
Die Spiele-Print-IVW-Zahlen für das 3. Quartal 2006 sind raus, und sie sehen erwartungsgemäßg mies aus. Ach, was red ich da, sie sind eine Katastrophe. Kennt ihr die letzte Szene aus “The Day After”? Ja, genau so. Im Vergleich zum 3. Quartal 2005 haben die meisten der größeren Printmagazine um die 15-20% ihrer Leser verloren, die Bravo Screenfun sogar beinahe 50%. Unser aller Liebling, die Gamestar, ist auf eine Auflage von knapp unter 250.000 gerutscht. Das waren mal über 100.000 mehr!
Wir sind hier wahrlich keine Experten, was den Print-Markt angeht, aber wir fragen uns trotzdem, wo die ganzen Leute hin sind. Hier ein paar Erklärungsversuche. Wahrscheinlich sind ein paar von ihnen totaler Stuss. Vielleicht sogar alle! Betrachtet sie bitte als die Wiedergabe meiner subjektiven Eindrücke. Wie immer freuen wir uns, wenn sich jemand “aus dem Biz” in den Kommentaren zu Wort meldet und ein bisschen Licht ins Dunkel bringt.
Vermutung 1: in den Zeitschriften steht nur Schrott. Tut mir leid, Fabian und Heiko und Knut und Gunnar und Petra und Dirk und Rüdiger; ihr seid alle super, ich hör’ euch gerne beim Singen zu und so, bitte bestraft mich nicht mit Liebesentzug. Ich sage ja auch gar nicht, dass ihr nicht schreiben könnt. Das könnt ihr. Sehr gut sogar! Nein, ich frage mich lediglich, ob die Welt tatsächlich mehrseitige, oft floskeldurchsetzte Tests zu Titeln braucht, über die der gemeine Internetuser eh schon alles weiß, bevor er auch nur einen Blick in eure Magazine geworfen hat. Mal von euren immer bizarrer werdenden Wertungskästen, den inzwischen wirklich komplett unlustigen Videobeiträgen und den total überflüssigen Demo-DVDs ganz zu schweigen. Hey! Eure beigelegten Vollversionen sind ab und zu ganz nett. Aber das wisst ihr ja selbst.
Vermutung 2: die Kids von heute haben besseres zu tun, als “Spielefachmagazine” zu kaufen. Hey, liebe Print-Macher, wart ihr in den letzten zwei, drei Jahren mal draußen? Wenigstens auf der Games Convention? Da hattet ihr doch alle Stände. Habt ihr nicht die Besucher beobachtet? Dann wäre euch sicher aufgefallen, dass der typische Spieler von heute komplett anders drauf ist als, sagen wir mal, ich vor ca. 15 Jahren. Was habe ich mich damals auf Spielezeitschriften u.Ä. gestürzt! War ja auch die einzige greifbare Informationsquelle. Ich war so ein richtiger Zockernerd, inklusive blasser Haut und dicker Brille. Spielezeitschriften haben zu mir gepasst wie Preißelbeeren zu Käsebrot. (*) Für die typischen interessierten Kids von heute sind Spiele nur ein Hobby unter vielen. Die meisten von ihnen interessieren sich mindestens genau so, wenn nicht sogar noch mehr, für Musik, Sport, Ausgehen, das andere Geschlecht. Manche lesen sogar Bücher oder gehen ins Theater. Spiele sind einfach derart mainstream geworden, dass man sich nicht mehr für sie zu schämen braucht. Zeitschriften, deren Covers von großbusigen Computerbabes oder grimmigen Axtkriegern verziert werden und die das neuste Fantasy-Rollenspiel analysieren, als wäre es ein portabler Nuklearreaktor, passen da einfach nicht rein.
Vermutung 3, “der Klassiker”: der Online-Markt klaut die Leute weg. Mir ist bewusst, dass dieser Punkt unter den Printlern heftig diskutiert wird. Ich kann mich lediglich darauf berufen, was ich bei mir selbst und bei meinen Bekannten beobachten konnte, und was eigentlich auch ganz logisch erscheint: online ist man einfach wesentlich zügiger informiert als per Print. An dieser Stelle verteidigen sich Print-Leute gerne mit der sicherlich nicht komplett falschen Behauptung, bei den gedruckten Magazinen würde die Qualität viel eher stimmen als bei Online-Sites. Aber hey, meint ihr, den gemeinen Spieleinteressierten kümmert das? Mal ganz ehrlich: die Artikel bei den meisten Online-Magazinen sind nicht gut. Trotzdem schaffen sie es in der Regel, die für den Leser wichtige Information zu transportieren. Das ist in manchen Fällen die Bewertung der Spiele. Oft aber auch etwas anderes. Was mich zum nächsten Punkt bringt:
Vermutung 4: die meisten Leute interessieren sich nicht wirklich für Spieletests. “Woah”, höre ich euch stöhnen, “was hat er nur geraucht, der Hendrik?” Nun, mal ehrlich: bei den meisten Spielen bildet man sich doch schon vor dem Release ein Urteil. Das kann natürlich an gelungenem Hype liegen. Aber auch daran, dass man einfach Fan einer Serie ist. Oder sich von einem bestimmten Spiel aus sonstwas für Gründen besonders angesprochen fühlt. (**) Und wenn dann ein Magazin diesem Spiel eine besonders miese Wertung gibt, ist halt das Magazin scheiße. Beispiel gefällig? Der mutige 4players.de-Test von Gothic 3 wird gerade im halben deutschsprachigen Intarweb mit purem Hass quittiert. Dabei ist er gar nicht mal so mutig, denn trotz des vernichtenden Fazits (“Das, was ihr morgen in der Box kauft, ist schlichtweg unfertig und leider in vielen Bereichen demotivierend, wenn man nicht beide Augen in blinder Ignoranz zudrückt”) gab es immerhin noch 68%.
