Es geht auch anders

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Ich habe heute leider keine Zeit, was Aufwändiges zu schreiben, möchte aber gerne auf den gestrigen Beitrag im Heute Journal zur “Killerspiel”-Debatte hinweisen. Sachlich, nicht frei von Kritik, aber mit der ganz klaren Aussage, dass Spiele ganz sicher nichts mit irgendwelchen Amokläufen zu tun haben. Journalismus quasi. Schön, dass es heutzutage so was noch gibt.

Gestern sind ja auch noch diverse Zeitungsartikel aufgetaucht, welche den gleichen Effekt kritisiert haben, nämlich die absolut reflexartigen Verbotsinstinkte diverser Politiker, die einen Sündenbock gefunden hatten, bevor überhaupt klar war, was in der Schule genau passiert war, von der Vorgeschichte des Täters ganz zu schweigen.

Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung auf eine sachliche Diskussion zum Thema. Das würde natürlich auch den Willen zur Selbstreflektion auf Seiten der Spieler verlangen. Schaut mal bitte nach, ob ihr so was bei euch finden könnt. Ja, Spiele können schädlich sein. Wer mal mehr WoW gespielt hat, als es seinem Sozialleben oder seiner Ausbildung dienlich war, der wird das eingestehen müssen.

Außerdem kann man in dem Beitrag von Heute Journal prima sehen, dass sich Gamestar-Redakteure nicht mal fürs Fernsehen die Haare waschen. Für den Unterhaltungsfaktor ist also auch gesorgt.

35 Kommentare Autor: Richard
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35 Kommentare

  1. Finde es auch erstaunlich, wieviele differenzierte Berichte es inzwischen gibt. Die musste man früher ja mit der Lupe suchen. Ich denke, da haben sich die Medien dieses Mal auch gegenseitig befruchtet.
    Aber schon unglaublich dämlich der Politiker ohne wirkliche Hinweise dermaßen reflexartig die Spiele verantwortlich zu machen. Das hat – denke ich – auch bei einigen empfänglicheren Menschen für Skepsis gesorgt.

  2. Das GS-Interview wurde ja sehr abrupt unterbrochen. Aber dem armen Trier vorwerfen er hätte sich nicht Haare gewachsen also bitte…der sieht schon seit Jahren so aus :).

    Ansonsten finde ich es auch sehr positiv das doch einige differenzierte Berichte auch bei den “Volksmedien” auftauchen. Es wäre allerdings schon interessant zu erfahren was denn zu diesem Sinneswandel geführt hat.

  3. Endlich ein guter TV-Beitrag zu dem Thema.

    Aber schon unglaublich dämlich der Politiker ohne wirkliche Hinweise dermaßen reflexartig die Spiele verantwortlich zu machen. Das hat – denke ich – auch bei einigen empfänglicheren Menschen für Skepsis gesorgt.

    Vor allem Steubers inkompetentes Statement zum Thema “Killerspiele” hat bestimmt viele Leute angespornt, sich evtl. doch erstmal mit einem Thema zu befassen bevor man der Nation seine Meinung dazu kund tut. Und es kann mir keiner erzählen das Steuber auch nur die Packungs-Rückseite eines Killerspiels durchgelesen hat.

  4. Muss man “Killerspiel” eigentlich immernoch in Anführungszeichen setzen ?

  5. Guter Beitrag, dem ich vollkommen zustimmen kann. Den Trier hätten sie aber ruhig noch etwas länger reden lassen können ;)
    Ansonsten kann man hoffen, dass sich die Medien da mal ein Beispiel nehmen.

  6. Aber dem armen Trier vorwerfen er hätte sich nicht Haare gewachsen also bitte…der sieht schon seit Jahren so aus :)

    Ich weiß nicht, ob “der hat sich noch nie die Haare gewaschen” ein legitimes Argument ist.

    Muss man “Killerspiel” eigentlich immernoch in Anführungszeichen setzen?

    Selbstverständlich, außer du findest dass der Begriff dein Hobby korrekt wiedergibt.

