Archiv für April 2006

Elektroschrott?

rechenmaschine.jpg

Nachdem ich Anfang der Woche total viel über brandneue Hardware geredet habe, wird es jetzt mal Zeit über ganz alte Platinen zu reden. Ich bin nämlich dabei meinen Schrank auszumisten und es ist erstaunlich was ich darin alles finde. Neben einer Menge Kabel für Geräte die es gar nicht mehr gibt, habe ich unter anderem eine ganze Batterie von Grafikkarten entdeckt. Es gibt Speicherriegel für Boards die ich nicht mehr habe, Boards für die ich keine Speicherriegel mehr habe und manchmal sogar Boards mit Speicherriegeln drin. Jede Menge alte Soundkarten, Netzwerkkarten, Fritz! ISDN-Karten und Karten von denen wahrscheinlich nicht mal mehr der Hersteller weiß, was sie mal gemacht hat. Falls der Hersteller überhaupt noch existiert. Es gibt noch das RF-Anschlusskabel meines N64 (das habe ich dem Nachbesitzer wohl nicht beigelegt, sorry) diverse kaputte CPU-Lüfter und 80MB (ja, Megabyte) Festplatten. Glaubt mir, ihr wollt nicht wissen wie viele IDE-Kabel ich besitze. Von Brillenputztüchern aus dem Jahre 1992 ganz zu schweigen.

Es gab wohl mal Zeiten, wo ein einziger Anschluss für eine Maus (nix USB, nix PS/2, sondern wie auch immer der Anschluss hieß der davor kam) tatsächlich eine eigene Steckkarte gerechtfertigt hat. Warum habe ich eigentlich die Standfüße eines Gehäuses aufbewahrt, das ich schon lange nicht mehr habe? Und dann zwischen dem ganzen Technikschrott plötzlich etwas ganz Überraschendes. Ein großes blaues Tuch voller phosphoreszierender Leuchtsterne, das mir vor vielen, vielen Jahren mal meine damalige gebastelt hat. Das Tuch hing damals lange an der Decke über meinem Bett. Bis diese Freundin nicht mehr meine Freundin war. Da steht man dann irgendwie dreißig Sekunden lang mit diesem staubigen alten Tuch ganz still in der Ecke und das Gehirn spult im Schnellvorlauf plötzlich jede Menge Erinnerungen ab. Momente von denen nicht nur die Details verblasst waren, sondern die man komplett vergessen hatte.

Danach schaut man auch die Hardware irgendwie mit anderen Augen an. Meine Originalverpackte Adlib-Karte steht bei mir schon lange als Sammlerstück im Regal. Aber jetzt stehe ich hier vor jeder Menge alter Technik, die ich eben noch wegschmeißen wollte, mich inzwischen aber an die guten alten Zeiten erinnert. Mal abgesehen vom Gehäuse habe ich tatsächlich noch den vollständigen 386-SX16 Rechner von ca. 1990 rekonstruieren können. Selbst die Anleitung für den Koprozessor ist noch da. Oder das handgeschriebene Datenblatt für die Festplatte. Jetzt nimmt mein Vater das alles an sich. Ich weiß nicht genau was er damit vor hat (mal abgesehen davon dass es technisch gesehen immer noch ihm gehört), aber ich irgendwie total froh, dass es nicht weggeworfen wird.

Aber da ist noch mehr. Mein Soundblaster 16. Ein gemeinsames Geschenk meiner Eltern und meiner Oma zu Weihnachten. Meine erste 3D-Beschleunigerkarte (eine Diamond Monster 3D). Ihr Nachfolger eine Voodoo 2 Karte von Creative. Behalten oder wegwerfen? Die Festplatten kommen wohl alle in den Müll, aber ich frage mich schon, was für Datenjuwelen da noch magnetisch festgehalten sind, die jetzt nie wieder jemand anschauen wird.

Es gibt auch so harmlose Kleinigkeiten, wie das cool designte und batteriebetriebene Mikrofon einer alten Sun Workstation, aus Zeiten als eine Sun Workstation noch absolute Traumhardware war und mich mein Vater manchmal mit zur Uni genommen hat, damit ich dort auf genau solchen Maschinen ins Internet konnte. Damals hatten die meisten Leute noch nie vom Netz gehört und Mosaic war der Browser der Wahl.

Na ja, das meiste wird wohl im Müll landen. Aber eins behalte ich auf jeden Fall. Den 486-DX33 Prozessor aus meinem ersten komplett selbstgekauften Rechner. Quadratisch, praktisch, gut.

29 Kommentare Autor: Richard
Tags: , ,
Der Talentierte Mr. Wells

toysoldiers.jpg

Ihr kennt H.G. Wells wahrscheinlich als Autor von Science Fiction Klassikern wie “The Invisible Man”, “War of the Worlds” und “The Time Machine”. Aber Wells war ein Mann vieler Talente. So hat er hat bei weitem nicht nur Science Fiction geschrieben, sondern verfasste unter anderem auch Satiren über die Werbebranche und sogar Sachbücher. Sein “The Outline of History” gilt als früher Klassiker der populären Wissenschaftsliteratur und wird heute noch gedruckt. Nebenbei war der Mann auch ein überzeugter Sozialist und talentierter Ehebrecher.

Für uns Videospieler ist aber viel interessanter, dass Wells auch ein Spieledesigner war. 1911 veröffentlichte er ein erstes Buch zu dem Thema, namens “Floor Games”. Das dünne Werk beginnt mit folgender Feststellung:

“The jolliest indoor games for boys and girls demand a floor, and the home that has no floor upon which games may be played falls so far short of happiness.”

Er befürwortet übrigens Linoleum oder Korkfußboden, und zumindest letzteres kann ich auch nur wärmstens empfehlen. Neben seinen spezifischen Anforderungen an Bodenbeläge, beschreibt er in “Floor Games” hauptsächlich welche Art von Spielen er mit Spielzeugsoldaten auf eben so einem Fußboden zusammen mit seinen Söhnen gespielt hat. Das Buch ist überraschend amüsant zu lesen und von offensichtlichem Enthusiasmus geprägt, wer aber spezifische Regeln für ein bestimmtes Spiel sucht, wird enttäuscht werden.

