Archiv für Februar 2006

/quit

Oh Gott, ich habe es getan. Monatelang stand ich immer wieder kurz davor, jetzt ist es passiert: ich habe meinen World of Warcraft-Account gekündigt.

Dabei bin ich (im Gegensatz zu Richard) noch lange nicht mit dem Spiel fertig. Mein höchster Charakter (der Original-Morn auf Gul’dan) hat gerade mal Level 37 erreicht. Neben ihm und einer Armee von Ausprobiercharakteren hatte ich nur zwei andere, die immerhin in ihre 20er gekommen sind. Man kann also nicht sagen, ich sei auch nur annähernd sowas wie ein WoW-Hardcore-Spieler. Trotzdem mag ich das Spiel sehr; die 2-3 Stunden, die ich vielleicht in der Woche gespielt habe, haben mir fast immer Spaß bereitet.

Nur seit einiger Zeit eben nicht so viel, als dass ich auch länger hätte spielen wollen. Früher oder später ist mir eigentlich immer irgendwas auf den Geist gegangen: die Ninjalooter, die Nixraffer, die Spaßbremsen; auf den englischsprachigen Servern die vielen Leute, die kein Englisch konnten, auf den deutschsprachigen Servern die vielen Idioten (die auch kein Englisch konnten <g>); auf den RP-Servern die “edlen Recken“, auf den anderen die “Darkpreists” (yep)… dass man als Low-Level-Spieler nur in die dämlichen Gilden kam, die jeden Affen inviten und deswegen fast ausnahmslos aus Idioten bestehen, während mir in den paar coolen Gilden, in denen ich war, die Leute davongelevelt sind und man zwar gemeinsam, aber eben nicht zusammen spielte…

Vorhin habe ich gemerkt, dass meine zugegenermaßen kurzen WoW-Sessions der letzten Wochen fast nur noch daraus bestanden, von A nach B zu laufen, nur um festzustellen, dass man seinen Kochskill nicht beim Kochtrainer über 150 bringen kann; nach Gilden zu suchen und mich darüber zu ärgern, dass es so schwer ist, nette, erwachsene Leute in dem Spiel zu finden; und vielleicht ab und zu mal ein paar Viecher zu jagen, ohne einen echten Grund dafür zu haben, denn die große Belohnung, irgendwann mal Level 60 zu erreichen und den “coolen” Content zu Gesicht zu bekommen, wirkt bei so kleinen Schritten einfach unerreichbar.

In anderen Worten: World of Warcraft hat angefangen, mich zu langweilen.

Die Chancen stehen gut, dass ich meinen Account irgendwann reaktivieren werde — zum Beispiel, wenn Patch 1.10 erscheint, denn die Wettereffekte will ich sehen (und sind mir gerne eine Monatsgebühr wert). Und wenn die Erweiterung auf dem Markt ist. Irgendwann habe ich sicher wieder richtig Lust auf das Spiel — und eventuell sogar mehr Zeit.

Vielleicht nutze ich die Pause, mal wieder in das gemütliche EVE Online reinzuschauen, das einem Gelegenheitsspieler so viel leichter vergibt. Oder das actionbetonte Guild Wars, wo es wenigstens ohne großes Drumherum sofort zum Gegnerkloppen geht. Aber den Rest des heutigen Abends verbringe ich erstmal mit einem Buch. So.

24 Kommentare Autor: Hendrik
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Nimm das, Midnight Need for Rush: Underground L.A.!!!

Tschermann Endschäniering in da Haus!

Weil “Unpimp se Auto” so cool ist, verzeihe ich ihnen sogar dass sie einen Schweden genommen haben.

Representing Deutschland, ja!

12 Kommentare Autor: Richard
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I (heart) MMOG!

Gebt es zu! Ihr Geeks! Eigentlich wollt ihr doch nicht nicht immer nur auf die arme, ungeliebte Horde einschlagen. Oder auch auf die schleimige Allianz. Ist mir jetzt auch egal. Im Grunde ist das nur eine oberflächliche Äußerung lang verleugneter Bedürfnisse. Ihr wollt keine Gewalt. Ihr wollt… Liebe. Oder… Körperkontakt mit einem weiblichen Humanoiden sexueller Art. Leider hat WOW dafür noch keine Erweiterung. Also, was tun? Wir wollen doch nicht etwa das Haus verlassen!