  7. aber mit der ganz klaren Aussage, dass Spiele ganz sicher nichts mit irgendwelchen Amokläufen zu tun haben.

    woher nimmt das ZDF diese Sicherheit? Und wenn Computerspiele auch nur ein Faktor sind und bei Leuten, die ohnehin schon “over the edge” sind, dass Fass zum Überlaufen bringen, hätten Computerspiele “irgendwas” mit “irgendwelchen” Gewalttaten zu tun.

    Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung auf eine sachliche Diskussion zum Thema. Das würde natürlich auch den Willen zur Selbstreflektion auf Seiten der Spieler verlangen.

    Und dazu gehört auch, das “Undenkbare” zumindest zu erwägen.

  8. woher nimmt das ZDF diese Sicherheit? Und wenn Computerspiele auch nur ein Faktor sind und bei Leuten, die ohnehin schon “over the edge” sind, dass Fass zum Überlaufen bringen, hätten Computerspiele “irgendwas” mit “irgendwelchen” Gewalttaten zu tun.

    Sie befragen Wissenschaftler und setzen ein bisschen Menschenverstand ein. Natürlich sagen sie es nicht so, wie ich es formuliert habe. Man könnte somit sagen, dass sie es besser formuliert haben als ich.

  9. Der Beitrag war schon mal ganz nett, obwohl sich leider auch hier mal wieder zeigte, dass insbesondere von der nächst älteren Generation nur die Personen eine differenzierte Meinung haben, die sich beruflich damit auseinandersetzen.
    Bin gestern aber noch über eine schöne Stellungnahme gestossen, was dem Problem auf seine ganz eigene Art begegnet^^ (und ich euch nicht vorenthalten will):

    Die Stillen, die Einzelgänger – jeder von uns hatte solche Schulkameraden. Von den meisten wurden sie ignoriert. Aber irgendwie gehörten solche Typen zum kleinen Kosmos Schule dazu. Und wenn wir heute unserer Kinder fragen, bestätigen sie: Solche Sonderlinge gibt es noch immer. Sonderlinge waren Sebastian B. in Emsdetten oder Robert Steinhäuser in Erfurt auch. Ihre Schweigsamkeit verbarg Abgründe von Hass, Hass auf die Welt, auf sich. Ihre Welt: Ballerspiel. Ihre Freunde: Schusswaffen. Und so werden viele von uns jetzt misstrauisch, wenn sie Schweigern begegnen. Steckt in dem verschlossenen Jungen von nebenan vielleicht auch ein Sebastian, ein Robert? Stehe ich auf einer Todes-Liste? Solche Reaktionen sind ganz verkehrt. Im Gegenteil, wir müssen uns um die Einsamen kümmern. Mit ihnen reden, statt gleichgültig dem Ballerspiel zu überlassen. Wer den Panzer des Schweigens knackt, berührt das Herz.

    Weiss leider die Quelle nicht mehr, aber da mich der Begriff “Killerspiele” langsam langweilt, hielt ich dies doch für mal was Neues lustiges.

  10. spiegel + stoiber schlagen zurück:

    hier

  11. Sie befragen Wissenschaftler und setzen ein bisschen Menschenverstand ein.

    Ich halte es für überzogen, Personen den gesunden Menschenverstand abzusprechen, die eine Mitursächlichkeit für Gewalttaten in Betracht ziehen. Du aber auch, denke ich.

  12. Ich halte es für überzogen, Personen den gesunden Menschenverstand abzusprechen, die eine Mitursächlichkeit für Gewalttaten in Betracht ziehen. Du aber auch, denke ich.

    Glaubst du wirklich, dass Herr Beckstein auch nur ein vages Interesse an einer Ursachenforschung hat? Ich bitte dich. Nebenbei bemerkt gehöre ich ja zu den Leuten, denen ich deiner Meinung nach angeblich gerade den gesunden Menschen abgesprochen habe, denn ich war schon immer der Meinung, dass Videospiele durchaus einen negativen Effekt haben können und durchaus ein kleiner (wenn auch hauptsächlich symptomatischer) Teil des ganzen Problemfeldes sind. Aber so eine etwas differenziertere Betrachtungsweise funktioniert an einem bayerischen Stammtisch halt nicht. Das bringt weder Wähler, noch Quote.

