Frankreich: Ritterschlag / Deutschland: Schlag ins Gesicht

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Na, wenn das nicht ein Grund ist Frust zu schieben. In Frankfreich werden lokale und internationale Videospieleentwickler zum Ritter geschlagen, in England hat sich die British Academy of Film and Television Arts entschlossen Videospiele offiziell als zum Film gleichwertige Kunst zu behandeln und in Deutschland überlegen sich die Herren Innenminister von der Union mal wieder wie man den ganzen Kram am besten verbieten kann.

Wo wir gerade bei dem Thema sind: GamesAreWork bemerkt mal wieder sehr korrekt wie saft- und kraftlos sich die deutsche Branche gegen solche Zensurversuche wehrt (wenn man das überhaupt so nennen darf). Die Devise scheint zu lauten “bloß keine Wellen machen, wird schon nichts passieren”. Na, vielen Dank.

Und noch was: Warum übernehmen selbst Branchenblätter wie die Gamestar (seufz) den Propagandabegriff “Killerspiele” völlig kommentar- oder kritiklos? Steht brav übernommen direkt in der Überschrift. Nicht mal in Anführungsstriche wird er gesetzt. Enttäuschend.

Allerdings würde es auch helfen, wenn mal ein paar mehr Spiele rauskommen würden, in denen man was anderes machen darf als irgendwelchen Terroristen ins Gesicht zu schießen. Danke, liebe Spieleindustrie.

Zum Schluss noch Tipp an Spieleentwickler: Wer zum Ritter geschlagen werden möchte, der sollte vielleicht aufhören immer wieder den ewig gleichen Ballerdreck zu recyclen. Schließlich sind die zukünftigen Ritter Miyamoto, Ancel und Raynal nicht gerade mit Spielen bekannt geworden, die in der Gamestar 9 von 10 Punkten für die Waffen bekommen haben. Wohl gemerkt, Alone in the Dark ist kein Knuddelspiel gewesen. Gewalt alleine ist nicht problematisch. Problematisch wird es erst, wenn das Spiel gewalttätig und doof ist. Also, erst nachdenken dann designen.

Dann klappt’s auch mit dem Ritterschlag.

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66 Kommentare

  1. kd schreibt:

    Apropo,

    Allerdings würde es auch helfen, wenn mal ein paar mehr Spiele rauskommen würden, in denen man was anderes machen darf als irgendwelchen Terroristen ins Gesicht zu schießen. Danke, liebe Spieleindustrie.

    und

    Problematisch wird es erst, wenn das Spiel gewalttätig und doof ist. Also, erst nachdenken dann designen.

    Hatte vor ein paar Tagen “Black” ausgeliehen, Ihr wisst schon, das Spiel vom Gee Cover und von den Burnoutmachern.

    Dachte ich könnte mir damit wenigstens ein Paar nette Stunden machen.

    Aber weit gefehlt, endweder bin ich einfach zu dumm oder das Spiel ist wirklich so. Also:

    Man spielt natürlich mal wieder einen Superduper US Geheimeliteagent. Soweit so gut, gängiges Videospielshooterklishee denke ich.

    Das Spiel hat primäre und sekundäre Missionsziele, die primären lauteten eigentlich meistens “gehe da und da hin und schieße alles über den haufen” Naja, ist halt ein Shooter war klar.

    Was mir allerdings mehr als sauer aufgestoßen ist sind die sekundären Ziele.

    Irgendwelche Beweise (Akten, Notebooks, Pläne…) vernichten die gegen die USA als Druckmittel zur erpressung verwendet werden könnten.

    Das war dann so etwas wie:
    -Geheime Militärische Einsetze
    -Interviews von Generälen die etwas beichten.
    -Standorte von Foltergefängnissen
    -Geheime Biowaffenprogramme (!!)

    Und irgendwann habe ich mich dann gefragt,
    “Hey warum schieße ich eigentlich diese ganzen Terroristen über den Haufen? Die nächten Beweise packe ich ein und mache sie öffentlich!!”. (Playstation aus, Spiel zurückgebracht)

    Das etwas qualitativ so gut gemachtes am ende dermaßen sinnfrei und unreflexsiv ist hat mich schwer enttäuscht.

    Vielleicht habe ich in dem Spiel auch einfach etwas verpasst, klärt mich auf.

    … und sorry falls ich zu sehr vom Thema abgekommen bin, aber diese Enttäuschung musste raus. :-)

  2. kd schreibt:

    Oh! Das oben ist natürlich Zitat. *g*

  3. brof schreibt:

    in dem spiel geht hauptsächlich um die lust an der zerstörung, um splitterndes glas, querschläger, explosionen. der witz an dem spiel ist sein viszerales design. die sache mit den sekundärzielen ist auch ironisch und natürlich würde man das alles veröffentlichen im echten leben. aber im echten leben nehme ich persönlich auch keine waffe in die hand. das ist ja kein “echtes” leben. natürlich können das politiker nicht kapieren. die dunklen strömungen der seele. man wird ja mit dem ganzen terroristen kirmes der nachrichten alleingelassen. hier kann man spielerisch damit umgehen. am ende ist man kein terroristen/nachrichtenopfer, nein man bekommt die möglichkeit selbst zu handeln. mal sehen, was man alles kaputt machen kann. wie oft wenn ich nachrichten im fernsehen sehe, denke ich mir: wenn juckt das alles? BLACK ist ein was wäre wenn …. mit feinem humor.

    cheers,
    brof

  4. Richard schreibt:

    Black hat feinen Humor? Wie bitte?

