Archiv für Dezember 2005

Rückblick 2005 – Teil 3 (Soul Calibur 3, Mercenaries, Forza Motorsports)

Zeit für den dritten (und noch nicht letzten) Teil meines Jahresrückblicks. Die bisherigen Kandidaten für die interessantesten Spiele des Jahres sind:

Psychonauts, Fahrenheit, Far Cry Instincts, Trauma Center, Project Rub und Advance Wars DS

Soul Calibur 3.

Seit der Veröffentlichung von Soul Calibur 2, sind keine Monate und kaum eine Woche vergangen, in denen ich nicht Soul Calibur gespielt habe. Meistens wurde ich dabei das Opfer von Stefan, aber das hat mich nicht weiter gestört, denn das Spiel ist so gut, dass man auch Spaß daran hat, wenn man die Hucke voll bekommt. Es ist perfekt für Einsteiger geeignet und selbst als langjähriger Spieler entdeckt man immer wieder was Neues. Mit entsprechender Spannung haben wir auf Teil 3 gewartet. Bevor es angekündigt wurde, hatten Stefan und ich uns eine Wunschliste mit Features aufgestellt, die wir gerne im nächsten Teil sehen wollten. Unsere Wünsche (z.B. Physiksimulation für die Kleidung, Xbox Live Unterstützung, etc) würde leider nahezu vollständig ignoriert. Gefreut haben wir uns allerdings auf den hübsch aussehenden Einzelspielermodus. Dummerweise stellte sich dieser als totaler Mist heraus. Warum ist das Spiel jetzt trotzdem auf meiner “Best of 2005″-Liste zu finden? Zum einen weil unsere wichtigste Forderung erfüllt worden ist: Siegfried ist zurück! Und zum anderen weil man Soul Calibur nicht wegen Physiksimulation oder Einzelspielermodus spielt. Man Spielt Soul Calibur im VS-Mode. Und da ist SC3 ohne Zweifel der beste Teil bisher. Tolle neue Stages, eine Grafik die man der PS2 kaum zugetraut hätte, die bisher größte Auswahl an Kämpfer und natürlich das bekannte und absolut fantastische Kampfsystem. Es ist also davon auszugehen, dass auch weiterhin kaum Wochen ohne ein paar „Tales of Souls and Swords“ vergehen werden. Und wer bei mir vorbei kommt, ist immer herzlich eingeladen von meinem Raphael eins auf Hucke zu bekommen.

Mercenaries

Mercenaries zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es das erste richtig gute Spiel des Jahres war. Außerdem zeichnet es sich dadurch aus, dass es einer der wenigen Lichtblicke ist, die LucasArts in letzter Zeit so veröffentlicht hat. Weil es am Anfang des Jahres rausgekommen ist, erinnern sich die meisten Leute nicht mehr so richtig daran und so wird es nur auf sehr wenigen Endjahreslisten auftauchen. Das ändert aber nichts daran, dass es sich seinen Platz darauf redlich verdient hat. Das zynisch überzogene Szenario passt perfekt zum Spiel, ohne dabei aber einen bitteren Beigeschmack zu hinterlassen, denn anders als bei GTA kann man es nur sehr schwer ernst nehmen. Und wer einmal einen Hubschrauber in die Mitte einer nordkoreanischen Stadt geflogen ist, einen Luftschlag auf das dortige Hauptquartier geordert hat und dieses beim Weglaufen hinter einem in einer gigantisch-spekatulären Säule aus Feuer und Rauch hat versinken sehen, der wird sich auch nach einem Jahr noch sehr wohlwollend an Mercenaries erinnern.

