
28 Spiele auf einer UMD, Donnerwetter! Nicht, dass ich jemals Zeit oder Lust hätte, die alle ausführlich zu spielen. Aber ich will ja keinem Titel Unrecht tun, und habe daher jedes Spiel erstmal für genau fünf Minuten getestet. Hier meine Eindrücke.
Alex Kidd in the Enchanted Castle. Ich starte das Spiel und werde von einem Auto überfahren. Hui, da geht mein erstes Leben flöten. Beim nächsten Mal bin ich schlauer. Ich springe über das Auto hinweg und boxe es von hinten. Uff, schon wieder tot! Schon gut, mit Fahrzeugen sollte man sich also besser nicht anlegen. Ich springe also wieder drüber und gehe in das erste Haus. “Risk your life? Win 50 U!” Au ja, U wollte ich schon immer haben. “Jan-Ken-Pon!” quäkt es aus dem Lautsprecher, was in den 80ern wahrscheinlich total krass war. Ich verliere und werde von einem Bleigewicht erschlagen. Mein letztes Leben. Ich springe über ein weiteres Auto und stelle fest, dass mein Hüpfer in Wahrheit ein Bruce Lee-mässiger Jump Kick ist! Booya, da fliegt die Karre. Dann renne ich in eine Wespe und bin wieder tot. Game Over. So ein Glück, die Zeit war eh rum.
Altered Beast. “Wise from your gwave!” Na endlich habe ich das mal im Original gehört. Das Spiel ist allerdings total unspektakulär. Ich renne mit meinem Eisenbieger von links nach rechts und haue oder trete Zombies zu Klump. Ab und an lässt einer ein Power Up fallen, was meine Muskelberge bedenklich anschwellen lässt. Dafür hinterlasse ich jetzt beim Verpummeln blaue Streifen. Irgendwann habe ich dann wohl eine Steroid-Überdosis inhaliert und verwandle mich in einen Feuerball-werfenden Wolfsmenschen. Damit ist der Obermotz trotz seiner eine Millionen Hit Points kein Problem. Nächster Level. Aber ah, da klingelt schon der Wecker, und der nächste Titel ruft.
Bonanza Bros. Ziel dieses Spiels ist es offenbar, mit einem Dieb Häuser leer zu räumen und dabei faschistoide Polizisten mit seiner Erbsenpistole zu beharken. Dazu gibt es moderate Stealth-Einlagen, was ja eher nicht so mein Ding ist. Nach vier Continues á drei Leben (die meisten davon hat mich ein SWAT-Kommandant mit Riot Shield gekostet) habe ich endlich alle Wertsachen abgeräumt und flüchte unter starker Feindeinwirkung aufs Dach. Nächster Level, das gleiche in grün, nur mit mehr Gegnern. Nein danke. Next!
Columns. Na ja, es ist halt ein Klötzchensortierspiel, da kann man nicht soviel falsch machen. In der gleichen Liga wie Tetris oder Lumines spielt es allerdings nicht. Ausserdem gehen mir die Psychomusik und die griechisch-antike Aufmachung auf den Wecker.
Comix Zone. Aha, nun sprechen wir Geschäft! Die Aufmachung in Form eines Comics ist ziemlich gut gelungen, und sieht auch heute noch frisch aus. Ich verprügele erstmal ein paar Roboter und springe anschliessend in einen Gully. Dort befreie ich dann eine Ratte aus einem Käfig, was meinen Charakter sehr zu freuen scheint. Offenbar hält sich unser muskelbepackter, pferdeschwänziger Comiczeichner eine Ratte als Haustier. Was für ein Rebell! Wahrscheinlich fährt er Vespa und benutzt einen Apple-Rechner. Sei’s drum, ich stelle fest, dass man mit der linken Schultertaste Stücke aus dem Level herausreissen und daraus Papierflieger basteln kann. Hervorragend! Leider treffe ich mich damit selbst, was mich spontan umbringt. Dafür gibt es anschliessend noch ein neckisches Outro. Dieses Spiel werde ich mal näher im Auge behalten.