  5. Spielkind schreibt:

    Black ist eine Schießbude, eine humorfreie. Die Story, die Sekundärziele - das ist alles so unreflexiert aus dem echten Leben zusammengeklaut, da kann man schon das Grausen kriegen. Ich persönlich kann über sowas hinwegsehen (wobei bei Black auch das Gamedesign einigermaßen fucked up ist), aber gut finde ich das nicht.

  6. Richard schreibt:

    Danke. Jetzt geht es mir besser. Eigentlich wollte ich zu Black ja selber was schreiben, aber das Spiel ist einfach zu deprimierend.

  7. ThreeDude schreibt:

    Yep, das ist es tatsächlich. Allerdings verwundern mich die durchs Band weg hoch angesiedelten Wertungen, die dieses Trauerspiel einheimst. Alle Kriterien, die bei anderen Spielen normalerweise für eine Abwertung sorgen, werden ob des “Grafikfeuerwerks” und der “kompromisslosen Action” als nichtig, ja gar spielspassfördernd angesehen. Lineare Levels? Egal, bei Black ist das toll! Strunzdumme KI? Hey fuck, das MUSS so sein! Einschläfernd langweilige Missionen? Who cares, Black ist ja wie ein Kinofilm! Das Spiel ist in sechs Stunden vorüber? Ja, aber die Grafik, die GRAFIK!
    Irgendwie scheint es, als könnten die Tester der einschlägigen Magazine sehr wohl über ihr Raster hinwegsehen - klar, um Himmels Willen nicht bei Psychonauts, denn Raz hat doofe Ohren und ist nur für Kinder - wenn aber ein Shooter nicht so ganz ins System passt (weil Black einfach fast alles, was zu einem guten Shooter gehört weglässt) stören die Unzulänglichkeiten, die man jedem Non-Mainstream-Spiel aufs härteste ankreidet, nicht mehr. Nein, sie werden sogar als genialen Schachzug gefeiert, “Konsole an - Hirn aus, hell yes!”
    Okay, das war polemisch, aber sowas regt mich einfach auf. Und Black auch.

  8. Sgt.Pepper schreibt:

    tschuldigung, dass ich fragen muss…
    bin neu auf der seite und frage mich jetzt was dieser insider mit den doofen ohren ist, den ich scho öfter hier gelesen habe?
    sagt bloß das war ein nachteil der gamestar im psychonauts test?
    danke im vorraus für aufklärung

    und der artikel ist echt gut.

  9. kd schreibt:

    Genau das meine ich, Black wurde durch die Bank weg gelobt.
    Aber irgendwie scheint sich niemand da wirklich Gedanken drüber zu machen.

    Hätte ich in dem Spiel die Möglichkeit gehabt hätte ich meinem Kommandeur gesagt ” *piep* mach deinen Mist alleine, ich mach Urlaub.”

    Und alle regen sich über Shooter auf aber bei Black heißt es nur “Guck ma mann wie geil ey” nur weil gesagt wurde das es wie ein Hollywoodfilm sein soll.

    Mit der Außrede scheint dann alles in Ordnung zu sein und jede Handlung gerechtfertigt.

    Gut, jetzt kann man sagen,
    “Ist doch bei Splintercell fast das Selbe”.

    Aber, (Achtung jetzt wird es eventuell etwas verwirrend)
    Die Welt von Splintercell basiert mehr auf Stereotypen als die von Black. Also die Guten sing gut (meistens) und die Bösen, böse.

    Wenn ich dann als Sam Fischer eine Handlung begehe weiß ich zumindest das ich im Rahmen der Welt des Spieles gut gehandelt habe.
    Und hey es ist und bleibt ein Spiel, auch wenn es verdammt patreotisch und von etwas zweifelhafter Moral ist. (Und voller Schleichwerbung)

    Aber wenn es in Black gut sein soll Taten zu vertuschen die man im richtigen Leben nicht dulden würde, und das Spiel sogar noch weiter geht, in dem es in seiner Welt sagt:
    “Hey no problem dude, we are USA” und das auch noch ohne sich selbst zu hinterfragen.

    Dann entscheide ich für so einen Müll kein Geld auszugeben. Auch wenn ich eigentlich ein ziehmlicher Shooterfan bin.

    Ich hab mich sogar über den einen Euro und die Zeit zur Videothek und zurück geärgert.

  10. leif fahl schreibt:

    Sollten japanische Spieleentwickler vom dortigen Kaiser zum Ritter geschlagen werden, freue ich mich auch mit.

    Aber mal unter uns, was soll dieser “google-analytics urchin” Tracker auf Euren Seiten? Gut dass bei mir Cookies immer abgeschaltet sind.