Zusammenfassend drängt sich mir also der Verdacht auf, dass Spielezeitschriften fast nur noch von Leuten gekauft werden, die sich nicht (oder zumindest nicht regelmäßig) über das Internet informieren, sich generell nicht so sehr für Computer- und Videospiele interessieren und/oder Spiele tatsächlich für so komplexe Gebilde wie portable Nuklearreaktoren halten. Zum Beispiel Eltern. Oder hoffnungslose Romantiker wie ich, die darauf hoffen, dass auf einmal alles wieder so wird wie früher. Ach, so ein Quatsch. Ich bin einfach zu faul, mein Abo zu kündigen.
Aber was weiß ich schon.
(*) Preißelbeeren auf Käsebrot sind fucking fantastisch. Probiert’s mal aus.
(**) Oder man ist wie Richard und kauft Gothic 3, obwohl ihn alle davor gewarnt haben. Sogar er selbst. Haha, Sucker.
Heissen die nicht Bobbies? Stehst auf Polizisten, wa? ;)
Marimba, die Kunst ist es, die uns vom Tier unterscheidet!
Dann schon eher, warum DaVinci heutzutage für MS den Flightsimulator XI programmieren würde!
Meine Meinung:
1. Die Tests ließt sich kein Schwein durch, weil eh nichts drin steht außer A-Knopf = Springen usw.
2. Weiß man voher schon was für Prozentwertungen die Spiele bekommen (Gears of War 91%, GTA 6 93% usw.)
Vielleicht sollte jede Zeitschrift das Forum mit allen Beiträgen auf die DVD prägen.
Dies Forum ist echt interessant!
Das unterscheidet ja auch Kino und Theather: Das unmittelbare Feedback! Deshalb is Theater noch immer interessant(für die Schauspieler).
Aber unterm Strich: Die grosse Masse muss angesprochen werden, das stimmt schon!
Die grossen vier mit Auflagen über 200.000 – was machen die richtig?
Unabhängig davon, ob es gut oder schlecht ist, nur die Auflagenstärke betrachtet!
(Und was haben die vor einem Jahr richtiger gemacht?)
Da ist ne DVD(mit Spielen und/oder Filmen) bei, die sind nicht zu teuer und die schreiben für Dich und mich.
auch wenn ich nicht repräsentativ für ein untergetauchtes marktsegment bin, welches jetzt all die titel aus der versenkung holen könnte, einer meiner gründe warum ich vor 15 jahren zeitschriften kaufte, war der LESESPASS.
die dinger waren einfach gute lektüre. damals war mir humor im text sehr wichtig, und so las ich die lustigen rezensionen von hengst und lehnhardt. und die asm kaufte ich mir sowieso nur wegen den leserbriefen.
auch heute lache ich noch gern beim lesen. aber die 100 jahre studium haben halt auch mich und mein leben geformt, und so fände ich es spannender über die kultivierungsthese bei gamern, die verflechtungen der spieleindustrie etc. zu lesen. und im gegensatz zu spieletests ist es damit für einen redaktor nicht getan, sich mit chips und cola zwei tage vor ein game zu setzen, sondern recherchearbeit ist gefragt.
Gibts eigentlich auch irgendwo ganz alte Zahlen? Z.B. von ASM und Powerplay zu Glanzzeiten?
Sonst ist ein Vergleich mit “Früher” eher schwierig.
Konkret haben wir hier ja leider nur dieses und letztes Jahr und was war da so: WM, XBOX360, DS, PSP und PS3-Wii will come.
Genauso sieht es auch bei mir aus. Ich kaufe seit Jahren (die letzte ist vielleicht von 1999 oder 2000) keine Spielezeitungen mehr. Ich habe immer weniger das Gefühl, dass da “Spieler für Spieler” schreiben, sondern PR-Texter die gewisse Spiele hochjubeln. Ich habe damals™ saugern PowerPlay UND ASM gelesen – das war einfach cool. Bei den Gurkentests hab ich Tränen gelacht. Als ich die letzte Spielezeitung in der Hand hatte, begann alles bemüht und “cool” zu werden – und ich glaube nicht, dass sich das irgendwie geändert hat.
Statt Spielezeitschriften gibt es Blogs, ein paar Testseiten im Netz (eigentlich find ich da aber auch nur eurogamer.net gut), “Businessseiten” zum Thema (gamesindustry.biz z.B.) und so Sachen wie The Escapist. Oder auch eines der unzähligen Spieleportale, wenn ich mal an einem Wertungsüberblick über ein Spiel bin (metascore macht es da auch einfach).
