
So. Das Bild musste einfach her. Nicht dass nachher noch jemand denkt, es gäbe hier bei Antigames irgendwelche BVB-Fans. Nachdem wir das geklärt haben, könnt ihr in aller Ruhe Stefans Fußball-Beitrag lesen.
Archiv für August 2006

So. Das Bild musste einfach her. Nicht dass nachher noch jemand denkt, es gäbe hier bei Antigames irgendwelche BVB-Fans. Nachdem wir das geklärt haben, könnt ihr in aller Ruhe Stefans Fußball-Beitrag lesen.

Während Nintendo auf der diesjährigen Games Convention eine peinliche Show mit Jörg “Spielepapst” Pilawa und einem ziemlich pinken DS lite ablieferte und Sony aus Arroganz (oder einfach weil sie nichts zu sagen hatten) der Veranstaltung fernblieb, zauberte der europäische Xbox-Boss Chris Lewis eine ziemlich dicke Überraschung aus dem Hut: “Microsoft owns football!” In einer Nacht- und Nebelaktion hat sich Microsoft die weltweite Exklusivität der neusten FIFA und Pro Evolution Soccer Teile für die Xbox 360 gesichert. Zwar gilt der Deal nur für ein Jahr, und bezieht sich darüber hinaus lediglich auf die Next-Generation Konsolen, aber immerhin. Fussball ist neben Autorennen der Verkaufsgarant auf dem mitteleuropäischen Spielemarkt, und zumindest Electronic Arts FIFA-Serie ist jedes Jahr auf einen Spitzenplatz in den Verkaufscharts abonniert. Microsofts Ankündigung ist daher wie ein Schlag ins Gesicht der Konkurrenz, die in Leipzig wieder einmal eindrucksvoll demonstriert hat, dass ihr Europa komplett am Arsch vorbei geht.
Alles liefe dieses Jahr so absolut perfekt für den Redmonder Konzern, wenn, ja wenn er sich nicht durch seine eigene Unfähigkeit selbst ein Bein stellen würde. Denn schon kurz nach der Konferenz gab Microsoft eine Pressemitteilung (copy&paste) raus, in der auf einmal nur noch von einer Exklusivität im Weihnachtsgeschäft die Rede war. Sollte Lewis etwa Blödsinn erzählt haben? Ein Raunen ging durch den elektronischen Blätterwald, und Fanbois aus den befeindeten Lagern rieben sich genüsslich die Hände. Entsprechend schnell war man bei Microsoft um Schadensbegrenzung bemüht (oder, wie sich Gamefront ausdrückt: “Microsofts Presseabteilung hat die Exklusivität von FIFA 07 und Pro Evolution Soccer 6 erneut ausgewürfelt”) und schob in Windeseile ein neues Schreiben (auch hier hilft copy&paste) hinterher. Natürlich gilt der Handel für ein ganzes Jahr, was denn sonst?
Inzwischen war Sony (in Gestalt ihres Sprechers Guido Alt) der Meinung, dem ärgsten Widersacher mal wieder eine Steilvorlage liefern zu müssen. Gegenüber Spiegel Online meinte der nämlich, die Sache mit dem “Fussball nur bei Microsoft” sei nicht so wörtlich zu nehmen. Schliesslich habe man ja noch die hauseigene World Tour Soccer Serie. Äh ja, das Problem ist nur, dass sich FIFA:PES:WTS grob geschätzt im Verhältnis 3000:500:1 verkaufen. Aber ein netter Gedanke. Im gleichen Artikel erfährt man übrigens, dass EA wohl aus Zeitmangel auf ein aktuelles FIFA für die PS3 verzichtet. Als ob ein Mangel an Zeit den Branchenriesen jemals davon abgehalten hätte, pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ein neues 0X auf den Markt zu werfen. Irgendwie stelle ich mir eher vor, dass bei diesem Deal Hüte aus Geld eine wichtige Rolle gespielt haben.
Gestern ist das Drama dann in die Verlängerung gegangen. Im Gespräch mit 1up erklärte Konamis Shingo ‘Wolfsbarsch’ Takatsuka, dass er nichts von einer Exklusivität für ein Jahr wisse. Im Gegenteil, man werkele derzeit bereits mit Hochdruck an einem neuen Winning Eleven (= Pro Evolution Soccer) für Sonys segensreiche Wunderkiste. Sie werden einfach nur nicht mehr dieses Jahr damit fertig. Also ehrlich, wie werden denn bei Microsoft und Konami Verträge ausgehandelt? Per Rauchzeichen? Es würde mich nicht wundern, wenn diese Story noch ins Elfmeterschiessen geht.
