Blick zurück im Frust

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In einem Anfall von Wahnsinn habe ich gestern nochmal Gothic 2 inklusive Erweiterung installiert. Der aktuelle Teil würde meinen Rechner sowieso zum schmelzen bringen, und irgendwie konnte ich mich noch düster daran erinnern, dass ich das Spiel eh nicht besonders mochte. Aber ich will ja einem so hoch gelobten Spiel nicht Unrecht tun und habe ihm deshalb noch eine zweite Chance gegeben. Nachdem ich mir telefonisch die Bestätigung habe geben lassen, dass “nicht besonders mochte” noch sehr freundlich ausgedrückt war, habe ich dann also die komplette Gold-Edition auf die Platte geschaufelt. Kleiner Tipp für potentielle Käufer: installiert wird nicht von “Installations-CD” 1 oder 2, sondern der “Spiel-CD”. Und wenn man dann nach Installations-CD #2 gefragt wird, muss man natürlich Nummer 1 einlegen. Is klar.

Kommen wir zum eigentlichen Spiel. Dafür dass es so alt wie die Berge ist, hat Gothic 2 einen ganz schön gewaltigen Hardware-Hunger. Obwohl ich sämtliche Empfehlungen auf der Packung locker hinter mir lasse, ruckelt und zuckelt es auf mittleren Einstellungen munter vor sich hin. Dabei sieht es nicht einmal besonders toll aus, im Vergleich zu Guild Wars etwa spottet das (Hardware)preis-(Performance)leistungsverhältnis jeder Beschreibung. Zum Design des Spielercharakters nur soviel: nein. Shrink-to-fit Cowboyhose, Lederweste, Pferdeschwanz und Bärtchen passen einfach nicht zusammen. Aber genug der Oberflächlichkeiten, es wird Zeit die Welt zu erkunden. Das stellt sich aufgrund der katastrophalen Steuerung als gar nicht mal so leicht heraus. Obwohl sie konsequent auf Tastatur getrimmt ist, wird selbst das einfache Lenken des Helden mittels WASD (+QE) zur Qual. Ständig rennt man gegen Türpfosten, fällt von Balkonen oder verheddert sich im Unterholz, von dem es in Gothic 2 nun wirklich eine ganze Menge gibt. Zwar kann man die Maus zum umsehen und Kurs korrigieren verwenden, aber die Kamera hat die unangenehme Eigenschaft, sich ständig selbst in die unmöglichsten Blickwinkel zu drehen, und selbst auf höchster Empfindlichkeit ist man aufgrund der immer noch zu geringen Sensitivität die ganze Zeit am Kurbeln wie Conan zu seinen besten Sklavenarbeitszeiten.

Hat man den Turm am Anfang erstmal hinter sich gelassen, macht man schnell Bekanntschaft mit der reichhaltigen Fauna des Spiels. Sicher habt ihr auch schon die Story aus Gothic 3 gehört, wie ein Wildschwein eine ganze Söldnerbande aufmischt. So ungefähr muss man sich auch schon den zweiten Teil vorstellen. Alles was sich in diesem Spiel bewegt, will den Helden töten. Ausser Schafen vielleicht, wenn ihr vorsichtig vorbeischleicht und immer freundlich lächelt. Wollte man eine Liste der gefährlichsten Geschöpfe in Gothic aufstellen, würde die ungefähr so aussehen: Paladine > Orcs > grosse Tiere > Söldner > kleine Tiere > alle anderen Menschen auf der Welt > Schafe > DU > Trolle. Und die hünenhaften Trolle stehen auch nur deshalb ganz hinten, weil man schneller um sie rumlaufen kann als die sich drehen können. Ansonsten ist der Spieler aber am untersten Ende der Nahrungskette. Drei Stechmücken – Todesurteil. Zwei junge Wölfe – Todesurteil mit sofortiger Vollstreckung. Ein Riesenkäfer – Todesurteil mit sofortiger Vollstreckung, mit Sahne drauf. Eine hüfthohe Riesenratte hat mich gestern mit sage und schreibe drei Bissen ins Jenseits befördert. Es hilft auch nicht wirklich, dass die beste Waffe für lange Zeit ein Dolch ist. Der Held ist allen Ernstes am Anfang zu schwach und zu ungeschickt, um beispielsweise einen Degen zu benutzen. Aber selbst wenn man es könnte, würde einem spätestens jetzt die Steuerung mit Stollenschuhen von hinten durch die Wade ans Schienbein treten. Sobald es nämlich in den Kampf geht, fällt der Held nur noch wie eine Marionette ohne Fäden durch die Gegend, stolpert gerne mal in die ausgetreckte Waffe des Gegners, und die Kamera begeht bei mehr als einem Feind sofort Harakiri.