Soviele Webadressen und das hat auch seinen Grund:
1) Das Web hat vieles verändert. Informationsbeschaffung ist so einfach wie nie zuvor. Es gibt Demoversionen von Spielen, die man sich aus dem Netz herunterlädt, früher nahm hier das Magazin des Vertrauens eine viel wichtigere Rolle ein. Ihre Bewertung entschied nicht selten über Kauf oder nicht. Was mittlerweile perverse Züge angenommen hat. Aber vielleicht war ich früher auch nur naiver als heute.
2) Spielezeitungen sind Oldschool – und genau das erwarte ich von einer Spielezeitung: Oldschool sein. Leider sind das quasi keine mehr – ich will keine hippen Berichte, ich will Leidenschaft von Spielern für Spieler. (siehe erster Punkt in diesem Kommentar)
3) Mein Spieleprofil hat sich geändert. Früher habe ich alles gezockt, was mir unter die Finger kam – mangels Internet war Singleplayer anders. Heute kaufe ich mir im Jahr vielleicht noch 2-3 Spiele und die sind dann auch selten von einem Major. Das fing vor einigen Jahren mit Battlefield an, welches innerhalb kürzester Zeit den Mods Eve of Destruction und kurz darauf Forgotten Hope weichen musste. Damit war ich für einige Zeit (sprich: 1-2 Jahre) beschäftigt. Dann entdeckte ich wieder EVE Online, was ich seitdem fast ausschließlich spiele. Dazu ein wenig Red Orchestra und “kleine Spiele” wie The Ship oder Defcon. Ich glaube das letzte Singleplayerspiel was ich mir gekauft habe, war Psychonauts. Auf unseren kleinen Freundeskreis-LANs werden auch ausschließlich Klassiker gespielt: Warcraft 3, Starcraft, UT (das auch in neueren Versionen), Rune, Worms.
Mich würde die Meinung von Leuten interessieren, die sich noch nie eine Spielezeitschrift gekauft haben, und warum sie es nicht taten.
Und was sich ändern müßte, damit sie sich eine holen.
Ansonsten stimm ich mit Jello überein: das Vertrauen ist bei mir auch weg – als nächste Stufe wird einfach der Text auf der Spiele-Packungsrückseite ins Heft kopiert.
Darüberhinaus wehre ich mich gegen das unterschwellige “Nur wer das Heft kauft, kann mitreden – im Internet sind nicht die ECHTEN Infos” aller Zeitschriften. Wenn die Verlage erkennen, dass das Internet “gesiegt” hat und das die Rollen vertauscht wurden. Und wenn sie anfangen, sich in ihre Rolle zu fügen(gut recherchierte Hintergrundinfos und Archiv), dann könnt ich mir mal ne Zeitschrift kaufen.
Wenn sie nie eine Zeitschrift gekauft haben, können sie ja nicht sagen, was sich *ändern* müsste.
NSelbstverständlich können sie das:
-Dicke der Zeitschrift
-Titelbild
-Keine/eine/zuwenig DVDs
-beim Kumpel gelesen
…
Äh, zu früh abgeschickt. Was da eigentlich noch drunter sollte:
Wenn ich mir überlege, was sich ändern sollte, fällt mir auch nichts ein. Ich mag die GEE und vor allem auch die EDGE, aber beide lese ich tatsächlich nicht *ernsthaft*. Ich schaue mir die bunten Bilder an und habe sie dann gerne im Regal stehen. Nicht, weil sie mir inhaltlich nicht gefallen oder so; ich bin einfach extrem (Papier-)lesefaul geworden. Und mal ehrlich, so gut die Artikel in der EDGE auch sein mögen, ich habe sie jetzt ein halbes Jahr nicht mehr bezogen und habe nicht das Gefühl, groß was zu verpassen.
Huch, schon abgeschickt?
Was bei mir noch drunter sollte:
Früher gab es nur Multiformatzeitschriften, man konnte gleich den Kumpel ärgern und zeigen wieviel besser die C64-Version aussah.
Es geht ja nicht nur den Spielezeitschriften so. Der Kurzgeschichtenmarkt ist ebenso am zusammenbrechen.
aber das liegt wohl alles daran, dass heute eben jeder seine Zeitschrift unter Druck produzieren muss. Früher haben sich die Leute darüber beschwert das die Club Nintendo (eine der ersten Spielezeitschriften, für die Jüngeren hier) nur alle 2 Monate erschienen ist. Heute würde ich mich freuen wenn einige Zeitschriften niht so oft erscheinen würden. Man bräuchte einfach ein neues Konzept. Aber das zu finden dürfte schwierig sein.
Übrigens: für mich sind die Kommentare hier verschoben, es steht alles ein bisschen zu weit links… jetzt kann ich die Mailbenachrichtigung nicht mehr aktivieren :(
Also für mich sieht alles normal aus. Sowohl in Firefox, als auch in IE.
Ich denke, dass die “Spielerszene” sich auch dank des Internets stark aufgespalten hat. Früher, damals in den 80ern und Anfang der 90er gab es eben nur die handvoll Zeitschriften und diese berichteten eben z.B. über ihr System. Und die Spieler haben auch verschiedene Genres angefasst. Simulation. Rundentaktik. Shoot’em’up und so weiter.