  11. Richard schreibt:

    Mit dem Tracker tasten wir den Inhalt deines Gehirns ab. Diese Informationen übermitteln wir dann sowohl den Analsonden-Aliens auf ihrer Raumstation im Jupiterorbit als auch an die NSA. Die Aliens benutzen das zum Kandidatenscreening für ihr Entführungsprogramm. Was die NSA damit macht, wissen wir nicht. Aber sie zahlen gut, also interessiert uns das auch nicht.

    Wenn du was dagegen hast, musst du aber einfach nur einen Hut aus Alufolie basteln und ihn beim Lesen von Antigames aufsetzen. Dann bist du sicher.

  12. brof schreibt:

    ich (und mein Bruder) habe mich bei BLACK kaputtgelacht über die Ladeanimationen. das nennt man wohl BLACK humor … und als ich die unterlagen über camp x-ray zerstört habe, musste ich schmunzeln.

    grüsse,
    brof

  13. Henny schreibt:

    ich krich das mitter Mütze aus Alufolie nich hin…
    muss die ne besodere Form ham oder kann ich die so standardmäßig wie im kiddiegarten baun?
    über ne Bauanleitung würd ich mich sehr freun ;)
    so jetz ma Ernst:
    ich kenn das Spiel zwar nich aber ich weiß nich….jeder hat nen anderen Geschmack..
    wenn ich Bock hab auf komplett sinnfreie Aktion…dann isses halt so und ich zock Serious Sam 2 oder Black (wenn ichs mir kaufen täte)… wenn ich Bock auf schicke Unterhaltung hab denn wird halt Dungeon keeper wieder rausgekramt…
    also ich glaub das Spiel dort hat schon seine Daseinsberechtigung
    tschö henny

  14. Kahless_GOA schreibt:

    Wow, mal ein Kenner, Dungeon Keeper rules…der 2te Teil war aber irgendwie schlecht…egal.
    Die deutschen Politiker sind garnicht an der Wahrheit interessiert, denn so sieht die Legislaturperiode eines Politikers aus:
    1. Jahr: Wurde (wieder)gewählt.
    Alles rauskloppen was das Volk net mag, sprich Mehrwertsteuer erhöhen, Renten streichen, Forschung streichen, das Kultusministerium kastrieren, und um das zu kaschieren wird ein Aufhänger gefunden, wie “Killerspiele”, Drogen Heavy Metal, Tierpornos usw.
    2. Jahr: Außenpolitik verbessern, US - Präsidenten die Eier kraulen, das im ersten Jahr gesparte Geld der EU schenken, neues Geld durch wegrationalisierung des Militärs schaffen, bisherige Fehler dem Vorgänger in die Schuhe schieben, bzw. bei Widerwahl einen Minister kicken und ihm den schwarzen Peter zuschieben
    3. Jahr: Wahlkampf
    4. Jahr: Wahlkampf

    Da kann nix bei rauskommen, da is es auch egal das EA Medal of Honor, Assault on Adolfs Wolfschanze 12 rausbringt oder Ubisoft Splinter Cell, Chemie Alis Revenge auf den Markt ballert. Das ist kein Wirtschaftliches sondern ein Politisch/Kulturelles Problem. Selbst wenn alle Computerspiele Dumm, Vergewaltigungsverherrlichend oder sonstwas wären, das Problemn ist das Angie Mörkel jetz einen populistischen Aufhänger braucht, und da es ja diese Arschgeige von Amokläufer gab die gerne CS gespielt hat, hammer da eine tiefe verwurzelung in unserer Kultur, und wie immer werden solche Problematiken nicht geregelt wie ein reifes Volk das machen würde, NEIN, es wird da stehen gelassen bis ein paar Leute kommen und sich die Sache so drehen wie sie sie brauchen um sie ausnutzen zu können.

    Armes Deutschland…

  15. Kahless_GOA schreibt:

    Und warum zur Hölle ist mein Gravatar nicht da?

  16. Anonymous schreibt:

    Kann Henny nur zustimmen. Vielleicht brauch man auch nur etwas mehr schwarzen Humor um das lustig zu finden. Aber hey……Fuck off :D es ist ein Spiel und ein Spiel soll mich unterhalten und mich nicht mit Tagelangen schleichmissionen oder bringdenFeindumzündeihnanundtanzedannumihnrumwieeinIndianerohnedasesjemandmerkt -Missionen ala Splinter-Zelle oder Metal-Fuck-Off-Solid-Schnecke.

    Das hat zwar reichlich wenig mit dem Thema zu tun aber ich wollt ma sagen das ich heut schon viel zu oft Fuck Off gelesen hab!

    cua

  17. farin schreibt:

    Jetzt hab ich glad vergessen meinen Nick hinzuschreiben. Ich war es der mgs und splinter cell beleidigt hat………….haben se auch verdient. SO

    Werd mich ma bei den großen Spiele-Mags beschweren gehen.

    MFG farin!

  18. Richard schreibt:

    Ich kann den Gravatar prima sehen.

    Und, äh, liegt es an mir oder ist die Qualität des durchschnittlichen Kommentars hier diese Woche irgendwie ziemlich niedrig?

