Ist das noch ein Spiel?

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Genau die Frage kam mir vor ein paar Tagen in den Sinn, als ich gelesen habe, dass Baito Hell 2000 demnächst in Europa veröffentlicht wird. Genauer gesagt als ich mich daran erinnerte, dass ich schon vor einiger Zeit etwas darüber gelesen habe, und zwar hier.

Um es mal kurz zusammenzufassen: In der Nebenjob-Hölle 2000 erledigt man kleine Spielchen, für die man meistens nur ein oder zwei Knöpfe braucht, und kriegt Geld dafür. Von der Belohnung kann man dann weitere Minispiele kaufen. So weit, so bekannt/geklaut. Aber! Im Gegensatz zum offensichtlichen Vorbild Wario Ware gibt es kein Zeitlimit und keine Leben. Man spielt eben so lange wie man Lust hat, und hört dann irgendwann auf. Wie die im Link beschriebene Kugelschreiber-Fabrik etwa; die Stifte kommen vor einem statischen Hintergrund reingescrollt, und wenn sie in der Mitte des Bildschirms sind setzt man per Knopfdruck eine Kappe drauf. Ab und zu ist ein Kugelschreiber verkehrt herum, dann muss man erst einen anderen Knopf drücken. Das wars. Für jeden zusammengesetzten Stift kriegt man einen Yen. Die Geldleiste am unteren Bildschirmrand hat 24 Stellen.

Ist es das, das fehlende Bindeglied zwischen Videospielen und (in Ermangelung eines besseren Begriffes) elektronischer Unterhaltung? Nach oben hin sind Videospiele ja inzwischen ziemlich gut ausgelotet. Titel wie Virtua Fighter, Baldur’s Gate oder F355 Challenge sind sowohl von ihrer Bildsprache als auch ihrer Spielmechanik her so komplex, dass man ohne einen soliden Spielhintergrund keinen grossen Gefallen an ihnen haben dürfte. Besonders in den letzten paar Jahren scheint es aber zunehmend abstraktere Spiele zu geben, die selbst die simpelsten Anforderungen an ein “Spiel” zu ignorieren scheinen. Und damit meine ich nicht nur “einfach zugängliche” Spiele wie etwa Wario Ware.

Nehmen wir mal Electroplankton für das DS. In diesem, nun ja, Softwarepaket erzeugt und variiert man durch einfache Eingaben Klangmuster. Man agiert und bekommt ein audiovisuelles Feedback, wie bei jedem Spiel. Allerdings werden andere grundlegende Konzepte einfach über den Haufen geworfen, nämlich Können und Belohnung. Klar, könnte man jetzt sagen, das ist ja auch kein Videospiel im eigentlichen Sinne. Aber schauen wir uns mal ein anderes Beispiel an: Katamari Damacy. Das einzige, was Katamari Damacy von Elektroplankton unterscheidet ist das Zeitlimit. Glaubt ihr nicht? Na dann schaltet mal den Eternal Modus frei und rollt ein wenig ohne Zeitdruck durch die Gegend. Der Unterschied ist verblüffend. Wo man vorher krampfhaft nach dem nächstgrösseren Stück für seinen Klebeball gesucht hat, kann man jetzt völlig unbekümmert die Gegend erkunden und sich eigene Ziele setzen, wie etwa auf diesen grossen Hügel rauf zu kommen.

Natürlich gab es solche Grenzgänger auch schon früher. Man denke nur mal an Little Computer People auf dem guten alten C64. Dann gab es die berühmt-berüchtigten Tamagotchis und heute eben Nintendogs. Aber das ist eben nur ein Aspekt abstrakter Unterhaltung. In der Zwischenzeit haben wir ausserdem noch so Sachen wie The Endless Forest, Second Life, Façade oder aber den Klassiker Alter Ego dazu bekommen, die sich geschickt jeder Klassifizierung entziehen. Und scheinbar werden es von Jahr zu Jahr mehr. Keine Herausforderung, keine Belohnung, kein Ziel. Einfach nur – ja was eigentlich… Spiel? Spass? Faszination? *seufz* Es ist einfach zu warm für so schwierige Fragen.

34 Kommentare Autor: Stefan
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34 Kommentare

  1. Der Weg ist das Ziel. Ohne diese Einstellung machen Katamari und Nintendogs nämlich gar keinen Spaß. Wenn man die Einstellung hat klappt´s eigentlich ganz gut.

