Avatar

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Liebe Frau Will,

das Wort “Avatar” wurde 1992 vom amerikanischen Autor Neal Stephenson in seinem Roman Snow Crash geprägt. Es leitet sich aus dem Sanskrit ab, wo das Wort “Avatara” soviel wie “Abstieg” bedeutet und sich auf das Herabsteigen einer Gottheit in irdische Sphären bezieht. Vielleicht kann die Tagesthemenredaktion ja in Zukunft mal einen Praktikanten damit beauftragen, solche Zusammenhänge aufzuklären. Daher mein Antigames ProTipp™: Einfach mal “Avatar” in Google eingeben und schauen was passiert, denn es kann ja eigentlich nicht sein, dass sich die Moderatorin der Tagesthemen stolz zeigt, gewisse Sachen nicht zu wissen.

Ansonsten aber ein Lob an Autor Wolfgang Stuflesser für den netten Beitrag über Second Life. Ich bin doch etwas überrascht über den neutralen, ja fast positiven Ton des Films. Sind Sie sicher, dass Second Life unsere Kinder nicht in willfährige Instrumente des Teufels verwandelt, sie zu professionellen Amokläufern ausbildet, Sexverbrechern frei Haus liefert und ihre Tischmanieren ruiniert?

Vielleicht sollten Sie noch mal bei dem einen oder anderen CDU Innenminister anrufen, denn was weiß schon ein Medienforscher wie Herr Klimmt über Medien? Die eigentlichen Experten für Videospielen sind doch anerkanntermaßen Innenminister und kriminologische Forschungsinstitute, denn erstens sind Medien und ihre Auswirkung auf Kinder ja bekanntermaßen der Zuständigkeitsbereich der Innenministerien und zweitens wissen wir ja alle, dass Videospiele quasi digitale Verbrechen sind und somit zur Kernkompetenz von Kriminologen gehören.

Scherz beiseite, der Beitrag hat richtig gut getan, trotz der peinlichen Anmoderation der Marke “Diese verrückten jungen Leute von heute…”.

Gut gemacht.

Wie wäre es als Belohnung für die gute Arbeit mal mit einer schicken neuen Grafikkarte für den armen Herrn Stufflesser? Nicht dass hinterher noch halb Deutschland denkt, es wäre völlig normal wenn ein Computerspiel mit 2 Frames pro Sekunde läuft.

Wobei, damit könnte ich durchaus leben. Denn das wäre ein erheblicher Fortschritt gegenüber dem bisher vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen gerne verbreiteten Mythos, Videospiele würden Kinderhirne verquirlen. In diesem Sinne: Bitte mehr Beiträge wie gestern Abend. Das könnte helfen.

Mit freundlichen Grüßen,
Richard von Antigames

57 Kommentare Autor: Richard
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57 Kommentare

  1. Hat sich bis jetzt eigentlich mal eins unserer Print-Magazine dazu herabgelassen, etwas über Second Life zu berichten?
    Ich mein ja nur, wenn das Thema mitlerweile schon so populär ist, dass sich die Tagesschau damit beschäftigt, würde es sich doch quasi als Coverthema nur so aufdrängen….

  2. Die Anmoderation war ja wirklich süss. Der Beitrag selber war dafür aber sehr gelungen, auch wenn das ständige Geruckel etwas genervt hat. Mehr davon!

  3. Hehe. Avatar. Hehe.

    (Muss diese ultracoole Trackback Bloggerzeug eigentlich in den Kommentaren landen?)

