
Als ich neulich die Multiplayer-Beta von Company of Heroes ausprobieren wollte, ahnte ich nichts Schlimmes. Bis es mir entgegendröhnte. Das Böse. Das musikalische Grauen. Die Geißel der Spielebranche. Der selbe Soundmatsch, der mich schon in Dungeon Siege genervt hat. Und Giants. Und Morrowind. Und Neverwinter Nights. Und Guild Wars. Und Unreal 2. Und Oblivion. Und Dawn of War. Und Prey. Und in wahrscheinlich zwei Dutzend anderen Spielen, die mir gerade nicht einfallen. Ganz ehrlich, ich brauche nur drei Sekunden, um genau zu wissen, dass die Musik eines Spiels aus der selben Ebene der Hölle stammt wie die für die eben genannten.
Wenn wir verhindern wollen, dass in wenigen Jahren jedes verdammte Spiel gleich klingt, dann muss etwas geschehen. Wir müssen ihn aufhalten, bevor er wieder zuschlagen kann. Diesen Beelzebub der Spielemusik. Diesen Jeremy Soule.
Das ist echt in letzter Zeit ziemlich unerträglich geworden. Nachdem er sich mit Bob Rice verkracht hatte, war es ja eine Weile still um geworden, aber inzwischen ist er mit voller Macht zurück. Hilfe!
Diesen Umfang hat das Grauen inzwischen. Eine Chance, ihn aufzuhalten, haben wir leider gerade verpasst. Er hat den MTV Award, der Schuft!
Seine RPG-Soundtracks finde ich fast allesamt sehr schön. Auch Dawn of War halte ich für gelungen und dem Universum entsprechend (und den Introtrack liebe ich abgöttisch).
Allerdings habe ich einen Großteil der Spiele an denen er mitgearbeitet hat nicht gezockt bzw. werde diese nicht zocken, und hab’ deshalb wohl noch keine “Ermüdungserscheinungen”.
Was Hendriks Posting angeht, wäre eine kleine MP3-Ausschnitte-Sammlung vielleicht ganz nett…
die musik von icewind dale war geil…
Als bisheriger stiller Mitleser seit dem laufenden Jahr, nun mal mein erster Comment überhaupt. Und der ist auch noch recht banal.
Wie schon genannt, hat besagter Herr ja auch beim Soundtrack von Guild Wars seine Finger im Spiel. Für genanntes Spiel kann man sich inzwischen Soundpakete kaufen, um sozusagen einen erweiterten Soundtrack für das Spiel zu haben. So war das erste kostenlose Spiel Addon Sorrow Furnace mit einem Appetizer kombiniert. So konnte man sich auf Soule’s Shopseite DirectSong ein Soundpaket dazu runterladen, extrem DRM beschränkt, das folgende grössere Soundpaket kostete dann schon einige Dollars (es sei denn man besitzt die CE von Factions, da lag ein Code für dieses Paket bei).
Wer weiss, vielleicht kommt er noch auf den Gedanken, bei jedenm Spiel nur noch gegen Bezahlung den gesamten Soundtrack auszuliefern ;)
So sehr ich den GW Soundtrack auch mag, so seltsam empfinde ich Soule seit seinem Statement, dass er seine synthetischen Orchesterklänge der Inszenierung mit einem echten Orchester vorzieht, weil ersteres besser klingen würde…. noch Fragen ^^
Nachtrag: Besonders schräg, wenn man bedenkt, dass er mit dem Moskauer Staatsorchester für Total Annihilation einen der bombastischsten RTS Soundtracks inszeniert hat…
Ich weiß nicht was du gegen den guten Herrn Soule hast, ich mag seine Soundtracks eigentlich sehr gerne. Grade Morrowind und Oblivion sind sehr geil und auch ansonsten hab ich eigentlich nichts an seiner Arbeit auszusetzen.
Interessanterweise waren seine frühen Werke alle wesentlich besser. Total Annihilation z.B. war überhaupt nicht matschig und ideenlos und Icewind Dale war auch nicht schlecht. Das war richtige Musik! Heutzutage macht er ist wie James Horner und setzt seine “neue” Musik nur noch per Cut & Paste aus alten Sachen zusammen, bzw. er lässt das sogar seinen Bruder für ihn machen.