Heute gibt es zwar mehr Spieler, aber deutlich weniger “Mainstream-Genres”, die große Verkaufserfolge feiern und über die groß berichtet wird. Das hat aber auch dazu geführt, dass viele Genrefreunde sich eben im Internet informieren. Wenn die Zeitschriften kaum noch über Adventures schreiben, finde ich eben im Internet haufenweise gute Seiten zum Thema. Das gleiche gilt für viele andere Genres – die ganzen WoW-Spieler lesen auch keine Zeitschrift, sondern haben ihre eigenen Seiten. Flight Simulatoristen auch. Counterstriker ebenfalls. Und die ganzen alten “Grumpy Gamer” haben halt Antigames, D-Frag oder die SpielerEinsbisVier.
Die Zeitschriften haben zwar versucht mit CS-Artikeln oder WoW-Sonderheften mitzuhalten, aber insgesamt dürfte diese Balkanisierung des Spielemarktes schwer für die Zeitschriften werden.
Unter dem Strich sind doch fast alle Print Mags nur noch fürs Scheißhaus gut. Die DVD werf ich meistens gleich weg, weil eh schon bei erscheinen alles alt ist.
Die GEE ist z.Zt. die einzige Ausnahme. Auf die bin ich immer scharf und lese sie auch zügig durch. Mir gefällt die Zeitschrift einfach. Und ich seh keine verdammten % Zahlen. Ich habe noch ein PC-Games Abo das ich definitiv kündigen werde. Das einzige Magazin das ich auch noch abonniert habe ist die Maniac, aber die geht mir auch schon länger auf den Kecks. Von der Maniac trenne ich mich aber ungern, weil ich mir die Zeitschrift schon seit gut 10 Jahren kaufe. Vllt. schaff ich es ja mal mir einen Ruck zu geben, dann wird auch das Abo gekündigt.
Und ich find es richtig klasse das weniger Print Mags gekauft werden. Lange genug hatten sie ihre Chance mal was zu ändern. Die sollen doch untergehen. Das Klo gehören sie alle runtergespielt wenn man mit scheißen fertig ist!
OK, runterspielen auf dem Klo sollte man nicht. Eher runterspülen ;)
Hey, da verschluckt wieder irgendjemand Kommentare von mir.
Runtergespült soll es heißen und nicht runtergespielt ;)
bei mir ist auch alles schick – und zum Thema Zeitschriften:
Früher hatte ich mehr Geld und habe gerne mal 50 – 60 € im Monat für allen möglichen Lesekram ausgegeben. Da bin ich auch jedes Wochenende drei Stunden U-Bahn gefahren und hatte Zeit und kein Internet.
Heute habe ich Internet einen Rechner der nix aktuelles mehr Spielt. Eine 360 (auf der ich fast nur Demos zocke). Einen GC den ich seit Jahren nicht mehr wirklich oft nutze. Einen DS den ich sehr gern habe und eben auch schon eine sehr feste Meinung zu Spielen.
Ich lese als einziges noch die EDGE und die schaue ich mir auch nur kurz an. Naja und Geld spielt auch eine sehr große Rolle :-(.
Greetz Ltr
Man kann es halt keinen recht machen.
Es giebt zig unterschiedliche Spieler Typen. Viele Wirrköpfe kaufen sich ein ne High End PC und stellen dann aber trotzdem im Spiel die die Graphik Einstellung runter um nen halben Frame mehr zuhaben.(“Ich sehe 256 Frames die Minute”).
Der Genießer wird das selbe Spiel hocheingestellt lassen,weil es für ihn kein Sport ist.
Pro-Gamer interessiert eh nur die Fortsetzung ihres Spiels.
Die sie aber solbald sie da ist wegen Kleinichkeiten ablehnen.(pahh totaller Schrott keine 10% verdient das)
Es giebt tausende die nur MiniSpiele spielen.
Fallen weg weil sie naturgemäß keine Käufer von Zeitschriften sind.
Oder welche die sich zwar jede größere Veröffentlichung kaufen aber nie weit spielen.Die solten eigentlich die Haupttunden sein,kaufen aber nie regelmäßig und können die Zeitschriften Qualität nicht einschätzen.
Diese Zersplitterung ist denke ich ist einer der Hauptgründe.
Übrigens haben fäst alle Zeitschriften Käuferschwund nicht nur für für Spiele.Das Internet tötet halt.
Zu den im Artikel erwähnten Thesen:
Vermutung 1: in den Zeitschriften steht nur Schrott.
Tja, teilweise stimmt das. Wie hier schon mehrfach engeklungen, fällt der Lesespaß oft unter den Tisch bzw. endet als platte Witze. Der Rest wird dann von Riesen-Previews (Hype…) und Tests, die halt prinzipiell nach dem Interesse der Leser geschrieben und mit Wertungen versehen wurden (außer den obligatorischen Ausnahmen, die beweisen sollen, wie unabhängig und kritisch man ist).
Andererseits sind Spielezeitschriften der einfachste Weg, kompakt und ziemlich umfassend über die naheliegendsten Dinge bez. Spiele informiert zu werden. “Über den Tellerrand” gibt’s da leider kaum bis nie.
Vermutung 2: die Kids von heute haben besseres zu tun, als “Spielefachmagazine” zu kaufen.
