Archiv für März, 2006

Entspannungstherapie

Freitag, März 31st, 2006

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Die Welt kann ganz schön hart sein. Deadlines bei der Arbeit, Diplomarbeiten die sich unverschämterweise nicht von alleine schreiben, ein Winter der viel zu lange gedauert hat, ein Auto das langsam Rost ansetzt, und nicht genug Geld für einen neuen PC. Draußen lauern angeblich überall Terroristen und in wenigen Monaten muss man sich einen Job suchen.

Wenn man dann Zuflucht bei Videospielen sucht, wird alles noch härter. Denn wer soll sich bitteschön in Welten voller Gangsterhomies und Terroristentöter entspannen können? Schließlich lauern da ja auch überall Terroristen, diesmal sogar wirklich. Und wenn man seinen Job dort nicht bis zur Deadline erledigt hat, bustet einem sein Boss sogar eine Cap in den Ass.

Wenn man von dem ganzen Scheiß mal wieder die Schnauze voll hat, dann wünscht man sich man könnte in eine andere Welt entkommen. In eine Welt wo immer die Sonne scheint und wo aus dem Radio nur glückliche Musik kommt. Eine Welt die nur aus Nationalparks und Stränden besteht und in der die Kornfelder immer golden glänzen. Ein Land in dem tausend Sternschnuppen die Nacht erhellen. Eine Welt in der man nicht nur einen Ferrari hat, sondern gleich mehrere. Eine Welt in der nicht nur eine attraktive Frau auf dem Beifahrersitz sitzt, sondern sogar eine die sich nicht beschwert wenn man zu schnell fährt, ja einem für so ein Verhalten gar Herzchen zuwirft. Eine Welt in der Mexiko direkt hinter den Niagarafällen liegt und die Osterinseln per Autobahn erreichbar sind. Eine Welt in der man mit 300 Sachen über die Golden Gate Brücke rasen kann und es keinen stört. Eine Welt in der man sich auch freut, wenn man mal nur Vierter wird.

Mit anderen Worten, eine Welt die entspannt und einem ein Lächeln auf die Lippen zaubert kann.

Diese Welt könnt ihr jetzt kaufen. Ihr Name ist “Outrun 2006 - Coast 2 Coast”, oder, wenn das Oblivion Übersetzungteam die deutsche Version gemacht haben sollte, “Auslauf 2006 - Küste Zwei Küste”. Wenn ihr dann in dieser Welt seid, könntet ihr euch theoretisch darüber ärgern, dass es sich dabei um einen extrem schlichten Arcaderacer mit archaischem Spieldesign handelt. Oder darüber, dass es auch auf der XBox ziemlich heftig pixelt. Aber das werdet ihr nicht tun.

Denn dafür werdet ihr viel zu entspannt sein.

Im Land der verschollenen Spiele - Teil 2

Freitag, März 31st, 2006

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(Teil 1)

Gestern abend hat ein Leser angefragt, wo es denn wohl Stella Deus zu kaufen gäbe. Zur Erinnerung, Stella Deus: The Gate of Eternity ist ein strategisches Japan-Rollenspiel für die PS2 im Stil von Vandal Hearts, mit schicker Grafik und solidem Kampfsystem. Letzten Freitag ist es endlich in Europa erschienen, was aber wohl in dem Trubel um die Veröffentlichung von Oblivion untergegangen ist. Erfreuliche Nachricht am Rande: im Gegensatz zu Atelier Iris hat Stella Deus wohl einen 60 Hz Modus, so dass dem Balken- und ruckelfreien Spielgenuss nichts im Wege steht. Gute Arbeit, 505 Game Street.

Jetzt aber zurück zur ursprünglichen Frage: die PAL-Version von Stella Deus gibt es zum Beispiel bei

Play.com (40€)
oder Video&Game (38€)

Auch hier sollte man wohl nicht zu lange mit dem Kauf warten, da das Spiel mit Sicherheit nur in einer kleinen Auflage ausgeliefert wurde.

Hardcore Downhill

Donnerstag, März 30th, 2006

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Lange nix mehr geschrieben, mmh… also gut. Grandia III ist scheisse! Aber mal so richtig. Ich habe ja letztens schon mal meine ersten Eindrücke geschildert, und inzwischen habe ich das Spiel auch durchgespielt. Was für ein Machwerk. Ja ja ich weiss, Metacritic sagt “generally favorable reviews“, aber ein japanisches Rollenspiel müsste schon die Mutter des Testers erschossen haben, um eine Wertung von unter 70% zu bekommen. Was wohl zum Teil am fackeltragenden Fanmob liegt, den man ansonsten vor dem Redaktionsgebäude stehen hätte.

Na was ist denn nun so schlimm an Grandia III? Ganz einfach, es ist Grandia für Doofe. Teil eins hatte prima Charaktere, prima Dialoge, eine prima Story und ein hervorragendes Kampfsystem. Der zweite Teil hat prima Charaktere, prima Dialoge und ein hervorragendes Kampfsystem. Der Hack&Slay-Ableger Grandia Xtreme hat ein hervorragendes Kampfsystem. Grandia III hat ein gutes Kampfsystem, minus einiger wichtiger Optionen aus den früheren Spielen. Um mal einen Freund zu zitieren, dem ich neulich wortlos das Pad in die Hand drückte: “Wie zum Henker kann ich ausweichen?” Gar nicht, die Funktion wurde gestrichen. Dafür kann man jetzt Air Combos ausführen. Oh, toll, nutzloses Blendwerk. Apropos Augenwischerei, Magie und Special Moves spielen eine wesentlich grössere Rolle als in den vorigen Teilen, wahrscheinlich um mit flotten Kamerafahrten und bunten Lichteffekten von den spielerischen Mängeln abzulenken.

Die Story taugt genauso wenig. Ich habe selten so einen lieblosen Rotz aus Jahrzehnte alten Klischees und schmalztriefendem Pathos gesehen. Dagegen wirkt Dragon Quest VIII geradezu jugendlich frisch, und das Spiel ist 1986 in eine Stasiskammer geklettert. Sämtliche Charaktere haben weniger Tiefe als Parappa the Rapper, meine Gegner kommen samt und sonders ohne Hintergrundgeschichte und Motivation aus und die Dialoge führen bei mir zu knatterndem Brechdurchfall. Mal ehrlich, wer möchte schon gegen einen Boss kämpfen, von dem man lediglich weiss, dass er wohl von irgendwoher den Endgegner kennt? Ich nicht. Das Beste ist: ich habe mal die Credits verfolgt, Grandia III hat sage und schreibe fünf Script Writer. Fünf! Und die produzieren so einen sinn- und planlosen Müll. Unglaublich.

Mit zwei zugedrückten Augen will ich dem Spiel mal zugute halten, dass es immerhin “funktioniert”. Es ist kein unspielbarer Schrott wie etwa .hack//infection, und immerhin ist das Kampfsystem selbst mit den genannten Einschränkungen noch sehr kurzweilig. Dennoch, mit Teil 3 hat GameArts den Karren endgültig vor die Wand gefahren. Wer noch nie ein Grandia gespielt hat, kann es von mir aus mal ausprobieren, manchen Leuten soll es ja trotz allem gefallen haben. Idealerweise sollte man anschliessend allerdings Grandia 2 auf dem Dreamcast und zum Schluss Grandia auf der Playstation spielen, die Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Teilen sind wirklich erschreckend. So, für mich ist die Serie erstmal gestorben.