Forza Motorsports

Ich bin nicht so der Rennspiel-Fan, aber zumindest für ein gutes Rennspiel ist jedes Jahr Platz. Und dieses Jahr war dieses Rennspiel Forza Motorsports. Ich gestehe allerdings, dass ich es nicht durchgespielt habe. Dafür war es dann doch einen Hauch zu simulationslastig. Ich kam irgendwann an einen Punkt, bei dem ich mit einem hoffnungslos übermotorisierten Porsche keine einzige Runde auf dem Nürburgring beenden konnte, weil dieses verdammte Gefährt mit seinem verfluchten Heckmotor schon beim kleinsten Fehler ins Schlingern geriet und aus der Bahn flog. Da das Rennen mehrere Runden lang war, musste ich dann aufgeben. Bis dahin war aber jede Menge Spaß zu haben und erstaunlicherweise nehme ich dem Spiel seinen happigen Schwierigkeitsgrad nicht mal übel. Ich bin halt einfach nicht gut genug. Damit muss ich leben. Und jedes Spiel das einen DB9 hat, bekommt von mir Bonuspunkte. (Selbst das furchtbar NFS: Most Wanted bekommt die, wobei es damit allerdings immer noch nicht im positiven Bereich ankommt.) Wer also keine 360 hat und somit noch auf PGR3 verzichten muss, der sollte sich Forza schnappen. Viel falsch machen kann man damit nicht.

Antigames wünscht euch allen frohe Weihnachten und ein Nintendo DS unterm Weihnachtsbaum. Mitarbeitern von ZUXXEZ wünschen wir natürlich frohe Sanctifynights und “Englisch für Einsteiger” unterm Sanctifynightstree.

2 Kommentare Autor: Richard
Thema: Babelfishpressemitteilungen

Himmel hilf! Eines der Firmenziele von ZUXXEZ scheint wohl “Sprachvergewaltigung” zu sein. Die haben es nämlich nicht nur geschafft den Preis für den dämlichsten Firmennamen der Welt zu erringen (knapp gefolgt von “10tacle Studios”), sie schreiben auch Pressemitteilungen voller Bonmots wie:

Take…and action! ZUXXEZ Entertainment causes new fascination in the RPG-world with the presentation of the Hollywood ready role playing highlight “Two Worlds

3 Kommentare Autor: Richard
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Mein DS & ich

Ein paar unsortierte Gedanken zu (etwas mehr als) zwei Wochen mit meinem Nintendo DS:

Mario Kart DS rockt und ist damit das erste Mario Kart, das sogar mir gefällt — wobei ich wünschte, man hätte etwas mehr freizuspielen als nur ein paar zusätzliche Fahrer, Karts, und angeblich irgendwann die Rückwärts-Versionen der Tracks. Der Internet-Modus ist sehr spaßig — schade nur, dass man absolut keine Möglichkeit hat, die anderen Spieler zu beleidigen. Klar, Text- oder Voicechat wären mindestens schwierig, aber vielleicht sogar eine schlechte Idee gewesen, aber ich hätte zumindest sowas wie Symbol-Chat über ein paar vordefinierte Smileys oder Icons erwartet. Das wäre sehr Nintendo gewesen, finde ich.

Polarium ist doch nicht so cool, wie ich ursprünglich dachte. Dafür bietet es einfach zu wenig — sehr schade, ist das zugrunde liegende Spielprinzip doch eigentlich eine tolle Basis für ein ordentliches Freispielspiel. Äh.

Ich verstehe Meteos nicht. Also, ich verstehe schon, wie es funktioniert, okay. Aber ähnlich wie bei Lumines — vom selben Entwickler — verstehe ich nicht, warum es denn nun Spaß machen soll. Und spiele es, wie Lumines, trotzdem immer wieder. Weil ich bei beiden darauf hoffe, dass sie irgendwann Spaß machen. Das ist bisher nicht passiert. Aber auch eine masochistische Spielerfahrung ist durchaus mal interessant.

Tony Hawk’s American Sk8land ist überraschend gut. Ich dachte eigentlich, die eingeschränkten Möglichkeiten des DS und der seltsame Beinahe-Cel-Shading-Grafikstil würden das Spiel zu einer eher schmerzhaften Erfahrung machen. Außerdem hatte ich Angst, dass es irgendeine wirklich furchtbare Stylus-basierte Steuerung haben würde. Aber nein: es ist flott, sieht schick aus, und steuert sich genau so prima wie die vielen Vorgänger. Der Touchscreen bleibt nicht komplett ungenutzt: über ihn kann man immerhin ein paar Spezialtricks und den neuen Bullet-Time-, Verzeihung, Fokus-Modus aktivieren, allerdings ganz prima auch ohne Stylus.