Würd ich nicht unterschreiben; ein ernsthafter Zocker wird sich immer noch ein Mag gönnen (müssen ja nicht gleich alle sein). Insofern müssten ja die hippen Zocker bei “Spiele sind einfach derart mainstream geworden, dass man sich nicht mehr für sie zu schämen braucht.” ohne Scham zur PCA greifen können :).
Vermutung 3, “der Klassiker”: der Online-Markt klaut die Leute weg.
Ja, sicher. Ich selbst kaufe mir zwar immernoch viele Magazine, aber da spielt auch viel Gewohnheit mit (sammeln), aber wenn jemand früher nur mal ein Magazin gelauft hat, wird er es heute mit DSL wohl nicht mehr tun.
Vermutung 4: die meisten Leute interessieren sich nicht wirklich für Spieletests.
Hmm, war das nicht schon immer so? Heute gibt es zwar nicht mehr den so ausgeprägten Konsolen- und Magazinkrieg, aber die “offizielle” Bestätigung der eigenen Meinung war doch immer ein wichtiger Grund. Wenn man nix auf “professionelle” Tests gibt, hat man noch nie Mags gekauft.
Jedoch kann es schon sein, dass die Zahl der Nicht-Test-Interessierten durch die wachsende Zahl der Mainstream-Zocker, die im Generationswechsel auch die klassischen Hardcore-Zocker verdrängen, eben keine Tests in Printmags will.
Fazit
Ich denke, dass die Magazine einfach zwischen allen Stühlen sitzen: Ihre Texte sollen für jeden Spieler – von Einsteiger bis Profi – lesbar sein, dadurch fällt natürlich vieles durchs Raster, insb. auch thematische “Randbereiche” (Industrie, Modding, Szene etc.).
Außerdem mag ich die manchmal aufblitzende Mischung aus Scheinheiligkeit (“Wir sind unbestechlich!”) und Unfehlbarkeitsanspruch (“Wir sind die Profis!” überhaupt nicht (und 1 Jahr später war das 90%-Spiel dann doch “gar nicht so super”…).
Ach so, die Geld-Frage ist IMO nicht wichtig. Wenn man nicht gerade zig Mags haben will, kann sich doch JEDER mindestens ein Magazin leisten.
Hui, 3 Euro achtzig – aber dann zu McD gehen…
Und mal ehrlich, so gut die Artikel in der EDGE auch sein mögen, ich habe sie jetzt ein halbes Jahr nicht mehr bezogen und habe nicht das Gefühl, groß was zu verpassen.
Das Gefühl, was zu verpassen oder was verpasst zu haben, hatte ich bisher auch bestenfalls bei Spielen, aber _noch nie_ bei Spielezeitschriften. Oder bei Zeitschriften generell.
Das Problem ist meiner Ansicht nach auch, dass Spiele zwar insgesamt mainstreamiger werden, dadurch aber soviele _verschiedene_ Leute spielen wie nie zuvor. Ein Heft zu machen, mit dem man _alle_ anspricht, ist doch praktisch unmöglich. Versucht deshalb ja auch keiner mehr, aber die Trennung zwischen den Heften verläuft blödsinnigerweise zu oft entlang der Systemgrenzen (360, PS2, PC usw.), nicht orientiert an den Spielertypen. Dabei gibt es heute auf der anderen Seite nur noch verdammt wenig ausschließlich an eine einzige Plattform gebundene Titel.
Ich glaube, Spielemagazine haben vor allem auch Konkurrenz von einer Menge anderer Zeitschriften bekommen. Jedes City-Magazin hat heute (hier wo ich wohne) pro Ausgabe die 3 oder 4 wichtigsten Spiele des Monats (oder die, von denen sie Vorabversionen kriegen) getestet. Das reicht ja den meisten.
Es verschaerft natuerlich die alte Problematik, dass die Leute nur noch Mainstream-Sachen kaufen, weil sie was anderes garnicht kennen. Wenn man fuer 4 Spielereviews im Monat Zeit hat, ist fuer ein Bubble-Bobble Remake evtl. einach kein Platz.
Ein Punkt, wo man ansetzen könnte. Warum nicht ein Heft nur für Rollenspiele und/oder Adventures? Oder nur für Action-Spiele?
Plattformübergreifend versteht sich. Mit mehr Hintergründen, mehr Entwicklerbesuchen, mehr berichten von kleineren Titeln. Wäre mal etwas.
Naja die großen Hefte schauen leider alle aus wie geklont , ganes pc games und wie sie alle heißen. ich mein es steht überall dess selbe in einem ähnlichem wortlaut drin, investigativer Journalismus ist auch nicht mit drinne.
Die meisten Reportagen erstrecken sich sich über: wir waren in Frankreich/ Polen/ So und so usw. und haben den entwicklern EA /Ubisoft / Etc.. über die Schulter gekuggt. Sehr unitnerresant. um den punkt von dem Gehimnisvollem Herren vor mir aufzugreifen eigentlich hatte sich die PLE ( des punkt komma strich gewusel is mir zu doof) genau damit beschäftig leider musste sie eingestellt. werden.
Eine Zeitschrift dies Richtig macht is finde ich die GEE, die einzig ernztzunehmende zeitschrift. die Test nehmen nur einen sehr begrenzten Platz im Heft ein, und sind nicht in dieser Herrlich objektiven oberflächlichen wegen ruckeln ziehen wir 4,3 % Prozent ab.. Stil geschrieben, sondern Subjektiv und Konativ so wie spiele auf uns wirken.
