Archiv für März 2006

Frankreich: Ritterschlag / Deutschland: Schlag ins Gesicht

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Na, wenn das nicht ein Grund ist Frust zu schieben. In Frankfreich werden lokale und internationale Videospieleentwickler zum Ritter geschlagen, in England hat sich die British Academy of Film and Television Arts entschlossen Videospiele offiziell als zum Film gleichwertige Kunst zu behandeln und in Deutschland überlegen sich die Herren Innenminister von der Union mal wieder wie man den ganzen Kram am besten verbieten kann.

Wo wir gerade bei dem Thema sind: GamesAreWork bemerkt mal wieder sehr korrekt wie saft- und kraftlos sich die deutsche Branche gegen solche Zensurversuche wehrt (wenn man das überhaupt so nennen darf). Die Devise scheint zu lauten “bloß keine Wellen machen, wird schon nichts passieren”. Na, vielen Dank.

Und noch was: Warum übernehmen selbst Branchenblätter wie die Gamestar (seufz) den Propagandabegriff “Killerspiele” völlig kommentar- oder kritiklos? Steht brav übernommen direkt in der Überschrift. Nicht mal in Anführungsstriche wird er gesetzt. Enttäuschend.

Allerdings würde es auch helfen, wenn mal ein paar mehr Spiele rauskommen würden, in denen man was anderes machen darf als irgendwelchen Terroristen ins Gesicht zu schießen. Danke, liebe Spieleindustrie.

Zum Schluss noch Tipp an Spieleentwickler: Wer zum Ritter geschlagen werden möchte, der sollte vielleicht aufhören immer wieder den ewig gleichen Ballerdreck zu recyclen. Schließlich sind die zukünftigen Ritter Miyamoto, Ancel und Raynal nicht gerade mit Spielen bekannt geworden, die in der Gamestar 9 von 10 Punkten für die Waffen bekommen haben. Wohl gemerkt, Alone in the Dark ist kein Knuddelspiel gewesen. Gewalt alleine ist nicht problematisch. Problematisch wird es erst, wenn das Spiel gewalttätig und doof ist. Also, erst nachdenken dann designen.

Dann klappt’s auch mit dem Ritterschlag.

66 Kommentare Autor: Richard
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Hilferuf

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Liebe Antination, ich brauche mal wieder eure Hilfe. Diesmal bin ich auf der Suche nach einem neuen Monitor. Mein altes Röhrengerät war schon nicht sonderlich gut als ich es gekauft habe und inzwischen gehen mir die Unschärfe, die geringe Leuchtkraft und der schlechte Kontrast gewaltig auf die Nerven. Also soll ein neuer TFT Bildschirm her. Als Spieler will man natürlich ein Gerät was keine Schlieren zieht. Eine entsprechend hohe Bildaufbauzeit muss her. Aber wie schnell muss es wirklich sein, damit es akzeptabel ist? Ich habe bei diesen Zahlen immer den Verdacht, dass es dabei bis einem Gewissen Grad einfach darum geht die kleinere Zahl zu haben, egal ob das noch was bringt, oder nicht.

Nächste Frage ist: Widescreen oder normal? Widescreen wäre natürlich cool. Und mehr Platz auf dem Desktop für das leicht überfrachtet Visual Studio gäbe es dann auch. Außerdem könnte man dann vielleicht mal sinnvoll eine 360 daran anschließen. Das wirft natürlich gleich die nächste Frage auf. Brauche ich für die 360 irgendwelche speziellen Anschlüsse?

Design ist natürlich auch ein Faktor. Wenn ich schon Geld für ein neues Gerät ausgebe, dann sollte es zumindest halbwegs was her machen. Und was ist mit glossy? Sieht das wirklich besser aus? Reflektiert das dann doch zu stark? Meine Budgetobergrenze liegt übrigens bei 500€. Ich hätte nichts dagegen was deutlich drunter zu finden und ein Überschreiten dieser Grenze wäre nur für was total cooles drin. Selbst dann ist aber nicht viel mehr möglich.