    Ich kann euch übrigens versichern, dass Black in keinster Weise witzig ist. Oder witzig gedacht ist.

  19. Spielkind schreibt:

    Hirn abschalten und ballern ist die eine Sache - für Serious Sam bin ich immer zu haben. Aber bei Black muss man schon gezielt über massive Geschmacksverletzungen hinwegsehen. Inhaltlich und spieldesigntechnisch, damit mir jetzt hier niemand Moralisiererei vorwirft.

  20. Spielkind schreibt:

    Zum Thema “Hirn abschalten” schreib ich morgen mal was. Im Zusammenhang mit Ninja Gaiden und dem Begriff “Killerspiele” fällt da doch so einiges auf.

  21. Jander schreibt:

    Gibt es eigentlich auch Posts von dir ohne Seitenhieb zur Gamestar? Das ist hoffentlich nicht neurotisch.

  22. Jander schreibt:

    Oh, der letzte Post war immerhin einer ohne Seitenhieb (trotz Gamestarerwähnung). *grins* Irgendeine Attraktion muss dieses Heft auf dich ausüben…

  23. Enno schreibt:

    Was fuer Spiele gemacht werden, liegt nicht in der Entscheidung der Entwickler, sondern der Publisher - und der Konsumenten.

    Es wuerde mich aber mal freuen, wenn die Politiker eines der “Killerspiele” die sie anprangern, beim Namen nennen wuerden. Statt Pressemitteilungen des Innenministeriums zu kopieren, koennte die Spielepresse ja mal ein wenig Journalismus betreiben, und einen der Herren fragen, worueber sie sich da eigentlich aufregen? Ich schalge vor, denen mal Far Cry zu zeigen, und ihre Reaktionen zu testen - ohne ihnen vorher zu erzaehlen, dass das das einzige ernstzunehmende Spiel mit Erfolg ist, das aus Deutschland kommt.

    Und ja, vielleicht liegt das eifach daran, dass es keine Foerdergelder gibt. Hier in norwegen werden wir vom Staat ueber einen Filmfonds gefoerdert, der Norwegische Inhalte und Standpunkte in einem ernstzunehmenden Medium foerdern will.

    So ein Fonds gibt einem Entwickler ein Mass an Unabhaengigkeit von Zwaengen der Publisher, einen Anreiz, die Auflagen des Fonds zu erfuellen, und das gefuehl, dass der Staat auf die eigene Industrie halt doch stolz ist.

  24. Richard schreibt:

    Na ja, ich rede halt immer wieder über die gleichen Probleme in der Branche. Und die Gamestar ist halt in vieler Hinsicht ein Symbol dieser Probleme. Dabei benutze ich sie allerdings eher als Platzhalter für diese ganzen Prozentpunkteverteiler. Die PC Action ist zum Beispiel viel schlimmer.

    Fördergelder sind übrigens ein sehr probates Mittel dafür zu sorgen, dass weniger billige Ballerspiele und ein paar mehr Sachen mit ein bißchen künstlerischem Anspruch gemacht werden. Es gibt inzwischen viele Länder in denen so was gemacht wird. Deutschland gehört meines Wissens nicht dazu.

  25. Anis schreibt:

    Tja, mein lieber Richard, dann müssen wir es halt selber tun…
    Ärmel aufkrempeln, sich hinsetzen und ein Computerspiel selber machen… Wie es geht? Ganz einfach:
    www.spieleentwickler.org/ressourcen/fag_einsteiger.htm

  26. Kahless_GOA schreibt:

    1. Die PC Games ist ähnlich wie die PC Action auch noch viel schlimerer…die Machen auf ihren DVDs zwischen den echt belanglosen Videos auch noch Werbung…ich erinnere mich da an Zeiten als DIsketten mit Demos dabeilagen…das war schön
    2. Natürlich wird die Politik kein Killerspiel konkretisieren, denn die Masse interessiert es nicht und die Gamer würden jedes Beispiel der Regierung im Ansatz zerpflücken. Aber is klar das die Regierung keine Gamer fragt wennse Games verbieten wollen, man fragt ja auch keinen Kokser wenn man die Drogen verbieten will.
    3. schade das ich meinen Gravatar nich selber auf der Seite sehe…*heul* liegt das vielleicht an Opera?

  27. dreinulldrei schreibt:

    GEE hat ein tolles Interview mit einem MdB der CDU Fraktion zum Thema gemacht. Die CSU Tante, die veranlaßt hat, das der Begriff “Killerspiele” mit in den Koaltionsvertrag aufgenommen wird, “ist nicht mehr zuständig” für das Thema.

    Und zum Vorwurf das die Hersteller weniger “Killerspiele” entwickeln sollten, gebe ich zu bedenken, das es auch ein Gegenargument, in Form eines “Solange es die Leute kaufen.” gibt.