Seinen Titel als “Father of Miniature Wargaming” hat sich H.G. Wells erst zwei Jahre später mit seinem zweiten Werk zum Thema verdient. Das Buch trägt den absolut wunderbaren Titel “Little Wars: a game for boys from twelve years of age to one hundred and fifty and for that more intelligent sort of girl who likes boys’ games and books” und enthält die vollständigen Regeln für ein Strategiespiel mit Miniaturen.

Natürlich hat Wells das Strategiespiel nicht erfunden. Schach ist schließlich auch nichts anderes als ein sehr abstraktes Kriegsspiel mit Miniaturen und es ist so alt, dass sein Ursprung schon lange in den Nebeln der Zeit verschwunden ist. Die Idee realistische Schlachten mit Miniaturen nachzustellen, ist da schon etwas moderner und ihr Entstehen lässt sich auf das Deutschland des späten 18ten Jahrhunderts eingrenzen. 1780 erschien in Braunschweig das erst formale Regelwerk für eine solche Kriegssimulation. Das Werk des Autors Johannes Christian Hellwig basiert auf den Schachregeln und gilt als wenig erfolgreich. Wie viele seiner Nachfolger war es übermäßig komplex und von vielen Regelwidersprüchen geplagt.

Größerer Erfolg war 1824 dem preußischen Leutnant Georg Heinrich Rudolf Johann von Reißwitz mit seinem Buch “Anleitung zur Darstellung militärischer Manöver mit dem Apparat des Kriegsspiel” beschert. Sein Spiel war eine Weiterentwicklung eines von seinem Vater erschaffenen Regelwerkes und zur Offizierfortbildung gedacht. Tatsächlich wurde es wenig später Pflicht in der militärischen Ausbildung jedes preußischen Offiziers. Sein Werk wurde unter dem Namen “Kriegsspiel“ international bekannt und dürfte auch das erste gewesen sein, für das es die heute so beliebten Regelerweiterungen gab, auch wenn diese damals eher dazu gedacht waren neuere Entwicklungen in der Kriegsführung abzubilden und weniger um dem Kunden mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Bedeutung des “Kriegsspiels” kann nicht unterschätzt werden, und Wells selbst fügte einer späteren Ausgabe seines “Little Wars” einen Anhang bei, in dem er darauf einging.

Auch wenn Wells somit nicht als Erfinder der Miniaturenspiele gelten kann, so war er doch wohl der erste, der Regeln veröffentlichte die einfach nur zur Unterhaltung gedacht waren. Hatte das Kriegsspiel einen eher simulationslastigen und ernsthaften Charakter, so war “Little Wars” etwas, das Wells entwickelte um mit seinen Söhnen Spaß zu haben.

Was an Wells’ Spiel erstaunt, ist wie nah es an modernen Spielen seiner Art ist. Wer Warhammer oder Battletech gespielt hat, wird überrascht sein wie viele Parallelen man beim Lesen des Buches entdeckt. So gibt es z.B. eine Zugs- und eine Angriffsphase, eine Art Punktesystem um ungleiche aber gleichwertige Armeen zu bauen und wie jede gute Anleitung bietet “Little Wars” ein Beispielszenario namens “The Battle of Hook’s Farm” sowie optionale Regelerweiterungen.

Der einzige Unterschied ist vielleicht, dass “Little Wars” so gut wie keinen Wert auf das Würfelglück legt. Wer bei Wells’ Spiel also seine Sammlung bunter Oktaeder, Dodekaeder oder Ikosaeder einsetzen will, der dürfte enttäuscht werden. Andererseits gibt es im Moment eine starke Tendenz zu würfellosen Spielen, wie z.B. bei der “Clix”-Reihe von Wizkids Games. Insofern kann man dem talentierten Mr. Wells auch in diesem Bereich eine große Voraussicht unterstellen.

Wenn ihr also das nächste mal ein Videospiel mit hanebüchenem Zeitreiseplot spielt, dann gedenkt nicht nur Wells’ Beitrag zur Literatur des 20ten Jahrhunderts, sondern auch seinen Leistungen als Spieledesigner.

Sowohl “Floor Games” als auch “Little Wars” sind übrigens umsonst als E-Text (1, 2) über das Project Gutenberg zu haben, aber auch eine gedruckte Form ist verfügbar. Viel Spaß beim Spielen!

17 Kommentare Autor: Richard
Tags: , ,
Der Schrecken der Seidenstrasse

silkroad.jpg

Ich spiele Rollenspiele hauptsächlich wegen der Atmosphäre. Videospiele sind wie kein anderes Medium dazu in der Lage eine ganze Welt, ja eine ganze Kultur zu erschaffen und diese dann vom Spieler erforschen zu lassen. Deswegen war ich zum Beispiel ein großer Fan von Morrowind, obwohl das Kerngameplay doch einiges zu wünschen übrig ließ. Für mich bestand das Spiel eben darin die Welt kennen zu lernen. Die Hauptquest habe ich dann ganz am Schluss nur der Vollständigkeit halber abgehakt. Ähnlich verhält es sich bei World of Warcraft. Eigentlich kann ich ja MMORPGs nicht ausstehen. Allein schon wegen der ganzen Deppen und dem viel zu hohen Zeitaufwand. WoW aber hatte eine so atemberaubende Welt zu bieten, dass ich gerne 20 Wolfpelze gesammelt habe, nur um zu sehen was hinter der nächsten Ecke liegt.

Idealerweise versinke ich dabei vollständig in dieser Welt und habe wirklich das Gefühle an einem anderen Ort zu einer anderen Zeit zu sein. Andersrum habe ich an Rollenspielen die keine atmosphärische Welt bieten, meist wenig Spaß. Divine Divinity oder Sacred zum Beispiel haben mich schrecklich gelangweilt und ich kann mir das nicht anders als mit ihrer lieblosen Präsentation erklären.