  13. Wie kommst du jetzt auf Beckstein? Du hast in deinem Artikel begrüßend die “ganz klare” Aussage zitiert, dass Computerspiele „ganz sicher nichts mit Gewalttaten zu tun haben“. Da deine Kommentare hier aber differenzierter sind, war das wohl etwas unglücklich formuliert.

  14. Vielleicht ist Trier ein moderner Nasiräer und wäscht sich aus religiösen Gründen nicht die Haare. Man sollte ihn auf keinen Fall vorschnell verurteilen. Tägliches Haarewaschen ist sowie furchtbar schlecht für die Kopfhaut…

  15. Ich finde es sehr schade das eine kleine Gruppe Politiker durch solche Unwörter wie “Killerspiel” von den eigentlich Ursachen ablenken. Ich denke der Abschiedsbrief von Sebastian spricht Bände über das was in unserer Gesellschaft falsch läuft und gern von den Politikern ignoriert wird. Natürlich möchten die Politiker nicht, daß man mal das Gehirn einschaltet und mal über das nachdenkt was die Ursachen sind. Natürlich versucht man mit Stammtischbegriffen, wie genannt, von den eigentlichen Ursachen abzulenken. Ich habe Mitleid mit diesem Jungen. Denn er hat einfach aufgegeben und wir alle haben Schuld daran, weil wir nicht unsere Gesellschaft lebenswerter für ihn und auch für alle anderen die nicht Amok laufen gemacht haben bisher. Zeit etwas zu ändern. Und zwar nicht mit Verboten, sondern mit ganz einfachen Dingen, die jeder in seinem täglichem Umgang mit seinen Mitmenschen praktizieren könnte. Z.b. nicht nur an Heilig Abend für ein paar Stunden nett zu sein, sondern jeden Tag. Das wäre schon ein kleiner Anfang und kostet nicht viel Mühe.

  16. Hab den Bericht gestern auch gesehen…ich war doch angenehm überrascht. Die Ernüchterung kam dann weider als ich heute morgen N24 gesehen habe und die immer noch behauptet haben er hätte das Stürmen der Schule in seinem CS Level geübt obwohl da längst bekannt war das die Map weder von ihm ist noch seine Schule darstellt…naja was will man machen. Ich hoffe das Heute Journal hat ne höhere Quote, so das mehr Leute den gescheiten Bericht gesehen haben…
    In diesem Sinne schönen Abend mit euren (und meinen) “Killerspielen”… ich freu mich noch etwas über meine 1,3 in der mündl. ZP :-)

  17. SPIEGEL ONLINE: Es gibt viele Wissenschaftler, die bezweifeln einen direkten Zusammenhang zwischen Computerspielen und direkter Gewaltausübung.

    Stoiber: Jene, die meinen, es handele sich um einen unzulässigen Eingriff in die Freiheit, sollen bitte schön einmal mit Pädagogen und Lehrern reden, die tagtäglich mit Kindern konfrontiert sind, die stundenlang mit solchen Spielen spielen. Ich höre oft bei Schulbesuchen: Selbst Kinder aus intakten Familien, die damit in Berührung kommen, sind die ganze Woche für den Unterricht nicht mehr zu gebrauchen. Die Lehrer haben eine ungeheure Mühe, diese Kinder wieder einigermaßen zu festigen und für den Unterricht zu gewinnen. Wir dürfen das Engagement unserer Eltern und der Erzieher nicht so erschweren, wenn Kinder unsere Zukunft sein sollen.

    Man könnte jetzt auch sagen das sie ganz gewaltig einen über den Durst getrunken oder eine Talkshow gesehen haben… tz…

    Sorry etwas Frustabbau musste gerade mal sein. :-)

  18. Ich muss sagen, das es dieses Mal durchaus mehr als nur eine Handvoll differentierter Berichterstattungen gibt. Hoffentlich gehen die nicht im Gequake von Vollidioten Marke Stoiber unter.