Ich geb’s auf…

Donnerstag, März 30th, 2006

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Aus einem Eurogamer Interview mit dem Produzenten des Scarface-Spiels:

Using the left and right analog sticks, you can aim the reticule precisely - aiming for the head or kneecap, for example. In fact, according to producer Cam Weber, “You can actually target the left or right testicle.” Which brings us neatly to the reward you’ll receive for your efforts - ‘Balls Points’. Collect enough and your Balls Meter will fill up to the point where Tony goes into a Blind Rage, unleashing all manner of violent destruction on anything that gets in his way.

Sie haben tausende von Jahren menschlicher Kulturgeschichte und die ganzen Möglichkeiten eines aufregenden neuen Mediums zur Vergügung und das einzige was ihnen einfällt ist mir die Wahl zu geben, ob ich meinen Gegnern den linken oder rechten Hoden wegschießen möchte? Tja, diese schwerwiegende Entscheidung kann ich natürlich erst treffen, wenn ich weiß für welchen Hoden ich mehr “Balls Points” bekomme.

Wisst ihr was? Die Innenminister der CDU haben doch recht. Am besten wir verbieten den ganzen Scheiß. Dann muss ich mich wenigstens nicht mehr so viel aufregen.

Stäbchenspiele

Donnerstag, März 30th, 2006

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Ich musste mit meinem DS dieses Jahr eine Lektion lernen. Diese Lektion lautet “keine Spiele kaufen, die den Touchscreen nicht nutzen”. Aus irgendeinem Grund habe ich nämlich mit meinem DS einen Riesenspaß, solange hinten ein Spiel drin steckt, was die Verwendung des Stylus verlangt, aber mit allen anderen Spiele erzeugt das Gerät bei mir akute Langeweile.

Drei solcher Spiele habe ich bisher gekauft und war irgendwie jedes Mal enttäuscht. Phoenix Wright klang zum Beispiel auf dem Papier wirklich toll. Eine Anwaltssimulation mit viel Humor, wo man “Einspruch” rufen darf und die im Kern ein klassisches Adventure ist. Leider ist das Spiel trotz eines recht positiven ersten Eindrucks dann doch erschreckend öde gewesen. Gerade außerhalb des Gerichtssaales ist es bloß ein ätzendes Dauerklicken. Alle Orte besuchen, dort alle Leute anquatschen und alles auf dem Bildschirm einmal anklicken. Wehe man übersieht was, dann geht es nämlich nicht weiter. Im Gerichtssaal gewinnt das Spiel etwas an Tempo, aber auch hier muss man eigentlich bloß bei jedem Satz einmal nachhaken und auf alle gestellten Fragen mit ja antworten. Das einzige was bei Phoenix Wright überhaupt einem Spiel nahe kommt, also echte Interaktion bietet, ist das Finden von Widersprüchen in Zeugenaussagen. Das ist eigentlich eine ziemlich gute Idee. Wenn ein Zeuge etwas sagt, was nicht stimmen kann, dann hält man ihm einfach das passende Beweisstück unter die Nase. Dummerweise ist die Lösung meist so offensichtlich, dass kein richtiger Spaß aufkommt.

Das zweite stylusfreie Spiel das ich mir gekauft habe ist Sonic Rush. Auch hier war der erste Eindruck sehr gut. Es ist bunt, es ist schnell, es macht blingblingblingbling! und baut launige 3D-Elemente in sein klassisches 2D-Gameplay ein. Tatsächlich ist Sonic Rush auch das beste Sonic Spiel seit Ewigkeiten. Aber trotzdem kommt man nicht um die Tatsache herum, dass das grundlegende Spieldesign einfach kaputt ist. Gewinnen kann man eigentlich nur, wenn man den Level auswendig lernt oder viel Glück hat. Ich hatte eine Weile Spaß an dem Spiel, aber ich fürchte ich werde es trotzdem nie durchspielen.

Und schließlich haben wir da noch Partners in Time. Das ist so ein Spiel, das ich wirklich lieben wollte. Es hat auch wirklich viele liebenswerte Elemente. Stuffwell ist zum Beispiel cool. (Stuffwell ist ein laufender Koffer der so eine Mischung aus Inventar und tragbarem Tutorial darstellt und sehr komisch redet.) Die L33T HAMM3R BROZ. haben mir auch ein Schmunzeln entlocken können. Und schließlich ist das Kampfsystem eine ziemlich gelungene Mischung aus den rundenbasierten Kämpfen japanischer Rollenspiele und den klassischen “Spring dem Monster auf dem Kopf”-Geschicklichkeitselemente der Mario Reihe. Aber trotzdem…Stefan hatte recht. Ein Rollenspiel mit Mario ist irgendwie doof. Es gibt keinen nennenswerten Plot. Die Dialoge sind witzig, aber irgendwie nicht witzig genug. Es ist kein schlechtes Spiel, aber es reißt mich einfach nicht mit. Egal wie viel Mühe ich mir gebe. Nach sieben Stunden Spielzeit bin ich knapp davor aufzugeben.

Also, Lektion gelernt. Hier werden erstmal keine Spiele mehr fürs DS angeschafft, bei denen der Stylus in seinem Loch bleibt. Als nächstes kaufe ich mir Rub Rabbits. Dann kann endlich wieder gerieben und gerubbelt und geblasen werden bis…Moment. Das kommt jetzt irgendwie falsch rüber.

Aber ihr wisst schon was ich meine.

Zurück in die Arena

Montag, März 27th, 2006

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So ungefähr 1992 beschloss der bis dahin hauptsächlich durch Sportspiele wie die Wayne Gretzky Reihe und einige Terminator-Actionspiele bekannte Spieleentwickler Bethesda, ein Fantasyspiel zu machen. In diesem Spiel sollte sich der Spieler durch diverse Arenen kämpfen müssen, bis er am Schluss gegen den mächtigen Kampfmagier Jaga Tharn antreten durfte. Inspiriert durch Spiele wie “Ultima Underworld“ und “Legends of Valour“ sowie den Rutger Hauer Film “The Blood of Heroes“ sollte das Spiel eine Ich-Perspektive haben, in richtigem 3D laufen und einige Rollenspielelemente bekommen.

Am Ende der Entwicklung schauten alle überrascht auf und mussten feststellen, dass sie ein episches Rollenspiel gemacht hatten. Ganz ohne irgendwelche Arenakämpfe. Nur der Endgegner hieß immer noch Jaga Tharn.

Das Ganze stellte sich als etwas problematisch heraus, denn es war schon Werbung und sogar Packungen mit dem Namen “The Arena” gedruckt worden. Also dachte man sich schnell eine Ausrede aus (”Äh, das Leben in der Welt von Tamriel ist so hart geworden, dass die Bewohner ihr Land inzwischen einfach ‘Die Arena’ nennen.”) und schrieb noch “The Elder Scrolls” drunter, damit es rollenspieliger klang. Beides wurde noch flott in den Text des Vorspanns übernommen und alles war gut.

