Heute neu in Hendriks Wohnzimmer

Project Gotham Racing 3: jetzt werdet ihr sicherlich verwundert auf das Datum dieses Beitrags starren. Ja, die Gerüchte sind wahr: diesen ollen 360-Launch-Titel habe ich mir tatsächlich jetzt erst geholt. Obwohl ich schon Test Drive Unlimited habe. Er lag halt für einen fairen Preis da und winselte mich an. Jetzt ist er mein. Erstes Urteil nach ein paar Strecken: es ist immer noch Project Gotham Racing. Und das meine ich positiv!

Tony Hawk’s Project 8: hey, ein neuer Tony Hawk-Titel! Obwohl ich selber kein Skater bin (hey, ich bin das Gegenteil eines Skaters), habe ich die Serie immer gemocht. Irgendwie macht es Spaß, rumzugrinden und -hüpfen und -flipkicken und -wasauchimmer, um obszöne Punktzahlen zu erreichen. Doch gleich zu Anfang eine Enttäuschung: ich konnte mir nicht — wie in einigen der Vorgängern — eine kleine, vollbusige Nerd-Skaterin zusammenbasteln. Die Auswahlmöglichkeiten beim Skater-Design sind überraschender Weise arg eingeschränkt. Buh! Tatsächlich gibt’s weibliche Charaktere anscheinend nicht ohne furchtbare Arm-Tattoos. Also fahre ich jetzt als Punk-Doofi durch die Gegend. Scheißspiel. Äh, ja. Der Rest ist halt wie ein typisches Tony Hawk-Spiel. Nur jetzt mit Bullet Time. (Ich denk mir das nicht aus. Der Effekt sowie sein Zweck sind aber ganz cool, also keine Panik.)

Gears of War: heilige Scheiße, Batman! Das mit Abstand coolste Spiel, das ich je gespielt habe. Was für ein Hammershooter! Epic können also doch geile Spiele machen! … Ich verarsche euch natürlich. Wollte nur mal hören, wie das klingt. In Wirklichkeit ist Gears of War so, als hätten sie den Typen, der sich die Taunt-Sprüche in Unreal Tournament ausgedacht hat, ein komplettes Spiel machen lassen. Womöglich haben sie das tatsächlich. Ich muss mir beim Spielen von Gears of War immer CliffyB vorstellen, wie er in London steht und merkt, dass die Welt tatsächlich aus mehr besteht als sein kleines Häuschen in Goatfuck, Indiana und der Taco Bell nebendran. Geil aussehen tut’s natürlich trotzdem. Damit kann man gerne auch ein paar der wirklich hohen Wertungen entschuldigen. Aber wirklich nur damit. Hunde.

Guitar Hero 2: kommen wir nun zur Enttäuschung des Abends. Ich liebe Guitar Hero. Es ist ein verdammt cooles, rundes Spiel. Der zweite Teil ist… genau wie der erste. Was eigentlich toll sein sollte, wären da nicht die neuen Songs. Die sind nämlich alle Schrott. Mit ein paar Ausnahmen natürlich. Aber wenn ich alleine in den ersten drei Levels lediglich ein Lied wiedererkenne und dieses Lied auch noch von The Police ist, dann stimmt was nicht. Es mag Rock-Fans geben, die sich besser mit der Materie auskennen und die mehr Spaß an den gebotenen Songs haben. Ich zähle leider nicht dazu. Da sehne ich mich echt nach dem ersten Teil zurück, der eine bunte Mischung an Klassikern bot, die sogar ich als Rock-n00b kannte. Ich wünsche mir den tollen Multiplayer-Modus aus Guitar Hero 2 mit den Songs aus Guitar Hero 1. Werde ich natürlich nie bekommen. Das macht mich traurig. Ich gehe jetzt ins Bett und weine leise in mein Kissen.

Oder spiele Guild Wars Nightfall. Das ist nämlich überraschend gut.