  4. Ja, das ist Absicht. Leider wird nur selten ein sinnvolles Stück Text zitiert.

  5. pffff…. um was zum teufel gehts in dem beitrag überhaupt. ich nix verstehn ^^

  6. Folge einfach mal dem ersten Link im Beitrag und du wirst erleuchtet werden.

  7. Es sei denn, du hast Firefox 2.0. Dann kanns auch sein, dass dein Browser abstürzt. So wie meiner. Reproduzierbar.

  8. Bin Firefox-2.0-User, hab keine Probleme. Welchen Mediaplayer benutzt du?

  9. Ich habe auch FF2.0 und damit keine Probleme.

  10. Nun ja. Ich freu mich ja, wenn digitale Unterhaltung und ihre Nutzer sachlich potraitiert werden und nicht wie die Erzeugnisse kranker Phantasien und Gelüste dargestellt werden. Trotzdem finde ich, dass dem Beitrag ein paar kritischere Stimmen gut getan hätten. Diese Kommerzialisierung zum Beispiel ist durchaus fragwürdig. Aber insgesamt schon ein recht brauchbarer und vor allem sachlicher Beitrag. Eine Frage habe ich da trotzdem und die stelle ich gleich mal an die Antination. Ist Second Life überhaupt ein Spiel im engeren Sinne? Es ist bestimmt Freizeitbeschäftigung und es gibt bestimmt Leute, die da Spaß dran haben. Aber ein Spiel? Ich bin mir da nicht so sicher, allerdings habe ich es auch noch nicht selbst ausprobiert. Vielleicht gibt es ja mal ein paar Inside-Infos.

  11. Was genau hälst du denn da für für fragwürdig?

  12. Der Hersteller scheint die Frage selbst nicht beantworten zu können:

    1. What is Second Life?
    Second Life is a 3D digital world imagined, created and owned by its Residents.
    2. Is Second Life a MMORPG?
    Yes and no.

  13. Ganz ehrlich, ich halte die Frage ob das ein Spiel ist, für nicht wirklich für relevant. Aber wenn du darauf bestehst, ja es ist ein Spiel. Viele Leute sind der Meinung, dass ein Spiel zum Beispiel Regeln haben muss und dass man es gewinnen und oder verlieren können muss. Schon daran würden viele Videospiele scheitern, aber sie sind eben doch Videospiele.

    Viele Spiele haben natürlich Regeln und von diesen Spielen haben viele wiederum Bedingungen fürs Gewinnen und Verlieren, aber du hast damals im Sandkasten sicher nicht versucht irgendwelche Highscores zu schlagen. Ich kann mich da jedenfalls nicht an irgendwelche Schiedsrichter erinnern.

    Ich zitiere mal eben Wikipedia, diese wunderbare Sammlung großartiger Oberstufen-Referate:

    Das Spiel ist eine Tätigkeit, die ohne bewussten Zweck zum Vergnügen, zur Entspannung, allein aus Freude an ihrer Ausübung ausgeführt wird.

    Nach dieser Definition ist Second Life also ein Spiel.

  14. Was mich stört, ist das Kommerzialisieren von Spiel-Inhalten. Also das reale Kaufen von virtuellen Dingen, wie Grundstücken oder Items. Das Problem besteht ja auch bei anderen Spielen, in denen exzessives Farming betrieben wird. Bis zu einem bestimmten Grad ist das ja nachvollziehbar aber ich finde, dass da auch Gefahrenpotenziale liegen. Vor allem rechtlich bewegt man sich da in einer Grauzone. Ich habe gerade keine Zeit, das genauer zu erläutern, aber ich denke, es wäre einen eigenen Beitrag wert.

  15. Der beste Oberstufenreferatssatz aus dem Wikipedia-Eintrag zum Thema Spiel ist übrigens der hier:

    Welcher Jugendliche denkt heute, wenn er sich in einen Spiel-Server einloggt, um dort seinem Computerspieltrieb zu frönen, daran, dass alles in einer Zeit begann, als Höhlenmenschen ihrem Spieltrieb durch spielerisches Zeichnen freien Lauf ließen?

  16. Der RPG-Begriff AVATAR wurde schon 1987 in Ultima IV als Name des Helden auf dem AppleII geprägt und ist seither fixer Bestandteil der Szene und seit UltimaOnline eben auch der Netzwelt.

  17. Bin Firefox-2.0-User, hab keine Probleme. Welchen Mediaplayer benutzt du?

    Immer noch WMP 10. Allerdings liegts wirklich nicht am FF, der Link reißt bei mir jeden Browser in den Abgrund, selbst den IE. *wunder*

    Habs aber inzwischen über den RealPlayer gesehen, wirklich sehr guter Beitrag. Hätte ich nicht gedacht.

  18. Aber echt. Ich bin gestern nach Hause gekommen, habe den Fernseher angemacht und mal zu schauen, ob die Amerikaner endlich zu Verstand gekommen sind, höre Anne Will ihr Avatar-Sätzchen aufsagen und dachte “Oh weh, jetzt kommts…”

    Und dann so was. Da ist doch was schief gelaufen. Ich fühle mich fast vernachlässigt, wenn man Gebühren nicht eingesetzt werden um mich zu verunglimpfen. Es gibt so Sachen, an die gewöhnt man sich echt.