Sehr frustrierend ist in dieser Hinsicht der Mangel an Abwechslung bezüglich der Welten selber. Eigentlich hat meist nur die Wahl zwischen den ewig gleichen westlichen oder asiatischen Fantasywelten. Mit letzteren kann ich meist wenig anfangen, denn diese Welten sind häufig weit jenseits von irgendwelcher Glaubwürdigkeit angesiedelt und schon rein visuell meist von erstaunlicher Geschmacklosigkeit. Glaubt mir, liebe Bewohner des Planeten Squenix, jedes Gelenk eures Hauptcharakters mit einem andersfarbigen Stück Stoff zu bedecken ist weit weniger fantasievoll als ihr glaubt. Und ihr könnten auch beim Einsatz von Haarprodukten ein bisschen weniger enthusiastisch sein! Auch spielerisch geht da meist wenig, denn das Prozedere ist mir häufig viel zu linear. Ich kann in diesen Spielen nur eben nicht mal einen Umweg gehen, nur um die lokale Architektur zu bewundern oder etwas über die örtliche Religion zu lernen.

Letzteres wird immerhin von den meisten westliche Rollenspiele geboten. Dafür sieht es da aber mit dem Abwechslungsreichtum noch ärmer aus. Muss es wirklich immer mittelalterliche Fantasy sein? Müssen immer Orks und holde Maien vorkommen? Jawohl, liebe Spieleentwickler, man kann auch ein Rollenspiel ohne Dunkelelfen und böse Erzmagier machen. Für jedes Jade Empire oder Knights of the Old Republic gibt es zwanzig Gothics und Neverwinter Nights.

Also kiebe Spieleentwickler, wie wäre es mal mit Spielen die von afrikanischer Mythologie inspiriert sind? Vom alten Ägypten bis hin zu irgendwelchen untergegangenen Kulturen in den Dschungeln Zentralafrikas gibt es da doch genügend Stoff! Wie wäre es mit dem Inkas oder Mayas als Inspiration? Oder ein Rollenspiel mit dem Prinz von Persien? Mit den mongolischen Horden anstelle der Orkhorde? Und das sind nur ein paar historische Ideen aus unserer eigenen Vergangenheit. Es muss auch nicht immer Fantasy sein. Wie wäre es mal mit einem historisch halbwegs korrekten Szenario, wo wir schon dabei sind uns in der Vergangenheit umzuschauen? Ein Spiel kann auch ohne Feuerbälle Spaß machen. Ihr habt jedenfalls das ganze Universum aller denkbaren Welten zur Verfügung, und alles was euch einfällt ist “Äh, Orks!”? Bitter.

Um so mehr freue ich mich dann immer, wenn ich ein Spiel finde dass aus diesen Klischees ausbricht. Silkroad Online ist so ein Spiel. Die Seidenstrasse allein bietet einen fantastischen Hintergrund für ein Spiel, insbesondere für eins mit dichter Atmosphäre. Eine Reise entlang der Seidenstrasse würde uns von China nach Indien, dann über Afghanistan und Persien nach Baghdad und schließlich Rom führen. Zumindest wenn man Osten anfängt. Auf den Spuren Marco Polos würde der Weg natürlich eher am Mittelmeer anfangen und wohl auch ein paar Jahrhunderte später stattfinden. Tatsächlich scheint Silkroad Online alle diese Kulturen abzudecken. Die Weltkarte im Spiel ist jedenfalls äußerst verlockend.

Da auf der Homepage des Spiels dummerweise fast nur schlecht gemacht Screenshots aus den Kämpfen zu sehen sind, hätte ich das Spiel fast links liegen gelassen. In Bild eines indischen Palastes hat dann aber doch mein Interesse geweckt und ich habe es installiert. Wie üblich ist das Spiel selber kostenlos aber man kann sich aber für echtes Geld besonders tolle Gegenstände kaufen.

Keine Frage, Silkroad sieht super aus. Die chinesische Stadt in der man anfängt ist wunderbar detailreich gestaltet, mit satten Farben und ordentlich Abwechslung innerhalb der einzelnen Stadteile. Durch die Stadttore reiten jeden Menge mit Handelswaren beladene Pferde und Kamele. Wenn es Nacht wird, leuchten überall Laternen. Die Landschaften außerhalb der Stadt sind zwar relativ schlicht gestaltet, gewinnen aber durch amüsant gezeichnete Monster, schöne Sonnenuntergänge und Wettereffekte einiges an Atmosphäre. Nicht weit außerhalb der Stadt liegt übrigens ein riesiges Grabmal für einen toten Kaiser das mit seinen riesigen Dimensionen beeindruckt.

Keine Frage, ich konnte es kaum erwarten dieses Welt zu erforschen und stürzte mich freudig in die erste Quest. Tja, und dann ging alles den Bach runter. Zunächst mal es ist ziemlich schwierig, überhaupt in das Spiel rein zu kommen. Es gibt nur eine handvoll Server und die sind hoffnungslos überlastet. Anders als bei WoW wird man aber nicht in eine Warteschlange gesteckt, sondern sang- und klanglos auf den Desktop zurück befördert. Jeder neue Versuch auf den Server zu kommen, erfordert also erstmal einen Neustart des Spiels. Außerdem ist es entsetzlich verbuggt. Abstürze sind gang und gäbe; einmal habe ich sogar einen Bluescreen sehen müssen. Das hat schon lange kein Spiel mehr geschafft.

Da fangen die Probleme allerdings erst an. Silkroad ist nämlich das am schlechtesten übersetze Spiel das mir je untergekommen ist. Das vorherrschende Korenglish ist so übel, dass es nicht mal mehr amüsant ist. Manchmal ist es wirklich schwierig herauszufinden, was das Spiel eigentlich von einem will. Groß- und Kleinschreibung gibt es gar nicht. Es ist ja auch so viel einfacher alles klein zu schreiben!

Nächstes Problem: Es ist alles voller Deppen. Deppen die ihren eigenen Laden haben. Jeder Zentimeter der Anfangsstadt ist mit Marktständen zugekleistert, wo die Leute Gegenstände oder virtuelle Gefälligkeiten sexueller Natur feil bieten. Das mag gar nicht so unrealistisch sein, die Seidenstraße war nun mal ein Handelsweg für alle möglichen Gewerbe, inklusive dem ältesten der Welt, aber die Dichte an Ständen ist so hoch, dass man zum Teil den Fuß nicht mehr and den Boden kriegt. Das kann man wörtlich nehmen, denn es kommt tatsächlich vor, dass man nicht mehr vorwärts kommt, weil jeder Klick als Auswahl eines Händlers interpretiert wird, obwohl man eigentlich nur geradeaus gehen will. Außerdem kann man die NPCs häufig vor lauter l33t3r Beschreibungstexte der Händler einfach nicht mehr sehen.

