
Defcon ist kein gutes Spiel.
Als die Demo erschien, probierte ich sie aus und fand sie spontan öde. Ich bin ein großer Freund “reduzierter” Spiele, aber irgendwas passte da nicht so recht. Ich spielte ein paar Runden gegen den Computer und beendete die Demo danach gelangweilt.
Woraufhin ich von meiner halben ICQ-Liste beschimpft wurde. Defcon sei ganz groß! Ein fantastisches, kompaktes Strategiespiel! Brillant durchdesigned, saucool in Szene gesetzt! Vor allem im Multiplayer sei es ja so super! Und dieses Szenario! Wie mulmig einem da werde! Wahnsinn! Da dachte ich: hey, das Ding kostet nur ein paar Euro. Ich sollte es einfach kaufen und es richtig testen, bevor ich es einfach deinstalliere. Die Tatsache, dass in den nächsten Wochen eine Mac-Version (als kostenloses Upgrade für Besitzer der Windows-Version) erscheinen würde, machte mir diese Entscheidung leicht, denn sowas empfinde ich als Switcher prinzipiell unterstützenswert. Vor allem, wenn es sich beim Hersteller um einen kleinen Haufen Freaks handelt, die das alles in Eigenregie und ohne Publisher durchziehen.
Genug der Vorgeschichte und des sentimentalen Blablas. Nach einer meiner Ansicht nach angemessenen Zahl von Spielen sowohl gegen Computer- als auch menschliche Gegner fühle ich mich leider in meiner oben angerissenen Meinung bestätigt. Was ein echtes Drama ist, denn Defcon ist verdammt nah dran, ein saucooles Spiel zu sein. Leider steht es sich aber selbst zu sehr im Weg.
Darüber, dass das Setting ungewöhnlich, ziemlich creepy, aber doch irgendwie cool ist, brauchen wir uns nicht zu streiten. Ein globaler thermonuklearer Krieg — auch noch auf der echten Weltkarte — wischt mit Orcs, Zerglingen und WW2-Panzern den Boden auf. Auf einem Bein. Und singt dabei. Das ist Strategiespielmaterial pur.
Die Aufteilung in die verschiedenen Defcon-Phasen mit der Platzierung vorher festgesetzter Einheiten innerhalb der ersten Minuten ist regelrecht genial. Endlich muss ich keine Dorfbewohner Beeren sammeln schicken und gleichzeitig einen Rush meines Gegners fürchten. So schnell eine Defcon-Runde gerne mal vorbei sein kann, eigentlich ist es ein sehr behäbiges Spiel. Und das ist mal eine willkommene Abwechslung von den “Age of ‘Crafts”, in denen man sofort aufgeben kann, wenn man nicht nach einer Minute und dreizehn Sekunden die nächste Techtree-Stufe erreicht und zwölf Infanteristen gebaut hat. Auch sonst zeigt sich Defcon eher simplistisch: man kann keine neuen Einheiten bauen, das Micromanagement bereitet aufgrund der extrem niedrigen Einheitenzahl keine Schmerzen (und ist in vielen Situationen eh optional), man muss sich nicht um Ressourcen kloppen, und auch nicht um Land.
Also eigentlich alles super, oder? Leider nicht. Genau so, wie Defcon auf kreative Weise bekannte Probleme des RTS-Genres aushebelt, zeigt es einen erstaunlichen Mangel an Cleverness. Zum Beispiel ist es quasi unmöglich, über das Internet mal eine richtig aufwändige 6-Spieler-Partie im Diplomacy-Modus zu spielen. Ich weiß nicht, ob das technisch bedingt ist oder den Leuten einfach langweilig wird, aber verdammt viele Spieler steigen während eines laufenden Spiels einfach aus. Wenn man Glück hat, werden sie von einem (ziemlich langweiligen) CPU-Gegner ersetzt. Hat man Pech, handelte es sich um den Host des Spiels, welches dann gleich für alle Spieler beendet ist. Sehr frustrierend, wenn man gerade erst mehrere Minuten lang mit einem anderen Spieler eine mögliche Allianz ausgehandelt hat und dann das Spiel einfach so vorbei ist, weil der Host zum Abendessen oder Molten Core-Raid musste.
