Archiv für August 2006

Everything old is new again…

Ich habe eben “Geheimakte Tunguska” gekauft. Nach drei Stunden Spielzeit entwickelt sich bei mir da ein verdammt gutes Gefühl. Wenn das Spiel nicht noch herbe den Bach runter geht, dann reden wir hier vom besten Adventure seit “The Longest Journey”. (Nein, nicht seit Dreamfall, ich meine den ersten Teil.) Meine Güte, es hat sogar Dinosaurier! Jedem Adventure-Fan würde ich morgen dringend einen Besuch bei seinem Spieledealer anraten. Der Rest der Welt kann ja meine ausführliche Kritik abwarten, die garantiert kommen wird sobald ich durch bin.

Einen Kritikpunkt hätte ich aber. Das Spiel hat einen Knopf, mit dem jeder momentan sichtbare Hotspot angezeigt wird. Das ist super. Es hilft beim Nachdenken über Rätsel, man findet immer sofort alle Gegenstände und übersieht nie wieder einen Ausgang. Mit anderen Worten, es ist unverzichtbar und jedes Adventure sollte es haben. Soweit, so gut.

Auf der Homepage des Spiels nennt Animation Arts diesen Knopf aber (leicht dämlich) den “Snoop Key” und verkündet: “Geheimakte Tunguska bietet als erstes Point & Click Adventure die innovative Rätselhilfe Snoop Key.”

Das ist eine glatte Lüge. Den hatte nämlich schon Simon the Sorcerer 2. Im Jahre 1995. Damals hieß er zwar noch nicht “Snoop Key”, sondern ganz profan “F10″, hat aber genau das gleiche gemacht, nämlich alle Hotspots im Bild mit einem Sternchen markiert. Ich weiß das ganz genau, weil ich die Idee schon damals genial fand, und dieses Feature seitdem in jedem Adventure gesucht habe. Den Machern von Tunguska ging es wohl genauso, aber anscheinend sind sie davon ausgegangen, dass sie die einzigen sind, die sich daran erinnern, und dachten deshalb, sie könnten sich das als große “Innovation” auf die eigenen Fahnen schreiben. Ts, ts.

Wenn ich ein Anwalt ohne Gewissen wäre, könnte ich jetzt vielleicht eine Abmahnung wegen Unlauteren Wettbewerbs abschicken und hätte 5.000€ gewonnen. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Ich bin kein Anwalt, was weiß ich schon über Abmahnungen.

Zu behaupten man habe etwas erfunden, das es schon seit 1995 gibt, ist jedenfalls nicht die feine Art. Egal ob man Anwalt ist, oder nicht.

19 Kommentare Autor: Richard
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Massendemonstration

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Wochen-, ja monatelang hat so gut wie keine neuen Spiele mehr gegeben, aber kaum wird es Herbst, kommen ca. 5000 Sachen pro Tag auf den Markt. Das ganze wirkt wie eine gezielte Verschwörung der Spieleindustrie zur Verkaufszahlenminimierung. Jetzt mal ehrlich Jungs, wie viele Echtzeitstrategiespiele kann ich wohl gleichzeitig spielen? Noch besser gefragt, wie viele will ich gleichzeitig spielen? Und wie viele Spiele kann ich mir wohl pro Monat leisten? Kleiner Tipp: Die Antwort auf alle diese Fragen lautet „sehr wenige“.

Egal, darüber rege ich mich später mal auf. Schließlich ist es noch gar nicht September. Trotzdem kann man die Vorbeben des Weihnachtsgeschäftes schon spüren, denn im Moment kommen jeden Tag zwei bis fünf Demos raus. Zu viele um über alle ausführlich zu schreiben. Deshalb gibt es hier einen kleinen Überblick mit Kurzkritiken der vielleicht dabei helfen kann herauszufinden ob es sich lohnt bei irgendeinem Downloadanbieter 26 Minuten in der Schlange zu stehen, nur um dann doch entnervt abzubrechen, weil man die 1,6GB große Demo nur 15K/s geliefert bekommt.
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31 Kommentare Autor: Richard
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Hope is the beginning of unhappiness