Es gibt noch mehr Probleme. Die Quests sind doof. Mehr als Fedex und “Bring 30 Monster vom Typ X um” scheint es nicht zu geben. Dabei ist das Kampfsystem echt öde. Doppelklick und warten bis der Gegner tot ist. Möglich dass da später mehr kommt, aber so viel Geduld habe ich einfach nicht. Apropos Geduld, mein Charakter hat sich ungefähr mit dem Schwung einer halbtoten Sumpfschnecke vorwärts bewegt. Ganz am Anfang muss man ein paar Fetchquests machen, die wohl irgendwie eine Art Tutorial darstellen sollen. Mal abgesehen davon dass die Text zum Teil schlicht falsch sind (man wird in den Süden geschickt, obwohl die gesuchte Person im Osten ist) dauert das ewige hin und her aufgrund des lahmarschigen Charakters einfach unendlich lange. Wer überhaupt zur erste Monsterplättquest kommt, hat schon einiges an gutem Willen aufbringen müssen.

Irgendwann ist mein guter Wille jedenfalls völlig aufgebraucht gewesen und ich habe das Spiel deinstalliert. Lektion gelernt: Egal wie schön die Welt ist, ein bißchen Gameplay darf es dann schon sein. Oder zumindest könnte man das Gameplay ganz rauslassen. Kein Gameplay ist immer noch besser als schlechtes Gameplay. Gebt mir eine hübsche Welt, einen Screenshotknopf und ich habe zumindest eine Weile Spaß. Leider stellt sich Silkroad da stur. Eine Screenshotweltreise ist wegen zu hoher Monsterpopulation gescheitert. Sehr schade.

38 Kommentare Autor: Richard
Tags: , , ,
Mana Mana?

mana.jpg

Die elektronische Unterhaltungsausstellung steht vor der Tür, und die Spieleentwickler lassen nach und nach ihre jeweiligen Katzen aus dem Sack. Besonders interessant für mich als Rollenspieler sind natürlich die Ankündigungen von Squenix, auch wenn wie immer jede Menge Portierungen alter Spiele dabei sind. Von den acht gelisteten Final Fantasy Titeln sind beispielsweise gerade mal zwei tatsächliche Neuentwicklungen, und eine davon basiert auch noch auf Final Fantasy VII. Nebenbei bemerkt, die ansonsten sehr wohlwollende Famitsu hat Dirge of Cerberus ziemlich abgekanzelt, offenbar war das Spielprinzip wohl selbst denen zu doof. Aber lassen wir die grosse alte Melkmaschine mal einen Moment ausser acht und wenden uns lieber einer anderen Ankündigung zu.

Dawn of Mana, the first true Mana sequel in a decade, reveals the origins of the legend behind the Mana Tree and the Sword of Mana.

Ach so? Das Spiel ist dann wohl genau das Richtige für Leute, die sich an zehn Jahre alte Legenden aus einem Videospiel erinnern können oder was? Um ehrlich zu sein klingelt es allerdings beim Stichwort Mana Tree bei mir. Gab es da nicht mal so ein Gameboy-Adventure, bei dem sich der weibliche Sidekick am Ende in einen Baum verwandelt hat? Hier beginnt die Sache etwas kompliziert zu werden. Ich hätte schwören können, dass das Teil Mystic Quest hiess. Aber laut Wikipedia ist Mystic Quest lediglich der europäische Titel von Final Fantasy Adventure beziehungsweise Seiken Densetsu: Final Fantasy Gaiden. Oho, richtige Serie aber falsches Spiel, denn Final Fantasy Adventure habe ich erst vor kurzem wieder ausgepackt, und das Spiel hat weder einen weiblichen Sidekick noch Manabäume.

Bei meiner weiteren Recherche habe ich dann nicht schlecht gestaunt. Der eigentliche Titel der Reihe ist wohl nicht “Soundso of Mana” (soviel zum Thema first true Mana sequel), sondern Seiken Densetsu, und es gibt sie schon seit den späten 80ern. Anders als bei Serien mit fortlaufender Nummerierung wie etwa Dragon Quest (bis auf die fehlende VIII im Europa-Titel des aktuellen Teils) hat man hier allerdings eine Namensgebung nach dem Scattergun-Prinzip betrieben. Der erste Teil ist nie erschienen, die Serie begann mit Mystic Quest. Mal haben die Spiele Untertitel, mal nicht, mal heissen sie Final Fantasy, mal Sowieso of Mana, und mal wird ein Remake zumindest dem Titel nach als Neuentwicklung verkauft. Soll heissen, Legend of Mana und Sword of Mana zählen nicht, jedenfalls nicht offiziell. Children of Mana für das DS scheint ebenfalls nur eine Randgeschichte zu sein, und erst Dawn of Mana führt die Serie fort. Um es endgültig verwirrend zu machen, fasst Squenix zudem eine Reihe von Neuentwicklungen unter dem Begriff World of Mana zusammen, zu denen eben auch Children und Dawn gehören.

Um es nochmal zu rekapitulieren: bisher sind acht Seiken Densetsu Titel erschienen, allerdings nur zwei, die tatsächlich gezählt werden. Jetzt bringt Squenix den offiziellen Nachfolger zu einem elf Jahre alten Spiel auf den Markt, das niemals ausserhalb Japans erschienen ist. Also, könnte mir bitte nochmal jemand die Legende vom Manabaum zusammenfassen? Ich bin gerade etwas überfordert.

31 Kommentare Autor: Stefan
Tags: , , , ,
Hardwaresaga – Episode 2

soprano.jpg

Zunächst mal ein Dankeschön an die AntiNation. Ihr rockt. Die Kommentare zu meinem Beitrag am Montag waren jedenfalls extrem hilfreich. Ich habe jetzt mal eure gesammelte Weisheit genommen und sie versucht in ein System zu gießen. Dieses System ist sollte nur als ein erster Entwurf gewertet werden, also meckert ruhig rum. Noch kann ich alles ändern.

