Archiv für Mai, 2006

Schwarz oder Weiß?

Mittwoch, Mai 31st, 2006

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Ich tendiere ja zu Schwarz. Weiß ist so…iPod, wenn ihr wisst was ich meine. Ach, entscheidet ihr für mich, ich habe gerade keine Zeit für so was.

Update: Ich war bei ebgames. Dabei habe ich folgende Erkenntnisse gewonnen.

a) Es riecht da immer noch wie in einem Pumakäfig.

b) Table Tennis wohnt voll im uncanny valley. Es sähe wirklich super aus, wenn es nicht so subtil gruselig wäre. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Fähigkeit der neuen Generation menschliche Charaktere sehr realistisch aber eben nicht komplett realistisch darzustellen, dazu führen wird dass man in Zukunft wesentlich mehr Spiele mit stark stilisiertem Grafikstil sehen wird. Fände ich super.

c) Ich nehme den DS in Weiß. Habe einen in der Hand gehabt und der hat mir in Weiß so gut gefallen, dass ihn so nehmen werden.

Allerdings nicht bei ebgames. Ich habe Angst vor dem Puma.

AntiTopic: Was geht bei Unreal Tournament 2004?

Montag, Mai 29th, 2006

Beim Durchstöbern meines stellenweise arg eingestaubten Spieleregals habe ich auch Unreal Tournament 2004 gefunden. Wie die meisten anderen Spiele in besagtem Regal auch habe ich es damals zwar schnell gekauft, aber nur ganz kurz gespielt. Also dachte ich mir: höchste Zeit, da mal wieder reinzuschauen! Glücklicherweise scheint die UT2K4-Community nach wie vor recht aktiv zu sein; es gibt noch jede Menge Server und potenzielle Gegner. Sehr gut.

Deswegen meine Frage für dieses erste AntiTopic, liebe Antigames-Leser: welche Mods, Map Packs usw. für Epics immerhin schon 2 Jahre alten Shooter könnt ihr empfehlen? Welche glorreichen Tipps habt ihr parat? Go!

Bisherige Erkenntnisse:

Stefan mit den Klauenhänden

Sonntag, Mai 28th, 2006

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Toll! Die PSP ist schon eine fantastische kleine Maschine. Seit Freitag spiele ich mit nur kurzen Unterbrechungen Wipeout Pure und Daxter, und von der Qualität her brauchen sich die beiden Titel wirklich nicht hinter ihren stationären Kollegen zu verstecken. Sony hat es tatsächlich geschafft, zeitgemässe Technik in einer hosentaschengrossen Konsole unterzubringen.
Aber! Die PSP wurde offenbar nie an Menschen getestet. Die Bedienelemente sind so unglücklich platziert, dass ich jetzt verdammt grosse Schmerzen in der linken Hand habe. Ernsthaft, während des Lenkens die linke Schultertaste zu bedienen grenzt an Masochismus, insbesondere wenn man den fitzeligen Analogknubbel benutzt. PSP zu spielen ist also vergleichbar mit autoerotischer Asphyxie, es macht Spass, ist aber schlecht für die Gesundheit. Die eingebauten Lautsprecher sind zudem eine ziemliche Katastrophe, der Lautsprecherausgang ist dafür aber um so besser (und man braucht im Gegensatz zum GBA keinen “gebt uns all euer Gold” Adapter).

Toll! Eine genügend grosse Speicherkarte vorausgesetzt, kann man die PSP prima als portablen Videospieler benutzen. Dank eines hervorragenden Freeware-Tools ist die Konvertierung der Filmdateien wirklich ein Kinderspiel, und der Bildschirm der Konsole ist dermassen gut, dass man selbst grässlich zusammenkomprimierte Untertitel noch gut lesen kann. Der iPod Video stinkt im direkten Vergleich ziemlich ab.
Aber! Der Weg dahin ist lang und steinig. Bei der Installation hat PSP Video 9 erstmal ASP.net auf meine Platte gepackt, das prompt ein eigenes Benutzerkonto angelegt hat. Was zu grosser Verwirrung beim folgenden Neustart geführt hat. Nachdem ich das Konto gelöscht hatte, wollte das Tool meine PSP partout nicht mehr erkennen. Also PSP Video 9 nochmal de-/installiert und gut war’s. Ausserdem hat es eine Weile gedauert, bis ich ein passendes USB auf Mini-USB Kabel gefunden habe, um die Konsole an den PC anzuschliessen. Gut, wenn man einen Schrank voller Alles-an-alles Kabel hat. Ach ja, für die Konvertierung einer 200 MB Datei braucht das Programm eine lockere Viertelstunde, “mal eben schnell” einen Kinofilm auf die Konsole zu schaufeln ist also nicht drin.