Jenseits dieser technisch bedingten Probleme hakt leider auch das eigentliche Spieldesign an einigen Ecken. Viel zu oft muss man sich an den Kopf fassen, während man sich wundert, ob die Designer vielleicht gepennt, irgendwas geraucht, oder beides haben. Da wäre zum Beispiel das Problem mit den bekloppten Raketenpflugpfaden. Wenn man Afrika spielt, Südamerika zubomben will und dann hilflos beobachten muss, wie die eigenen Raketen über Europa (!) abgeschossen werden, erzeugt das keine Freude. Schnell wird klar, dass Defcon unter argen Balancing-Problemen leidet. So ist Europa zum Beispiel sehr viel einfacher mit Abwehrsilos abzusichern und sieht sich auch nicht so sehr einer Gefahr vom Wasser ausgesetzt wie die anderen Kontinente. Jetzt kann man natürlich bei einem solchen Spiel nicht einfach die Karte ändern, auf der gespielt wird. Genau so wenig, wie man den Raketen eine gerade Flugbahn geben könnte, denn das sähe total langweilig und überhaupt nicht Wargames-like aus.
Und auf einmal wird deutlich, dass Defcon gar nicht versucht, ein gutes Spiel zu sein — sondern eine hübsch anzusehende, digitale Leinwand, auf der die Spieler gemeinsam ein Gemälde vom Ende der Welt malen. Das schafft es auch auf grandiose Weise. Nur ein gutes Spiel, das ist es leider nicht. Und das ist irgendwie schade.
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Jo, kann dir eigentlich nur zustimmen. Der Netcode scheint noch recht instabil zu sein, und das leidige Problem, dass viele Leute halt einfach droppen kann auch Defcon nicht lösen. Und der Serverbrowser – totaler Schrott.
Jetzt schon was zur Spielbalance zu sagen finde ich etwas früh, auch wenn die merkwürdigen Raketenflugbahnen sicherlich verbessert werden könnten. Europa kann prima defensiv spielen, ist aber beim Angriff meist aufs Endgame angewiesen. Schiffe können nur im Nordatlantik starten, und man ist direkter Nachbar von drei anderen Parteien. Daher muss der Europaspieler seine Karten extrem umsichtig spielen. Ich persönlich halte die Sovietunion bisher für die stärkste Partei.
Hendrik in einigen Punkten muß ich dir Widersprechen.
Ich stimme dir in dem Punkt zu, daß Defcon nicht perfekt ist und man sich hier und da fragt was sich Introversion bei einigen Designentscheidungen gedacht hat.
Zu, Beispiel st der Serverbrowser ein schlechter Witz. OK er kann nicht alle tausend Server gleichzeitig anzeigen, aber dann währe es nett wenn es eine Suchfunktion gäbe, irgend eine, so daß man seinen Zielserver finden kann, oder die Möglichkeit die Liste zu ordnen alphabetisch, paßwortgeschützt etc…
Ich gebe dir bedingt recht, daß die albernen Raketen Flugbahnen zwar optisch sehr schön aber strategisch sehr schmerzhaft sein können. Es gibt inzwischen einige wirklich gute Verbesserungsvorschläge seitens der Fans und so wie ich Introversion kenne werden sie in naher Zukunft ein Patch rausbringen wo sic die Flugbahnen in etwas plausiblere Bahnen lenken lassen.
Bis jetzt hatte ich aber noch nie Probleme damit. Vor allem Südamerika ist durch seine etwas abgelegene Lage in einer beneidenswert günstigen Position. Wenn man dann auch noch ein paar Silos an die Ostküste setzt kann man prima Afrika traktieren und mit ein paar Silos in Feuerland kann man dann auch den Asiaten die Freuden der Kernkraft näherbringen.
Außerdem ist es ja nicht so als ob man seinen nördlichen Nachbarn nicht einfach in Bündnis einladen könnte was sogar zwei Vorteile bringt: zum einen können die Raketen unbehelligt So ziemlich die ganze Welt erreichen zum anderen hilft einem die Luftabwehr des nördlich gelegenen Spielers dabei lästige ICBMs los zu werden.
(Wie Stefan bestätigen kann habe ich als Südamerika eine Onlinepartie haushoch gewonnen ob wohl ich der einzige ohne Bündnis war.)
Europa zu spielen ist auch kein vergnügen, da es jedem im weg steht und wenn die Gegner daran denken erstmal die Radarstationen abzuschalten verwandelt sich die Alte Welt schnell in eine radioaktive Glasplatte.
In der Tat kann man wen man so geneigt ist sagen, daß die Flugbahnen ein gewisses strategisches Element hinzufügen. Die Beschwerde über diese verliert aber keineswegs an Gültigkeit.