Den haupteil nehmen interresante Reportagen die sich im Grunde um die Themenbereiche: wie funktioniert ein Spiel (also nicht dieses Technik geschwafel sonder wie funktioniert es in den Köpfen was passiert beim spielen, wie vermittelt es story etc.)Videospiel als Kulturgut oder politikum oder als Pädagogisches Mittel, videospielgeschichte, spielen in andren ländern und umallerlei kurioses rund um Games. diese berichte sind endlich mal von einer dialektischen Denkweise bestimmt,und durchdacht.
Also des wär meine Große empfehlung, nebenbei bitet sie auch ein Design des mal nicht so überfrachtet ist wie sonst.
sollte jetz keine Werbung sein, aber ich persönlich finde es unglaublich interresant das thea mal anders zu beleuchten (deswegen Les ich ja Antigames)
Achja die Edge ist mir zu langweilig geschrieben um interresant zu sein (in der Deutschen Version)
Enno:
Naja, läuft bei den sog. Fachmagazinen ja auch nicht anders. Spiele abseits des Mainstream bekommen dort vielleicht eine halbe Seite, oft weniger, und werden in so gut wie allen Fällen mit entsprechend mauen Wertungen abgekanzelt. Siehe Vermutung 4.
Das wäre ein Schritt in die ganz falsche Richtung.
Spiele sind nicht mehr nur ausschliesslich für Freaks. Vergleiche hinken immer etwas, aber Parallelen zum heutigen Kino- und DVD-Markt bieten sich an, zumal die Produktion eines Spieles relativ nah dran ist am Filmgeschäft, mit Vertrieb, Studios, Designern etc.
Ich kann mir gut vorstellen dass die Spielezeitschriften weiter an Bedeutung verlieren. Das Medium wird zunehmend Alltag, die ersten Spielergenerationen haben inzwischen auch ein paar Jährchen auf dem Buckel, Spiele interessieren einen immer größer werdenden Teil der Bevölkerung, ähnlich wie dies bei Kinofilmen der Fall ist.
Und wo informiert man sich darüber, ob der neue Spielberg wirklich was taugt? In der FAZ, der Zeit, dem Lokalblatt, dem 10 Minuten Kinomagazin in dem man beim Zappen hängen bleibt. Das reicht für 9/10 der Leute aus. Und wer sich näher dafür interessiert, der schaut ins Netz oder kauft sich eine der wenigen Zeitschriften.
Bei Spielen wird sich das ähnlich entwickeln. Hin zu gut lesbaren einseitigen Kritiken die Genrewissen und Wissen über das Medium voraussetzen und einem nicht zwei Seiten lang die Steuerung und Spezifika eines Shooters erklären um anschliessend doppelt so lange über die Grafikqualität zu philosophieren.
Spielemagazine werden dabei zwangsweise untergehen. Vielleicht bleiben von allen, inclusive der Konsolenmags, nur zwei? Vielleicht geht der Schritt auch ganz in die Richtung von Kombipackungen wie SFT. Inhaltlich merken die meisten ja jetzt schon dass es mit Re-/und Previews nicht mehr reicht und bringen zunehmend mehr Reportagen, Interviews und Szeneinfos…
Ich jedenfalls freue mich auf das was da passiert, denn die Etablierung eines neuen Mediums ist eine spannende Angelegenheit. Wer weiss ob wir nicht eines schönen Tages Lenhard in einem “Gamologischen Quartett” auf den 77 Teil der Final Fantasy Reihe schimpfen hören. ;)
Achso, übrigens: Die Vrschiebung nach links wird mit der länge der Kommentare schlimmer. Mittlerweile werden bei mir die ersten Wörter der Kommentare verschluckt und da wo “Kommentar veröffentlichen” stehen sollte, kann ich nur noch mentar… lesen.
Hmm. Also da niemand anders dieses Phänomen beschrieben hat, vermute ich mal, dass es sich um ein lokales Problem bei dir handelt. Mal den Cache gelöscht oder so?
ob spielezeitschriften wirklich ganz verschwinden, weiß ich nicht. den musikzeitschriften gibt es ja auch noch, obwohl spiegel & co auch reviews schreiben.
Christian D., welchen Browser benutzt du denn?
Stefanx, klar, aber mit welchen Auflagen. :)
um den punkt von dem Gehimnisvollem Herren vor mir aufzugreifen eigentlich hatte sich die PLE ( des punkt komma strich gewusel is mir zu doof) genau damit beschäftig leider musste sie eingestellt. werden.
Nein, die PLE: war ein Magazin, das sich in jeder Ausgabe mit einem _anderen_ Genre befasst hat. Im Gegensatz zu einem Magazin, das sich beispielsweise konsequent nur mit Adventures und Rollenspielen auseinandersetzen würde, wie der Herr oben meinte. (Dass die PLE: eingestellt wurde, schreib ich einfach mal der durchwachsenen Qualität der Texte zu. Den B&W2-Test muss erstmal einer toppen, im negativen Sinne.)