Na ja, nicht alles. Denn dummerweise hatte Publisher U.S. Gold mit einem Actionspiel gerechnet und nun guckte man dort etwas komisch aus der Wäsche, als einem von Bethesda eine handvoll Disketten mit einem Rollenspiel in die Hand gedrückt wurden. Man war eindeutig not amused und beschloss sich die beeindruckende Menge von 3000 Exemplaren herzustellen.

Bei Bethesda war man sich deshalb inzwischen relativ sicher, dass man die Firma ruiniert hatte. Glücklicherweise war das Spiel verdammt gut, hörte einfach nicht auf sich zu verkaufen und entwickelte sich zu einem Kult-Hit. Die Elder Scrolls Reihe war geboren. Der letzte Teil ging lässige vier Millionen Mal über die Ladentheke und die neueste Ausgabe namens “Oblivion“ ist der erste große Titel des Jahres 2006.

Da ich dummerweise nicht die Hardware habe dieses neue Spiel zu spielen, dachte ich mir ich gehe mal zu den Anfängen der Reihe zurück und schaue was Arena heutzutage noch taugt.

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Morrowind!

Samstag, März 25th, 2006

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Da ich mich erstmal gegen den Spontankauf einer 360 entschieden habe, und Oblivion somit erstmal eine ganze Weile warten muss, habe ich meine Collector’s Edition von Morrowind wieder aus dem Schrank geholt. Mir ist nämlich aufgefallen, dass es dafür ja inzwischen eine ganze Menge von Mods geben müsste. Die offiziellen Erweiterungen ja wohl leider eher etwas gurkig gewesen und ch habe sie ehrlich gesagt nicht gespielt, weil sie wohl sie Add-ins waren, ich meinen Charakter nicht mehr hatte und keine Charaktere mitgeliefert wurden, mit denen man den neuen Content direkt hätte spielen können. Also wäre es nötig gewesen erstmal drei Abende hüpfend Cliffracer zu vermöbeln, um in den Genuss der neuen Inhalte zu kommen. Nein, danke.

Wenn also jemand Tipps für tolle Morrowind Mods hat, dann solle er sich doch mal bitte in den Kommentaren zu Wort melden. Ich suche dabei allerdings eher nichts, was ein erneutes Durchspielen des Spiels erfordert. Ideal wäre natürlich eine tolle Total Conversion, aber ich vermute mal von denen ist wie üblich keine einzige fertig geworden. Vielleicht gibt es irgendwelche coolen Questlines, die man auch als Anfängercharakter spielen kann, oder so? Überrascht mich! Und wenn ich was finden sollte, werde ich mich auch melden.

Und zum Schluß noch ein paar meiner alten Screenhots von Morrowind. Vorgestern hat nämlich jemand gesagt, dass Oblivion quasi Morrowind in schön wäre und dem möchte ich doch vehement widersprechen. Morrowind war nämlich auch sehr schön. Ist es sogar heute noch. Beweise siehe unten.

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Gestern beim Saturn. Und heute beim Karstadt.

Freitag, März 24th, 2006

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Ich war mal wieder in den Spieleabteilungen von Saturn und Karstadt und habe dabei folgende Beobachtungen gemacht.

  • Zunächst mal gibt es keine 360 Flaute mehr. Sowohl bei Saturn, als auch bei Karstadt stehen die Premium System stapelweise rum.
  • Ich habe bei Saturn Oblivion in die Hand genommen, mich vor den Stapel mit den 360s gestellt und fünf Minuten gewartet. Leider ist nichts passiert, also bin ich ohne was zu kaufen wieder gegangen. Ich schätze ich warte einfach ein paar Monate.
  • Der Saturn in Münster hat jetzt übrigens ein Bücherregal. Nicht nur nur mit Lösungsbüchern (das Oblivion Lösungsbuch macht durchaus was her), sondern auch mit Romanen zu Spielen wie Splinter Cell und Diablo usw. Ich wette die sie alle absolut furchtbar.
  • Warum hat Nintendo sich eigentlich die Mühe gemacht einen guten deutschen Titel für Partners in Time zu finden, den dann aber nicht auf die Packung geschrieben? Im Eingangsbereich vom Saturn ist der DS-Demo Stand seit einiger Zeit im “Zusammen durch die Zeit”-Look, aber das eigentliche Spiel wird hier mit einem “Partners in Time” Cover verkauft. Wollen die die Kunden absichtlich verwirren?
  • Braucht noch jemand Grandia 2 oder Turok Evolution oder Half-Life? Karstadt in Münster hat davon nämlich jeweils ca. 100 Stück rumliegen. Jeweils für 2€. Irgendwie habe ich noch keinen Laden gesehen, der nicht zu irgendeinem Zeitpunkt Turok Evolution zum Ramschpreis rausgeworfen hat. 2€ ist allerdings sicher der Negativrekord. Davon muss wohl damals jeder Einkäufer eine riesige Menge genommen haben. Dabei wird das Spiel nicht mal durch die Dinosaurier wesentlich aufgewertet.
  • Für den PC gibt es Oblivion übrigens für unter 40€. Das ist geradezu lächerlich günstig, insbesondere im Vergleich mit der 360 Version. Allerdings scheint niemand die Collector’s Edition zu haben, egal für welches System. Schon überall ausverkauft?
  • Bei Karstadt hatten sie Oblivion im Demosystem stecken! Bei Saturn ein ziemlich langweiliges Spiel namens “No connection, please check cable.”. Karstadt FTW! Ich habe natürlich gleich gespielt und war vom Anfangsdungeon erstaunlich angetan,vor allem wenn man bedenkt dass es ein schrecklich klassisches Kellergemäuer war und ich Ratten vermöbeln musste. Als Service für die Allgemeinheit habe ich das Anfangsdungeon übrigens durchgespielt und dann gespeichert. Somit kann sich jetzt jeder bei Karstadt einen Eindruck von der Oberwelt machen. Ich muss allerdings auch sagen, dass sie bei der Oberwelt die Bodentexturen in der Distanz komplett vergurkt haben. Das trübt den Gesamteindruck doch erheblich. Ist das bei der PC Version besser?

Verspecct

Donnerstag, März 23rd, 2006

Verspecct

Eigentlich wollte ich ja erst etwas zu Oblivion schreiben, nachdem ich einige Stunden gemütlich mit den Quests der Hauptstory verbracht hatte. Wie ich eben in einem Moment der Eingebung (”Bereite dich auf ein knusprig gebratenes Schicksal vor elende Wolfstöle! Moment, da fehlt doch das Blau in der blauen Leiste.”) realisieren durfte, wird sich dies allerdings etwas verzögern.

Oblivion ist zwar ein sehr non-lineares Spielerlebnis, bietet aber anscheinend auch schon im Tutorial gerne den Strick für ein kräftiges “verspeccen” seines Charakters an. Mit der Wahl des Sternzeichens sollte der noch junge Vertreter seiner Klasse eine bessere Überlebenschance im Kampf mit den ansässigen Abwasserkanalratten erhalten. So habe ich für meinen Magier das Sternzeichen “The Astronach” gewählt, das durch Absorption gegnerischer Magika die eigenen Reserven auffüllen sollte.

Der Haken an der Sache: Die natürliche Regeneration von Magika wird dadurch effektiv zu 100% gestoppt.

Leider erweist sich gerade anfangs das Unterfangen gegnerische Feuerbälle zu absorbieren als eine sehr unsichere Methode zur Energierückgewinnung.