  28. Enno schreibt:

    Evtl. koennte ja jeder hier mal mit dem eigenen Bundestagsabgeordneten ein Gespraech aufnehmen. Und statt zum hundertsten Mal auf der Bloedsinnigkeit eines Begriffs wie “Killerspiele” herumzureiten, mal fragen, was man denn zu tun gedenkt, um die ohnehin kraenkelnde und Standort-benachteiligte deutsche Spieleindustrie dazu zu bringen, intelligente Spiele zu machen, statt tumb den Mainstream zu befriedigen. und ob man nicht meint, dass es gut sei, gegen die amerikanische Vormachtstellung in einem so wichtigen Medium, das ja jetzt wieder in aller Munde ist, europaeische Akzente zu setzen, z/.b. durch Foerdergelder, wie das im Film ja auch geschieht.

    Auf die gesammelten Resultate waere ich echt gespannt.

  29. Richard schreibt:

    Wenn ich das mit der GEE richtig verstanden habe, war keiner der verantwortlichen Leute bereit denen ein Interview zu geben. Insofern halte ich es für unwahrscheinlich, dass da jemand willens ist mit einem kleinen Spieleblog zu reden.

    Ich glaube das könnte durchaus ein interessantes Gespräch werden, zumal wir ja - anders als die üblichen Gesprächspartner für solche Diskussionen - auch der Branche durchaus kritisch gegenüber stehen. Schließlich ist die Branche gewaltbesessen. Black ist der Hit des Monats und ein absolut furchtbarer gewaltverherrlichender Dreck.

    Wenn man so was mal eingesteht, dann kommt man vielleicht auch auf eine gemeinsame Diskussionsebene.

  30. brof schreibt:

    richard: Ich kann euch übrigens versichern, dass Black in keinster Weise witzig ist. Oder witzig gedacht ist.

    und ich versichere das gegenteil. wenn in ein buch ein affe hineinschaut, dann kann kein philosoph herausschauen. sprich mal mit criterion, die können dir erklären wo der humor liegt.

    sorry. ich weiss, ich weiss. gewaltverherrlichend usw. das ist ne parole.

    cheers,
    brof

  31. Richard schreibt:

    Sorry, brof, aber das Interview mit dem Designer in der letzten GEE war da ziemlich eindeutig. Und auch die Zwischensequenzen sprechen eine ziemlich klare Sprache. Das Spiel nimmt sich selbst sehr ernst.

    Wenn du es magst, dann ist das schon irgendwie okay. Aber du solltest nicht anfangen dafür irgendwelche Gründe zu erfinden, die offensichtlich nicht stimmen.

  32. kd schreibt:

    Ich denke genauso. Bei Black sehe ich einfach schwarz solange so etwas auch noch gut ankommt.

    Ich habe nichts gegen sinnfreie Shooter, manche Aktionfilme sind auch nicht viel besser und ich sehe sie mir trozdem an.
    Aber man sollte es auch nicht übertreiben.

    Aber eine Förderung für deutsche Spieleentwickler wäre wirklich etwas feines. Aber von so etwas wie einer gleichstellung oder einer wirklichen konstruktiven Diskussion sind wir noch weit entfernt.

  33. Spielkindblog » Blog Archive » Hirn abschalten. schreibt:

    […] Weiterer Diskussionsstoff hier. […]

  34. Enno schreibt:

    Ich meine nicht, dass Du den Bundesinnenminister befragen sollst. Sondern den in deinem Wahlkreis gewaehlten MdB. Das ist so einer von ein paar hundert Politikern, der alle 4 Jahre mal auf einem Wahlplakat auftaucht, und _dich_ und deine Interessen im Bundestag vertritt. Wenn der keine Zeit hat, mit Dir zu sprechen, weisst Du, wen Du nicht wiederwaehlst, und fragst mal den Gegenkandidaten.

    Generell antworten die oder ihre Bueros aber afaik auf Fragen von Buergern, wenn da nicht sofort ersichtlich ist, dass die Frage ihn aufs Glatteis fuehren soll, oder irgendwer eine Agenda hat. Denn im gegensatz zu den Leuten ganz oben in der Parteiriege sind deren Karrieren noch ein wenig von den diesen laestigen Waehlern abhaengig.

  35. m.a. schreibt:

    Ohne black gespielt zu haben (shooter? igitt) finde ich es sehr viel bedenklicher, daß hier die moralische Keule rausgeholt wird bei Dingen, die sich für mich zumindest in den Kommentaren wie bissige Übertreibung der Designer anhören (Wenn die Designer die USA wirklich als die Superübermacht darstellen wollten, dann hätten sie doch wohl kaum “projektaufzeichnungen” reingebaut die selbst der letzte tumbe spieler als “falsch” erkennen kann), letzthin aber gejubelt wird, wenn harmlose unschuldige Giganten durch gezielte Schwertstösse in ihre Weichteile hinterrücks und rücksichtslos gemordet werden…

    Da sollte man sich doch mal an die eigene Rübennase fassen. Oddr?

  36. Sgt.Pepper schreibt:

    Gehen wir mal von der Möglichkeit aus dass solche Spiele wie Black wirklich ironisch gemeint sind, und ein intelligenter Spieler, der auch das entsprechende Alter hat diese Ironie mitbekommt und das Spiel eben nicht eine Sekunde ernst nimmt dann sollte das ja kein Problem sein.

