
Wie einigen von euch aufgefallen sein dürfte, habe ich im Moment keine Zeit für Antigames. Sorry, aber das Erwerben eines aufregenden akademischen Grades geht vor. Dauert nicht mehr lange, dann habe ich wieder Zeit für euch. Und für Videospiele. Die lasse ich im Moment nämlich ziemlich links liegen. Selbst Paraworld habe ich bisher kaum gespielt und das hat Dinosaurier! Ehrlich gesagt unterhalte ich mich im Moment eher mit anderen Sachen. Ich bin ganz froh, wenn ich abends den Schreibtisch verlassen kann. Also lese ich Bücher, höre Musik oder schaue Fernsehen. Deswegen dachte ich mir, ich erzähle euch ein bisschen von den Sachen, die dafür sorgen, dass ich in den letzten zwei Wochen meiner Diplomarbeit nicht vollständig dem Wahnsinn anheim falle.
Glotzen
Ich vermute mal, dass “The West Wing” nie im deutschen Fernsehen lief. Wieso auch? Eine rein dialoggetriebene Serie über die Arbeit der amerikanischen Exekutive klingt nicht nur entsetzlich trocken, sondern müsste für einen Deutschen, der das amerikanische Regierungssystem nicht studiert hat, auch ziemlich unverständlich sein.
Stimmt natürlich alles nicht. Auch wenn man die Hälfte nicht versteht, das Ding ist so gut geschrieben, so gut besetzt und so gut inszeniert, dass man quasi am Bildschirm klebt. Dabei liegt der Fokus übrigens, wie es sein sollte, auf dem “gut geschrieben”. Kaum einer kann so knackige Dialoge schreiben, wie West Wing-Schöpfer und Drehbuchautor Aaron Sorkin. Joss Whedon? Wer ist das? Sorkin, der unter anderem auch “A Few Good Men” geschrieben hat (“You can’t handle the truth!”), hat es dabei (mit Hilfe von ordentlich viel Koks) sogar geschafft, fast jede Folge der Serie komplett selbst zu schreiben. Zumindest bis zu seinem Rauswurf wegen exzessiven Koksens.
Ich übertreibe nicht, wenn ich sage dass The West Wing eine der besten Fernsehserien aller Zeiten ist. Das ist übrigens auch am ZDF nicht ganz vorbei gegangen, die dann aber – anstatt das Original einzukaufen – einfach die Idee geklaut und mit “Kanzleramt” eine Serie irgendwo zwischen Supergurke und Megaflop produziert haben. Gut gemacht.
Natürlich ist West Wing eine Märchengeschichte. Es spielt in einer Welt, in de nicht nur alle Leute im Weißen Haus fundamental gut sind, sondern in der sogar der politische Gegner immer irgendwie im besten Interesse des Landes handeln möchte, selbst wenn er vielleicht die falschen Mittel wählt. Irgendwie trifft diese Beschreibung auf reale Leute wie Karl Rove nicht so recht zu.
Aber was soll’s. West Wing ist so gut, dass ich die dritte Staffel komplett an einem Tag gesehen habe. Diplomarbeit? Da war doch noch was…
In Deutschland sind die DVDs übrigens nicht erhältlich. Von einem Import aus England ist auch abzuraten, weil dort aus unerfindlichen Gründen das Bonusmaterial fehlt. In diesem Fall muss man wohl zu einem NTSC Import greifen. Das ist die Sache aber wert.
Hören
Kennt jemand “The Wizard“? Das war ein spielfilmlanger Werbespot für Nintendo-Produkte (insbesondere SMB3) aus dem Jahre 1989. Auch hier vermute ich, dass der nie in Deutschland lief, weil mir noch niemand begegnet ist der ihn gesehen hat. Neben seiner unglaublichen Dreistigkeit was Product Placement angeht, ist der Film hauptsächlich dafür berühmt, eine der schlechtesten Dialogzeilen der Filmgeschichte auf Zelluloid gebannt zu haben:
“I love the Powerglove. It’s so bad.”