Da man Computerhardware tatsächlich wie Computerhardware bewerten kann, habe ich mal einen Blick in die Gamestar geworfen. Dort werden der NEC Multisync 90GX2 und der Samsung Syncmaster 930BF empfohlen. Für beide Monitor finde ich generell sehr positive Kritiken im Netz. Der NEC ist mit knapp 450€ ungefähr einen Hunderter teuer, bietet aber wohl (unter anderem durch eine “glossy” Oberfläche) ein besseres Bild und scheint zudem etwas schicker auszusehen. Ist das den Unterschied wert? Widescreen sind die natürlich beide nicht, dafür haben sie sehr schnelle Reaktionszeiten. Hat jemand mit den Monitoren Erfahrungen gemacht? Hat jemand gute Alternativen? Wo kaufe ich am besten?

HILFE!

Update: Ich habe übrigens den NEC genommen. Nicht gerade günstig, aber ich bin nach einer Woche immer noch sehr glücklich damit. Der wird behalten.

18 Kommentare Autor: Richard
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Mein IQ ist gerade um 10 Punkte gesunken

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Auf der Suche nach den potentiellen Highlights dieses Jahres bin ich nämlich über die offizielle Seite zu (tief Luft holen) Tom Clancy’s Ghost Recon Advanced Warfighter gestolpert. Nun bin ich ja nun wirklich nicht der grösste Fan von Ballerspielen, insbesondere wenn sie sich einen Anspruch von Realismus geben wollen und offensichtlich Propaganda erster Klasse sind. Aber hey, wir reden hier schliesslich von einem Tom Clancy Spiel, da gehört der Neokonservatismus zum guten Ton. Also liebe Fortgeschrittene Kriegskämpfer der Geisteraufklärungseinheit von Tom Clancy, stellt euch doch bitte mal kurz vor.

Wir sind eine US Elite-Spezialeinheit, die Besten der Besten. Wir sind immer die Ersten in einem Konflikt und die Letzten, die sich zurückziehen. Wir erledigen Missionen, die sonst niemand erledigen kann. Tief hinter den feindlichen Linien schlagen wir plötzlich und lautlos zu und dann… verschwinden wir wieder.

Aha! Klingt nach dem guten alten Panzergrenadier-Motto Tarnen, Täuschen und Verpissen wenn ihr mich fragt. Ausserdem meinte mein Ausbilder beim Bund immer “zurückziehen kann man nur die Vorhaut”. Tolle Elite-Spezial-Kommando-Besteneinheit, wirklich. Aber für so Einsätze werden wie es aussieht sowieso nicht die Hellsten verwendet. Oder warum tragen die Ghosts Schädelembleme auf dem Arm?

Der Totenkopf ist unser unverkennbares Zeichen, er wurde extra für den besonderen Rang der Ghost-Elite entworfen. Er repräsentiert unsere wichtigsten Eigenschaften als Gruppe: Anpassungsfähigkeit, Effektivität, Überraschung, Lautlosigkeit und Professionalität. Wir tragen ihn im Kampf auf einer Armbinde, er ist unser ganzer Stolz, unser Leben!

Der Totenkopf als Zeichen von Überraschung und Professionalität! Das war mir neu, und erinnert mich irgendwie an Dogberts Brown Ring of Quality. Mal ehrlich, wenn ich sowas lese, ploppen mein grauen Zellen wie diese Verpackungsfolie mit den Luftkammern in den Händen meiner Kolleginnen. Wer textet so einen Schwachsinn, und wer soll dadurch zum Kauf animiert werden? Dabei wird sich das Spiel wohl eh wieder wie warme Semmeln verkaufen, ich meine, man kann darin auf Mexikaner ballern! Mit Schiessgewehren! Und man kriegt ständig erzählt, dass man zu TEH BESTEST OF TEH BESTEST gehört. Zumindest im Trailer.