Zum Glück sind alle Lebewesen in Gothic gleich schnell, und so etwas wie Ausdauer gibt es auch nicht. Der schlaue Held nimmt daher sofort bei ersten Anblick (oder Drohgeräusch) eines Gegners die Beine in die Hand und rennt um sein Leben, was hier absolut wörtlich zu verstehen ist. Das Problem ist, zwar geben die meisten Tiere nach einigen gefühlten Kilometern die Verfolgung auf, aber die Welt ist dermassen dicht bevölkert, dass man auf der Flucht garantiert das nächste Vieh aufscheucht. So rennt man dann ganz im Sinne von Rincewind dem Zaubberer stundenlang völlig ziellos durch die Landschaft, immer in der Hoffnung, irgendwo einen friedfertigen NPC zu finden. Selbst der schäbigste Almöhi könnte nämlich einen Gegnermob in Windeseile kaputt hauen, im Gegensatz zum Spieler. Ausser vielleicht er kämpft gegen ein Wildschwein. Wie dem auch sei, man kommt jedenfalls ganz schön rum, auch wenn die Schönheit der Landschaft nur schemenhaft am Tunnelblick des Spielers vorbei rauscht. So mancher kurze Besuch bei Bauer X ist schon in völlig unbekannten Gebieten geendet, weil ich mal wieder einen Iltis bei der Brunft gestört habe.

Als ich das letzte Mal gespielt habe, konnte ich den Helden in knapp 30 Stunden Spielzeit immerhin bis Level 10 (?) ranzüchten. Bewaffnet mit einem Kurzschwert und Lederrüstung (was besseres konnte ich nicht benutzen) konnte ich mich dann sogar mit einzelnen Käfern anlegen. Ein erhebendes Gefühl. Nur dass die Mistviecher meistens im Rudel aufgetaucht sind. Trotzdem war auch dann noch die meiste Zeit weglaufen angesagt. Mein Problem, so erfuhr ich später, war, dass ich zu viele meiner Lernpunkte in Schmieden investiert habe, wo ich doch besser alles in Nahkampf hätte pumpen sollen. Dank meiner atemberaubenden Fähigkeiten konnte ich dann allerdings Schwerter herstellen… die keiner haben wollte… weil die aus dem Laden um die Ecke viel besser waren… und billiger. Ausserdem war Roheisen notorisch knapp und teuer, so dass ich am Ende ordentlich draufgezahlt habe. Wofür der Skill dann gut ist? Keine Ahnung, vielleicht für Leute die es gerne extra schwer haben? Zwischendurch darf man sich dafür vom Oberschmied anpflaumen lassen, der übrigens wie auch der Rest der NPCs eher wie ein engagierter Live-Rollenspieler als wie ein echter Schauspieler klingt.

Apropos Rollenspiel. Gothic 2 wirkt in weiten Teilen interessanterweise wie eine missratene DSA-Kampagne. Anders kann ich mir jedenfalls auch nicht die 200 verschiedenen Kräuter erklären, die alle ungefähr das gleiche machen, fast identisch aussehen und jeweils separat im eh schon unübersichtlichen Inventar gelagert werden. Und auch die Story ist so, na ja, typisch deutsch. Besser kann ich es nicht beschreiben, aber wenn sich hierzulande ein ambitionierter Spielmeister hinsetzt und sich eine total originelle noch nie dagewesene Geschichte ausdenkt, dann kommt genau sowas bei rum. “Drei Fraktionen” sollte als Stichwort eigentlich genügen.

Im Endeffekt glaube ich also nicht, dass Gothic 2 diesmal viel länger auf meinem Rechner bleiben wird. Zwar habe ich gestern tatsächlich einen Piraten gefunden (die ja wohl mit dem Addon dazu gekommen sind), aber dafür ist mir die gesamte Schlechtigkeit des Spiels in einer knappen halben Stunde wieder geballt ins Gesicht gesprungen. Dabei wäre es bestimmt ganz unterhaltsam, wenn man nur nicht so einen Kapitalversager spielen würde. Und eine vernünftige Steuerung hätte. Eine bessere Technik wäre insgesamt nicht schlecht. Aber sonst… vielleicht.

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64 Kommentare Autor: Stefan
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64 Kommentare

  1. Achja… Gothic

    Okay, am Anfang ist der “Held” ne Lusche. Aber das ist in jedem RPG so und auch so gewollt, sonst könnte man ihn ja nicht weiterentwickeln.
    Und es dauert auch etwas, bis man das Timing heraus hat um Kombinationen zu schlagen (in die Kämpfe auch etwas “Tastendrückkönnen” einfließen zu lassen, halte ich für gelungen).

