Zehn Jahre Gräber plündern – Eine Retrospektive

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Ein rosarot gefärbter (?) Rückblick auf Aufstieg und Fall von Lara Croft in sieben Kapiteln. Das könnte jetzt etwas länger werden, deshalb gibt’s als Erstes mal ein “Lesen”. Genau.

Tomb Raider (1996)

tr1.jpgAls die Serie das Licht der Welt erblickte, robbte ich gerade für Volk und Vaterland durch den Schlamm. Die 32-bit Generation war noch neu und aufregend, und immer noch steckten viele Videospiele trotz Polygonkleid in zwei Dimensionen fest. Tomb Raider war daher ein echter Paukenschlag. Worauf die von Indiana Jones und Quatermain geprägte Spielerschar gewartet hatte, wurde endlich Realität. Alte Tempelanlagen erforschen, tödlichen Fallen ausweichen, kostbare Schätze einsammeln – sowas hatte die Welt noch nicht gesehen. Die riesigen Level hatten alles, was das Forscherherz begehrte, vom Tyrannosaurus bis zur rollenden Felskugel war alles vertreten. Dazu kamen die für damalige Verhältnisse bombastische Grafik mit Transparenzeffekten (oooh!) und 2000 Animationsphasen für die Hauptdarstellerin (aaah!). Aus Lara Croft wurde über Nacht eine Ikone, die heutzutage in einem Atemzug mit Super Mario genannt wird. Und zu recht wie ich finde, Core Design hatte es im ersten Anlauf geschafft, perfekte Spielbarkeit mit exzellentem Leveldesign und einer charismatischen Hauptfigur zu verbinden. Keine Frage also, dass Tomb Raider in Serie ging, und zwar so richtig.

Tomb Raider 2 (1997)

tr2.jpgNicht ganz ein Jahr nach dem grandiosen Erfolg des ersten Teils brachte Core Design mit Tomb Raider 2 eine der am spannendsten erwarteten Fortsetzungen aller Zeiten auf den Markt. Doch trotz des überaus positiven Medienechos war die Spielergemeinde gespalten. Neben der sehr dezent aufgemotzten Grafik und ein oder zwei neuen Moves hatte Teil 2 vor allem eines im Gepäck: Action. Ständig lungerten irgendwo hinterhältige Schergen herum, die einem die Lust an der Grabräuberei gründlich verdarben. Und wer schon mal eines der alten Tomb Raider gespielt hat weiss, dass die Steuerung nun wirklich nicht für hektische Schiesseinlagen ausgelegt war. Frau Croft bewegte sich in halben oder ganzen Schritten, konnte in vier verschiedene Richtungen springen und sich langsam auf der Stelle drehen, das war’s. Die Actionsequenzen beschränkten sich also darauf, ständig nach links und rechts zu hüpfen und dabei X gedrückt zu halten, um dann anschliessend genervt an einem Medikit zu nagen. Was vielen Spielern zudem negativ aufstiess war, dass Lara Croft nicht mehr nur in antiken Ruinen herumlief, sondern auch in Venedig und anderen weniger exotischen Schauplätzen nach Schätzen suchte. Das Spielprinzip blieb da zwar das gleiche, aber das Grabräuberflair war dahin. Ausserdem war das Speichersystem von Speicherpunkten auf jederzeitiges Speichern umgestellt worden, was dazu führte, dass es wesentlich mehr Trial-and-Error Stellen gab, die man eigentlich nur durch fleissiges Sichern vernünftig bewältigen konnte. Dennoch, das Spiel war ein grosser finanzieller Erfolg und die meisten Fans freuten sich bereits auf den unausweichlichen dritten Teil.