  19. Ja, Second Life ist ein spiel,
    Ja, in der GEE war einmal ein ausführlicher Bericht derüber
    Ja, der bericht war gut gemacht, aber dass macht den braten auch nicht fett.

    Naja die kommerzialisierung halte cih nicht für des große problem, irgendwie finde ich es Charmant, davür erhebt es ja auch keine gebühren meines Wissen (man möge mich verbessern falls nicht) und man ist nicht gezwungen sich sachen zu kaufen.

  20. Anne Will ist süß. Musste hier mal gesagt werden.

  21. Ich finde das auch nicht so problematisch. Genau so kaufen sich Leute nen besseren Tennisschläger, Pokemon-Karten oder eine DVD. Dass man dabei nix “reales” in der Hand hält ist der einzige Unterschied und rechtlich lässt sich das sicher als “zusätzlicher Service” abbuchen.
    Dumm ist natürlich wenn dann der Spieleanbieter Pleite geht, dann hat man sein Geld dumm verballert, aber man kann sich auch den Arm brechen und kein Tennis mehr spielen können, oder Pokemon kommt aus der Mode…

  22. ch wunder mich, warum Second Life so erfolgreich ist, obwohl man kaum davon hört. Ich würde es eh nicht spielen, auch wenn ich davon gehört hätte weil es so steril und langweilig wirkt. Vielleicht spielen die eine Millionen Spieler auch garnicht, sondern arbeioten nur virtuell ? Das würde die ganze Sache plausibler machen…

  23. Ich sollte die Posts noch mal Korrekturlesen wenn ich blind schreibe.

  24. auch wenn das ständige Geruckel etwas genervt hat.

    Ist das bei dem Spiel nicht normal? Hab mir irgendwann mal nen Account zum Testen angelegt und die Performance war bereits auf der Tutorialsinsel arg unterirdisch.

    Mir persönlich sagt Second Life irgendwie so garnicht zu, aber ich bin auch, was künstlerische Tätigkeiten angeht, völlig unbegabt. Und von meinem Anspielen hatte ich den Eindruck, dass das Spiel für Leute die nicht gerne basteln eher wenig bietet. Bzw. mir nicht mehr bietet als es Die Sims für kostenlos können ;)

  25. Der Beitrag ist doch langweilig… das Schöne an Second Life sind die ganzen Freaks, die Ihre SM-Paläste bauen, und sich als Mister Spock angezogen gigantische Plastikdinger in jegliche Körperöffnungen schieben… von der ganzen Yiffy-Fraktion mal ganz abgesehen.

    Nee, nee… also wenn ein Spiel defintiv Köpfe verdreht, dann ist das Second Life und nicht der Teenager-Huibuh der sonst im Kaufhausregal steht… imo!

  26. Bevor ich jetzt google, was bittesehr ist ein?/eine? Yiffy?

    Imo kann man doch froh sein dass der Beitrag recht neutral bis positiv war und sie eben nicht die “Freaks” gezeigt haben.

  27. @imYemeth: Tja, aber Second Life ist IMO die größte Online-Freakshow die es gibt… insofern finde ich den Beitrag schon etwas bedenklich, denn von dieser “dunklen” Seite wird kein Wort erwähnt. Leute ohne Plan (und an die richtet sich die Tagesschau ja nun mehr oder weniger) sehen also die (2 fps) schöne, bunte Onlinewelt und würden ein 2nd Life vielleicht eher kaufen als ein World of WarCraft… letzteres kommt zwar martialischer daher ist dafür aber “sauberer” von cybernden Nacktelfen mal abgesehen.

    Versteht mich übrigens nicht falsch, und find’s genial das einige Ecken von Second Life einfach mal extrem sind – aber wieviel Aufbauarbeit kaputt gehen könnte, wenn ein Rainer Fromm vom Sado-Maso-Online-Tempel erfahren würde… dann wären Game nicht nur eine verblödete Totmachertruppe, sondern auch noch Menschen mit gestörtem Sexualleben und mit zweifelhaften Trieben und Fetischen ausgestattet.