Ergo: Neustart, neuer Charakter nach 3h Spielzeit. Ich schätze ich nutze die Chance einem Freund nochmal das Tutorial zu zeigen.

27th of Letzter Samen

Donnerstag, März 23rd, 2006

Der  erste Feuerball über den sich der Gegner freut.

Erinnert sich noch jemand an den sächselnden Zwerg in Baldur’s Gate? Das war das letzte mal, dass ich ein Spiel mit deutscher “Übersetzung” gekauft habe. Irgendwie hatte ich mir gedacht, dass in der Zwischenzeit die deutschen Versionen von Spielen einen Qualitätssprung gemacht hätten. Aber Oblivion zeigt wohl eindeutig, dass dies nicht der Fall ist. Dieses Boxenstopp-Video der Gamestar lässt mich jedenfalls verzweifeln.

Zunächst mal ist die Übersetzung der Texte in Oblivion wirklich unter aller Sau. Mal ganz abgesehen davon, dass ein stinknormaler Heiltrank in der deutschen Version des Spiels wohl “Schw.Tr.d.Le.en.-W.” heißt, haben sie auch sonst geschlampt und den Heilzauber einfach mal Feuerball genannt. Wenn sie die Übersetzung also mal richtig hinbekommen haben, dann wurde das mit einer falschen Zuordnung der Begriffe “korrigiert”.

Das ist allerdings nicht das, was mich zur Verzweiflung getrieben hat. Richtig entsetzt war ich erst, als ich die deutschen Sprecher in Aktion erleben musste. Denn dieser Teil des Spiels wurde von der Gamestar als “deutlich besser gelungen” und “größtenteils professionell” bezeichnet.

Das kann ich nicht bestätigen. Zunächst mal intonieren die Sprecher so, als hätten sie eine doppelte Portion Valium gefrühstückt. Da wird nicht geschauspielert, da wird einfach nur ein Text vorgelesen. Und zwar so emotionslos wie möglich. Es ist ziemlich klar, dass da einfach ein Satz nach dem anderen abgearbeitet wurde, ohne dass den Sprechern oder dem Regisseur auch nur ansatzweise klar war, welche Charaktere sie da sprechen oder gar in welcher Situation sich diese Charaktere gerade befinden. Für jeden Satz wird neu angesetzt und zum Teil ist die Intonation zwischen zwei Sätzen einer Person völlig unterschiedlich. Auch technisch ist es mies gemacht, denn die Lautstärke der Sätze schwankt gerne mal erheblich.

Zudem sind die Texte selber auch gerne mal völlig falsch übersetzt. So sagt der Kaiser zum Beispiel “Götter verleihen mir Kraft!”. Da der Sprecher des Kaisers der einzige ist, der sich noch halbwegs Mühe gegeben hat, kommt der Satz dann auch so rüber als würde der Kaiser gerade einen Haufen Kraft von den Göttern bekommen.

Dummerweise macht das in der Situation aber überhaupt keinen Sinn, denn im Original wird es wohl “Gods grant me strength!” geheißen haben. Und technisch gesehen ist „Götter verleihen muir Kraft!“ natürlich eine korrekte Übersetzung. Was der Kaiser aber in Wirklichkeit sagen möchte, ist dass er die Götter um Kraft anfleht. Er ist nämlich gerade auf der Flucht und es geht ihm nicht so gut. Die korrekte Übersetzung wäre also gewesen: “Götter gebt mir Kraft!”.

Wenn so was also allgemein als brauchbare Übersetzung durchgeht, dann bin ich ganz froh, dass ich fast alles importiere. Das mit dem Importieren kann allerdings manchmal auch ganz schön nerven. Und häufig ist es auch völlig unnötig, denn viele Spiele enthalten - wie bei DVDs - nicht nur die deutsche, sondern auch die Originalversion. Einfach die Sprache der Konsole umstellen oder bei der Installation “Englisch” auswählen und alles wird gut.

Das geht allerdings nicht immer. Bei Oblivion zum Beispiel hat man Pech. Da hat nur eine Sprachversion auf die DVD gepasst und man muss sich mit einem Schw.Tr.d.Le.en.-W.-Trank heilen.

Darum folgende Bitte an die Spielebranche: Ist es so schwer auf die Packung zu schreiben “Komplett in Deutsch! (und auch in Englisch, wenn du magst)”? Bei DVDs ist das doch auch üblich. Da gibt es unten ein kleines Kästchen mit den technischen Spezifikationen und bei den Tonspuren steht dabei in welcher Sprache sie sind und welche Untertitel es gibt. Ihr habt diese Kästchen doch auch! Bei der Xbox steht dabei, ob das Spiel Progessive Scan und Live unterstützt und beim PC nennt sich das ganze Systemanforderungen. Was hält euch davon ab, da noch eben mal die Sprachen dazu zu schreiben? Wenn ihr clever sei, dann tut ihr euch zusammen und macht überall das gleiche Kästchen drauf. Dann kommt garantiert keine Verwirrung mehr auf.

Oder wie wäre es, wenn jemand mal eine Internetseite für so was baut? Ein kleine Datenbank für alle Spiele, wo die Besucher einerseits die Qualität der Übersetzung bewerten und andererseits nachschauen können, welche Sprachversionen in Deutschland mitgeliefert werden. Vielleicht kann man sogar angeben wie schwer das Englisch, Japanisch, etc. der Originalversion ist. Dann können auch Leute die der entsprechenden Sprache nicht ganz so mächtig sind entscheiden, ob sie den Import wagen wollen. Das kann ja gerade bei Spielen die hierzulande erst in ein paar Monaten rauskommen sehr nützlich sein.

Na? Fühlt sich jemand motiviert so was zu machen? Dann würde ich meine Spiele vielleicht auch wieder häufiger beim Saturn kaufen, anstatt in Kanada.

Danke.

Update: Wer die deutsche PC Version von Oblivion kann sich inzwischen übrigens ein Plugin herunterladen, dass die Probleme mit der Übersetzung beheben soll. Ich kann die Qualität dieses Fanprojektes nicht beurteilen, da ich die englische Version habe, aber schlechter werden sie es kaum gemacht haben. Danke an Dirk für den Tipp.

Frühlingsgefühle

Mittwoch, März 22nd, 2006

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Oh Mann. Ich will Oblivion spielen. Es ist schon verdammt lange her, dass ich so dringend das Bedürfnis verspürt habe ein Spiel zu spielen. Einerseits ist das ein tolles Gefühl, denn irgendwo zwischen Gangsterhomies, Tom Clancy-Kacke und Electronic Arts kann es manchmal arg schwer werden noch echte Begeisterung für sein Hobby zu entwickeln.

Andererseits weiß ich aber auch woher dieses dringende Bedürfnis kommt. Dummerweise ist der Mensch nämlich so gepolt, dass er immer das am meisten begehrt, was er gerade nicht haben kann. Und Oblivion kann ich gerade nicht haben. Ich bin nicht im Besitz einer 360 und mein PC ist so alt, dass er nur noch durch massiven Einsatz von Kaugummi und purer Willenskraft am Leben bleibt.

Bis auf die Grafikkarte erfüllt er zwar so gerade eben die Minimalanforderungen für das Spiel, aber eben auch nur bis auf die Grafikkarte. Mit einer 64MB GeForce 4 weigert sich das Spiel wohl einfach zu laufen.

