Archiv für März 2006

Frühlingsgefühle

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Oh Mann. Ich will Oblivion spielen. Es ist schon verdammt lange her, dass ich so dringend das Bedürfnis verspürt habe ein Spiel zu spielen. Einerseits ist das ein tolles Gefühl, denn irgendwo zwischen Gangsterhomies, Tom Clancy-Kacke und Electronic Arts kann es manchmal arg schwer werden noch echte Begeisterung für sein Hobby zu entwickeln.

Andererseits weiß ich aber auch woher dieses dringende Bedürfnis kommt. Dummerweise ist der Mensch nämlich so gepolt, dass er immer das am meisten begehrt, was er gerade nicht haben kann. Und Oblivion kann ich gerade nicht haben. Ich bin nicht im Besitz einer 360 und mein PC ist so alt, dass er nur noch durch massiven Einsatz von Kaugummi und purer Willenskraft am Leben bleibt.

Bis auf die Grafikkarte erfüllt er zwar so gerade eben die Minimalanforderungen für das Spiel, aber eben auch nur bis auf die Grafikkarte. Mit einer 64MB GeForce 4 weigert sich das Spiel wohl einfach zu laufen.

Also was mache ich jetzt? Option a) wäre meine Grafikkarte zu ersetzen (sagen wir mal mit einer 6600GT oder so). Finanziell gesehen wäre das ausgesprochen machbar, denn so eine Karte kostet nur knapp 140€. Allerdings habe ich keine Möglichkeit raus zu finden, ob das Spiel auf dem System dann auch nur halbwegs vernünftig laufen würde. Mein treuer Athlon 2000XP könnte da doch einen ziemlichen Flaschenhals darstellen.

Option b) wäre der Kauf eines komplett neuen PCs. Das ist nach dem Monitorkauf im Moment einfach nicht drin. Option b) fällt also flach.

Dann ist da Option c). Vor der habe ich am meisten Angst. Denn die lautet “Kauf einer 360″. Angst habe ich davor, weil das wirklich passieren könnte. Dabei ist es eigentlich noch viel zu früh dafür. Der Plan war ursprünglich mindestens bis zum Herbst zu warten. Und auch wenn es finanziell möglich wäre, möchte ich doch eigentlich das Geld im Moment viel lieber sparen. Zumal ich ganz sicher nicht die verkrüppelte Coreversion kaufen werde und sie für das VGA-Kabel wahrscheinlich einen echten Mondpreis verlangen werden.

Bleibt noch Option d): Operation Willenskraft. Willenskraft, hmm, was war das doch gleich? Mal ernsthaft, ich bin echt ziemlich überrascht von der Stärke meines “Muss Oblivion spielen!”-Triebes. Vielleicht hatte ich das schon so lange nicht mehr, weil ich bis vor kurzem jedes Videospielsystem der Welt hatte? Egal welches Spiel ich wollte, ich konnte es haben. Ich fühle mich hier fast in meine Jugend zurück versetzt, wo PC Upgrades noch viel häufiger kamen und es wesentlich schwieriger war an Spiele ranzukommen, sei es weil der Schulhof eine wesentlich langsamere Form der Softwaredistribution war, oder weil der Preis eines Spiels damals doch die monatlichen Einkünfte zum Teil nicht unerheblich überschritten hat.

Aber irgendwie gefällt mir Option d) sogar ein bisschen, denn wenn ich ehrlich sein soll, ist dieses Gefühl gar nicht so schlecht. Gab es nicht sogar einen Namen dafür?

Hmmm. Genau! Vorfreude!

Vorfreude hatte ich schon verdammt lange nicht mehr, zumindest was Spiele (oder auch Kino) anbelangt. Vielleicht sollte ich mich einfach ein paar Wochen entspannt zurücklehnen, mir die Oblivion-Geschichten anderer Leute anhören und einfach meine Vorfreude genießen. Dann habe ich auch genug Zeit heraus zu finden, welche Version besser ist und ob das Spiel auf meinem PC mit neuer Grafikkarte noch akzeptabel laufen würde. Vielleicht kaufe ich mir sogar die CE von Oblivion und stelle sie mir als Vorfreudeverstärker ins Regal.

Wisst ihr was? Mir gefällt Option d) eigentlich ganz gut. Jetzt muss ich nur noch sicherstellen, dass ich in den nächsten Tagen nicht an einem Saturn vorbei komme. Das ist übrigens leichter gesagt als getan, denn ich muss jetzt zur Arbeit. Und auf dem Weg dorthin liegt was?