    Ich mach mir mal nen Eisshake…

  2. Frozen Mr. Toastbrot

    Diese Titel haben wirklich nur das Ziel zu beschäftigen, egal auf welche Weise. Bei Handhelds macht das ja vielleicht noch Sinn, wenn man gerade unterwegs ist, und nicht gerade irgendwas unter Zeitdruck tun möchte (obwohl man wahrscheinlich durch das Unterwegssein sowieso schon unter Zeitdruck steht). Was der Reiz daran ist so etwas auf einer Konsole oder am PC zu “erleben” ist mir aber auch nicht ganz klar. Vielleicht ersetzt es ja auch einfach nur das gute alte Telefonbuchblättern.

  3. Es ist in der Tat zu heiß. Ich versuche seit ein paar Minuten einen intelligenten Kommentar zu diesem Beitrag zu formulieren, scheitere daran aber komplett.

  4. geht mir genauso :-/

    frage mich auch noch ein klein wenig, worauf GENAU stefan hinauswill.

  5. Weiß er wohl auch nicht – es ist zu heiß…

  6. Eigentlich habe ich mich nur gefragt, ob ein Spiel ohne Ziel und ohne die Möglichkeit zu gewinnen oder zu verlieren überhaupt noch ein Spiel ist (re: Baito Hell 2000). Aber dann ist irgendwie die Tastatur mit mir durchgegangen. Im Moment fühle ich mich einfach ein wenig Matsche im Kopf.

  7. ich finde spiele ohne zeitlimit machen sehr wohl spass.
    Nehmen wir mal GTA als beispiel. Die meiste zeit fährt man doch sowieso einfach durch die gegen und erkundet die städte.
    will man eine neue stadt, macht man halt ein paar missionen.
    hat man alle missionen geschaft. hat man alles offen und man kann machen was mann will. zb. Flugzeug fliegen, basejumping, fahrrad fahren, sich neue klammoten kaufen und vieles mehr.

  8. In diese Sparte Spiel passt auch NOCTIS sehr gut.

  9. HAHA ICH WEISS DIE ANTWORT

  10. Na dann mal raus mit der Sprache! :-)

    The Truth: es liegt ja nicht nur an Zeitlimits. GTA hat eine absolut klassische Spielestruktur, mit klar definierten Rahmenbedingungen wie “schaff es nicht und du stirbst” oder “erschiess alle Typen und du kriegst ne Zwischensequenz”. Wenn es absolut keine Aufgaben oder Sanktionen gäbe, ja dann wäre es eines dieser abstrakten Spiele.

  11. fragezeichen

    hab endless forest ausprobiert… zehn minuten lang… hab mal n anderes reh angebrüllt.. bin durch die gegend gelaufen… fertig… schöner wald.. nix zu tun.. sollen doch autisten den scheiss spielen…

  12. Das ist Elfie?

  13. Bei Noctis bin ich scheinbar zu unfähig, ich bekomm das mit der Steuerung nicht hin *buhuhu*
    The Escapist hat in der aktuellen Ausgabe auch nen Artikel über Noctis

  14. Keine Herausforderung, keine Belohnung, kein Ziel. Einfach nur – ja was eigentlich… Spiel? Spass? Faszination?

    Ich glaube die Antwort darauf ist so vielfältig wie es Spieler Typen gibt.

    Vieleicht brauchen wir diese Strukturen Aufgabe – Ziel – Belohnung. Es liegt uns einfach im Blut. Es ist die treibende Kraft. Wir können einfach nicht anders.

    Oder mit anderen Worten, dieses Prinzip hat sich einfach über tausende Jahre bewährt und unsere Gehirnstrukturen haben sich quasi darauf eingeschossen.

    Oder aber es ist wirklich zu heiß und ich laber nur Müll.

  15. noctis ist auch die antwort auf die frage ob sowas überhaupt noch ein spiel ist. nein, ist es nicht. es ist eine simulation. wie die ms flugsimulatoren auch keinen eigentlichen sinn haben, manche sind happy wenn sie abheben und landen können, andere simulieren den täglichen flugverkehr und wieder andere übten damit in die twin towers zu fliegen. jeder wie er mag. die kugelschreiber haben auch noch eine erzieherische wirkung, nicht kriminell werden sonst darf man das im knast für irgendwas um ein euro pro stunde machen. und zwar manuell.

  16. Stefan: Stimmt schon aber nur wenn man in einer Mission ist.
    Auserhalb der missionen kann man machen was man will.