Also was mache ich jetzt? Option a) wäre meine Grafikkarte zu ersetzen (sagen wir mal mit einer 6600GT oder so). Finanziell gesehen wäre das ausgesprochen machbar, denn so eine Karte kostet nur knapp 140€. Allerdings habe ich keine Möglichkeit raus zu finden, ob das Spiel auf dem System dann auch nur halbwegs vernünftig laufen würde. Mein treuer Athlon 2000XP könnte da doch einen ziemlichen Flaschenhals darstellen.

Option b) wäre der Kauf eines komplett neuen PCs. Das ist nach dem Monitorkauf im Moment einfach nicht drin. Option b) fällt also flach.

Dann ist da Option c). Vor der habe ich am meisten Angst. Denn die lautet “Kauf einer 360″. Angst habe ich davor, weil das wirklich passieren könnte. Dabei ist es eigentlich noch viel zu früh dafür. Der Plan war ursprünglich mindestens bis zum Herbst zu warten. Und auch wenn es finanziell möglich wäre, möchte ich doch eigentlich das Geld im Moment viel lieber sparen. Zumal ich ganz sicher nicht die verkrüppelte Coreversion kaufen werde und sie für das VGA-Kabel wahrscheinlich einen echten Mondpreis verlangen werden.

Bleibt noch Option d): Operation Willenskraft. Willenskraft, hmm, was war das doch gleich? Mal ernsthaft, ich bin echt ziemlich überrascht von der Stärke meines “Muss Oblivion spielen!”-Triebes. Vielleicht hatte ich das schon so lange nicht mehr, weil ich bis vor kurzem jedes Videospielsystem der Welt hatte? Egal welches Spiel ich wollte, ich konnte es haben. Ich fühle mich hier fast in meine Jugend zurück versetzt, wo PC Upgrades noch viel häufiger kamen und es wesentlich schwieriger war an Spiele ranzukommen, sei es weil der Schulhof eine wesentlich langsamere Form der Softwaredistribution war, oder weil der Preis eines Spiels damals doch die monatlichen Einkünfte zum Teil nicht unerheblich überschritten hat.

Aber irgendwie gefällt mir Option d) sogar ein bisschen, denn wenn ich ehrlich sein soll, ist dieses Gefühl gar nicht so schlecht. Gab es nicht sogar einen Namen dafür?

Hmmm. Genau! Vorfreude!

Vorfreude hatte ich schon verdammt lange nicht mehr, zumindest was Spiele (oder auch Kino) anbelangt. Vielleicht sollte ich mich einfach ein paar Wochen entspannt zurücklehnen, mir die Oblivion-Geschichten anderer Leute anhören und einfach meine Vorfreude genießen. Dann habe ich auch genug Zeit heraus zu finden, welche Version besser ist und ob das Spiel auf meinem PC mit neuer Grafikkarte noch akzeptabel laufen würde. Vielleicht kaufe ich mir sogar die CE von Oblivion und stelle sie mir als Vorfreudeverstärker ins Regal.

Wisst ihr was? Mir gefällt Option d) eigentlich ganz gut. Jetzt muss ich nur noch sicherstellen, dass ich in den nächsten Tagen nicht an einem Saturn vorbei komme. Das ist übrigens leichter gesagt als getan, denn ich muss jetzt zur Arbeit. Und auf dem Weg dorthin liegt was?

Genau, ein Saturn. Wünscht mir Glück.

Durchgeblättert

Sonntag, März 19th, 2006

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Ist euch das auch schon passiert? Ihr steht im Supermarkt an der Kasse und stellt fest, dass ihr kein Bargeld dabei habt. Normalerweise keine Thema. Schließlich hat man diverse Plastikkarten im Gepäck. Aber was, wenn man nur eben schnell eine Gurke und drei Tomaten für den Salat mitnehmen wollte und neben der Kasse eine Schild mit der Aufschrift „Kartenzahlung erst ab 5€“ prangt?

Dann schaut man sich ganz schnell nach etwas um, womit man seinen Gesamtpreis über diese magische 5€-Grenze treiben kann. Und was ist geschickt neben der Kasse platziert? Genau, die Schnapsfläschchen das Regal mit den Zeitschriften.

Also habe ich mir nochmal eine GEE gekauft. Nachdem der letzte Versuch dank “Waffenporno“-Cover und akutem EA-in-den-Arsch-kriechens nicht so gut gelaufen war, hatte ich das Magazin ja schon fast abgeschrieben. Aber Gurke sei Dank, bekommt es jetzt eben eine zweite Chance. Seid Live dabei, während ich die neue GEE durchblättere!

Die Aufmachung der Zeitschrift ist übrigens immer noch recht gefällig. Diesmal in knallrot und mit Lara Croft drauf. Nicht sonderlich originell, aber ihr Comebackversuch ist sicherlich das interessanteste was diesen Monat passieren wird. Gut gefällt mir, dass auf der Rückseite keine Werbung drauf ist. Ich weiß nicht wieso, aber auch haptisch ist Heft sehr angenehm und hinterlässt insgesamt ein sehr hochwertiges Gefühl. So was lasse ich durchaus auf dem Tisch liegen, ohne mich dafür schämen zu müssen.

Seite 1: Zigarettenwerbung. Unschön, aber von irgendwas müssen die bei der GEE ja auch leben. EA kann schließlich nicht jeden Monat eine doppelseitige Anzeige kaufen.

Sie haben übrigens die DVD weggelassen. Zitat: “Es gab gute GEE-DVDs und nicht so gute GEE-DVDs”. Die vom letzten Monat war dann wohl eine der nicht so guten.

Seite 9: Nintendo bringt offensichtlich eine neue Version des DS raus! Im PCX-Forum würde man dazu so was sagen wie “Jesus Christus geboren!” oder “Hannibal überquert die Alpen!”. Auf manche Dinge sollte ein Printmagazin halt einfach verzichten. Insbesondere wenn es sich an Leute wendet, die von dem Thema schon einen Hauch Ahnung haben und diese aufregende Neuigkeit schon seit Wochen wissen.

Seite 12: Top Gear, die beste Autosendung der Welt, wird erwähnt. Das gibt Bonuspunkte. Auch wenn der Gran Turismo Film aus der letzten Staffel schon vor längerer Zeit als Video-Meme durchs Netz geisterte.

Seite 19: Kleiner Bericht über Cooking Mama. Ob da jemand Antigames liest?

Seite 21: Interview Keith Schofield. Kein sonderlich toll geführtes, aber die Richtung stimmt.

Seite 26ff: Tomb Raider Coverstory. Noch keine Zeit gehabt die zu lesen. Leider kann man sich den Hinweis auf die alte Nudepatch-Nummer nicht verkneifen. Inklusive Screenshot. Aus den Screenshots ohne entblößte Boobies kann man jedenfalls entnehmen, dass sich Lara in dem Spiel häufiger mal umzieht. Xanthia lässt grüßen.

Seite 36: Interview mit einer CDU-Politikerin über die “Killerspiel”-Debatte. Na ja, Debatte kann man es nicht nennen, denn anscheinend sind CDU-Politiker zwar fröhlich bereit alles zu verbieten, was nicht bei zwei auf den Bäumen ist, aber wesentlich weniger fröhlich dazu bereit solche Verbotsforderung auch öffentlich zu verteidigen. Die Suche nach einem Gesprächpartner hat sich jedenfalls wohl als arg schwierig herausgestellt. Lesen werde ich das Interview später. Habe gerade keine Lust mich aufzuregen.

