelden wollte, musste somit also zuerst eine halbe Weltreise auf sich nehmen, völlig ohne Erfolgsgarantie. Sogar eigentlich mit Garantie auf Erfolglosigkeit, denn in mal eben in Orgrimmar herrum zu fragen, war wesentlich einfacher und schneller. Also hat keiner die Steine verwendet. Im nächsten Patch bekamen dann die Barkeeper in den Städten die Aufgabe der Meeting Stone übertragen. Das machte Sinn und ich war optimistisch, dass es jetzt funktionieren würde.

Pustekuchen. Siehe oben. Und seitdem modifiziert Blizzard alle Nase lang die Regeln nach denen die Steine die Gruppen zusammenstellen. Hilft aber alles nichts.

Irgendwas ist da fundamental kaputt. Meldet sich einfach keiner an? Und wenn ja, warum nicht? Wissen die Leute einfach nicht, dass dieses Feature existiert? Oder ist der Prozess einfach nicht transparent genug? Vielleicht sollte der Stein einfach anzeigen, wie viele Leute gerade für die Instanz angemeldet sind? Die Unsicherheit ist schon irritierend. Kriege ich keine Gruppe weil im Moment nur Heiler gebraucht werden? Oder kriege ich keine Gruppe, weil ich einfach der einzige bin, der für Maraudon angemeldet ist?

Ich weiß es nicht. Aber bis Blizzard das herausfindet und repariert, werde ich mir weiter die Seele aus dem Leib schreien müssen:

„LFG Maraudon!!!“

9 Kommentare Autor: Richard
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Mmmmh, Schokolade!


Plop, und schon wurde aus Stefan dem glatzköpfigen Auftragskiller Stefan der Am-Boden-rollend-Lachende. Wer Hitman 2 nicht gespielt hat wird es nur schwer nachvollziehen können, aber zwei Sekunden Sprachausgabe können jegliche Immersion total zerstören. Voice over ist sowieso so eine Gratwanderung, wenn sie gut gemacht ist trägt Sprachausgabe definitiv zum Spielgenuss bei. Man denke da nur mal an Final Fantasy X-2 oder Killer 7, beide wären nur noch halb so gut ohne professionelle Synchronsprecher wie etwa Dwight “Mad Murdoch” Schultz oder Tara Strong (die übrigens zur grossen Freude von Trivia-Fans in beiden Titeln tragenden Charakteren ihre Stimmen geliehen haben).

Wenn es dann aber mal in die Hose geht, au Backe. Deutsche Spieler können davon ein besonders lautes Lied singen, die Beispiele schlechter Umsetzung sind ebenso zahlreich wie schmerzhaft. Sei es ein sächselnder Held in Baldur’s Gate, chinesische Generäle mit fettem österreichischem Akzent in Dynasty Warriors oder ‘Der Abschaum der Menschheit in Sprecherform gepresst’ in Grandia, nichts ist so träneninduzierend wie ein schlechtes Voice over. Was eigentlich unverständlich ist, denn in Teutonenland ist es seit Jahrzehnten gute Tradition, jeden noch so billigen B-Film für viel Geld professionell neu zu vertonen. Ob wir jedoch zusammen auf mehr als zehn Videospiele mit wirklich gelungener Sprachausgabe kommen, ist fraglich. Mir fallen da spontan Diablo, Omikron und Kingdom Hearts ein, aber danach müsste ich ‘gelungen’ schon sehr grosszügig auslegen. Ein grosses Problem ist, dass schon ein einziger unprofessioneller oder einfach nur gelangweilter Schauspieler alles kaputt machen kann, wie etwa in Metal Gear Solid. Da hilft es dann auch nicht wenn der Rest der Mannschaft sich noch so sehr ins Zeug legt, ist die Suspension of Disbelief einmal futsch erinnert man sich später nur noch an das schlechte Voice over von Spiel X.