Decap Attack starring Chuck D. Head. Chuck D. Head… hohoho. Trotz arger Bedenken aufgrund des Titel gefällt mir das Spiel ziemlich gut. Frankenstein und sein Monster beauftragen mich (eine kopflose Zombiemumie) damit, irgendsoein Monster platt zu machen. Also auf nach Abdomainland und erstmal Krüge zerdeppern. Gleich im ersten finden ich einen Schädel, den ich mir prompt aufsetze. Das gibt direkt schon mal Sympathiepunkte. Dann allerdings kommt ein kleiner grüner Gnom mit Pfeil auf dem Kopf und killt mich. Und schwupps bin ich meinen Kopf wieder los. Meinen Ärger lasse ich umgehend an Duffy Duck aus, der gerade in diesem Moment vorbeigeflogen kommt. Nimm das, Ente! Ich hüpfe (x100) noch ein wenig durch die Gegend, und schon ist die Zeit um. Och schade.
Ecco the Dolphin. Das ist also Ecco, interessant. Ich hatte ja schon davon gehört, dass das Spiel etwas esoterisch angehaucht sein soll, und das war nicht gelogen. Ich schwimme mit meinem Tümmler ein wenig unmotiviert durch die Gegend, und versuche mich erstmal an die Steuerung zu gewöhnen. Die geht mit dem Analogknubbel übrigens deutlich leichter von der Hand. Trotzdem habe ich nach den ersten Minuten immer noch keine Ahnung, was ich tun soll. Dann werden auf einmal alle anderen Meeresbewohner von einem Orkan weggefegt… oder so, es machte nicht besonders viel Sinn, und ein vormals verschlossener Tunnel öffnet sich. Aber da sind die fünf Minuten auch schon wieder rum.
Ecco II: The Tides of Time. Eine Ecke hübscher, aber immer noch der gleiche Schmuh. Ich weiss zwar inzwischen, dass ich andere Delphine anpingen kann, um an Informationen zu kommen, aber das bringt mich auch nicht weiter. Auf den Tipp eines Artgenossen hin schwimme ich durch einen Warpring und finde mich in einer Mode7-artigen (wie auch immer das auf dem Mega Drive hiess) Sequenz wieder. Darin kann ich auf Quallen (?) schiessen und durch noch mehr Ringe fliegen. Beides hat ziemlich genau keinen Effekt, auch wenn mir das Audiofeedback suggeriert, dass ich die Quallen meiden und die Ringe suchen soll. Wie auch immer, nach drei Minuten sinnlosen Rumschwimmens werde ich da wieder ausgespuckt, wo ich angefangen habe. Schnell zum nächsten Spiel.
Ecco Jr. Dies als Spiel für Kinder zu bezeichnen würde eine ganze Generation gegen mich aufbringen. Der Junior-Ableger ist “wie Ecco”, aber ohne auch nur einen Ansatz von Spielspass. Ich orte Viecher oder Kristalle mit meinem Sonar und, äh, pinge sie ab. Wenn ein Felsen im Weg ist, schwimme ich drumrum. Das ist total unspannend, und mein einjähriger Neffe würde mir wahrscheinlich einen Vogel zeigen, wenn ich ihm das Spiel in die Hand drücke. Gähn, und weiter.
Flicky. Kategorie: Listing des Monats, hier hast du deine 500 Mark, und jetzt programmier was Richtiges. Ich spiele einen Vogel, der andere Vögel zu einem Ausgang lotst. Dabei werde ich von einem Kater und einem Puma gejagt. Sagt jedenfalls die Anleitung, ich habe sie einfach für zwei Katzen gehalten. Wie dem auch sei, es spielt sich grässlich. Mit dem einzigen belegten Knopf springt und wirft man gleichzeitig. Soll heissen, ich sterbe am laufenden Band. Der zweite Level ist übrigens wesentlich einfacher als der erste, aber bevor ich mich länger damit rumärgern kann, klingelt auch schon der Wecker.
Gain Ground. Ein Shooter, und zwar von der ganz stupiden Sorte. Man wählt einen von drei Kämpfern, die sich nur sehr marginal voneinander unterscheiden, und säubert den Bildschirm von Gegnern. Tada, Level geschafft. Lather, rinse, repeat ad nauseam. Es ist zwar dezent unterhaltsamer als zum Beispiel Flicky, aber da gehört auch nicht viel zu.