Seite 41ff: Tolle Reportage über Online-Shooter mit WW2-Thematik und wie der unkritische und kontextfrei Umgang der Entwickler mit diesem Szenario von braunem Gesocks als Rekrutierungsmittel missbraucht wird. Darüber wollte ich selber mal was schreiben. Hat sich jetzt wohl erledigt. Freut mich ehrlich gesagt aber, denn von so was will ich mehr sehen! Schade nur, dass man sich nicht getraut hat auch mal ein paar Spieleentwickler mit solchen Sachen zu konfrontieren. Das dürfen die Redakteure diverser Zeitschriften übrigens ruhig als Aufforderung verstehen. Wenn ihr das nächste Mal die Entwickler von Medal of Brothers in Duty seht, dann fragt sie doch mal ausnahmsweise nicht nach ihrem geilen Bump-Mapping, sondern hakt mal nach warum sie da so unkritische Heldenverehrung betreiben.

Seiten 74 bis 86: Ganze 12 Seiten hat die GEE für Spielekritiken übrig. Und eigentlich kann man das auch nicht wirklich Spielekritiken nennen, was die da so schreiben. Es handelt sich dabei eher um nette kleine Reflektionen über die einzelnen Titel. Bei einer Kaufentscheidung hilft das alles wenig. Wer hier Wertungskästen oder überhaupt eine Wertung sucht, der hat sich geschnitten. Stört mich überhaupt nicht, ich weiß ja sowieso schon was ich will und was ich lieber liegen lasse. Trotzdem kann man da auch Gunnar Lotts Verteidigung der “Stiftung Warentest”-Methode verstehen lernen. Ein bisschen Wertung darf es für viele Leute dann sicher doch sein. Mir gefällt’s aber.

Seite 88f: DVD Reviews. Brauche ich das in einer Spielezeitschrift? Nö.

Seite 90f: Musik Reviews. Brauche ich das in einer Spielezeitschrift? Nö.

Seite 93: Ein Mofa Review. Brauche ich das in einer…na, ihr wisst schon.

Uuuund Schluss. Mal sehen wie brauchbar die Lara Titelstory und das Interview mit der CDU-Frau ist, aber trotz Mofa-Review gefällt mir das Heft im Großen und Ganzen sehr gut. Dem durchschnittlichen Prozentpunkteverteilermagazinleser würde jedenfalls glatt der Kopf explodieren, wenn er da reinschauen würde.

Schön.

GurgelgurgelGURGEL!!

Samstag, März 18th, 2006

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Wenn ihr eine Stunde eurer Zeit loswerden wollt, dann werft mal einen Blick auf Murloc - Das Rollenspiel. Ihr habt richtig gelesen. Murloc - Das Rollenspiel. Jeder der WoW spielt oder gespielt hat, wird Murlocs entweder lieben oder hassen. Ich persönlich liebe sie ja, und jetzt kann ich endlich selber einen spielen. Tatsächlich handelt es sich dabei um ein komplettes kleines Rollenspiel mit richtiger Geschichte, jeder Menge Quests, Skills, und allem was sonst noch so dazugehört. In Flash. Und 2,5D-Grafik, die gnadenlos aus WoW geklaut wurde.

Einfach super. Das einzige was fehlt ist ein Knopf mit dem man “Gurgelgurgelgurgel!” rufen kann. Aber vielleicht kommt der ja im zweiten Teil.

Ein guter Tag für Sammler

Freitag, März 17th, 2006

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Meine Empfehlung des Tages: Atelier Iris - Eternal Mana. Ein wunderbar charmantes, Sprite-basiertes Rollenspiel mit erstaunlich viel Tiefgang und tonnenweise Slapstick-Humor. Wie üblich wird es in Europa total floppen und Mitte nächsten Jahres zum doppelten Preis bei Ebay verhökert werden. Aber immerhin wird kein Antigames-Leser behaupten können, er hätte es nicht vorher gewusst. Da ich mich anderswo schon genug über das Spiel ausgelassen habe (grässliche Rechtschreibfehler inklusive), lasse ich jetzt lieber die professionellen Kritiker zu Wort kommen.

Even when padded with so many routine elements, RPG players will probably enjoy Atelier Iris: Eternal Mana, and why not? What seems routine to a non-fan is just genre convention to an insider. - G4 TV

Patience with Atelier Iris, however, comes with its own rewards as the game manages to open up in more creative ways (besides the mastery of the simple but solid fighting system) once you begin amassing Mana and mana. - games(TM)

The game’s inimitable character bursts at the seams of what was clearly a limited budget. There is none of SquareSoft’s dull-eyed cinematic waste here, which will no doubt alienate swarms of both genre fans and critics. But the charm of the title coupled with its breathtaking breadth and depth will win over more discerning gamers. - Edge

This is a quintessentially Japanese videogame reminiscent of classic 16-bit titles such as Secret of Mana and Chrono Trigger, albeit married to a Nippon Ichi-style fanaticism for detail and Pokemon’s kleptomaniacal Gotta Catch ‘Em All mechanic. - Eurogamer

But just because Atelier Iris has its problems and isn’t game of the year material, that doesn’t mean that it isn’t an inspiring experience. It’s quite the contrary actually, as Eternal Mana is terrific fun and one of those rare examples of a product that transcends its list of problems through sheer personality, charm, and surprise. - IGN

Und kaufen könnt ihr es zum Beispiel hier, oder in eurem (gut sortierten) Spieleladen um die Ecke. Wer noch andere Bezugsquellen kennt, die das Spiel tatsächlich auch vorrätig haben, möge die bitte ergänzen. Es scheint jetzt schon schwierig zu sein, an Atelier Iris ranzukommen.

An Uwe Boll Film

Donnerstag, März 16th, 2006

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Am 23. kommt die BloodRayne DVD in den USA raus. Zumindest ein Extra steht schon mal fest. Wer sich traut mit der DVD zur Kasse zu gehen, bekommt gleich noch das komplette PC Spiel BloodRayne 2 mitgeliefert. Wir dürfen noch auf einen Kommentartrack von Boll hoffen.

Hierzulande ist der Film noch nicht mal verkauft, wird somit nie ein Kino von innen sehen und eine DVD Veröffentlichung wird wohl auch noch eine Weile auf sich warten lassen. Wer den Film also sehen will, muss importieren. Antigames hat den Film bestellt und wird ihn gucken, damit ihr es nicht tun müsst. Ausführlicher Bericht mit Wertungskasten kommt natürlich so bald wie möglich.

Zum Vorglühen hier noch ein paar interessante Zitate aus einem Chat auf blairwitch.de Ende Januar.

Zum Thema Postal:

POSTAL ist USA feindlich. Osama Bin Laden spielt mit etc.

Bei mir im Script wird zum Bsp. die Queen von England von einem Zimmerkellner gebumst. Ich denke das reicht um den Stil leicht verständlich zu machen.

Wartet ab, zuviel kann ich von Postal nicht verraten, aber die TALIBAN leben da in Arizona.