Zugegeben, das Spiel könnte ja durchaus ganz launig sein, und die ersten Reviewer schlagen schon Purzelbäume vor Begeisterung, aber die Werbung für TC’sGR:AW ist doch wohl mehr als arm. Beim Öffnen der Packung würde ich mir jedenfalls Handschuhe anziehen, pures Testosteron auf den Fingern kann nun wirklich nicht gesund sein.

18 Kommentare Autor: Stefan
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Getting ready to rock…

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Gestern hat Hendrik ja über Guitar Hero geschrieben. Das hat bei mir wiederum die Frage aufgeworfen, warum ich das Spiel eigentlich noch nicht habe. Schließlich sind alle begeistert davon und ich importiere ja sonst auch alles was nicht niet- und nagelfest ist. Klar, der Preis ist etwas höher, aber dafür kommt es auch mit einem coolen Gitarrencontroller.

Ich will es definitiv haben, ich könnte es längst haben, aber irgendwie rede ich mir ständig ein, dass ich es mir erst holen werde, sobald es in Europa raus ist. Inzwischen ist mir klar geworden, dass es sich dabei um eine Verzögerungstaktik handelt. Nur, warum?

Ich glaube das liegt zum Teil daran, dass ich musikalisch ziemlich frustriert bin. Trotz jahrelangem Unterricht ist mein Klavierspiel nämlich – und da muss ich ganz ehrlich sein – eher mau. Wie sehr mich das nervt, kann man schon daran sehen, dass ich mal einen Kurzfilm über einen frustrierten Klavierspieler gedreht habe. In prätentiösem schwarz-weiß.

Jawohl, es ist schlimm.

Aber das alleine kann es auch nicht sein. Schließlich heißt das Spiel nicht “Piano Hero”, sondern “Guitar Hero”. Erst dieses Wochenende wurde mir der Grund schlagartig klar.

Mein Bruder ist Schuld.

Jawohl, mein Bruder. Der kann nämlich wirklich Gitarre spielen. Und als ich ihn dieses Wochenende auf der Bühne gesehen habe, wurde mir klar, dass ich mir mit so einer kleinen Plastikgitarre vor meiner PS2 irgendwie blöd vorkommen würde. Denn mein Bruder rockt wirklich und ich wäre nur ein Möchtegern. Und daher also die Verzögerungstaktik.

Kaufen werde ich das Spiel natürlich trotzdem. Aber spielen werde ich es nur, wenn mich keiner sieht.

8 Kommentare Autor: Richard
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Get ready to ROCK!

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Jaja, ich bin mal wieder sehr langsam. Eine echte Schnarchnase. Schon seit Ewigkeiten höre ich immer wieder von diesem neuen Spiel namens “Guitar Hero”. Und ignoriere es. Obwohl es von den selben Leuten stammt, die Amplitude gemacht haben, eines meiner absoluten Lieblingsspiele evar. Die ganze Zeit denke ich: okay, es ist quasi wie Amplitude. Nur mit so einem komischen Gitarrencontroller. Und stelle mir so eine kleine, angedeutete, langweilige Kindergitarre vor. Kaum größer als die Bongos von Donkey Konga. Und denke: ich brauch kein Amplitude, bei dem ich verkrampft auf irgendeinem Minipseudokindergitarrending rumklopfe, da spiele ich ja lieber das Original.

Und auf einmal sehe ich, dass der Controller ja tatsächlich wie eine Gitarre aussieht. Und, naja, auf eine gewisse Weise ähnlich bedient wird. Dass bei dem Spiel ein paar echt tolle Songs dabei sind (Killer Queen, OMG). Dass das Spiel nicht nur wegen des Gitarrencontrollers sehr lustig zu sein scheint. Und auf einmal verstehe ich, wieso alle so sehr auf das Spiel abfahren. Und schließe mich ihnen an. Das Spielprinzip von Amplitude + der Spielzeugfaktor von Donkey Konga + das Sofortraffprinzip von Singstar = Liebe.