Als letzten Punkt würde ich gerne noch deine Beschwerde über den ‚Diplomacy’ Modus aufgreifen. Du beschwerst dich nicht über ein schlecht designtes Spiel, du beschwerst dich über schlechte Spieler.
Ich habe mehrer Partien im Diplomatiemodus gespielt und habe es kein einziges mal erlebt, daß ein Spieler freiwillig aus dem Spiel ausgeschieden währe; aber ich Spiele auch in der außerordentlich angenehmen Gesellschaft der Leute aus dem Eurogamer.net Forum.
Hoppla habe ich glat meinen namen vergessen.
Der epos da oben ist von mir.
Natürlich sind es letztendlich die Spieler, die aussteigen. Aber sie hätten ruhig einbauen können, dass beim Aussteigen des Hosts die Host-Aufgabe an einen anderen Spieler übertragen wird. Ist nicht ganz trivial, aber durchaus machbar.
Ich denke, das kann man einem Spiel, das ja gezielt mit solch komplexen Spielmodi wirbt, vorwerfen.
Ich muss dabei auch an den Office Mode denken, der wohl eher ein lustiges Gimmick sein soll. Ohne Möglichkeit, das Spiel zu speichern oder bei Verbindungsproblemen später wieder aufzunehmen, werde ich nicht im Traum daran denken, gleich mehrere Stunden in eine Partie zu investieren.
Alles nur ein Gimmick — zieht sich irgendwie durch das ganze Spiel. Schade.
Du kannst falls du deine Verbindung verlierst und du nicht gerade der Host bist, jederzeit wieder in das Spiel einsteigen, da der Computer deinen Platz so zu sagen für dich warm hällt.
Das ist ja schonmal ein Anfang. Wie funktioniert das? Muss man das laufende Spiel dann nochmal aus der Serverliste raussuchen? Und was passiert, wenn in der Zwischenzeit jemand anderes mit dem Spiel verbindet? “Klaut” der dann meinen Platz?
Defcon hat tatsächlich das Problem, dass es künstlerische Aspekte gegen rein spielmechanischen abwiegen muss. Mit einer fiktiven Weltkarte und anderen Flugbahnen wäre es spielerisch sicher fairer, aber es wäre eben kein Spiel mehr über ein Ende der Welt, das wir fast erlebt hätten. Gegen die Bedrohung des kalten Krieges sind die Terroristen von heute eine Kindergartentanztruppe.
Und somit muss ich Hendrik widersprechen. Ja, Europa ist defensiv zu stark. Ja, die Flugbahnen sind manchmal etwas frustrierend. Aber ingesamt ist das Spiel mit echter Weltkarte und ballistisch wirkende Flugkurven eben besser als es ohne wäre.
Und Südamerika rockt. Mein persönlicher Favorit bisher.
Hendrik:
Wenn du aus irgendwelchen Gründen aus der Leitung fliegst, mußt du dir den Server wieder aus der Liste suchen (Schlecht! sehr, sehr schlecht!)oder du gibst direkt die IP des Servers ein welche du der Lobby entnehmen konntest aber nur solange der Server nicht Passwort geschützt ist (WTF?).
Ich würden dir empfehlen dir das Spiel in aller Ruhe noch mal anzugucken in einer Umgebung wo man sich auf die Abwesenheit von Idioten verlassen kann.
Versuch die Flugbahnen als weiteres Strategisches Element zu sehen und guck was im Diplomatiemodus passiert wenn am Anfang von Defcon 1 Europa aus dem allgemeinen Bündnis geworfen wird.
Empfehlung des Tages:
Custom game: alle Spieler auf einer Seite, default scoring.
Wiedereinstieg nach Absturz oder so ist zwar möglich, aber in der Paxis extrem nervig. Erst muss man den Server wieder raussuchen (kein Problem), und dann wird das gesamte bisherige Spiel nochmal in Zeitraffer vor einem ausgerollt. Ich habe ungelogen zehn Minuten warten müssen, bis ich wieder im Spiel war. Immerhin wird der Platz für einen freigehalten.
Aber ja, das Spiel würde auf jeden Fall von ein Patches profitieren.
Da Defcon ein ziemlicher Erfolg ist und Introversion einen Ruf als freundlicher Spieleentwickler von nebenan zu verlieren hat, gehe ich mal davon aus, dass die kommen werden.
Generell gilt: wer im Diplomatie-Modus als erster rausfliegt, ist radioaktiver Toast. Mit Honig drauf. Europa verglüht nur immer besonders spektakulär und in Rekordzeit.