Toll! Für Wipeout Pure gibt es tonnenweise downloadable content, und das im Gegensatz zu anderen aktuellen Spielen absolut kostenlos. Ich habe mir gestern mehr als 70 MB an neuen Strecken, neuer Musik, neuen Rennklassen und neuen Skins runtergeladen, direkt von Sonys Servern auf meine PSP.
Aber! Natürlich war auch das ein ziemlicher Akt. Theoretisch kann man die extra Inhalte direkt aus dem Spiel heraus runterladen. Allerdings unterstützt Wipeout nur ungesicherte oder WEP-geschützte WLAN-Verbindungen, im Gegensatz zur PSP selbst (eine aktuelle Firmware vorausgesetzt). Das Problem ist, die Software meines D-Link Routers wurde von Soziopathen entwickelt, die zudem weder vernünftig Deutsch noch Englisch sprechen. Von WPA auf eine niedrigere Sicherheitsstufe zu wechseln ist daher absolut unmöglich! Zum Glück gibt es aber noch die Option, die PSP am PC anzuschliessen und den Kram von da aus runterzuladen. Dazu braucht man allerdings erst ein Konto bei YourPSP, und die Seite verträgt sich offenbar nicht mit Firefox. *seufz* Nach dem Exploder-Intermezzo muss man dann allerdings nur noch die Wipeout Pure Seite ansteuern, der Rest ergibt sich von selbst. Bis auf die Tatsache, dass sich Firefox nach dem Download gerne mal aufhängt. Und dass drei der Bonuspakete aufgrund von “generischer Fehler #1″ nicht zu kriegen waren. Ansonsten war aber alles cremig. Warum Wipeout allerdings keine Custom Soundtracks unterstützt, ist mir ein Rätsel.

Toll! Die Ladezeiten sind bei weitem nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Das mag natürlich von Spiel zu Spiel verschieden sein, aber bei Wipeout sind sämtliche Ladepausen unter zehn Sekunden, und bei Daxter gibt es praktisch keine Unterbrechungen. Ausserdem hat die PSP einen Standby-Modus, so dass man die Spiele innerhalb einer Sekunde da fortsetzen kann, wo man vor ein paar Stunden aufgehört hat. Natürlich ist es nicht so komfortabel wie Spiele auf Modulen, aber dafür geht auf so eine UMD auch einiges mehr drauf. Das Intro von Wipeout Pure zum Beispiel ist absolut bombastisch (ja ja, ich mag das Spiel).
Aber! Die anderen Ladezeiten, die für den Akku nämlich, sind ziemlich nervig. Die Batterie ist erstaunlich schnell leergeschlürft, insbesondere wenn man WLAN aktiviert und mal kurz im Internet rumsurft. Dann jedesmal zwei Stunden warten zu müssen ist zwar gut für meine Handgelenke (siehe oben), aber schlecht für meinen Geduldsfaden. Länger als fünf Stunden am Stück kann man mit der PSP jedenfalls nicht spielen, da ist der GBA doch klar im Vorteil.

Toll! Wie gesagt kann man mit der PSP eine ganze Menge anstellen. Spiele spielen, Musik hören, Filme schauen, im Internet surfen und so weiter. Dank des neusten Firmware-Updates steht einem ausserdem die Welt des Flash offen; jetzt muss ich eigentlich nur noch eine Seite mit guten Flash-Spielen finden. Langweilig wird mir mit der Konsole jedenfalls nicht so schnell.
Aber! Die PSP ist dafür auch so intuitiv zu bedienen wie ein Atomkraftwerk. Trotz des durchaus gut designten Menüs sind manche Funktionen hinter absolut kryptischen Bezeichnungen verborgen. Ein Muster an Konnektivität ist die Konsole wie beschrieben ebenfalls nicht. Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass Technik-Novizen mit der Konsole schlicht und einfach überfordert sein würden. Für Grobmotoriker mit Bratpfannenhänden ist die PSP ebenfalls nicht zu empfehlen. Der Hochglanzschirm zieht den Schmodder magisch an, und die vielen futzelig wutzeligen Knöpfchen und Schiebeschalter erfordern eine Hirn-zu-Finger Koordination auf Guitar Hero Niveau. In PSP-Land, the console uses you!

So, und jetzt muss ich mir erstmal ordentlich Franzbrandtwein auf die Gichtgriffel schmieren…

Es war nur einmal…

Samstag, Mai 27th, 2006

Ist ja mal wieder Zeit, dass ich mich hier zu Wort melde. In den letzten Wochen passierte in meinem Leben spielemäßig nicht so viel — naja, World of Warcraft (ja, ich habe wieder ein Abo) und Guitar Hero, aber über die beiden wurde schon genug geschrieben.

Deswegen habe ich mir etwas neues einfallen lassen! Ich schreibe heute mal nicht über die Spiele, die ich spiele, sondern über die, die ich nicht spiele, und die trotzdem bei mir im Regal stehen. Im Laufe der Jahre habe ich nämlich einen ganzen Haufen Spiele gekauft, die ich dann nur ganz kurz gespielt habe. Fangen wir mal mit den folgenden drei Titeln an:

Arena Wars: lustiges, kleines Multiplayer-RTS. Von einem deutschen Entwickler. Ach, Quatsch, Arena Wars ist gar kein RTS. Eher ein Actionspiel mit Strategieelementen, immerhin geht es nicht um tiefgehende strategische Planung epischer Schlachten, sondern um schnelle Scharmützel und noch schnelleres Reagieren auf die Aktionen des Gegners. Interessant: das Spiel wurde komplett in .NET entwickelt. Auch nett: hat man eine Webcam, sendet das Spiel das aufgenommene Videobild an die anderen Spieler. Hat bei mir leider nie funktioniert. Scheißteil. Warum habe ich es nur kurz gespielt? Ich war einfach zu schlecht. Oh, und man hat kaum Gegner mit Vollversion gefunden. Wahrscheinlich lohnt sich die Installation heute gar nicht mehr — spielt es überhaupt noch jemand? (Die offizielle Website wird von krawall.de gehostet und wurde das letzte Mal im September 2005 aktualisiert.)

Vampire: Bloodlines: was zum Teufel? Alle sagten, es sei super. Ich hab’s mir blind geholt und fand es ganz furchtbar. Mal von den spielspaßvernichtenden Bugs abgesehen fand ich das Ganze trocken, öde und irgendwie frickelig. Soll ich es nochmal probieren, jetzt, wo es bestimmt vernünftige Patches gibt?