Genau, ein Saturn. Wünscht mir Glück.

36 Kommentare Autor: Richard
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Durchgeblättert

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Ist euch das auch schon passiert? Ihr steht im Supermarkt an der Kasse und stellt fest, dass ihr kein Bargeld dabei habt. Normalerweise keine Thema. Schließlich hat man diverse Plastikkarten im Gepäck. Aber was, wenn man nur eben schnell eine Gurke und drei Tomaten für den Salat mitnehmen wollte und neben der Kasse eine Schild mit der Aufschrift „Kartenzahlung erst ab 5€“ prangt?

Dann schaut man sich ganz schnell nach etwas um, womit man seinen Gesamtpreis über diese magische 5€-Grenze treiben kann. Und was ist geschickt neben der Kasse platziert? Genau, die Schnapsfläschchen das Regal mit den Zeitschriften.

Also habe ich mir nochmal eine GEE gekauft. Nachdem der letzte Versuch dank “Waffenporno“-Cover und akutem EA-in-den-Arsch-kriechens nicht so gut gelaufen war, hatte ich das Magazin ja schon fast abgeschrieben. Aber Gurke sei Dank, bekommt es jetzt eben eine zweite Chance. Seid Live dabei, während ich die neue GEE durchblättere!

Die Aufmachung der Zeitschrift ist übrigens immer noch recht gefällig. Diesmal in knallrot und mit Lara Croft drauf. Nicht sonderlich originell, aber ihr Comebackversuch ist sicherlich das interessanteste was diesen Monat passieren wird. Gut gefällt mir, dass auf der Rückseite keine Werbung drauf ist. Ich weiß nicht wieso, aber auch haptisch ist Heft sehr angenehm und hinterlässt insgesamt ein sehr hochwertiges Gefühl. So was lasse ich durchaus auf dem Tisch liegen, ohne mich dafür schämen zu müssen.

Seite 1: Zigarettenwerbung. Unschön, aber von irgendwas müssen die bei der GEE ja auch leben. EA kann schließlich nicht jeden Monat eine doppelseitige Anzeige kaufen.

Sie haben übrigens die DVD weggelassen. Zitat: “Es gab gute GEE-DVDs und nicht so gute GEE-DVDs”. Die vom letzten Monat war dann wohl eine der nicht so guten.

Seite 9: Nintendo bringt offensichtlich eine neue Version des DS raus! Im PCX-Forum würde man dazu so was sagen wie “Jesus Christus geboren!” oder “Hannibal überquert die Alpen!”. Auf manche Dinge sollte ein Printmagazin halt einfach verzichten. Insbesondere wenn es sich an Leute wendet, die von dem Thema schon einen Hauch Ahnung haben und diese aufregende Neuigkeit schon seit Wochen wissen.

Seite 12: Top Gear, die beste Autosendung der Welt, wird erwähnt. Das gibt Bonuspunkte. Auch wenn der Gran Turismo Film aus der letzten Staffel schon vor längerer Zeit als Video-Meme durchs Netz geisterte.

Seite 19: Kleiner Bericht über Cooking Mama. Ob da jemand Antigames liest?

Seite 21: Interview Keith Schofield. Kein sonderlich toll geführtes, aber die Richtung stimmt.

Seite 26ff: Tomb Raider Coverstory. Noch keine Zeit gehabt die zu lesen. Leider kann man sich den Hinweis auf die alte Nudepatch-Nummer nicht verkneifen. Inklusive Screenshot. Aus den Screenshots ohne entblößte Boobies kann man jedenfalls entnehmen, dass sich Lara in dem Spiel häufiger mal umzieht. Xanthia lässt grüßen.

Seite 36: Interview mit einer CDU-Politikerin über die “Killerspiel”-Debatte. Na ja, Debatte kann man es nicht nennen, denn anscheinend sind CDU-Politiker zwar fröhlich bereit alles zu verbieten, was nicht bei zwei auf den Bäumen ist, aber wesentlich weniger fröhlich dazu bereit solche Verbotsforderung auch öffentlich zu verteidigen. Die Suche nach einem Gesprächpartner hat sich jedenfalls wohl als arg schwierig herausgestellt. Lesen werde ich das Interview später. Habe gerade keine Lust mich aufzuregen.