Der Musik zum Intro von Dawn of War ist übrigens nicht von Soule.
Im Credits-Screen von Dungeon Siege läuft nochmal das Thema von Morrowind. Noch Fragen?
@Hendrik: Wirklich? Das ist ja mehr als frech… das kann ich fast gar nicht glauben… ich meine… WAS!?
Ich habe gerade kein DungSieg hier (braucht man auch nicht, weil ziemlich dröges Spiel), aber könnte das mal jemand capturen und hochladen irgendwo?
Ich hab’s hier rumliegen, evtl mach ich das die Tage mal.
Erschreckend. Nach dem Artikel habe ich mich erstmal gefragt, wer der Mann überhaupt ist. Nachdem ich dann den Link in Chris Kommentar gelesen weiss ich nun woran es liegt. Ich habe nicht ein einziges der auf Mobygames aufgelisteten Spiele, bei denen Jeremy Soule mitgewirkt hat, gespielt.
Holt Chris Hülsbeck wieder aus der Versenkung! Der Mann ist IMHO schon allein wegen seiner Turrican-Soundtracks ein Videospiele-Musik-Halbgott. Leider ist es in letzter Zeit etwas still um ihn geworden. Zeit für ein Comeback!
Wenn es nach matschigem Midi-Gedudel klingt, ist es natürlich grausam. Auf der anderen Seite kann man bei all den Spielen und Filmen nicht erwarten, dass jedes mal ein total origineller Soundtrack dahinter steht. Ist doch eh schon alles einmal da gewesen. Von mir aus können sich die Komponisten auch zusammenschließen und eine große Sound-Datenbank erstellen, aus der sich Spiele- und Filmproduzenten für jede Stimmung und jedes Genre das passende aussuchen können. Der Gesamtqualität würde es bestimmt nicht Schaden.
Argh! André! Wenn ich nicht gerade so beschäftigt wäre, dann würde ich jetzt bei dir vorbei fahren und dir ordentlich die Meinung geigen.
Ja. Wir reden hier von Dungeon Siege 1? Meine Version davon legt dieses erstaunliche Verhalten nämlich nicht an den Tag.
Und das Hauptthema aus DS find ich eigentlich gut. Von seinem Dreigestirn 2002 (NWN, Morrowind, DS) ist das fast das Schönste.
Im übrigen gibt es diese Datenbanken schon lange. Nennt sich “library music”. Wird gerade für Trailer und so gerne eingesetzt. Immer wenn am Ende eines Trailers ein Chor irgendwie dramatisch “uh ah ohhhhh” ruft, dann ist das so was.
Right. Immediate Music etc. pp.
Ok. Vielleicht muss ich dass ein wenig präzisieren. Natürlich gibt es viele Spiele, die nur mit eigenem Soundkonzept funktionieren. Shadow of the Colossus oder REZ zum Beispiele. Darüber hinaus schätze ich gut inszenierte Musik sehr, schließlich bin ich bekennender Schifrin Fan. Aber von dem x-ten Tom Clancy Aufguss erwarte ich keine musikalische Revolution sondern solides Handwerk.
Auch solides Handwerk geht über das Auswählen einer Musik aus einer Bibliothek hinaus. Wer meint, das so was geht, hat halt die Gamestar-Denke. Spiele als Waschmaschinen.
Chris, ich habe vorhin mal Legends of Aranna installiert. Das beinhaltet ja auch das Originalspiel. Und da fehlt überraschenderweise der Credits Screen komplett. (Legends of Aranna hat aber noch einen.)
Hast du das Original-Dungeon Siege? Ohne Legends of Aranna? Hat es einen Credits Screen? Wenn ja, kannst du evtl. mal mit dem Tank-Dingens die Datenfiles nach dem Musikfile durchforsten?
Ich hab mir das damals nicht eingebildet — ich erinnere mich ja sogar noch daran, wie ich mit Marc darüber gechatz0rt habe. Was sein kann ist aber, dass es umgekehrt war und im Credits-Screen von Morrowind das Thema von Dungeon Siege drin steckte. Oder sowas.
Ja, nur das Originalspiel, ohne Aranna. Mit Credits-Screen. Aber ich erkenne da wirklich nichts aus Morrowind. Gar nichts. Mmh.