Tomb Raider III: Adventures of Lara Croft (1998)

tr3.jpgPünktlich wie ein Uhrwerk erschien rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft der dritte Teil von Core Designs Magnum Opus. Wieder war die Grafik nur unwesentlich verbessert, wieder hatte Lara einen neuen Trick gelernt und wieder ging ein tiefer Graben durch die Fangemeinde. Denn die Abenteuer von Lara Croft sind hart, richtig hart. Schon in den ersten fünf Minuten wird man von Felsen geplättet, versinkt im Sumpf, wird von reissenden Strömungen weggerissen, von Piranhas angeknabbert und vom wilden Affen gebissen. Es wird im Laufe des Spiels auch nicht wirklich besser, der Tod ist ein ständiger Begleiter auf dieser Reise um den Globus. Und ständig speichern ist nicht mehr, für jede Sicherung geht einer der seltenen Speicherkristalle drauf. Dafür wird Abwechslung in Teil 3 gross geschrieben. Riesige Areale mit gut versteckten Geheimnissen laden zum Erforschen ein, das Croft Manor (überhaupt eine der besten Ideen der Videospielgeschichte) steckt mehr denn je voller Geheimnisse, und launige Vehikelsequenzen (die zudem wesentlich besser in das Spiel integriert sind als in Legend) lockern den Archäologenalltag auf. Als ich übrigens vorhin sagte, dass die Spielerschaft gespalten wurde wie nie zuvor, war das keine Übertreibung. In einer Top 100 Leserliste aus der inzwischen eingestellten Zeitschrift Videogames (danke, Future Verlag) landete Tomb Raider III sowohl auf Platz 35 als auch auf Platz 5 – der Flop 10 wohlgemerkt. Entweder man hasst es oder man liebt es, kalt lässt das Spiel jedenfalls niemanden. Ausser denen vielleicht, die schon nach dem ersten oder zweiten Teil abgesprungen sind. Erwähnte ich eigentlich schon den Area 51 Level? Nein? Na der war mal so richtig scheisse. Aber reden wir nicht mehr drüber.

Tomb Raider: The Last Revelation (1999)

tr4.jpgSand! Sand und Pyramiden sind das Markenzeichen des inzwischen vierten Teils. Noch immer reitet Core Design auf der gleichen Spielengine herum, die inzwischen schon arg angestaubt aussieht. Dafür geht das Spiel andernorts neue Wege. The Last Revelation spielt komplett in Ägypten, Freunde von ausgedehnten Sightseeing-Touren wie ich zum Beispiel kommen daher ziemlich schlecht weg. Zudem gibt es keine Level im eigentlichen Sinne mehr, das Spiel ist relativ nicht-linear, was zumindest bei mir zu ständiger Verwirrung geführt hat (“äh, und wohin jetzt?”). Ausserdem gibt es jetzt moderaten Respawn, so dass man sich ständig mit den gleichen Mumien und was auch immer da noch so rumlief anlegen muss. Na herrlich. Dafür ist Tomb Raider 4 enorm umfangreich, und einige der Puzzle sind wirklich knifflig. Ansonsten ist mir nur noch im Gedächtnis hängengeblieben, dass ich zum ersten Mal in der Serie GameFAQs zu Rate ziehen musste, da mich das Spiel mit einer völlig neuen (neu für Tomb Raider jedenfalls) Sorte Rätsel überraschte. Übrigens war der vierte Teil glaube ich der erste, der die Medikits und Munition in den versteckten Ecken durch goldene Rosen oder sowas ersetzte. Was die Suche nach Geheimnissen spontan eine gute Ecke langweiliger machte. Na toll.

Tomb Raider Chronicles (2000)