Golden Axe. Vormals auf dem Index™, heute ab 12. So ändern sich die Zeiten. Aber zum eigentlichen Spiel: es ist kackschwer! Meine Amazone wird nach Strich und Faden verdroschen, während ich mit meinem Schwert Löcher in die Luft schnitze. Als mir langsam die Leben ausgehen, röste ich meine Gegner versuchsweise mit Feuermagie. Bringt leider nichts, die Typen sind zu cool zum brennen. Meine Wut lasse ich an den Erdmännchen/Miniweihnachtsmännern aus, denen ich mit beherzten Tritten Magietränke aus dem Sack kicke. Das ist auch nach so vielen Jahren immer noch ein sehr befriedigendes Gefühl.
Golden Axe II. Ein wenig hübscher, ein wenig einfacher, aber im Prinzip das gleiche in grün. Noch immer werde ich granatenmässig verprügelt, auch wenn ich mich inzwischen besser zu wehren weiss. Die Amazone trägt hier allerdings einen einteiligen Badeanzug, falls es jemanden interessiert.
Golden Axe III. Also das ist schon mehr nach meinem Geschmack. Der dritte Teil ist deutlich hübscher, und auch ein gutes Stück spielbarer. Was vor allem daran liegt, dass man nicht schon von den ersten paar Gegnern total zur Sau gemacht wird. Ausserdem wurde der Sprungkick durch einen Slide Kick ersetzt, der ordentlich die Hütte rockt. Weitere Neuerung: es teilen sich nicht mehr sämtliche Charaktere den gleichen Todesschrei, was in 1&2 unfreiwillig komisch klingt.
Kid Chameleon. Man rennt von links nach rechts, plättet Gegner durch Draufhüpfen, und kann Extras aus Bonussteinen rausholen, wenn man von unten dagegenspringt. Ja, mir kommt das auch ziemlich bekannt vor. Allerdings ist dieses Spiel nach Great Giana Sisters der zweite Beweis, dass Mario ohne Mario einfach mehr Spass macht. Ausserdem, kann sich der italienische Klempner in einen Samurai verwandeln und Goombas mit seinem Schwert durchhacken? Eben.
Phantasy Star II. Na endlich kommen wir zu Kaufgründen Nummer 1-3. Wir schreiben das Jahr 2273. Dies sind die Abenteuer des Weltraumkadetten KNUT. Mein Chef gibt mir einen Auftrag, der nach seiner Auffassung alles von mir abverlangen wird. Ich soll zum Forschungsinstitut im nächsten Ort gehen und fragen, ob es Probleme gibt. Oh ja, sehr anspruchsvoll, genau das richtige für einen Helden wie mich. Als meine lilahaarige Freundin davon hört, schiebt sie total Panik und besteht darauf, mich zu begleiten. Also bitte. Draussen reibe ich mich an ein paar Passanten, um an Informationen zu kommen. Alles was ich erfahre ist, dass die Brücke im Norden wohl von einem fiesen Zolltroll belagert wird. Ups, und da sind die fünf Minuten auch schon wieder um.
Phantasy Star III. Die ersten paar Minuten dieses Spiels sind das albernste, was ich je in einem Rollenspiel gesehen habe. Prinz Rhys, also ich, heiratet eine Frau, die weder weiss woher sie kommt noch wer sie eigentlich ist. Während der extrem kurzen Zeremonie (der Prinz hat’s wohl eilig – höhö!) erscheint plötzlich ein Flügelvieh und entführt die Braut. Daraufhin entbrennt der beste Dialog EVAH!
RHYS: No! Return her, you foul dragon-spawn of Laya! I’ll find Maia if I have to search forever! I’ll take the army to destroy Laya’s clan!
KING: Don’t be a fool! No one has seen a Layan for over 1,000 years! Starting a war is not a rational thing to do. Cool off in the dungeon for a while!
Sagt’s, und wirft mich in den Kerker. Der ist zum Glück äusserst komfortabel ausgestattet, mit Waffen, Gold und Geschmeide, und hat zu allem Überfluss auch noch einen Hinterausgang. Vielleicht bedeutet dungeon auf diesem Planeten ja auch nur chill out zone, wer weiss.