  17. Frozen Mr. Toastbrot

    sc4rs, was wäre denn, wenn man in einem “Spiel” nur einen weissen Ball über farbige Flächen steuert, zwischendurch hüpfen kann, man aber kein Zeitlimit hat, keine Punkte bekommt und kein Ziel hat wie “Gelange von Blau nach Rot ohne Gelb zu berühren”. Eine Simulation kann man das nicht wirklich nennen, aber ein richtiges Spiel auch nicht, oder? Und selbst bei Simulationen hat man ja immernoch die klassischen “Symptome”. Immerhin muss man z.B. auf Treibstoff achten, den Landeanflug beherrschen, rechtzeitig die Reifen wechseln, und meist gibt es auch ein irgendein mehr oder weniger herausforderndes Ziel, wie z.B. mit einer Cessna von New York nach Paris zu kommen.

  18. Wenn ich meine Playmobil-Figuren aus der Kiste nehme und ein wenig Piraten und Bauarbeiter gegen Gummi-Dinos spiele, stört mich auch nicht, dass ich kein Missionsziel verfolge.

    NB: Wenn ich mir einen DS kaufe, dann wegen Elektroplankton!

  19. es KÖNNTE eine ähnliche Entwicklung wie die Mitternachtskinobewegung oder der Surrealismus in der Filmgeschichte,diese betreiben sozusagen META-Filme in dem filmstandarts gekonnt aus ausgehebelt werden (in der andalusische hund zb. ist sogar der eigentlcihe Höhepunkt am anfang des filmes) es ist genauso ein spiel der Motivation.

    diese Grenzensprengenden Genres erweitern die Möglichkeiten
    aus dem Surrealismus entstand das Mitternachtskino entstandt die nouvelle Vogue entsandt der autorenfilm entand der moderne Film.
    Wenn solche spiele einen anreiz ans weiterdenken geben ist das doch gut

    es heißt des desweiteren

  20. ups bin ich wohl auf ENTER gekommen

    es heißt des desweiteren immer noch Computerspiel und nicht Computerarbeit in einen Spiel muss man nicht immer ein ziel haben, man beobachte Kinder beim Legospielen viele bauen nicht zielstrebig einen hubschrauber manche stzten steine zusammen und schauen was sich entwickelt, nach diesem prinzip arbeitet auch elektroplankton.
    Bei einem beispielsweiße Deus Ex (nur zufälliges Beispiel da ich es grade wieder spiele) gibt es diese Ziele man ist unter druck versteckt dich lauf schnell zur Kamera oder bring den und den um die Ecke, diese eintscheidungen kann man ncith mehr spiel nennen das ist geistige arbeit. während man bei einem animal Crossing getrost abschalten kann, man muss nichts machen (es gibt zwar diesen anreiz sein haus abzubezahlen, aber is nicht spielfüllend und man arbeitet auch nicht drauf hin

  21. habt ihr noch nie aus langeweile mit irgendwtwas das rumlag gespielt? zum beispiel mitnem kuli rumwedeln, wärend man telefoniert. einen ball von einem fuss zum anderen hin und her rollen. eine münze drehen lassen … spiele wie elektroplankton fallen in eine ähnliche kategorie. elektroplankton ist kein videospiel es ist ein spielzeug – und ein ganz wunderbares, wenn ich das hinzufügen darf!

  22. Auch ich bin bei solchen Fragen meißt etwas ratlos…im Affekt würde ich wohl sagen: “Nöö…das ist doch kein “Spiel”-das ist schlicht und einfach Zeitvertreib, genauso wie die oben von Carlos aufgezählten “Spielereien” im Grunde keine solchen sind, denn wenn dem so wäre dann müsste man generell ALLES was nicht zielstrebig und zielgerichtet mit Aussicht auf irgendeine Form des erfolges betrieben wird als “spielen” bezeichnen. Auch der “König Pest” spricht einen recht interessanten Punkt an: Ist das erfüllen eines genau vorgegebenen “Missionsziels” mit vorgegebenen Parametern (Zeitlimit, waffen usw.) eigentlich noch “Spiel”? Spätestens seit einige Videospieler dazu übergegangen sind Games generell als “Kunst” zu bezeichnen , “Massaker” der neueren Geschichte in “spielbarer Form” ihr Publikum finden und es Spiele gibt die im Grunde nur darin bestehen irgendetwas zu füttern und zu streicheln ist für mich persönlich der Rahmen des Begriffs “Videospiel” gesprengt worden.