    “Wer ein Computerspiel startet, möchte sicherlich erstmal in Ruhe die Umgebung anschauen.”

    Wenn man jedoch weiß, dass in dieser Umgebung alles, was sich gestört fühlt (wenn man nicht das Revier der Tierchen betritt oder schnell genug verschwindet, lassen sie einen auch in Ruhe) böse ist und einen umbringen will, sollte man sich das nochmal überlegen.
    Wo bleibt denn der ganze Reiz neue Gebiete zu entdecken, wenn man schon überall gefahrlos spazieren gegangen ist?

    Und ja, auch (oder gerade) als Magier hat man es schwer (speziell mit Addon). Solange man unerfahren ist jedenfalls.
    Das ist auch typisch für Magier: Schwerer Start, aber unglaubliche Macht wenn es zum Ende geht.

    Ich mag Gothic. :)

  2. einfach nur geil.. hab vorher witze gelesen und dann das, kumulativ! rofl…

    wie Conan zu seinen besten Sklavenarbeitszeiten.

    ich lag in der mitte des artikels am boden, weinend. XD

  3. Schattenläufer

    Sobald es nämlich in den Kampf geht, fällt der Held nur noch wie eine Marionette ohne Fäden durch die Gegend, stolpert gerne mal in die ausgetreckte Waffe des Gegners, und die Kamera begeht bei mehr als einem Feind sofort Harakiri.

    Da sind sehr wohl Fäden an der Marionette, das Prob ist: Du hast sie in der Hand, deswegen auch das Gestolper. Wenn Du verstehen würdest wie man die Fäden benutzt, dann hätte der Held auch ne Chance Kämpfe zu gewinnen.

    Zum Glück sind alle Lebewesen in Gothic gleich schnell, und so etwas wie Ausdauer gibt es auch nicht. Der schlaue Held nimmt daher sofort bei ersten Anblick (oder Drohgeräusch) eines Gegners die Beine in die Hand und rennt um sein Leben, was hier absolut wörtlich zu verstehen ist. Das Problem ist, zwar geben die meisten Tiere nach einigen gefühlten Kilometern die Verfolgung auf, aber die Welt ist dermassen dicht bevölkert, dass man auf der Flucht garantiert das nächste Vieh aufscheucht.

    DDer schlaue Held muss natürlich künstlich blöde dargestellt werden und deswegen läuft man mit ihm in unerforschte Gebiete, weil es da wo man herkommt sicherlich viel gefährlicher ist. -.- Schon mal was vom Weg des geringsten Widerstands gehört?

    Mein Problem, so erfuhr ich später, war, dass ich zu viele meiner Lernpunkte in Schmieden investiert habe, wo ich doch besser alles in Nahkampf hätte pumpen sollen. Dank meiner atemberaubenden Fähigkeiten konnte ich dann allerdings Schwerter herstellen… die keiner haben wollte… weil die aus dem Laden um die Ecke viel besser waren… und billiger. Ausserdem war Roheisen notorisch knapp und teuer, so dass ich am Ende ordentlich draufgezahlt habe. Wofür der Skill dann gut ist?

    Naja es ist ja taktisch auch sehr klug am Anfang alles in die Schmiedekunst zu stecken. Mit den Waffen kann man sicher unzählige Tiere und Monster bestechen, damit sie Dich in Ruhe lassen bis Du stärker geworden bist.
    Du kannst Dich später für einen Beruf entscheiden. Wenn Du Dich da fürn Schmied entschieden hättest, könntest dem die Schwerter teuer verkaufn.

    Apropos Rollenspiel. Gothic 2 wirkt in weiten Teilen interessanterweise wie eine missratene DSA-Kampagne. Anders kann ich mir jedenfalls auch nicht die 200 verschiedenen Kräuter erklären, die alle ungefähr das gleiche machen, fast identisch aussehen und jeweils separat im eh schon unübersichtlichen Inventar gelagert werden.

    Was habn Dir denn nun die Kräuter getan? Die stören nun wirklich nicht. Beachte sie einfach nicht. Lass sie doch stehen wenn Dir das Bücken so schwer fällt.
    Das Inventar ist allerdings wirklich etwas unübersichtlich geraten.