Seite 41ff: Tolle Reportage über Online-Shooter mit WW2-Thematik und wie der unkritische und kontextfrei Umgang der Entwickler mit diesem Szenario von braunem Gesocks als Rekrutierungsmittel missbraucht wird. Darüber wollte ich selber mal was schreiben. Hat sich jetzt wohl erledigt. Freut mich ehrlich gesagt aber, denn von so was will ich mehr sehen! Schade nur, dass man sich nicht getraut hat auch mal ein paar Spieleentwickler mit solchen Sachen zu konfrontieren. Das dürfen die Redakteure diverser Zeitschriften übrigens ruhig als Aufforderung verstehen. Wenn ihr das nächste Mal die Entwickler von Medal of Brothers in Duty seht, dann fragt sie doch mal ausnahmsweise nicht nach ihrem geilen Bump-Mapping, sondern hakt mal nach warum sie da so unkritische Heldenverehrung betreiben.

Seiten 74 bis 86: Ganze 12 Seiten hat die GEE für Spielekritiken übrig. Und eigentlich kann man das auch nicht wirklich Spielekritiken nennen, was die da so schreiben. Es handelt sich dabei eher um nette kleine Reflektionen über die einzelnen Titel. Bei einer Kaufentscheidung hilft das alles wenig. Wer hier Wertungskästen oder überhaupt eine Wertung sucht, der hat sich geschnitten. Stört mich überhaupt nicht, ich weiß ja sowieso schon was ich will und was ich lieber liegen lasse. Trotzdem kann man da auch Gunnar Lotts Verteidigung der “Stiftung Warentest”-Methode verstehen lernen. Ein bisschen Wertung darf es für viele Leute dann sicher doch sein. Mir gefällt’s aber.

Seite 88f: DVD Reviews. Brauche ich das in einer Spielezeitschrift? Nö.

Seite 90f: Musik Reviews. Brauche ich das in einer Spielezeitschrift? Nö.

Seite 93: Ein Mofa Review. Brauche ich das in einer…na, ihr wisst schon.

Uuuund Schluss. Mal sehen wie brauchbar die Lara Titelstory und das Interview mit der CDU-Frau ist, aber trotz Mofa-Review gefällt mir das Heft im Großen und Ganzen sehr gut. Dem durchschnittlichen Prozentpunkteverteilermagazinleser würde jedenfalls glatt der Kopf explodieren, wenn er da reinschauen würde.

Schön.

36 Kommentare Autor: Richard
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GurgelgurgelGURGEL!!

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Wenn ihr eine Stunde eurer Zeit loswerden wollt, dann werft mal einen Blick auf Murloc – Das Rollenspiel. Ihr habt richtig gelesen. Murloc – Das Rollenspiel. Jeder der WoW spielt oder gespielt hat, wird Murlocs entweder lieben oder hassen. Ich persönlich liebe sie ja, und jetzt kann ich endlich selber einen spielen. Tatsächlich handelt es sich dabei um ein komplettes kleines Rollenspiel mit richtiger Geschichte, jeder Menge Quests, Skills, und allem was sonst noch so dazugehört. In Flash. Und 2,5D-Grafik, die gnadenlos aus WoW geklaut wurde.

Einfach super. Das einzige was fehlt ist ein Knopf mit dem man “Gurgelgurgelgurgel!” rufen kann. Aber vielleicht kommt der ja im zweiten Teil.

8 Kommentare Autor: Richard
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Ein guter Tag für Sammler

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Meine Empfehlung des Tages: Atelier Iris – Eternal Mana. Ein wunderbar charmantes, Sprite-basiertes Rollenspiel mit erstaunlich viel Tiefgang und tonnenweise Slapstick-Humor. Wie üblich wird es in Europa total floppen und Mitte nächsten Jahres zum doppelten Preis bei Ebay verhökert werden. Aber immerhin wird kein Antigames-Leser behaupten können, er hätte es nicht vorher gewusst. Da ich mich anderswo schon genug über das Spiel ausgelassen habe (grässliche Rechtschreibfehler inklusive), lasse ich jetzt lieber die professionellen Kritiker zu Wort kommen.