tr5.jpgDer fünfte Teil ist ein sehr – schlechtes – Spiel. Es hat zwar seine ein, zwei lichten Momente, in denen die Brillianz alter Tage durchscheint, der Rest ist allerdings eine ziemliche Designkatastrophe. Beispiel gefällig? Ein kompletter Level spielt in einem U-Boot. Ich wiederhole, in einem U-Boot. Tomb Raider. In einem U-Boot! Zugegeben, es ist das wohl geräumigste Unterseeboot aller Zeiten, aber trotzdem. Wer zum Teufel hat sich den Blödsinn ausgedacht? In einem anderem Abschnitt rennt man in einem Catsuit durch ein Bürogebäude und meuchelt Wachen. Hallo? Geht’s noch? Ein anderes Mal kämpft man in Rom gegen eine fliegende Legionärskrake mit Laseraugen. Ich denke mir das nicht aus! Gegen Ende kann man dann noch mit Lara Croft junior auf Entdeckungsreise gehen, ohne Waffen, aber dafür mit Kobolden, Nymphen und kopflosen Reitern. Es versteht sich übrigens von selbst, dass an der Spielengine nichts geändert wurde, wie sonst sollte man auch jedes Jahr ein neues Spiel herausbringen. Zur Erinnerung, wir befinden uns zu diesem Zeitpunkt schon im dritten Jahrtausend, dem Zeitalter der fliegenden Autos und Aluminiumhüte, und Core tischt uns weiterhin vier Jahre alte Grafik auf. So nicht meine Herren. Zum Glück habe ich mir die Dreamcast-Version geholt, die hatte immerhin kurze Ladezeiten und weniger Grafikfehler.

Tomb Raider: Angel of Darkness (2003)

tr6.jpgEs sollte eigentlich der grosse Wurf werden. Endlich eine neue Plattform mit einer von Grund auf neuen Engine. In Previews schwärmten die Entwickler von einer vielschichtigen Story, Rollenspielelementen und einem nie dagewesenen Spielerlebnis. Was an Screenshots veröffentlicht wurde, sah dann auch dementsprechend lecker aus, und immerhin hatte sich Core Design seit dem letzten Teil drei Jahre Zeit gelassen. Nun, was schlussendlich hinten rauskam, wissen wir alle. Ein unfertiges Spiel mit zahllosen, teils haarsträubenden Bugs und jede Menge halbgaren oder schlichtweg saublöden Spielideen. Zehn Minuten nach Spielbeginn hatte ich beispielsweise durch einen Programmfehler tonnenweise Munition, die bis zum Schluss gelangt hat. Das war noch das positivste an dem Spiel. Ansonsten wurde der Spieler mit einer verschlimmbesserten Steuerung, begrenzter Kletterzeit und dem wirklich selten dämlichen “I feel stronger!” genervt. Ausserdem gab es nutzlose Quasi-Adventureelemente, einen unscheinbaren zweiten spielbaren Charakter und elend lange Ladezeiten. Folgerichtig wurde das Spiel von den Kritikern in der Luft zerrissen, und Lara Crofts Schicksal schien besiegelt. Dabei wollten die Spieler eigentlich nur das eine: Katakomben, Rätsel und Dinosaurier. Den ersten Teil eben, nur mehr davon.

Tomb Raider: Legend (2006)

tr7.jpgCore Design am Ende, Eidos ebenso, die wichtigen Leute haben den Laden schon längst verlassen. Nun liegt es an Crystal Dynamics, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Und siehe da, Legend ist richtig gut geworden. Klar, es ist kein epochaler Meilenstein wie es das erste Tomb Raider war, aber zumindest steckt wieder ein ansprechendes Spiel hinter der schicken Aufmachung. Vielleicht haben sie zur Abwechslung tatsächlich mal wieder die Fans gefragt, was sie in Tomb Raider sehen möchten. Auf die Idee hätten sie allerdings schon wesentlich früher kommen können. “Wollt ihr heisse Action und Stealtheinlagen?” “NEIN!” “Wollt ihr Rollenspielelemente und kleine, überschaubare Level?” “NEIN!” “Wollt ihr mit Motorrädern durch die Gegend heizen und Tokyo bei Nacht unsicher machen?” “NEIN!” “Ja was zum Henker wollt ihr dann, ihr undankbares Pack?” Ganz einfach, Tombs. Am besten solche, die man raiden kann. Und Dinosaurier. Das ist alles.

