
Die Konsolenmacher scheinen eine neue Goldgrube gefunden zu haben: olle Kamellen. Klar, schon zur Regierungszeit der Pharaonen packten Publisher ein paar “Klassiker” mit fragwürdiger Spielbarkeit in einen schicken neuen Karton und verlangten königliche Unsummen für den Spass. Während das Geschäft mit den Antiquitäten der Softwaregeschichte bisher allerdings nur ein nettes Zubrot war, scheint es sich in der kommenden Konsolengeneration zum essentiellen Standbein zu mausern. Sowohl Microsoft als auch Sony und Nintendo versprechen exquisites Retro-Vergnügen für ihre Konsolen. Dabei gibt es die Spiele der jeweils letzten Generation dank Abwärts-Kompatibilität bei allen dreien umsonst. Microsoft versucht sich bereits mehr oder weniger erfolgreich an einer Softwarelösung (August 05: “Xbox 360 will be backward compatible with the top-selling games on Xbox“; Juni 06: “nobody is concerned anymore about backward compatibility“; ein paar Tage später “We’re going to get darn close to that stated goal of every title done“), Sony verspricht wie üblich das Blaue vom Himmel (“Sony is very concerned about quality and backward compatibility. They want to get this right“) und Nintendo hat ohne grosses Mediengetöse Anschlüsse für Cube-Zubehör in sein Wii eingebaut.
Diese positive Seite der Retromanie ist durchaus Applaus wert, schliesslich zwingt niemand die Konsolenmacher, kostenlos für ein grösseres Portfolio zu sorgen. Ausserdem sieht man ja am Beispiel der 360, dass man bei halbherziger Arbeit eher Undank als Lob erntet. Kritisch finde ich es allerdings, wenn gerade für die ganz alten Klamotten plötzlich Geld auf den Tisch gelegt werden soll. Man sehe sich zum Beispiel einmal das Xbox Live Arcade Aufgebot von Midway an: Gauntlet, Joust, Robotron und Smash TV bringen die 80er auch in dein Wohnzimmer, für geschmeidige 4,65€ pro Stück. Beziehungsweise 400 “Points”, diese gestaltlose neue Währung, die man nur in furchtbar ungeraden Blöcken kaufen kann. Was man mit den überzähligen Punkten anstellen soll? Blöde Frage, mehr kaufen natürlich bis es wieder passt. Nicht verwechseln sollte man die Punkte übrigens mit den Punkten, will sagen dem noch viel nutzloseren Gamer Score. Ernsthaft, ich dachte anfangs wirklich, man könnte mit Erfolgen in den Spielen anschliessend Sachen vom Xbox-Marktplatz kaufen. So ein bisschen wie die Nintendo STARS eben. Pustekuchen.
Aber genug des Microsoft-Gebashes; was macht derweil die Konkurrenz? Wenn man den Versprechungen von Sony glauben schenkt, dann kann ihr eigenes Live-Derivat Kaffee kochen, Krebs heilen und die nächste Bundestagswahl gewinnen. Sprich, was Genaues ist noch nicht bekannt. Da die Playstation-Macher allerdings Meister des Strg-C/Strg-V sind, rechne ich fest mit einem Multiplattform-Release von Frogger et al. Konkreteres weiss man dagegen zum Thema PSP trifft PSone. Nach Angaben eines britischen Magazins sollen bis Ende nächsten Jahres etwa 7.000 PS1-Spiele zum Download bereitstehen, was Sony bisher allerdings mit einem “na ja, schauen wir mal” kommentiert. Angeblich sollen die Oberkracher Final Fantasy VII und VIII, Silent Hill und Castlevania zu den ersten neuerdings portablen Spielen gehören. Das klingt doch fast schon zu schön, um wahr zu sein.
Ähnliches hört man von Nintendo. Dank Virtual Console sollen auf dem Wii tonnenweise alte Spiele laufen, von Miyamotos gesammelten Mariospielen seit den seligen 8-bit Zeiten über Mega Drive-Spiele bis hin zu PC-Engine Klassikern. Im Einzelnen wird es natürlich von den jeweiligen Rechteinhabern abhängen, was wir uns legal runterladen dürfen und was als lieblos aufgemotzte Neuauflage zum Vollpreis ins Regal gehängt wird. Auf den ersten Blick prima klingt das Angebot aber allemal.
Trotzdem bin ich neulich ins Grübeln geraten. Machen wir als Kunden bei der Sache wirklich so ein gutes Geschäft? Zwar kennt noch niemand die Preise für den PSP-Download-Service und die Virtual Console, aber wenn man Live Aracde als Massstab anlegt, dann wird die Vergangenheit so richtig teuer. Wenn ein Spiel aus der Zeit unserer Ahnen schon 4 1/2 Eypos kostet, was sollen wir dann für “neuere” Sache anlegen? 10€? 15€? Wer weiss, aber demnächst kommt ja Street Fighter 2 für Live raus, dann sehen wir weiter. Apropos SF2, fällt da jemandem was auf? Richtig, das Spiel gibt es schon für die alte Xbox. Als Hyper Version (quasi ein “Best of” Street Fighter 2), mit SFIII: 3rd Strike, Live-Unterstützung für beide Spiele und dem passenden Animé. Und das im Ausverkauf für ungefähr 600 Points. Problem nur, die Anniversary Collection gehörte bei weitem nicht zu den “top-selling games on the Xbox”, daher gibt es auch keinen Patch, damit es auch auf der 360 läuft. Lieber nehmen Microsoft und Capcom einen noch nicht genauer definierten Geldberg für den nicht mehr ganz frischen Urahn aller Prügelspiele, und hauen wie nichts Gutes auf die Hypepauke. Nicht dass ich den Leuten Absicht unterstellen würde, ich impliziere sie nur. Oh, ich vergass übrigens zu erwähnen, dass man mit seinen überzähligen Points auch klitzekleine Bilderchen kaufen kann, zum Preis von etwa 30 Cent pro 64×64-Jpeg. Okay!