    Aber was ist mit Menschen die diese Ironie nicht warnehmen (können/wollen)? Geschweige den von Menschen die zu jung sind um soetwas zu verstehen.
    Irgendwann werden sie es für legitim halten wenn die Regierung ihres Landes Shritte einlenkt wie in den Spielen die sie als Kinder gespielt haben. (ok is jetzt ein bischen übertrieben aber irgendwas muß ja hängenbleiben).

    Es ist eben doch ein Unterschied zwischen Gewalt in Spielen und Filmen.
    Ich mein bei einem Film wie Kill Bill merkt man einfach das die Gewalt nicht ernst gemeint ist (im gegensatz zu Black)und trotzdem ist der Film alles andere als Harmlos.

  37. Spielkind schreibt:

    Ich suche ja immer noch - aber ich kann die Ironie in Black einfach nicht entdecken. Ich unterstelle ja den Designern auch keine böse Absicht, aber dass man einfach so unreflektiert (jetzt auch mit richtiger Rechtschreibung!) Dinge mit reichlich makaberem aktuellen Bezug als Hintergrund für eine Schießbude wählt, das zeugt von wenig verantwortungsbewusstem Umgang und reduziert wirklich nicht so lustige Dinge wie Abu Ghareib zur Ausstattung einer lustig-bunten Alles-Umballer-Welt. Und das finde ich letztendlich einen Tick “drüber”.

    Und der Vergleich mit Shadow of the Colossus hinkt ganz gewaltig, m.a. - denn gerade diese moralische Ambiguität wird in dem Spiel ja gezielt eingesetzt und am Ende auch thematisiert. Was man von Black nicht behaupten kann.

  38. Björn schreibt:

    Genau. Ironie ist einfach zu gefährlich, weil es Menschen gibt, die sie vielleicht nicht verstehen. Man stelle sich mal vor, die Leute hätten damals wirklich angefangen irische Babies zu essen. Gar nicht auszudenken. Wäre am besten wenn wir Ironie sofort verbieten.

  39. Richard schreibt:

    Spielkind hat das korrekt erkannt. Bei Shadow of the Colossus erlegt man zwar (unschuldige?) Kolosse, aber das Spiel zeigt einem auch die Konsequenzen. Es ist tatsächlich irgendwie traurig, wenn so eine majestätische Kreatur zu Boden sinkt. Black ist von sowas Lichtjahre entfernt.

  40. Richard schreibt:

    Björn, von mir aus spiel soviel Black wie du willst. Aber du kannst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass du das wegen dem feinsinnig ironischen Humor in dem Spiel machst. Da hat jemand einfach nur einen Haufen Begriffe im Internet zusammengesucht und unreflektiert in sein Spiel geknallt, weil es nur 6 Stunden lang war und er irgendwelche Bonusziele brauchte.

  41. Sgt.Pepper schreibt:

    stimmt schon das hier eigentlich die Eigenverantwortung anfängt aber wie schon oben gesagt wäre es sicher nicht schlecht das ganze ein bischen stärker zu reflektieren. In Filmen funktioniert das ja auch ganz gut wie eben auch schon erwähnt in Tarantino Filmen.
    Während in jedem 08/15 Action Film weiß man einfach dass er saich an die Gewaltgeilen Zuschauer richtet.

    und genauso kommt mir Black auch vor.

  42. Hendrik schreibt:

    Ich habe Black noch nicht gespielt.

    Aber wenn ich das alles lese, bekomme ich das Gefühl, Black sei das Burnout Revenge der Shooterwelt: extrem stupide, aber dank seiner übertriebenen Darstellung von Gewalt- und Zerstörtung trotzdem sehr unterhaltsam. Gekauft!

  43. m.a. schreibt:

    Tja, wenn der Unterschied zwischen Black und SotC nur ist, daß man bei letzterem die Message “Auch Helden können Arschlöcher sein” mit dem großen Schopflöffel gefüttert bekommt, während man bei ersterem selbst drauf kommen muss, dann bleiben mir nur zwei Möglichkeiten:

    1. Ich erhalte mir meinen Glauben in die Menschheit, gegen jegliche Indizien, und hoffe, daß auch Videospieler über das was sie tun (und nicht nur über das was andere ihnen vorbasteln) refklektieren können

    oder

    2. Ich lasse alle Hoffnung fahren, der ich hier eintrete, und denke mir meinen Teil.

    ….. mal drüber nachdenken. Hmmmm…

  44. Richard schreibt:

    m.a., wenn du in SotC ein Spiel siehst, dass dem Spieler eine “Message” mit dem “Schopflöffel füttert”, und in Black ein Spiel mit subtil ironischem Humor, dann leben wir auf so unterschiedlichen Planeten, dass eine weitere Diskussion ohne Universalübersetzer wohl kaum einen Sinn hat.

    Hendrik, Black ist übrigens nicht Burnout als Shooter, auch wenn das die Marketinglinie ist. Black ist ein extrem stumpfer Standardshooter mit vielen Partikeleffekten und extra viel Explosivfässern.