    Das manche Spiele nicht gerade die kindliche Frühentwicklung fördern ist ja wohl unstrittig – allerdings sind diese kritischen Titel auch allesamt durch die USK (die DURCHAUS ein staatliches Organ ist, nicht nur eine Prüfplakette des Handels) unter entspr. Jugendschutz gestellt worden.

    Aber:

    Isolierung im “real world”-Umfeld, Ausgrenzung von weniger starken Schülern und weniger an Sportvereinen und Kirchen (die sollen ja nun alle integrieren und retten)interessierten Jugendlichen ist eine Tatsache, die nicht zu leugnen ist. NIEMAND interessiert sich mehr für freie Jugendarbeit, dort wird immer mehr gespart. Sozial schwache Familien werden immer mehr zu Sündenböcken der Nation – klar, wenn die alleinerziehende Mutti auch noch für minijobs rekrutiert wird und trotzdem finanziell von Jahr zu Jahr schlechter dasteht, bleibt weniger Zeit für den absolut perspektivlosen Nachwuchs.

    Was soll der denn MACHEN, wenn die anderen Kinder ihn nicht WOLLEN? Wer will ernsthaft behaupten, das unter Jugendlichen nicht sofort erkannt wird, wer aus einem armem Elternhaus kommt?

    Gerade in Onlinespielen gibt es noch Erfolgserlebnisse und Akzeptanz, die solche Charaktere im richtigen Leben nie, nie, nie bekommen werden. Natürlich spielen sie viel. Was sonst?

  19. Man könnte jetzt auch sagen das sie ganz gewaltig einen über den Durst getrunken oder eine Talkshow gesehen haben…

    Wenn man in Bayern net einen Alkoholpegel von mindestens 0,4 Promille hat wird man sofort in einem Bierfass ertränkt oder von einer Maß erschlagen. Und Politiker geben da gerne das gute Beispiel, ich meine, wenn ich Kinderpornografie mit Computerspielen vergleiche dann muss da schon gut was durch die Aterien fließen.

  20. was die angebliche und vielgepriesene isolierung im wahren leben angeht, möchte ich doch mal auf die studie hinweisen, die vor einigen monaten die runde machte. siehe auch hier:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,443473,00.html

  21. Ach wow, die Drogen wirken… ich hab grade echt in deinem Beitrag was von sachlicher Kritik gelesen, Richard…hahahaaaa, das ist so komisch… Moment. Das steht da wirklich? Die haben das echt gesagt?

  22. “Neue Wertedebatte” ist Politikerlingo für “mir paßt’s persönlich nicht,” glaube ich.

    Aber im heute-Journal? Im selben Sender, der noch vor ein paar Wochen in aspekte Schünemann und Beckstein (beinah hätt ich Beckmann geschrieben, aber das ist wer anderes) als DIE Koryphäen in Sachen Videospielerei dargestellt und sich an Interviews mit GTA kennenden Elfjährigen ergötzt hat? Geht doch!

    Kolumne der Satireseite Schandmännchen zum Thema.

  23. hmm, das mit dem Zitieren muss ich noch üben…

  24. statt einem Trackback – das mit den Killerspielen ist ja langsam durchgesickert, jetzt ist es aber das böse Internet…

  25. Bei Zapp meinten die eben, das es schwierig sei Anzeichen für Amokläufe zu finden, da das Internet recht umfangreich ist.

    Hab grad mal nachgeguckt-ist echt ziemlich umfangreich…

  26. ich frag mich nur, bei dem thema erkennen wir ja leicht wie blöde manche Politiker sind. Haben die auch so wenig Plan von den Dingen, wo ich nicht selber mitreden kann? Wenn ja, wäre das erschreckend…

  27. Außerdem kann man in dem Beitrag von Heute Journal prima sehen, dass sich Gamestar-Redakteure nicht mal fürs Fernsehen die Haare waschen.