Even when padded with so many routine elements, RPG players will probably enjoy Atelier Iris: Eternal Mana, and why not? What seems routine to a non-fan is just genre convention to an insider. – G4 TV

Patience with Atelier Iris, however, comes with its own rewards as the game manages to open up in more creative ways (besides the mastery of the simple but solid fighting system) once you begin amassing Mana and mana. – games(TM)

The game’s inimitable character bursts at the seams of what was clearly a limited budget. There is none of SquareSoft’s dull-eyed cinematic waste here, which will no doubt alienate swarms of both genre fans and critics. But the charm of the title coupled with its breathtaking breadth and depth will win over more discerning gamers. – Edge

This is a quintessentially Japanese videogame reminiscent of classic 16-bit titles such as Secret of Mana and Chrono Trigger, albeit married to a Nippon Ichi-style fanaticism for detail and Pokemon’s kleptomaniacal Gotta Catch ‘Em All mechanic. – Eurogamer

But just because Atelier Iris has its problems and isn’t game of the year material, that doesn’t mean that it isn’t an inspiring experience. It’s quite the contrary actually, as Eternal Mana is terrific fun and one of those rare examples of a product that transcends its list of problems through sheer personality, charm, and surprise. – IGN

Und kaufen könnt ihr es zum Beispiel hier, oder in eurem (gut sortierten) Spieleladen um die Ecke. Wer noch andere Bezugsquellen kennt, die das Spiel tatsächlich auch vorrätig haben, möge die bitte ergänzen. Es scheint jetzt schon schwierig zu sein, an Atelier Iris ranzukommen.

11 Kommentare Autor: Stefan
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An Uwe Boll Film

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Am 23. kommt die BloodRayne DVD in den USA raus. Zumindest ein Extra steht schon mal fest. Wer sich traut mit der DVD zur Kasse zu gehen, bekommt gleich noch das komplette PC Spiel BloodRayne 2 mitgeliefert. Wir dürfen noch auf einen Kommentartrack von Boll hoffen.

Hierzulande ist der Film noch nicht mal verkauft, wird somit nie ein Kino von innen sehen und eine DVD Veröffentlichung wird wohl auch noch eine Weile auf sich warten lassen. Wer den Film also sehen will, muss importieren. Antigames hat den Film bestellt und wird ihn gucken, damit ihr es nicht tun müsst. Ausführlicher Bericht mit Wertungskasten kommt natürlich so bald wie möglich.

Zum Vorglühen hier noch ein paar interessante Zitate aus einem Chat auf blairwitch.de Ende Januar.

Zum Thema Postal:

POSTAL ist USA feindlich. Osama Bin Laden spielt mit etc.

Bei mir im Script wird zum Bsp. die Queen von England von einem Zimmerkellner gebumst. Ich denke das reicht um den Stil leicht verständlich zu machen.

Wartet ab, zuviel kann ich von Postal nicht verraten, aber die TALIBAN leben da in Arizona.

Mal ganz ehrlich, ich glaube mit Boll und Postal haben sich zwei gefunden, die sich absolut verdienen. Der Film hat echt das Potenial der erst Boll Film zu werden, der so schlecht ist, dass er schon wieder gut ist.

Zum Thema Far Cry:

FAR CRY ist mit THE ROCK oder JASON STATHAM zu rechnen.

DOOM gilt als Flop. THE ROCK Preis ging runter.

Ich frage mich, wann es sich bei Hollywooddarstellern rumspricht, dass für Boll zu arbeiten bedeutet öffentlich einzugestehen, dass man keinen anderen Job gefunden hat und inzwischen für ein Taschengeld arbeiten muss.

Zum Thema Hollywood:

Zu BLOODRAYNE ist zu sagen, dass ROMAR die Kinos im letzten Moment nicht gekriegt hat. Das war echte scheisse, wie die MAJORS die Screens für sich gebucht haben und ROMAR stand im Regen. Damit ist die Idee der Selbstvermarktung gescheitert und ich muss wieder zu LIONSGATE oder einem Major.

UWEBOLL: Das sind alles Verbrecher und Wichser in Hollywood.

Lieber Dr. Uwe. Wenn du mit denen noch arbeiten musst, wäre es vielleicht ganz clever diese Leute nicht als Verbrecher und Wichser zu beschimpfen. Obwohl, John Feltenheimer liest wahrscheinlich nicht gerade blairwitch.de, insofern…

Na ja, zumindest nimmt der Mann kein Blatt vor den Mund. Ich schätze ich muss endlich mal Alone in the Dark ausleihen und mir den Kommentartrack anhören. Falls ich mich traue, wird auch über dieses Erlebnis hier berichtet.

