Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.

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Genau das ist mit der E3 passiert. Das größte und wichtigste Branchenevent der Videospielewelt ist von einem auf den anderen Tag verschwunden. Einfach so. Futsch! Der Grund? Es war den großen vier wohl einfach zu teuer. Zweistellige Millionensummen hat so ein richtig großer Auftritt dort dieses Jahr verschlungen, und anscheinend war das einige Leuten zu teuer.

Tja, und wenn Sony, Nintendo, Microsoft und EA sagen, dass sie nicht mehr kommen, dann muss man den Laden wohl dicht machen. Tatsächlich sind einige Firmen wohl so glücklich darüber, nicht mehr zu E3 kommen zu müssen, dass sie der ESA glatt einen zweistelligen Millionenbetrag überweisen, um ihre Ruhe zu haben.

Stattdessen wird es wohl mehr firmenspezifische Events geben. Ruhiger, weniger Schlangen, weniger Konkurrenzdruck, mehr Kontrolle und all das für weniger Geld. Die GDC wird eine Stufe wichtiger werden, die GC ist plötzlich das größte Spieleevent der Welt und gametrailers.com wird nächstes Jahr im Mai eine wesentlich niedrigere Bandbreitenrechnung kriegen, als dieses Jahr. Alles in allem wird sich die Videospielewelt aber weiter drehen wie zu vor.

Einzig interessant dürfte noch die Reaktion der Stadt Los Angeles sein. Mit der hat die ESA nämlich vor nicht allzu lange Zeit noch den Vertrag für die E3 verlängert. Angeblich hat LA durch jede E3 mindestens 20 Millionen Dollar an direkten Ausgaben der Besucher eingenommen. Allein für die ganzen arbeitslosen Schauspielerinnen, die durch ihre Arbeit als Booth Babes und gametrailers.com Moderatorinnen mal für ein paar Wochen von der Straße runtergekommen sind, war die E3 ein Segen und auch die Taxifahrer haben in LA wohl zur E3 so viel verdient, wie sonst nie. Für soviel Kohle kann man also schon mal den Anwalt anrufen und schauen, ob man nicht auf den Vertrag pochen kann, zumal das neue Event, die “E3Expo” (ist das dann eigentlich die “Electronic Entertainment Expo Expo”?), nicht mal mehr ein Zehntel der Besucher haben und vom Convention Center in ein Hotel umziehen soll. Aber auch Los Angeles wird EA oder Sony nicht dazu bringen, wieder einen 15 Millionen Euro Kampfstand aufzubauen und somit war es das wohl.

Ein bisschen Schade ist es trotzdem. Erstens: Ich war nie da. Diesen Wahnsinn hätte ich gerne mal persönlich erlebt, wenn auch sicher nicht mehr als einmal. Zweitens: Die E3 war immer spannend. Eine Woche im Jahr konnte man sich vollständig von Spielevideos ernähren und aufgeregt diskutieren, wer denn dieses Jahr “gewonnen” hat. Das hatte was.

Und das ist jetzt weg.

32 Kommentare Autor: Richard
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32 Kommentare

  1. Was hast du denn gegen die schnuckelige Amanda Mackay? ;)

    Nach anfänglichem Schock muss ich sagen, dass ich zuversichtlich bin, dass das neue Konzept Früchte tragen wird. Vielleicht wirds dann in Zukunft nicht mehr darum gehen, welcher Stand die leichtbekleidesten Babes und die aufdringlichte Baschallung hat, sondern vor allem um Inhalte. Ein wenig schade ist es aber auf jeden Fall trotzdem, denn irgendwie hat dieser laute, bunte Zirkus, bei dem sich die Szene einmal im Jahr selbst hemmungslos hochleben lässt, für 11 Jahre einfach dazugehört und die Massen schon Wochen davor und noch Wochen danach bewegt. Aber vielleicht war genau jetzt der richtige Zeitpunkt um damit aufzuhören…

  2. Der letzte Absatz trifft genau das, was ich schon die ganze Zeit sage: Bei der e3 ging es eben nicht um “ich komm eh nicht hin” oder “es gibt noch andere Messen”, es ging darum, dass es eine Woche im Mai gab, auf die sich die ganze Zockerschaft freute, in der man die Zukunft des Gaming sehen konnte und in der die Publisher und Entwickler mal die “Hosen runterlassen” mussten.