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Schon erstaunlich, was man so alles durchspielt, wenn man gerade nicht hinschaut. Warhammer 40k: Dawn of War zum Beispiel. Wie konnte es dazu kommen? Schuld ist hauptsächlich die Demo zu Company of Heroes, dem aktuellen Spiel vom Dawn of War-Entwickler Relic. Klar, das abgelutschte und irgendwie immer leicht geschmacklose WW2-Szenario macht einem das Spiel auf den ersten Blick nicht gerade schmackhaft, und wenn der Entwickler offen zugibt, dass man sich schämen würde das Spiel einem Veteranen vorzusetzen, aber gleichzeitig einen anheuert um das Spiel zu bewerben, der dann aber wiederum selber offen zugibt, dass er keine Ahnung von dem Spiel hat, dann weiß man, dass es sich dabei nicht wirklich um künstlerisch wertvolle Aufarbeitung von Weltgeschichte handelt. Trotzem, wenn man darüber hinweg schauen kann (und wenn man Videospiele liebt, dann lernt man über so einiges hinweg zu schauen), macht das Ding erstaunlich viel Laune. Hauptgrund: Sie haben es tatsächlich irgendwie geschafft, ein bisschen Strategy in die Real-Time-Strategy zu packen.
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41 Kommentare Autor: Richard
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Ninja-Piraten OMG!

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Das bekloppteste strategische japanische Rollenspiel aller Zeiten kehrt zurück. Die Rede ist natürlich von Disgaea 2: Cursed Memories, Nachfolger des neben Final Fantasy Tactics wohl besten Vertreters dieses Genres. Und weil es am ersten Teil eigentlich nicht mehr viel zu verbessern gab, hat Entwickler Nippon Ichi im zweiten Teil offensichtlich nur Detailpflege betrieben. Die Geostones werden jetzt unter anderem schon mal von Monstern bewohnt, die ihre Behausung kurzerhand einpacken und damit durch die Gegend marschieren. Ausserdem kommt es wohl durchaus vor, dass man während seines Streifzuges durch die Item World von Piraten überfallen wird. Da heisst es dann Beine in die Hand nehmen und zum Ausgang rennen.

Ansonsten bleibt im Grossen und Ganzen alles beim Alten. Wie gewohnt baut man unglaubliche Menschenpyramiden, versucht sich an absurd schmerzhaften Combos, prügelt sich mit unkooperativen Senatoren oder macht sonstigen Blödsinn. Wobei Blödsinn durchaus wörtlich zu verstehen ist, denn Humor wird bei Disgaea gross geschrieben. Zwei Kleinigkeiten am Rande: Disgaea 1 wird gerade für die PSP umgesetzt, in einer dezent aufgemotzten Form; und die europäische Version des zweiten Teils erscheint irgendwann im Oktober über Koei. Was auch bedeutet, dass ich vor Weihnachten komplett mit Rollenspielen ausgebucht bin. Ich frage mich wo ich die Zeit dafür hernehmen soll…

23 Kommentare Autor: Stefan
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Gaaaaaaaayy!

Japaner

Japaner sind einfach super. Wenn es sie nicht schon geben würde, müssten wir sie wohl erfinden, um dem Universum ein geeignetes Gefäß für die Inkarnation wahnsinniger Spieledesigner zu bieten. Nur so wäre ausreichend gesichert, daß auch in Zukunft 90% ihrer Spiele niemals den Weg zu uns über den Teich schaffen.

Wie gründlich allerdings der Versuch schiefgehen kann diese natürliche Ordnung des Universums durch eine Lokalisation zu stören, zeigt dieser Trailer für Enchanted Arms (360) mehr als eindrucksvoll.

PS: Jeder, der das irgendwie witzig, verstörend oder sonst politisch unkorrekt findet, ist ein Homophob!

25 Kommentare Autor: Marc
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Nethackdinosaurierunddeutschdiskussionsbeitrag

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Tja Stefan, beinahe hättest du uns reingelegt. Wir dachten alle du wärst so clever und originell, als du für unser großes Antigamesgeburtstagdinosauriergewinnspiel einen Dinosaurier in Nethack eingebaut hast. Wenn du das Bild nicht zu spät abgegeben hättest und als Mitarbeiter nicht sowieso von der Teilnahme ausgeschlossen wärst, wer weiß, vielleicht hättest du sogar einen Preis gewonnen.