Cool! Dann nimm doch mal bitte dieses Tool hier und versuche das Musikfile zu extrahieren. Wenn du Lust & Zeit hast.
Okay. Die s_m_credits.mp3 ist aber genau das Stück, was auch im Spiel abgespielt wird. Mit dem DS-Thema. Okay, eine Idee hab ich noch, mal sehen, ob das klappt…
Als Besitzer der Special Edition könnte ich zum Vergleich jedenfalls jeden beliebigen Track von Morrowind liefern. Leider sind die auf dem Soundtrack nicht beschriftet.
ist es Zufall oder ist dieser Eintrag von Markus Schwerdtel’s Kolumne in der Gamestar 10/2006 abgeschrieben, äh, entschuldige, inspiriert?
Wir schreiben hier alles nur aus der Gamestar ab. Ist dir das noch nicht aufgefallen?
Bei den neueren titeln von Soule kann ich nicht viel sagen da ich nur Morrowind und Oblivion gezockt habe.
Aber gerade dieser Komponist hat meiner meinung nach einer der besten scores für den Spielemarkt geschaffen und zwar Secret of Evermore.
Doch ich gebe dir recht Hendrik wenn du bei Oblivion usw. von standart score redest den die sind im vergleich zu anderen Spiele Scores wie Fahrenheit wirklich nur 08/15.
Abgeschrieben? Ach was. Wir in der Softwarebranche nennen das “Refactoring”. Man verwandelt ein Stück Schrott in etwas lesbares ohne den eigentlichen Inhalt zu verändern. Gar nicht so einfach!
Oh Gott, jetzt gibt es nach den zwei Chris auch noch zwei Andrés. Wobei die zwei Andrés ja schon orthografisch ganz gut unterscheidbar sind.
Hey,Hey ich leg halt nicht so viel wert auf Rechtschreibung.
:-)
Dat ist nicht das Problem, bei Morrowind liegt der Soundtrack als MP3 im Spielverzeichnis. Da ich vor dem Testspielen erstmal den Patch draufgehauen hatte, war meine letzte Vermutung, dass der Morrowind-Sound vielleicht nur in der Verkaufsversion erklingt und nach dem Patchen dann nicht mehr. Guter Grund auch, gleich mal Spieleinstallationen auf der neuen Vista-Beta auszuprobieren.
Hat sich aber nicht bestätigt. Klingt genauso. Vielleicht bin ich auch nur zu doof, da die Ähnlichkeit zu Morrowind zu erkennen. :)
Wenns euch so interessiert, kann ich die Credits-MP3 ja jemandem per Mail zuschicken…
Äh, WAS hast du gegen Soules Musik? Wenn viele Spieleentwickler ihn anstellen, dann wohl aus gutem Grund. Ich war bisher von jedem seiner Spielesoundtracks begeistert. Die sind immer äußerst durchdacht komponiert, arbeiten geschickt mit Leitmotiven, etc.. Spiel mal einem normalen Spieler den Soundtrack von Oblivion vor und lass ihn raten, ob das ein echtes Orchester oder Sampler sind. Die Qualität finde ich extrem beeindruckend. Und Morrowind hatte Ohrwurmcharakter, die Melodien habe ich Jahre später nicht aus dem Kopf gekriegt und teilweise sogar aufs Klavier umgesetzt.
Nee, sorry, das nun gerade nicht. Er hat relativ häufig verschiedene Themen für verschiedene Personen und Orte, die er auch manchmal je nach Spielsituation variiert. Aber von “geschickt” ist das oft weit entfernt. Am Besten gelingen ihm oft Bossfights, wie in NWN oder eben Dungeon Siege. Wenn er es kurz vor Schluss doch noch packt, unter das altbekannte Maintheme interessante Harmonien zu klatschen.
Das ist aber nur ein kümmerlicher Rest wagnerianischer Leitmotivik, und reicht auch nicht an das heran, was Filmkomponisten wie Williams oder Elfman beherrschen.
Das liegt daran, dass Sehen und Hören als Sinne unterschiedlich funktionieren. Bei optischen Special Effects mit CGI-Grafik wird diese häufig schnell geschnitten und es werden reale Szenen oder Personen dazugemischt, weil sich das Auge relativ schwer betrügen lässt, wenn man ihm ausschließlich Computergeneriertes vorsetzt. Filme wie Final Fantasy sind genau daran gescheitert.