Die Preise habe ich aus verschiedenen Onlineshops übernommen, hauptsächlich bei Alternate und ichbinleise.de. Das sind sicher keine optimalen Werte, aber ich habe auch noch nicht wirklich herausgefunden, wo ich das Gerät denn nun kaufen will.

Prozessor

Günstige Variante: Athlon 64 X2 3800+. Teure Variante: Athlon 64 X2 4200+. Ich denke ich habe mich inzwischen für einen Dual Core entschieden. Scheint mir im Spielebereich etwas zukunftssicherer und im Anwendungsbereich mit meinen zwei Visual Studios jetzt schon sinnvoller zu sein.

Kosten: 289€ oder 364€.

Grafikkarte

Günstige Variante: Sapphire Radeon X1800XT Vivo 256MB. Teure Variante: Sapphire Radeon X1900XT 512MB. Die Sapphires habe ich gewählt, weil sie bei Alternate jeweils die günstigsten Varianten waren. War jetzt keine sonderlich bewußte Wahl. Für Tipps welcher Hersteller da das beste Preis-/Leistungsverhältnis bietet, wäre ich aber trotzdem dankbar. Lautstärke des Lüfters ist da wohl auch noch ein relevantes Kriterium.

Kosten: 269€ oder 444€

Speicher

2x OCZ DIMM 1 GB DDR2-533 Kit Premier. Der Konsens schien zu sein, dass die diversen technischen Werte eher egal sind und dass es wichtig sei Markenware (möglicherweise mit Kupferkühlkörper) zu kaufen. Also habe ich die günstigsten Markenriegel mit Kühlung genommen, die ich gefunden habe. Akzeptabel?

Preis: 174€

Board

Asus A8N-E. Die Asus A8-Boards wurden immer wieder genannt. Mein Instinkt scheint sich jedenfalls bestätigt zu haben, SLI ist eher Mumpitz, also habe ich mir das gespart.

Preis: 89€

Festplatte(n)

Günstige Variante: Samsung SP2504C SpinPoint P120 mit 250GB. Teure Variante: Zwei davon und RAID0. Die Samsung Platten wurden immer wieder als preiswert und leise empfohlen. Die RAID Variante ist etwas umstrittener. Auf jeden Fall ist aber das Preisdelta zu den Topplatten von WD zu groß um die ins Auge zu fassen.

Preis: 79€ oder 158€

Laufwerk

Wie gesagt, ich behalte mein altgedientes TEAC-Laufwerk. Sparen leicht gemacht.

Gehäuse

Thermaltake Soprano in silber ohne Fenster. Die Front ist mir vielleicht einen Hauch zu geschwungen, aber es scheint ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis zu bieten, ohne dabei billig oder scheußlich auszusehen. Und wer kann dem Werbespruch “Curve is the same charming as music” widerstehen? Die Antec Gehäuse gefallen mir auch sehr gut, sind aber einfach zu teuer. Ansonsten sind auch die SilverStones sehr hübsch, aber auch hier scheint mir der Preis zu hoch.

Kosten: 64€

Netzteil

Be Quiet! P5-420Watt. Die Be Quiet! Serie wurde mir schon von mehreren Seiten empfohlen. Hat der genug auf der 12V Leitung? Reicht 420 Watt für das System, auch wenn man später noch ein paar mehr Laufwerke reinschraubt, oder muss ich ein größeres nehmen?

80€

Prozessorkühler

Thermalright XP 120. Wohl allein schon aus Geräuschgründen ist es nötig den Standardkühler zu kicken. Natürlich habe ich wenig Spaß daran für einen Lüfter 50€ abzudrücken, aber was soll’s.

Kosten: 52€

So. Das macht dann zusammen in der günstigen Variante 1.096€ und in der 1.452€ in der teuren. Womit die eine Variante das Budget ordentlich unterschreitet und die andere es ordentlich überschreitet. Also muss ich den Mittelweg finden. Sparen kann ich eigentlich nur an drei Stellen. CPU, Grafikkarte und Festplatte. Ich kann entweder bei CPU und Festplatte die günstigere Variante nehmen und die dickere Grafikkarte nehmen oder ich kann auf die dickerere Grafikkarte verzichten und dafür CPU und Festplatten etwas dicker nehmen. Oder ich nehme erstmal nur die CPU dicker und spare noch ein bisschen Geld extra. Was soll ich machen? Gebt mir weise Ratschläge!

Schließlich bleibt da noch die Frage wo ich das Gerät denn nun kaufe. Ich könnte natürlich die Hardcorevariante nehmen und alle Komponenten online separat da kaufen, wo ich sie am günstigsten kriege und dann das Gerät selber zusammenbauen. Zutrauen würde ich mir das schon, wäre nicht das erste mal. Lust habe ich darauf ganz sicher nicht, zumal der zeitliche Aufwand auch nicht unerheblich wäre. Hmmm.

Kommentare?

43 Kommentare Autor: Richard
Tags: ,
Dinosauriermissbrauch

dinokuma.jpg

Die gute Nachricht zuerst. Jemand hat die Source Engine lizensiert und ein Spiel mit Dinosauriern gemacht. Das war’s mit den guten Nachrichten. Jetzt kommen nur noch schlechte. Das Spiel ist nämlich von Kuma\War. Wenn es einen Preis für die geschmackloseste Videospielfirma der Welt geben würde, dann hätte Kuma\War ein Abo darauf. Wer das unbändige Bedürfnis verspürt mal ein originalgetreu nachgebautes Abu Ghraib zu bewachen, tja, dem kann Kuma\War helfen.

The DinoHunters, so der Titel von Kumas neuem Machwerk, verspricht dabei schon wesentlich weniger kontrovers zu sein. Ich meine, wer hat schon was gegen Dinosaurier? Also, runtergeladen und auf geht’s!

Zunächst mal ein kostenloser AntiTipp, liebe KumaKrieger. Wenn ihr schon einen dieser dämlichen Installer habt, die unbedingt alles selber runterladen wollen, dann wäre es super wenn ihr auch einen Server hättet, der mit so was klar kommt. Es macht jedenfalls wenig Freude so ein Spiel mit 20K/s runterladen zu müssen. Aber gut, es hat Dinosaurier. Dafür bin ich gerne bereit über gewisse Mängel hinweg zu schauen.