Aber jetzt ist die schreckliche Wahrheit ans Licht gekommen. Das war gar nicht deine Idee! Du warst nicht der erste, der Dinos in Nethack eingebaut hat. Das gibt es nämlich schon seit zwei Jahren. Und nicht nur als Screenshot, nein, jemand hat tatsächlich einen Patch für Nethack gemacht, der dem Spiel Dinosaurier beibringt. In echt und so!

To Leonard: Yes, we do. You can stop wondering. Really. Stop. It does and it was. Yes, that’s really how you say it. Nope, usually not acceptable.

Any other questions?

See, it’s funny because…uh…well, because. Oh, what the hell, it’s a mystery to me, too. Happy now?

Lederhosen! Sauerkraut! Bratwurst! Donaudampfschifffahrtsgesellschaft!

11 Kommentare Autor: Richard
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Fehlt nur noch Flaschendrehen

Als ich mich am vergangenen Sonntag dank Christophs freundlichem Mitfahrangebot spontan dazu entschied, zur Games Convention 2006 zu fahren, wusste ich nicht genau, was mich erwarten würde. Immerhin lag mein letzter Besuch einer Spielemesse ganze sechs Jahre zurück; auf die Games Convention hatte ich es bisher nie geschafft, und so richtig verfolgt habe ich sie die letzten Jahre über auch nicht.

Nun, Richard hat es ja bereits in seinem Bericht vorweg genommen: bei der Games Convention handelt es sich überraschender Weise eigentlich nicht um eine echte Spielemesse. Auf einer echten Spielemesse erwarte ich pompös designte Messestände, auf der sich eifrige Entwickler und ominöse Marketingmenschen gemeinsam um die Presseleute streiten und sich über 15jährige Kids ärgern, die es trotz aller Einschränkungen doch irgendwie auf die Messe geschafft haben. Auf einer echten Spielemesse erwarte ich Blasen an den Füßen, Berge an Swag, und Booth Babes um die 27, die auf eine Art und Weise produktbezogen bekleidet sind, die über ein T-Shirt mit Firmenlogo hinaus geht. Oh, und auf einer echten Spielemesse erwarte ich viele aufregende Neuheiten.

Nein, die Games Convention ist eigentlich keine Spielemesse; sie ist ein Festival, eine Riesenparty, eine Zusammenkunft für die spielende Jugend. Und den ganzen Rest. Die Messestände sind auf Zuschauerdichte optimiert; aufwändige Kreationen wie das schaurig pulsierende Activision-Herz, durch das man auf der ECTS ca. 1998 laufen konnte, sucht man vergeblich. Statt Entwicklern, die etwas echt interessantes zu erzählen haben, findet man an fast jedem Stand C-, B- und ganz selten Beinahe-A-Promis, die der versammelten Menge versichern, dass sie ganz dolle Spielefans sind und sich wie irre auf das neue Spiel ihres Auftraggebers freuen. Wenn ein neues Buzz mit das aufregendste ist, was man zu zeigen hat, muss es schon von Ex-Moderator und Weltfrieden-Blogger Nilz Bokelberg präsentiert werden, damit die Kids wissen, warum sie das Spiel brauchen.

Das klingt jetzt alles viel zu negativ. Eigentlich hatte ich Spaß. Sehr viel sogar. Denn wisst ihr was? So ein Spiele-Festival ist ziemlich geil. Ich glaube, auf sowas haben wir lange gewartet, ohne es zu wissen. Denn so bunt und packend ECTS und E3 lange Zeit waren, so wenig echte Neuheiten es auf der Games Convention zu sehen gab — sie schafft es viel souveräner, den Spaß zu transportieren, den man beim Spielen haben soll. Und das ist doch eine gute Sache.

Sie schafft es ebenfalls ganz hervorragend, zu zeigen, dass unser Lieblingshobby nicht nur aus Killerspielen und World of Warcraft besteht. Und dass Spiele nicht nur vom Klischee des pickeligen Nerds gespielt werden, der nie aus seinem Zimmer rauskommt. Einige der jüngeren Besucher haben zum Beispiel aus der Not des Hotelzimmermangels eine Tugend gemacht und den Besuch der Games Convention gleich für einen waschechten Campingtrip genutzt, so richtig mit Lagerfeuer und Kumpels und Bier und so. Wann wart ihr das letzte Mal zelten?