Ich meinte die Trennung aber eher anders, nicht entlang der Genres. Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach, dass die meisten einfach für alle schreiben wollen: Für den 12jährigen Anfänger, den 25jährigen Vollprofi, die 35jährigen Ex-Vollprofi, der inzwischen Familie hat und nur noch halbwegs auf nem aktuellen Stand bleiben möchte und den 35jährigen, der erst jetzt mit seinem DS zum ersten Mal in Kontakt mit Videospielen kommt. Das funktioniert aber nicht.
Deshalb kommen immer wieder ganze Artikel wie dieser Raubkopiererreport vor einiger Zeit in der GameStar, der für Neueinsteiger ganz interessant sein mag, aber für niemanden, der bereits länger als ein Jahr spielt. Für den sind das fünf Seiten Nullinformation. Null!
Daher kommt meines Erachtens der Erfolg der CBS: Ich find das Heft übel, aber es adressiert die Einsteiger und niemanden sonst.
Für den Fortgeschrittenen, der gerne Hintergründe hätte, der gerne Tests zu _allen_ Systemen in einem Heft hätte, einfach weil er mehrere bei sich zu Hause stehen hat, ist momentan einfach wenig dabei auf dem deutschen Markt. Die Edge ist in ihrer deutschen Fassung immer noch nicht vernünftig lesbar und bei der GEE ist schon das Design eine Zumutung.
Mir fehlt da einfach eine Zeitschrift, die mal bewußt das Risiko einginge, uns Enthusiasten nicht ständig zu langweilen und dafür für Anfänger vielleicht schlechter lesbar zu sein.
Da ich schon seit den Zeiten der längst vergessenen “Tele Match” Stammleser und Abonnent diverser Spiele-Testmagazine bin (Happy Computer/Spiele-Sonderteil, PowerPlay, PCPlayer, PC Xtreme, GameStar, PC Powerplay), maße ich mir hier auch mal ein Urteil an.
Erstens
empfand ich die damaligen Testmagazine im Vergleich mit den seit ca. fünf Jahren erscheinenden Ausgaben tatsächlich als kurzweiliger, lustiger und insgesamt interessanter geschrieben. Auch das “literarische Niveau” der von mir gelesenen Hefte erschien mir anspruchsvoller (von solchen Proll- und Idiotenpublikationen wie ASM, Amiga- bzw. PC-Joker, PC Action etc. ließ ich wohlweislich die Finger). Einen Großteil dieser Zeitschriften lese ich heute noch (mit Genuss) in regelmäßigem Turnus immer wieder (das ist der Vorteil, wenn das Zeitschriftenregal auf der Gästetoilette steht) und finde keinen Grund, mich für die Lektüre zu schämen. Knackige Tests, saftige Verrisse, schwarzer Humor und Redaktionen, die sich auch trauten, das im Vorfeld hochgehypte Produkt als einen bugverseuchten Blender zu brandmarken (erinnert sich noch jemand an den BundesligaManager 97?), waren damals wohl noch weiter verbreitet. Aber diese Zeiten sind wohl endgültig vorbei.
Zweitens
sinken ganz offensichtlich das Niveau und der Anspruch der Leserschaft. Einen vor Rechtschreib- und Satzbaufehlern strotzenden Leserbrief/jetzt: Blog-Eintrag (wie sie sich im gesamten Internet und leider auch hier auf dieser Seite immer weiter verbreiten) abzudrucken, wären damals höchstens die billig gemachten Fan-Magazine bereit gewesen, einen solchen Schrott hätten die frühe PowerPlay oder die PC Player erst gar nicht akzeptiert. Auch ich ziehe generell jeden gut und sauber geschriebenen älteren Spieletest einem noch so aktuellen Blog-Kommentar vor, der von einem offensichtlich der deutschen Sprache unkundigen Sonderschüler ohne Verwendung einer Rechtschreibprüfung erstellt und ins Netz geferkelt wurde. Basta.
Und da die Idioten offensichtlich immer mehr werden (in diesem Forum wird ja sogar schon die BILD-Schreibe verherrlicht, Mega-Pfui!) und es immer mehr Leuten egal ist, was für einen rechtschreibefehlerverseuchten und grammatikalisch inakzeptablen Mist sie lesen (Hauptsache, sie kriegen ihn kostenlos), liegt es doch auf der Hand, warum die Printmedien mit einem solchen Leserschwund zu kämpfen haben.
Das war’s. Jetzt könnt ihr meinetwegen losflammen.
Der ASM kann man immerhin noch zugute halten, dass sie in ihrem Anarcho-Trash-Stil konsequent war. Ich meine, Wertungen in x/12? Für jedes Genre andere Kategorien? Null Layout? Anleitungen von Spielen mal eben im Tipps&Tricks-Teil abgedruckt?
Ausserdem hatte sie Space Rat(?). Dennoch, mehr als drei Ausgaben habe ich zuhause glaube ich auch nicht rumliegen.
@Chris:
so gering sind die auflagen von visions und intro nicht, täusch dich da mal nicht. ich denke der unterschied besteht aber darin, dass jede woche rund 200 cds rauskommen, sich da einfach in 2-3 blogs einen überblick zu verschaffen ist kaum möglich. und: bei musikzeitschriften gibt es teilweise ein trennung. metal, hiphop, techno, indie – da kann praktisch jeder auf seine magazinform zurückgreifen.