Beim Hören liegen die Dinge aber anders. Das Ohr gewöhnt sich verdammt schnell an den größten Mist, wenn du keine Vergleichsmöglichkeiten hast. Und welcher durchschnittliche Spieler hat die schon. Wenn du einem Durchschnittsspieler erst Soules Version des Morrowind-Themas vorspielen würdest und danach die Aufnahme eben dieses Themas aus dem GC-Eröffnungskonzert letztes Jahr, der durchschnittliche Spieler würde Soule seine Synthesizer um die Ohren hauen wollen. Ehrlich.
Zumal sich an der Klangqualität bei ihm in den letzten 5 Jahren auch nicht allzu viel geändert hat, wie mir scheint.
Klar, Ohrwurmcharakter hatte Morrowind definitiv! Er hat schon tolle Sachen geschrieben. Deshalb engagieren ihn ja auch viele. Andererseits übersehen sie wohl, dass ihr Spiel dann zwar ganz gut klingen mag, aber eben genauso wie eine lange Liste an anderen Spiele draußen auch.
Bei Bioware wird man schon gewußt haben, warum man nach NWN und KotOR für Jade Empire dann lieber Jack Wall engagiert hat. Heißa, dessen Soundtrack ist einfach geil!
Morrowind habe ich übrigens auch auf dem Klavier geklimpert. Zum Glück für uns beide ist das nicht besonders schwer…
Richtig. :D
Worauf ich hinaus wollte: Soule ist von vorn herein erst mal *gut*. Dass es bessere gab und gibt ist irgendwo klar, aber Wagner ist Wagner und Computerspiele sind Computerspiele. Mich hat’s nur sehr gewundert, dass gerade Soule es jetzt so dicke kriegt, die meisten sind schließlich wesentlich ätzender.
Aber andererseits ist das hier Antigames, und da Jeremy Soule mittlerweile so Mainstream wie nur eben möglich ist, ist das hier eigentlich genau richtig. ;-)
Er macht inzwischen einfach zuviel. Schon 2002, als mit Dungeon Siege, NWN und Morrowind gleich drei der vier wichtigen RPGs seinen Sound mitgebracht haben, war es einfach zu viel. Die waren zwar jeweils nicht schlecht gemacht, aber irgendwie klang halt doch alles gleich, obwohl die Spiele so gut wie keine Gemeinsamkeiten haben.
Da kommt dann ebenfalls wieder der Synthesizer ins Spiel: Wenn Hendrik oben schreibt, er würde einen Soule-Soundtrack in den ersten 3 Sekunden erkennen, dann glaub ich ihm das. Viel länger brauch ich nämlich auch nicht. Das liegt aber weniger an Soules musikalischen Eigenarten, die hört man so schnell nicht (erst nach geschätzten 2 Minuten), sondern eben an diesem künstlichen und ziemlich eindeutig zu erkennenden Sound.
Zumindest dann eindeutig zu erkennen, wenn man inzwischen das neunte oder zehnte Spiel mit ihm auf der Platte hat.
Letztendlich sagte der Schwerdtel in seiner GameStar-Kolumne ja nichts anderes: Tolle Musik, aber was zu viel ist ist zuviel. An Schokolade kann man sich auch überfressen.
Ach, solange Kai Rosenkranz nicht beschließt, in Ruhestand zu gehen, kann Herr Soule synthezizen so wie er möchte ;)
Die Oblivion-Musik habe ich mittlerweile durch eigene Stücke ersetzt.
Also das mit den gleichen Sounds ist mir noch garnicht so aufgefallen. Naja obwohl, wenn ich mir so die NWN2 Videos anschaue, wird Neverwinter Nights ziemlich die gleichen Sounds haben wie der erste Teil.
Das wird’s sein, ich spiele einfach nicht so viel. Soules Werk ist mirbisher nur durch die Elder Scrolls Spiele bekannt, daher kann ich nicht so viel zu sagen. Antigames fequentiere ich nur, weil viele Beiträge so lustig sind.