Klingt nicht schlimm? Dann verweise ich euch mal auf folgendes Video. Kurz zur Erklärung: Die drei Blagen ohne Powerglove sind von Zuhause weggelaufen und auf dem Weg zu einer Videospielmeisterschaft in Kalifornien, wo sie 50.000$ Dollar gewinnen wollen, weil…dann wird alles gut, oder so. Ist ja auch egal. Ihr merkt schon, ich will euch den Film nicht unbedingt empfehlen, obwohl ich für Antigames mal eine Kritik des Films geschrieben habe, die ich euch aber erspart habe, weil sie in etwa so gut war, wie der Film selber.
Nein, ich will euch Jenny Lewis empfehlen. Ja, das ist das Mädel neben dem Typen aus den Wonder Years im Video. Inzwischen ist die nämlich erwachsen geworden (wenn auch nicht unbedingt viel größer). Die Schauspielerei hat sie lange aufgegeben und hat stattdessen angefangen zu singen. Normalerweise ist sie Teil der Indie-Band Rilo Kiley. Letztes Jahr hat sie mit “Rabbit Fur Coat” aber ihr erstes Soloalbum rausgebracht, und das ist noch ein Stück besser als die auch schon ziemlich guten Sachen von Rilo Kiley.
Vielleicht sollte ich eine Warnung aussprechen. Ich schätze man muss die Musik irgendwie als Country klassifizieren. Bevor ihr jetzt aber alle weglauft: Jenny Lewis hat herzlich wenig mit Tim McGraw zu tun. Ja, es gibt Slide Guitar und Mundharmonika, aber Jenny singt nicht über Cowboyhüte und wie großartig die amerikanische Flagge ist, sondern eher über autobiografische Erlebnisse. Zum Beispiel wie ihre Arbeit als Kinderschauspielerin die Kokssucht ihrer Mutter finanziert hat. Dabei ist das ganze Album wunderbar ruhig und melodisch, ohne jemals niedlich oder zuckersüß zu werden. Wenn euch dieser Song zusagt, könnte ihr mit dem Album auch nichts falsch machen.
Lesen
Achtung, moderne Lyrik. Noch jemand da? Wenn ja, dann möchte ich euch Mark Haddons Gedichtband “The Talking Horse and the Sad Girl and the Village Under the Sea” empfehlen. Wer sich nicht getraut hat, Psychonauts oder Shadow of the Colossus zu kaufen, dem würde ich stattdessen zu Haddons Roman “The Curious Incident of the Dog in the Night-time” raten. Es hat die gleiche humanistische Weltsicht und den gleichen schwarzen Humor wie seine Gedichte, ist aber eine Detektivgeschichte und somit für kleine Feiglinge wesentlich leichter zu verdauen.
Nicht dass Talking Horse schwer verdaulich wäre. Obwohl gleich die erste Zeile des Buchs Chaucer zitiert, liest sich das ganze Büchlein sehr unangestrengt und flockig, selbst wenn man beim Wort “Gedichte” immer mit Schauer an Frau Dietzel-Küchenhoffs Deutschunterricht in der Mittelstufe zurückdenken muss.
Haddon schreibt über den Weißen Hai (der sich möglicherweise gerade unter deinem Bett versteckt), über die Thunderbirds (die in “Thunderbirds are go!” nicht mehr ganz so go! sind, wie wir sie in Erinnerung haben) und über Jugendschutz (“an arsehole may be described in more detail than is necessary”) ohne dass er dabei jemals ins Triviale abgleitet. Je kürzer er sich fasst, desto besser ist er. Eure alte Deutschlehrerin mag die Nase rümpfen, weil Haddon sich weigert seinen persönlichen Weltschmerz aufs Papier zu gießen (und weil sie nicht weiß wer die Thunderbirds sind), aber man muss sich schon sehr anstregen, um in der Sammlung nicht zumindest ein paar Zeilen zu finden, die einen Grinsen lassen.