Nur am Rande bemerkt: Sportspiele sind für mich das mit weitem Abstand uninteressanteste Genre, und mit Sicherheit werden auch dieses Jahr >90% aller FIFA und PES-Kopien für die PS2 verkauft werden. Eins steht bei diesem Trubel dennoch fest, so richtig ernst nimmt den hiesigen Markt keiner der grossen Drei. Sonst hätte man ein solches Possenspiel sicher nicht nötig.

Stefans Beitrag kam zwar drei Tage zu spät, aber ich finde das Ding so gut, dass ich es euch nicht vorenthalten wird.

Ich habe mir noch mal ein paar der Previews zu Gemüte geführt, und wisst ihr was? Ich war eben viel zu nett. Eurogamer.de ist im aktuellen Zustand einfach Müll. Ein kleiner Blick auf das Bild oben sollte das ganz gut demonstrieren. Na, könnt ihr Original und Fälschung auseinander halten? Ich schätze ich habe mich kurzfristig vom brauchbaren Dead Rising Review blenden lassen, bin aber inzwischen wieder zu Verstand gekommen. Man baut halt kein Eurogamer, indem man nur das Design übernimmt, sich vom Wertungskasten verabschiedet, ansonsten aber die ätzende deutsche Magazinschreibe beibehält. Irgendwie hat die Seite ein bisschen was von einem Zombie. Sieht auf den ersten Blick aus wie der nette Nachbar von nebenan, aber sobald er näher kommt, fällt ein gewisser Verwesungsgeruch auf. Nein, danke.

Eurogamer ist ja bekanntlich die einzig wirklich lesbare “klassische” Spieleseite die sich in den Weiten des Internetzes finden lässt. Frei von irgendwelchem Wertungskrampf werden da Spiele tatsächlich als Kulturgut rezensiert, gewürzt mit einer guten Portion britischem Humor. Ein kleines Wunder in der Masse der ganzen Kategorienunterteiler, Waschmaschinentester und Prozentpunkteverteiler, die sich ernsthaft für Spielejournalisten halten. Was ein bisschen Leidenschaft und die Fähigkeit einen Text zu verfassen doch für einen Unterschied machen kann.
So ganz hat der Name Eurogamer aber nie gestimmt. Eigentlich war es eher ein UKgamer, denn da sitzt nun mal die Redaktion. Preise werden gerne in Pfund angegeben, Veröffentlichungstermine gelten immer für England und intelligente Texte zum deutschen Jugendschutz lassen sich in Brighton auch nur begrenzt schreiben. Also dachte man sich dort wohl, dass man ja auch mal andere europäische Länder mit einem Eurogamer beglücken könnte. Der erste Versuch in diese Richtung ist eurogamer.de das gestern (halbwegs pünktlich zur Games Convention) seine Pforten öffnete.
Ehrlich gesagt war ich nicht sonderlich optimistisch, was das Projekt angeht. Das Teaserbild war nicht nur totkomprimiert ohne Ende, sondern hatte mit “Damit ihr heute schon wisst, was morgen gespielt wird!” auch eine extrem dämliche Tagline. Echt, superknackig das Ding. Getragen wird die Seite von der Firma Extent Media, deren Gründer mal für die PC Games verantwortlich waren, einem Blatt das tatsächlich Spielspaßkurvenmotivationsdiagramme zeichnet. Außerdem wurde Ahmet Iscitürk als Chefredakteur für Videospiele vorgestellt. Dass der Herr mal für die PC Action, dem schlimmsten Blatt unter all den schlimmen deutschen Blättern, gearbeitet hat, macht ihn nicht gerade eminent qualifiziert für eine intelligente und witzig geschriebene Seite. Damit will ich nicht sagen, dass er das nicht kann, nur dass er ziemlich außer Übung sein dürfte. Wer nicht weiß wie schlimm die PC Action ist, der kann sich ja mal durchlesen, wie sich dort ein neuer Redakteur so vorstellt. Zieht euch aber vorher Sachen an die schmutzig werden können, denn ihr werdet vor Fremdscham mindestens 25 Meter im Boden versinken.