Keine Sorge, ich als MMO Veteran, Sozialarbeiter und Guru weiß natürlich Rat. Überweist mir pünktlich eure Spenden und ich lasse euch an meiner Weisheit teilhaben.

Natürlich reagiert der Markt auf solche offensichtlichen Defizite – schwächliche Angebote wie lächerliche Webchats und mehr oder weniger gute Datingseiten (und natürlich fantastische Datingseiten.. jawoll, Boss!) zeigen es. Aber wir sind Gamer. Wir wollen das alles in feiner 3D-Grafik. Und… hey, das coolste wäre, wenn das richtige (echte!) weibliche Spieler wären, die genau das wollen, was auch wir einsamen Gamer suchen. Sex. Oder besser: Eine angenehme Simulation von Sex minus die peinlichen bis kostspieligen Risiken, die ein abenteuer in der freien Wildbahn nach sich ziehen kann. Sex. Mit Leuten die so aussehen, wie eigentlich sollten. Ich kann so aussehen wie ich sollte – also, 10 cm größer, 30% mehr Muskelmasse, 20% dichteres Haar. Nebst einigen anderen Detailverbesserungen, die wir hier nicht diskutieren müssen. Ahem.

Diesseits von den virtuellen, scheinbar recht profitablen Puffs in Second Life scheinen die ersten spezialisieren Projekte für diese ganz andere Sorte von “Spielen ab 18″ zu erscheinen – einer der ersten Vertreter sollte wohl Spend the Night von Republik Games werden, eine Art Sim-Abschleppladen mit einer gewissen Luxusnote. Und ja! In STN wird alles in 3D realisiert. Auch die privateren Momente. Da das MMO noch nicht erschienen ist, und noch nicht einmal Screenshots zu bekommen sind, kann ich auch noch nichts über die Unterstützung von Force Feedback Controllern sagen.

“We have found, just in talking to people and focus tests, that women respond better to our concept than men. That’s not so say that men aren’t interested but women are truly intrigued by this idea because it’s geared towards them and it involves them.” [Next Generation]

Nun, natürlich kann man sich über solche Spiele ziemlich leicht lustigmachen – ich finde es ziemlich interessant, wenn leute, die sich als Ork verkleiden über andere herziehen, die so tun als ob sie ein wildes Liebesleben hätten. Ich bin sehr gespannt, wie weit die Käuferschaft diese Angebote ernst nehmen wird, insbesondere weil STN und andere angebote nicht nur einsame Geek-Hengste ansprechen, sondern auch “ganz normale” Männer ganz gezielt auch Frauen. Discuss!

179 Kommentare Autor: Denis
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Psychonauts!!!

Gute Neuigkeiten bezüglich Psychonauts!

  1. Entgegen meiner ursprünglichen Befürchtung bzw. Annahme aufgrund des dicken “KOMPLETT IN DEUTSCH!”-Logos auf der Packung befindet sich auf der deutschen Version des Spiels auch die komplette englische Ausgabe. Man muss lediglich die Sprachversion der Xbox auf Englisch umstellen, aber das ist ja eh klar. Ich hatte meinen Dealer schon beauftragt, eine UK-Version zu importieren, da rief er mich eines Tages an: “Wir haben es ausprobiert! Psychonauts läuft auch auf Englisch! THE CALL IS COMING FROM INSIDE YOUR PANTS!”
  2. Es rockt. Unendlich. Richard schrieb das bereits. Aber ich war noch skeptisch. Ich dachte: okay, lustig ist es bestimmt. Aber das Spiel selbst ist bestimmt langweilig. Sieht doof aus. Klingt ätzend. Riecht komisch. Was auch immer. Aber nein! Selten habe ich so ein rundes Spiel gesehen! Da stimmt einfach so gut wie alles; Gameplay, Präsentation, Story, Humor… ganz ehrlich, damit mir ein echter Kritikpunkt einfällt, müsste ich so sehr mein Hirn anstrengen, dass es implodiert! Und das beste: man muss sich bei diesem Spiel nichtmal — wie sonst oft, gerade bei Jump’n'Runs — damit rausreden, dass das Spiel das Kind in einem anspricht. Das tut es nämlich nicht! Psychonauts ist ein Spiel für Erwachsene. Sollen Tom Clancy, der zweite Weltkrieg und Gordon Freeman doch sehen, wo sie bleiben. Für sowas sind wir einfach zu alt!
33 Kommentare Autor: Hendrik
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Scherbenhaufen

Ich komme gerade vom Zahnarzt. Wo bis gestern noch eine Lücke war, ist jetzt ein neuer Zahn. Juhu! Aber eigentlich wollte ich etwas über MMOGs schreiben. Dieser Beitrag auf golem.de enthält nicht nur ein paar interessante Details dazu, was für eine Rechenpower eigentlich hinter einem Onlinespiel wie EVE Online steckt, sondern er hat mich auch daran erinnert, wie cool es eigentlich ist, wenn ein Onlinespiel nicht in mehrere unterschiedliche Shards aufgeteilt ist.