Den Modus habe ich noch gar nicht gespielt. Verdammte Diplomarbeit. Und wenn die durch ist, werde ich erstmal ohne Internet sein. Ich schätze ich werde zum Spielen einfach länger im Büro bleiben müssen.
Diplom-acy! HAHAHA!
Auch witzig, den Typen der im Diplomacymodus vorgeschlagen hat das arme Schwein rauszuschmeißen gleich hinterher werfen. Keiner mag Verräter.
ich find es am realistischsten wenn ICBM realistisch funktionieren würden: ICBMs werden erstmal in der ersten Phase direkt in den Orbit geschossen, in der Zeit sind sie quasi unaufhaltbar wenn nicht grad feindliche Flugzeuge um das Silo schwirren, dann fliegen sie eine Zeit lang ausser Reichtweite aller Waffensysteme in der 2. Phase. Erst ab der 3. Phase, der Wiedereintrittsphase werden die nuklearen Sprengköpfe abgekoppelt.
Kurz gesagt wäre es im Spielecode vielleicht so das erst ab einer gewissen Distanz die ICBM Raketen aus den Silos abgewehrt werden können.
die mac-version kommt nächste woche? mehr muss ich nicht wissen.. :)
oh mann. lesen sollte man können. :(
Echte ICBMs sind mit Mehrfachsprengköpfen ausgestattet, wodurch eine Rakete 10 und mehr Ziele angreifen kann. Ein Abschuss von 30-40-50 oder noch mehr Prozent von Nuklearraketen wäre demnach völlig unmöglich, in einem Atomkonflikt. 1-2% wäre schon realistischer. Daher ist es müssig, darüber zu diskutieren, wie man das Spiel realistischer machen könnte, um es auch besser zu machen.
Äh.
Moment, willst du mir etwa sagen, dass man im echten Leben Raketensilos nicht in 240 Sekunden in hocheffiziente Atomraketenabwehrstellungen umbauen kann?
:(
Europa ist vor allem deshalb brutal, weil es in Rekordzeit und praktisch ohne die Möglichkeit einer Gegenwehr Moskau und Leningrad zerlegen kann und dann je nach Punktesystem schon weit vorne liegt. Cairo ist etwas kniffliger, aber auch gut erreichbar.
Dazu kommt wie gesagt, dass sich die Silos in Europa gegenseitig decken können wie auf keinem anderen Kontinent. Auf der anderen Seite ist London als Primärziel in Europa wahnsinnig leicht von der Seeseite aus plattzumachen.
Klar sorgt die reale Weltkarte für deutliche spielerische Unterschiede zwischen den einzelnen Parteien. Aber funktionierende Strategien gibt es für jede. In gewisser Weise ist das sogar ein Vorteil: Es lohnt sich wirklich, alle Parteien mal durchzuprobieren und sich dort passende Taktiken zu überlegen.
Wäre die Welt wie Defcon, wäre meine Taktik vermutlich, nach Australien auszuwandern. An denen gehen globale thermonukleare Kriege offenbar völlig vorbei.
Bevor du das tust, würde ich dir raten mal On The Beach zu schauen.
Und bitte nicht das furchtbare Remake von vor ein paar Jahren. Am besten einfach das Buch lesen.
wtf?
Die Raketetenbahnen sollten IMHO so korrigiert werden, dass sie nur als Parabeln angezeigt, ansonsten aber als Geraden behandelt werden. Bei dieser Lösung würde auch das Wargames-Feeling nicht verloren gehen.
defcon faq lesen. winrar anschmeißen. photoshop an. australien besitzen ^^
ich hab auch nicht verstanden, was der ganze tamtam um defcon soll. ich find’s öde und die spieltiefe tendiert gegen badewannenpfützen.
ok, Defcon ist spielerisch nicht so anspruchsvoll wie aktuelle blockbuster Spiele wie…. Pray, Doom 3, Halo und erreicht sicherlich nicht die spielerische Tiefe eines Farcry oder eines Crysis, meine Güte, es sieht noch nichtmal so gut aus wie Pac Man und ausserdem ist der Basisaufbau sau scheiße, es gibt nichtmal Waffenupdates und wo bitte ist die Schrotflinte? Und ausserdem find ich es richtig mies das meine 160 APM-Hand total unterfordert ist, ich mein was ist ein Strategiespiel schon ohne ordendliche Microtaktiken? Ich kann meine Schiffe ja nichtmal heilen, wann gab es denn sowas zuletzt?