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38 Kommentare Autor: Stefan
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38 Kommentare

  1. Sehr schön das.

    Mein Senf:
    Ich hab die alten Teile (bis Teil 5) alle auf dem PC gespielt – da konnte man schon bei Teil 1 jederzeit speichern, da glaube ich ganz fest dran. Bei Teil 3 wurden dann plötzlich auch die PC-Spieler limitiert, wahrscheinlich auch deshalb (in Kombination mit dem wirklich abartigen Schwierigkeitsgrad) das Geheule.
    Auf dem PC waren die Grafikverbesserungen auch massiver – immerhin entstanden parallel mit der Tomb-Raider-Serie die ersten Grafikbeschleuniger. Von Teil 1 gab es z.B. echt leckere 3dFX-Versionen, die müssten auch heute noch gut aussehen. Aber da vertut man sich ja auch mal gerne.
    Ich hab die Teile übrigens auch alle mit Tastatur gespielt. Das ging – und das sagt was über die Steuerung aus. Ich wiess auch jetzt noch, Jahre später, aus dem Kopf die Tastenbelegung. Ich könnte mich jetzt ransetzen und das Ding spielen. Ist das gut, schlecht oder Nerd?

  2. Tomb Raider ist ein klassisches Beispiel für ein Spiel, dass sich in die falsche Richtung entwickelt hat.

    Es scheint, als hätten die Entwickler auf Action – Zug aufspringen wollen und dabei komplett die eigentlich interessanten Gameplay – Aspekte übersehen.
    Schade eigentlich, nach Teil 3 war bei mir endgültig Schluss. Und dass “angel of Darkness” (der titel passt sehr gut) so in der Luft zerissen wurde, hat mir damals echt gut getan (ich habe mir tatsächlich Computer Bild gekauft um den Test zu lesen.)!

    Erfreulich aber, dass der neue Teil gar nicht so übel ist. Nur etwas zu kurz, wie man hört.

    Hat das Spiel eigentlich Wiederspielwert? Das war nämlich etwas, dass ich bei den alten Tomb Raider Teilen (leider) vermisst habe. Nach einemmal ist bei mir einfach die Luft raus.

  3. DEN Actionzug, tschuldigung.

  4. Computer Bild, achja doch. Welches Spiel? Legend ja, man kann einige Sachen freischalten. Es liegt mir schon eine Weile auf der Seele, ich fand die Steuerung gut! Schaut mal die anderen Adventures dieser Zeit an. Shadowman, Drakan und besonders Indiana Jones steuern sich komisch. Und gestern meinte jemand, Tomb Raider 3 wäre schlecht gealtert. Ich habe gerade nochmal The lost Artefact durchgespielt, und das hat richtig Spaß gemacht. Es sollte mal wieder Spiele geben, die nicht für Grafik Fetischisten gemacht werden, wo man letztlich nur zur richtigen Zeit einen bestimmten Knopf drücken muss. Und wo Level den Namen wieder verdienen, und nicht besser mit Passage bezeichnet werden müssten. Bei Legend gibt es keine einzige Möglickeit nicht ans Ziel zu kommen. Das ist wunderbar unanstrengend, keine Frage, nur irgendwann muss man bei Spielen dann gar nicht mehr selber denken. Das nennt sich dann Film.

  5. Ich stelle grade fest, dass ich nicht einen einzigen(!)
    Tomb Raider Teil gespielt habe. Ich war devinitiv einer von der Sorte, die ´96 noch in 2D gefangen war.
    Grafik die besser als Donkey Kong Country aussieht – völlig
    unvorstellbar damals.
    Scheinbar hab ich, abgesehen vom “Wow” Erlebnis des ersten Teils, auch nicht so viel verpasst.

  6. Das mit dem schlecht gealtert war übrigens ich. Und ich bezog mich dabei vor allem auf die Grafik. Viereckige Blöcke als Levelgrundlage sind eben nicht mehr das Mass aller Dinge. An der Steuerung habe ich dagegen überhaupt nichts auszusetzen, ich fand sie für die zu bewältigenden Aufgaben schon immer sehr zweckmässig und präzise.