Das Spiel kommt übrigens umsonst, weil es durch Werbung finanziert wird. Man wird mehrfach darauf hingewiesen, dass einem dieses Spiel von “Schick Quattro” präsentiert wird. Das wäre jetzt ganz super, wenn ich bloß wüsste was ein Schick Quattro ist. Ein Audi Quattro, klar. Quattro Pro? Sicher. Aber Schick Quattro? Keine Ahnung.

Wenn man das Spiel dann startet, entwickelt sich aber einen Verdacht. Der Plot der erste Episode (DinoHunters ist so eins dieser Episodenspiele) dreht sich darum, einen Werbespot für den Schick Quattro zu drehen. Bevor man das tut, muss man sich aber einen der dümmsten Dialoge der Videospielgeschichte anhören. Dieser Dialog dreht sich ums Rasieren. Jawohl ums Rasieren.

Kaum hat sich der eine Typ dann ausführlich rasiert, kommt eine scharfe blonde Tussie vorbei und erzählt ihm wie männlich es doch ist, dass er sich gerade rasiert hat. Aha, der Schick Quattro ist wohl ein Rasierer! Das wird auch dadurch bestätigt, dass der Rasierer in der Hand des Typen mit wesentlich mehr Liebe zum Detail modelliert ist, als der Rest der wenig prickelnden Optik.

Dann gibt es noch eine kurze Szene in der Kuma wieder mal beweisen, wie viel Stil und Klasse sie haben. Der nicht rasierte Typ schaut der blonden Tussie nämlich spontan unter den Rock, während der rasierte Typ sie ablenkt. Fiese Gelächter inklusive. Bäh. Aber gut. Wir sind von Videospielen ja so einiges gewöhnt. Und hey, Dinosaurier! Wie gesagt, für Dinosaurier bin ich bereits über so einiges hinweg zu sehen.

Allerdings nicht über einen Mangel an Dinosauriern!! Liebe KumaKacker, wenn ihr euer Spiel schon “DinoHunters” nennt, wieso in aller Welt geht es dann in der ersten Folge darum ein verdammtes Mammut zu jagen?!? Ich habe ja nichts gegen Mammuts, besser als ein Gangsterhomie ist so ein Protoelefant alle mal. Aber eben nicht so gut wie ein Dinosaurier! Oder zwei!

Na gut, vielleicht kommt ja doch der eine oder andere Saurier um die Ecke, denke ich mir und verlasse den Zeitreisewohnwagen, Schrotflinte in der Hand. Draußen wird es dann erstmal fies ruckelig. Das ist eine erstaunliche Leistung, wenn man bedenkt wie gut das auf der gleichen Engine basierende Half-Life 2 bei mir lief. Noch erstaunlicher wird diese Leistung, wenn man bedenkt, dass DinoHunter in etwa ein Gesamtpolygonbudget von ca. 14 hat.

Ein paar Detaileinstellung tiefer zückt die blonde Tussi dann einen Camcorder und fängt an, den Werbespot für den Schick Quattro zu drehen. Natürlich weiß ich nicht, was Dinosaurier, Mammuts oder das Jagen eben solcher mit Rasieren oder Rasierern zu tun haben, aber was soll’s. Ich schätze wenn die Geschichte der Menstruation eine Geschichte voller Missverständnisse sein kann, dann darf auch die Geschichte der Rasur eine Geschichte voller Dinosaurier – Mammuts sein.

Aber siehe da, es gibt doch noch Saurier! Ein Haufen Pteranodons fällt nämlich ziemlich schnell und herzlich unmotiviert als Schrotflintenfutter vom Himmel. Piff! Paff! Steuert sich schlecht, spielt sich schlecht. Grauenvoll.

Dann taucht irgendwann ein schwierig zu treffender, bombenwerfender(!) Riesenpteranodon auf und ich sterbe ohne einen klaren Grund. Mehrfach.

Für die Deinstallation von DinoHunters gab es dann aber einen ganzen Haufen sehr klarer Gründe. Am Mammut lag es jedenfalls nicht. Bis dahin bin ich nämlich gar nicht erst gekommen.

17 Kommentare Autor: Richard
Tags: , , , , ,
Geld, meet Fenster.

neuerrechner.jpg

Wie schon angekündigt, wird es bei mir Zeit für einen neuen Rechner. Dafür gibt es diverse Gründe. Zum einen ist er schon sechs Jahre alt. Für einen PC ist das eine Menge. Er ist entsprechend nicht mehr sehr zuverlässig, hängt sich in letzter Zeit tatsächlich hin und wieder auf (ein Phänomen, dessen Existenz ich ganz vergessen hatte) und ist außerdem laut wie ein Staubsauger. Zum anderen erfüllt er bei vielen Spielen inzwischen nicht mal mehr die Minimalanforderungen. Und wer glaubt, dass ich Oblivion mit Hilfe von oldblivion spielen werde, der hat sich geschnitten. (Das ändert übrigens nichts daran, das oldblivion ein ziemlich cooles Tool ist, mit dem ich Oblivion tatsächlich spielen könnten, wenn ich denn wollte. Was nicht der Fall ist.) Jedenfalls ist mein System bereits mit zwei Instanzen von Visual Studio 2005 mächtig überfordert. Das wiederum bedeutet, dass ich einen Neukauf sogar als Vernunftentscheidung rationalisieren könnte, wenn ich denn wollte. Was der Fall ist.

Damit stellt sich jetzt natürlich die Frage: Was soll ich mir kaufen? Schauen wir uns die Situation mal an, aufgeteilt nach Hardwarekomponenten.