Mal ganz ehrlich, ich glaube mit Boll und Postal haben sich zwei gefunden, die sich absolut verdienen. Der Film hat echt das Potenial der erst Boll Film zu werden, der so schlecht ist, dass er schon wieder gut ist.

Zum Thema Far Cry:

FAR CRY ist mit THE ROCK oder JASON STATHAM zu rechnen.

DOOM gilt als Flop. THE ROCK Preis ging runter.

Ich frage mich, wann es sich bei Hollywooddarstellern rumspricht, dass für Boll zu arbeiten bedeutet öffentlich einzugestehen, dass man keinen anderen Job gefunden hat und inzwischen für ein Taschengeld arbeiten muss.

Zum Thema Hollywood:

Zu BLOODRAYNE ist zu sagen, dass ROMAR die Kinos im letzten Moment nicht gekriegt hat. Das war echte scheisse, wie die MAJORS die Screens für sich gebucht haben und ROMAR stand im Regen. Damit ist die Idee der Selbstvermarktung gescheitert und ich muss wieder zu LIONSGATE oder einem Major.

UWEBOLL: Das sind alles Verbrecher und Wichser in Hollywood.

Lieber Dr. Uwe. Wenn du mit denen noch arbeiten musst, wäre es vielleicht ganz clever diese Leute nicht als Verbrecher und Wichser zu beschimpfen. Obwohl, John Feltenheimer liest wahrscheinlich nicht gerade blairwitch.de, insofern…

Na ja, zumindest nimmt der Mann kein Blatt vor den Mund. Ich schätze ich muss endlich mal Alone in the Dark ausleihen und mir den Kommentartrack anhören. Falls ich mich traue, wird auch über dieses Erlebnis hier berichtet.

Frühjahrsverlängerung

Mittwoch, März 15th, 2006

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Ich habe eine gute Nachricht. Weil der Winter dieses Jahr so lange dauert, wird das Frühjahr bis November verlängert. Zumindest kann man das aus Sonys Pressekonferenz von heute morgen schließen. Die PS3, die “diesen Frühling” kommt, wird jetzt nämlich im November auf den Markt geworfen. Wird Zeit noch ein paar kurze Hemden mehr zu kaufen, denn scheinbar hat Sony wohl irgendwelche Daten über die globale Erwärmung, die dem Rest der Welt noch nicht zur Verfügung stehen werden.

Immerhin wird es, wie bei der 360, ein weltweiter Launch. Wir können uns also mal wieder auf lange Schlangen vor den Läden freuen, und wer nicht bereit ist für seine Konsole mitten in der Nacht aufzustehen, wird wohl erst 2007 damit spielen können. Allerdings gibt es noch keine Preisinfos, also besteht durchaus die Chance dass die Schlangen doch nicht so lang werden. Schließlich wird allgemein mit sehr hohen Kosten gerechnet.

Ein erstes Spiel haben sie übrigens auch gleich angekündigt. Es ist ein Sequel zur PSP-Gurke “Untold Legends”. Wie im Moment üblich spielt man da “part of an elite military group”, wahrscheinlich mit Totenschädelabzeichen auf der linken Schulter. Was das mit dem Fantasy-Szenario zu tun hat weiß ich auch nicht, aber wahrscheinlich darf man im Moment keine Pressemitteilung rausbringen, in denen nicht mindestens einmal eine “elite military unit” erwähnt wird. Die ersten Screenshots lassen das Spiel übrigens aussehen wie einen drei Jahre alten Xbox Titel.

Ich kann’s kaum erwarten bis endlich November ist.

SWAT 4 - Killerspiel mal anders

Dienstag, März 14th, 2006

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Obwohl ich eigentlich kein grosser PC-Spieler bin, habe ich mir letzte Woche die SWAT 4 Gold Edition gekauft. Ehrlich gesagt hatte ich sowohl mit Ravenshield als auch dem ersten Splinter Cell grossen Spass, aber irgendwann geht einem die ständige Tom Clancy-Indoktrination doch massiv auf die Nerven. Warum also nicht was neues ausprobieren und statt knallharter Soldaten mit Totenköpfen auf den Armen mal unterbezahlte Gesetzeshüter ins Gefecht schicken?

In SWAT 4 führt man mit seinem fünf Mann starken Sondereinsatzkommando insgesamt 16 “Festnahmen mit hohem Risiko” durch, dank Addon sind es in der Gold Edition nochmal einige mehr. Dabei geht man im Prinzip immer gleich vor; Leute vor einer Tür aufstellen, nächsten Raum ausspähen, stürmen (oder stürmen lassen, ist für die eigene Gesundheit wesentlich besser). So weit, so bekannt. Anders als im offensichtlichen Genrekollegen Rainbow Six kann man jetzt allerdings nicht einfach so alles über den Haufen ballern, was einem vor eine seiner zahlreichen Flinten kommt. Immerhin mimt man einen Polizisten, und Verdächtige in Leichensäcken kann man halt so schlecht verhören. Also pustet man den schwer bewaffneten Ganoven Pfeffer ins Gesicht, beschiesst sie mit Bohnensäckchen, ärgert sie mit Gummikügelchen und brüllt sie an; immer in der Hoffnung, dass sie sich irgendwann ergeben.

Irgendwie ist es zwar skurril, wenn man zu fünft einen kleinen Drogendealer anbrüllt und er trotz allem nicht aufgibt, aber dennoch sind solche lebensnahen Konfliktsituationen wesentlich spannender als das übliche “wer schiesst schneller”. Das soll jetzt nicht heissen, dass SWAT 4 perfekt sei, oh nein. Die KI hat Macken, das Spiel wird im Laufe der Zeit kackschwer und die lieben Kollegen rühren keinen Finger, wenn man es ihnen nicht befiehlt. Trotzdem ist es nett zu sehen, dass es auch männliche Männerspiele gibt, die einen trotz der martialischen Aufmachung für ein gewaltfreies Vorgehen belohnen. Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad darf man bereits neu laden, wenn man auch nur einen einzigen Gangster in Notwehr erschiesst. Das ist zwar dank renitenter und äusserst Verhaftungs-unwilliger Bösewichte so gut wie unmöglich, aber dennoch ein begrüssenswerter Ansatz. Leider passt er wohl nicht ganz zur derzeiten “Best of the best” Euphorie rund um den nicht versiegenden Output von Herrn Clancy. Schade drum.

Pangya!!

Dienstag, März 14th, 2006

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Vor langer, langer Zeit gab es in einer Paralleldimension ein magisches Inselreich namens Pangya. Alles war friedlich, bis eines Tages ein Dämonenkönig anfing dem Land seine Lebensenergie durch ein kleines Loch im Boden auszusaugen.

Die Pangyianer beschlossen jede Menge Energie in einen kleinen Kristallball zu packen und diesen in das Loch zu stopfen, um den Dämonenkönig zu besiegen. Durch die viele Energie in dem Kristallball konnte dieser allerdings von keinem Menschen mehr angefasst werden.

Also entwickelten die Pangyianer einen Schläger mit dem sie den Ball in das Loch treiben wollten. Leider verlor der Ball mit jedem Schlag an Energie, und so war es sehr wichtig das Energieaussaugeloch mit so wenigen Schlägen wie möglich zu verstopfen.