Gore: ein alberner Shooter. Der mir viel Spaß gemacht hat. Weil da nämlich Leute Feuer fangen und dann panisch kreischen. Bei sowas muss ich lachen. Nein, ganz ehrlich, Gore war meiner Meinung nach viel besser als sein Ruf. Vor allem im Multiplayer. Warum habe ich es nur kurz gespielt? Keine Ahnung. Ich glaube, Gore werde ich mal wieder installieren… und dann auf Mitspieler hoffen.

Fortsetzung folgt.

Und als Bonus: Lies deinen eigenen Namen!

Montag, Mai 22nd, 2006

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Zu Shin Megami Tensei: Digital Devil Saga habe ich ja neulich schon ein paar Zeilen geschrieben. Um es kurz nochmal zusammenzufassen: DDS ist ein wirklich sehr gutes Japan-Rollenspiel mit eigenwilligem Grafikstil und erfrischend erwachsener Story. Mit etwas Verzögerung erscheint das Spiel dank Publisher Ghostlight demnächst auch in Europa, allerdings ist immer noch nicht klar, ob auch der zweite Teil den Sprung über den grossen Teich schafft.

Ghostlight gibt sich trotz allem redlich Mühe, einem den Kauf schmackhaft zu machen. Wie ich heute erfahren habe, erhalten Vorbesteller nicht nur (wie schon fast üblich) eine limitiertes Cover Artwork und ein durchaus schickes T-Shirt. Nein, wer das Spiel bis zum Ende des Monats direkt bei Ghostlight ordert, wird ausserdem im Handbuch verewigt! Na das ist ja mal eine originelle Idee. Erfreulicherweise gibt es das T-Shirt auch in einer normalen Grösse, in dem Alien Hominid Shirt komme ich mir immer etwas verloren vor. Die Anleitung wird wohl übrigens trotz der vielen Statisten nicht den gewohnten Rahmen sprengen. Als ich heute mein Exemplar bestellt habe, wurde mir die Order-Nummer 41 zugewiesen. Rollenspiele in Europa zu veröffentlichen scheint echt vergebene Liebesmüh zu sein.

Next Gen Old School

Dienstag, Mai 16th, 2006

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Ich kämpfe gerade mit mir, ob ich New Super Mario Bros. kaufen soll. Die Kritiken sind jedenfalls exzellent und mein DS könnte mal wieder neues Futter gebrauchen. Allerdings habe ich mit Spielen die den Stylus nicht verwenden eher schlechte Erfahrungen gemacht. Andererseits bin nach der E3 sowieso auf einem kleinen Nintendo-Trip und die Versuchung ist ziemlich groß.

Beim Grübeln über diese gewichtige Entscheidung ist mir allerdings aufgefallen, dass ich eigentlich noch nie ein klassisches Mario Jump’n'Run gespielt habe. Zwar habe ich gewisse Erinnerung an ausgiebige Mario Sessions mit einem geliehenen Gameboy, weiß dabei allerdings nicht mehr um welches Spiel es sich dabei gehandelt hat. Außerdem habe ich eine Menge Mario 64 gespielt, aber wenn wir ehrlich sind, zählt das beides nicht so recht. Die klassischen Titel für das NES und SNES habe ich tatsächlich nie gespielt.

Als diese Spiele raus kamen, haben Konsolen für mich nämlich einfach nicht existiert. Ich habe damals komplett auf dem Computer gespielt. Konsolen waren völlig außerhalb meiner Wahrnehmung. Ich kann nicht mal jemanden, der eine hatte und habe sie wohl generell als Kinderspielzeug abgetan. Die konnte man ja nicht mal selber programmieren!

So ist es gekommen, dass ein großer Haufen von Videospieklassikern völlig an mir vorbei gegangen ist, obwohl ich alt genug bin um einen Großteil der Computer- und Videospielgeschichte bewußt miterlebt haben zu können und auch mein ganzes Leben lang gespielt habe. Ich spiele tatsächlich schon so lange, dass ich nicht einmal mehr weiß, was mein erstes Spiel war.

Trotzdem habe ich keins der klassischen Marios oder Sonics oder Zeldas gespielt. Was ist das coolste Mario Spiel? Der schlechteste 2D Sonic Teil? War Zelda 2 besser als Zelda 1? War Teil 3 eine Enttäuschung oder ein Superhit?

Keine Ahnung.

Um so mehr freue ich mich deshalb auf Xbox Live Arcade und auf die Nintendo Virtual Console und auf (wie auch immer Sony das entsprechende Ding nennen wird). Nicht jedes dieser “Klassiker” wird den Titel wirklich verdienen und auch heute noch Spaß machen, aber ich wette ich werde so manches Juwel entdecken. Auf teuren Next-Gen-Konsolen Spiele mit 16 Farben zu spielen, ist ein bißchen wie “Die Sieben Samurai” auf einem 16:9 HDTV-Fernseher zu gucken. Ein bißchen Overkill, macht aber einen Riesenspaß. Ich freue mich drauf.

Empfehlungen werden übrigens jetzt schon entgegen genommen.

Wenn zwei sich streiten…

Donnerstag, Mai 11th, 2006

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Sieh mal einer an. In diesem Interview empfiehlt Xbox Chef Peter Moore höchstpersönlich den Kauf eines Wiis. Jawohl, meine Damen und Herren ein Konsolenhersteller empfiehlt tatsächlich ein Produkt der Konkurrenz. Keine Ahnung ob das Wii ein Erfolg wird, aber wenn das nicht ein Zeichen dafür ist, dass Nintendo die Branche erfolgreich “disrupted”, weiß ich auch nicht.