Oder aber wenn zu viele Rollen von ein und derselben Person gesprochen werden. Das ist ja schon in englischen Spielen ein Problem, wo gerade mal eine Handvoll Schauspieler sämtliche Videospiele zu vertonen scheinen. So bleibt es dann nicht aus, dass bespielsweise Crispin Freeman (wenn das mal kein Künstlername ist…) unter anderem den verrückten Typ in Xenosaga, den verrückten Typen in Atelier Iris und den verrückten Typen in Star Ocean 3 spielt, neben verrückten Typen in diversen Animés. Nun ist der gute Mann ein hervorragender Synchronsprecher, aber der Effekt ist dennoch kurios. Noch schlimmer ist es mit der deutschen Stimme von Nicholas Cage. So klingen der Obervampir aus Legacy of Kain oder Fascho-Agent Sam Fisher auf einmal genauso tranig bräsig wie Herr Cage, was der Atmosphäre nicht gerade zuträglich ist.

Kurioserweise scheint die Lösung für die meisten Publisher neuerdings zu sein, die Sprachausgabe garnicht erst ins Deutsche zu übersetzen, sondern stattdessen einfach deutsche Untertitel zu englischer Sprache zu liefern. Damit habe ich im Prinzip kein Problem, aber es darf ja wohl dennoch die Frage erlaubt sein, warum Videospiele im Gegensatz zu Filmen so zweitklassig behandelt werden. Sind deutsche Synchronsprecher zu teuer, sind sich die Damen und Herren zu schade um fiktiven Charakteren ihre Stimme zu leihen oder ist es bis auf wenige Megaproduktionen schlichtweg unrentabel, Videospiele für jedes europäische Land neu zu vertonen? Wir werden es wohl nie erfahren.

15 Kommentare Autor: Stefan
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Zu allem Überfluss


“Load complete.” Ja, äh, schön, dann fang doch jetzt bitte mit dem Spiel an. “Press any button to continue.” Aha, Problem erkannt. Statt auf möglichst einfache Bedienung zu setzen, texten viele Entwickler einen unnötig zu. Das geht schon beim Einschalten los, nach dem Logo des Publishers folgt das des Sub-Publishers, dann das des Entwicklungsstudios, gefolgt von dem des Unterstudios, dann noch Tool-Entwickler, Dolby-Logo, Attract Movie und zum krönenden Abschluss der eigentliche Hauptbildschirm, den man häufig auch erst mal durch Start drücken ‘aktivieren’ muss. Und wehe dem, der die Euro-Version eines aktuellen Konsolenspiels einwirft. Mal ganz abgesehen davon, dass viele Spiele anscheinend nicht in der Lage sind, aus den Einstellungen der Konsole die gewünschte Sprache abzulesen, verkommt die eigentlich lobenswerte Idee, alle neuen Titel mit einem optionalen 60Hz Modus auszustatten, oftmals zu einem Geduldsspiel. “Please select: 50Hz / 60Hz” Click. “60Hz selected. Is that okay with you? Yes / No” Grrr. Click. “Are you not sure that don’t want to play in the non-selected mode? Yes / No” Äh, was? Click. “Selection canceled. Redo from start” Arrrgh!

Oder so was Simples wie einen Spielstand zu laden. “Load Game.” Click. “Select memory card slot.” Click. “Select file.” Click. Und dann das eben schon erwähnte und total hirnerweichende “Load complete.” Soll ich etwa alles absegnen? Kann meine Konsole nicht selbsttätig den aktuellsten Spielstand raussuchen und auf einfachen Knopfdruck das Spiel an der Stelle fortsetzen? Ich weiss zufällig, dass das auch anders geht, denn manche Software ist in der Hinsicht wirklich vorbildlich. Sly 2 zum Beispiel lädt brav den bisherigen Fortschritt und bietet mir dann in einem anderen Menü an, den Level oder gleich das ganze Spiel von vorne zu beginnen. Ausserordentlich sinnvoll, aber leider wenig verbreitet.