Zum Heißmachen empfehle ich die Metacritic-Reviews zum Spiel (91%!) und die Guitar Hero-Videosammlung auf schweinwerfer.de. Den Rest gibt’s auf der offiziellen Website. Und das Spiel selbst — hier in Europa — ab April. Rock!

22 Kommentare Autor: Hendrik
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Über den Sinn und Unsinn von “Top X” Listen

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Neulich hat das japanische Magazin Famitsu (beste Spielezeitschrift der Welt oder überbewertetes Werbeblatt der Spieleindustrie, je nachdem wen man gerade fragt) seine Leser nach den 100 besten Spielen aller Zeiten gefragt. Das Ergebnis ist, sagen wir mal, interessant. Tonnenweise Rollenspiele, ein paar Beat-em-ups, eine Handvoll Sporttitel und mehr oder weniger skurrile Einzelkandidaten auf den hinteren Plätzen. Und weil sich über solche Listen natürlich prima streiten lässt, gab es in den üblichen Foren natürlich prompt die üblichen Diskussionen mit den üblichen Argumenten.

Fraktion A mag Rollenspiele und preist die Liste als göttliches Zeichen aus einer besseren Welt. Gruppe B bevorzugt andere Genres und kritisiert die Leser besagter Zeitschrift als hoffnungslose Scheuklappenträger mit Inselmentalität. Die zwischen den Stühlen sitzende Abteilung C erscheint fünf Minuten später und merkt an, dass die Liste anbetracht des soziokulturellen Hintergrundes der befragten Leserschaft zwar durchaus so in Ordnung geht; jedoch ist die offensichtlich falsche Reihenfolge der genannten Spiele nur durch das zweifellos junge Alter der Beitragenden sowie den grossen Medienbuhei für aktuellere Titel zu erklären. Zum Schluss taucht dann die Zyniker-Sektion D auf und erklärt solche Listen für inhärent schwachsinnig. B beleidigt A, A beleidigt C, C beleidigt B und D streut ungerichtet Affronts in die Menge. Kurzum, eine ganz normale Internet-Diskussion entbrennt. Bis zur nächsten Liste natürlich.

Dabei haben natürlich alle irgendwie recht. Und auch wieder nicht. Es ist eben alles ziemlich kompliziert. Klar ist doch, jede Umfrage dieser Art spiegelt immer nur die Meinung einer überschaubaren Gruppe zu einem definierten Zeitpunkt wider. Klar ist auch, dass sich die Leute selbst nicht sicher sind, was sie mögen. Probiert’s mal aus wenn ihr mir nicht glaubt, schreibt eure Top 10 der besten Musik, Spiele oder Filme auf und ihr werdet merken, wie verdammt schwierig das ist. Sind die Rolling Stones im Vergleich zu heutigen Bands wirklich noch so gut, wie ich sie in Erinnerung habe? Nehme ich ICO nur in die Liste auf, weil ich dann auf Andere avantgardistischer wirke? Und welcher Film ist wirklich besser, Alien oder Aliens? Eben, nicht einfach. Und überhaupt, die wenigsten Leute haben in ihrem Leben genug Spiele gespielt, um ihre Lieblinge in Relation zu anderen Titeln vernünftig einordnen zu können. Daher landen gute populäre/gehypte Spiele auch regelmässig so weit vorne, da halt kaum jemand weiss, dass beispielsweise Aliens vs Predator besser ist als Halo.

Warum also überhaupt Top X Listen? Simple Erklärung, Menschen lieben Listen. Im besten Fall bestätigen sie unseren jetzt auch offiziell guten Geschmack, im schlechtesten sind sie eben von Vornherein nichts wert oder stellen ein Menetekel des Massenmarktes dar. In jedem Fall aber sind sie eine prima Grundlage für Diskussionen, und seine Meinung kundzutun ist nunmal oberste Pflicht und grösstes Hobby eines jeden Internetbürgers. Daher, obwohl ich diese Phrase eigentlich hasse: Diskutiert!