    AUTSCH. :)

  28. Die G.A.M.E. e.V. hat sich nun auch direkt zu dem Vorfall geäußert. Halte die Stellungnahme für sehr lesenswert, auch wenn dies ähnlich wie bei anderen Stellungnahmen, recht einseitig ist. Entsprechend ihrem Berufsstand meinen sie, dass Computerspiele, KEINE Ursache wären. Ist es eigentlich so schwierig einzugestehen, dass viele verschiedene Ursachen zu diesem Vorfall beigetragen haben?
    Aber lest selbst: G.A.M.E. reagiert auf Attentat von Emsdetten
    Damit ist das Thema für mich auch erstmal durch und versuche lieber alle Geheimnisse in der letzten Welt von Locoroco zu finden.

  29. the_wannabe_hermit

    Zu z!eseL’s schönem Zitat (Einsame und so) von weiter oben sei noch folgendes ergaenzt:

    Ich selbst hatte zu Schulzeiten immer das große Glück, trotz einer gewissen Tendenz zum Außenseitertum genug Freunde zu haben. Und unabhängig davon, ob jemand zu Gewalttätigkeit neigt oder – wie vermutlich die meisten Außenseiter – eher nur viel zu schüchtern, gehemmt oder latent autistisch ist, ist das auch für die allermeisten tendenziellen Eigenbrötler mehr als wichtig. Auch wenn es häufig nicht den Anschein haben mag.

    Wäre eigentlich eine schöne Konsequenz aus Vorfällen wie Emsdetten, wenn jeder, der wirklich etwas tun möchte, einfach mal auf den nächstbesten allein auf dem Schulhof/Campus herumstehenden zuginge und ein paar Worte mit ihm wechselt. Das hätte zum einen den schönen Effekt, dass die paar Irren, die es offenbar gibt, vielleicht etwas früher auffallen, vor allem aber würde es dem Rest der Einsamen sicher eine große Freude machen.

  30. Zwei Daumen hoch!

  31. Game Over. Replay? Please insert coin.

    Jürgen Rüttgers CDU (8. März 2000)
    »Statt Inder an die Computer müssen unsere Kinder an die Computer«.

  32. Ich bin zu müde dafür einen Blog Eintrag zu erstellen. Deswegen an dieser Stelle nur der Hinweis von mir…Sebastian Bosse war KEIN Counterstrike Spieler, wie in der Presse landauf und -ab kolportiert wird. Und die angebliche Schulmap stammt nicht von Ihm sondern wurde bereits im Jahr 2000 von einem anderen entworfen. Ich glaube nicht, daß Sebastian mit 12 schon auf der Geschwister Scholl Schule war…

    Quelle: http://www.4players.de/cs.php/dispbericht/-/5015/0.html

  33. Stimmt schon; das Interview war *sehr* verkürzt. Der nächste Satz nach (sinngemäß) “… sie sollten vielmehr die Frage stellen, woher die Waffen kommen, das sind schließlich reale Waffen” wäre übrigens gewesen: “Vielleicht fragt niemand danach, weil zum Beispiel Herr Schünemann, laut eigener Website, “begeisteter Sportschütze” ist, also zu den Leuten gehört, die die Waffen in die Familien bringen.”
    Das war wahrscheinlich denn doch zuviel. Insgesamt hat das Gespräch etwa 4 Minuten gedauert und wir haben schon im Vorfeld des Interviews erfreulich differenziert mit der Heute-Redaktion diskutieren können. Ich glaube, dass deren Offenheit und die Breitschaft uns zuzuhören, mit ein Grund sind, warum da so ein außergewöhnlich sachlicher Beitrag zustande kam.

  34. In dem Kontext macht deine Aussage natürlich wesentlich mehr Sinn, weil sie somit ja nicht die Waffen verantwortlich macht, sondern auf die Scheinheiligkeit der Politiker hinweist.

    Ach ja, die Magie der Schnittschere.