252 Kommentare Autor: Hendrik
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252 Kommentare

  1. SpielerZwei:

    Kritisiere niemals Blogger oder das Bloggen allgemein! Greif lieber in einen Korb mit tötlichen Giftschlangen. Das ist wesentlich ungefährlicher. Ich spreche aus Erfahrung. :-D

    Ich vergaß: du bist ja kein Blogger. Du betreibst nur eine Website mit Artikeln, die kommentiert und per RSS abonniert werden können. Du solltest das vielleicht nochmal unterstreichen, es handelt sich dabei nämlich um einen wichtigen Unterschied!

  2. @Alex: Also hat automatisch der beste Schüler der Klasse in einem Fach 15 Punkte verdient, selbst wenn seine Leistungen nur bei 7 Punkte liegen? Ich meine damit jetzt nicht GoW sondern stelle die Frage allgemein, ich hab keine Xbox360 und damit auch kein GoW aber ich würde es vermutlich spielen wenn es auf dem PC raus käme aber wenn ich so höre was an GoW fast im Chorus bemängelt wird bezweifle ich ganz ganz stark das es das beste vom besten ist, so wie es klingt war Call of Chutulu wesendlich besser, es hatte halt nur ne mittelmäßige Grafik

  3. Call Of Chuthulu hatte aber wenig mit brachialer Bumm-Bumm-Action zu tun. Insofern finde ich den Vergleich (obwohl ich GoW noch nicht spielen konnte) unangebracht. (Außerdem (ACHTUNG! MEINE MEINUNG!…muss man ja heutzutage wohl so kennzeichnen) war CoC stellenweise viel zu frustig)

  4. hallo jungs,

    ich sag jetzt langsam auf wiedersehen, war schön mit euch, aber ich mach jetzt schön wochenende. Man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist. :) Ich habe viel Erfahrungen gesammelt (danke Spieler Zwei für den Tipp) und wünsche euch noch viel Spaß.

    Aber keine Sorge, ich komm gern demnächst mal wieder vorbei und erfreu mich an dem bunten Treiben.

    Gruß!

  5. @ Kreon

    Erstmal: Call of Cthulu finde ich ebenfalls großartig.

    Ich werd mich jetzt auch ins Wochenende zurückkziehen (ein Konzert ruft, yeah!), deshalb meine abschließende Antwort:

    Du hast es schon fast auf den Punkt gebracht, nur mit dem Unterschied, dass die Videogame-Landschaft mittlerweile eine Schulklasse mit lauter 11, 12, 13, und 14 Punkte Schülern ist. Wenn dann einer noch einen draufsetzt bekommt er halt 15. Kristian hat das so empfunden – feel free to disagree.

    Cheers und weiter so!

    Alex

  6. @mk: Es geht um Unterhaltungsmedien – entweder es gefällt und macht Spaß oder eben nicht. In diesem Bereich wirst Du grundsätzlich Leute finden, die sich zu jenem Spiel hingezogen fühlen oder eher zu dem anderen. Denen Fakt A nicht passt, während den nächsten Fakt A egal ist, dafür aber Fakt B nervt…. Und bezüglich: Welt ist so einfach – man kann sie sich auch schwer reden

  7. Ich quote mal kurz Richard, der es ebenfalls bestätigt :)

    Tatsächlich habe ich einen völlig anderen Spielegeschmack als Stefan und Hendrik hat wiederum einen völlig anderen Spielegeschmack als ich. Und Denis steht total auf MMOGs, von denen ich mich größtenteils fern halte, wenn auch inzwischen hauptsächlich aus Zeitgründen. Et cetera perge perge.

  8. empfinde ich jetzt nicht so, bis auf wenige Ausnahmen ist in meinen Augen die Qualität der spiele seit Jahren stehen geblieben, das ist ansich nichts schlimmes, Musik, Filme oder Bücher werden auch nicht “immer besser” sondern verändern sich und müssen jedes mal von 0 bewertet werden. GoW sieht vielleicht toll aus aber von der Coremechanik sieht es aus als wäre es ein ganz normaler 3rd. Person Shooter, die Szene die ich gesehen habe, wo man son Mutantending unter Zeitdruck rauslockt damit man sie unter Beschuss setzen kann war auch nicht wirklich prickelnd, die KI schien dauernd irgendwelche Wegfindeprobleme zu haben oder wohlmöglich sich an irgendwelchen Durchgängen zu veraken und die Animationen sahen auch nicht gerade aus als wären sie next Gen.
    Ehrlich gesagt finde ich sogar das Shooter vor allem im Punkto Leveldesign im Singleplayer allgemein seit 98 stark rückläufig sind, es wird immer linearer.