Shards! Ha. Dieser Begriff wurde damals von Ultima Online etabliert. Dort wurde die Aufteilung des Spiels in mehrere parallel und komplett voneinander getrennt existierende Spielwelten sogar mit der Story erklärt: irgendein böser Zauberer — sorry, mein Ultima-Wissen ist etwas eingestaubt — hat da die Welt in einen Kristall gepackt und den dann zersplittert, woraufhin in jedem Splitter eine Kopie der Welt entstand. Oder irgendwie sowas.

Die meisten MMOGs sind in solche Shards aufgeteilt. Manchmal heißen die auch Realms. Oder einfach Server. Und in den allermeisten Fällen ist diese Aufteilung auch durchaus sinnvoll. Zum Beispiel könnte man nur sehr schwer die fünzig Fantastillionen World of Warcraft-Spieler in die doch relativ kompakte Welt des Spiels stopfen. Also werden die halt auf mehrere Kopien der selben Welt verteilt. Dann bietet die Aufteilung des Spiels auch eine einfache Möglichkeit, es sauber skalieren zu lassen; hat man auf einmal ein paar zehntausend Kunden mehr als erwartet, richtet man einfach ein paar neue Shards ein, und fertig.

Trotzdem gibt es da draußen ein paar Spiele, die zumindest versuchen, alle Spieler in einer einzigen Spielwelt unterzubringen, was für den Spieler in mir sehr reizvoll ist. In in Shards aufgeteilten Spielen nervt mich schon etwas, dass ich tun kann, was ich will, und 95% der Spielerschaft bekommt davon nie etwas mit, weil sie sich eben auf anderen Shards befindet. Natürlich wäre das in einem nicht in Shards aufgeteilten Spiel kaum anders, aber zumindest theoretisch wäre die Möglichkeit gegeben, mit jedem einzelnen anderen Spieler zu interagieren. Und das mag ich.

Was gibt’s also für Spiele, die jeweils eine große Spielwelt bieten?

Erstmal eins, das eigentlich gar nicht aufgeteilt werden sollte, aber dann doch wurde: Anarchy Online. Ursprünglich hieß es da, dass es nur eine Spielwelt geben und diese bis zu 100.000 Spieler gleichzeitig verkraften würde. Beta und Launch liefen aber eher wackelig, deswegen gab es recht schnell eine zweite Spielwelt, um die Last zu verteilen. Und irgendwann kam noch eine “deutsche” Version mit einer eigenen Welt für deutsche Spieler. Aber naja… sie haben es wenigstens versucht.

Dann gibt es da natürlich Second Life, welches letztendlich davon lebt, dass alle Spieler in der selben Spielwelt existieren — bezieht es seinen Reiz doch nicht aus dem Killen mehr oder weniger austauschbarer Monster und dem Lösen von Quests, sondern aus dem Mitgestalten der Spielwelt und dem Rumspielen mit den Kreationen anderer User. Ich erinnere an dieser Stelle nochmal an den hübschen Umstand, dass es in Second Life Leute gibt, die echtes Geld mit virtuellen scriptgesteuerten Schniedelwutzen verdienen. Wäre ja schade, wenn man da nur einen Bruchteil der Spielerschaft als potenzielle Kundschaft hätte.

Project Entropia ist auch so ein Spielchen, in dem man echtes Geld gegen Spielgeld tauschen kann — und umgekehrt. Im Gegensatz zu Second Life wird die dadurch entstehende Marktwirtschaft in ein echtes Spiel verpackt; man killt Viecher und baut Ressourcen ab, die man dann denen verkauft, die sie zur Herstellung anderer Gegenstände benötigen. Project Entropia ist immer wieder mal in den Schlagzeilen, weil irgendwelche Freaks für viele tausend Dollars dort virtuelles Land kaufen. Was sie damit machen, weiß ich nicht; ich habe das miese Interface und die extrem langweilige Präsentation des Spiels nie lange genug ausgehalten, um es ernsthaft auszuprobieren. Aber immerhin hat es auch eine einzige große Spielwelt. Lobenswert. Und alles andere würde da auch nicht funktionieren.