Advance Wars DS ist seltsam. Habe es aber bisher kaum gespielt. Irgendwie kann ich mich mit der komischen und leider total überflüssigen Perspektiv-Grafik nicht anfreunden. Die Advance Wars-Unit-Icons sehen da oft einfach nur doof aus und sind sich gegenseitig schnell zu ähnlich. Und die Stylus-Steuerung ist in der Theorie nett, in der Praxis zu ungenau — man gibt genau einmal einen falschen Angriffsbefehl und kehrt dann zur vom GBA gewöhnten Steuerung über das D-Pad und die Buttons zurück. Insgesamt also eher gewöhnungsbedürftig — vielleicht finde ich mich ja noch rein. Oh, und sie haben Spann Island geändert, die Schweine.

Nintendogs ist eigentlich das Spiel, für das ich mir das Nintendo DS holen wollte. Trotzdem habe ich das Spiel bisher nicht. Oops!

Project Rub ist der Hammer. Sogar Freundin P. aus M., ihres Zeichens Hardcore-Counterstrike-Meisterin sowie Hohepriesterin des Riddick, war sofort von Project Rub begeistert und bricht wahrscheinlich in dieser Minute bei Saturn ein, um auch ein DS ihr eigen nennen zu können. Tolles Spiel.

Und jetzt? Jetzt spiele ich endlich Mario & Luigi Superstar Saga zuende und freue mich auf die Fortsetzung für den DS. Juchhuh!

15 Kommentare Autor: Hendrik
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Full Throttle: Der Film

Es gibt so Sachen, die hat man schon immer mal vorgehabt, aber nie in die Tat umgesetzt. Ich zum Beispiel wollte schon immer mal aus Indy 4 einen Film schneiden. Der Plan war, das Spiel in der Talkie Version komplett durchzuspielen, dabei Bild und Ton aufzunehmen und aus dem Resultat einen ca. 2 Stunden langen Spielfilm zu schneiden.

Natürlich ist das soviel Arbeit, dass ich es nie gemacht habe. Man ist halt faul.

Aber nicht jeder ist so faul wie ich und so hat doch tatsächlich jemand aus Full Throttle einen ca 60-minütigen Film gemacht.

Das Ergebnis ist zwar etwas totkomprimiert, aber trotzdem so cool, dass ich mich schon ärgere meinen Plan nie ausgeführt zu haben. Das schöne an dem Film ist, dass ich jetzt eine neue Ausrede habe es nicht zu tun. Schließlich ist mir jetzt jemand mit der Idee zuvor gekommen, und es ist nicht mehr originell. Immer schön, wenn man einen Grund findet faul zu sein.

Wenn trotzdem jemand Lust hat sich an Indy 4 zu versuchen: Nur zu, gucken würde ich das auf jeden Fall.

5 Kommentare Autor: Richard
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Noch ein Besuch of Cocytus

Marc hat mich gerade auf eine kleine Schatztruhe für Fans von “The Dig” aufmerksam gemacht. Auf ATMachine’s House of LucasArts Oddities findet man nämlich nicht nur eine super Zusammenfassung des schwierigen und langwierigen Entwicklungsprozesses, sondern auch massenweise Screenshots, Konzeptzeichnungen und ähnliches aus den alten Versionen des Spiels. Diese sind hauptsächlich aus dem dritten Versuch das Spiel auf die Beine zu spielen und zwar unter der Leitung von Brian Moriarity. In dieser Version war der Grafikstil im großen und ganzen schon festgelegt, und auch die Orte sind größtenteils die gleichen wie im fertigen Spiel, allerdings war die Geschichte noch anders. (Spoiler!) Zum einen gab einen vierten Charakter namens Toshi Olema, ein japanisches Genie, dessen Firma nicht nur den PDA produzierte den man auch im fertigen Spiel noch benutzt, sondern auch der Geldgeber der kompletten Mission war. Anscheinend hatte die NASA gerade kein Geld mehr übrig. Die Alians auf Cocytus waren auch nicht in Spacetime Six gefangen, sondern es war tatsächlich das erhoffte Paradies. Der Planet war somit eine Art Test, um festzustellen mit welchen außercocytanischen Völkern das Geheimnis dieses Paradieses geteilt werden konnte.

Leider gibt es keine Bilder zu der ursprünglichen Version von Noah Falstein, über die ich hier schon vor kurzem berichtet habe zu sehen. Gerade Bilder von der Stadt, die in einer riesigen lebendigen Kreatur zu finden war, würde ich gerne mal sehen, falls sie denn jemals existiert haben.