  23. Frozen Mr. Toastbrot

    Vorgegebene Parameter können mit Sicherheit in einem Spiel vorhanden sein. Um noch einmal die Spielereien der Kinder aufzugreifen, es gibt sehr viele Kinderspiele mit Regeln. Topfschlagen, Verstecken, Räuber und Gendarm, um nur ein Paar zu nennen. Und dann gibt es da ja noch jede Menge, und der name sagt da schon alles, Brettspiele. Habt ihr schonmal ein Brettspiel gespielt, in dem es keine Regeln gibt? Also ich nicht.

  24. sc4rs, was wäre denn, wenn man in einem “Spiel” nur einen weissen Ball über farbige Flächen steuert, zwischendurch hüpfen kann, man aber kein Zeitlimit hat, keine Punkte bekommt und kein Ziel hat wie “Gelange von Blau nach Rot ohne Gelb zu berühren”. Eine Simulation kann man das nicht wirklich nennen, aber ein richtiges Spiel auch nicht, oder?

    lol doch, eine bewegender ball simulation. nein du hast natürlich recht, wobei marble madness war nicht viel anders.
    das levelende machte es dann wohl zum spiel. es ist wirklich schwierig zu definieren. beim fussball kann man entweder spielen, das ist dann mit sinn, oder kicken, das ist dann zeitvertreib. wenigstens in meinem sprachraum. am ehesten ist sowas wohl wirklich mit zeitvertreib zu bezeichnen. dabei könnten solche “spieler” auch einfach mal meine küche aus zeitvertreib aufräumen oder fenster putzen.

  25. Interessanterweise heisst es auf der offiziellen Seite von Electroplankton, dass die Software nicht in die traditionelle Definition eines Videospiels passt. Anscheinend gibt es also eine “traditionelle Definition” des Wortes, die sich vom klassischen Spiel unterscheidet. Denn ihr habt natürlich recht, wenn ich mit einem Kuli oder Lego rumspiele (da steckt’s ja schon im Wort) dann verfolge ich kein Ziel und kann auch nicht scheitern, aber dennoch würde ich es als etwas komplett anderes als etwa Endless Forest betrachten.

  26. Ich denke dass da steht, damit die Leute es kaufen und sich hinterher beschweren, dass man es nicht durchspielen kann, oder so und nicht weil Nintendo der Meinung ist, es sei kein richtiges Videospiel.

  27. Doch, doch, auch Nintendo (zumindest NoE) ist der Meinzng, dass Elektroplankton kein ‘richtiges’ Videospiel ist. Ich durfte der Games Presentation u.a. von Elektroplankton und Dr. Kawashimas Gehirnjogging beiwohnen.
    Elektroplankton wurde noch vorsichtig als “Chill-Out”-Spiel bezeichnet, bei dem man einfach mal seiner kreativen Ader freien Lauf lassen kann.
    Anschließend wurde Dr. Kawashimas Gehirnjogging mit den Worten “das ist noch so ein Spiel, das eigentlich kein Spiel ist” vorgestellt. Dabei hat das sogar ein Ziel und Zeitlimit. *g*

  28. Boah König_Pest, ich weiss das das Internet Leute dazu einlädt Schriftzeichen, Gross- und Kleinschreibung, Grammatik und Rechtschreibung zu vergessen, das ändert aber nichts daran das es schmerzhaft ist so etwas zu lesen… .
    Also Leute, Spiele haben immer einen SINN, dass sollte man nicht vergessen. Sportarten zum Beispiel dienen zur körperlichen Ertüchtigung, Teamsportarten zusätzlich noch zu abstrakten Taktiken. Computerspiele verbessern die Hand/Augen Koodination (hoffe ich zumindest), ebenso wie das abstrakte Denken (bei Echtzeitstrategiespielen zum beispiel sehr stark) und die Vorausplanung. Deswegen sehe ich als Spiel an, was einen gewissen Lern Effekt bietet. Langjährige Spieler haben durch unzählige Shooter, Jump’n'Runs und Action – Adventures schon Reflexe aus der Hölle, weswegen Kullis umdrehen für uns natürlich keinen Wert mehr hat.