29 Kommentare Autor: Richard
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Frühjahrsverlängerung

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Ich habe eine gute Nachricht. Weil der Winter dieses Jahr so lange dauert, wird das Frühjahr bis November verlängert. Zumindest kann man das aus Sonys Pressekonferenz von heute morgen schließen. Die PS3, die “diesen Frühling” kommt, wird jetzt nämlich im November auf den Markt geworfen. Wird Zeit noch ein paar kurze Hemden mehr zu kaufen, denn scheinbar hat Sony wohl irgendwelche Daten über die globale Erwärmung, die dem Rest der Welt noch nicht zur Verfügung stehen werden.

Immerhin wird es, wie bei der 360, ein weltweiter Launch. Wir können uns also mal wieder auf lange Schlangen vor den Läden freuen, und wer nicht bereit ist für seine Konsole mitten in der Nacht aufzustehen, wird wohl erst 2007 damit spielen können. Allerdings gibt es noch keine Preisinfos, also besteht durchaus die Chance dass die Schlangen doch nicht so lang werden. Schließlich wird allgemein mit sehr hohen Kosten gerechnet.

Ein erstes Spiel haben sie übrigens auch gleich angekündigt. Es ist ein Sequel zur PSP-Gurke “Untold Legends”. Wie im Moment üblich spielt man da “part of an elite military group”, wahrscheinlich mit Totenschädelabzeichen auf der linken Schulter. Was das mit dem Fantasy-Szenario zu tun hat weiß ich auch nicht, aber wahrscheinlich darf man im Moment keine Pressemitteilung rausbringen, in denen nicht mindestens einmal eine “elite military unit” erwähnt wird. Die ersten Screenshots lassen das Spiel übrigens aussehen wie einen drei Jahre alten Xbox Titel.

Ich kann’s kaum erwarten bis endlich November ist.

29 Kommentare Autor: Richard
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SWAT 4 – Killerspiel mal anders

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Obwohl ich eigentlich kein grosser PC-Spieler bin, habe ich mir letzte Woche die SWAT 4 Gold Edition gekauft. Ehrlich gesagt hatte ich sowohl mit Ravenshield als auch dem ersten Splinter Cell grossen Spass, aber irgendwann geht einem die ständige Tom Clancy-Indoktrination doch massiv auf die Nerven. Warum also nicht was neues ausprobieren und statt knallharter Soldaten mit Totenköpfen auf den Armen mal unterbezahlte Gesetzeshüter ins Gefecht schicken?

In SWAT 4 führt man mit seinem fünf Mann starken Sondereinsatzkommando insgesamt 16 “Festnahmen mit hohem Risiko” durch, dank Addon sind es in der Gold Edition nochmal einige mehr. Dabei geht man im Prinzip immer gleich vor; Leute vor einer Tür aufstellen, nächsten Raum ausspähen, stürmen (oder stürmen lassen, ist für die eigene Gesundheit wesentlich besser). So weit, so bekannt. Anders als im offensichtlichen Genrekollegen Rainbow Six kann man jetzt allerdings nicht einfach so alles über den Haufen ballern, was einem vor eine seiner zahlreichen Flinten kommt. Immerhin mimt man einen Polizisten, und Verdächtige in Leichensäcken kann man halt so schlecht verhören. Also pustet man den schwer bewaffneten Ganoven Pfeffer ins Gesicht, beschiesst sie mit Bohnensäckchen, ärgert sie mit Gummikügelchen und brüllt sie an; immer in der Hoffnung, dass sie sich irgendwann ergeben.

Irgendwie ist es zwar skurril, wenn man zu fünft einen kleinen Drogendealer anbrüllt und er trotz allem nicht aufgibt, aber dennoch sind solche lebensnahen Konfliktsituationen wesentlich spannender als das übliche “wer schiesst schneller”. Das soll jetzt nicht heissen, dass SWAT 4 perfekt sei, oh nein. Die KI hat Macken, das Spiel wird im Laufe der Zeit kackschwer und die lieben Kollegen rühren keinen Finger, wenn man es ihnen nicht befiehlt. Trotzdem ist es nett zu sehen, dass es auch männliche Männerspiele gibt, die einen trotz der martialischen Aufmachung für ein gewaltfreies Vorgehen belohnen. Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad darf man bereits neu laden, wenn man auch nur einen einzigen Gangster in Notwehr erschiesst. Das ist zwar dank renitenter und äusserst Verhaftungs-unwilliger Bösewichte so gut wie unmöglich, aber dennoch ein begrüssenswerter Ansatz. Leider passt er wohl nicht ganz zur derzeiten “Best of the best” Euphorie rund um den nicht versiegenden Output von Herrn Clancy. Schade drum.