    Und auch die Story ist so, na ja, typisch deutsch. Besser kann ich es nicht beschreiben, aber wenn sich hierzulande ein ambitionierter Spielmeister hinsetzt und sich eine total originelle noch nie dagewesene Geschichte ausdenkt, dann kommt genau sowas bei rum. “Drei Fraktionen” sollte als Stichwort eigentlich genügen.

    Spiels doch erstma durch bevor Du eine Story schlecht machst, die Du nicht mal kennst.

    Zwar habe ich gestern tatsächlich einen Piraten gefunden (die ja wohl mit dem Addon dazu gekommen sind), aber dafür ist mir die gesamte Schlechtigkeit des Spiels in einer knappen halben Stunde wieder geballt ins Gesicht gesprungen. Dabei wäre es bestimmt ganz unterhaltsam, wenn man nur nicht so einen Kapitalversager spielen würde. Und eine vernünftige Steuerung hätte. Eine bessere Technik wäre insgesamt nicht schlecht. Aber sonst… vielleicht.

    was Dir da ins Gesicht gesprungen ist, war nur Deine eigene Unfähigkeit.
    Vllt versuchst Du es einfach mal mit Ego-Shootern oder so.

  4. Auf die “Fanboys” hab ich schon gewartet.
    Man kann sich die häßlichen Seiten von Gothic auch schönreden. Ich mag das Spiel sehr, sehr gern, aber Kamera ist mies, das Kampfsystem schlecht, die Story mittelmäßig, die Monster (mit Addon) für Neueinsteiger viel zu schwer und dass man quasi keine Lernpunkte in Berufen verschwenden darf (auch wenn man gezwungen wird einen zu ergreifen) sagt einem auch niemand, das merkt man erst wenn es zu spät ist oder man das Spiel schon 2x durchgespielt hat. Gothic 1 ist da grade am Anfang deutlich geschickter.

    Anstatt Stefan zu raten das ganze jetzt mal ohne Addon zu spielen oder einen kleinen Mod runterzuladen der den Schwierigkeitsgrad senkt ist er natürlich nur ein dummer Idiot der das Spiel nicht zu würdigen weiss…

  5. Was soll das, daß immer öfters Computerspiele entwickelt werden, die dem Spieler in seiner knappen Freizeit statt Freude und Spaß nur Ärger und Stress bereiten? Die Grundregel ist doch, daß für und nicht gegen den Spieler entwickelt wird. Aber wenn ich in einem Spiel zum Opfer und Gejagten irgendwelcher fies programmierten KI-Gegner werde, wenn die Schnellspeichertaste zum meinem besten Freund wird, frage ich mich schon, ob die Entwickler ein Haufen Sadisten sind und warum ich schon wieder viele sauer verdiente Euro für so ein Spiel ausgegeben habe?

  6. Schattenläufer

    Ja die Kamera ist mies, aber nicht so mies, dass das ganze Spiel nix taugt.
    Das Kampfsystem ist sehr gut gelungen, man kann taktisch schlagen und blocken. Allerdings muss man mehr als 2 Tasten bedienen können, aber wenns daran schon scheitert…naja. Euer Gejammer über das Kampfsystem wurde jedoch erhört und deswegen in Gothic3 durch ein hirnloses totgeklicke ersetzt.

    Kamera mies, Kampfsystem schlecht und die Story nur mittelmäßig? Wie kann man dann das Spiel überhaupt sehr, sehr gern habn @imYemeth?

    Verschiedene Schwierigkeitsgrade wären wirklich von Vorteil gewesen, dann hätten evtl. nicht so viele das Spiel in der Luft zerissen, nur weils ihnen zu schwer war.

    Wünschenswert wäre es sicher auch gewesen, dass man erst ins Schmieden investieren kann, wenn mans braucht. Geht man die Sache aber logisch an, investiert man erstmal in Kampf und Stärke. Oder hatte man schon vergessen, dass Tiere und Monster noch zu stark für einen waren?
    Und wenn wirklich mal was daneben geht, dann hat man bestimmt iwelche Spielstände die man laden kann.

    Natürlich war in Gothic nicht alles super, aber das worauf es ankam schon.

  7. Das Kampfsystem ist sehr gut gelungen, man kann taktisch schlagen und blocken. Allerdings muss man mehr als 2 Tasten bedienen können, aber wenns daran schon scheitert…naja.

    Blocken und zuschlagen sind bei mir 2 Tasten ;) Naja, was mich immer brachial gestört hat war dass es zwar “Combos” gab, diese aber ausser etwas Optik keinen Nutzen haben. Man haut immer nur auf den Gegner den man anvisiert hat, egal wohin der Stahl wirbelt. Klar kann man sich damit, wie mit den anderen Dingen irgendwie arrangieren, aber es gibt genügend Spiele die das ganze etwas zugänglicher und durchdachter gemacht haben, sowohl beim Kampfsystem als auch bei den anderen Kritikpunkten.