  7. Ich kann mich nur erinnern, dass ich damals mal Tomb Raider 2 gespielt habe, aber ansonsten hat mich die Serie auch ziemlich kalt gelassen. Ich kann mich noch an Klassenkameraden erinnern, die sich damals diesen Nudepatch besorgt hatten und dann geil sabbern aus der Schule nach Hause gegangen sind.

    Die Demo von TRL fand ich ganz interessant, bin ich in Sachen TR doch eher unbelastet und kann keine Vergleiche mit den Vorgängern ziehen. Mal abwarten, wie die angekündigte GameCube-Fassung werden soll, vielleicht bleibt im Sommer nach meiner Zwischenprüfung noch etwas Zeit zum zocken, sollte es bis dahin erschienen sein.

  8. Ich muss Stefan da recht geben, hab den dritten Teil mal wieder ins Laufwerk geschmissen und in Zeiten von HD und Fotorealismus kann man nicht wirklich von “gut gealtert” sprechen. Übrigens finde ich das Gameplay jetzt total überholt, damals war es jedoch sicher nicht schlecht. (obwohl dieses ewige Hin – und Hergerenne um an Items zu kommen damals schon nervig war…)
    Es gibt da einige Spiele, die heute noch deutlich besser zu spielen sind —-> hab heute Mittag mal wieder mein N64 rausgekramt und Ocarina of Time gespielt. Wow! Immernoch ein geniales Spiel!

    Ich warte auch auf die Gamecube – Fassung, schon damit der alte Würfel mal wieder auf Trapp kommt.

    Gibt es hier eigentlich noch Gamecube – Spieler?

  9. Meiner Einer, um das noch einmal klar herauszustellen! :)

  10. dann sind wir schon zwei! :)
    (sofern sich das auf meine Frage bezog ^^)

  11. Ich habe letztens Teil 1 der Serie wieder ausgegraben. Die Playstation Version war unspielbar hässlich. Die 3DFX/PC Version war aber ehrlich gesagt gar nicht so schlecht. Ich habe diverse Level gespielt und durchaus Spaß dabei gehabt. Allerdings auch nur, weil man jederzeit Speichern konnte.

  12. Der erste Teil war auch wahrlich gelungen!
    Schade, dass es dann immermehr bergab ging…

  13. Anders gefragt, gibt es hier jemanden ohne Gamecube?

    Mit Tomb Raider konnte ich mich nie anfreunden, der ewige Kampf mit der Steuerung war zu viel für meine leicht strapazierbare Geduld.
    (Merkwürdig wenn man bedenkt, daß ich Resident Evil gemocht habe.)

  14. Was ich übrigens vergessen habe zu erwähnen: sie haben bei der Xbox Version von Legend tatsächlich dieses James Bond mässige Intro vergessen. Ich wollte ja erst was dazu schreiben, aber dann habe ich es als unglaubwürdiges Gerücht abgetan.

    Der angenehme Nebeneffekt ist, dass man ohne Knöpfchendrückerei ruckzuck im Hauptmenü landet.

  15. Lara ROCKS!

  16. Ich bin ohne Gamecube, leider, der wurde gestohlen, als bei mir eingebrochen wurde, mitsamt (fast) aller Spiele. Und dann hatte ich irgendwie keine Lust mehr, mir einen neuen zu kaufen. hab aber die speicherkarten noch und bin begierig darauf, sie in meine revolution stecken zu können, um blood omen 2 und super mario sunshine wieder zu spielen. :-)

    @topic:
    Ich hab den ersten Tombraiderteil mal angespielt, aber richtig umgehauen hat mich das nicht.
    Gut fand ich hingegen die präzise steuerung, die auf den quadraten basierte, denn so gab es wenigstens ein raster und ich konnte – nicht wie in vielen heutigen spielen mit “unglaublicher bewegungsfreiheit” – nicht um ein paar zentimeter daneben springen.