Der Witz ist natürlich, dass das Wii in Wirklichkeit gar kein Konkurrenzprodukt zur 360 ist. Bei Nintendo hat man sich schließlich aus der Konkurrenz ausgeklinkt und macht ganz einfach sein eigenes Ding. Wirklich in direkter Konkurrenz stehen in dieser Generation nur die 360 und die PS3. Der Erfolg des Wiis ist völlig unabhängig vom Erfolg von Microsoft oder Sony. Andersum genauso. Denn Nintendo mag bei der Videospielergemeinde gerade sehr viel guten Willen aufgebaut haben, aber so ganz wollen wir dann doch nicht auf saucoole hochauflösende Killergrafik verzichten. Klar, ich hole mir ein Wii. Aber eben auch eine 360.

Genau das hat Microsoft verstanden. Sie haben nicht viel zu verlieren, wenn das Wii ein Erfolg wird. Wenn Nintendos Strategie aufgeht und neue Zielgruppen erreicht werden, dann kriegt man langfristig vielleicht sogar mehr 360 Käufer.

So ganz ohne Risiko ist so eine Empfehlung aber dan doch nicht. Wenn zu Weihnachten beim Saturn nämlich ein günstiges Wii steht und ein teureres 360, dann werden viele Eltern die ihrem Sprössling “so ein Konsolendings” kaufen wollen, nämlich lieber zu dem günstigeren Gerät greifen.

Warum also die Empfehlung? Die Antwort darauf findet man in Japan.

Microsoft hat sich diese Generation sehr gut platziert. Man hat nicht nur ein ganzes Jahr Vorsprung vor der Konkurrenz, man hat es auch geschafft letzte Weihnachten das heiße Geschenk zu sein, von dem es einfach nicht genug gab. Quasi das Furby des Jahres 2005. Live läuft super und zum Launch der Konkurrenz kommt schon die zweite Generation an Spielen. Vom günstigeren Preis ganz schweigen, und das völlig ohne irgendwelche Preissenkungen. Trotzdem ist der Sieg noch lange nicht in trockenen Tüchern. Vor allem nicht in Japan. Dort interessiert die 360 nämlich keine Sau. Und gerade dort hat der Name Playstation noch einiges an Geltung. Egal wie teuer die Konsole ist.

Damit ist klar, dass man in Japan das Duell 360 vs. PS3 schon verloren hat, bevor die PS3 überhaupt auf den Markt kommt. Was Nintendo in Japan zu Microsofts großer Hoffnung macht. Denn wenn das Wii in Japan besser geht als die PS3, dann würde selbige (unabhängig von den tatsächlichen Verkaufszahlen) als Flop empfunden werden und der große Japanbonus wäre futsch.

Also lobt Microsoft jetzt die Konkurrenz und drückt die Daumen, dass Nintendo in Japan so richtig abräumt. Damit man selber im Rest der Welt weiter abräumen kann.

Was vom Tage übrig blieb

Donnerstag, Mai 11th, 2006

E3 und kein Ende. Vor lauter Pressekonferenzen sollte man aber nicht vergessen, dass es dieses Jahr eigentlich um Software geht, immerhin war die E3 2005 ja das Jahr der grossen Konsolenenthüllungen, jetzt geht es für die drei Firmen eigentlich nur darum, ihre Claims abzustecken. Denis ist ja schon auf PC-Rollenspiele eingegangen, heute soll es daher um Konsolentitel gehen, die mir besonders ins Auge gefallen sind (autsch!).

Super Paper Mario

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Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber ich bin richtig scharf auf dieses Spiel. Und eigentlich auch nur deshalb, weil es absolut fantastisch aussieht und auch noch für den sträflich vernachlässigten Gamecube erscheint. Hoffen wir mal, dass sich NoE nicht wieder drei Jahre Zeit lässt, bis das Spiel auch hier zu haben ist. Der Japan-Termin ist immerhin schon im August.

Persona 3

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Freunde obskurer japanischer Rollenspiele werden sich freuen zu hören, dass Persona 3 wohl auch in den Staaten veröffentlicht wird. Das stand angeblich anfangs ein wenig auf der Kippe, da Selbstmord wohl eines der zentralen Themen dieses Spiels ist und sich im Trailer reihenweise Schüler erschiessen, um Dämonen zu beschwören. Tja, schon Persona 2 war eher was für Erwachsene, und wer es noch nicht gespielt hat, sollte das schleunigst nachholen.

Cooking Mama

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Dazu habe ich ja neulich schon was geschrieben, und inzwischen hat Publisher Majesco einen Release im Westen bestätigt. Wenn das mal kein Kaufgrund für ein DS ist. Ich muss Richard bei Gelegenheit mal fragen, was es mit Cooking Mama Wii auf sich hat. Geht ja nicht an, so Gerüchte in die Welt zu setzen, ohne sie mit Quellen zu untermauern.

Rogue Galaxy

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Jawoll, nach einer viel zu langen Wartezeit wurde das Action-Rollenspiel von Level 5 endlich für die Staaten angekündigt. Wurde aber auch Zeit. Zur Beschwichtigung packt Sony aber eine grosszügige Menge an Boni obendrauf. Ein neuer Planet, neue Quests, ein verbessertes Kampfsystem und tonnenweise neue Gegenstände sollten zur Kompensation eigentlich ausreichen. Wer mit Level 5 nun überhaupt nichts verbinden kann, sollte dringend Dark Chronicle spielen, mithin eines der besten Spiele für die PS2.