  9. Ich hab GoW erst ca. 2 Stunden gespielt, aber dessen Ansatz ist schon ein anderer als beispielsweise der eines Resident Evil 4 oder Psi-Ops . Hier geht es um’s reine Gunplay. Feuergefechte in Reinkultur, Deckung suchen, Sperrfeuer, Ausfall, Headshot, usw… . Funktioniert alles sehr fließend, spannend (auf mindestens dem mittleren Schwierigkeitsgrad) und hochgradig dynamisch.

    Ich kann darin nur wenig schlechtes sehen, außer dass es eben das ist, was es ist: nicht besonders sophisticated. Wenn man ihm das vorhalten möchte: bitte. Aber tu ja auch den Teufel und sage: Gran Turismo 4 ist kein gutes Spiel, weil es nur ein Racer/ was für Autoprolls ist.

    Jetzt muss ich aber wirklich, bye!

    Alex

  10. @Hendrik: Nun auch Du, mein Sohn Brutus! Dabei bist Du eigentlich mein Anti-Liebling (ja, da denk jetzt mal drüber nach…).
    Ich wollte gar nicht darauf hinaus, ob ich nun Blogger bin oder nicht. Aber wen es so wichtig ist: Als etwas älterer Mensch (Mitte 30) benutze ich gerne den anti-qierten (!) Begriff “Website” für das, was wir drüben in der Nachbarschaft so treiben.
    Du bist aber wohl auf das Thema gekommen, weil weiter oben schon mal “Blogger vs. Mags” erwähnt wurde. Es war aber kein Bezug darauf meinerseits beabsichtigt.

    Mir ging es eher um Richards Rechthaberei (oh, habe ich das jetzt laut gesagt…?) im Kontext der Geschacks-/Wertungsdiskussion in diesem Thread.
    Apropos “Thread”: Ihr seid meiner Meinung nach übrigens eben so weit davon entfernt, ein klassisches Blog zu sein, wie wir auch. Antigames ist für mich eher eine Art “Themenbezogen moderiertes Spieleforum”. So in etwa, nur anders …
    Aber vielleicht ist Bloggen auch in Wahrheit eher eine Einstellungssache oder ein Lifestyle und kein schnöder Formalkäfig?

    Aber was weiß ich schon. Ich bin nur der Typ mit dem Popcorn. Ich liebe Euch alle! Sogar Richard! ;-)

  11. @spieler zwei:
    ganz anderes thema – kommt von nummer 1, 3 und 4 eigentlich auch mal wieder was?

  12. Ein Weblog ist ein Werkzeug, mehr nicht.

    Die “Blogger-Szene”, die sich für was besseres hält, weil sie eben bloggt, geht mir schon lange auf den Keks. Scheint ja gerade hier in Deutschland besonders penetrant zu sein.

    Noch mehr gehen mir allerdings die Leute auf den Keks, die sich für etwas besseres halten, weil sie nicht bloggen.

    Und am allermeisten die Leute, die dann noch darauf bestehen, dass sie gar nicht bloggen, obwohl sie es ganz offensichtlich tun.

    Ich verstehe schon, dass du es nicht auf diese Schiene bringen wolltest, deswegen werte das jetzt bitte nicht als weiteren Angriff. Ich wollte es nur mal loswerden, bevor hier das Gerücht entsteht, wir würden speziell was darauf geben, ein Weblog zu benutzen. Kristian schien ja dieser Meinung zu sein.

  13. Viele Comments hier und hab mittlerweile die Lust verloren das noch durchzulesen. Mittlerweile bin ich müde und kann nicht mehr richtig denken, also entschuldigt etwaige grammatikalische, logische und postapokalytisch-mathematische Fehler.

    Numero Uno: Kristian, ich bin erschreckt über dein Verhalten hier, schließlich hatten wir (Grind That Authority) vor Urzeiten ein Interview mit dir. Ich hätte mir nicht vorgestellt, dass du leidenschaftlicher Ausrufezeichen-Benutzer und ein “Du bist doof, weil du etwas nicht mag, was ich mag”-Kerl bist. Kenn ich eigentlich nur so von Teenagern.
    Btw: Mir hat ebenso die [ple:] gefallen und fand es sehr schade zu hören, dass aus der re:play nichts mehr wird.