    Und jetzt kriegen wir das übers ganze Jahr verteilt, mal SONY, mal Nintendo – um Himmels Willen, ich will keine ganze Messe kriegen, nur weil BigN vielleicht ein zweites Rumble in die Fernbedienung einbaut! Und für ne neue XBox360 Frontplatte wird Microsoft auch keine riesen Show veranstalten.

    Die Spannung ist weg. Und ich war nie da. Schade…

  3. Frozen Mr. Toastbrot

    Ja, stimmt schon, irgendwie ist es schade, dass die E3, wie wir sie kennen und lieben so nicht mehr stattfindet. Vorallem nachdem es ja schon vor ein paar Jahren die ECTS getroffen hat. Aber vielleicht hat das Ganze auch seine guten Seiten. Ich denke da vorallem an die kleinen Publisher und Studios, die ja eigentlich immer zahlreich auf der E3 vorhanden waren, aber zwischen den Branchenriesen sang- und klanglos untergingen, wenn es sich nicht gerade ein neueröffnetes Studio von einem ohnehin schon bekannten Branchenveteran handelt. Wenn alle Firmen das ein oder andere Zimmerchen in irgendeinem Hotel haben wird sich vielleicht auch mal ein Reporter in das Zimmer von KleinStudioX wagen, anstatt wie hypnotisiert auf den hellsten und lautesten Stand loszuwandern.

  4. Als Entwickler bin ich versucht, zu jubeln – die Mai-Deadlines, zu denen man potemkinsche Doerfer baut, ohne Ruecksicht darauf, was man dafuer dem Spiel antun muss, und bei totalem echten Stillstand in der eigentlichen Entwicklung unter Einsatz von massiven Ueberstunden sind futsch? Toll… Oder? Nicht, wenn man mal kurz nachdenkt, wieso die grossen 4 das wollen.

    Wenn ich einer der grossen waere, wuerde mir das auch gefallen. Die Presse wird dann naemlich immer bei mir vorbeischauen, wenn ich sie mal einlade, und ich kann meine Termine unabhaengiger planen. Aber viel besser noch: Zu den “kleinen” Klitschen, die nur 1-2 Spiele im Jahr machen, und in einem gottverfrorenen Land irgendwo am Polarkreis hausen, geht sicher kein Journalist. so schlaegt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Konkurrenz wird abserviert, und die eigenen Kosten sinken.

    Die ganz kleinen trifft das natuerlich auch nicht: Fuer die war E3 immer shcon zu teuer, und Presse zu kriegen war fuer ein kleines Spiel eher sowas wie ein Jackpot im Lotto. Die mittleren Firmen werden ueber kurz oder lang dem Druck nachgeben, und sich in eine der vier grossen Familien einreihen. Und *dann* braucht die E3 wirklich niemand mehr.

  5. Das halte ich für ein Gerücht. Die Argumentation “niemand kuckt sich die Spiele der kleinen bis mittleren Firmen mehr an” hätte vielleicht früher gezogen, als es noch keine Breitband-Anschlüsse gab und nicht jeder drei Emailadressen hatte. Da hatte so ein Relikt wie “Wir treffen uns alle einmal im Jahr an einem Platz um Schwanzvergleich zu machen” auch noch seine Berechtigung.

    Aber heutzutage, mit dem Interweb, ist das doch sowas überholt. Über die ganzen Spiele auf der E3 ist man doch schneller und umfangreicher informiert wenn man mal die gängigen Webseiten absurfed als wenn man persönlich zur E3 fliegen würde und versuchte über alle Stände zu wanken – nur um dann doch sechs Stunden in einer Schlange zu stehen und drei Minuten die Wiimote in der Hand zu halten (Hallo Aulbath, und wieder die Diskussion auf’s Wii gelenkt… it just happens).

    Daß auch kleine und mittlere Unternehmen das Web gut als Instrumentarium und Erfolgsplattform nutzen können zeigen z.B. Introversion Software. Die sind mit Uplink doch everybodys Darling geworden weil sie halt eine nette Spielidee hatten und agressiv Guerillamarketing betrieben haben. Und wie man sieht, es funktioniert. Selbst das IMHO äusserst mittelmässige Darvinia ist von allen selbsterklärten Spielexperten in höchste Sphären gelobt worden und über Defcon (das auch ziemlich langweilig aussieht, wenn man sich die Demovideos ansieht) wird von der Webpresse mehr berichtet als über Prey jemals zu lesen war.

    Es geht also auch ohne Multimillionen Dollar Budget. Und deswegen denke ich, niemand braucht die E3 heute noch. Die großen Firmen nicht, und die kleinen Firmen, die sich daran eher ruiniert hätten, schon gar nicht.