Für die Publisher ist so ein Retro-Downloadservice jedenfalls eine Lizenz zum Geld drucken. Wenn die Emulation erstmal steht, braucht man nur noch einen Server mit fetter Bandbreite, der Rest passiert von alleine. Entwicklung und Vertrieb fallen raus, Überkapazitäten und Händlermargen sind Schnee von gestern. Kein Vergleich zu den von allen Seiten beklagten irrsinnigen Entwicklungskosten für die neuen Konsolen. Und das Beste daran, der Kunde zahlt freiwillig für Onlinegebühren und Speichermedien. Ein Schlaraffenland. Und was springt für uns dabei raus? Was unterscheidet so ein Stück runtergeladener Software von der bisher üblichen Emulation, wenn man die offensichtlichen rechtlichen Unterschiede mal für einen Moment beiseite lässt? Wohin mit den so erworbenen Spielen, wenn man die Konsolen irgendwann einmal auf dem Dachboden einlagert? Wieviel darf man für so alte Sachen denn heute noch verlangen? Fragen über Fragen. Gewöhnt euch aber schon mal dran, dass die Vergangenheit in Zukunft eine wichtigere Rolle spielen wird als bisher.
Genau diese Befürchtung habe ich auch: 10 Euro für ein PSX oder N64 Spiel zu zahlen ist eindeutig zu viel. Iwata meinte vor kurzem auf Wii werden die Titel unter 7 Euro kosten – aber wer glaubt das?
An und für sich ist es eine wunderbare Idee, mit den alten Klassikern. Aber nur, wenn man sie für wenig Geld kriegt oder zusätzlich zu einem Spiel dazu kaufen kann.
Nintendo könnte übrigens auch die oben genannten “STARS” als Zahlungsmittel einsetzen. Verkehrt wäre es sicher nicht.
Und SONY… da habe ich so meine Zweifel, was ein ordentliches Preis – Leistungsverhältnis angeht. Und wie lange dauert es überhaupt ein 200MB großes PS one Spiel runterzuziehen?
Für mich kommt es ganz klar auf die Spiele an, ob ich bereit bin 10€ dafür zu zahlen oder nicht. Für ein “Super Metroid”, “The Legend of Zelda: A Link to the Past” oder “Sonic the Hedgehog” würde ich auch 10€ bezahlen, und auch der ein oder andere PC Engine Vertikalshooter wird mich wohl spätestens zum nächsten Sommerloch in Versuchung führen. Aber ein “Ridge Racer” oder “Formel Eins 98″ sind mir keine 10€ wert.
Richtig, die Qualität der titel sollte beachtet werden. Das ist jedoch allgemein sehr schwierig für den Durchschnittskonsumenten, da dieser wohl keine Ahnung von 20 Jahre alten Spielen haben wird.
Mal eine ganz andere Frage: Wer ist Elfie aus Oldenburg?
Hm…faul die Antigamer sind. Nicht posten die Antigamer tun…hm. Wochenende die Antigamer haben?.
Frei nach Jedi – Meister Joda, Star Wars, Episode 9 ;)
Gute Frage, frag sie doch das nächste mal, wenn sie wieder unter deinem Namen postet.
Was unwissende Durchschnittskonsumenten angeht ist meiner Meinung nach schwer einzuschätzen. Da sich Sony und MicroSoft eher an die “hardcore gamer” (ich hasse diesen Ausdruck übrigens abgrundtief) kann man wohl davon ausgehen, dass der Durchschnittskonsument dort etwas besser bescheid weiss. Andererseits sind gerade bei Sony und MS viele Jugendliche anzutreffen, die nur wieder das neueste und coolste haben wollen, und sich schon mit GTA 7: Malibu Beach Drama zufriedengeben. Die werden wohl etwas weniger Ahnung haben von den ganz alten Titeln haben, falls die überhaupt schonmal von einem Atari 2600 o.Ä. gehört haben. Wobei die PS1 ja nun auch noch nicht so alt ist.
Bei Nintendo sind die Hauptkonsumenten bisher ja größtenteils Kinder und erwachsene Kinder, die mit Nintendo aufgewachsen sind. Die Großen wissen wohl recht gut bescheid, die Kleineren wohl eher nicht.
So, wahrscheinlich hab ich jetzt schon wieder soviel getippt und geändert, dass wiedermal nichts dabei rauskommt, also belasse ich es für Heute mal dabei.
Der Antigamer tut was für den nächsten Beitrag durch fleissiges Suikoden V-Spielen :-)
“Erster” Eindruck nach ca. 30 Stunden: Prima!
30 Stunden sind ein erster Eindruck? Da soll noch einer sagen, Pro Gamer wäre nicht seltsam. ;)
Aber wenn es morgen was zum lesen gibt… :)
Im übrigen ist für mich persönlich besonders die PSone-auf-PSP Sache interessant. Erstens habe ich eine, im Gegensatz zu einer 360, und zweitens ist der Mehrwert der Portabilität ein nicht zu unterschätzendes Plus. Für Castlevania, Einhänder oder UmJammer Lammy wäre ich durchaus bereit, auch mal tiefer in die Tasche zu greifen. Selbst Rollenspiele sind dank Standby-Funktion sicher durchaus spielbar.
Morgen? Träum weiter… ;-)
Ich finde das Feature auch sehr lobenswert, die ganzen Klassiker auf der Playstation Portable… ein echter Traum :)
Okay, übermorgen aber… oder hast du vor das Spiel 100 Stunden zu testen, bevor du dein Urteil abgibst? ;)
Na ja, soweit ich weiss dauert das Spiel nur 60 Stunden.