Vielleicht wird es an dieser Stelle mal Zeit für ein kleines Geständnis. Ahmet hat nämlich versucht mich und Stefan als freie Redakteure für eurogamer.de zu rekrutieren. Stefan hat sehr höflich abgelehnt, ich habe auf meine charmante Art und Weise mal mit den oben genannten Gründen ein bisschen Zweifel an dem Projekt aufkommen lassen, und insbesondere mal seine PC Action-Vergangenheit ins Gespräch gebracht. Das kam nicht sonderlich gut an, worauf hin ich das Angebot dann gar nicht mehr ablehnen brauchte, weil es wohl nicht mehr existierte.
Ganz ehrlich, ich wäre ja auch peinlich berührt, wenn mich jemand daran erinnern würde, dass ich mal in aller Öffentlichkeit “Black Hammer – Leiden soll dein Loch” als meinen Lieblingsfilm benannt habe, aber es gibt halt Sachen die kann man nicht rückgängig machen und dann muss man eben dazu stehen.
Trotzdem wäre ich natürlich begeistert, wenn endlich mal eine richtig gute deutsche Vollprogramm-Spieleseite auftauchen würde. Klar, die interessantesten Artikel zum Thema Spiele wird man wohl weiterhin an Orten wie d-frag, GTA oder bei einem der Spieler finden, aber Blogger haben eben nicht die Zeit zu jedem Spiel, das auf den Markt geworfen wird, eine Kritik zu schreiben und auch nicht den Zugang zu Spieleentwicklern um Previews mit echtem Inhalt zu produzieren. Und was gäbe es für ein besseres Vorbild für so eine Seite als eurogamer?
Schauen wir uns das Ding also mal an. Zunächst mal muss man feststellen, dass es noch nicht gerade viel Inhalt gibt. Ich zähle insgesamt vier Spielekritiken und immerhin 16 Vorschauen.
Interessanterweise haben die guten Texte nie den Namen des Autors dran. Das recht locker geschriebene Review von Dead Rising ist zum Beispiel “vom Eurogamer-Team”, während die bemüht “flockig” geschrieben Kritik von Titan Quest von einer Tanja Menne unterschrieben ist. Wo der verkrampfte Schreibstil herkommt, zeigt dann eine kleine Googelei. Herr Iscitürk ist nämlich nicht der einzige deutsche Eurogamer der mal für die PC Action gearbeitet hat. (Frau Menne ist übrigens die erste Person auf der Welt, die das missglückte Lootsystem von Titan Quest mag, und deckt bei sich somit einen gewissen Kompetenzmangel im Bereich der Designanalyse auf.) Auch ihre “Ode an Gothic 3″, in der sie verkündet wie sehr Gothic 3 sie beim Pinkeln betört, hat akutes Fremdschämpotential. Wenn ich nochmal einen Blick auf die Namen der Gründer von Extent Media werfe, dann schätze ich mal, dass wir es hier mit den Nebenwirkungen eines akuten Falls von Nepotismus zu tun haben.
Gelungen ist allerdings das Preview des neuen Splinter Cells. Der Text wirkt persönlich, spricht die politische Dimension des Spiels an und bringt alle wesentlichen Neuerungen auf den Punkt, ohne dabei zu einer langweiligen Aufzählung zu verkommen. Der Autor? Wieder mal das anynome “Eurogamer-Team”.
Weniger geglückt ist dagegen Herbert Aichingers Kritik von Anstoss 2007. Der Text ist nämlich in etwa so aufregend wie das Spiel, und das hat ungefähr den Charme einer Erstsemestervorlesung in Investitionsrechnung. Aichinger hält auch American McGees krude Katastrophenposse “Bad Day L.A.” für eine scharfsinnige Satire und ist dafür sogar bereit über das primitive Spielprinzip hinweg zu schauen. Wetten das wird den englischen Kollegen nicht passieren?
Hoffen wir mal, dass das “Eurogamer-Team” bald einen Namen findet und mehr Artikel schreibt als Herr Aichinger und Frau Menne. Dann hat das Ding nämlich, diversen Ausrutschern zum Trotz, durchaus Potential. Ein echtes Eurogamer ist es zwar noch nicht, aber hier und da ist es jetzt schon lesbarer als die Gamestar. (Stimmt nicht wirklich. Ich habe meine Meinung geändert.) Ich denke der Feed wird mal abonniert. Hoffen wir auf das Beste.

