Es war nur einmal…

Ist ja mal wieder Zeit, dass ich mich hier zu Wort melde. In den letzten Wochen passierte in meinem Leben spielemäßig nicht so viel — naja, World of Warcraft (ja, ich habe wieder ein Abo) und Guitar Hero, aber über die beiden wurde schon genug geschrieben.

Deswegen habe ich mir etwas neues einfallen lassen! Ich schreibe heute mal nicht über die Spiele, die ich spiele, sondern über die, die ich nicht spiele, und die trotzdem bei mir im Regal stehen. Im Laufe der Jahre habe ich nämlich einen ganzen Haufen Spiele gekauft, die ich dann nur ganz kurz gespielt habe. Fangen wir mal mit den folgenden drei Titeln an:

Arena Wars: lustiges, kleines Multiplayer-RTS. Von einem deutschen Entwickler. Ach, Quatsch, Arena Wars ist gar kein RTS. Eher ein Actionspiel mit Strategieelementen, immerhin geht es nicht um tiefgehende strategische Planung epischer Schlachten, sondern um schnelle Scharmützel und noch schnelleres Reagieren auf die Aktionen des Gegners. Interessant: das Spiel wurde komplett in .NET entwickelt. Auch nett: hat man eine Webcam, sendet das Spiel das aufgenommene Videobild an die anderen Spieler. Hat bei mir leider nie funktioniert. Scheißteil. Warum habe ich es nur kurz gespielt? Ich war einfach zu schlecht. Oh, und man hat kaum Gegner mit Vollversion gefunden. Wahrscheinlich lohnt sich die Installation heute gar nicht mehr — spielt es überhaupt noch jemand? (Die offizielle Website wird von krawall.de gehostet und wurde das letzte Mal im September 2005 aktualisiert.)

Vampire: Bloodlines: was zum Teufel? Alle sagten, es sei super. Ich hab’s mir blind geholt und fand es ganz furchtbar. Mal von den spielspaßvernichtenden Bugs abgesehen fand ich das Ganze trocken, öde und irgendwie frickelig. Soll ich es nochmal probieren, jetzt, wo es bestimmt vernünftige Patches gibt?

Gore: ein alberner Shooter. Der mir viel Spaß gemacht hat. Weil da nämlich Leute Feuer fangen und dann panisch kreischen. Bei sowas muss ich lachen. Nein, ganz ehrlich, Gore war meiner Meinung nach viel besser als sein Ruf. Vor allem im Multiplayer. Warum habe ich es nur kurz gespielt? Keine Ahnung. Ich glaube, Gore werde ich mal wieder installieren… und dann auf Mitspieler hoffen.

Fortsetzung folgt.

21 Kommentare Autor: Hendrik
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21 Kommentare

  1. Meinst du das verlinkte Vampire: Redemption, welches schon einige Jahre auf dem Buckel hat? Das ist nen imo arg durchwachsener Diablo Verschnitt mit guter Story. Das Spiel selbst finde ich, als Liebhaber der Pen&Paper Grundlage eher schlecht.

    Deutlich besser ist da Vampire: Bloodlines, welches zwar auch schon etwas Zeit auf dem Buckel hat, dafür aber das beste RPG 2004 war und, abgesehen vom arg metzellastigen Ende, ein durchweg geniales Spiel ist.

  2. Bloodlines. Sorry. (Ist korrigiert.)

  3. Ich muss Iceman zustimmen, Bloodlines ist in der Tat ziemlich gut. Wenn man mal von den total hirnrissigen Shooter-Einlagen absieht, die das Spielprinzip weitgehend ad absurdum führen. Ehrlich gesagt ist das ganze letzte Drittel ganz schön mies. Der Anfang ist dafür um so besser, westliches Rollenspiel par excellence. Dank der (auch inoffiziellen) Patches kann man ausserdem die Zahl der Bugs auf ein spielbares Mass reduzieren.

  4. Satan Claus

    Und Redemption hat mit Diablo recht wenig zu tun, auch wenn es dort viele Kämpfe gibt. Nicht jedes RPG mit etwas Action ist gleich von Blizzard inspiriert…

  5. Ich hab bei der komischen Schneckentussi aufgegeben…

    (Nach dem mich das kleine Rätzel davor ne menge ausdauer gekostet hat weil die Wachen immer respawnt sind)

    Abgesehn davon fand ichs schon cool, das Geisterhaus da war fast so gruselig wie das Sanatorium in Thief 3.

    Soundtrack 1a.
    Aber etwas mehr spielerische Freiheit hätte ich mir schon gewünscht… Ok das denke ich bei fast jedem Spiel. Dieses “ich bin ein Vampier in der Großstadt feeling” hätte besser sein können weil die Stadt eigentlich garnicht so groß war.

  6. Gore wollt ich mir auch schon immer mal holen. Werds demnächst wohl auch machen, und sollte es noch Server geben sehen wir uns ja vielleicht mal Online.

    Mein Standart-Nick ist [fUn]f4r!n.