So. Damit gebe ich zurück in die angeschlossenen Funkhäuser. Wir sehen uns auf der anderen Seite meines Studiums, dann wieder mit Videospielen und Dinosauriern. Wer übrigens selber ein paar Film/TV/Buch/Musiktipps hat, der möge sie doch bitte in den Kommentaren mit mir und der ganzen Antination teilen. Viel Spaß.
Jaja, was tut man nicht alles, um seiner Abschlussarbeit zu entgehen. Da versucht man mit aller macht, nicht zu den Videospielen zu greifen…und was passiert? Man sucht sich Ersatz-Ablenkung im lesen, Fernsehglotzen, aufräumen, Kloputzen und was sonst noch so alles die letzten fünf Studienjahre liegengeblieben ist. Kann ich nachvollziehen, bin ja selbst erst seit kurzem komplett fertig. ABER: ich hab dann doch lieber gezockt als zu putzen oder allzuviel zu glotzen. Und seien wir mal ganz ehrlich: vier Stunden jeden Tag an der Arbeit zu sitzen hat im Endeffekt wirklich locker gereicht. Man macht sich da immer viel zu bescheuert. Allerdings fühlt man sich nach den vier Stunden auch völlig fertig. Und jaaaa: in der Schlussphase hab auch ich deutlich länger vor der Arbeit gesessen :-/
kann mir bitte einer einen link zu einer seite geben wo noch mehr interessante (am wichitgsten keine 08/15 und leicht lesbare) bücher angegeben sind.
das wäre super, danke schon mal im voraus ;-)
mfg sascha
Ui, Buchempfehlungen! Da muss ich auch noch meinen Senf dazugeben:
Larry Niven / Jerry Pournelle: Das zweite Inferno (orig.: “Inferno”): Erfolgloser Science-Fiction-Schreiberling versucht, mit Hilfe eines gewissen “Benito” aus einer modernisierten danteschen Hölle zu entkommen. Spitze!
Carl Amery: An den Feuern der Leyermark. Bayern gewinnt den Krieg gegen Preußen und erringt die Vorherrschaft in Europa. Vorsicht, literarische Satire! Nicht einfach zu lesen, lohnt sich aber auf jeden Fall.
Otto Basil: Wenn das der Führer wüßte. Deutschland hat den 2. Weltkrieg gewonnen und beherrscht die halbe Welt, zerfleischt sich aber in den Siebzigern (nach des Gröfaz’ Tod) selbst in einem blutigen Bürgerkrieg. Vorsicht, EXTREMLESING! Vor allem die Beichte des Ewigen Juden und die Berichterstattung über das Führerbegräbnis sind absolut genial.
Michael de Larrabeiti: Die Borribles (Trilogie). Wenn Kinder vom Pfad der Tugend abkommen, bekommen sie spitze Ohren, altern nicht mehr und werden zu “Borribles”. Und dann geht’s ab. Acht Borribles sollen sich mit einer Kommando-Aktion ihre Namen verdienen und geben den fiesen “Rumbels” eins auf die Schnauze. Spielt in London zu Beginn der Siebziger. Verdammt düster und hart, aber beeindruckend.
Walter Moers: Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär (sowie alle anderen Zamonien-Romane). Wer’s noch nicht gelesen hat, sollte es schleunigst nachholen. Spitzen-Unterhaltung, sprachlich ausgefeilt, auf hohem Niveau und lustig dazu. Mein Nickname sagt’s ja schon… ich bin Fanboi.
Viel Spaß beim Lesen.
Haddon rockt!
Habe bis jetzt zwar nur “The Curious Incident of the Dog in the Night-time”, aber dies hat mich damals schon überzeugt.