Erwähnte ich eigentlich schon, dass ich die Microsoft-Points so richtig scheisse finde? Aber mal so richtig. Reine Abzockerei ist das.
Ehrlich gesagt finde ich 10€ für ein PSX-Spiel auf der PSP gar nicht mal so unverschämt. Klar gibt es einen ganzen Haufen Titel, die man lieber nicht neu auflegen sollte (die uralten FIFAs, Filmlizenzen, sonstiger Sondermüll), aber ansonsten gibt es genügend Spielspaß pro Euro. Und wenn ich ein Secret of Mana auf dem Wii für 7€ kaufen kann, dann ist das durchaus fair, auch wenn es “nur” digital ist und nichts richtiges.
Für ein spiel wie Super Mario Bros. oder Sonic würde ich Höchstens 5€ ausgeben.
The Truth: 10 Euro gibst du nur für N64 oder PSX Spiele aus, Spiele für SNES werden bei Nintendo vermutlich 5 Euro kosten – also noch innerhalb deiner Grenzen. Und meiner grade noch so auch.
Satan Claus: Aus Konsumentensicht scheint es fair, aber man sollte bedenken, dass die Publisher keinen müden Cent für die Entwicklung des Spiels mehr ausgeben müssen. 7 Euro für ein SNES Spiel finde ich (persönlich) zu viel. Aber 5 Euro würde ich zahlen, um in die Anfänge der Mana Serie einzutauchen :)
Ich hoffe ja immernoch auf Nintendo und seine Sterne. Die kriegt man ja gratis zu jedem Spielekauf dazu. (Und ich habe noch nicht einen ausgegeben)
Die Nintendo-Sterne sind ja auch so ein ziemlicher Nepp. Ich habe derzeit 4300 Sterne. Davon könnte ich mir just in diesem Moment eine potthässliche Pokémon-Armbanduhr (3100), eine Animal Crossing Baseballkappe (3300), einen Mario Kart Klingelton (350) oder ein Tribal Edition Lifestyle Poster (40) holen. Wow, was für tolle Sachen. Wie wär’s mal mit was Brauchbarem, Nintendo?
Brauchbare Sachen gibts auch. Aber die werden alle innerhalb weniger Stunden weggekauft. Es gab mal nen GBA SP für (soviel ich weiß) unter 10.000 Sternen und eine Zelda Special Edition mit Zelda, a Link to the Past, Ocarina of Time und Majoras Mask… oder so.
Ja, die Nintendo-Sterne regen mich auch auf. Ich habe inzwischen über 5000 davon, aber da gab es schon lange nichts mehr im Katalog, was ich tatsächlich haben wollte. Als ich noch nicht die Punkte hatte, mir irgendwas zu kaufen, sah das natürlich anders aus. Nehmt es mir nicht übel Nintendo, aber mein Interesse an einem Nintendogs T-Shirt ist irgendwie begrenzt.
dahinter steckt System: Nintendogs und Animal Crossing sind eher Frauenspiele. Jetzt will Nintendo
1. Die neuen Zockerinnen in der Community herzlich willkommen heißen und auch behalten.
und
2. Frauen sind im Allgemeinen zahlungskräftiger als Männer (böser Scherz) ;)
Leider gehn die älteren Spieler dabei leer aus.
Sauber, der Artikel fasst meine größten Ängste nahezu punktgenau zusammen… allerdings haben sich die werten Entwickler geschnitten, wenn sie meinen sie können uns preislich verarschen.
Zum einen habe ich die Spiele irgendwann vielleicht schon mal besessen oder gekauft – und dafür sind 5-10 Euro einfach schon zu teuer nur für das Recht in Erinnerung zu schwelgen. Anleitung, Packung und dergleichen kann ich auch vergessen. Wahrscheinlich lassen sich diverse Spiele dann auch gar nicht dauerhaft sichern, d.h. früher oder später muß ich entweder für mehr Speicherplatz sorgen oder aber das Spiel “neu kaufen”. “Perfekte” Emulation habe ich von Herstellerseite noch NIE gesehen – ganz im Gegenteil, die Midwayscheisse von Digital Eclipse ist lächerlich (die Spiele allerdings geil). Nintendo hat es ja nicht mal hinbekommen, ihr Flagschiff Zelda ordentlich zu emulieren (was findige Leute am PC allerdings geschafft haben).
Schlimm auch, das man ja oft auch gar nicht originalgetreue Emulation bekommt, da wird gefiltert und geblurrt bis der Arzt kommt. Was soll der Scheiss!? Sinn und Zweck der Sache ist doch wohl, so dicht ans Original zu kommen wie möglich… stattdessen interpoliert man all das weg.
Und dafür dann 5 – 10 Euro für ROMs die teilweise nur ne’ handvoll Megabyte groß sind? Das ist sehr dreist.
Zumal auch die Relationen gar nicht stimmen… ein PSX-Spiel für ‘nen 10er, und Nintendo VC für unter 7 Euro!? Ja, geht’s noch? Und wenn’s nicht gerade seltener Scheiss ist, kriege ich für das Geld schon das ORIGINAL und wahrscheinlich noch anderen Kram dazu…
Die Preispolitik müßen sich die Damen und Herren sehr gründlich überlegen… und ebenso das Spieleangebot, Nintendo bringt es bestimmt fertig nur eine selektierte Auswahl an Spielen zu bringen, anstelle von halbwegs vollständigen Systembibliotheken – und auch damit hängen sie wieder hinter der inoffiziellen Emuszene hinterher…
Aber was rege ich mich auf, es wird garantiert sehr viele Menschen geben die ihr Geld zum Fenster rauswerfen, nur weil sie zu faul sind, oder nicht nachdenken – bin jedenfalls felsenfest überzeugt das es hierbei mal wieder nur ums Geld dreht, und die alten Spiele an sich vollkommen egal sind. Nee, nee… dann lieber eine liebevoll aufgemachte Retrocompilation oder gleich auf dem Flohmarkt/Ebay das Original ersteigern. Aber Retro-Sellout muß nun wirklich nicht sein.