  17. Oha. Was wollte der denn mit einem Gamecube? Zocken?

  18. Ich habe auch noch meinen Cube, aber irgendwie hab ich nicht die richtige Motivation mir neue spiele für zu kaufen. Das liegt warscheinlich daran, das grad nichts vernünftiges für mich dabei ist. Der Cube wird bei mir erst wieder mit “Twilight Princess” rausgeholt…

  19. Also das Problem des “schlechten Altern” is doch ein Problem sämtlicher 32-Bit-Spiele. Gerade bei den früheren. Das waren halt die Anfänge von 3D und die Grafiken waren da halt noch pixelig und flimmrig, die Framerate war selten richtig hoch oder konstant. Auf N64 wars in der Beziehung weniger schlimm. Aber ich finde wenn man sich nicht völlig zur Techniknutte entwickelt hat und einem ein vernünfties Spieledesign das wichtigste is, kann man auch heute noch viel Spaß mit Spielen wie Tomb Raider haben. Ich hab die Saturn-Version z.b. grad vor gut 2 Jahren durchgespielt und eins is klar: Action-Adventures sind heute nich mehr das was sie mal waren. Dann lieber pixelige Ruckelgrafik.

  20. [offtopic]
    @louie
    nee, ich glaub, der Dieb hat einfach alles mitgenommen, von dem er dachte, er könne es zu geld machen. wie auch etliche meiner DVD-Hüllen. ?? Genau. Nur die Hüllen, denn die DVDs hatte ich in praktischen Transporttaschen. :-)

    meine xbox hatte ich zu dem zeitpunkt gerade verliehen und mein barebone war gerade in der reparatur… Glück im Unglück, sag ich da nur.
    [/offtopic]

  21. Autsch, das muss wehtun. Der hat die leeren Hüllen sicher für teures Geld auf dem Schwarzmarkt verschabelt ;)

    Ich denke grade ernsthaft über den Kauf von DVD – Hüllen nach…

  22. wenn ich mir vorstelle es kommt einer und klaut meinen cube mit mario smash football… ich würde die Krise kriegen. Ich hab da so viel kohle für ausgegeben und der Dieb das Ding wahrscheinlich nicht verticken könnte, weil man es schon für 80 Euronen im Laden kriegt.
    ARGH
    Mir fällt aber auf, dass die cube spiele langsam wieder billiger werden. Ein guter Zeitpunkt meine kleine Sammlung mal aufzustocken (läuft dann ja immer noch im Revolution).
    Hat jemand Vorschläge? :)

  23. Vorschläge? Na klar.

    Offensichtlich:
    Resident Evil 4
    Zelda: The Wind Waker

    Weniger offensichtlich:
    Resident Evil 1 Remake
    Killer 7
    P.N. 03
    Super Mario Sunshine (ja ja ich weiss, es ist ein Mario-Spiel. Und ich mag es.
    Eternal Darkness
    Medal of Honor: Frontline
    Odama (für den Mehrspieler-Spass)
    Baten Kaitos
    Tales of Symphonia
    Skies of Arcadia Legends

    Mmh, bei näherer Betrachtung habe ich für den Cube mehr “Killerspiele” als für die restlichen Konsolen zusammen. Irgendwie lustig.

  24. Wie? Was? Keine Pickmins? Kein Super Monkey Balls?
    I HAVE FURY!!!!!!

  25. ich konnte mit Tomb Raider eigentlich auch nie was anfangen.
    hab den 1. Teil kurz angespielt aber für mich war die Steuerung einfach schrecklich, dieses auf der Stelle drehen, so darf sich eine menschliche Spielfigur einfach nicht steuern(hab ich bei Resident evil auch nie verkraftet, war aber nicht so schlimm weil weniger action).
    bin dann erst mit Super Mario 64 wirklich in die 3d Ära gesprungen.
    danach nochmal versucht mit dem 3.teil aber der war so schwer und außerdem die Steuerung.

    Aber was du hier schreibst ist irgendwie schon bedenklich…anscheinend gings nach dem ersten Teil nur noch bergab. So sollte es in einer guten Spieleserie aber eigentlich nicht sein.