Dieses Klassenfahrt-Feeling ist etwas, was die Games Convention zu mehr macht als einer reinen Produktschau. Als Beinahe-30er fühlte sogar ich alter Drecksack mich auf einmal wieder etwas jünger. Da drücke ich bei den hoffnungslos überfüllten Hallen, den teils peinlichen und ideenarmen Mitgröhl-Moderationen (“Pyramide! Pyramide! Pyramide!”), den für meinen Geschmack viel zu jungen und damit grenzwertig unangenehm ausgewählten Booth Babes und den hoffnungslos überteuerten Essens- und Getränkepreisen beide Augen und mindestens ein Ohr zu.

Ich freue mich auf die Games Convention 2007. Jetzt, wo die GC nach dem leisen Tod der E3 die wohl größte und womöglich wichtigste Spielemesse der Welt ist, gibt’s nächstes Jahr mit Sicherheit sogar ein paar echte Neuheiten zu sehen. Ich werde auf jeden Fall mein Hotelzimmer rechtzeitig buchen. Oder einfach zelten gehen.

18 Kommentare Autor: Hendrik
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Im Osten nichts Neues

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Die Games Convention war ein voller Erfolg. Mit 183.000 Besuchern hat man nicht nur die Erwartungen lässig übertroffen, sondern ist auch gleich das erfolgreichste Event geworden, das die Leipziger Messe jemals veranstaltet hat. Ganz nebenbei ist man damit ohne Frage zur größten Veranstaltung in der Spielewelt aufgestiegen, sorry Tokyo Game Show. Angeblich wollen 90 Prozent der Besucher und Veranstalter nächstes Jahr wiederkommen und auch die Zielgruppe der Messe ist breiter gewesen, als man sich das so vorstellt. 42% aller Besucher waren über 20, was für die bisher als Kiddie-Veranstaltung verrufene GC gar nicht schlecht ist. Ähnliches gilt für den Frauenanteil von immerhin 17%.

Wie gesagt, ein voller Erfolg. Oder auch nicht, denn eigentlich ist auf der Messe ja gar nichts passiert. Wenn Nintendos größte Ankündigung ein neues Mariofußballspiel ist, dann lernt man schnell, dass die nicht viel Interesse an der Veranstaltung haben. Wii zum Anfassen? Nix da. Wenn, dann hinter verschlossenen Türen, aber auch da gab es deutlich weniger zu sehen, als auf der letzten E3.

Die E3 war ja im Vorfeld der GC auch so ein Thema. Microsoft hatte letztes Jahr die GC mit irgendeiner größeren Ankündigung geadelt und nachdem die E3 den Weg des Dodo gegangen ist, rechnete sich so mancher die eine oder andere interessante Neuigkeit aus. Pustekuchen. Auch bei Microsoft ist absolut nichts passiert. Forza 2 wurde wieder nur als Rendertrailer gezeigt, Vista wurde ordentlich gepusht, ist aber immer noch nicht fertig, und die größte Ankündigung war eine 12-monatige Exklusivität für FIFA und PES, von der sich dann rausstellte, dass man bei Konami gar nichts davon wusste.

Sony ist erst gar nicht erst erschienen. Spielbare PS3-Spiele? Nix da. Pressekonferenz? Nix da. Dafür hat es durchaus Kritik gegeben, allerdings meist von Leuten die Sony letzte Woche noch geraten haben endlich mal die Klappe zu halten. Für Sony war es sicher gut, dass sie nicht gekommen sind, denn im Moment können sie einfach sowieso nichts richtig machen. Für die GC ist es aber sicher nicht gut, wenn der aktuelle Marktführer nur lustlos ein paar alte Videos abspielt und ansonsten durch akute Abwesenheit glänzt.

Was gab es sonst? Auch nicht viel. Wenn man sich so Eurogamers Liste der aufregenden Neuigkeiten von der GC anschaut, dann ist die verdammt kurz. Valve hat ein paar Videos zu TF2 und Ep2 gezeigt und, äh, anscheinend hat Atari immer noch vor Neverwinter Nights 2 zu veröffentlichen. Überraschung! Ich glaube das war es dann auch schon.