Mal die Frage an alle, die sich über den Preis aufregen: Müßte ein Spiel das sich gut gehalten hat, nicht auch heute noch einiges an Geld wert sein? Klar, nicht jedes Spiel hat sich gut gehalten, aber die echten Klassiker sollten (wenn sie denn wirklich echte Klassiker sind) auch heute noch so viel wert sein, wie ihr damals dafür gezahlt habt. Oder sehe ich da was falsch?
Die Frage ist ob du es aus der Sicht des Konsumenten oder aus der Sicht der Industrie siehst.
Persönlich finde ich einen Preis von 7 Euro durchaus in Ordnung – für Meisterwerke wie Ocarina of Time oder Resident Evil ist auch mehr drin.
Andererseits könnten wir diese Spiele auch für 3 Euro erhalten, denn es gibt ja keine Entwicklungskosten aufzuarbeiten.
Das ist mein Standpunkt. Jetzt sind die andern dran ;)
Ich glaube da zeigt sich wie schlecht sich die meisten Spiele tatsächlich gehalten haben. Damals haben wir ohne mit der Wimper zu zucken 89,- Mark auf den Tisch gelegt und jetzt sind wir nicht mal mehr bereit 7,- € dafür hinzulegen.
Zum Teil liegt das sicher auch daran, dass wir die Spiele schon gespielt haben. Eine Wiederholung des Spielerlebnisses ist uns offensichtlich nicht so viel Wert, wie die allererste Erfahrung. Das macht Sinn.
Die interessante Frage ist also, ob ihr 50€ für ein tolles Spiel von damals zahlen würdet, wenn ihr es noch nicht gespielt hättet. Stellt euch vor, es gäbe ein LucasArts Adventure oder einen Zelda-Teil, den damals aus Versehen nicht veröffentlicht wurde, aber genauso gut ist, wie seine Zeitgenossen. Würdet ihr dafür Vollpreis zahlen?
Oder sind die Spiele von damals trotz aller Verklärung doch schlecht gealtert. Wer jetzt nämlich nicht aufzeigt und sagt, dass er dafür 50€ auf den Tisch legen würde, der darf nie wieder hier her kommen und behaupten, dass früher alles besser war.
Da tritt bei mir ein seltenes Phänomen zutage: Angenommen jemand würde einen neuen 2D Mario Teil entwerfen… nein, sagen wir Super Mario World wäre nie erschienen und würd erst jetzt entwickelt werden – dann gäbe ich 50 Euro dafür aus. Aber für das gleiche Spiel würde ich keine 20 Euro zahlen, nur weil es bereits mehr als ein Jahrzehnt alt ist.
Seltsam…
@Richard
Das ist aber nicht nur bei Spielen so, ältere DVDs sind zB auch preiswerter als neue, wobei die Qualität nich unbedingt schlechter ist. Alte Sachen werden einfach mit der Zeit Preiswerter, es sei denn es sind extrem alte Sammlerstücke.
Ich finde der Preis sollte nicht nur an der Qualität, sondern auch an dem Aufwand in der Herstellung festgemacht werden.
Ich würde heute nicht mehr so viel Geld für alte Spiele ausgeben, aber ich gebe auch in den seltensten Fällen den Vollpreis für ein Spiel aus da ich meistens gebrauchte Spiele kaufe.
Das Problem ist ja, dass man nicht das Spiel mit Verpackung, Anleitung dem originalen Datenträger (Cardridges etc) kauft, sondern sich einfach nur für Geld Roms runterlädt.
Und wenn ich die Wahl habe mir für 7€ Super Metroid runterzuladen oder das Modul von damals mit dem ganzen drumherum für 13€ bei eBay zu kaufen, dann nehm ich lieber die handfeste Variante als nur die “Lizenz” zum Rom-zocken.
soll heißen:
[..]sondern auch an dem Aufwand in der Herstellung nach heutigen Maßstäben[..]
@Richard: Ich habe ja nichtmal Lust für aktuelle Spiele die horrenden Preise zu bezahlen (60€ für ein egal wie tolles Spiel ist ein Preis der jenseits von Gut und Böse liegt – unwichtig wie toll das Spiel ist, eine derartige Summe ist es einfach nicht wert – denn leider verfällt der Wert des Gekauften in nullkommanix – früher habe ich Xbox Titel für 70€ aus den US importiert, vor einem Jahr gab’s die Limited Halo 2 Edition in Tinbox und Ninja Gaiden zusammen für’n Zehner inkl. P/V).
Und für ein nur mittelmäßige emuliertes ROM bin ich nicht bereit ernsthaft Geld zu zahlen. Cent-Beträge halte ich für angemessen, alles andere ist Daylight-Robbery. Theoretisch müßte man mir viele Roms eigentlich schenken, weil ich die Originale bereits einmal erstanden habe (zum Teil für horrende 150 DM und ähnliche Scherze – und das war VIEL Geld damals).
Ich meine, was kommt denn als Nächstes? Muß man bald bei Microsoft seine Xbox1-Titel registrieren lassen, und zum spielen erst freischalten (gegen Geld natürlich!). Haben wir bald Arcade-Zustände zuhause, mit Münzeinwurf pro Spiel? Nee, nee… da läuft was entschieden verkehrt. Alter Kram egal ob legendär oder übelster Trash sollte frei verfügbar gemacht werden – für eine ordentliche Aufmachung und Aufarbeitung würde ich schon etwas zahlen, aber auch nicht wahnsinnig viel.