    Numero Zwei: Gears of Wars stinkt. Das ist meine persönliche Meinung. Wenn man sich so ansieht, was ich momentan spiele (Tron 2.0, American McGee’s Alice, Killer 7, Beyond Good & Evil, Zelda: The Wind Waker etc.), kann man sich denken wieso ich so denke.

    Numero Drei: Die Antigamer sind streitlustige Gesellen. Die essen morgens Stahl zum Frühstuck und scheißen abends geniale Blogeinträge im Vorbeigehen aus. Die hauen schonmal kräftig zu und treten dann gern nochmal nach. Und ihre Meinung über das sehr gute Prey hab ich bis heute nicht verziehen.

  14. Hab mir doch die restlichen Comments durchgelesen und kleb mir jetzt ‘nen “Get a life!”-Sticker an den Monitor.

    Doof, dass Kristian sich aus der Diskussion verabschiedet hat, sonst hätte er ja mal in Sachen “Bashing”, “Persönliches Angreifen” und “Nichts für Warmduscher” beim guten, alten jetsetradio vorbeischauen können:
    http://borderlinefuckup.wordpress.com/2006/09/06/blog-dich-zum-teufel-die-dritte/
    http://borderlinefuckup.wordpress.com/2006/10/29/blog-dich-zum-teufel-die-vierte/

  15. @ Stefanx:
    SpielerEins hat derzeit leider andere Probleme als Artikel zu schreiben. Mich nervt die Situation allerdings ebenfalls. Da SpielerEins aber der Initiator des ganzen Projektes ist, kommt ein Ersatz nicht in Frage.
    SpielerDrei und -Vier machen ganz normal weiter. Das heißt, in ihrem eigenen zeitlichen Rhytmus…
    Und von mir selbst kommt derzeit ja auch nur sporadischer Output, wofür es allerdings einen wirklich guten Grund gibt, den ich in einem der nächsten Artikel enthüllen werde…
    (Mann, das hört sich aber spannend an…!)

    @ Hendrik:
    Ich bestehe schon lange nicht mehr darauf, dass wir keine Blogger sind, denn es ist mir erstens egal, in welche Schublade man uns gerne werfen möchte, und zweitens provoziert es nur fanatische Blogger dazu, uns sinnloserweise anzufeinden (siehe Korb mit Schlangen…).

    @ Playstar:
    Zu JSR würde mir persönlich eine ganze Menge einfallen, aber “gut” und “alt” gehören nachweislich nicht dazu…

    @ Alle Absichtsfehlinterpretierer:
    Ich stelle mich hier nicht wirklich vor Kristian oder EG.de. Ich lese die nicht einmal. Nur mal so profilaktisch gesprochen…

  16. @Tanja:
    Sorry, aber ich finde das Argument der “Geschmackssache” ist eine argumentative und idealogische Bankrotterklärung und gerade von jemanden, der eine solches Prestigprojekt leitet hätte ich eine etwas differenziertere, weniger phrasenhafte Aussage erwartet. Wenn alles nur Geschmackssache ist: Was macht ihr dann überhaupt und für wen macht ihr das? Geschmackssache ist die größte Nivellierung aller Meinungen und Argumente. Ich kann stundenlange etwas rechtfertigen und am Ende kommt nur “Geschmackssache”. Damit sind all eure Artikle überflüssig, keiner braucht Journalisten und schon garkeine Kritiken, ihr könnt einfach den Werbetext abtippen, die Schulter zucken und sagen “eh Geschmackssache”. Sehr traurig, das.

  17. Ähm, um was gehts? Oder glaubt ihr ich les jetzt 216 Kommentare durch? Ich krankes Pack! ;P

  18. Guitar Hero 2: die Lieder sind anders …
    Dennoch spielerisch geil und fordernd. An die Akustik muss man sich wohl gewöhnen, dennoch gefällt mir hingegen schon sehr viel.