    Am Ende würde ich sagen, ein Spiel ist eine Übung auf eine Ernsthafte Situation hin, wenn ich heute Echtzeitstrategie Spiele zocke bis die Maus korrodiert, dann kann ich Truppenbewegungen einschätzen, in die Zukunft vorausplanen, Ressourcen Managen und im Endeffekt einen Krieg führen, bzw. etwas vergleichbares zu einem Krieg, wie eine Diskussion führen (um dies zu vertiefen empfehle ich eine kommentierte Version von Sun Tsus “Kunst des Krieges”). Ein 3D Shooter zum Beispiel schult sich in der Kunst der schnellen und spontanen Reflexe, aber natürlich nicht an der Waffe, sondern an der Maus und allgemein mit einfachen Handewegungen. Leider lässt sich daraus nicht viel abstrahieren… .

  29. Ich denk es gibt mehrere Kategorien von Spielen die unterschiedlich in ihrem Verhalten sind:
    einmal wären da die “Sportspiele”, man spielt sie aus einem Wettkampfverhalten herraus, wie etwa Counter-Strike
    Dann gibt es die Storyspiele, hier geht es primär darum eine Geschichte zu erleben, das wären Spiele wie etwa die ganzen LucasArts- und Sierra-Adventures oder die haufen von japanischen Rollenspiele.
    Dann gibt es die Weltspiele, in der man abtaucht um in einer anderen Welt zu sein und sie zu erforschen. Das sind so Spiele wie Morrowind, Noctis oder (teilweise) MMORPGs. Hier steht normal nicht das erreichen des höchsten Zieles im Zentrum sondern das erforschen der Welt.
    Dann gibt es Gameplayspiele in denen es eigendlich nur darum geht das nächste Level zu erreichen und der Spaß aus immer schwereren Situationen resultiert. Hier sind die ganzen Jump&Runs vertreten.
    Und dann gibt es noch die Sandkastenspiele, wie etwa die Sims, SimCity, Animal Crossing etc. Hier wird der Spieler zum experimentieren eingeladen.

    Das sind so die Haupttypen die ich beim spielen entdeckt habe. Natürlich gibt es haufenweise Mischformen.
    Was mir aber aufgefallen ist: Sandkastenspiele werden gerne als “Toys” bezeichnet, wärend die anderen Spiele “Games” genannt werden. 2 grundverschiedene Wörter, wärend wir hier in Deutschland da nicht so streng sind, Spiel und Spielzeug.
    Ich könnte mir vorstellen das daraus eine unterschiedliche Mentalität gegenüber solchen Spielen resultiert.

  30. Also ich seh Elektroplankton nicht als Spiel sondern als Software zum Musik machen. Ähnlich wie LSDJ und Nanoloop für GB und GBA. Und das macht Spass. Elektroplankton ist auch der Hauptgrund warum ich mir vielleicht doch noch einen DS hole.

  31. Elektroplankton hab ich auf der letzten GC etwas gespielt. War wegen der Geräuschkulisse dort natürlich nicht unbedingt optimal, aber ich wüsste nicht, was ich damit länger als 10 Minuten anfangen soll. Ob das jetzt so ist obwohl oder gerade weil ich tatsächlich auch ein “richtiges” Musikinstrument spiele, kann ich nicht sagen…

    Bei solchen Spielen, auch bei Lego etc., denke ich aber, dass man sich durchaus selbst Spielziele setzt. Ich klotze bei Lego ja nicht sinnfrei irgendwelche Steine aneinander, sondern denke mir durchaus “hach, bau ich mal ein Auto” oder sowas. Genauso wie man bei Electroplankton Kombinationen austüfteln möchte, die einem klanglich gut gefallen.

  32. @Chris aber dass fällt ins differgierte Denken , also das freie Denken, wichtig ist von wem die regeln gegeben werden, wenn man ich selber grenzen Setzt ist der Denkvorgang anders als wenn man sich zu einem Ziel hin bewegt

    @All jo ich hau manchmal scho rein mit Zeichensetztung, wenn sich bei mir die Gedanken überschlagen kommen die hände nimmer mit. Tschuldigung eure Zeit geraubt uz haben (allerdings fürdert das engestrengte Lesen auch wieder das analytische Denken also is das was ich mache wieder Pädagogik ;)

  33. Da hier LCP erwaehnt wurde: Ich habe das vor zwei Wochen mal wieder angemacht, um zu sehen ob das wirklich so gut war. Es ist furchtbar. Little Computer People verdient wirklich einen Award fuer das am meisten nostalgisch ueberbewertete Spiel aller Zeiten.

  34. anke! Great Artikel