    Yiffies sind übrigens diejenigen Jungs und Mädels die Manbeasts erschaffen, und ordentlich zur Sache gehen… oder mit anderen Worten Tiermenschen die lustvoll miteinander agieren. Und man soll es kaum glauben, es gibt da draußen ne’ recht große Anzahl von Fans dieses “Genres”, genauso wie ich vermehrt feststellen muß, das Einige auf “Schwangere” abfahren… bzw. extrem aufgeblähte Bäuche ganz supergeil finden.

    Dieser SomethingAwful-Beitrag macht ziemlich deutlich welche Scheiße man so in 2ndLife bauen kann (und das ist nur der Anfang). Ich sehe gerade, sogar mit Yiffy-Beispielen (the den of the baby tiger).

    Einfach mal durchlesen und Spaß haben – und dann den Beitrag der Tagesschau nochmal ansehen…

  28. Ich hab versucht mir ein Bild zu machen von Second Life, aber das ist anscheinend schwer oder garnicht möglich. Ich hab schon eine Menge Spiele gesehen, auch eine Menge Mist aber dieses Spiel macht mir irgendwie Angst. Nicht die Art von Angst, wie sie Silent Hill oder Resident Evil erzeugt, sondern “echte” Angst. Wo soll das denn noch hinführen mit den Computerspielen ? Andererseits ist es vielleicht auch ganz gut, wenn sich die Verrückten auf ein Spiel konzentrieren. Ich sehe es jedenfalls jetzt schon eine Art virtuelle Klapsmühle.

  29. Und man soll es kaum glauben, es gibt da draußen ne’ recht große Anzahl von Fans dieses “Genres”, genauso wie ich vermehrt feststellen muß, das Einige auf “Schwangere” abfahren… bzw. extrem aufgeblähte Bäuche ganz supergeil finden.

    Das (und sicherlich noch viel mehr) widerspiegelt eben Wünsche und Träume, die sich im “real life” nicht (oder nich so ohne weiteres) erfüllen lassen… _neu_ ist das ja nicht wirklich (Fetischismus). Hier hat man eben die Möglichkeit, seinen Avatar auf seinen ganz persönlichen (und sexuellen) Geschmack zu konfigurieren, und die Freiheit, im “Spiel” zu machen, was man will.
    Was dabei rauskommt, ist für mich wiedermal der Spiegel unserer Gesellschaft. Und der hat sich erwartungsgemäss nicht geändert.

  30. Hmmm. Also mich überrascht das irgendwie nicht besonders, und Angst macht es mir auch nicht… letztlich spiegelt sich da doch blos ein Teil des Internets wieder, mit 3D Grafik.

    Ein Aspekt des Netzes ist halt dass sich dort “Freaks” zusammenfinden, die in ihrem direkten sozialen Umfeld auf ewig allein mit ihren Ideen, Ansichten oder Neigungen geblieben wären. Da kann positives bei rumkommen (Linux), merkwürdiges (Second Life) oder schlimmes (Terrorismus).

    Ob sich die “Verrückten” nun in Second Life oder in irgendwelchen Chats, Foren oder Newsgroups treffen kann einem doch relativ egal sein… das Problem ist imo grundlegender.

  31. Ob sich die “Verrückten” nun in Second Life oder in irgendwelchen Chats, Foren oder Newsgroups treffen kann einem doch relativ egal sein… das Problem ist imo grundlegender.

    Aber ich liebe Videospiele, und ich will nicht, das diese durch solche Freaks besudelt werden.

  32. Also nach dem “Reisetagebuch” auf insertcredit.com zu urteilen ist Second Life wohl eher eine Art surreales Kunstprojekt.

  33. Aber ich liebe Videospiele, und ich will nicht, das diese durch solche Freaks besudelt werden.

    Das wirst du aber ertragen müssen, das gehört zu einer freien Gesellschaft dazu. Nebenbei “besudeln” die Videospiele wesentlich weniger als Leute wie Herr Schünemann.

  34. Na ja.

    Es wundert mich nicht, dass DIESES Spiel (?) auf diese Art im Zweiten präsentiert wird.
    In diesem Spiel muss man nicht töten, in diesem Spiel muss man keine Gallenblasen sammeln, um tole Waffen zu bekommen. In diesem Spiel sollst du kaufen und zwar gegen RL-Cash. Sorry, aber eine weitere Vereinnahmung von Spielinhalten durch den reinen miesen Kommerz kann ich nicht ertragen. Schon die Verseuchung des neuen Battlefields mit Werbeeinblendungen ist mir zu wider, aber noch annehmbar. Aber virtuelle Schuhe gegen meine hart verdienten Euros eintauschen und das in einem Spiel? Hallo, das ist wie mit den blöden Sims: Glücklich sein durch Konsum, das Soma des modernen RL.