Silent Hill: Origins

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Auch die PSP kriegt neues Spielefutter in Form von Silent Hill: Origins, einem Prequel zur Serie. Es bleibt abzuwarten, ob Konami auch auf einem Handheld eine ansprechende Horroratmosphäre erzeugen kann, aber gespannt bin ich allemal. Die Details sind bisher sehr spärlich, laut Gamefront.de spielt man einen Trucker namens Travis O’Grady, der dank neuartigem “Barricade System” Möbel durch die Gegend schieben kann. Nun ja, das klingt ja noch nicht wirklich gruselig.

So, und jetzt seid ihr dran.

E3 2006: Microsoft PR Event

Mittwoch, Mai 10th, 2006

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Das Event von Microsoft musste zwangsläufig etwas anders ablaufen, schließlich gab es keinen Bedarf Begeisterung für ein Produkt wecken, das es noch gar nicht gibt. Hier ging es eher darum zu zeigen, dass mit der 360 bisher alles gut läuft, und auch in Zukunft gut laufen wird.

Das die erste Xbox als Plattform ein Erfolg war, zeigte sich jedenfalls in der Anzahl von Sequels, die gezeigt wurden. Halo 3, Forza 2, Fable 2. Dabei sind Halo und Forza zwei sehr gesunde Franchises, aber ob Fable Microsofts Zelda werden kann, muss sich natürlich noch zeigen. Der erste Teil bot deutlich weniger als versprochen. Es war dabei immer noch ein gutes Spiel (anders als z.B. Black & White) und es hat sich auch super verkauft, aber die Frage ist ob nicht viele Leute am Ende enttäuscht waren, und sich den zweiten Teil verkneifen werden (so wie halt bei Black & White). Das wäre schlecht für Microsoft, haben sie doch Lionhead extra für Fable gekauft.

Sony hat jedenfalls auch den GTA4 Vorsprung verloren. Das Spiel kommt jetzt parallel für beide Konsolen.

Aus irgendwelchen Gründen hat Microsoft den japanischen Markt noch nicht aufgegeben. Ist wohl sinnlos, aber zumindest sind sie hartnäckig. Der Blue Dragon Trailer hat mich persönlich allerdings nicht überzeugt, und wird auch in Japan keine Begeisterungsstürme hervorrufen.

Ich finde es prima, dass Microsoft sich mit Vista auch wieder offiziell zu PC Spielen bekennt. Ich frage mich allerdings, ob es so clever ist mit Crysis ein PC Spiel zu zeigen, dass alle präsentierten Titel für die 360 grafisch lässig in die Tasche steckt.

Mit der Ankündigung von Shadowrun, ist jetzt auch klar, woran FASA arbeitet, seit sie keine BattleTech oder Crimson Skies Spiele mehr machen. Interessanterweise positioniert Microsoft das Spiel wohl als eine Art “Launch-Titel” für Vista. Zu schade, dass das Rendervideo absolut furchtbar aussah, denn für ein gut gemachtes Shadowrun Spiel könnte ich mich echt begeistern.

Das HD-DVD Add-on hat ein bißchen was von einem Buckel und die Ankündigung ist ohne Preis irgendwie ziemlich sinnfrei. Schließlich wussten wir schon, dass es kommt.

Ganz ehrlich, ich verstehe dieses Live Anywhere nicht so recht. Ich glaube es ist mir auch egal. Wie soll ich ein Spiel auf der 360 anfangen und auf dem Handy weiterspielen? Das müsste ja mal ein echtes Hammerhandy sein. Und mir ein Forza-Auto aufs Handy zu schicken ist einfach nur albern. Dass es Live bald für Windows geben wird, unterstreicht allerdings Microsofts Willen, sich wieder mehr um den PC als Spieleplattform zu kümmern. Gefällt mir. Jedenfalls ist Bill Gates wie immer eine echte Schlafpille gewesen. Allgemein scheint es aber klar, dass sich Sony mit seiner Live Kopie echt anstregen muss, um da mithalten zu können, denn Microsoft hört nicht auf an Live zu schrauben.

Insgesamt war das Event von Microsoft die professionellste der drei Veranstaltungen. Selbstbewußt und ohne den Angstschweiß von Sony, aber eben auch ohne die Begeisterung von Nintendo. Es wurde nichts wirklich Aufregendes präsentiert, aber man hat das Gefühl, dass Microsoft eine viel klarere Vision ihrer Plattform hat als Sony und ihren Vorsprung so gut nutzen wollen wie möglich.

Wenn man also alle drei Veranstaltungen zusammenfassen möchte, dann könnte man das so tun:

Nintendo > Microsoft > Sony

E3 2006: Nintendo PR Event

Mittwoch, Mai 10th, 2006

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Na, das fing doch gleich ganz anders an, als die Sony Konferenz. Keine Slides mit irgendwelchen Zahlen, sondern ein kleiner Japaner der seinen Hintern zur Musik schüttelt. Okay, das Spiel was dabei im Hintergrund lief (”Excite Truck”) sieht absolut furchtbar aus, aber wenigstens ist da noch ein Hauch von Begeisterung zu sehen. Und ein Dirigierspiel ist damit wohl auch garantiert. Das alleine verkauft mir das Wii schon fast, denn wo andere Leute Luftgitarre spielen, habe ich immer luftdirigiert und besitze dafür sogar meinen eigenen Taktstock. Aber das bleibt unter uns, okay? Also, zurück zur Show.