28 Kommentare Autor: Stefan
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Neue Features auf Antigames

Ganz heimlich und leise — wie ein Ninja! — sind wir mit Antigames gestern auf einen neuen und viel schnelleren Server umgezogen. Und haben bei der Gelegenheit ein paar coole neue Features eingebaut!

Glücklicher diskutieren: Nicht nur wir schreiben hier vermeintlich intelligente Dinge, sondern auch unsere Leser. Wie es sich für ein Weblog gehört, kann hier schon seit unseren bescheidenen Anfängen jeder Beitrag von euch kommentiert werden. Nicht selten entstehen dabei interessante Diskussionen, zum Beispiel über die Gamestar, Spieleläden und faschistoide Protagonisten. Um euch das Diskutieren einfacher zu machen, haben wir eine Kommentare-Seite eingerichtet, die euch anzeigt, in welchen Antigames-Beiträgen seit eurem letzten Besuch neue Kommentare veröffentlicht wurden. Bookmarked sie! Besucht sie oft! Habt sie lieb! Und wem das immer noch zu viel Umstand ist, der kann sich ab sofort auch per E-Mail über neue Kommentare in seinen Lieblingsbeiträgen benachrichtigen lassen — markiert dazu einfach die neue Checkbox, die ihr unter dem Kommentar-Eingabefeld vorfindet. Last but not least hier eine freundliche Erinnerung daran, dass ihr die auf Antigames veröffentlichten Kommentare natürlich auch in Form eines RSS-Feeds abonnieren könnt — mehr Details dazu auf unserer Abo-Seite.

Aufregender graben: da unsere Liste von Kategorien immer länger wurde, wird sie nun auf der Startseite durch eine sog. Tag Cloud repräsentiert. Das ist hübsch, informativ und total Web 2.0. Klickt auf eine der Kategorien, um alle zu ihr gehörenden Artikel anzuzeigen — ihr habt dann rechts die Möglichkeit, nach zusätzlichen Kategorien zu filtern. So könnt ihr wesentlich gezielter in unseren Archiven graben als vorher. Zum Beispiel, wenn ihr auf der Suche nach Artikeln zu Xbox und Dinosauriern seid. Oder so.

Neben diesen zwei großen neuen Features gibt es noch einen Haufen kleinerer Verbesserungen hier und da. Wir ersparen uns an dieser Stelle deren exakte Auflistung und hoffen, dass ihr weiterhin Spaß mit unserem kleinen Spieleblog habt — vielleicht jetzt sogar ein wenig mehr als vorher. Und wenn ihr noch weitere Ideen oder Wünsche habt, schreibt sie einfach in die Kommentare zu diesem Beitrag. Booya!

11 Kommentare Autor: Hendrik
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The following takes place between 7:00pm and 8:00pm

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Ich liebe 24. Wenn Jack “Jack Bauer” Bauer sich durch Horden von Terroristen* foltert, dann geht mir einfach das Herz auf. Klar, das ist nicht sonderlich politisch korrekt, aber niemand improvisiert so schön aus einer Schreibtischlampe ein Folterwerkzeug wie Jack. Wenn du morgen früh aufwachst, dann nur weil Jack Bauer wollte, dass du aufwachst.

Als häufigste Todesursache von Männern aus dem mittleren Osten, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Jack Bauer auch mal unseren Konsolen einen Besuch abstattet. Schließlich rufen überdurchschnittlich viele Gegner in Videospielen “Yalla! Yalla!”, bevor wir ihnen ein bis zweihundert Kugeln durch den Kopf jagen. Normalerweise ist für solche Spiele Ubisoft mit ihrer “Tom Clancy”-Marke verantwortlich, aber in diesem Fall hat Jack Bauer Sony Cambridge mit vorgehaltener Waffe gezwungen in zu digitalisieren.

“Finish this game! NOW! I have nothing to lose!”