  6. Hoffen wir, dass CeBIT Hannover das gleiche Schicksal nicht erleben wird

  7. Die CeBIT ist eine richtige Geschäftsmesse. Die E3 ist eher eine 500 Millionen Dollar teure Pressemitteilung.

    Gegen Amanda McKay gibt es visuell nichts einzuwenden, auch wenn ihre Stimme immer etwas arg schrill wurde, wenn sie versucht hat gegen den E3-Lärm anzukommen. Die anderen Mädels von gametrailers.com fallen dann aber schon recht stark ab.

  8. m.a.: Du traeumst. Ohne mal drauf einzugehen, dass das bei den meisten Spielen wg. Konsole schonmal garnicht geht, und mal angenommen, du sprichst nur vom schrumpfenden Markt der PC-Games: Die Journalisten in den Spieleredaktionen laden sich nicht von einem FTP-Server des Entwicklers die Demo runter, wenn dem Entwickler mal danach ist, dass es Zeit waere, Previews in Spielezeitschriften anzuleiern. Ohne persoenliche Betreuung macht da keiner was.

    Spielemarketing und Spielezeitschriftn-Journalismus drehen sich enorm um soziale Kontakte (in other words: gemeinsam auf fremde Kosten saufen). Solche Freundschaften pflegt man prima auf der E3, und auch bei einem privaten Stelldichein beim Publisher/Entwickler vor Ort ist das immer schoen. Zudem hat man als Entwickler auf einer Messe die Moeglichkeit, auch was zu praesentieren, das hlt noch Macken hat, weil man entweder selber den Stick in der Hand haelt, oder weil man sprachlich die Kanten, die man sieht, glattbuegelt.

    Meinung wird auch in Zeiten des Intranet immer noch von einigen wenigen, den Journalisten, gemcht. Ob die jetzt von Gamestar oder CGW sind, oder von der Online-Presse (Gamespot & Co) ist in der Praxis egal. Ob sich Lieschen Mueller ein Demo vom spiel herunterladen kann, eine Woche oder zwei vor dem Releasetermin, hat da kaum eine Auswirkung.

  9. Genauso ist es. Wenn die Gamestar und die CBS für einen PC-Titel nicht ordentlich Previews geschoben haben, kannst du den Hit in Deutschland vergessen. Es gibt da eine sehr kleine Gruppe von Meinungsmachern, die verdammt viel Einfluss haben und die entsprechend umworben sein wollen. Deswegen finde ich auch Gunnar Lotts Ausreden der Marke “Wir bestimmen ja nicht was die Leute kaufen.” immer so scheinheilig.

  10. Eben. Sehe ich ähnlich. All die netten Trailer, Filmchen, Interviews und Kommentare gabs doch vor allem WEGEN der E3. Bungie setzt sich doch nicht hin und zimmert ein “Halo3 Filmchen” zusammen nur weil Du und ich das evtl. mal downloaden wollen.

  11. Persönlich finde ich die GC sowieso der E3 überlegen, eben weil es nicht eine Pressemesse ist wo stundenlange Pressevorstellungen den Hauptteil darstellen, sondern man direkter die Spieler anspricht und sie zum anspielen einlädt.

    @Enno: Ja, das problem seh ich leider auch…. Andererseits: wenn die Riesen fallen wachsen neue Bäumchen. Ich denk nicht das sich in nächster Zukunft nurnoch 3 oder 4 Monopolfirmen geben wird. Allein weil es auch lokale Spielemärkte gibt, etwa der deutsche Adventuremarkt. Jetzt hat sogar der deutsche Publisher crimson cow einen Publishervertrag mit Autumn Moon Entertainment geschlossen (ex LucasArts Mitarbeiter unter den Fittichen von Bill Tiller), die in Amerika keine Finanzmittel für ihr Adventure auftreiben konnten.

  12. Generell ist es egal in welcher Branche, immer das Vitamin B ist die Hauptsache. Selbst ehrliche soziale Kontakte sind wichtig. Wenn man etwas an den Mann bringen möchte, ist man immer der Arsch und muss gucken wie man seine Schäfchen ins trockene bekommt. Da kann der Artikel/das Spiel noch so gut sein, wenn ich es nicht selbst vertreiben will, brauch ich dafür jemand. Mit ein paar Screenshots, Videos und ner guten Internetseite, habe ich schon lange keinen Gewinn in die Kasse gespült.