Prozessor

Und schon wird es schwierig. Es gab mal Zeiten, da hat man sich einfach den Intel Prozessor mit der höchsten bezahlbaren Taktrate geholt. Easy-peasy lemon-squeezy. Heute? Nicht mehr so einfach. Anscheinend ist ein Athlon aktuell das Mittel der Wahl für einen Spieler. Aber dummerweise muss man sich inzwischen entscheiden, ob man einen Single oder Dual Core Prozessor haben will. Klingt einfach, oder? Dual Core ist neuer und toller und besser, oder? Nicht so schnell. Tatsächlich ist ein Single Core Prozessor bei aktuellen Spielen ein gutes Stück schneller als ein Dual Core mit gleicher Taktfrequenz. Günstiger ist er auch noch. Also doch ganz einfach, Single Core nehmen und gut, oder? Na ja, so einfach ist es nicht. Der Single Core ist nämlich deshalb schneller, weil die entsprechenden Spiele kein Dual Core unterstützen. Inzwischen gibt es aber Spiele die genau das tun. Oblivion zum Beispiel. Unterstützung ist auch schon für einen ganzen Haufen zukünftiger Spiele wie Gothic 3, NWN2 und Crysis angekündigt. Diese Tendenz dürfte durch die 360 noch bestärkt werden. Wenn man bedenkt wie lange ich meinen durchschnittlichen Rechner so behalten habe, könnte Dual Core eben doch die zukunftssicherere Wahl sein. Was meint ihr?

Grafikkarte

Das Mittel der Wahl scheint mir wohl eine X1900 XT sein zu sein. Dummerweise ist die arg teuer. Somit wäre eine X1800 vielleicht die etwas vernünftigere Wahl. Noch dümmererweise hat sich Marc aber gerade ein X1900 gekauft und die Karte in meinem neuen Rechner darf eigentlich nicht schlechter sein, als die von Marc. Natürlich hat er sich die Karte nur gekauft, damit die Karte in seinem Rechner nicht schlechter ist als meine neue. Die alte Sau. Das mal außen vorgelassen, was würdet ihr nehmen? Gibt es irgendwelche Hersteller die vorzuziehen sind? Oder vielleicht doch was von NVidia?

Speicher

Ganz klar, ich brauche 2GB. Allein schon wegen Visual Studio. Bleiben noch zwei Fragen: Lohnt es sich teureren Markenspeicher zu nehmen? Und was genau sind diese Timing-Werte? (CL2,5 oder CL3, etc) Ich vermute mal, dass kleiner besser ist. Aber wie viel besser? Macht das irgendwelche Unterschiede? Gibt es sonst noch etwas, das zu beachten wäre?

Board

Okay, irgendwo muss man den Kram ja reinstecken. Anscheinend bietet heute jedes Board die übliche Ausstattung. Gigabit Ethernet, Mehrkanal-Sound, SATA-RAID, etc. Auch hier wieder die Frage: Gibt es irgendwelche Hersteller, die vorzuziehen wären? Auch interessant ist die Frage, ob man sich ein Crossfire-kompatibles Board holen soll. Ich werde natürlich den Teufel tun und mir zwei überteuerte Grafikkarten in mein System zu stecken. Es ist aber natürlich für die Zukunft sicher eine Update-Option. Nur stellt sich mir dann die Frage, ob ich in zwei Jahre nicht lieber eine ganz neue Karte ins System stecke, anstatt eine zweite alte. Natürlich könnte die zweite alte dann wesentlich günstiger kommen. Hmm. Trotzdem sagt mir mein Instinkt, dass die ganze SLI-Geschichte eher Bullshit ist. Eure Meinung?

Festplatte(n)

Für Leute mit zu viel Geld ist wohl im Moment die RaptorX von Western Digital das offizielle Mittel der Wahl. Um präziser zu sein, die WD1500AD, wobei es sich um die gleiche Festplatte zum kleineren Preis handelt. (Die RaptorX hat ein Glasdach, für Leute deren PC-Gehäuse ein Fenster hat.) Dabei ist der “kleinere” Preis aber immer noch verdammt hoch, denn für das GB zahlt man da ca. 1,75€. Bei “normaleren” Platten gibt es das GB schon für 0,35€. Somit kann ich für den Preis der 150GB WD1500AD glatt mal zwei normale 300GB Platten von WD kaufen und hätte noch Geld übrig. Die könnte man dann sogar noch verRAIDen, um die geringere Geschwindigkeit etwas auszugleichen. Oder ich spare bei der Festplatte so richtig (irgendwo muss ich ja sparen) und nehme sogar nur eine davon. Wäre das sinnvoll? Wie wichtig ist eine flotte Festplatte? Bringt mir RAID was? Wie habt ihr das konfiguriert?

Laufwerk

Okay, hier werde ich definitiv sparen. Ich liebe meinen alten TEAC 4x DVD-Brenner. Er ist leise, zuverlässig und es gibt überhaupt keinen Grund, warum ich den nicht in den neuen Rechner übernehmen sollte.

Gehäuse und Netzteil

Vom Design her hätte ich gerne was schlicht-elegantes. Optimal wäre ein Design, das zu meinem neuen Monitor passt. Also was in silber-schwarz mit blauen Leuchten. Ich bin aber wiederum nicht bereit, schrecklich viel Geld für ein schickes Design zu bezahlen. Was mir übrigens überhaupt nicht ins Haus kommt, sind irgendwelche Dinger wo man ins Gehäuse schauen kann. Furchtbar. Und dann ist da noch das Netzteil. Was muss ich da beachten? Klar, leise sollte es bitteschön sein. Überhaupt, was muss ich beachten, damit mein neuer Rechner nicht auch wieder laut wie ein Staubsauger wird? Erleuchtet mich.

So, habe ich was Wichtiges vergessen? Soundkarte vielleicht, aber braucht man die heute noch? Ich denke nicht, und wenn doch dann spare ich da erstmal und hole mir die später. Mein Budget liegt übrigens bei maximal 1.250€. Weniger wäre mehr, wenn ihr versteht was ich meine. Auf geht’s, Antination. Ihr bestimmt wofür ich mein sauer verdientes Geld aus dem Fenster schmeiße!

Ach ja, noch was: Wo soll ich kaufen? Kennt jemand einen guten Laden in Münster oder Dortmund? Oder gibt es irgendwo online was Empfehlenswertes? Die Zeiten wo ich den Kram bestellt und selbst zusammengebaut hätte, sind jedenfalls lange vorbei.