Die Seite ist auch sonst eine große Freude für Fans der alten LucasArts Adventures. Man findet zum Beispiel Bilder eines absolut scheusslichen hochauflösenden Interfaces für die Mac Version von Indy 3 oder stellt fest, dass Cadiz mal ein besuchbarer Ort in Indy 4 war. Zum Teil hat der Typ sich sogar die Mühe gemacht, nachzustellen wie ein verworfenes Interface denn im fertigen Spiel ausgesehen hätte.

Aber bevor ihr auf den Link klickt noch folgende Warnung: Ich habe in der letzten Stunden kein bißchen Arbeit geschafft, und ich bin noch lange nicht durch.

3 Kommentare Autor: Richard
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Demnächst in deinem DS: Redux!

Anfang Oktober hatte ich mal eine Liste von DS-Spielen gemacht, an denen ich potentiell interessiert war. Inzwischen sind sie alle raus (mit Ausnahme von Elektroplankton), und ein paar davon habe ich sogar gekauft. Zeit also für einen Rückblick auf die Vorschau!

Battles of Prince of Persia: Damals wusste ich nicht genau was das Spiel überhaupt sein sollte. Mein Verdacht war ein “kartenbasiertes Strategierollenactionspiel”. Das wäre interessant gewesen. Das ist es aber nicht. Es ist wohl schlichtweg ein karten- und rundenbasiertes Strategiespiel. Und so wie es aussieht ein sehr schlechtes noch dazu. IGN hat dem Spiel eine 5.5 gegeben, was bedeutet, dass es wohl mehr Spaß macht sich mit einer Drahtbürste in der Nase zu bohren. Schade eigentlich. Ich hatte schon geplant, das DS dafür zu loben, die Entwickler zu zwingen was anderes zu machen als einen lahmen Port. Leider ist anders wohl nicht immer mit gut gleichzusetzen. Kleiner Tipp an Ubi: Die Serie hat mal als 2D-Plattformer angefangen. Es gibt sogar einen relativ neuen 2D-Teil für Handys, der halbwegs was taugt. Ein Strategiespiel musste es jetzt nicht unbedingt sein. Aber danke für den Versuch.

Harry Potter and the Goblet of Fire: Das ist wohl eher in einem Moment geistiger Umnachtung auf der Liste gelandet. Im Endeffekt ist es bloß ein Port der GBA Version mit ein paar 3D- und Stylus-Gimmicks. Braucht kein Mensch.

Lost in Blue: Habe ich auch nicht gekauft. Werde ich wohl auch nicht kaufen. Angeblich wohl nicht schlecht, aber leider ist der Überlebensaspekt überbetont worden. Der Charakter isst wohl jeden Tag soviel Fisch wie eine ganze Herde halb verhungerter Grizzlybären in einem Monat, was wiederum dazu führt, dass man die ganze Zeit damit beschäftigt ist zu fischen anstatt was interessantes zu tun. Klingt eher nach Arbeit als nach Spaß. Außerdem hat es keine Dinosaurier.

Mario & Luigi 2: Hierzulande ist es noch nicht raus, aber es kommt im Januar, deswegen habe ich auf den Import verzichtet. Das Spiel wird aber auf jeden Fall angeschafft, denn die Kritiker überschlagen sich und das Eurogamer Review lässt es wie eine große Kiste voller Spaß aussehen. Klar, es ist ein Mario-Rollenspiel, da war ich bisher immer skeptisch (ich warte immer noch auf eine Preissenkung von Paper Mario für den Cube) aber diesmal gebe ich nach.

Trauma Center – Under the Knife: Das habe ich nicht nur gekauft, ich habe es auch zu einem der coolsten Spiele des Jahres gewählt. Kurzfassung: Supergeil, aber an vielen Stellen einfach unverschämt schwer. Ich empfehle euch das Spiel aufs wärmste und rate gleichzeitig dringend davon ab. Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust!

Phoenix Wright – Ace Attorney: Auch gekauft. Und hier schlagen die zwei Herzen nicht in meiner Brust, sondern in der des Spiels. Solange man im Gericht ist, rockt es das Haus. Es ist schnell, frisch, albern, spaßig und rundherum gelungen. Aber sobald man den Gerichtsaal verlässt, ist es leider ein sehr dröges Adventure, mit nervigem Absuchen von Bildschirmen und interaktivitätsfreien Dialogen. Deswegen liegt es im Moment auf Eis.