Europa, was war das gleich? Ach ja, dieser Kontinent da. Die mögen doch Soccer, oder?“. Zu komplexeren Gedankengängen scheint man bei den meisten Spielefirmen bezüglich der Alten Welt nicht in der Lage zu sein. Hin und wieder versuchen sie uns mit entsetzlich späten Veröffentlichungsterminen (Nintendo) oder miesen PAL-Umsetzungen (Squenix) zu ärgern, aber im großen oder ganzen sind wir ihnen nicht mehr wert, als ein paar alte E3 Videos, selbst wenn wir die größte Spielemesse der Welt veranstalten.

Wenn also nicht viel passiert ist, warum sind dann jetzt trotzdem so viele Leute hingegangen? Ich glaube Hendrik hat das korrekt analysiert. Er meinte gestern nämlich, dass man die Games Convention nicht mit einer Messe verwechseln dürfe. Es sei eher so eine Art Spielefestival. Und genau da liegt wohl auch der Reiz der Veranstaltung. Gerade für uns Deutsche. Alle zwei Wochen wird uns im Fernsehen erzählt, dass wir alle wahnsinnige Killer in der Ausbildung sind und dass wir uns gefälligst für unser Hobby zu schämen haben. In Leipzig aber können wir uns mit fast 200.000 mehr oder weniger Gleichgesinnten treffen, feststellen dass wir nicht alleine sind und einfach ein bisschen Videospiele feiern.

Das wird übrigens auch an gewissen Politikern nicht vorbei gehen. Wenn von den 183.000 Besuchern die Hälfte über 18 ist, dann reden wir hier von über 90.000 Wählern, zumal man nicht vergessen darf, dass es für jeden Besucher zwei Dutzend Daheimgebliebene wie mich gibt. Nachdem die Bundesregierung kürzlich neuen “Killerspiel”-Gesetzen eine klare Absage erteilt hat, ist die GC schon wieder ein gutes Zeichen für Spiele in Deutschland.

Also, auch wenn Nintendo auf der nächstens GC wieder nichts anderes macht als einen neuen DS Lite in “Unterwasser Aquamarin” oder so anzukündigen…2007 fahre ich hin.

31 Kommentare Autor: Richard
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Was auf die Ohren

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Könnt ihr vor lauter Vorfreude auf Final Fantasy XII auch schon nicht mehr ruhig schlafen? Sucht ihr das ideale Geburtstagsgeschenk für einen Videospielefreak? Kauft ihr aus Prinzip alles, was auch nur annähernd wie eine Special Edition aussieht? Oder mögt ihr einfach nur gute Musik?

Dann kann euch geholfen werden! Square Enix hat zusammen mit Aniplex eine extrem edle Limited Edition des Final Fantasy XII Soundtracks herausgegeben, die seit Freitag nonstop in meinem CD-Spieler rotiert. 4 CDs! 100 Tracks! Beinahe 5 Stunden hervorragende Musik von Hitoshi Sakimoto! Tonnenweise Artworks! Bildschönes Booklet! All das kann auch euch gehören, für nur $39, plus $9 Versandkosten und 7,70€ Zollgebühren. Mehr Informationen und Hörproben gibt es bei Wikipedia.

Übrigens gibt es auch von der US-Version des eigentlichen Spiels eine Special Edition, die allerdings exklusiv nur bei EBgames und Gamestop zu kriegen ist. Wer die absolut unverschämten Versandkosten nicht scheut sollte unbedingt zugreifen, das Cover der regulären Version ist nämlich mal wieder unter aller Kanone.

26 Kommentare Autor: Stefan
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Games Convention 2006 vs. antigames.de

Featuring Hendrik, Christoph, Jens und Frank. Na gut, also nur ein bisschen antigames.de. Powered by der Videofunktion meiner neuen Digitalkamera, die auf eine 1GB-SD-Karte gerade mal 20 Minuten Filmmaterial aufnehmen kann und damit eine ausführliche Videoreportage mit echten Interviews und so quasi unmöglich macht. Vielleicht lag’s aber auch daran, dass ich total spontan und daher unvorbereitet hingefahren bin. Sowas wie ein bemüht detaillierter Bericht folgt, wenn ich wieder in München bin.

25 Kommentare Autor: Hendrik
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