  19. Huhu playstar,

    schade das auch du mich falsch verstehst.

    Ich liebe Industrie-, Games- und von mir aus auch Seiten-Bashing, aber ich fand schon immer persönliche Angriffe scheisse. Das ist einfach mein Style und hat nichts mit Sachen mögen oder nicht zu tun.

    Ich bin auch ein Bambi-Streichler, Sitzpinkler, Warm-Duscher und Frauen-Versteher. Ich mag es unter Kollegen harmonisch und nett. Tut mir leid dein Bild von mir zu zerstören. Wobei gerade die [ple:] eine Ausgeburt an Nettigkeit war. Wir wollten uns über Inhalte und positive Berichte definieren und nicht über Fertigmachen und Runterziehen.

    Gruß

  20. Numero Zwei: Gears of Wars stinkt. Das ist meine persönliche Meinung. Wenn man sich so ansieht, was ich momentan spiele (Tron 2.0, American McGee’s Alice, Killer 7, Beyond Good & Evil, Zelda: The Wind Waker etc.), kann man sich denken wieso ich so denke.

    Was ich mir dabei denke, ist: Du hast keine XBox360.

  21. Was ich mir dabei denke, ist: Du hast keine XBox360.

    Richtig! Auch wenn ich eine 360 hätte, würde mir GoW egal sein. Es ist die gleiche Kacke der letzten 10 Jahre nur nochmal neu aufgewärmt. So etwas interessiert mich (meist) nicht. Auch das Gehype um Halo 2 habe ich nicht verstanden, auch wenn mir die Spiele durch Red vs. Blue und This Spartan Life mittlerweile rech sympathisch geworden sind.

    Notiz an mich selbst: Nie wieder Blog-Kommentare nach 1:00 Uhr verfassen. Da hab ich teilweise ja schönen Mist geschrieben.

  22. Und ich kann dir versichern, dass vor allem Halo 2 ein ca. zehnmilliarden (plus minus fünf) Mal besseres Spiel ist als Gears of War. Auch, wenn man da nicht A drücken kann, um in Deckung zu gehen, und der Protagonist nicht ständig übrig gebliebene Taunt-Samples aus Unreal Tournament grunzt.

  23. @ Playstar

    Das Ding ist, dass sich GoW um Gefechtsrealismus bemüht und dennoch arcadigen “Pick up an Play”-Charakter beibehält. Soweit ich das sagen kann, funktioniert das bislang sehr gut und ist IMO alles andere als “die Kacke der letzten zehn Jahre”. Aber wenn man will kann man diese Begrifflichkeit auf das Gros der Spiele anwenden. Wenn man zynisch sein möchte.

    In Zeiten, in denen alles schonmal da gewesen ist, die rein technischen Qualitätsstandards und Production Values sich im Konkurrenzkurrenzkampf vollkommen durch die Decke geschraubt haben sind es meist nur Nuancen, die zwischen einem guten und einem schlechten Spiel unterscheiden. Diese blendet man aus wenn man GoW als “den gleichen Mist” bezeichnet.

    “Der gleiche Mist” ist auch schon das erste Halo nicht gewesen. Und das lag nicht an den Freiluft-Leveln oder der lächerlichen Master Chief-Rüstung, sondern ganz einfach an der Art und Weise, wie das Spiel seine Gefechte zelebrierte. Die funktionierten aufgrund einer Reihe von Kleinigkeit einfach wesentlich besser als in jedem anderen Spiel zuvor.

    bye,

    Alex

  24. Nun ja, was mich auch an GoW stört, ist, dass es mir durch die Bank weg unsympathisch ist. Die muskelbepackten Kampfmaschinen und überrealistische Grafik ohne einen Sinn für Ästhetik und Style sind einfach nichts für mich. Die Spiele, die ich weiter oben aufgelistet habe, erfinden das Rad vielleicht ebenso nicht neu, gefallen mir aber durch ihre Ästhetik.
    GoW interessiert mich auch aus den gleichen Gründen wie schon bei den wohlgehypten Saint’s Row nicht. Sinnlose Gewalt (Ja, sinnlos. Spiele wie “Dead Rising” oder “Dark Messiah of M&M” sind in ihren Original-Versionen auch unglaublich brutal, jedoch ergibt hier die übertriebene Gewalt einen Sinn: Da z.B. Dead Rising ein Zombie-Spiel, ist es okay die Gegner in Stücke zu häckseln.), Prolltum, Machogehabe und durch seine Dummheit geeignet für jeden EA-Zombie.