Gemein: Erst tun sie so, als würden sie Preis und Datum ankündigen, machen dann aber doch einen Rückzieher. Dass die Konsole billiger als die 360 oder die hundertrillionentausendmilliarden Euro teure PS3 sein wird, wußten wir auch schon vorher, genauso dass die Konsole noch dieses Jahr kommt. Die Frage ist bloß: Auch in Europa? Auf die Antwort zu dieser Frage müssen wir wohl noch weiter warten.

Zelda kommt jedenfalls zum Launch. Sehr schön. Natürlich hätte ich mir lieber ein richtiges Zelda Wii gewünscht, als einen halbherzig angepassten Gamecube Port, aber hey, es ist Zelda. Nehme ich.

Der Wii Controller hat einen kleinen Lautsprecher integriert. Sehr cool eigentlich. Der kann dann quasi als Center-Center für den Surroundsound dienen. Clever.

Rumble hat der Controller auch. Soviel zum Thema “geht nicht”, Sony. Musst da jemand Geld sparen, weil er einen teuren Blu Ray Player verbaut hat?

Red Steel gefällt mir auch sehr gut. Dabei ist aber inzwischen eins klar geworden. Grafisch hat das Wii nicht viel auf dem Kasten. Das sieht alles eher aus wie solide Cube-Spiele, als wie echte Next Gen Technologie. Ich schätze das ist der Preis den man zahlen muss. Zahle ich ehrlich gesagt lieber als 600€. Die Frage ist, ob der Rest der Welt das auch so sieht. Immerhin beleidigt Nintendo uns nicht mit vorgerendertem Bullshit.

Ein neues Mario Spiel kommt auch. Und ein neues Pilotwings. Und ein neues Trauma Center! Dieses Disaster Spiel klingt vom Konzept interessant, obwohl es davon dann doch nur Prerenderbullshit zu sehen gibt.

Anders als bei Sony gab es sogar richtigen Applaus. Zumindest die Leute im Kodak Theater (wo sonst die Oscars laufen!) sind begeistert. Diverse Forenbewohner auch. Nintendo scheint ehrlich begeistert vom Wii zu sein und diese Begeisterung steckt an.

Ich habe aber immer noch so meine Zweifel, ob das mit dem Controller wirklich klappt. Es sollen aber 27 Spiele auf der E3 spielbar sein, also gehe ich mal davon aus, dass wir das bald wissen werden.

Es gehört übrigens auch ein bißchen Mumm dazu, einen durch Zufall ausgewählten Typen auf die Bühne zu holen und mit dem einfach mal eine Runde Wii-Tennis zu spielen. So was würde Sony oder Microsoft nicht passieren. Von den drei Kandidaten hätte ich es ja dem schwergewichtigen Supergeek gewünscht, aber es war auch so ganz unterhaltsam.

Dann gab es noch einen Haufen Zeugs fürs DS und schon war die Show vorbei. Wesentlich kürzer, wesentlich unterhaltsamer und wesentlich ergiebiger als die Vorstellung von Sony. Ich hätte mir noch ein paar mehr Infos gewünscht, z.B. zum Preis, zum Termin und zur virtuellen Konsole, aber trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mir zum ersten mal in meinem Leben eine Konsole zum Launch kaufen werde.

Ohne jetzt meinem Bericht zum Microsoft Event vorzugreifen: Nintendo hat meiner Meinung nach diese E3 gewonnen. Und das bevor sie angefangen hat. Nicht schlecht.

E3 2006: Sony PR Event

Mittwoch, Mai 10th, 2006

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Die E3 läuft und es wird Zeit mal eben die drei großen Presseshows zu rekapitulieren.

Fangen wir mit Sony an. Wenn man einen Eindruck aus der ganzen Veranstaltung mitgenommen hat, dann den dass Sony Videospiele hasst. Da wird nicht darüber geredet, was für coole Spiele die PS3 haben wird, sondern welche “revenue streams” sie haben wird. Die Spieler werden nicht Spieler genannt, sondern “consumers”. Die Spiele heißen nicht Spiele, sondern “entertainment content”. Begeisterung gab es nur für die Fähigkeit der PS3 “ip investments zu leveragen” oder für die tollen “distribution channels”, nicht für Spiele.

Generell umgab die ganze Show ein leichter Geruch der Verzweiflung. Es wurden große Sprüche geklopft, die völlig an der Realität vorbei gingen (”Die HD Generation fängt erst an, wenn wir sagen, dass sie anfängt.”) oder fröhlich die Konkurrenz gedissed haben (”Wir sind nicht an Gimmicks interessiert.”).

Wenn ihr die Wii Remote für ein “Gimmick” haltet, liebe Sonynauten, warum habt ihr dann noch schnell halbherzig ihren Controller kopiert?

Generell war die ganze Veranstaltung an Zynismus kaum zu überbieten. Sony hat doch tatsächlich ein Video mit Schauspielern produziert, die einem erzählen wie toll die PS2 waren und wie cool die PS3 wird und dann kommt Kaz Hirai mit einem aufgesetzten Lachen wieder auf die Bühne und sagt, wie toll der Enthusiasmus dieser Leute für die Playstation doch sei. Lieber Kaz, wenn du mich entsprechend bezahlst, heuchle ich auch gerne Begeisterung für die Kamera.

Zum Kotzen.

Die Leute im Saal waren auch nicht begeistert. Sowohl nach der Montage der 1st Party Spiele als auch nach der Montage für die 3rd Party Spiele herrschte eine ziemliche Stille im Saal und Hirai bzw. Harrison haben tatsächlich um Applaus bitten müssen.