Einem mutigen Krieger gelang dies schließlich und Pangya war gerettet. Noch heute spielt man auf den inzwischen wieder paradiesischen Inseln ein Spiel namens Albatross 18, das an diesen heroischen Krieger erinnern soll.

Jawohl, meine Damen und Herren, es geht um Golf. Koreanisches Online Multiplayer Golf, um genau zu sein. Wie irgendwie nicht anders zu erwarten, mit knallbunter Glubschaugengrafik, Rollenspielstatistiken und (siehe oben) einer komischen Hintergrundgeschichte.

Wer nur mit klassischem Golf was anfangen kann, der sollte lieber die Finger davon lassen. Vom Grundprinzip spielt es sich zwar völlig konventionell, aber die Aufmachung ist doch sehr, sagen wir mal, asiatisch. Wenn man den Ball zum Beispiel besonders gut trifft, dann ruft plötzlich jemand laut PANGYA!! und alles fängt an zu glitzern. Auch das Geld hat in dem Spiel wie üblich einen komischen Namen. Es heißt nämlich Pang.

Für gute Schläge bekommt übrigens solche Pang gutgeschrieben. Spielt man zum Beispiel ein Loch Par oder drunter, so springen aus dem Loch ganz plötzlich jede Menge Pang Münzen heraus. Damit kann man sich dann allerlei Dinge kaufen. Komische Hüte zum Beispiel. Oder Bälle die Herzchen hinter sich her ziehen und allen Spielern ein paar Pang schenken, wenn man einen PANGYA!! schafft. Es gibt auch magische Artefakte, welche die eigenen Fähigkeiten verbessern und man kann sich sogar ganz neue Charaktere kaufen. Mein persönlicher Favorit ist aber die Möglichkeit sich einen Caddy zu leisten, der dann immer brav hinter einem her trottet. Sehr fein.

Albatross 18 ist übrigens kostenlos. Wer allerdings die ganz tollen Artefakte, Hüte oder Charaktere kaufen will, der muss trotzdem Geld ausgeben. Die gibt es nämlich nicht für Pangs, sondern nur für Cookies. Das ist die andere Währung in Pangya und die kostet echtes Geld.

Besser als Big Momma

Sonntag, März 12th, 2006

Big Momma kratzt sich am Arsch

Ist euch eigentlich auch schon mal aufgefallen, dass es unter Filmkritikern im Moment total en vogue ist, schlechte Filme durch einen Vergleich mit Videospielen abzukanzeln?

“While it’s loaded with visceral thrills, it never rises above the level of an extended video game.”
(der Chicago Reader über Stealth)

Auch beliebt: Einen Film dadurch schlecht zu reden, dass man behauptet er sei für Videospieler gemacht.

“Clearly designed for horny teenaged video game wizards.”
(LA Weekly über Ultra-Violet)

Früher waren Vergleiche mit Videoclips das Mittel der Wahl um anzuzeigen, dass ein Film Müll war, heute sind Videospiele der Prügelknabe.

“You’d half expect the Xbox logo to pop up on the credit roll for XXX: State of the Union, since what’s on view is closer to a videogame than a movie.”
(Variety über XXX: State of the Union)

Vielleicht sollte mal jemand die Damen und Herren Filmkritikern bitten eine kleine Realitätsüberprüfung durchzuführen. So sehr die Spielebranche auch von Gewalt besessen ist, so sehr sie sich auch weigert mal etwas anspruchsvollere Spiele zu machen, so traurig die Verkaufszahlen von Black und Psychonauts auch sind: Letztes Jahr war ein wesentlich besseres Jahr für Spiele als für Filme.

Ich war dieses Jahr von keinem Film so emotional berührt wie von Shadow of the Colossus, ich habe mich mit keinem Charakter in einem Film so stark identifiziert wie mit Lucas Kane in Fahrenheit, ich habe über keine Filmkomödie so laut gelacht wie über Psychonauts, kein Regisseur hat eine so atemberaubende Welt erschaffen wie World of Warcraft und kein Action- bzw. Horrorfilm hat mir einen solchen Adrenalinstoss verpasst wie Resident Evil 4 oder Call of Cthulhu.

Sehen wir den Tatsachen mal ins Auge. Der größte Eventfilm des Jahres war nicht nur ein acht Stunden langes Remake eines alten Filmes, nein, das Videospiel dazu war besser als der Film selber.

Klar, es gab schon ein paar brauchbare Filme dieses Jahr. Wenn er nicht so unsäglich lang gewesen wäre, hätte King Kong sicher Spaß gemacht. Ich mochte Batman Begins, Serenity und sogar Mr. & Mrs. Smith sowie den diesjährigen Potterfilm. Auch im Bereich der etwas anspruchsvolleren Werke habe ich ein paar nette Sachen gefunden. An Syriana, Good Night and Good Luck, Crash oder Lord of War habe ich zum Beispiel gute Erinnerungen.

Aber so richtig vom Hocker gehauen hat mich keiner dieser Filme. Mein Lieblingsfilm dieses Jahr ist eine Doku von Werner Herzog über einen Typen der sich von einem Bären fressen lassen hat. So sehr ich Werner Herzog (gerade als Dokumentarfilmer) schätze, das sagt doch schon alles über Hollywoods aktuelle Fähigkeit aus, gute Filme zu produzieren.

Vielleicht habe ich ja auch den Film des Jahres noch nicht gesehen. Vielleicht bietet ja Narnia atemberaubendes Spektakel oder Brokeback Mountain ist emotional tief berührend. Ich werde das bei Gelegenheit sicher noch überprüfen. Aber selbst wenn diese beiden Filme großartig sein sollten, dann wäre das immer noch eine verdammt schwache Ausbeute.

Die anhaltende Flaute an den Kinokassen deutet übrigens darauf hin, dass ich nicht der einzige bin, der das so sieht. Während Hollywood ein Remake nach dem anderen auf den Markt wirft und eigentlich nur noch mit billigen Horrorfilm oder Fatsuit-Komödien Geld verdient, hat die Videospielebranche hat letztes Jahr sogar echte Innovation bieten können. Das Nintendo DS ist ein System wie wir es noch nie zuvor gesehen haben und es bietet somit auch ein Spielerlebnis, wie wir es so noch nie hatten. Wer Project Rub oder Trauma Center gespielt hat, der weiß was ich meine.

Also liebe Filmkritiker, extra für euch präsentiere ich den AntiGames™ AntiTipp™ des Tages:

Klappe zu! Und dann mal ein gutes Videospiel spielen. Oder auch ein schlechtes. Ihr werdet überrascht sein.

Denn selbst Black ist besser als Big Momma’s House 2.

High Definition Dinosaurier!

Freitag, März 10th, 2006

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Mal was Erfreuliches zum Abendessen. Es gibt zwei neue Paraworld Videos, die das Spiel einfach sehr lecker aussehen lassen. Da wird man doch glatt inspiriert sich einen neuen Rechner zu kaufen! Am besten die HD Versionen ziehen. (Allerdings ist die HD Version von “Northland” irgendwie verschwunden. Oder ich bin blind. “Jungle” ist aber noch in HD verfügbar.)

Warum fordert die Konferenz der CDU-Innenminister nicht einfach mal, dass ab sofort alle Terroristen in Videospielen durch Dinosaurier ersetzt werden sollen? Das wäre mal eine sinnvolle Gesetzesinitiative. Dann würde ich sogar Black spielen.