Videospiele sind mehr oder weniger ein Verbrauchsgut, und dementsprechend sollte auch der Preis gestaltet werden. Und alte Spiele sind eigentlich schon “verbrauchtes” Gut… dementsprechend müßten man die praktisch für’n Appel und ein Ei bekommen. Ist jedenfalls meine Meinung.
Wenn ich mich nicht irre, dann ist ein Verbrauchsgut etwas, dass nur zur einmaligen Verwendung gedacht ist und danach nicht mehr zu gebrauchen oder gar vernichtet ist. Das trifft nun wirklich nicht auf Videospiele zu.
Ich bin auch erstaunt, gerade von dir so etwas zu hören, da du ja sonst gerne auf dem Retro-Trip bist und für alte Spiele generell mehr übrig hast, als für neue.
Okay, dann war Vebrauchsgut nicht das richtige Wort. Egal, ich habe viel für alte Spiele übrig – aber ich bezahle ungern doppelt und dreifach, und bekomme dann noch nicht mal wirklich was ich will. Und für ein altes aber gut erhaltenes Original lege ich auch gerne mal mehr Geld auf den Tisch – aber alles was das Gefühl eines alten Originals ausmacht, fehlt bei einem ROM nunmal.
Mal davon abgesehen, ich habe mir eine Spectrum-ROM DVD in Schweden für umgerechnet 5€ gekauft. Da sind 3000 Spiele drauf. Warum sind 3000 Spiele mal knapp die Hälfte eines Playstation-Spiels wert? In derselben Reihe gab’s auch nochmal was ähnliches mit C64 und noch irgendwas. Oder gucke dir Amiga Classix Gold an… 200 Spiele für 7,90€. Darf ich dann von Nintendo erwarten das ich irgendwas zwischen 3000 und 200 NES Spiele für 7€ kriege?
Ich meine, irgendwas läuft falsch wenn nicht perfekt emulierte (und davon gehe ich einfach ganz stark aus, das es so kommen wird), ohne Zusatzmaterial ausgestattete Abbilder mehr kosten als das Original.
Das wäre so als ob man das originale Bild eines der alten Meister für weniger bekommt, als den Kunstdruck davon…
Liebe zu alten Spielen in allen Ehren, aber im wahrsten Sinne des Wortes nicht um jeden Preis.
Was ist das denn für ne Argumentation?
“Warum muss ich für die Mona Lisa acht Millionen Euro hinlegen, als ich letzte Woche in Hongkong die Triaden beauftragt habe einem Millionär seine Privatsammlung zu klauen haben Sie mir die doch auch für nur 30.000 Euro besorgt!”
Du kannst doch nicht mit irgendwelchen Preisen von irgendwelchen Raubkopier-CDs argumentieren, nur weils dir grade gut in den Kram passt. Das muss doch selbst dir als vollkommen hahnebüchen klar sein?! Vor allem jetzt, wo die ganze Argumentation “Beim emulieren von ROMs verliert ja keiner was, die Spiele werden ja eh nicht mehr verkauft” nicht mehr zieht, da sie jetzt eben DOCH wieder verkauft werden…
Abgesehen davon kann ich eurer Aufregung eh nicht folgen – niemand zwingt euch das Zeug zu kaufen, schon gar nicht, wenn ihr die Spiele schon habt. Hey, wer die Originalmodule besitzt besitzt auch mit hoher Wahrscheinlichkeit das System um sie abzuspielen. Der muss dann halt selbst entscheiden, ob es ihm fünf oder sieben oder zehn Euro wert ist, daß er sein Snes nicht mehr entstauben und am Fernseher anschliessen muss.
Ich frage mich, ob es diese Aufregung auch gäbe, wenn die ganzen Herrschaften sich nicht einfach die illegal kopierte ROMs aus dem Netz ziehen könnten…
Ein guter und wichtiger Punkt, aber ich glaube, du tust Aulbath da Unrecht. Diese Spectrum-Sammlung sagt mir zwar nichts, aber zumindest die Amiga Classix Gold kann man für wenig Geld ganz legal im Laden kaufen.
Es geht ja auch weniger um die Frage “sollen Spiele billig sein, weil man sie ja auch für lau aus’m Netz klauen kann”, sondern um den Wert von Spielen in diesem volldigitalen Zeitalter. Wenn ich mir zum Beispiel so ein Datenpaket von Live Arcade kaufe, dann kriege ich eben nicht ein reales Produkt mit Verpackung und allem Drum und Dran, sondern lediglich die Lizenz, eben jenes Programm auf meiner Konsole abspielen zu dürfen. Und angesichts dessen kann man sich schon fragen, ob der verlangte Preis nicht ein wenig happig ist.
Na klar, im Endeffekt stimmen wir Kunden mit unseren Brieftaschen ab, was der Spass kosten darf, und der Preis bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage. Trotzdem, in Anbetracht der vermutlichen Preismodelle liegt der Vorteil hier klar bei den Publishern. Das finanzielle Risiko ist dank des digitalen Vertriebs minimal, der Gewinn dafür aber maximal, weil man eben kein echtes “Produkt” verkauft. Ich bin mal gespannt, wie sich der Konkurrenzdruck durch Virtual Console und Sonys Service in den nächsten Jahren auf die Preisgestaltung auswirken wird.
m.a.: Bevor man Leute irgendwie beschuldigt, vielleicht einfach mal die Klappe halten und sich mit der Thematik beschäftigen? Classix Spectrum und hier Spectrum, C64 und Arcade in einer Box. Das sind 6200 Roms (LEGAL, DU NASE) für 17 Pfund… einzeln in Schweden für jeweils 50Kr zu haben… was wiederum bedeutet ich bekomme 6200 Roms für ca. 15€. Und zwar mit dem Recht diese zu spielen, zu besitzen, sowie der entsprechenden Emulationsoftware und einer Packung.