Interessant auch, was Sony nicht gezeigt hat. MotorStorm zum Beispiel. Oder Killzone. Oder ihre Version von Live.

Es gab aber auch ein paar nette Sachen zu sehen. Heavenly Sword sieht nach einer coolen Mischung aus God of War und Soul Calibur aus. Flüssig und spektakulär. Das würde ich wohl nehmen.

Die PSP als Rückspiegel für Autorennen auf der PS3 zu verwenden ist zwar auch so ein Gimmick an dem Sony angeblich nicht interessiert ist, aber ich fand die Idee trotzdem witzig.

Das Eyetoy-Kartenspiel wirkte auch ganz cool. Klar, ich werde den Teufel tun und mir irgendwelche “Boosterpacks” mit Karten für mein Videospiel kaufen, aber vom Prinzip her gefällt es mir.

Was für ein Spiel soll Afrika eigentlich sein? Egal, ich bin erstmal für alles ohne Kopfschüsse oder Rennwagen dankbar.

Im großen und ganzen war die Veranstaltung aber ein ziemlicher Flop. Das scheint auch der allgemeine Konsens zu sein, wenn man sich die einschlägigen Foren durchliest. Die PS3 ist fies teuer (und zwar so teuer, dass Microsoft zum Weihnachtsgeschäft nicht mal eine Preissenkungen machen muss) und die günstigere Version ist allein schon durch den fehlenden HDMI Anschluss verkrüppelt und nutzlos.

Mir haben sie jedenfalls erstmal keine PS3 verkaufen können. Kommentare zu den Shows von Nintendo und Microsoft folgen im Laufe des Tages.

2006 - Eine Computer Odyssey

Mittwoch, Mai 10th, 2006

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Montag abend war die Welt noch in Ordnung. Ich hatte gerade meine neue Apple-Tastatur in den Rechner gestöpselt, und Windows XP hat sie auch brav als solche erkannt und mitsamt eingebautem USB-Hub ins laufende System eingebunden. Sogar die Sondertasten wurden anstandslos übernommen. Prima. Ausserdem habe ich ein nettes kleines Programm namens AppleKeys gefunden, mit dem Druck/S-Abf, Rollen und Pause/Untbr (mithin die nutzlosesten Tasten auf so einem Keyboard) auf F13-15 gemapt wurden. Bis dahin war ich hellauf begeistert.

Gestern nach der Arbeit ging der Spass dann los. Nach dem Hochfahren meinte mein Antivirenprogramm, dass es nicht korrekt gestartet werden konnte und hat sich prompt verabschiedet. “Hmmmmm!!?!” dachte ich und habe erstmal AppleKeys aus dem Autostart-Ordner entfernt. Neustart - gleiches Problem. Also die neuste Version von Antivir runtergeladen und die alte vorsorglich deinstalliert. Neustart. Bei der Installation trat dann ein “kritischer Fehler” auf und ich sass ohne Virenschutz da. Firefox angeworfen zum Recherchieren. Boing - der Browser hängt sich alle zwei Minuten auf, angeblich wegen eines korrupten Shockwave-Plugins. Zwischendurch habe ich selbstredend auch mal die Tastatur abgestöpselt, die Fehler blieben aber bestehen. Dann schmeisst sich ohne Vorwarnung auch noch der Windows Explorer aus dem Fenster. Verärgert starte ich neu. Hoppla, auf einmal weigert sich die Software-Firewall ebenfalls zu starten. Das ist mal originell.

Bevor ich so richtig über die Fehlerursache nachgrübeln kann, gibt es auf einmal einen Hard-Reset. Kein Blue Screen, einfach Lichter aus und wieder an. Ich fühle mich zu dem Zeitpunkt schon etwas draufgängerisch und reproduziere den Fehler ein paar mal mit Erfolg. Ab und an mosert noch das BIOS rum, dass das “DRAM-Timing too tightly” sei, aber das macht es halt ab und zu. Wer schneller starten als Speicher checken kann wird von mir nicht ernst genommen. Zwischendrin spielt dann irgendwann mein Wireless Router die beleidigte Leberwurst und taucht nicht mehr in der Liste der verfügbaren Drahtlosnetzwerke auf. Da ich mich auch nicht mehr ins benachbarte ungesicherte Netz einklinken kann, schiebe ich den Fehler auf meinen Rechner und schalte fürs Erste aus. Tower auf und erstmal ordentlich aufgeräumt. Alle nicht mehr benötigten Karten schmeisse ich raus, und bei der anschliessenden Reinigungsaktion kommen mir ungefähr 50 Raummeter Staub sowie ein Prozessorkühler mit Lüfter entgegen. Den habe ich allerdings aus Schusseligkeit selbst abmontiert. Wer hätte gedacht, dass so ein Trumm lediglich mit zwei kleinen Klemmen befestigt ist? Ich jedenfalls nicht. Naja, so habe ich wenigstens mal meinen (ziemlich mickrigen) Prozessor gesehen.

Klappe zu, Neustart, Kiste läuft. Na immerhin etwas. Da mir das Ganze aber etwas suspekt ist und der Computer eh seit längerem glaubt, dass ich zwei DVD-Brenner habe, beschliesse ich, zum ersten Mal seit Jahren das System neu aufzusetzen. Leichter gesagt als getan. Offenbar weigert sich so ein Rechner, zwischen BIOS und Windows mit USB-Geräten zu kooperieren, so dass das “Beliebige Taste drücken, um von CD zu starten” a) erfolglos bleibt und b) von wilden Flüchen begleitet wird. Für einen Moment denke ich darüber nach, meine alte Tastatur aus dem Keller zu holen, aber dann denke ich mir, dass ich mir den Spass besser für heute aufhebe. Hurra!