  45. brof schreibt:

    schade, da gibt es wohl keine verständigung. ich mag shooter normalerweise nicht. entweder quält mich die story mit cutscenes, oder es kommen irgendwelche monster/aliens vor. aber irgendwie hat es bei BLACK klick :-) gemacht. es ist dieses viszerale erlebnis von zerstörung gepaart mit diesen haarsträubenden storyschnippseln und obszönen ladeanimationen. im privatleben lese ich gerne thomas bernhard. ich liebe seine bücher. vielleicht kommt BLACK bei euch schlecht weg, weil ihr bessere shooter kennt, oder generell keine shooter mögt oder schon zuviele gespielt habt…? p.s. half life, half life 2, far cry, doom 3 haben mir alle nicht gefallen. call of duty ging so. p.p.s dafür dass ich shooter nicht mag, habe ich zuviele angezockt.

    aber eigtl geht es ja hier in diesem posting um “Deutschland: schlag ins gesicht”. frankreich, uk, usa, und japan sind die spieleherstellernationen. gut, gibt immermal wieder was aus anderen ländern (far cry, painkiller, cro team hm.. alles shooter…), frage mich wo es hakt. aus deutschland kommt ja auch nicht mehr die grosse literatur, musik, film. ich glaube in malerei sind sie noch ganz gut dabei (neo rauch, richter, kippenberger). denke, dass hier keiner mehr was riskieren will, denn es geht ja um kreativität. viele kreative junge leute gehen entweder in die wirtschaft oder zu greenpeace (überspitzt).

    ende.

    grüsse,
    brof

  46. Björn schreibt:

    Richard, ich spiele Black gar nicht. Mein Kommentar bezog sich einzig auf die Aussage

    Aber was ist mit Menschen die diese Ironie nicht warnehmen (können/wollen)? Geschweige den von Menschen die zu jung sind um soetwas zu verstehen.“.

    Ich mag es einfach nicht, wenn argumentiert wird, dass man Ironie oder Sarkasmus nicht verwenden sollte, weil es vielleicht nicht alle verstehen. Diese freiwillige Selbstverdummung die ja auch schon mal von Gerichtswegen gefordert wird finde ich einfach bedenklich.

    Um mehr ging’s mir da gar nicht. Zu Black kann ich mangels Erfahrung keine qualifizierte Meinung abgeben.

  47. Richard schreibt:

    Ach so, dann bezogst du dich gar nicht auf mich. Sorry, Mißverständnis.

  48. Björn schreibt:

    Kein Ding. Bist mir beim Antworten einfach zu vorgekommen.

  49. Stefan schreibt:

    Um die deutschen Rumpelpolitiker zu schmähen, habe ich mir übrigens das “Killerspiel” (obwohl darin wohl eher der Spieler stirbt) SWAT 4 Gold Edition gekauft. Meine Güte, macht das einen bärtigen Eindruck! Erstmal durch’s Handbuch wühlen.

    Mehr dazu später.

  50. m.a. schreibt:

    “m.a., wenn du in SotC ein Spiel siehst, dass dem Spieler eine “Message” mit dem “Schopflöffel füttert”, und in Black ein Spiel mit subtil ironischem Humor,”

    Es war doch nicht MEINE Argumentation, daß SotC einem die Konsequenzen seines tuns vor Augen führt und Black nicht… das war DEINE Aussage?!

  51. Richard schreibt:

    Siehst du? Wir reden offensichtlich völlig aneinander vorbei.

  52. Spielkind schreibt:

    Ja, Shadow of the Colossus führt einem die Konsequenzen seines Tuns vor Augen. Aber das ist keine Message, die mit dem Schopflöffel gefüttert wird - das ist die Thematik des Spiels, und sie ist keineswegs dick aufgetragen. SotC gespielt?

    In Black hat das eigene Tun keine Konsequenzen, außer diverser Explosionen. Black hat keine Subtilität, keine Ironie, keinen Humor. Es hat noch nicht einmal gutes Gameplay - es suggeriert nur permanent “Ich bin nur hirnlos und Krawall!” und entzieht sich damit von vornherein jeder berechtigten Kritik. Black gespielt?

  53. Spielkind schreibt:

    Mich stört an Black übrigens nicht die Qualität des Spiels. Ich finde es halt ein doofes Spiel, davon gibt es mehr als eins. Mich nervt, dass ausgerechnet dieses Spiel so viel Erfolg hat, und ausgerechnet bei diesem Spiel alle offensichtlichen Kritikpunkte in Presse und “Gemeinde” gnädig mit dem Argument “Ist ja nur Hollywood” weggeschoben werden.

  54. Richard schreibt:

    Exakt. Ich habe gar nichts dagegen, dass auch solche Spiele gemacht werden. Aber das diese Spiele dann die dicken Cover in den Spielezeitschriften kriegen, gute Wertungen absahnt und am Ende auf Platz 1 der Charts stehen. Alle wissen irgendwie, dass es doof ist, aber keiner traut sich auf den Elefanten in Raum hinzuweisen.

  55. kd schreibt:

    Sag ich doch. :-)

  56. farin schreibt:

    Ich glaub ich habs geschnallt. Aber das war mit NFS-Underground Fuck-Off HipHop genauso. der erste Teil war ja ganz Nett aber die Nachfolger warn nur Komerz! Da werden wir hier wohl auch nichts dran ändern können.