  26. Interessante Zusammenfassung! Aber …was mir in deinem Biricht, Stefan, fehlt ist, dass du den Inhalt von TR-Serie nicht ausführich genug beleuchtet hast.Denn nicht nur Spielprozess ist spannend, sondern auch Geschichte, die im Hintergrund liegt. Mit der Geschichte bekommt das Spiel erst sein Gesicht. TR hatte sein Gesicht… gehabt, leider.
    Was die Brüder Jeremy und Andrew Smith aus Core Desighn wollten war es, die Geschichte ins Spiel einflechten. Dann aber haben sie sich im Labyrinth verlaufen.
    Ich habe die Infos aus ihren Interviews entnommen; sie wollten LC im IV TR-Teil verschollt erklären, dann Pause machen, um weiter über Entwicklung nachzudenken. Nein, dass wollten die Fans, EIDOS und T. Gard nicht.Dann hatten sie den V-Teil mit dem LC-Grabdenkmal im Regen aus dem Finger gesogen! Ja, das war ein Zeichen für uns, Spieler: “Es reicht, Leute, geben sie uns Zeit!”
    Dann hat Eidos so ein Feuer unter dem A… gemacht , dass die Entwickler mit dem VI-Teil und dunklem Image von LC das Spiel entgültig (bewusst?) in die Wand fuhren… So hart, wie Eidos, geht man mit kreativen Leuten nicht um!
    T. Gard hat die Konsequenzen gezogen, hat sein Schätzchen unter den Arm genommen und Crystal Dynamikcs weggegeben…
    Und was haben wir jetzt? Ganz anderes Spiel!
    Ich bin genau dieser Grafik Fetischist (klingt komisch)…
    Und mir fehlt die Recherche in Grafik! Mir fehlt noch einiges… TR VII ist ein gutes Remake, spielerisch gut umgesetzt, aber es ist nicht kreativ genug für TR-Konzept…

  27. Jetzt, wo doch noch ein paar Kritiker auftauchen, komm ich auch mal aus meinem Loch.

    Ich fand “Tomb Raider” doof. Und ich hab den ersten Teil (PC, 3dfx) immerhin durchgespielt! Immer auf der Suche nach dem Spielpass. “Da muss doch noch was kommen, was den Jubel rechtfertigt”. Damals hatte ich halt noch Zeit für sowas, als Schüler. Im Großen und Ganzen fand ichs anstrengend, ermüdend, nervig. Was nicht zuletzt an der Steuerung lag. Ausserdem fand ich Lara von Anfang an unsympathisch. (Nein, ich bin kein “Emma”-Abonnent.)

    “Prince of Persia” ist für mich das bessere “Tomb Raider”. Das Setting gefällt mir besser. Aber auch das spiele ich nur ab und an, weils bei meinem gebrauchten Cube damals einfach dabei war.

  28. TR1 auf der PS mit noch mit Digital-Controller Steuerung: AAhhrghh, was war das für ein Schmerz… und wieder vom Felsen gefallen und wieder 10 min. Kletterei zurück.

    Aber für ein, zwei Dinge muss man immer noch voller Ehrfurcht auf die Knie sinken:
    Riesige Levels, tolle Atmosphäre und…
    … keine Scheiß Hintergrunddudelmusik !!!

  29. Toby Gard hatte mit der Tomb Raider Reihe schon nach Teil 1 nichts mehr zu tun. Eidos wollte Boobies, Gard wollte Charakter, Gard hat verloren. Er ist daraufhin gegangen, hat sein eigenes Studio aufgemacht, ewig an Galleon gewerkelt und das dann vor nicht all zu langer Zeit mehr oder weniger fertig gestellt. Wenn es zum ursprünglich geplanten Zeitpunkt rausgekommen wäre, dann hätte das Spiel einiges reißen können. Leider kam es diverse Jahre zu spät und war trotzdem noch arg unpoliert. Also wollte es keiner und er musste sein Studio wieder dicht machen. Glücklicherweise hatte gerade Crystal Dynamics den Auftrag bekommen Tomb Raider zu neuem Leben zu erwecken und so wurde Toby Gard dort eingestellt um dabei zu helfen.