Und natürlich darf auch EVE Online nicht in so einer Auflistung fehlen. Inzwischen tummeln sich um die 23.000 Spieler gleichzeitig in den — wenn ich mich recht erinnere — ca. 5.000 simulierten Sternensystemen. EVE Online hat sogar eine tolle Lösung für das alte PvP-Problem parat, dass nicht jeder am Kampf gegen andere Spieler teilnehmen will: in den inneren Systemen der Spielgalaxie ist man auf jeden Fall sicher — außerhalb warten zwar die größeren Belohnungen auf den Spieler, allerdings auch blutdurstige Playerkiller. Das ist meiner Meinung nach viel schöner als z.B. in World of Warcraft, wo man sich beim Anlegen eines Characters quasi für seine Lebenszeit auf PvP oder Nicht-PvP(1) festlegt. In EVE kann man erstmal eine ruhige Kugel schieben, sich später in die gefährlicheren Systeme rauswagen, und sich dann wieder zurückziehen, wenn man eins auf die Mütze bekommt und sich doch erstmal gegen die Prügelei mit anderen Spielern entscheidet. Und auch, wenn man nur ganz gemütlich Erze abbaut oder Sachen produziert, anstatt auf Spielerjagd zu gehen, trägt man zur Spielwelt bei. Super.

Nette EVE Online-Geschichte nebenbei: als ich es selber noch spielte, lernte ich einen Spieler aus den USA kennen, der ständig nur bei den Asteroiden rumhing, um Erze abzubauen. Irgendwann fragte ich ihn: “Du hängst ständig nur bei den Asteroiden rum und baust Erze ab. Willst du dich nicht mal weiter raus wagen und ein paar Piraten abknallen?” Daraufhin antwortete er: “Ich bin im echten Leben Soldat. Ich bin erst wieder seit kurzem zuhause und finde es toll, dass niemand auf mich schießt.”

(1) ja, ich weiß, dass man auch auf PvE-Servern mit /pvp in den PvP-Modus wechseln kann. Allerdings sieht das in der Realität ja so aus, dass die meisten Spieler das nur dann machen, wenn sie wissen, dass sie gewinnen. Was die ganze Option meines Erachtens nach überflüssig macht.

30 Kommentare Autor: Hendrik
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50 x N64 @ GTA

Weil hier heute nichts passiert (Hallo Hendrik!), verlinke ich einfach mal GTA. Die haben nämlich gerade eine schöne neue Serie über die besten Spiele des N64 angefangen. Ich persönlich bezweifle zwar, dass es wirklich 50 gute Spiele für das System gibt, aber Schwamm drüber. Vielleicht belehrt mich die Liste ja eines besseren. Ich habe jedenfalls ganz positive Erinnerungen an die Konsole. Wer die Geschichte meines N64 hören will, muss allerdings brav GTA lesen, denn ich bin einer der “Kollegen aus dem In- und Ausland”, die sich an der Serie beteiligt haben. Auf welchem Platz mein Meisterwerk zum den Themen “Wave Race 64″ und “Konsolenspiele auf winzig kleinem s/w-Fernseher” auftaucht, weiß ich allerdings nicht. Etwas Geduld also. Aber zu wissen, dass es fürs N64 ein Prügelspiel im Parappa-Look gab, ist doch auch schon was wert, oder?

13 Kommentare Autor: Richard
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Fische, Pinguine, Yetis, Curling und Nippel

Achtung, ich schreibe wieder über die Gamestar. Aber keine Sorge, heute bin ich ganz lieb. Ich kann ja nicht anders und blättere da beim Supermarkt immer mal wieder durch oder schaue mir zumindest die Wertungen im PCX Forum an. Was mich diesmal wirklich erstaunt hat, waren die Spiele die da getestet wurden. Hier mal eine Auszug:

- Pinguin vs. Yeti
- Call a Pizza Dude (8%!)
- Nipplegate
- Mall Tycoon 3
- Curling 2006
- Fish Tycoon