Genau das haben sie dann auch gemacht und so steht “24 – The Game” jetzt in den Läden. (Hierzulande allerdings erst in zwei Wochen.) Dabei sehen die ersten Kritiken allerdings eher nicht so gut aus. Gamespot gibt dem Spiel eine 6.2 und IGN sogar nur 4.2. Und seien wir mal ehrlich, die meisten von uns wussten gar nicht, dass IGN so niedrige Zahlen überhaupt verteilt.

Jetzt wo sie Jack Bauer verärgert haben, werden sie natürlich nie wieder irgendwelche Zahlen verteilen können. Nein, liebe Redaktion, es hilft auch nicht eurer Schreibtischlampen zu verstecken. Jack braucht keine Schreibtischlampe, um euch die Augäpfel zu entfernen. Jack braucht keine Schreibtischlampe, um euch einen Finger nach dem anderen zu brechen. Jack braucht keine Schreibtischlampe, um euren Chirurgen dazu zu zwingen euch auf dem OP-Tisch sterben zu lassen.

Da ich als “liberal” ja sowieso nur noch lebe, weil ich Jack bisher geschickt aus dem Weg gegangen bin, weiß ich genau was ich tun muss um nicht auf seiner shitlist zu landen: Ich lobe sein Spiel!

Jawohl, “24 – The Game” rockt.

Und ich sage das nicht nur, weil ich meine Augen, Finger und Familie mag, oder weil ich allergisch gegen Elektroschocks bin. Ich mag es wirklich.

Zunächst mal muss man die Präsentation loben. Alle Originalschauspieler sind dabei. Ausnahmsweise sehen diese im Spiel auch nicht aus wie entsetzliche Zombieversionen ihrer selbst, sondern sind erschreckend originalgetreu nachgebildet. Und was sie sagen macht Sinn! Okay, es macht keinen Sinn, weil es in der Serie ja auch nie Sinn macht. Aber ihr wisst schon was ich meine. Das Ganze ist halt gut geschrieben. Und die Musik (vom Originalkomponisten) ist auch prima. Überhaupt hat das Spiel alles, was einem 24-Fan das Herz höher schlagen lässt. Es gibt jede Menge Splitscreens, Kim ist mal wieder in Gefahr, Nina ist böse, Jack schreit an Stühle gefesselte Leute an und Chloe runzelt dauernd die Stirn.

Im Großen und Ganzen fühlt man sich bei dem Spiel so, als dürfte man bei einer neuen Staffel der Serie mitmachen. Eigentlich gibt es ja kaum ein größeres Lob für so eine Art von Spiel.

Klar, es gibt auch Schwachpunkte. Die Steuerung der 3rd Person Shooter Level ist nicht wirklich sonderlich gelungen. Wenn man so was schon aus einem anderen Spiel klaut (in diesem Fall 007: Everything or Nothing), dann bitteschön auch richtig. Wobei, EA hat das ja selber für das letzte Bond-Spiel nicht hinbekommen. (Nutzloses Triviawissen des Tages: Der Komponist von 24, Sean Callery, hat auch die Musik für Everything or Nothing gemacht.) Außerdem ist die Framerate in den Autoleveln doch arg zäh.

Die Shooter- und Autolevel machen dann auch den Hauptanteil des Spiels aus. Aufgelockert wird das alles allerdings noch durch einen riesigen Haufen von Minispielchen. Da werden Gefangene ausgequetscht, Satellitenfotos analysiert und Bomben entschärft. Außerdem darf man Scharfschütze spielen, Türschlösser knacken und Dateien entschlüsseln. Und wenn man sich bei Sony auch nicht ganz an das Echtzeitgimmick der Serie gehalten hat, so fühlt sich das Spiel trotzdem fast so an. Das liegt unter anderem auch daran, dass die meisten Sachen irgendwie unter Zeitdruck passieren.

Für einen Fan der Jack Bauer Power Hour gleicht 24 – The Game seine spielerischen Schwächen jedenfalls locker durch ein flottes Tempo, super Präsentation und viel Abwechslung wieder aus. Wärmstens empfohlen.