  25. Apropos überrealiste Grafik: Das kommende Mass Effect strotzt ja auch nur so mit HDR-Shader-Mapping-Dahaustdichweg-Grafik, hat aber von den HUD über die Raumschiffe bis zu den Kampfanzügen einen Sinn für Style.

  26. @PlayStar: Mass Effect hat “Sinn für Style”? Über Geschmack läßt sich ja bekanntlich streiten, aber ist Mass Effect für Bioware-Verhältnisse nicht ziemlich 08/15 geworden, was die Designs angeht? Sieht IMO nach höchst generischer SciFi-Atmo. aus und erinnert mich negativ an die aktuelleren Star Trek-TV Serien…

    Übrigens, das drollige Mondfahrzeug hatte ich mal im Kleinformat im zarten Kindesalter als Plastikspielzeug (zumindest etwas sehr Ähnliches).

  27. Von dem Anglizismus “Style” halte ich erstmal garnichts. Das ist Werbetexter-Jargon und existiert im Deutschen – genau wie zB “Wellness” – lediglich als verkaufsfördernde Attributhülse.

    Geht man vom deutschen Begriff “Stil” aus, wird es schon schwieriger, diesen GoW abzustreiten. Er ist greifbarer und nicht so subjektiv. Denn GoW hat unverkennbar einen Stil, den es von vorne bis hinten durchzieht. Ob einem das gefällt ist eine andere Frage. Ich kann gut verstehen, dass man sich an dem Look stößt – ich selbst halte die überzeichneten Wandschränke für alles andere als Identifikationsfiguren – das ist aber trotzdem so ziemlich das genaue Gegenteil von stilistischer Orientierungslosigkeit – mit der Qualität der Spielmechanik hat es sogar weniger als garnichts zu tun. Aber auf die Argumente gehst Du ja auch garnicht ein (wie zum Beispiel das es nicht “das Gleiche” ist wie immer).

    Da wären wir auch wieder bei Tanjas Einwurf der “Geschmacksache”, das man hier zuvor als “argumentative Bankrotterklärung” entlarvt zu haben glaubte. Prinzipiell wollte sie wohl nichts anderes sagen, als dass ein Spiel schon aufgrund stilistischer Entscheidungen (Setting, Look, Genreanleihen) bei Zockern durchfallen kann, schlecht ist es deswegen aber noch lange nicht.

    Dass Du die “sinnlose Gewalt” an GoW monierst und im selben Atemzug bei DR (das ähnlich überzeichnet ist und dem Spieler 10.000 Gegenstände zum kreativen Verhackstückeln auf den Tisch knallt) heilig sprichst grenz schon an Doppelmoral. Dabei finde ich die explizite Darstellung durchaus noch annehmbar und weit davon entfert geschmacklos zu sein. Wenn man bei FEAR die Gegner mit einem Penetrator-Bolzen durch den Kopf an die Decke tackert – DAS ist bedenklich. Nicht der überzogene Splatter an klotzigen Erdmonstern. Diese Effekte tragen zudem einiges zur Endzeitstimmung bei und sind somit alles andere als sinnlos.

    Wie gesagt, mein Urteil über das Spiel ist noch nicht gefällt. Ich finde nur, dass man hier überzogen hart einsteigt und darüber das Spiel selbst vergisst – oder kommt hier noch ein Test/Erfahrungsbericht?

    so long

    Alex

  28. Alex es hat keinen Sinn, glaubs mir.

  29. Richtig! Wir Spieleblogger werden Gears of War niemals 10/10 geben!!1!!1 Fight the system!!1!

  30. Ich hatte eigentlich nur vor, mal über das Spiel selbst zu sprechen. Die Oberflächlichkeiten und groben Zutaten sind hier ja schon zu genüge durchgekaut worden.