Und das sind nur die Spiele die schon vom Namen her offensichtlich als Dreck erkennbar sind. Da tummeln sich die Spiele mit Wertungen zwischen 8 und 41 Prozent nur so. Ganze 15 Stück gibt es davon. Spiele über 80 Prozent? Bloß fünf Stück. Davon schaffen es vier nur so gerade eben über diese Grenze, eins davon ist eine Compilation alter Spiele und eins eine Erweiterung. Zudem ist die Gamestar von einem Spiel ja nur wirklich begeistert, wenn es über 85% bekommt. Das schafft genau eins dieser fünf Spiele. Und das ist wiederum die gerade erwähnte Erweiterung (für Sims 2).

Der Rest ist Mittelbau, irgendwo 42 und 79% und somit sicher seinen Preis nicht wert. Von den meisten dieser Spiele habe ich noch nie gehört, obwohl ich nun wirklich ein fleißiger Newsseitenleser bin. Die Spiele die ich erkenne, sind meistens lieblose Konsolenports die man besser auf der Konsole gelassen hätte.

Jetzt kann man natürlich sagen, dass Februar halt kein sonderlich guter Monat für Spiele ist. Und das stimmt natürlich auch. Aber als ich noch PC Zeitschriften abonniert hatte, war all dieser Schrott nicht im Heft zu finden, dafür aber zumindest immer ein richtig ordentliches Exklusivspiel für den PC.

Ich meine…Fish Tycoon? Nipplegate? Da wird einem so langsam klar, warum man seinen PC nicht aktualisiert hat, sein Spieleverzeichnis leer ist, alle nur noch WoW spielen und außer WoW auch keiner der Toptitel des letzten Jahres auf dem PC zu Hause war.

Selbst die Vorzeigeprodukte scheinen nicht mehr viel zu taugen. Commandos war mal ein echter Stein im Wertungsbrett aber die neue Folge kommt nur auf 72%. Battle for Middle-Earth kriegt nur 82%? Empire of War enttäuscht auch, da scheinen mir 81% fast zu gnädig.

Die Schlussfolgerung ist ziemlich klar: Der PC Markt ist völlig degeneriert. Nachdem inzwischen selbst all die guten Shooter auf Konsolen rauskommen, klammern sich nur noch die Echtzeitstrategie- und Sim-Genres an die Plattform, während diese ansonsten mit einem Haufen unerträglichem Schrott überschwemmt wird.

Das ist irgendwie schade, denn ich komme ja eigentlich aus dem Computerspielerlager. Ich bin mit C64, Atari ST und Amiga aufgewachsen, dann zum PC gekommen und eigentlich erst mit der aktuellen Generation voll in die Konsolen eingestiegen. War wohl gerade noch rechtzeitig.

Einziger Lichtblick: Independent Spiele kommen trotz Xbox Live Arcade immer noch fast komplett auf der PC raus. Und dafür braucht man nicht mal eine GeForce99999XT+GoALPHA!!1.

Allerdings auch keine Gamestar. Aber das ist ein anderes Thema. Wobei die Frage natürlich schon interessant ist, ob man sich dort wegen des andauernden Verfalls des PC Marktes Sorgen macht. Schließlich brauche ich keine Kaufberatung um zu wissen, dass “Fish Tycoon” mir keinen großen Spaß bringen wird.

24 Kommentare Autor: Richard
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Wo ist eigentlich… Quake 3 Arena?

Wenn man mit der allgemeinen Lage der Spielebranche unzufrieden ist und irgendwie wochenendleerlaufbedingt vor sich hin abhängt, hilft ein Griff zu Spieleklassikern. Wie zum Beispiel Quake 3 Arena. Moment Mal, “Spieleklassiker”? Tjaja, das Ding ist tatsächlich schon fast 7 Jahre alt. Und rockt immer noch. Der Begriff passt also ganz gut.

Leider ist es bei solch “alten” Spielen nicht so, dass man die CD einlegt, das Ding installiert und sofort loslegen kann. Leider ganz im Gegenteil. Nach der Installation braucht man erst mal das aktuelle Point Release (aka Patch, aber id Software mochte wohl den Klang des Wortes nicht so sehr). Das zu bekommen ist schonmal ein Abenteuer in sich. Hat man es endlich installiert, braucht man einen vernünftigen Serverbrowser. Hier scheint sich in den letzten Jahren nicht viel getan zu haben; der Platzhirsch GameSpy Arcade ist, wenn man einfach nur einen Server zum Spielen finden will, nach wie vor viel zu überladen und zeigt aus unerfindlichen Gründen auch noch kaum Q3A-Server an, also greift man zum nach wie vor extrem hässlichen, aber zufriedenstellend funktionierenden All Seeing Eye, das übrigens in der Zwischenzeit offenbar von Yahoo gekauft wurde, huch.