Die Stadt der träumeneden Bücher war tatsächlich ein kleines Meisterwerk! Man trau es dem Erfinder des kleinen Arschlochs vielleicht nicht zu – aber er kann verdammt unterhaltend schreiben, und zwar nicht nur für Kinder!
@Stefan: In Latex? Ist das auf Dauer nicht unbequem?
(Sorry, den konnte ich einfach nicht vorbeiziehen lassen. Es tut mir ausgesprochen leid!)
Ich liebe es, Latex wie Latex auszusprechen. Das bringt echte Linux-User jedes Mal auf die Palme. Genauso lustig ist es, Excel wie Excel auszusprechen (und nicht Axle, wie der Rest der deutschsprachigen Menschheit).
Mach Dir nix draus, ich bin auch zu doof für LaTeX.
Mensch hab nicht gedacht dass so viele Leute hier einen derart guten Geschnack haben. Büchermäßig zum beispiel schon Palahniuk gefallen (wobei der Simulant immer noch am besten is im original übrigens Choke) bei Filmen empfehle ich sehr : My sassy Girl oder die Vengeance Triloge oder sehr interresant ist auch die KinoKontrovers reihe von legend, also zb. Menschenfeind Irreversibel oder die 120 Tage von Sodom.
Achja bei serein is glaub ich besher THE SHIELD vergessen worden, unglaubliche Serie, die sich von dem ganzen CSI whatever scheiß so glücklich abhebt. durch toll Durchdachte story, bissige Dialoge, teilweiße so böse dass es fast schon zu einem Melodram wird, und vor allem besticht si durch die herliche ambivalenz der hauptcharaktere, bin grad mit der 5ten Staffel durch (bisher jetz in USA) und bin immer noch geschockt RIP Lemonhead !
also is auf meiner persönlichen Scala weit über Westwing,oder Deadwood, obwohl die auch super sind.
ups des grad war ich ….. hallo
Also Menschenfeind und die 120 Tage von Sodom kenn ich nicht. Aber Irreversibel war der krankeste Scheiss, den ich je gesehen habe. Und ich hab imo recht viel kranken Scheiss gesehen. Bei diesem Film habe ich echt darüber nachgedacht ihn bei der Bundesprüfstelle zu melden-der Film gehört nicht nur wegen der ekligen Feuerlöscher-Scene sondern allein schon wegen der hirnzermarternden Musik und der unglaublich miesen Kamerafahrten auf den Index. Bah !
Irreversible ist auf jeden Fall hart an der Schmerzgrenze. Doch gerade weil der Film im wahrsten Sinne des Wortes auf die Nerven geht, brennt sich meines Erachtens viel ein. Mir sind so provokante, außergewöhnliche Filme lieber, als der 1000ste Bubblegum-Quark.
Wenn es um Filme geht, sollte auf man sich auf jeden Fall mal ‘The Big Lebowski’, ‘Requiem for a Dream’, ‘Oldboy’, ’11:14′, ‘City of God’, ‘Vergiß mein nicht’ und ‘Joint Security Area’ angucken – um nur mal ein paar Filme zu nenne, die nicht jeder kennen dürfte.
Wow, hier hat sich ja einiges an Kommentaren angesammelt.
Ich hätte da auch noch ein paar Lese- und Glotztips beizusteuern:
Lesen:
“Der Fall Jane Eyre” von Jasper Fforde. Eine ungewöhnliche Fantasy-Sience-Fiction-Krimi-Utopie. Ist sehr unterhaltsam geschrieben und der erste Romann einer ganzen Reihe, aber die nachfolgendem sind leider nicht mehr ganz so gut.
“Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär” wurde bereits genannt und ich schließe mich der Empfehlung an. Grandioses Buch! Die anderen Zamonien-Romane stehen schon auf meiner To-Do-Liste.
Glotzen:
“Six Feet Under” Eine absolut wunderbare Drama Serie mit ganz tollen Charakteren und recht ungewöhnlichen Geschichten. Die teils recht bizarren und überraschenden Todesfälle zu Beginn jeder Episode zählen zu den Highlights der Serie.