    Mfg farin!

  7. Und wieso jetzt der Norm aus “Creatures” im Titel? Ich bin verwirrt…

  8. Jep, die “Schneckentussi” ist die Killermaschine schlechthin…

    Und eigentlich schade dass man die Armbrust erst *dort* kriegt >_>

  9. Also ehrlich, Arena Wars hab ich verdammt gerne gespielt. Wie es im Internet war, weiß ich nicht, für mich war das Spiel ein reines LAN-Spiel, dass ich ohne Kamera gespielt habe.
    Sicher kein Meisterwerk aber nett war es.
    Bei Vampire hab ich die Warnung, verbuggt wörtlich genommen und das Spiel bis heute nicht angefasst und von Gore hab ich noch nie was gehört.

  10. Zu Bloodlines nochmal: Womit man allerdings rechnen muss ist verdammt miese Performance in den “Hubs”. Da frisst das Spiel Prozessorleistung bis zum gehtnichtmehr. Mit nem P4 2,53 GHz wars arg rucklig, mit nem A64 3800+ ists so grade flüssig. Allerdings muss man in den Gebieten normalerweise nicht kämpfen, darum ist das net soo schlimm.

    Und ja, was Troika beim letzten Drittel des Spieles geritten hat weiß ich auch nicht. Respawnende Gegner und quasi völlige Reduzierung des Spieles auf das Töten von Gegnern. Bis zu dem Punkt ist Bloodlines aber imo genial, allerdings mag ich die düstere, erwachsene Atmosphäre auch sehr. Und warum die USK das Spiel ab16 freigegeben hat frage ich mich heute noch…

  11. Für das letzte Drittel gehen den meisten Entwicklerstudios immer das Geld und die Zeit aus…

  12. Also, habe vorhin nochmal Bloodlines installiert. Mit aktuellem Patch von der offiziellen Site (1.3). Und ich finde es immer noch doof.

    - die Grafik ist hässlich *und* langsam. Wie haben sie das geschafft?
    - der Oblivion-Effekt: man bekommt kein wirklich brauchbares Feedback darüber, ob man gerade etwas “gutes” oder “böses” tut, und merkt das in der Regel erst zu spät. Spielstand laden.
    - die Schleicheinlagen leiden unter einem ähnlichen Problem. Ich habe eine gute Stunde für das doofe Tutorial gebraucht, weil ich erst rausfinden musste, was das Spiel denn nun als die richtige Schleichroute empfand. Ein Unterschied in den Schatten war kaum bis gar nicht zu erkennen; das zweite Schleichtutorial führt einen ja sogar durch einen mehr oder weniger komplett dunklen Raum.
    - das Interface?!
    - dafür kann das Spiel nichts, aber das Setting gibt mir nach wie vor nicht so viel.

    Spaßig fand ich jedoch, dass meiner Vampirin, die dem einen “durchgedrehten” Vampirclan angehört, wesentlich coolere Dialogoptionen zur Verfügung stehen.

    Aber sonst… gna.

  13. - Was findest du an der Grafik den hässlich? Sie ist nicht der Hammer, aber von hässlich imo weit entfernt
    - Gut oder Böse ist bei Bloodlines relativ egal, Auswirkungen hat lediglich die Maskerade und die Menschlichkeit. Ersteres nicht zu verletzen sollte kein Problem sein und für zweiteres ist manchmal etwas nachdenken erforderlich ;)
    - Jo, das Schleichsystem des Spieles ist nicht allzu gelungen, bringt später, dank der häufigen Gegner, auch praktisch nie was. Es sei denn du hast “Obfuscate”, da war ich allerdings extrem enttäuscht das die Fähigkeit, trotz höchster Stufe, gegen Ende des Spieles einfach so von jedem Gegner durchblickt wird…
    - Was ist schlimm am Interface? Über die F-Tasten wechselt man schnell Waffen und Rüstung und ansonsten braucht man eigentlich nur “I” fürs Inventar und “C” für den Charakterscreen. Nix besonderes.
    - Das Setting ist Geschmackssache, ich finds klasse und würd mir mehr Spiele in sonner düsteren negativen Welt wünschen.

  14. Der Reiz von Bloodlines liegt auf jeden Fall in den Dialogen und dem Handlungsfreiraum in der begrenzten Welt.
    Fast jede Aufgabe lässt sich auf die ein oder andere Weise lösen oder gaukelt es dir zumindest vor. Das Spieleprinzip ist halt sehr Deus Ex-artig und wer Deus Ex nicht mochte wird vermutlich auch an Bloodlines keinen Gefallen finden. Was ich gehasst habe war die Kanalisation, die sieht und spielt sich wie an einem nachmittag erschaffen (Copy&Paste ala Halo). Aber allein die Tatsache das du später dir eine Ghoulsklavin halten kannst die dir Geld, Gegenstände und Blut zur Verfügung stellt find ich genial.