Ebenso stumpfsinnig ist es, mir gleich zu Beginn ein Intro zu zeigen, mich dann im Hauptmenü die Grafik- und Soundoptionen ändern zu lassen und dann das gleiche Intro wieder abzuspulen, sobald ich ein neues Spiel beginne. Wirklich clever. Verehrte Entwickler, bitte fragt mich nur einmal, ganz zu Beginn nach solchen Sachen wie Grafikmodus, Sprache und Sound Setup und merkt es euch dann. ICO konnte das doch auch. Ebenso könntet ihr doch zumindest schonmal den letzten Spielstand laden, während ich die obligatorischen ‘Wir sind dafür verantwortlich’ Schirme durchklicke, vorzugsweise mit einem Knopfdruck. Eins will ich ausserdem nie wieder sehen: Fortschrittsbalken, die mir alles mögliche anzeigen, nur nicht den Ladevorgang. Wenn das Spiel geladen ist, sobald der Balken dreieinhalb mal gefüllt ist, dann ist das für mich eine Nicht-Information erster Klasse. Genauso wie Balken, die sich in den ersten drei Sekunden zu 95% füllen und dann ewig für den Rest brauchen. Ausserdem habe ich einmal einen Fortschrittsbalken gesehen, der erst ein Stück vorwärts, dann aber plötzlich wieder rückwärts ging. Ja was soll denn das bitte, wir leben schliesslich nicht mehr zu C64-Zeiten, wo man sich über jedes Lebenszeichen während des Ladens freute.

Es gibt tatsächlich Spiele, bei denen ich mich nur noch an das grässliche Benutzer-Interface und die unsinnigen Wegklick-Bildschirme erinnere. Umgekehrt ist es so, dass ich Spiele, die mich möglichst wenig mit sowas nerven, unbewusst aufwerte. Also liebe programmierenden Leser, weniger ist mehr. Und wenn ein Spielstand geladen ist, dann fangt doch schon mal ohne mich an.

14 Kommentare Autor: Stefan
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Neues vom Hexer

Gnorzon

Seitdem ich auf Crack (World of Warcraft) bin, ist mein Leben nicht mehr ganz dasselbe. Ich wußte es eigentlich immer schon, aber ich mußte es natürlich wie immer erst selbst probieren. Und nun… ich ein Junkie. Nun, nicht so schlimm wie damals, als ich wochenlang Paradroid oder Ultima V gespielt habe, und damit meine Pubertät quasi in ihrer vollen Blüte unter Ausschluß der weiblichen, sexuell interessanten Öffentlichkeit verbrachte. Damals wußte ich nicht, was mir entgangen war.

Jedenfalls rede ich mir das heutzutage ein. Danke sehr, mir geht es gut.

Ich habe inzwischen auch einen Hexer auf dem Server Sen’jin – den laut Handbuch bösartigen und ausgesprochen hinterhältigen Gnorzon Dessen Name Allein Die Allianz Zu Zähneklappern Veranlasst, seines Zeichens Hobbyangler, Schneider und Beschwörer von blauen Kampfwolken. Der Hexer, der sich solo deutlich besser hält als sein axttragender Kollege Gnurk, der aber immer noch auf einem anderen Server wartet, bis sich sein Spieler wieder persönlicher mit den Unheiligen Pestgezüchten Des Noch Böseren beschäftigen will.

Gnorzon ist schon in ein Huhn verwandelt, an Partyfieber erkrankt und auf eine ganze Reihe von kreativen Weisen umgekommen. Und seine Schuhe haben keine Sohlen, sind aber viel stabiler als seine alten, makellosen Stiefel. Erstaunlich, nicht wahr?

Ich wollte nur sagen: Liebes Liebesleben, wir beide werden uns nun viel seltener sehen…

3 Kommentare Autor: Denis
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Schwere Enttäuschung: Auch das neue LucasArts Logo enthält keine Dinosaurier

LucasArts kriegt ein neues Logo. Die Änderungen halten sich allerdings in Grenzen. Der klassische Gold Guy ist immer noch da, er hat nur seinen Rahmen verloren und rennt scheinbar vor irgendwas weg.