  30. Ironischerweise ging seit Gards Weggang die Serie den Bach runter und jetzt wo Grad wieder da ist, sind die Hupen kleiner, dafür hat Lara mehr Profil und die Serie ist wieder so erfolgreich wie sie es seit dem ersten Teil nicht mehr gewesen ist.

    Apropos Galeon: War das nicht der TR-Verschnitt, der kurz nach dem Launch der Playstation 2 erscheinen sollte?

  31. T.Gard hat mit TR nicht direkt zu tun, ja. Aber Einfluss hatte er immer gehabt und seine Meinung zum jeden neuen Spiel war wichtig. Z.B. er war strikt dagegen, dass LC verdunkelt wird. Er hat das öffentlich überall geäußert. Vielleicht bedeutete das auch ein “Aus” für Core.

    Wie dem es noch sei…Wer will anschauen, was Brüder Smith im CIRCLE Studio gemacht haben,dann hier:
    http://www.warningworld.com/index.asp

  32. Oh Mann… 7 Teile gibt’s von dem Kram schon… davon habe ich genau 1 1/2 gespielt.
    Zugegeben – Teil 1 mag ich auch heute noch (wenn’s auch zuviele Kämpfe hat… irgendwann wird noch einer auf die Idee kommen, das man nicht immer Kämpfen braucht und das ein Spiel auch mal gut ohne Feinde auskommt – ich meine, FLEDERMÄUSE!?) – und war damals wirklich was Besonderes.

    Ansonsten hat doch IMO die Soul Reaver-Serie die gute Lara schnell alt aussehen lassen (ab Teil 2), oder kann man beides nicht wirklich vergleichen?

  33. Ahh, sehr schöne Zusammenstellung.

  34. ich hab teil 1 geliebt, klar. teil 2 durchgespielt, ok. von teil 3 dann nur noch das demo, ab teil 4 keinen blick mehr verschwendet. und jetzt TRL: nett, unterhaltsam, grafisch und spielerisch ok, gekauft. bin gerade in ghana und spiele jeden level 2x. soll ja kurz sein.
    ach ja, die dauernden dialoge mit der “zentrale” sind überflüssig und peinlich.

  35. Der Gamecube ist wie die Bibel. Alle haben ihn und finden ihn gut aber keiner nutzt ihn, weder Entwickler noch Gamer.

    Und jetzt fällt Eidos auf einmal auf, daß man auch ne Cube-Version machen könnte, weil er ja auch recht erfolgreich ist. Schon komisch, hat da vielleicht Nintendo diese als Bedingung für eine DS-Version gestellt!?

  36. Es wurde ja auch Zeit, dass irgendein neuer Tomb Raider Teil wieder mit dem zu tun hat, was der Titel beschreibt…
    Ich jedenfalls habe mich über Legend gefreut, allerdings TRI mit Hilfe diverser Patches auf meinem XP-Rechner zum laufen gebracht und verschwinde jetzt wieder zurück ins Grab des Qualopeg.

  37. Ich möcht nur kurz sagen, dass Galleon für mich eins der besten Spiele in langer Zeit war. es is eh billig, probiert es mal aus.

  38. galleon probier ich mal. tr1 werd ich auch mal wieder spielen. das mit dem würfelförmigen aufbau fand ich damals gut, mal sehn ob sich das noch lohnt. gibts da irgendwo ne anleitung dafür (wegen winXP)?

    aber für ‘The UNOFFICIAL definitive guide to “Without Warning”‘ (großschreibung original) ist dieser satz ganz schön dreist
    ‘ Core we’re world renouned for their Tomb Raider game series consisting of 6 fantastic games which sold in their millions and created a universally recognized female icon Lara Croft.’ (http://www.warningworld.com/ww_aboutgame.asp)

    grüße
    jay