Und denkt immer daran: Der einzige Grund, warum ihr noch bei Bewusstsein seid, ist dass Jack Bauer keine Lust hat euch zu tragen.

* Alternativ sind auch die Ehemänner seiner Freundin akzeptabel.

25 Kommentare Autor: Richard
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Spore (ist geil.)

Lange nicht mehr mit offenem Mund vor einem Spielevideo gesessen. Auch, wenn es womöglich schon ein knappes Jahr alt ist. Es zeigt Will Wrights “kleine” GDC05-Präsentation zum Thema prozedurale Generierung von Spieleinhalt, die natürlich ganz groß in seinem neuen Werk Spore (coole Website!) Anwendung finden wird. Auch auf der Anfang März stattfindenden Game Developers Conference 2006 wird er wieder zwei Vorträge zu dem Thema halten — ich freue mich also schon auf weitere Informationen zu diesem wundervoll verspielten Titel. Wenn ich mich bis dahin nicht totsabbere.

39 Kommentare Autor: Hendrik
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Warum nur, GameArts? Warum?

Derzeit spiele ich mit mässiger Begeisterung Grandia III. Das ist schlecht, denn ein Grandia sollte man mit grosser Begeisterung spielen können. Immerhin gehört der erste Teil zu den besten japanischen Rollenspielen überhaupt, auch wenn die deutsche Synchro mit Sicherheit gegen die Genfer Konventionen verstösst. Teil zwei ist ebenfalls sehr unterhaltsam, auch wenn er wesentlich linearer ist und sich in Sachen Story fröhlich bei diversen Animéklischees bedient.

Also, Grandia III. Irgendwas läuft meiner Meinung nach extrem schief, wenn mich der erste Obermotz schon total lang macht. Fünfmal nacheinander. Nach 90 Minuten Spielzeit. Ich besitze zu dem Zeitpunkt schon die beste Ausrüstung und habe auf dem Weg dahin sämtliche Monster abgeräumt, unterlevelt kann ich also nicht sein. Es scheint eher so, als würden meine ganzen alten Strategien nicht mehr funktionieren. Ein kurzer Hilferuf im Eurogamer-Forum bestätigt meine Befürchtungen, offenbar kann man diesem Boss mit normalen Angriffen nicht beikommen. Er ist einfach zu schnell, hat drei Angriffe pro Runde und monströs viele Hitpoints. Na toll, Grandia hat das beste Kampfsystem in einem Videospiel überhaupt, und Teil drei führt es mit unbalancierten Gegnern ad absurdum. Und überhaupt, gab es da nicht mal einen “Move”-Befehl, mit dem man sich auf dem Schlachtfeld herumbewegen konnte? Offenbar wurde der wegrationalisiert, zugunsten der neuen, flashigen Special Moves und Air Combos. Hurra. Später sollen laut RPGFan.com dann selbst die normalen Gegner so unfair sein, dass man ab zwei Monstern keine Schnitte mehr hat. Wer das zu verantworten hat, sollte öffentlich ausgepeitscht werden.

Insgesamt scheint die Serie unter der Leitung von Square Enix ziemlich gelitten zu haben. Statt liebenswerter Charaktere gibt es nur noch stereotype Abziehbilder, statt echter Dungeons direkt eine komplette Übersichtskarte für jede Region, damit auch der grösste Depp sämtliche versteckten Schätze findet. Ganz grosses Kino. Immerhin sind die Dialoge noch gut geschrieben, auch wenn das spätestens nach der Hälfte des Spiels rapide bergab gehen soll, wie ich aus glaubhaften Quellen erfahren habe. Vielleicht macht dann auch dieser Penny Arcade Strip mehr Sinn.

Naja, ich werde es fürs erste mal weiterspielen, mal sehen, wie es sich so entwickelt. Wer allerdings (wie ich) gehofft hatte, dass Grandia mit dem dritten Teil zu seiner alten Stärke zurückfindet, dürfte bitter entäuscht werden.

23 Kommentare Autor: Stefan
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