    Aber hey, so langsam übernimmt Deutschland die Führung was technische Messen angeht. Cebit, GC, IFA. Nicht schlecht. Wär hätte vor 10 Jahren bei ECTS und E3 an Deutschland geglaubt?
    Bin jetzt mal gespannt wie sich die GC entwickeln wird.

  13. Ohne mal drauf einzugehen, dass das bei den meisten Spielen wg. Konsole schonmal garnicht geht

    ???

    XBox Life hat, soweit mir bekannt (ich verweiger mich immer noch der Xbox360 Erfahrung) eine recht umfangreiche Demoszene. Wieso lese ich sonst fast jeden zweiten Tag bei Joystiq und Co “Demo XYZ hits life today”?

    Sony verlautbart ja schon länger, daß sie prinzipiell “Life, aber ohne was dafür zu bezahlen” machen wollen. Ob sie das tatsächlich durchziehen bleibt abzuwarten, aber die 60 Gig Festplatte ist doch hoffentlich nicht nur für Patches da?!

    Und auch Nintendo will scheinbar, daß man sein Wii 24 Stunden am Tag am Netz lässt um irgendwas runter zu laden, sonst hätten sie sich ja nicht Wii24 registriert. Ich geh mal nicht davon aus, daß sie Spiele verschenken und für nen Brief bei Animal Crossing braucht man den Aufwand nicht, möcht ich mal behaupten.

    Ich denke ihr seht das alles viel zu schwarz. Klar wäre ich auch gerne mal auf die die E3 gegangen, allein um es mal zu erleben, aber wie jedes große Imperium ist es halt zu einem Molloch geworden der an sich selbst erstickt. Bei der E3 gings halt schneller als bei den Römern. So what. Zumindest von den Onlinejoursnalisten scheint keiner so wirklich traurig und viele tatsächlich erleichtert zu sein.

    Positiv denken. :)

  14. Aber hey, so langsam übernimmt Deutschland die Führung was technische Messen angeht. Cebit, GC, IFA. Nicht schlecht. Wär hätte vor 10 Jahren bei ECTS und E3 an Deutschland geglaubt?
    Bin jetzt mal gespannt wie sich die GC entwickeln wird.

    Und ist es nicht eine merkwürdige Ironie, dass nun ausgerechnet die GC, eine Messe in Deutschland, für die E3 einspringen soll? In dem Land in dem auf Videospiele gerne mal eine Hexenjagd veranstaltet wird…

  15. Mal ne’ andere Frage… da sind ja meine “The Future of Videogames – E3 Access”-DVDs bald Geld wert, was? Zeigen ja immerhin etwas das es so nicht mehr geben wird – sehr schön, Eigentumswohnung gesichert ;)

  16. Kreon: Als jemand, der Adventures (auch) fuer den deutschen Markt macht, kann ich nicht grad davon schwaermen, wie riesig der ist. Seriously. Und wenn man dann als kleiner bis mittlerer Entwickler (das sind ja die einzigen, die Adventures machen) auch noch von Moeglichkeiten abgeschnitten werde, das Spiel der Oeffentlichkeit zu praesentieren, wie soll das besser werden?

    Auf der E3 kann man Hype machen fuer sein Spiel, ehe man es einem Verbraucher als Demo in die Hand druecken kann. Das ist wichtig, man sehe sich nur Warhammer an, die hatten ja auf der E3 noch nix, aber Presse haben sie gekriegt. Age of Adventures und die naechste AO-Expansion ist auch noch nicht spielbar gewesen, aber auf der E3 konnte man schonmal zeigen, was man denn so hat, mit etwas Concept Art dabei und der Moeglichkeit, die Idee zu vermitteln – damit die Journalisten wissen, wo man sich so ins Spektrum einordnet, und worauf man in Zukunft noch gefasst sein kann.

    Im Games-Marketing muss man frueh aufstehen. Da kann man nicht warten, bis das Spiel fertig ist, und man es auf eine CD pressen und jemand schicken kann. Und die Hoffnung, dass der das dann einfach so aus dem blauen heraus spielt, nur weil er ein Journalist ist, ist eher illusorisch. Ich sehe also wirklich nicht, was denn zur E3 die Alternative ist – ausser evtl. einer Messe in anderer Form, mit weniger Klimmbimm und mehr Fokus auf die Kernproblematik – also weniger Kids einladen, Kekse statt Boothbabes und ein Treffen mit der Presse in Raeumlichkeiten, wo es auch Sinn macht, dass mein Spiel orchestralen Sound in 7.1 Surround hat :-) Ich sag ja nicht, dass die E3 in ihrer Form gut war, aber ohne eine Messe kommt man nicht aus.