Anscheinend hast du auch nicht kapiert, das man mit derartiger Preisgestaltung direkt den Raubkopierern in die Arme spielt. Und das kann IMO nicht Sinn der Sache sein.
Und mit Spielerhaltung und Kultur hat dieses “Offizielle ROM-Schachern” auch nichts zu tun. Das finde ich (als Freund der Retrokultur) einfach nur maßlos enttäuschend und frustrierend. Denn wie Stefan schon bemerkte, hat man nichts in der Hand – und was passiert bei Hardwarefehlern? Darf ich dann nochmal neu zahlen? Nee, nee… hier kommt ganz großer Beschiss auf uns zu, nur irgendwie habe ich das Gefühl bei vielen sitzt die Kohle zu locker als das man sich darüber Gedanken macht.
Na, wenigstens hat mich Stefan verstanden ;)
Ich kümmere mich um keinen Download-Service oder dergleichen. Zocke die alten 8- und 16-BIT-Games lieber auf der Original-Hardware. Davon abgesehen, sind 7 € für einen Download viel zu viel. Einen großen Teil der gewöhnlichen MS, SNES, NES, MD,… Games bekommt mensch für den Preis komplett in OVP!
Und doch warst du mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit bereit deine 50 Euro für Half Life 2 hinzulegen, obwohl da EXAKT DAS SELBE PRINZIP greift. Ich habe es auch getan und bin frustiert, daß ich im Grunde den vollen Preis nur für die Lizenz zum spielen hingelegt habe. Und daß ich HL2 jetzt nicht mehr weiter verkaufen darf. Obwohl ich eigentlich so gut wie nie Spiele weiterverkaufe frustriert mich da sehr. Da hat sich aber (ausser mir) scheinbar niemand drüber aufgeregt. “Steam ist das größte seit Toastbrot in Scheiben”. Steam Steam LOL.
Das muss ein wundersames Land sein wo man 3000 Lizenzen zu centpreisen bekommt … oder ist es vielleicht doch wieder mal diese grauzone, wo halt nur keiner genau hinkuckt in der Hoffnung “Wo kein Kläger, da kein Richter”?
Aber mal ganz ehrlich, Aulbath, unter uns Betschwestern… so’n kleiner MAME irgendwo? Hm? So’n SNES-Emulator? Naaa? Komm schon…
Ach, und wo ich mich grade so schön warm schreibe. Das Argument…
Klar – Serverkapazität und Leitungen kosten heute nicht mehr so viel wie früher, aber umsonst sind sie immer noch nicht. Und leider ist es ja nunmal immer noch nicht so (und wird auch bei den zukünftigen Konsolen nicht so sein), daß man einfach nur das ROM irgendwo reinsteckt und dann läufts. Irgendwer muss ja nunmal auch die Emulatoren schreiben und/oder die Anpassung der ROMs an die neue Hardware. Ich für meinen Teil würde das jedenfalls nicht für geschenkt tun.
Vorschlag zur Güte: einfach mal den kompletten MAME und alle Emulatoren von der Festplatte schmeissen und ein Jahr lang keine neuen installieren. Dann kucken wir mal, was euch die ROMs tatsächlich wert sind, okay?
@m.a.: Tja, dann muß das UK auch ein wundersames Land sein, denn da kommt es her, und da ist es offiziell erhältlich und niemand hat sich bis jetzt beschwert und ebenso wird es noch immer verkauft… (und Speccy Spiele sind in der Regel ‘nen paar KByte groß, also finde ich das schon angemessen wenn man die DVD dann gut voll macht).
Und natürlich nutze ich Emulatoren, und sei es nur um Screenshots zu machen (unter anderem zur Erhaltung für die Nachwelt, s.a. mein Antigames-Gebu-Geschenk).
Ich möchte auch noch zu bedenken geben das die alten Spiele ja zum Teil schon lange in die Gewinnzone eingezogen sind als sie noch in “voller” Form verkauft worden sind, und das Entwicklungskosten und dergleichen wesentlich geringer waren als das heute der Fall, wird das einfach ignoriert? Sollte das ignoriert werden? Ist ein in 3 Wochen gecodetes C64-Spiel soviel wert wie ein Playstation-Spiel in das Millionen Euro/Yen/Dollar und 3-4 Jahre Entwicklungszeit geflossen sind?
Im Konsolengebrauchtmarkt kosten alte Sachen in der Regel auch nichts (wenn sie nicht selten oder rar sind oder besonders gut erhalten) – warum soll das jetzt bei ROMs anders sein?
Nach der Logik ist aber z.B. fast jeder Klassiker der Weltliteratur quasi wertlos, weil sie schon lange profitabel, häufig sogar gemeinfrei sind und somit den Verlag (sagen wir Penguin Classics) eigentlich nur den Druck kosten. Wegen ihrer Gemeinfreiheit sind diese Bücher natürlich tatsächlich billiger, aber wenn dieser Faktor nicht da wäre, dann würden wir immer noch den vollen Preis für Jane Austen oder Joseph Conrad zahlen.
Nicht weil das betriebswirtschaftlich Sinn macht, sondern weil sie es wert sind.