Hat man das ganze Zeugs installiert, muss man leider feststellen, dass die meisten Server, auf denen überhaupt Spieler sind und die auf der richtigen Version laufen, einen recht schnell in den Spectator Mode katapultieren, weil das mit dem Point Release installierte Cheat-Schutz-Programm PunkBuster nicht in der aktuellen Version vorhanden ist. Angeblich soll es sich selbst updaten, tut es aber nicht, also greift man wohl oder übel zum manuellen Updater PBSetup.

Nach dieser Tortur darf man endlich Quake 3 Arena spielen. Puh. Und siehe da, trotz des ganzen vorhergehenden Aufwands macht das Spiel um einiges mehr Spaß als z.B. das olle Battlefield 2, denn im Gegensatz zu dem ist Quake 3 Arena schnell, bunt, laut und voller Spaß. (Was womöglich auch der Grund dafür ist, dass der Multiplayer-Modus des aktuellen Quake 4 lediglich versucht, den von Quake 3 Arena zu kopieren. Was nicht gut geklappt hat.)

Lust auf ein Antigames-Q3A-Match?

22 Kommentare Autor: Hendrik
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French the fries!

Kochen macht Spass, keine Frage. Gemüse schnippeln, Fleisch anbraten, Sosse abschmecken – Nahrungszubereitung ist ein Fest für alle Sinne. Daher ist es wohl auch kein Wunder, dass das Thema in Videospielen noch nicht so richtig aufbereitet wurde, nur mit Pad und geruchsneutralem Fernseher bleibt ein grosser Teil des Spasses auf der Strecke. Klar, da gab es diese Sidequest in Suikoden II, in der man das ultimative Rezept gesucht hat. Oder die Hommage an Iron Chef in Star Ocean 2, in der man gegen den Teufelskoch aus der Unterwelt antreten musste. Und natürlich sollte man die herrlich bizarren Küchenstages in Parappa the Rapper 1&2 nicht vergessen… aber im Grossen und Ganzen hat das Kochen bisher noch keine bedeutende Rolle gespielt. Ausser vielleicht in Yoshinoya, das aber wohl eher das japanische Äquivalent zu McDonalds: Das Spiel darstellt.

Aber egal, ich schweife schon wieder ab. Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass demnächst ein richtiges, ausgewachsenes Kochspiel für den DS erscheint. Cooking Mama heisst es, und was da auf der offiziellen Seite so zu sehen ist, lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Besonders dieses, äh, Steak mit Spiegelei hat es mir angetan. Mein Japanisch ist zwar mehr oder weniger nicht-existent, aber so wie es aussieht wird da mit dem Stylus das Fleisch gewendet, anschliessend die Temperatur runtergedreht und zum Schluss das Ei draufgehauen. Das, meine Damen und Herren, ist mobile Unterhaltung der Zukunft. Wirklichkeitsnah, gewaltfrei und ästhetisch ansprechend. Was ich mich jetzt nur noch frage ist, ob man ins Mikrofon pusten und anschliessend an der Ecke des DS lutschen kann; zum Probieren halt. Das Spiel erscheint nächsten Monat in Japan und kann unter anderem von hier bezogen werden. Hey Richard, wie wär’s mit einem Import-Review?

11 Kommentare Autor: Stefan
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Vorhof der Hölle

Gestern habe ich in einem Kommentar beklagt, dass es in Münster keinen vernünftigen dezidierten Spieleladen mehr gibt. Daraufhin hat dann Spielkind den ebgames erwähnt. Grundsätzlich klingt die Idee doch nicht schlecht, oder?

Dummerweise ist ebgames allerdings kein Spieleladen, sondern bloß ein als Spieleladen getarnter Außenposten der Hölle. Ihr glaubt mir nicht? Dann wart ihr wohl noch nie in einem ebgames.