    Kamera mies, Kampfsystem schlecht und die Story nur mittelmäßig? Wie kann man dann das Spiel überhaupt sehr, sehr gern habn @imYemeth?

    Weswegen ich Gothic 1+2 trotzdem zu meinen 10 Lieblingsspielen zähle? Es ist die Welt und die Atmosphäre, die einfach stimmen.. sie lassen mich all die eher technischen Problemchen vergessen. Spätestens als ich das erste mal ins Sumpflager kam, es grade Nacht wurde und die blauen Kristalle anfingen zu leuchten, war es um mich geschehen ;)

    Noch 2 Worte zur Story. Ich fand den Anfang recht vielversprechend, zum Ende hin wurde es dann allerdings etwas dröge. Nach 4 Drachen noch ein 5… und alle sind böse weil sie böse sind. Das ist solide Fantasykost, gewinnt im Schatten von Planescape oder Baldur’s Gate (um mal grob im Genre zu beleiben) aber keinen ganz großen Preis, oder? ;)

  8. Ja, das ist hart. Ich komme im Realleben von der Arbeit, wurde den ganzen Tag vom Chef zusammengeschissen, von den Kollegen mies angeschaut. Habe drei Stunden zur Erholung, um danach ins Bett zu gehen. Starte in dieser Zeit Gothic und bekomme sofort noch mehr Prügel. Die NPC ziehen mich über den Tisch, jagen mich mit schwingenden Klingen durch die Gegend, und ich bin in dieser Welt so wertlos und schwach, daß ich mich sogar vor den Ratten und Wespen (die mich natürlich auch verachten) in acht nehmen muß. Am besten suche ich mir eine dunkle Höhle. Aber Glück gehabt, ist ja alles nur ein Spiel.

  9. Schattenläufer

    Blocken und zuschlagen sind bei mir 2 Tasten ;) Naja, was mich immer brachial gestört hat war dass es zwar “Combos” gab, diese aber ausser etwas Optik keinen Nutzen haben. Man haut immer nur auf den Gegner den man anvisiert hat, egal wohin der Stahl wirbelt.

    Hm komisch ich brauchte zum anvisieren noch ne dritte Taste und fürs Zuschlagen gabs auch mehr als nur einen Knopp, wenn ich mich recht erinner. ;-)
    Ja den “Combos” hätte man nochn bissl mehr Wirkung beisteuern können. Obwohls mich nicht gestört hat, wärs nen toller Verbesserungsvorschlag für Gothic3 gewesen. Auch das treffen mehrerer Gegner hätte man noch mit einbringen können. Aber die Steuerung aufm Weg nach Myrtana(Gothic3) ganz über Bord zu werfen ist ne Schweinerei.

    Noch 2 Worte zur Story. Ich fand den Anfang recht vielversprechend, zum Ende hin wurde es dann allerdings etwas dröge. Nach 4 Drachen noch ein 5…

    Ja gut das mit den Drachen war nen bissl zu viel des Guten. Ich hätte mir auch lieber nen anderen Endgegner gewünscht, aber alles im allem wars ne gute Story finde ich.

  10. Kann sein dass man da noch nen Knopp mehr gebraucht hat, iss ne Weile her. Ich weiss nur dass ich mich da stellenweise etwas drüber geärgert hab ;)

    Und was Storys angeht, ich glaube da bin ich etwas von den Bioware-RPGs verwöhnt. Aber ich fang jetzt lieber nicht an über Planescape zu reden, sonst hör ich nicht mehr auf.

  11. ThomasKießling

    Schreiben kannst Du ja ganz nett aber Dein Bericht ist nur grottig. Das es keinen Spaß macht mit einem 486er Gothic 3 zu spielen liegt auf der Hand – neuer Pc???
    Ansonsten bist Du wohl einfach zu dämlich für das Spiel.
    Oder suchst “typisch deutsch ( Zitat Ende) ” nur was zum rummeckern aus Frust über Dein Leben.
    Gruss

  12. ThomasKießling

    P.S. Das der Held am Anfang schwach ist ja gerade die Grundidee von Rollenspielen. Das Aufpäppeln bringt die Motivation..

  13. Erstaunlich, Herr Kießling, erstaunlich.

  14. Jedweder Enthusiasmus für Rollenspiele ist im Prinzip begrüssenswert. Und dass Computerspieler zu blöd für Computerspiele sind, haben wir ja vorhin schon mal durchdiskutiert.