Was wollen die Zeitschriften? Geld machen.
Was wollen die Leser? Welche Leser? Da gibt es einfach zu viele unterscheidliche Gruppen von Lesern!?
Mit wem können die Zeitschriften(also Verlage) Geld machen? mit der größten Kundengruppe, den Computerbildlesern.
Das ist reine Finanzmathematik, dass nur die grosse Masse angesprochen wird.
So wie es bei Betriebssystemen realistischerweise auch nur eins gibt.
Der Witz ist, das muss man nicht gut finden, aber es wird irgendwann nur noch 1-2 Spielezeitschriften geben, die nurnoch die grosse Masse anspricht.
nicht zwingend. nischenmagazine können durchaus auch überleben.
es gibt auch mehr als 1-2 autofirmen weltweit..
Nischenmagazine sind Magazine, die nicht von der breiten Masse gekauft werden. ;)
Autofirmen, Flugzeughersteller, Spielefirmen… alle am konzentrieren.
Stichwort: EA.
Heissen die nicht Luschenmagazine? ;)
Wieso Luschenmagazine?
Behaupte doch, Internetseiten sind von Leute, die kein Verlag beschäftigen will.
Nein, sie sind die Gegenbewegung, dich nicht alles hinnimmt was die Majorplayer diktieren!
Zum Thema Nivau:
Wie hier schon anklang, wäre eine Begrenzung auf eine Genre in einem Magazin kommerzieller Selbstmord.
Eine dezidierte Ausrichtung auf eine bestimmte Leserschicht wäre wünschenswert, jedoch gibt es momentan nur die Einsteiger-Mags (CBS & Co.) und dann eben den mehr oder weniger seriösen Rest, der für alle schreibt.
Im regulären Zeitschriftenmarkt gibt es doch auch mehr: so gibt es IMO kein Spielegegenstück zu bspw. FAZ; GameStar & Co. würd ich auf Die-Welt-Level einordnen.
“Spielekultur für Erwachsene” der [ple:] war ja nur Lippenbekenntnis, bei GEE fehlt mir immer wieder das tiefe Fachwissen, Edge ist schlecht übersetzt. Die alte PC Xtreme (Quasi-Vorgänger der GS) hatte sich ja auch “fortgeschrittener Gamer” angeheftet, aber die Hefte habe ich nicht hier (wenn ich sie überhaupt noch habe).
Wenn jedoch eh insg. die konstante Käuferschicht für Mags immer kleiner wird, wäre wahrscheinlich auch so ein Advanced Gaming Mag ((c) by DocTriv :-) wirtschaftlich kaum haltbar bzw. 5,99 EUR oder so kaum in Dtld. durchsetzbar (Edge in UK 4 Pfund).
Hmm, geil, jetzt hab ich Niveau doch glatt fett falschgerschrieben… Witzig!
Mein Wunsch-Mag: Spritzigkeit von Eurogamer.net, unverblümte Härte von GameFront, lustige Verrisse schlechter Spiele aus der “guten, alten Zeit”, Gerechtigkeit für “kleine” Spiele, Background-Berichte aus Edge/gamesTM, Over-the-rim von GEE und etwas Retro.
Ohh nööö, schon wieder so viele Kommentare. Ich weiß auch nicht, bei euch artet das immer so aus ;).
vielleicht sind auch nur mehr leute drauf gekommen, was man alles mit torrents saugen kann…
Meiner bescheidenen Meinung nach ist Vermutung Nr. 2 die richtigste. Traurig, aber wahr. Und vor allem schwierig in den Griff zu kriegen.
Nimm mir das nicht übel, aber das muss man nicht “in den Griff bekommen”. Das ist gut so! Klar, es ist schlecht für die ganzen Zeitschriften, inklusiver deiner und somit auch nicht gut für deine Jobsicherheit, aber für die Branche insgesamt ist es eine feine Sache, dass sich die Spiele langsam aber sicher aus der Nerdecke rausbewegen. Ich habe in den letzten zwei Wochen Im ICE zwei Erwachsene Menschen im Anzug mit einem DS Lite spielen sehen. Den Geräuschen nach zu urteilen, haben sie beide NSMB gespielt. Diese Leute werden sich nie eine Gamestar kaufen, sind aber trotzdem Spieler. Super.
“In den Griff kriegen” müssen das ja auch wir als Medium. Wir müssen es schaffen, ein Heft/Website/Video zu machen, das die Leute anspricht, die sich ihre Spiele-Infos sonst aus dem Burger-King-Magazin holen. Denn für die Branche, lieber Richard, ist diese Verbreiterung vielleicht gut. Für die Spiele selbst sicher nicht. Oder glaubst du, dass die Youngsters ein Darwinia oder Defcon spielen? Sicher nicht! Die spielen “was man halt grad so spielt”, also das neue Need for Speed, Fifa, Tony Hawk etc. Außerdem sind diese Jungs keine regelmäßigen Spielekäufer. Sie kaufen dann ein Spiel, wenn das Wetter schlecht ist oder sie gerade Langeweile haben, nicht weil sie auf einen besonderen Titel warten oder grundsätzlich im Monat drei Spiele kaufen. Spielen wird ein Massenhobby, stimmt schon. Ob das aber gut für die Branche ist, muss sich erst noch zeigen.