
Ich habe mir gestern bei meinem Schwager mal kurz F.E.A.R. angeschaut. Geiler Shooter. Justament also auch wieder Lust darauf bekommen, die ein oder andere virtuelle Waffe abzufeuern. Doch was spielen? Eben genanntes F.E.A.R.? Half Life 2? Quake 4 oder Doom 3? Nein. Etwas intensiveres, realistischeres muss her. Die Entscheidung ist schnell gefallen und wenig später wird Operation Flashpoint auf meinem Rechner installiert.
Sicher, einige wenige werden jetzt fragen, “Operation Flashpoint? Ist das nicht dieses uralte Ding, dass damals schon unglaublich hässlich war?” Zugegeben, Operation Flashpoint ist nicht mehr das jüngste Spiel, und eine Schönheit war es auch noch nie. Aber doch hat es so viele Vorteile gegenüber anderen Shootern:
- Die Atmosphäre stimmt. Man hat durch die riesigen Areale ein grandioses Gefühl von Freiheit (was jedoch nicht so nach hinten losging, wie bei Morrowind). Man erlebt Kämpfe unglaublich intensiv, weil der erste eingesteckte Treffer auch der letzte sein könnte. Diese Intensität kommt nicht zuletzt von den hauptsächlich verwendeten Farbtönen im Spiel. Nämlich Grün und Braun. Es ist teilweise verdammt schwer, einen Gegner zu erkennen, bevor er das Feuer eröffnet hat.
- Die Abwechslung stimmt. Per pedes ist zu langweilig? Kein Problem. In Operation Flashpoint klemmt man sich hinter das Steuer diverser Jeeps, Trucks, Panzer, Helikopter und Kampfjets. Sogar ein Trabant kann durch die Pampa gejagt werden. Aber nur eine große Auswahl an Vehikeln macht ein Spiel nicht unbedingt abwechslungsreich. Auch die Missionen verlangen verschiedene Taktiken vom Spieler ab. Mal ist man allein gegen die halbe Sowjetunion unterwegs, mal nimmt man an einem groß angelegten Angriff teil (oder leitet ihn sogar). Von Stealth bis Massenschlachten ist also für jeden was dabei.
- Das Setting stimmt. Die Geschichte von Operation Flashpoint findet mitte der 80er statt, was mir persönlich sehr gefällt, da ich WW2, Vietnam, Irak oder Ägypten der 20er Jahre nicht (mehr) mag. Das Szenario des kalten Krieges blieb bis jetzt jedoch nahezu unangetastet. Sehr erfreulich.
Also tut euch und wem sonst noch einen Gefallen und kramt doch mal wieder Operation Flashpoint raus; und solltet Ihr es nicht haben, dann holt es euch. Die GOTY-Edition sollte man heute für zehn Euro erstehen können. Man braucht nicht immer Superdiduper-Shader und Megamonster-Mapping, um Spaß zu haben…
P.S.: Die Xbox-Version erschein auch bald.
Da rennst du bei mir offene Türen ein. Für mich ich OFP der beste Shooter überhaupt. Sowohl die Einzelspieler-Kampagne als auch die Multiplayer-Modi sind einfach extrem gut, besonders was die Atmosphäre angeht. Dazu kommt ein hervorragender Missionseditor, mit dem man die erstaunlichsten Sachen anstellen kann.
Erwähnenswert ist auch, das OFP eine der produktivsten Communities überhaupt hat (guter Anlaufpunkt hier). Mit einigen der Addons braucht sich Flashpoint auch hinter aktuellen Spielen nicht zu verstecken.
Und ich dachte ausserdem, dass die Xbox Version schon draussen wäre. Zumindest in England sind es schon etliche Leute am spielen.
Von egal welchem Shooter bekomme ich Motion-Sickness – und zwar seit Doom 1. Ich habe es immer wieder probiert, nur um dann in kaltem Schweiss gebadet auf meinem Bett gegen den Kotzreiz anzukämpfen. Ihr Schweine! Ich beneide Euch!
Während andere Shooter behaupten ach so realistisch und historisch akkurat zu sein gibt es schon seit Jahren Operation Flashpoint. Zwar ist es auf einer fiktiven Inselgruppe angesiedelt und den dargestellten Konflikt hat es auch nie gegeben aber ich denke, daß dieses Spiel einem noch am ehesten nahe bringt was man von einem bewaffneten Konflikt erwarten kann.
Wenn gerade ‘action’ angesagt ist stirbt man in Rekordzeit selbst wenn man wirklich vorsichtig war, wenn gerade kein Schußwechsel ist schwitzt man Blut und Wasser weil jede Sekunde alles denn Bach runter gehen kann und falls gerade nichts passiert und auch kein Feind in der Nähe ist man froh darüber einige Minuten lang seine Ruhe zu haben.
Was mir auch immer wieder angenehm auffällt ist die Möglichkeit entgegen allem Realismus jedes rumstehende Fahrzeug zu kapern und damit durch die Gegend zu fahren/fliegen.
Die vielen verschiedenen Möglichkeiten eine Mission zu erfüllen.
Der hervorragende mehr Spieler Modus mit mild fanatischer aber sehr produktiver Community.
Und heutzutage das man das Spiel für ein Appel und eine Ei kriegt.
@ Stefan: Mit sowohl der Community, als auch der englischen Xbox-Version hast Du natürlich Recht.
@ hoover2701: Arme Sau!
Ich fand OFP für meinen Geschmack zu trocken. Aber 1. ist das Setting nicht so meins, und 2. bin ich ein sehr ungeduldiger Mensch. OFP und ich, wir sind wohl nicht füreinander gemacht.
Ging mir am Anfang auch so. Installiert, gezockt, gehasst, gelöscht. Und alles nur, weil das Spiel irgendwie so langsam war und das Zielen so umständlich. Drei Monate später hab ich dem Spiel nochmal eine Chance gegeben und siehe da: es macht einfach Spaß! Zumal sich durch OFP meine Aimingskills in Quake 3 stark verbessert haben.
Irgendwann habe ich dann angefangen, Zielen dadurch zu üben, die flüchtenden Zivilisten der ersten “Red Hammer”-Mission zu erlegen. Fragwürdig? Ja. Effektiv? Auf jeden Fall ;)
Oh mann, OFP, das war wirklich geil.
Allerdings fehlt mir für sowas inzwischen auch die Geduld.
Vom Schwierigkeitsgrad ganz zu schweigen (und ihr jammert immer über Ninja Gaiden :)