  17. Also das mit den Babes war doch gerade das Interessante! Oder ist da jemand hin wegen den Games? :D

  18. Und ist es nicht eine merkwürdige Ironie, dass nun ausgerechnet die GC, eine Messe in Deutschland, für die E3 einspringen soll? In dem Land in dem auf Videospiele gerne mal eine Hexenjagd veranstaltet wird

    Neeeein, wo siehst du da Ironie?

    Argh, meine Nachbarn nerven. Ich glaub ich knall sie ab.

  19. Also das mit den Babes war doch gerade das Interessante! Oder ist da jemand hin wegen den Games?

    :D

    Moment! Da gab´s Spiele? ;)

  20. die GC ist plötzlich das größte Spieleevent der Welt

    und was ist mit der TGS?

  21. Die Tokyo Games Show führt bei den Besuchern (die GC hatte letztes Jahr 134.000 Besucher und die Tokyo Game Show 170.000), aber die GC hat wesentlich mehr Aussteller (367 kommen dieses Jahr, die TGS hat 134 angekündigt) und auch wesentlich mehr Fläche (90.000m² vs. 54.000m²).

    Zum Vergleich: Die E3 2006 hatte 50.000m² Fläche, 60.000 Besucher und knapp über 400 Aussteller.

    Entscheidend ist wohl eher die Signalwirkung nach außen. Schwer abzuschätzen wie sehr die GC und TGS da dieses wirken werden, jetzt wo alle wissen, dass die E3 nicht mehr da ist.

  22. Wen hat eigentlich die E3 wirklich interessiert?
    Mich nicht. Dieses bunte schrille Getöse war doch vor allem für die Medien von Bedeutung, weil Sie endlich wieder mal massenweise Sendeminuten oder Seiten mit oft sinnlosen Berichten füllen konnten. Und genau deshalb war es für die Aussteller wichtig, weil das quasi “kostenlose” Werbung für Sie und ihre Produkte war. Doch dafür musste man teuer auffalen.
    Wenn EA & Consorten das Geld sparen, und lieber wo anders reinstecken, ist mir das nur recht.

    Ich weine dem keine einzige Träne nach.

  23. Kreon: Als jemand, der Adventures (auch) fuer den deutschen Markt macht, kann ich nicht grad davon schwaermen, wie riesig der ist. Seriously. Und wenn man dann als kleiner bis mittlerer Entwickler (das sind ja die einzigen, die Adventures machen) auch noch von Moeglichkeiten abgeschnitten werde, das Spiel der Oeffentlichkeit zu praesentieren, wie soll das besser werden?

    Imo ist das aber genau der Bereich in dem die Spielepresse punkten kann: Nicht nur die Pressemitteilungen der Grossen wiederkäuen, sondern auch über den Kram berichten, der mit keinen Fernsehwerbespot oder Blinkebannern an allen (un)möglichen Orten beworben wird.

    Ich glaub nicht dran dass sich durch das Wegfallen der E3 für mich als Consumer wirklich irgendwas relevantes verändert, ausser dass man mehr auf die anderen (und kleineren) Events schauen wird.

  24. Auf der E3 kann man Hype machen fuer sein Spiel, ehe man es einem Verbraucher als Demo in die Hand druecken kann. Das ist wichtig, man sehe sich nur Warhammer an, die hatten ja auf der E3 noch nix, aber Presse haben sie gekriegt.

    Wenn du das so schreibst sehe ich da für mich als Verbraucher keinen Verlust. Ich kann gut auf Bullshots und drei-jahre-vorher Hype verzichten. Man schiesst sich damit nur selbst in den Fuss. Siehe Black & White, siehe Fable, siehe Doom 3, siehe Prey, siehe so ziemlich jedes Spiel das in den letzten Jahren schon ewig im Voraus in höchste Sphären gelobt wurde und dann doch nur ein aufguss dessen war, was man schon zwanzig mal vorher gespielt hat.

    Also, wenn wir DAS verlieren bin ich für meinen Teil nicht traurig drum.

  25. Tja, aber die Bullshots und der drei-jahre-vorher Hype haben eben dafür gesorgt, dass Black & White und Fable und Doom 3 verdammt große Hits geworden sind. Ob du darauf verzichten kannst, kann den Spielefirmen herzlich egal sein.