  35. 1. Die Anne arbeitet für die ARD
    2. Second Life hat, wie Alubath ein paar Zeilen höher klar gemacht hat, ganz andere Abgründe
    3. Niemand zwingt dich zum virtuellen Schuhekaufen
    4. Niemand zwingt dich zu Spielen mit Ingame-Werbung

    Gegen Werbung “hilft” nur: Nicht kaufen. Nicht gucken.
    Jammern bringt dagegen nix.

  36. Ja, alles richtig.

    Hab mir den Link von Alubath doch mal angetan: OMG!
    Der Fernsehbeitrag (ja vom Ersten ^^) ist ja irreführend. Hätte ich mir denken sollen.

  37. Koräkturlesar

    Aulbath heißt der gute… ^^

  38. Wo du recht hast…

  39. Ehm… Name… das habe ich oben schon gepostet ;D

  40. mhmm.. WAS macht man in dem Game eigentlich? nur rumlaufen? und weiter? Sieht sehr Öde aus. Aber ich hab Anarachy Online auch nur 20 min gespielt.

  41. Laut Richards Oberstufenreferatssammlung macht man da irgendwie alles und nix.
    - den einenen Avatar und dessen “Leben” gestalten, Klamotten shoppen, Grundstücke kaufen, Haus bauen
    - ein Legokasten, man kann quasi beliebige Objekte erstellen, texturieren und ihnen Funktionen wie “Waffe, Auto, Haus” zuweisen
    - soziale Interaktion, Second Life ist denke ich vor allem eine Art riesiger Chatserver mit 3D Animationen

  42. Achso, Chatserver *gähn*.. dachte ich mir scho irgendwie

  43. Das scheint in die Richtung von Sims-Online zu gehen. Also doch MHMAMB.

    (Ja er/sie heißt Aulbath. Man sollte nicht bei anderen abschreiben^^)

    Legend:
    MHMAMB = Mein Haus, mein Auto, mein Boot.

  44. Es scheint hier tatsächlich niemanden zu geben, der SL verstanden hat — interessant.

    Second Life ist kein Spiel, wie vielleicht Sims 2 ein Spiel ist. Second Life ist in erster Linie ein Baukasten für virtuelle Welten — und eine virtuelle Welt, in der (beinahe) alles von Usern gebaut wurde. Wenn man in SL spielt, dann nur, weil man in der virtuellen Welt ein Spiel spielt. Das kann zum Beispiel ein tatsächliches Spiel sein, was irgendwo, irgendwann ein User gebaut hat. Oder man betrachtet SL als so etwas wie eine Wirtschaftssimulation, nur mit echtem Geld. Ist es dann noch eine Simulation?

    SL ist eines der interessantesten Projekte/Produkte, die es aktuell im Netz gibt. Schade, dass es eine wirklich grauenerregende Performance hat und die meiste Zeit furchtbar aussieht (die meisten User sind halt keine Profis, mal abgesehen davon, dass die miese Performance eh jedes wirklich aufwändige Projekt unterbinden würde).

    Oh, und es gibt SM-Clubs!

  45. Die WAZ hatte in ihrer gestrigen Ausgabe ebenfalls einen Artikel zu SL, online findet man ihn hier

  46. der link geht wohl direkt nicht… ansonsten kommt man über die Suche bei der WAZ auch zum Artikel

  47. Wahnsinn. Ich muss Hendrik Recht geben! Ganz und gar. Was für ein Tag. :)

    Second Life ist kein Chatserver mit ein bisschen Klingklang drumherum, es ist auch kein “Game”, in dem man “öde herumläuft”. Der Titel sagt es: ein zweites Leben. Printmagazine berichten in der Regel nicht darüber, weil sie es nicht verstehen oder wahrscheinlicher: weil sie denken, ihre Leser verstünden es nicht. Könnte stimmen. Außerdem kann man Second Life nicht “testen”.

    Lektüre zu Second Life findet man eher in akademischen und Wirtschaftsbereichen oder da, wo man es erstmal nicht erwartet.

    (Und ich bin ja sowieso für mehr dunkle Abgründe in digitalen Welten…)

  48. Und es hat SM-Clubs!