Ich würde den vollen Preis nicht zahlen, beide Autoren sagen mir nämlich gar nichts ;D
Anyway, anscheinend geht es aber bei diesen Neudrucken um folgendes: Sie sind so gut, so klassisch, wichtig oder was auch immer das Geld nicht der Grund sein soll, sich sowas “Gutes” und “Kulturelles” nicht in den Schrank zu stellen. Gleiches gilt für die Reclam-Heftchen oder diverse andere Literaturklassiker die in sehr simpler Aufmachung für 2-4 Euro den Besitzer wechseln. Wer’s braucht kann sich davon auch noch großartig aufgemachte Neuauflagen, für ein Vielfaches von dem was die “Heftchen” kosten, besorgen.
Allerdings unterliegen Bücher auch nicht dem Wandel der Technik – das sollte man vielleicht auch berücksichtigen. Überall wo die Technik ersetzt oder verbessert wird, verfällt in der Regel der Preis.
Und im Falle der ROMs gibt es die z.T. die Originale für WENIGER Geld als die Lizenz es mal ein bisschen zu spielen. Und das ist der Punkt wo das Ganze für mich keinen Sinn macht.
Und wenn ich ehrlich bin, das ROM alleine ist für mich relativ wertlos – sicherlich enthält es das Spiel, aber mir reicht das nicht. Das sind einfach nur die Rohdaten ohne drumherum, damit kann ich dann ein bisschen rumspielen… und das war’s. Und wie ich bereits an anderer Stelle sagte, zu einem Spiel gehört weit mehr als lediglich seine Daten und das Spiel an sich – aber vielleicht kommt da auch der Sammler in mir durch.
Das liegt nunmal daran, daß es eben nicht so ist, daß man ein SNES-ROM oder ein N64-ROM (oder meinetwegen auch eine olle PSX-CD) in ein neues System steckt und dann sorgen die kleinen grünen Männchen dafür, daß es läuft…
Tatsächlich sind es halt die kleinen gelben Männchen in Japan oder die kleinen Männchen mit den Cowboyhüten in Amerika und vielleicht in ganz ganz seltenen Fällen die kleinen Männchen mit den Lederhosen in Deutschland, die dafür sorgen, daß du und du und gerade DU irgendwann mal “Hamster Huey and the gooey kablooie” auf der WiiBox3 spielen kannst. Weil die WiiBox3 nunmal nicht von Natur aus einen ZX81 eingebaut hat und den irgendwie über Software emulieren muss. Und die kleinen Männchen wollen dafür Geld haben, damit sie ihren kleinen Frauen teure Dinge kaufen können.
Faktisch bezahlst du also eigentlich nicht so sehr für das ROM sondern dafür, daß irgendwo ein kleiner Mann sich hingesetzt und die Finger wundprogrammiert hat, damit Hamster Huey auf deiner WiiBox3 läuft, obwohl es damals die Sprites nur deswegen in den Rand zaubern konnte, weil es sich einen undokumentierten Fehler im Graphikchip des ZX81 zunutze machte…
Wieso wird das so beflissentlich ignoriert?
Aber aber, bei dir klingt das ja gleich so, als wollten wir mit unserem Geiz irgendwelchen armen Programmiersklaven die Butter vom Brot nehmen. Mitnichten!
Aber eines sollte doch wohl klar sein: so ein emuliertes Spiel wirft wesentlich mehr Geld pro Stück ab als ein komplett neu programmiertes. Nehmen wir mal die versprochene PS1-Kompatibilität der PSP. So wie ich es verstanden habe, wird da ein Emulator entwickelt, auf dem dann alle Spiele laufen. Einfacher wird das ausserdem dadurch, dass man a) an der Quelle sitzt, was Sourcen usw angeht und b) auf eine jahrelange Expertise zurückgreifen kann, schliesslich gibt es schon ewig Hard- und Softwarelösungen zur PS1-Emulation. Wenn der erstmal steht, kann man abgesehen von den sicherlich vernachlässigbaren Bereitstellungskosten tatsächlich relaxen und der Kasse beim Klingeln zuhören. Womit wir wieder bei der Ausgangsfrage wären, was uns der Spass dann im Endeffekt wert ist.
Da die Materie für die meisten von uns mangels Einblick aber eh ein Fermi-Problem sein dürfte, bleibt uns eben nichts weiter übrig als die geforderten Preise für “zu hoch” oder “angemessen” zu halten. Und ganz ehrlich, ich bin da was Live Arcade angeht eindeutig im “zu hoch” Lager.
@m.a.
wenn in Gerät wie der/die/das Wii mit absoluter Abwärtskompatibilität angepriesen und damit geworben wird, dann kann von mir aus ja das Gerät an sich teurer werden, aber doch nicht die Spiele.
Schliesslich muss ein Emulator nicht für jedes Spiel von Grund auf neu geschrieben werden.
Zudem sollte die Firma, die die zu emulierenden Systeme entwickelt und gebaut hat, keine besonders großen Probleme haben diese auch korrekt zu emulieren.
Falls die Spiele wirklich so teuer bleiben, kauf ich mir halt das Original mit dem ganzen drumherum (auch wenn ich die jeweilige Plattform garnicht besitze), und lad mir dann die Roms einfach so aus dem Internet.
Denn es wird nicht lange dauern bis man diese so Patchen kann, dass sie auch auf Wii laufen.
PS: es ist nicht immer $ony wenn ein wenig Verarsche in der Luft liegt…
@m.a.: Und was ist mit den Hamster Huey-Fans die ihre Freizeit opfern, und für lau bessere Arbeit leisten als die kleinen Männchen die ihren Frauen Dingen kaufen wollen (müßen ;P). Anscheinend lieben die einen Spiel und System und haben “höhere” Ziele, während die “kleine Männchen”-Fraktion mit wenig Aufwand die dicke Kohle einfahren möchte. Und ernsthaft, wenn diverse “Heimentwickler” nahezu perfekte Emulatoren schreiben, dann sind die Versuche der “Großen” bislang doch mehr als peinlich. Da fängt meines Erachtens schon der Beschiss an, und hört bei diversen Features die es in offiziellen Emulatoren wahrscheinlich nie geben wird – also nur halbe Sachen.