    Anyway, vielleicht später.

    bye,

    Alex

  31. Alex, das können wir auch gerne. Vielleicht kannst du Kristian in der Zwischenzeit mit einem Knochen spielen lassen oder so?

  32. ich fand es schon lustig, wie ihr eurogamer.de gebasht habt, obwohl es im gesamten deutschen! Videospielsektor nicht ein vernünftiges Gaming-Magazin gibt und sich hier Leute wirklich Mühe geben, was venünftiges auf die Beine zu stellen.

    Haha!

    @restliche Diskussion: History repeating. Aber ganz witzig.

  33. Ich hau aus dieser Diskussion ab. GoW (genauso wie das angeblich auch ganz tolle Resistance für die PS3) kotzt mich an, aber vielleicht werde ich mal meine Meinung ändern, wenn mir jemand ‘ne X360 mit Gears of War schenkt. Aber da der Titel eh nicht in Deutschland erscheint, ist das sehr, sehr unwahrscheinlich. Solange kann mir dieser prollige, übergehypte Scheißdreck den Buckel runterrutschen. :P

    Tron 2.0, ich komme!

  34. Ah ja, weil Du es nicht spielen kannst ist es gleich doppelt so schlecht…

  35. gibt es einen guten grund, von nethack auf gears of war umzusteigen?

  36. Ah ja, weil Du es nicht spielen kannst ist es gleich doppelt so schlecht…

    *seufz*
    Auch wenn GoW für den PC erscheinen würde, würde es mich nicht die Bohne interessieren.

  37. playstar schrieb:

    …Prolltum, Machogehabe und durch seine Dummheit geeignet für jeden EA-Zombie.

    Großartig. Ich habe nur darauf gewartet, dass irgendjemand wieder EA ins Spiel bringt.
    Wird es nicht irgendwann mal langweilig, immer und immer wieder herauszuposaunen, wie dumm die ganzen EA-Spiele-Spieler sind?

    Das ist so armselig.

  38. Wird es nicht irgendwann mal langweilig, immer und immer wieder herauszuposaunen, wie dumm die ganzen EA-Spiele-Spieler sind?

    Um die ganze Diskussion noch weiter vom Thema abzubringen… ich spiele verdammt gerne beide Schlacht um Mittelerde-Spiele. Man könnte fast behaupten, ich liebe sie…

    I am teh d00mz0r3d!

    (NfS stinkt aber trotzdem)

  39. Da wären wir auch wieder bei Tanjas Einwurf der “Geschmacksache”, das man hier zuvor als “argumentative Bankrotterklärung” entlarvt zu haben glaubte.

    Nicht “man”, sondern ich. Und Nein, ich bin kein Blogger. Sieh mal meine Bemerkungen weniger als Kritik sondern mehr Plädoyer. Change, now! Leider fällt es wohl auf taube Ohren und alles wird so laufen wie bisher. Denn wenn man mit “Geschmackssache” kommt ist alles verloren – zudem von einer Chefredakteurin finde ich so eine Bemerkung einfach unglaublich. Warum steht ihr eigentlich morgens auf und macht euren PC an? Wahrscheinlich nur um die Miete irgendwie zu bezahlen. Ich kann mich nur wiederholen: Traurig. Richtig traurig.

  40. Großartig. Ich habe nur darauf gewartet, dass irgendjemand wieder EA ins Spiel bringt.
    Wird es nicht irgendwann mal langweilig, immer und immer wieder herauszuposaunen, wie dumm die ganzen EA-Spiele-Spieler sind?

    Das ist so armselig.

    *nochmalseufz*
    Der Begriff “EA-Zombie”, erfunden von SpielerZwei, beschreibt den typischen Klischee-Spieler. Zwischen 12 – 19 Jahre alt, männlich, liest GameStar, GamePro, PC Action oder PC Games und liebt vorwiegend die “coolen” Games. Die müssen nicht immer von Electronic Arts sein, aber was EA macht, so denkt sich der gemeine EA-Zombie, ist eh immer nur geiles Zeug. Hier der original Text von SpielerZwei:

    “Ich nenne diesen Spielertypus neuerdings auch gerne den „EA-Zombie“: Die Action im Spiel muss stimmen und cooool muss es sein. Große Namen, beispielsweise von Kinofilmen oder HipHop-Pillemann-Gangstern, und Fortsetzungen werden bevorzugt genommen. Der Mainstreamspieler orientiert sich bei seinen Kaufentscheidungen daran, was die anderen Mainstreamspieler gut finden und was ihm von der Werbung ohne Unterlass um die Ohren gehauen wird, was ja im wesentlichen auch der Kern des Mainstreams an sich ist. Eigenständigkeit und Innovation sind sekundär und werden bisweilen sogar bewusst gemieden.”
    ( http://www.spielerzwei.de/index.php5?subaction=showcomments&id=1139747540 )

    Und Gears of Wars ist eben so ein typisches EA-Zombie-Spiel. Und da ich so ein typischer “Ansatz B”-Spieler bin, gefällt mir es nicht. Und um das mal klarzustellen: Nicht alles was EA macht missfällt mir. So habe ich letztes Jahr mit größten Vergnügen “NfS: Most Wanted” gespielt. Blubb.

  41. Aus “gefällt mir nicht” machst Du allerdings einen riesen Zirkus.

  42. @ MK

    Man kann zum Glück niemandem verbieten, am Spiel anstoß zu nehmen.

    PlayStar beispielsweise kanzelt das Spiel ja auch ohne jegliche Räson ab, weil es ihm unsympathisch ist und das muss man respektieren.

    Dass man auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad nur selten ein Gefecht überlebt, wenn man nicht geschickt flankiert, von einer Deckung zur nächsten huscht und sich genau überlegt, wann man die Rübe mal aus dieser herausstreckt oder doch lieber Blindfire gibt, wird hier vollkommen ausgeklammert. Genau wie die Tatsache, dass das normale Schießen aus der Hüfte furchtbar ungenau ausfällt. Einen UT Headshot aus vollem Lauf oder dem seitwärtssalto gibt es hier nicht. Um das Fadenkreuz überhaupt hereinfaden zu lassen, musst du das Schießeisen “anlegen”, übers Visier schauen; wirst dadurch aber deutlich langsamer ergo eine größere Zielscheibe. Dass man durch geschicktes Timing beim Nachladen einen Raum nochmals deutlich schneller und effizienter “säubern” kann unterstreicht nochmals, dass es sich hier um alles andere als Painkiller handelt. Tatsächlich hat man sich ähnlich wie Bungie bei Halo seinerzeit darum Gedanken gemacht, wie man die Immersion in einem Shooter erhöhen, den Gefechtsrealismus verbessern kann. Das GoW darüber kein Rainbow Six oder *würg* Ghost Recon geworden ist, sondern noch immer auch ohne Soldatenausbildung sehr einfach und taktil gespielt werden kann, verliert hier bislang niemand ein Wort. Stattdessen zerreist sich PlayStar den Mund darüber wie ekelhaft er die Art-Direction findet.

    Und das, lieber MK, ist halt ganz klar ein Geschmacksproblem. Bin ich jetzt auch erklärerisch Bankrott?

    so long

    Alex

  43. Wollt ihr einen neuen Rekord im Kommentare schreiben aufstellen? Ich bin dabei!

  44. 245?!? … Ernsthaft?
    Aua!

  45. Und du bist schuld!

  46. Neee, Du Hendrik… du hättest GoW einfach nicht erwähnen dürfen. ;)

  47. @MK: Du beziehst die Aussage auf die Wertung und die war damit nicht gemeint – daran liegt’s. Du wirst bei “keinem” Artikel – egal ob es sich um Spiele-, Musik- oder Film-Rezension handelt – grundsätzlich und immer vollsten Zuspruch finden, weil eben jeder einen Titel aus dem entsprechenden Unterhaltungsmedium anders empfindet.

    Beispiel von dir selber: “hier wurde Tunguska hochgelobt (hab ich auch gemacht) … im Nachhinein ein eher schwaches Spiel” Hmm..da gibts zig Adventure-Fans, die würden dir jetzt vermutlich widersprechen. Und warum? Weil es für sie halt ein super Spiel war, schau auf Adventure-Treff.de. Haben die alle Unrecht und nur deine Meinung trifft den Punkt? Wie begründest Du jetzt die unterschiedlichen Meinungen?