61 Kommentare Autor: Richard
Tags: , ,
Flash-Bang!

kino.jpg

Ihr habt ja sicher alle diese coole Werbung für die 360 gesehen, wo sich die Leute mit Zeigefinger erschießen. Wie auf dem Pausenhof in der Grundschule. Wenn nicht, dann ist sie hier nochmal:

Nicht schlecht, aber jetzt wird’s richtig cool. An der Uni in Florida hat sich ein Flashmob zusammengefunden, der das ganze nachgestellt hat:

19 Kommentare Autor: Richard
Tags: , ,
Noch mehr Kaufgründe

raptorx.jpg

Ich will einen neuen PC kaufen. Um meine Entschlossenheit zu stärken, bin ich gerade auf der Suche nach interessanten Spielen, die den Kauf rechtfertigen können. Hier ist der zweite Teil meiner Liste.

Titan Quest

Ein Action-Rollenspiel mit schicker Grafik und einem frischen Szenario nehme ich immer gerne. Ich weiß nicht, ob ich mich mehr darüber freuen soll dass es im alten Griechenland spielt oder darüber dass man auch durchs alte Ägypten reist. Ich glaube ich entscheide mich fürs alte Ägypten. Hoffen wir mal, dass es am Ende auch was taugt.

The Witcher

Noch ein Rollenspiel. Und das ist gut so. Da irgendein ungeschriebenes Gesetz sagt, dass man heutzutage nur noch Onlinerollenspiele machen darf, selbst wenn das Spiel solo viel besser funktionieren würde, habe ich schon lange kein gutes Einzelspieler-RPG mehr erleben dürfen. Dass es auf dem PC diverse Hoffnungsträger für dieses inzwischen arg unterrepräsentierte Genre gibt, bestärkt mich in meinen Plänen eine neue Maschine zu kaufen. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert. The Witcher sah letztes Jahr auf diversen Videos wirklich toll aus und ich hoffe dass es bald mal einen offiziellen Termin und neues Material geben wird. Vielleicht zur E3.

Defcon

Ich muss mal was gestehen. Ich fand Darwinia total doof. So, jetzt habe ich es gesagt. Das neue Spiel von Introversion hingegen kann ich kaum erwarten. Es ist quasi Wargames mit schlichter aber sehr edler Grafik. Zugegeben, das ist wahrscheinlich das einzige Spiel auf dieser Liste, was bei mir noch laufen würde selbst wenn ich keinen neuen Rechner kaufe. Aber deswegen freue ich mich nicht weniger darauf.

Star Trek Legacy

Der Doppelschlag aus dem unsäglich schlechten Nemesis-Film und der unendlich öden Enterprise-Serie hatte bei mir eigentlich auch noch den letzten Funken guten Willens in Richtung des Star Trek Franchises zerstört. Ich war durchaus der Meinung dass man Star Trek bitteschön ein paar Jahre in Ruhe lassen sollte, bevor man sich da wieder ran wagt. Was neue Folgen oder Filme betrifft, bin ich eigentlich immer noch dieser Meinung. Da ich aber zwischenzeitlich wieder ein paar Folgen TNG gesehen habe, freue ich mich durchaus auf die neuen Spiele, spezifisch auf Star Trek: Legacy. Okay, eigentlich würde ich ein Spiel wie A Final Unity oder 25th Anniversary vorziehen. Das ist irgendwie Star Trekiger. Aber man kann halt nicht alles haben.

Crysis

Ich bezweifle mal stark, dass wir Crysis dieses Jahr noch sehen werden. Das heißt wiederum, dass mein neuer Rechner wahrscheinlich eine neue Grafikkarte oder so benötigen wird um Crysis in voller Pracht genießen zu können. Aber gut, damit muss man leben. Far Cry ging sowohl inhaltlich als auch spielerisch irgendwann den Bach runter und ich bezweifle ehrlich gesagt stark, dass sie bei Crysis endlich die notwendige Zahl an Dinosauriern einbauen werden. Trotzdem, allein schon wegen der technischen Fortschritte wird das Spiel interessant.

Battlefield 2142

Ich bin ja kein großer Fan von Multiplayer, zumindest wenn die anderen Spieler nicht gerade neben mir auf der Couch sitzen. Am ersten Battlefield hatte ich aber verdammt lange, verdammt viel Spaß. Mein Traumsequel war übrigens ein Battlefield in der Zukunft. Am besten mit Mechs! Natürlich haben sie stattdessen so eine blöde Terroristentöterkacke gemacht. Außerdem hat mein Rechner das Spiel schon damals nicht mehr stemmen können, und so habe ich Battlefield 2 links liegen gelassen. Sehr zu meiner Überraschung haben die Entwickler jetzt aber doch noch auf mich gehört und den dritten Teil in die Zukunft verlegt! Mit Mechs! Deswegen stelle ich jetzt schon die Forderung, dass der nächste Teil in der Vergangenheit spielen soll. Mit Dinosauriern! Wenn alles nach Plan läuft, dann dürfte der fünfte Teil “Battelfield: 200.000.000BC” heißen.

Bioshock

Ein inoffizielles Sequel zu System Shock? Von den Machern von System Shock 2? Gekauft!

Gothic 3

Noch ein Rollenspiel! Dummerweise ist es mir bisher irgendwie nicht gelungen an der Gothic Reihe Spaß zu haben. Auf dem Papier sind die Spiele perfekt, aber irgendwas läuft da immer schief. Und es kann ja nicht nur daran liegen, dass bei Piranha Bytes niemand weiß wie man ordentlich Texturen und eine vernünftige Steuerung macht, oder? Na ja, meine Vorfreude ist deswegen jedenfalls etwas verhalten. Trotzdem, auf dem Papier klingt Gothic 3 perfekt…

25 Kommentare Autor: Richard
Tags: , ,
Kugelhagel in der Hosentasche

bullethell.jpg

Interessante Spiele haben interessante Spieler. Und interessante Spieler machen interessante Sachen. Wie zum Beispiel BulletGBA. BulletGBA ist ein Trainings-Tool für Bosse in Bullet Hell Shootern. Wer schon mal ein solches Shmup wie etwa Giga Wing 2 auf dem Dreamcast gespielt hat wird wissen, dass das gar nicht mal so eine blöde Idee ist. Schliesslich sind diese Shooter zwar so oder so barbarisch schwer, doch unterliegen die Schussmuster der Bosse mehr oder weniger komplexen Mustern, und die kann man üben.

Continue Reading »

20 Kommentare Autor: Stefan
Tags: , ,