Zunächst mal ist der Laden relativ klein. Das wäre jetzt nicht so dramatisch, wenn er nicht gleichzeitig der Sammelplatz für alle blaumachenden Blagen in ganz Münster wäre. Das bedeutet nicht nur, dass es darin bei warmem Wetter riecht wie in einem Pumakäfig sondern auch dass man kaum rein kommt, noch schwieriger wieder raus kommt und gar nicht an die Ware ran kommt.

Wenn man sich dann mal reingezwängt hat, muss man feststellen, dass alle interessanten Spiele die dieses Jahr auf den Markt kommen sollen, offensichtlich gestern wie durch Zauberhand erschienen sind. Zumindest steht für jedes Spiel das irgendwann mal angekündigt wurde, eine Packung im Regal. Wenn man sich diese Packungen allerdings mal genauer anschaut, stellt man allerdings fest, dass es sich dabei nur um Vorbestellboxen handelt. Mal abgesehen davon, dass man ziemlich doof sein muss ein Spiel vorzubestellen, von dem man noch gar nicht weiß, ob es wirklich so toll ist wie die PC Action in ihrem Preview behauptet hat, macht es diese Praxis völlig unmöglich festzustellen, was denn jetzt wirklich gerade frisch rausgekommen ist.

Als nächstes stellt man dann fest, dass alle Spiele im ebgames unglaublich günstig sind. Cool, was? Denkste. Wenn man sich den riesengroßen Sticker mit dem winzig kleinen Preis genauer anschaut, liest man im Kleingedruckten dass dieser Preis nur dann gilt, wenn man ebgames zehn seiner alten Spiele schenkt und seinen erstgeborenen Sohn verspricht. Daneben ist dann in noch kleinerem Kleingedrucktem der wahre Preis zu lesen. Meist immer ein bisschen mehr als beim Saturn.

Natürlich kann man seine alten Spiele, Konsolen oder zukünftigen Söhne (plus eine ordentliche Portion Bargeld) nicht nur gegen neue Spiele und Konsolen eintauschen, sondern auch direkt an ebgames verkaufen. Wobei “verkaufen” vielleicht nicht das richtige Wort ist, denn die Summen die der Laden für gebrauchte Spiele bezahlt, sind ein schlechter Scherz. Nennen wir es mal Aufwandsentschädigung. Die Preise liegen nämlich in etwa bei einem Drittel von dem, was man bei eBay bekommen würde.

Trotzdem gibt es anscheinend genügen Volltrottel die mit ihren alten Spielen zu ebgames latschen. Denn die Teile der Regal in denen sie nicht Spiele untergebracht haben die es noch gar nicht gibt, sind voll alten Ramsch. Wer also unbedingt zehn Mal das Scorpion King Spiel für den Gamecube zu furchtbar überteuerten Preisen kaufen möchte, der ist bei ebgames genau richtig. Wer ein neues Spiel will, der hat es schwierig. Denn für so was ist bei ebgames kein Platz mehr im Regal. Wer also keine Lust hat zukünftige Söhne gegen zukünftige Spiele zu tauschen, alten Schrott zu völlig überteuerten Preise zu kaufen oder sich beim Verkauf seiner alten Spiele abzocken zu lassen, der kann mit dem Laden nicht viel anfangen.

Apropos abzocken: Da die alten Spiele mit neuen Preissticker ja im Laden rum liegen, kann man als Verkäufer seiner Spiele sogar nachrechnen wie heftig man abgezockt wird. Der Preis für ein gebrauchtes Spiel liegt dabei wesentlich über dem Preise, den das gleiche Spiel in besserem Zustand bei eBay erzielen würde. In Kombination mit dem geringen Einkaufspreis macht das die Gewinnspanne für ebgames so groß, dass selbst der beschränkteste Volltrottel eigentlich merken müsste, dass er da übers Ohr gehauen wird. Andererseits: Wer das Scorpion King gekauft hat, dem ist vielleicht wirklich nicht mehr zu helfen.

Es gibt ja Leute die glauben das Ende aller Tage stehe kurz bevor. Dabei werden Orkane, Flutwellen, Erdbeben oder Krieg als Gründe genannt. Ich persönlich glaube diesen Leuten ja. Aber Orkane, Flutwellen, Erdbeben oder Krieg haben damit nichts zu tun. Die gab es nämlich schon immer. Das wäre Zeichen für die Apokalypse ist nämlich der ebgames in Münster.

Denn der ist neu. Und echt die Hölle.

71 Kommentare Autor: Richard
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