  15. Iceman:

    Grafik: ein paar Sachen sehen sehr gut aus, aber insgesamt fühle ich mich ständig an Spiele der Kategorie SiN erinnert. Das war zwar damals sehr lustig, aber eben nicht mit der Source-Engine realisiert. Ich übertreibe natürlich etwas, aber im Vergleich zum anderen Source-Spiel HL2 stinkt die Optik von Vampire doch ziemlich ab. Und gleichzeitig schafft es das Spiel auch noch, saulahm zu sein. Nicht gut!

    Gameplay/gut/böse: Szenario vorhin: ich ging zum Strand, weil ich dort irgendwelche Typen umnieten sollte. Dort treffe ich auf eine Dame, die mir sagt, dass sie “da vorne” stehen. Irre, “da vorne” stehen tatsächlich drei Typen. Also gehe ich hin und schlage auf den ersten ein. Und schon ist die Dame von eben der Meinung, mich auch angreifen zu müssen. Huh?

    Interface: ganz schlimm finde ich, dass ich gerne Mal in einer Vorwärtsbewegung festzuhängen scheine. Da laufe ich immer weiter vorwärts und habe keine Möglichkeit, es abzubrechen. Ich haue dann wie blöd auf den Tasten rum, bis es irgendwann klappt. Abgesehen davon finde ich die Maussteuerung träge und den ständigen Wechsel First/Third Person irritierend. Und falls das noch nicht reichen sollte, wirkt die GUI wie aus einem billigen Sharewarespielchen (auch hier übertreibe ich natürlich wieder etwas, aber hey).

    Setting: würde mir vielleicht Spaß machen, wenn o.g. Punkte nicht wären, aber es alleine ist einfach nicht Motivator genug, um genau diese zu ignorieren.

  16. Fürs Protokoll sollte ich womöglich anmerken, dass mir Deus Ex auch nicht so recht gefallen hat, durchaus auch aus ähnlichen Gründen.

  17. Deus Ex, du begehst einen Frevel. Dieses Spiel habe ich abgöttisch geliebt. Das Szenario war grandios, die Grafik auch nicht so schlecht, gegen Ende ist es etwas langweilig geworden aber 95% des Spiels sind unglaublich gut.

  18. Hendrik:
    - Jo, HL2 sieht besser aus, hat dafür noch begrenztere Level und läd verdammt oft nach. Für mich ist Bloodlines aber son bisschen wie WoW, net so dolle Technik, aber klasse Design. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.
    - Zu der Dame: Die sagt nicht “da drüben” sondern “over there, through that metal gate and up that cliff” (ja, ich habe definitiv zu lange Bloodlines gespielt wenn ich den Satz fast auswendig kann…). Die 3 anderen Typen die da am Strand stehen gehören zu ner anderen Quest. Auch Mercurio, der dir den Auftrag gibt, sagt dass die in nem Haus am Strand leben.
    Sorry, aber etwas aufpassen sollte doch drin sein :P
    - Von diesem Fehler mit der hängenden Vorwärtstaste hab ich bei Bloodlines viel gehört, bei mir ist er aber glücklicherweise nie aufgetreten. Keine Ahnung woran das liegt, google mal, vielleicht findest du ne Lösung. Kann mir schon vorstellen, dass das furchtbar nervig ist.
    Wechsel First/3rd Person gibts eigentlich nur wenn du von Nahkampf auf Fernkampfwaffen wechselst. Und als Tipp: Schusswaffen sind in Vampire ziemlich unsinnig. Ich hab das Spiel eigentlich zu 90% in der 3rd Person Perspektive gespielt.
    Und mit der GUI übertreibst du definitiv etwas sehr :P

    Ansonsten muss ich Kreon zustimmen, die Gespräche und Geschichte von Bloodlines sind es die das Spiel genial machen. Grade die Dialoge und die erstklassige englische Sprachausgabe sind auf einem Niveau welches von praktisch keinem Spiel erreicht wird.

  19. Fürs Protokoll sollte ich womöglich anmerken, dass mir Deus Ex auch nicht so recht gefallen hat, durchaus auch aus ähnlichen Gründen.

    das ist aber wirklich Frevel, der erste Teil war wirklich genial, dafür würde ich auch heute noch einen Altar aus Marmor und Gold bauen…wenn ich das Geld hätte.

    BTW: Hallo, ich lese erst seit heute hier mit, werde dank RSS aber auch bleiben ;)

  20. RSS FTW!

    Ganz ähnlich Bloodlines hatte Deus Ex einfach zu viele Ecken und Kanten, um mich bei Laune zu halten. Kann sein, dass ich da ein irre spannendes Spiel verpasst habe, aber was bringen mir die beste Story und die coolsten Interaktionsmöglichkeiten, wenn ich beim Spielen einfach keinen Spaß verspüre. Ging mir aber bei ziemlich vielen angeblich großartigen Spielen so, u.A. Fahrenheit und Half-Life 2 (wobei ich neulich damit ein wenig Frieden schließen konnte — dazu später mehr…)