Rollen im e-kubik

Dienstag, Mai 9th, 2006

E3 2006 Website
Da isse wieder, die gute alte E3. Wie ihr ja vielleicht wisst, ist mein Schwerpunkt ziemlich Rollenspielig und gleichzeitig total frei von irgendwelchen merkwürdigen asiatischen Geschmacksverstärkern - Glutamat macht müde, wie ihr vielleicht schon einmal gehört habt (ich weiß, das gilt nicht für Japan. Macht mir meinen Witz nicht kaputt). Und so. Dann schauen wir doch mal, was mich dieses Jahr interessiert… und was nicht. Über die neuen Konsolen werden sich sicher die Kollegen noch gründlich auslassen.

  • Das Schwarze Auge: Drakensang: Die Rolli-Franchise meiner Kindheit, nach 10 Jahren wieder zurück auf dem PC. Auch wenn ich die “DSA” der damaligen Zeit für einige der langweiligsten Machwerke des an Langweilern nicht armes Genres halte… die Nostalgie ist stark in mir. Objektiv sieht es derzeit lange nicht so gut wie Oblivion oder Gothic 3 aus.
  • Neverwinter Nights 2: Mit Sicherheit eine Menge Spass und lange Lebensdauer dank einer starken Fangemeinde - und damit fast automatisch ein erwähnenswerter Titel. Vielleicht sind Editor und Multiplayeroptionen (besonders die “Persistant World”) etwas mächtiger/einfacher/leistungsfähiger als im Vorgänger. Obsidian kann Rollenspiele. Kein unglaublich bahnbrechender Titel, aber bestimmt gute Arbeit.
  • Spore : ‘Nuff said.
  • Warhammer Online: Age of Reckoning: Mythic hat das klar beste PvP Endgame aller MMORPG in DAOC, aber auch eine der für mich reizlosesten Spielwelten. Man nehme dazu 25 Jahre knalligen Warhammer Hintergrund sowie einen neuen Anfang und wir haben ein MMORPG, das tatsächlich unlangweilig werden könnte. Ich bin da total objektiv.
  • Hellgate: London: Klingt nach einem fröhlichen Gemetzel mit mehr MMO Elementen als Diablo und einem ziemlich stylischen Look, gebastelt von einem Team mit solidem Blizzard Hintergrund.
  • Hero’s Journey: Faszinierendes MMORPG voller waghalsiger Ideen - “level deine Waffe, level deinen Dackel….seh genauso aus wie Du willst… und level einfach, äh, alles” von den MUD Veteranen Simutronics.
  • Darkfall: Unfassbar mies aussehendes PvP-MMORPG Projekt aus der finsteren Vergangenheit. Das will ich nur sehen, um die fanatischen Fans vor Begeisterung ausflippen zu sehen und “Grafik, Animation, GUI und Eigenständigkeit sind total egal, wenn mir das SPIEL gefällt” auf den Foren zu lesen. Ansonsten ist mir der Titel egal.

Ja, das gilt für mich. Und ihr?

Wellenreiten in schwarz-weiß

Dienstag, Mai 2nd, 2006

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Es sieht so aus, als hätte GTA ihr N64 Projekt erstmal auf Eis gelegt. Schade eigentlich. Damit mein kleiner Beitrag dazu nicht für immer verschwindet drucke ich halt selber. Bitteschön:

Ich hatte mal ein N64. Für ziemlich kurze Zeit. Damals bin ich über den Sommer nach Frankfurt gezogen, um dort zu arbeiten. Da ich dort eigentlich keinen Menschen kannte, alle Museen und sonstigen Sehenswürdigkeiten schon abgegrast hatte und mir immer komisch vorkam wenn ich allein ins Kino ging, habe ich mir dann ein N64 geholt. Damals war ich noch ein recht überzeugter Computerspieler, der zwar eine lange Karriere vom C64 über den Atari und Amiga bis hin zum PC hinter sich hatte, aber nie im Besitz einer Konsole gewesen war. Insofern war das für mich ein relativ großer Schritt.

An Spielen hatte ich Mario 64, Shadows of the Empire, Wave Race und Turok. Alle diese Spiele kenne ich übrigens mehr oder weniger nur in schwarz-weiß. Der Grund? Ich hatte in Frankfurt eben nur einen ca. 20 Jahre alten, ziemlich kleinen schwarz-weiß Fernseher zur Verfügung. Am Besten ohne Farben spielen ließ sich von den vier Spielen übrigens Wave Race. Okay, grafisch hat es etwas unter dem Farbmangel gelitten, aber mit Ausnahme einer einzigen Rennstrecke ließ es sich ohne Probleme spielen. Und den einen Level habe ich halt auswendig gelernt. Wave Race war auch das einzige dieser Spiele, das ich durchgespielt habe. Es war kurzweilig, sah gut aus und hatte eine super Steuerung. Was braucht der Mensch noch? Okay, Farben vielleicht. Aber man kann halt nicht alles haben.

So richtig von Konsolen überzeugt hat mich das N64 übrigens nicht. Das machte dann erst die Xbox. Ob’s damals an den Spielen lag, oder am Mangel an Farben, ich weiß es nicht. Jedenfalls habe ich es nach meiner Rückkehr recht schnell wieder verkauft. An Wave Race habe ich aber immer noch schöne Erinnerungen. Stilecht in schwarz-weiß. Und deswegen ist es für mich persönlich das beste N64 Spiel aller Zeiten.