Aber ich find’s ein bisschen vermessen, den Anspruch zu erheben, dass das bitteschön ein komplettes Symphonieorchester zu sein hat. Gute Synthesizer sind immer noch besser als schlechte.
In der Filmmusik gibt es das gleiche Problem in grün mit Hans Zimmer. Irgendwann Anfang der 90´er hat dieser noch wirklich kreative Scores geschrieben (Crimson Tide, Backdraft). Mittlerweile, besser gesagt seit 10 Jahren, klingen seine “Kompositionen” immer gleich. Er kopiert sich nur selbst und man hat als Hörer wirklich Probleme, die einzelnen Themen der verschiedenen Filme auseinanderzuhalten. Aktuellstes und schlimmstes Beispiel ist “Fluch der Karribik 2″.
Der Soule hat sich wirklich zum Zimmer der Videogames entwickelt.
Das wird Zimmer immer vorgeworfen, stimmt aber nicht wirklich. Seine Actionmusik ist natürlich immer gleich, aber das war sie auch bei Jerry Goldsmith und da hat sich keiner beschwert. Wenn du aber mal einen Blick auf Arbeiten wie Weather Man, Spanglish oder sogar Da Vinci Code wirfst, dann wirst du feststellen, dass das ingesamt betrachtet sehr unfair ist.
Wenn du einen korrekten Vergleich aus der Filmbranche willst, dann nimm James “Hornotron” Horner.
Hast recht das war ein gutes beispiel, da ich fast keinen untershied zwischen dem erstem und dem zweiten teil gehört
habe.
Und das der erste teil von Klaus Badelt stammt macht die lage auch nicht gerade besser.
Oh Gott, Fluch der Karibik 2… unglaublich, dabei war Klaus Badelts Soundtrack zum ersten Teil gar nicht übel. Und was hat Zimmer draus gemacht?
Schlimmer ist noch The Da Vinci Code. Hämischer Kommentar meines Sitznachbarn im Kino während der Schlussszene, als Tom Hanks am Louvre steht und die Musik nochmal richtig aufdreht:
“Ach, schau mal an. Ist ihm doch noch ein Thema eingefallen.”
“An Schokolade kann man sich auch überfressen.”
STIMMT NICHT!
PotC1 war eine Abscheulichkeit. Ein wortwörtlich in sechs Tagen von einem dutzend Komponisten (inklusive Zimmer selber) hastig zusammengeschusterter Zimmer-Action-Zombie. Um Gottes Willen.
Und die letzte Szene in Da Vinci Code war ensetzlich overscored. “Hey, unser Langweiler braucht zum Schluss noch ein bisschen Emotion. Hans, dreh mal ein bisschen auf!”.
Dann spricht es ja Bände, dass PotC2 tatsächlich noch schlimmer ist. Und wir sprechen hier nicht von Nuancen. Gegen PotC2 ist der erste Teil ein Meisterwerk. Der hatte schon ein paar nette Ecken und ein oder zwei Themen, die hängengeblieben sind und mit denen man dann nach Hause gegangen ist.
Was sich vom Da Vinci Code nicht sagen lässt. Ausgesprochen farblos. Am Schluss halt farblos und laut. Aber gut, ich kenne ihn nur aus dem Kino und habe die CD nicht…
(Okay, wir wollen nicht unfair sind. PotC2 hat endlich ein brauchbares Thema für Jack Sparrow. Und der Walzer ist zumindest eine gute Idee, wenn auch beschissen ausgeführt.)
Volle Zustimmung allerdings zu Horner.
Hmm… das höre ich jetzt nach besagtem Kommentar von Herrn Schwerdtel nun schon zum zweiten Mal. Mag daran liegen, dass der gute JS mir vor Guild Wars vollkommen unbekannt war, aber bis jetzt nervt mich seine offensichtliche Omnipräsenz nicht so sehr. Kommt vielleicht noch.
Ich liebe 2 Stücke vom PotC-OST! Ich mag billige Synthie-Orchester-Epik. Ich bin ein schlechter Mensch :(
Na ja, das Ding ist schon sehr eingängig. Aber es ist halt ein aus den Körpern alter und besserer Scores hastig zusammengesetzter Zombie.
Es gibt schon einen Grund, warum in den Credits steht “Music overproduced by Hans Zimmer”.