Ich meine, von 3 Leuten die ein Spiel nebenberuflich in ihrer Freizeit machen sollte man doch wohl eine gewisse Qualität erwarten können die ein 200 köpfiges Entwicklerteam in 2, 3 Jahren nicht erreichen kann. Und dann verstehe auch nicht wieso die Balance bei Release so schlecht ist, immerhin hatten sie keine Hundertschaften an Betatestern, ich mein das bei einem Spiel das 6 Millionen € verschlingt sich fast in die Release ein Savegamebug geschlichen hat, das ist ja klar, Bugs kann man halt nicht verhindern aber wenn man schon keine große Betatestphase hat die einem dazwischen reden sollte doch wenigstens ein 100% funktionierendes Spiel am Ende raus kommen, das Starcraft ungepatched unbalanciert war und haufenweise Exploidfehler hatte, das ist ja noch verschmerzbar aber Defcon darf sowas doch nicht haben, immerhin waren es 3 Indi-Designer und haben für die Entwicklung des Spieles keinen Cent von einem Publisher gesehen.
So viel Respekt, wie ich vor den drei habe, aber:
Kein spiel das ich KAUFE sollte fehlerhaft sein. Wenn man für etwas Geld nimmmt, dann muss es gut sein.
Die Qualität von Defcon finde ich aber den 14 Euro angemessen, es ist halt ein bisschen ein Experiment.
Aber trotzdem finde ich die Argumentation “…bei den anderen ists auch nicht besser…” albern.
RoflRolf: galt das mir? Falls ja, lustig.
Hi, ich habe es bisher nur gegen Computer AI one-on-one gespielt. Es ist toll, dass man das Tempo selber einstellen kann, so dauert bei mir eine Partie schon mehr als 1 Stunde. Ich kann verlangsamen und dann in Ruhe analysieren, dann wieder beschleunigen und die Ergebnisse sehen usw. Und die ganze Zeit diese Musik, die stark an -> Gorecki, Symphonie der Klagelieder
@RoflRolf:
über den status, nebenberuflich in ihrer freizeit zu programmieren, sind die defcon-macher schon lange hinaus.
Wer kein Büro hat, kann auch nicht vernünftig arbeiten!
:)
btw.: der ds-browser ist draussen. und antigames sieht auch auf diesem super aus. :)
ah, endlich!
ist er brauchbar? was kann er, was kann er nicht?
wenn du am sonntag morgen vom bett aus antigames lesen willst, ist er brauchbar. oder um kurz mal mails zu checken oder bei google was zu suchen. er ist etwas langsam, aber nicht zu langsam für meinen geschmack. javascript geht, flash nicht.
Mich erinnert Defcon nach kurzem Anspielen irgendwie verblüffend an Global Domination das vor etlichen Jahren mal für PC erschien und mich damals schon nicht wirklich vom Hocker riss. Und irgendwie kann ich auch nichts mit der inoffiziellen Neuauflage anfangen.
Sorry, es wurde ja von einem supercoolen Indie-Studio entwickelt, also muss es genial sein. Dass ich für das gleiche Geld ganz andere Kaliber bekomme sollte mir da natürlich egal sein. Defcon ist das beste Spiel des Jahres!!!1!1!elf!
Wo bekomme ich denn für 9,50€ “ganz andere Kaliber”? Das würde mich jetzt doch mal interessieren.
Wenn ich mich mal 12 Monate mit dem Kauf eines PC-Spiels gedulden kann, bekomme ich heute doch fast alles für 9,50.
Das der Vergleich hinkt, sollte dir selbst klar sein.
Aus Sicht eines Spielers hinkt der Vergleich eigentlich überhaupt nicht. Es sei denn man möchte über das Spiel bloggen… ;)
Es ging mir aber um etwas anderes: Dass ein paar Freaks ohne Publisher ein Spiel entwickeln, ist für mich kein Grund das Spiel gut zu finden. Es ist in Mode gekommen alle Independent-Spiele massiv zu hypen. Unterm Strich sollte es aber auf Qualität ankommen.
Das ist völliger Quatsch. 99% aller Indie-Spiele gehen völlig unter. Die werden nirgendwo auch nur erwähnt, geschweige denn gehyped. Bei Defcon stimmt die Qualität eben. Hauptsächlich glaube ich, dass die große Resonanz auf das Spiel von seinem extrem gut vermarktbaren Konzept hervorgerufen wurde und nicht davon, dass es “Indie” ist.
Vielleicht wurde es schon erwähnt: Gestern kam der Film “War Games” (alter Streifen). Da hat man gut gesehen, dass das Spiel sich 1:1 an die Filmvorlage hält.