Warum soll ich mich mit Zweitklassigem zufrieden geben, wenn das Erstklassige sogar kostenlos ist? Und wenn ich dann 10€ via Paypal an den Entwickler des kostenlosen Teils geschickt habe, habe ich außerdem das Gefühl die richtige Person erhält mein Geld… und kann seiner kleinen Frau was Schönes kaufen.
Ach so, auf meiner Spectrum-DVD sind auch Emulatoren drauf… die im Preis von 5€ inbegriffen sind. (und trotzdem sind die im Netz frei erhätlichen Emus besser)
Aaaaaalso (weit aushol):
ich selbst habe zwar noch keinen emulator geschrieben, habe mich aber früher mal ausführlich mit dem Thema C64 Emulatoren beschäftigt. Und eines der Hauptprobleme dieser Emulatoren war es, daß es eben nicht reichte die selben Register zur Verfügung zu stellen wie der C64, da in dessen langer Lebenszeit viele viele trickreiche Hackereien entwickelt wurden um Dinge aus ihm rauszukitzeln die er eigentlich gar nicht tun können sollte (stichwort: sprites im Rahmen). Man muss also nicht nur das System beiläufig “richtig” emulieren, sondern muss auch die ganzen kleinen dreckigen und absonderlichen Eigenschaften emulieren, die nie irgendwo dokumentiert wurden, weil sie garnicht offizieller bestandteil waren.
Ich kann mich auch an einen Artikel erinnern (URL hab ich leider nicht zur Hand) wo beschrieben wurde, daß Windows98 einen sehr spezifischen Fehler (!) von Win95 nachbilden musste, damit all die User weiter ihr Simcity spielen konnten…
Zugegeben, bei Konsolen dürfte die Frage des “Die tun was, was eigentlich gar nicht gehen sollte” nicht so ausgeprägt sein, hauptsächlich wegen der kürzeren Lebenszeit (der C64 war halt ein unglaublich langlebiges Phänomen mit einer starken Hackerkultur dahinter), aber ich glaube mich erinnern zu können, daß z.B. beim SNES auch am Lebensende das eine oder andere Spiel fiese Tricks auspackte um mehr aus dem Gerät rauszuholen als eigentlich möglich sein sollte.
Soviel vorerst zum Thema “Einmal Emulator geschrieben, dann hat sich das”.
Ja, das gute alte Community Problem. Wenn man natürlich unbegrenzt Entwicklungszeit hat und dazu den Hotel Mama Bonus, wie die meisten Emulatorenentwickler ihn wohl noch geniessen, dann lässt sich natürlich leicht schwätzen.
Jetzt können aber die wenigsten Firmen es sich leisten mit “It’s done when it’s done” zu antworten (Duke Nukem Entwickler mal aussen vor). Die Leute wollen Hamster Huey in dem Augenblick spielen in dem die WiiBox3 rauskommt und nicht fünf Jahre später, wenn die Konsole schon wieder den Weg alles Fleischlichen geht.
Schau dir das Gemaule mit der Kompatibilität der XBox 360 an von all den Spacken die ihre alte XBox verkauft haben und jetzt rumflennen, weil sie nicht mehr Halo 1 oder was auch immer spielen können… und die Xbox360 ist sicherlich dichter dran an der XBox als das Wii z.B. jemals am SNES dran sein wird. Sag ich mal so aussem Bauch raus.
Uhmmmmmm… Moral? Legalität? Don’t copy that floppy?
Ich befürchte, das muss jeder selbst für sich entscheiden, genauso wie jeder selbst entscheiden muss ob er 3 oder 5 oder 7 Euro für ein altes Spiel hinlegt oder ob er halt doch das SNES auspackt und nochmal versucht es ans Laufen zu kriegen.
Und jetzt hört auf mich vom Arbeiten abzuhalten. :)
ich glaube damit waren die Emulatoren gemeint, nicht die Roms
@m.a.: Was hat Hotel Mama Bonus und endlos Zeit mit leicht schwätzen zu tun? Fakt ist, die meisten homebrew-Sachen taugen mehr als die offiziellen Versuche. Sogar die diversen PSX Emulatoren bieten Features an die Sony selbst nichtmal im Traum gedacht hat… allerdings kommt Sony auch nicht auf die Idee diese Features nachzureichen, während die homebrew-Szene ständig ihre Programme verfeinert. Bei den großen Konzernen läuft da diese “auf’m Papier abgehakt, geht ja halbwegs”-Mentalität, Hauptsache genug Lemminge zahlen, zur Gewinnmaximierung reicht auch schon mal halbfertiger Kram…
Und was hat das in diesem Zusammenhang mit Moral, Legalität und dem grauenhaften Videoclip zu tun? Solange nicht reverse-engineered oder Bios-Krams missbraucht wird, kann jeder Treiber/Programme schreiben wie er lustig ist – das ist nicht illegal. Und wenn dann zu allem Überfluß eben diese Progs auch noch besser sind als die Versuche der Leute DIE DAS ORIGINAL gebaut haben, UND sämtliche Daten/Fakten usw. haben, dann ist echt was im Argen. Und ich sehe da auch keinen Grund die “Großen” zu verteidigen, ganz im Gegenteil.
fett
gibts das animal crossing rom und den emulator irgendwo zu downloaden ???????
Danke im vorraus!!!!!
Wer Videospiele liebt, der kauft sie sich. Fragen nach Roms sind hier ein absolutes No-No.
Ende der Diskussion.