22 Kommentare Autor: Stefan
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Pangya!!

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Vor langer, langer Zeit gab es in einer Paralleldimension ein magisches Inselreich namens Pangya. Alles war friedlich, bis eines Tages ein Dämonenkönig anfing dem Land seine Lebensenergie durch ein kleines Loch im Boden auszusaugen.

Die Pangyianer beschlossen jede Menge Energie in einen kleinen Kristallball zu packen und diesen in das Loch zu stopfen, um den Dämonenkönig zu besiegen. Durch die viele Energie in dem Kristallball konnte dieser allerdings von keinem Menschen mehr angefasst werden.

Also entwickelten die Pangyianer einen Schläger mit dem sie den Ball in das Loch treiben wollten. Leider verlor der Ball mit jedem Schlag an Energie, und so war es sehr wichtig das Energieaussaugeloch mit so wenigen Schlägen wie möglich zu verstopfen.

Einem mutigen Krieger gelang dies schließlich und Pangya war gerettet. Noch heute spielt man auf den inzwischen wieder paradiesischen Inseln ein Spiel namens Albatross 18, das an diesen heroischen Krieger erinnern soll.

Jawohl, meine Damen und Herren, es geht um Golf. Koreanisches Online Multiplayer Golf, um genau zu sein. Wie irgendwie nicht anders zu erwarten, mit knallbunter Glubschaugengrafik, Rollenspielstatistiken und (siehe oben) einer komischen Hintergrundgeschichte.

Wer nur mit klassischem Golf was anfangen kann, der sollte lieber die Finger davon lassen. Vom Grundprinzip spielt es sich zwar völlig konventionell, aber die Aufmachung ist doch sehr, sagen wir mal, asiatisch. Wenn man den Ball zum Beispiel besonders gut trifft, dann ruft plötzlich jemand laut PANGYA!! und alles fängt an zu glitzern. Auch das Geld hat in dem Spiel wie üblich einen komischen Namen. Es heißt nämlich Pang.

Für gute Schläge bekommt übrigens solche Pang gutgeschrieben. Spielt man zum Beispiel ein Loch Par oder drunter, so springen aus dem Loch ganz plötzlich jede Menge Pang Münzen heraus. Damit kann man sich dann allerlei Dinge kaufen. Komische Hüte zum Beispiel. Oder Bälle die Herzchen hinter sich her ziehen und allen Spielern ein paar Pang schenken, wenn man einen PANGYA!! schafft. Es gibt auch magische Artefakte, welche die eigenen Fähigkeiten verbessern und man kann sich sogar ganz neue Charaktere kaufen. Mein persönlicher Favorit ist aber die Möglichkeit sich einen Caddy zu leisten, der dann immer brav hinter einem her trottet. Sehr fein.

Albatross 18 ist übrigens kostenlos. Wer allerdings die ganz tollen Artefakte, Hüte oder Charaktere kaufen will, der muss trotzdem Geld ausgeben. Die gibt es nämlich nicht für Pangs, sondern nur für Cookies. Das ist die andere Währung in Pangya und die kostet echtes Geld.

29 Kommentare Autor: Richard
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Besser als Big Momma

Big Momma kratzt sich am Arsch

Ist euch eigentlich auch schon mal aufgefallen, dass es unter Filmkritikern im Moment total en vogue ist, schlechte Filme durch einen Vergleich mit Videospielen abzukanzeln?

“While it’s loaded with visceral thrills, it never rises above the level of an extended video game.”
(der Chicago Reader über Stealth)

Auch beliebt: Einen Film dadurch schlecht zu reden, dass man behauptet er sei für Videospieler gemacht.

“Clearly designed for horny teenaged video game wizards.”
(LA Weekly über Ultra-Violet)

Früher waren Vergleiche mit Videoclips das Mittel der Wahl um anzuzeigen, dass ein Film Müll war, heute sind Videospiele der Prügelknabe.