So, ich hoffe ihr habt alle euren besten Smoking oder das Abendkleid übergeworfen, denn jetzt kommen die drei Gewinner des großen Antigamesgeburtstagsdinosauriergewinnspiels! Bitte erheben Sie sich für das große Finale.
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Okay liebe Antination, es wird Zeit die Gewinner unseres großen antigamesgeburtstagsgewinnspiels zu verkünden. Zunächst muss aber der Erkenntnisgewinn der Verantstaltung resümiert werden. Also, was haben wir gelernt?
Lektion 1: Unsere Anitleser rocken. Anfangs habe ich mir ja tatsächlich Sorgen gemacht, ob wir überhaupt ausreichend Teilnehmer finden würden. Aber nix da. Wir haben einen richtig großen Haufen an Beiträgen bekommen. Einige sind schon eine Stunde nach Verkündung des Wettbewerbs bei uns eingetrudelt, während andere tatsächlich eine Minute vor Mitternacht am letzten Tag über die Ziellinie gehechelt sind. Auch die Qualität ist überraschend gut gewesen, aber das werdet ihr ja gleich selber sehen.
Lektion 2: Dinosaurier rocken. Wenn noch irgendjemand daran Zweifel hatte, dass Dinosaurier jedes Spiel verbessern können, der wird gleich bei der Präsentation der Wettbewerbsbeiträge eines Besseren belehrt.
Lektion 3: Ich hatte eine Lektion 3, aber ich habe vergessen was sie war. Fällt euch was ein?
Ja, ja, sagt ihr jetzt, der ganze Unsinn interessiert ich doch überhaupt nicht, ich will wissen, ob ich gewonnen habe! Tja, da werdet ihr noch ein bisschen Geduld haben müssen, denn wie im Fernsehen werden wir das hier alles rückwärts bekannt geben. Die Gewinner gibt es erst ganz zum Schluss. Nur so können wir nämlich maximale Werbeeinnahmen garantieren.
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Hey, du da! Ja, du der du vor hattest am riesengroßen und wunderbaren antigamesgeburtstagsdinosauriergewinnspiel teilzunehmen, aber bis jetzt noch kein Bild gebastelt hast, weil du zu faul/beschäftigt/vergesslich/feige (nicht zutreffendes bitte wegstreichen) warst. Jetzt ist deine letzte Chance, denn heute Nacht läuft die Teilnahmefrist aus. Es winken fette Preise, unendlicher Ruhm und möglicherweise sogar ein Bundesverdienstkreuz oder zwei. Außerdem stehen alle attraktiven Frauen/Männer (nicht zutreffendes bitte wegstreichen) auf Gewinner.
Also sei ein Gewinner! Mach mit! Baue den besten durch Dinosaurier verbesserten Screenshot aller Zeiten, beeindrucke die Jury und werde glücklich bis an dein Lebensende! Oder zumindest bis Donnerstag, wenn du feststellen musst, dass irgendwelche untalentierten Typen den Wettbewerb gewonnen und deine Preise eingesackt haben. Verdammt, das Super NES mit Secrets of Evermore hat schon so gut wie dir gehört und so nah warst du noch nie in deinem Leben einem Gorden Freeman Standee. Du hattest schon die Möbel umgeschoben, um Platz für deinen neuen besten Freund zu machen. Ihr hättet gemeinsam Videospiele gespielt, Verbotene Liebe geguckt, euch nie gestritten und wärt für immer und immer zusammen geblieben. Diese verdammt Jury wird schon sehen was die davon hat. Bestochen worden ist sie, jawohl. Sie muss doch einfach erkannt haben, wie genial es war einen tanzenden T-Rex im Tütü in SwordQuest: FireWorld einzubauen. Schiebung ist die einzig denkbare Erklärung. Oder hättest du den T-Rex lieber doch in SwordQuest: WaterWorld einbauen sollen? Unsinn, das war schon richtig, dein kreatives Genie würde nie Fehler machen. Wenn dieser schamlose Betrug nicht gewesen wäre, dann würdest du dich jetzt schon an einem brandneuen Dreamfall reiben und Tränen des Glücks würden deine Wangen herunterströmen wie ein Wasserfalls der Wunderglückherrlichkeit und es wäre dir völlig egal, dass Wunderglückherrlichkeit kein richtiges Wort ist, denn dein neues Rise & Fall T-Shirt würde sich über solche Dinge nicht beschweren, weil es dich genauso lieb hätte, wie du es lieb hättest. Stattdessen fließen Tränen des Zornes über dein von unendlicher Trauer gezeichnetes Gesicht und aufgefangen werden sie von einem alten, schmutzigen T-Shirt für das du auch noch Geld bezahlen musstest und das hinter deinem Rücken über dich lästert. Eines Tages wirst du es dabei erwischen, und dann wird es schon sehen was es davon hat. Genauso wie die korrupte Jury und die Schurken von Antigames, die dein junges Glück zerstört haben, bevor es aufblühen konnte.