“Lord of War” Mit viel schwarzen Humor und Zynismus wird in dem Film die Geschichte eines Waffenhändlers erzählt. Man bekommt einen guten Einblick in den internationalen illegalen Waffenhandel, da die Ereignisse im Film auf realen Begebenheiten beruhen. Schon allein wegen der Anfangssequenz äußerst sehenswert.
“Firefly” wurde ja bereits mehrfach erwähnt. Ich habe sie mir gerade erst angesehen und bin davon sehr angetan.
Nun ja die Gaspar Noe sachen (erreversibel menschenfeind) hab ich genannt da es eben wirklich ein provokative zum reflexieren einladende Filme sind, Irreversibel stellt zum beispiel durch den einfachen Trick den film rückwärts laufen zu Lassen, einfach mal das so beliebte Racheschema im Film.
Dem am anfang prügelnden und toben Hauptcharatkären kann mein keine unterstützung geben was immer auch passert ist (die vergewaltigung)
achja nur für die nicht kennen JSA ist das erstlingswerk von chan wok Park, südkoreanicher Regisseur der in seiner stpäter vengeance Trilogie ebenfallsdas rachethema Philosophisch an, in dern filmen Sympathy fpr Lady vengeance , Oldboy, und Sympathy for Lady Vengeance. absoluter Geheimtip, … eigentlich alle Südkoreanischen Filme. zb. Memories of Murger Save the green planet oder Once upon a time in Highschool.
@tratschwelle:
mich interessiert dieses buch das du genannt hast (Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär).
meine frage ist jetzt ob das eh kein… wie soll ich sagen… kinderbuch ist, weil in einer beschreibung die ich gefunden habe steht es sind auch bunte bilder drin.
es geht nämlich darum das ich das gerne für meine deutscharbeit nehmen würde aber ich will sicher sein das das KEIN KINDERBUCH ist. ;-)
hoffe du oder jemand anders kann mir helfen.
mfg sascha
leider gibts keine edit funktion (sollte es aber geben ^^):
ich wollt wissen ob die anderen 4 bänder von Walter Moers was mit dem Blaubär buch zu tun haben oder ob die komplett eigenständig sind?
Die Bücher von Walter Moers spielen alle auf dem fiktiven Kontinent Zamonien – das ist auch das einzige was die Bücher gemeinsam haben. Moers beschrieb es einmal so schön mit: “Ich wollte keine buchreihe die sich um eine einzelne Person dreht, sondern bei der alle Bücher am gleichen Ort spielen”, so ähnlich wie TOlkien es bereits mit Mittelerde gemacht hat.
Die Bücher scheinen auf den ersten Blick für Kinder zu sein, offenbaren jedoch bei eingehendem Lesen deutlich, dass sie von Kindern besser nicht gelesen werden sollten. Während Blaubär noch relativ harmlos ist (aber voll von schwarzem Humor), gibt es in Teil drei der Saga “rumo, und die Wunder im Dunkeln” rund 2000 oder mehr Tote und Dinge, die nicht wirklich für Kinderohren bestimmt sein können.
“Die Stadt der träumenden Bücher” wiederrum gleitet sogar sanft ins Genre der Horrorliteratur ab, zieht sich jedoch durch genügend Witz und schwarzem Humor rechtzeitig dort heraus bevor es ins markabere geht.
Insgesamt sind die Bücher sehr zu empfehlen, man sollte jedoch aufmerksam zwischen den Zeilen lesen um die vielen, für Erwachsene gedachte Ironien dieser “Jugendliteratur” zu entdecken.
Allgemein bleibt so oder so festzuhalten, dass Bücher für Jugendliche meißt über viel tiefgreifendere Themen philosophieren als zum Beispiel der neue Roman von Danielle Steel, dessen Handlungsverlauf wir wohl alle bereits vor Erscheinen auswendig kennen dürften.