“You’d half expect the Xbox logo to pop up on the credit roll for XXX: State of the Union, since what’s on view is closer to a videogame than a movie.”
(Variety über XXX: State of the Union)

Vielleicht sollte mal jemand die Damen und Herren Filmkritikern bitten eine kleine Realitätsüberprüfung durchzuführen. So sehr die Spielebranche auch von Gewalt besessen ist, so sehr sie sich auch weigert mal etwas anspruchsvollere Spiele zu machen, so traurig die Verkaufszahlen von Black und Psychonauts auch sind: Letztes Jahr war ein wesentlich besseres Jahr für Spiele als für Filme.

Ich war dieses Jahr von keinem Film so emotional berührt wie von Shadow of the Colossus, ich habe mich mit keinem Charakter in einem Film so stark identifiziert wie mit Lucas Kane in Fahrenheit, ich habe über keine Filmkomödie so laut gelacht wie über Psychonauts, kein Regisseur hat eine so atemberaubende Welt erschaffen wie World of Warcraft und kein Action- bzw. Horrorfilm hat mir einen solchen Adrenalinstoss verpasst wie Resident Evil 4 oder Call of Cthulhu.

Sehen wir den Tatsachen mal ins Auge. Der größte Eventfilm des Jahres war nicht nur ein acht Stunden langes Remake eines alten Filmes, nein, das Videospiel dazu war besser als der Film selber.

Klar, es gab schon ein paar brauchbare Filme dieses Jahr. Wenn er nicht so unsäglich lang gewesen wäre, hätte King Kong sicher Spaß gemacht. Ich mochte Batman Begins, Serenity und sogar Mr. & Mrs. Smith sowie den diesjährigen Potterfilm. Auch im Bereich der etwas anspruchsvolleren Werke habe ich ein paar nette Sachen gefunden. An Syriana, Good Night and Good Luck, Crash oder Lord of War habe ich zum Beispiel gute Erinnerungen.

Aber so richtig vom Hocker gehauen hat mich keiner dieser Filme. Mein Lieblingsfilm dieses Jahr ist eine Doku von Werner Herzog über einen Typen der sich von einem Bären fressen lassen hat. So sehr ich Werner Herzog (gerade als Dokumentarfilmer) schätze, das sagt doch schon alles über Hollywoods aktuelle Fähigkeit aus, gute Filme zu produzieren.

Vielleicht habe ich ja auch den Film des Jahres noch nicht gesehen. Vielleicht bietet ja Narnia atemberaubendes Spektakel oder Brokeback Mountain ist emotional tief berührend. Ich werde das bei Gelegenheit sicher noch überprüfen. Aber selbst wenn diese beiden Filme großartig sein sollten, dann wäre das immer noch eine verdammt schwache Ausbeute.

Die anhaltende Flaute an den Kinokassen deutet übrigens darauf hin, dass ich nicht der einzige bin, der das so sieht. Während Hollywood ein Remake nach dem anderen auf den Markt wirft und eigentlich nur noch mit billigen Horrorfilm oder Fatsuit-Komödien Geld verdient, hat die Videospielebranche hat letztes Jahr sogar echte Innovation bieten können. Das Nintendo DS ist ein System wie wir es noch nie zuvor gesehen haben und es bietet somit auch ein Spielerlebnis, wie wir es so noch nie hatten. Wer Project Rub oder Trauma Center gespielt hat, der weiß was ich meine.

Also liebe Filmkritiker, extra für euch präsentiere ich den AntiGames™ AntiTipp™ des Tages:

Klappe zu! Und dann mal ein gutes Videospiel spielen. Oder auch ein schlechtes. Ihr werdet überrascht sein.

Denn selbst Black ist besser als Big Momma’s House 2.

50 Kommentare Autor: Richard
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High Definition Dinosaurier!

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Mal was Erfreuliches zum Abendessen. Es gibt zwei neue Paraworld Videos, die das Spiel einfach sehr lecker aussehen lassen. Da wird man doch glatt inspiriert sich einen neuen Rechner zu kaufen! Am besten die HD Versionen ziehen. (Allerdings ist die HD Version von “Northland” irgendwie verschwunden. Oder ich bin blind. “Jungle” ist aber noch in HD verfügbar.)

Warum fordert die Konferenz der CDU-Innenminister nicht einfach mal, dass ab sofort alle Terroristen in Videospielen durch Dinosaurier ersetzt werden sollen? Das wäre mal eine sinnvolle Gesetzesinitiative. Dann würde ich sogar Black spielen.

14 Kommentare Autor: Richard
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