Also mach mit und auch du kannst bald…äh…ach mach halt einfach mit. FTW!

Es ist wieder soweit, ich brauche eure Hilfe. Durch einen glücklichen Zufall ist es mir wider Erwarten doch möglich, dieses Jahr die Games Convention zu besuchen. Leider mangelt es an einem Hotelzimmer; wo ich auch anrufe, alles schon ausgebucht. Schweinerei!
Deswegen suche ich nette Leipziger (und andere), die mir entweder von Donnerstag bis Sonntag eine Übernachtungsgelegenheit anbieten oder eine Geheimpension nennen können, die keiner kennt und daher garantiert noch nicht ausgebucht ist.
Wer mir helfen kann, bitte Mail an mich. Brücken und Campingplätze zählen nicht!
Update: Habe ein Zimmer. Yay! Danke für all eure Tipps.

Stefan hat ja vor einiger Zeit mal die jämmerlichste Quest aller Zeiten beschrieben. Heute bin ich dran und beschreibe die einfachste Quest aller Zeiten, gefunden in Oblivion.
Ich arbeite in Oblivion gerade an den Quests der Diebesgilde und dabei geht mir ständig ein gewisser Kapitän der kaiserlichen Wache namens Hieronymous Lex auf die Nerven. Der stellt sich gerne mal mit einer kleinen Armee an der Waterfront in Imperial City auf und sucht dort (wenig kompetent) den Anführer der Diebesgilde. Dann müssen alle Diebe erstmal untertauchen und plötzlich sind diverse nützliche Leute nicht mehr da.
Jedenfalls hatte er gerade mal wieder beschlossen, dass er heute unbedingt den Grauen Fuchs finden müsse und ist mit allem was die Stadtwache zu bieten hat in das Lieblingsviertel der Gilde eingefallen. Als Mitglied eben dieser Gilde wurde mir nun aufgetragen, etwas Wichtiges zu stehlen, damit der Herr die Wachen wieder etwas gleichmäßiger in der Stadt verteilen muss und wir Diebe wieder unsere Ruhe haben. Dieses wichtige Etwas war nun Horromirs mächtiger Stab des Eiswürfelmachens (oder so ähnlich), den ich direkt unter der Nase des Erzmagiers der Magiergilde aus der Arkanen Universität stehlen sollte.
Das klingt nun auf den ersten Blick nicht unbedingt einfach. Auch wenn die meisten der kaiserlichen Kampfmagier gerade damit beschäftigt sind sich an der Waterfront irgendwelche Passanten zu schnappen und diese Jack Bauer-mäßig dazu zu zwingen, ihnen alles zu verraten was sie wissen, ist so eine arkane Universität immer noch ziemlich voll von Leuten die sich ganz gut mit Feuerbällen auskennen. Außerdem wird man ja nicht Erzmagier der Magiergilde ohne den ein oder anderen “Dieb zu Staub”-Spruch im Rucksack zu haben, ganz zu schweigen davon, dass so ein Erzmagier-Büro nicht unbedingt leicht zugänglich ist und seine Sekretärin mit Blitzen werfen kann.
Insofern hat sich die Diebesgilde wohl gedacht, dass sie mir da einen schwierigen und verantwortungsvollen Job übertragen hat. Was die Diebesgilde aber nicht wusste: Der Erzmagier der Magiergilde?
Das bin ich.
Insofern bestand diese Quest für mich darin, in mein Büro zu gehen, mir den Stab aus dem Regal zu schnappen, auf dem Weg nach draußen freundlich meiner Sekretärin zu winken und dann der Frau von der Diebesgilde das “heiße Diebesgut” in die Hand zu drücken.
Einfachste. Quest. EVAR.
Und das Beste? Am Schluss durfte ich den Stab sogar wieder zurück bringen. “Damit der Erzmagier nicht sauer wird.”