Und seit King sich merh und mehr seiner Familie zuwendet müssen wir uns eh mit Dingen wie “Sakrileg” herumschlagen, die zwar brisante Themen erörten, jedoch keinen rechten Stil vorweißen. Wenn ich mir da die Werke des verstorbenen Poe ansehe…ach, wie war die Welt noch gut damals…
@ sascha:
Den Ausführungen meines Vorredners Louie ist kaum etwas hinzuzufügen. Die Wikipedia sagt da auch noch etliche interessante Sachen. Der “Blaubär” macht Kindern und Erwachsenen Spaß (ich bin schon über 40, habe ihn meinen beiden Söhnen vorgelesen, als diese 6 und 8 Jahre alt waren, beide waren begeistert). Es sind übrigens KEINE bunten Bilder, sondern schwarzweiß-Illustrationen drin. Die ganzen Seitenhiebe und Anspielungen vetrsteht man eh nur als Erwachsener.
Die Zamonien-Bücher hängen nicht nur über den Kontinent Zamonien zusammen, sondern auch über etliche Personen, die mal als Haupt-, mal als Nebencharaktere auftreten (der Dichterfürst Hildegunst von Mythenmetz, Rumo, Professor Dr. Abdul Nachtigaller etc.) Manchmal gibt es auch “Querverweise” von Buch zu Buch, das freut die Fans. Schau mal auf die ZamLexWiki
http://www.woolly.de/cgi-bin/wiki.pl?Startseite
und hol dir ein bisschen Appetit.
Und nur so als Tipp: wer zu faul zum lesen ist holt sich die Hörbuch-Versionen, gelesen von Dirk Bach, der das ganz HERVORRAGEND macht…
Dazu sag ich nur eins: wer Zamonien nicht kennt, der hat was verpasst.
Wissen ist Nacht. Echt jetzt, Junge!
die ganzen zamonien-bücher sind wirklich sehr gut, moers hat eine extrem durchgeknallte fantasie, unglaublich! von den hörbüchern kenne ich nur das zu den “13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär”. dirk bach macht das wirklich extrem gut!
was momentan aber viel wichtiger ist: gerade brachte der postbote “cooking mama” vorbei! yeah!
Warum gibts bei Antigames eigentlich kein Forum im eigentlichen Sinne ?
Interessante Frage. Wahrscheinlich weil wir nicht die Art von Seite sind? Ich glaube auf die Idee sind wir noch gar nicht gekommen. Ich weiß auch nicht, ob es eine gute Idee ist, aber wir können ja mal drüber nachdenken.
Wie ich willenlos durchs Web surfe und nur per Zufall auf die Seite hier gestolpert bin. (Ursprüngliche hatte mich beschäftigt, ob Drakensang etwa in Hamburg entwickelt wird ^^.)
Aber zu West Wing muss ich einfach einen Kommentar ablassen:
Man merkt irgendwie deutlich, dass Du nicht alle Staffeln geguckt hast – denn Deinen Eindruck habe ich ziemlich genau bis Staffel 3 geteilt ;). Staffel 4 dagegen fand ich nicht mehr ganz so Klasse.
Irgendwie verlieren die Dialoge etwas an schärfe und witz. Wobei ich dankbar sein sollte – werden sie dann doch meinen mangelhaften Englischkenntnissen gerecht ^^.
Zu Staffel 5 und folgende hab ich mich dann nie aufraffen können oO.
Btw.: Ich pers. fand auch wieder sehr interessant, dass unsere Freunde im Norden (Skandinavien) keinerlei Hemmungen hatten diese TOP-Serie im TV auszustrahlen.
Na ja, nach Staffel 4 hat ja auch Aaron Sorkin die Serie verlassen bzw. wurde rausgeworfen. Ich rechne nicht damit, dass sie danach noch was taugt.