Und bevor jetzt alle anfangen zu schreien, wie schrecklich das doch sei und wie furchtbar es ist, dass irgendwelche seelenlosen Werbemenschen ein neues Logo entwickelt haben und wie sehr LucasArts mit dem neuen Logo auf ihre Traditionen pinkelt, sei dazu mal Folgendes gesagt:

  • Alle LucasArts Companies haben ein neues Logo bekommen und sie sind sich jetzt alle ähnlich. Hängt wohl auch mit dem Umzug in die neuen Gebäude zusammen. Es ist also nicht so, als hätte LucasArts sich das ausgesucht.
  • Das alte Logo war ehrlich gesagt ziemlich doof. Klar, wir haben alle wunderbar nostalgische Gefühle dafür, aber rein technisch gesehen war es kein gutes Logo. Ich kann mich noch daran erinnern wie ich es zum ersten Mal gesehen habe und meine Reaktion war eher negativ. Ich meine, ein Männchen? Und ein Auge? Und ein L-Rahmen? Und darunter noch die Schrift? Das war schon ziemlich überfrachtet.
  • LucasArts hat schon wunderbare Adventures gemacht, bevor es das Logo gab. Damals hießen sie sogar noch LucasFilm Games. Es ist also nicht so, als wäre das Logo jetzt die offizielle Repräsentation von allem was an der Firma so wunderbar war.
  • Es ist nicht sogar besser, dass sie jetzt – wo sie eine Produzent von langweiligem Star Wars Schrott geworden sind – ein anderes Logo verwenden? Und nicht das Logo mit dem wir so wunderbare Erinnerungen verbinden?
  • Und schließlich: Das alte Logo war auch schon von einer seelenlosen Werbefirma entwickelt worden. Intern wurden wohl von den ganzen Entwicklern andere Logovorschläge favorisiert. Allgemein war damals in der Firma kaum jemand so richtig glücklich mit dem Logo. Hat sich also eigentlich gar nichts geändert.
18 Kommentare Autor: Richard
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To Playstation or not to Playstation

Thus conscience does make cowards of us all; And thus the native hue of resolution; Is sicklied o

Bald kommt Soul Calibur 3 raus. Und ich besitze keine PS2. Da ich außerdem großes Interesse an Shadow of the Colossus habe und letztens bei Stefan gemerkt habe, dass ich unbedingt die Sly Serie spielen möchte, keimt in mir jetzt natürlich der Gedanke auf, mir eine PS2 zu kaufen.

Also dachte ich mir, ich schaue mal nach was es sonst noch so an netten PS2-exklusiven Spielen gibt, mit denen ich den Kauf motivieren könnte.

Aber nachdem ich mich durch eine Liste von 1206(!) Spielen gearbeitet habe, blieben irgendwie nur noch God of War und die beiden Katamaris übrig. Jetzt verschwindet meine Entschlossenheit wieder. Vor allem weil ich Soul Calibur sowieso meistens bei Stefan spiele. Und der hat ja eine PS2.

Habe ich irgendwelche total geilen Spiele übersehen? Denn für für Exklusivtitel wie “Asterix & Obelix: Kick Buttix”, werde ich mir das Gerät sicher nicht holen.

31 Kommentare Autor: Richard
Beige My Burnout Butt

Richard findet Burnout Revenge beige. Ich muss ihm widersprechen: Burnout Revenge ist der geilste Spaßactionkrachbummracer, den ich seit langer, langer Zeit gespielt habe. Das Spiel knallt. Es ist rasant. Es ist bunt. Es ist laut. Und es ist unglaublich viel spielbarer als sein Vorgänger. Und verzichtet sogar auf den nervigen DJ, der Burnout 3 beinahe komplett kaputtgelabert hätte, wäre er nicht abschaltbar gewesen. Aber wen kümmert schon Burnout 3? Im Vergleich zu Revenge ist es eine jämmerliche Vorabversion, deren Kaufpreis mir nun im Nachhinein weh tut. Burnout Revenge ist exakt so, wie ich mir Burnout 3 damals gewünscht hätte.

Mein Xbox-Live-Gamer-Tag ist “Morn”. Bring it on. :)

28 Kommentare Autor: Hendrik
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