Zoo Tycoon: Tja, das ist auf dem DS wohl eine ziemlich Gurke geworden. Schade.

9 Kommentare Autor: Richard
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Bizarres vom Planeten Japania

Als grosser Fan des vom Aussterben bedrohten Genres der 2D Prügelspiele stosse ich bei meinen Recherchen mitunter auf die abstrusesten Sachen. Vergesst Street Fighter und Guilty Gear, die wahren “Perlen” des Genres findet man bei kleinen Doujin-Gruppen und obskuren Entwicklern, von denen man hoffentlich nie wieder etwas hören wird. Hier mal ein paar Beispiele.
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11 Kommentare Autor: Stefan
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Age of Mourning: Jahrelange Trauer

Mourning

Eigentlich ist es ja nicht fein, sich über das Unvermögen von arbeitenden Menschen lustig zu machen. Andererseits ist es aber auch schrecklich unterhaltsam und hilft dabei, eigene Fehler zu vermeiden, das Ego zu stärken und den Charakter zu vermiesen. Wer diese Aussichten hat – wer kann da noch fein sein wollen? Ich nicht.

Da wir ja nun, liebe Charakterschweine (und lieber Richard), unter uns sind, kann ich ja anfangen. Totale, allumfassende Unfähigkeit, und trotz allem noch dafür bezahlt werden? Nein, liebe Leser – hier handelt es sich nicht um ein Telekommunikationsunternehmen eurer Wahl: Viel schlimmer, es ist ein Fantasy-MMORPG. Es nennt sich (heute) Age of Mourning. Vorher hiess es nur Mourning, davor Realms of Torment, und davor vermutlich auch einmal Realms of Krel – alle URLs kommen heute noch vor, und alle Namensgebungen sind ohne Gewähr.

Q: [...] What do you mean when you say that Egomancer [der Projektleiter] “underestimated” the market”? 

A: He used to say that any mmorpg is just a chat with graphics, and it’s not that complicated after all. And it’s really funny that he was making fun of Blizzard 2 years ago, “look, they have the game in development for three years and it’s still not ready, our game will be ready in 2 years and it will be much better”. Isn’t life ironic?[1]

Folgt mir nun, Furchtlose Krieger – in eine Welt voller Gewalt, Verzweiflung und berechtigen Aussichten auf ein gerüttelt Maß Schadenfreude… Continue Reading »

11 Kommentare Autor: Denis
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Zufallsbefunde

Dieses Jahr war sicherlich eines der unaufgeregten Überraschungen. Eine Menge interessantes Zeug ist passiert, aber keinem ist es so richtig aufgefallen. Bevor wir also die Multimedia-Epoche verlassen und uns ganz auf die neue, ach so viel bessere HD-Ära einlassen, hier ein paar kleinere Beobachtungen aus dem Reich der digitalen Unterhaltung.
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17 Kommentare Autor: Stefan
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Rückblick 2005 – Teil 2 (Trauma Center, Project Rub, Advance Wars DS)

Ich bin gerade dabei die aus meiner Sicht interessantesten und besten Spiele des Jahres aufzulisten und zu kommentieren. Die bisherigen Kandidaten sind:

Psychonauts, Fahrenheit, Far Cry Instincts

Dieses Mal gibt es eine Sonderausgabe für das Nintendo DS. Ich gestehe, auch ich habe das DS am Anfang nicht so recht verstanden. Zwei Bildschirme? Touchscreen? Mikrofon? Sauhässlich? Kaum 3D-Fähigkeiten? Da sah die PSP doch schon wesentlich interessanter aus. Ach, was habe ich mich geirrt. Okay, ein Bildschirm hätte es meiner Meinung nach auch getan, denn so richtig hat noch kein Entwickler rausgefunden, was er damit machen soll. Und man kann so eine Konsole auch hübsch gestalten, Herr Nintendo. Aber trotzdem ist das DS ohne Zweifel das Beste was Videospielen dieses Jahr passiert ist. Und an einer PSP habe ich inzwischen nicht mal mehr ein vages Interesse. Schon komisch wie die Dinge manchmal laufen. Jedenfalls sind meine Kandidaten für die besten DS-Spiele des Jahres wie folgt:

Trauma Center: Under The Knife

Oh, was habe ich geflucht. Schon seit Ewigkeiten habe ich kein so schwieriges Spiel mehr durchgespielt. Denn eigentlich mag ich gar keine schwierigen Spiele mehr. Klar, eine Herausforderung muss bis zu einem gewissen Grad schon da sein. Aber Spiele bei denen ich immer wieder an der gleichen Stelle scheitere, haben bei mir keine Chance mehr. Ich will mich beim Spielen entspannen. Für Frust ist mir meine Zeit zu wertvoll. Und trotzdem hat Trauma Center den Modulschacht meines DS nicht verlassen, bis es durchgespielt war. Man darf sich natürlich keine Illusionen machen. Trauma Center ist schwer. Sauschwer. Und es ist ganz sicher nicht immer fair. Manche Operationen gewinnt man nur mit etwas Glück, andere mit Tricks die sich die Designer ganz sicher so nicht gedacht hatten. Außerdem ist die Geschichte ziemlich dämlich. Dass ich das Spiel aber trotzdem durchgespielt habe, sagt also einiges. Es nutzt nicht nur die Stylus-Steuerung perfekt aus, es ist auch originell, abwechslungsreich und macht schlichtweg einen Heidenspaß. Es wird Momente geben, in denen ihr den Kauf bereut. Und dann werdet ihr mit Erstaunen feststellen, dass ihr es durchgespielt habt und es allen euren Freunden empfehlen.

Project Rub

Habt ihr beim Kauf eures DS auch Wario Ware als Demospiel eingesteckt? Tja, sorry dass ich euch schlechte Nachrichten überbringen muss, aber ihr habt das falsche Spiel gekauft. In Wirklichkeit wolltet ihr nämlich Project Rub mitnehmen. Oberflächlich gesehen sind die Spiele recht ähnlich. Beides sind Minispielsammlungen, die speziell für das Touchpad und Mikrofon des DS ausgelegt sind. Aber in Wirklichkeit unterscheiden sie sich doch recht radikal. Spielerisch hat Wario Ware sehr viele extrem kurze Spielchen, während Project Rub weniger, dafür aber deutlich besser ausgearbeitete Spiele hat, die man mehrfach nacheinander mit steigendem Schwierigkeitsgrad spielen muss. Was man vorzieht ist an sich Geschmackssache. Der wahre Unterschied liegt dann auch in der Präsentation. Wario Ware wirkt nämlich im Vergleich mit Project Rub wie ein Relikt aus dem kalten Krieg. Das eine ist ein sowjetischer Volkslaster, der nur noch von Gummiband und strategisch platziertem Kaugummi zusammengehalten wird, während das andere Spiel ein brandneuer Lamborghini ist, quasi erstklassige deutsche Technik kombiniert mit zwei Schuss Genie einem viertel Liter Wahnsinn. Der einzigartige Stil des Spiel ist nur schwer in Worte zu fassen, insofern nur soviel dazu: Man wird beim Spielen in unter fünf Sekunden in eine absolut unwiderstehbare Spaßlaune katapultiert. Bei meinem Saturn kostet es nur 20€ und für den Preis sollte man dem Spiel definitiv nicht widerstehen. Vielleicht nicht das beste Spiel des Jahres, aber definitiv das coolste.

Advance Wars DS

Wie üblich gibt es auch diesmal eine sichere Wahl. Angst vor Frust in Trauma Center? Nicht cool genug für Project Rub? Keine Sorge, Advance Wars rettet euch. Rundenbasierte Strategie wird nicht viel besser als in diesem Spiel. Klar, bis auf einige Doppelbildschirmspielereien gibt es hier nichts, was nicht auch auf den GBA gepasst hätte, aber die Steuerung per Stylus ist schon wesentlich entspannter als bisher und das Spiel bietet ordentlich was fürs Geld. Leider ist es etwas zu früh raus gekommen. Anstatt Mario Kart hätte ich mir viel lieber Advance Wars DS als Flagschifftitel für den Onlineservice des DS gewünscht. Aber man kann nicht alles haben. Auch der normale Wireless-Modus ist schon ein super Grund eure Freunde zum Kauf eines DS zu nötigen.

23 Kommentare Autor: Richard
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