  57. dreinulldrei schreibt:

    Doch, ich trau mich. Black ist SCHEISSE, finde ich! Spielspaß gleich null.

  58. Stefan schreibt:

    Spielspass gleich null? Das sagst du nur, weil du World War 2 Combatili nicht kennst. ;-)

  59. Richard schreibt:

    “Bleiben sie in ihren Häusern! Es ist alles in Ordnung!”

    Großes Kino!

  60. dreinulldrei schreibt:

    lol…hört sich nach einer Perle der Spieleentwicklung an. Wird das Spiel mit einem Griff mitgeliefert? Griff zum wegschmeissen…

  61. Anis schreibt:

    -Der kommerziellen Druck auf Spieleentwickler ist so groß, dass sie mit allen Risiken, die sie eingehen müssen, zum Erfolg verdammt sind;
    -Arme Entwickler, sie müssen immer eine Mainstream-Welle reiten. Die andere Spielideen werden im Keime erstickt;
    -In Deutschland sind die Studios sich selber überlassen: schlecher Ruf, keine staatliche Unterstützung, eigene, hausgemachte Schubladendenken, Abkapselung von der Umwelt;
    -mit ihrer komplizierten Struktur der Spielentwicklung stehen Studios sich selbst im Wege.

  62. brof schreibt:

    dein spiel ist doofer als mein spiel, ätschi-bätschi. auf diesem niveau läuft hier die diskussion ab. habe schon lange nicht mehr das wort “doof” in einer auseinandersetzung verwendet. ich spiele gerade beide spiele, BLACK und SOTC. die haben völlig unterschiedliche zielsetzungen. in SOTC werden ganz andere emotionen als in BLACK transportiert. und ich würde nicht behaupten, dass das eine spiel besser als das andere ist, da beide sehr gute spiele sind. wenn man BLACK nur als shooter rezipiert, dann kommt man da nicht weiter. und in SOTC geht es auch nicht nur um Fantasy. cheerio, ihr Nasen. brof

    p.s. bloss weil ein spiel nicht das gute und schöne transportiert ist es deswegen scheisse oder sinnlos. dieser deutsche betroffenheits-wahn. ich bin sowas von betroffen besoffen…

  63. Spielkind schreibt:

    wenn man BLACK nur als shooter rezipiert, dann kommt man da nicht weiter. und in SOTC geht es auch nicht nur um Fantasy. cheerio, ihr Nasen.

    (Toll. Knöpfe für Code-Behinderte wie mich.)

    Warum kann man denn Sachen nicht mal als das rezipieren, was sie sind?
    Shadow of the Colossus ist ein Fantasy-Spiel das eine Fantasy-Geschichte erzählt. Erzählerische Mittel dabei sind bestimmte Emotionen wie Zweifel, Einsamkeit, Trauer… aber nicht umgekehrt.
    Black ist ein Shooter der eine Geschichte vom Terroristen-Umnieten erzählt. Erzählerische Mittel dabei sind schlechte Videosequenzen und Explosionen. Außerdem hat das Spiel einen Haufen spielerischer Geschmacklosigkeiten, die vielleicht ironisch gemeint sind, sich mir aber nicht erschließen. Deshalb finde “ich” (deutlicher Hinweis auf Subjektivität dieses Beitrags) das Spiel saudoof. Außerdem ist das Gameplay verkorkst: Spielfigur zu langsam, man kann nicht springen, KI grenzdebil, unfaires Gegner- und Leveldesign. Das sind für mich objektive Kritikpunkte, ähnlich wie Steuerung und Kameraführung bei SOTC. Nun muss nur noch jeder entscheiden, wie sehr ihn diese Punkte stören - bei SOTC stören sie mich nicht, bei Shootern geht es mir aber um schnelles, dynamisches Gameplay (perfektes Beispiel: Halo) und nicht um viszerale Zerstörungserlebnisse.
    Mich wundert (objektiv) halt nur, dass die Gameplay-Kritikpunkte bei Black längst nicht so viel in der Presse erwähnt werden wie bei SOTC. Meiner Meinung nach liegt da eine gewisse Feindseligkeit gegenüber “anderen” Spielen vor, die nicht in gewisse Raster passen.
    Und subjektiv regt mich auf, dass so ein Dreck wie Black sich so gut verkauft.

  64. brof schreibt:

    ja, BLACK ist nicht perfekt, aber weit davon entfernt “dreck” zu sein. da ist noch platz für verbesserungen an der gegner KI. die speicherpunkte sind verdammt weit weg. und werden nicht permanent gespeichert. an der “ideologie” habe ich nichts zu bemängeln, ist reiner pulp.

    grüsse,
    brof.

  65. Enno schreibt:

    Ich habe eine Antwort gekriegt von meinem (ehemaligen) MdB. Sogar eine sehr ausfuehrliche, das hat mich richtig gefreut. Die passt hier nicht so recht in einen Kommentar - wenn’s Dich interessiert, Richard, shcick mir mal eine Mail :-)

  66. Richard schreibt:

    Mail ist unterwegs!