  26. @Enno: sorry wenn ich mich da falsch ausgedrückt habe aber ich meine nur hier scheint der Adventuremarkt ja auch einigermaßen Erfolgsversprechend zu sein, immerhin kommen immer mehr Spiele aus der Richtung zum Vorschein und nicht das der Umsatz der Adventures goldene $-Zeichen in den Augen aller Beteiligten aufleuchten lässt. Oder als anderes Beispiel in Japan die Bishoujo Dating Sim Games-Szene die so mehr oder weniger typisch für diesen japanischen Markt ist und auch nicht gerade eine eierlegende Wollmilchsau darstellt aber eben ihren Markt gefunden hat und ihn bedienen kann.

  27. Nintendo nimmt an E3 2007 teil

    02.08.06 – Nintendo hat gegenüber GamesIndustry.biz bestätigt, an der E3 2007 im Juli teilzunehmen.
    (Quelle: Gamefront)

    Hab ich da was falsch verstanden? Redet ihr von 2008 und später? Oder ist Nintendo plötzlich ganz alleine auf der E3 2007? Stellt Euch vor, der Krieg ist vorbei und Nintendo ist Weltmeister…

  28. Ich finds durchweg positiv. Mal ehrlich, von 90 Prozent des gesamten Multimedia-Buheis dort hatten wir Spieler exakt nichts. Die E3 bezeichnete sich als Fachmesse, wirkte von der Aufmachung her aber viel eher wie eine Publikumsmesse.

    Der Termin im Juli wird für viele Entwickler deutlich günstiger sein als der bisherige. Wenn in den nächsten Jahren nur noch Medienvertreter kommen dürfen (statt schwammig “Fachbesucher”) und das strenger kontrolliert wird, bleibt wohl schon auf ganz natürlichem Wege nur ein Zehntel des bisherigen Publikums übrig. Und wenn man dann noch völlig überteuerte Lightshows und Messebabes und den ganzen Kram abschafft, können sich unsere armen, überforderten Spieleredakteure endlich auf die Spiele konzentrieren. Einziger Nachteil: Eben für diese Journalisten hat das Event dann auf einmal viel weniger Unterhaltungswert. Wir Spieler können dabei eigentlich nur gewinnen.

    Würde mich nicht wundern, wenn wir in ein oder zwei Jahren zu dem Schluss kommen, dass die großen Vier die E3 damit eigentlich gerettet haben.

  29. Hab ich da was falsch verstanden? Redet ihr von 2008 und später? Oder ist Nintendo plötzlich ganz alleine auf der E3 2007? Stellt Euch vor, der Krieg ist vorbei und Nintendo ist Weltmeister…

    Da hast du was falsch verstanden. Zur neuen, kleinen E3 kommen natürlich wieder alle. Die entscheidenden Besucher der E3 waren nämlich nie die Presseleute, sondern die Einkäufer von Wal-Mart, ebgames, etc. Um die ging es immer wirklich. Die Presse wird in Zukunft auf individuellen Events abgefrühstückt und auf der neuen, kleinen E3 kann man sich dann ohne Riesenleinwände und laute Rockbands in Ruhe um die Einkäufer kümmern, ohne viel Geld dafür ausgeben zu müssen.

  30. Exakt. Die neue e3 tauscht Presserummel gegen privatere Events aus. Dafür werden wir wohl auf der e3 keine gewaltigen News mehr zu sehen kriegen.

    Ein schmerzhafter Einschnitt, aber verkraftbar. Nur leider geht das ganze Flair flöten… ob die e3 jetzt sowas wie ein Nobeltreffen wird?

  31. Dafür werden wir wohl auf der e3 keine gewaltigen News mehr zu sehen kriegen.

    Wieso das denn?
    Die Presse wird doch weiterhin 24/7 berichten, nur halt ausschließlich auf Hard- und Software bezogen, lediglich das ganze drumherum entfällt.

    Aber das mit dem Flair stimmt schon, war ja bis jetzt eher so wie die großen Filmfestivals, nur eben mit Spielen :)

  32. Wieso das denn?
    Die Presse wird doch weiterhin 24/7 berichten, nur halt ausschließlich auf Hard- und Software bezogen, lediglich das ganze drumherum entfällt

    Aber die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Hersteller (vorallem die großen 3) ihre Neuankündigungen auf hauseigenen Messen verkünden.

    Btw: Far Cry!