Phantasy Star IV. Manche Klischees sind einfach nicht totzukriegen. Es ist zwar die Zukunft, und ich bin auf einem weit entfernten Planeten, aber mein erster Auftrag ist es, Spaceratten in einem Spacekeller zu erledigen. Dazu rücke ich mit einem Dreierteam an, denn in der Zukunft sind die Menschen offenbar total degeneriert. Da mir die Mission allerdings mit typisch japanischen Action Shots des Auftraggebers versüsst wurde, will ich mich nicht beschweren.
Ristar. Ein typisches 90er Jahre Jump’n'run, wie es aussieht. Ich spiele einen Stern mit Armen und Beinen, und kille meine Gegner per Kopfstoss. Sieht gut aus, und spielt sich auch sehr ordentlich. Nur an die zirkusartigen Turneinlagen muss ich mich erst noch gewöhnen. Beim ersten Obermotz hatte ich dann allerdings keinen blassen Schimmer, was ich zu tun habe, und habe erstmal aufgehört.
Shadow Dancer: The Secret of Shinobi. In Europa noch immer geächtet, und folglich nicht in der PAL-Version enthalten. Daher bleiben meine Lippen versiegelt. Nur soviel: keine Sorge, ich werde von fünf Minuten antesten nicht gleich zum Axtmörder.
Shinobi III: Return of the Ninja Master. Hu! Ha! Ninja-Action! Mit Schwert und Kunai bahne ich mir meinen Weg durch Dutzende von Identikit-Schergen, nur um dann gleich in den allerersten Abgrund zu fallen. Vielleicht hätte ich mich doch besser an dem Seil festhalten sollen. Während ich noch nach dem richtigen Knopf suche, aktiviere ich aus Versehen meine Ninja-Magie. Sei’s drum, dann bin ich halt von grünen Blitzen umgeben, schaden kann es nicht. Schnell stelle ich fest, dass Abgründe in diesem Spiel meine persönliche Nemesis sein werden. Schon wieder falle ich in ein Loch, und hauche mein letztes Leben aus. Na gut, die Zeit war eh um.
Sonic the Hedgehog. Prima!
Sonic the Hedgehog 2. Prima 2!
Super Thunder Blade. Space Harrier in schlecht. Nein, vielmehr Sapce Harrier in auch schlecht. Die entgegen kommenden Schüsse sind kaum zu erkennen, so dass man eigentlich nur den Analogknubbel rotiert und die Feuertaste gedrückt hält. Ab und zu stirbt man dann eben, weil sich doch ein Schuss in den Rotor verirrt hat oder man vor Langeweile in ein Haus geflogen ist. Nie erschienen mir fünf Minuten so lang.
Sword of Vermilion. Zeit für ein Action-RPG. Der blauhaarige Ritter KNUT kehrt zurück ins Dorf der Breakdancer, wo sein Vater im Sterben liegt. Der drückt mir 200 Kim in die Hand (Kim?) und befiehlt mir, den Ring der Weisheit aus einer Höhle zu bergen. Denn in Wahrheit bin ich der Sohn des Königs! Okay. Leider reden alle Leute so extrem langsam, dass in diesem Moment schon die Probezeit um ist.
Vectorman. Ein Mega Drive Spiel mit Polygongrafik. Na sowas. Und es sieht gar nicht mal so übel aus, lediglich die Hintergründe wirken ziemlich steril. Ansonsten läuft alles nach Schema F ab. Springen, schiessen, raffen. Und regelmässig sterben, schliesslich reden wir hier von einem 16bit Spiel. Die Story ist übrigens super; die Menschen haben die Erde total zugemüllt, und sind erstmal abgehauen, um den Robotern das Aufräumen zu überlassen. Dann findet einer der Robos einen Atomsprengkopf und digiert spontan zu Tyrannobot! Jetzt liegt es an Vectorman, den bekloppten Blechheini plattzumachen, bevor die Menschen zurückkommen.
Vectorman 2. Gleiches Spiel, neue Level. Während der erste allerdings kurz und charmant ist, ist der zweite Abschnitt zu 90% schwarz. Night in the Swamp sagt eigentlich alles. Dennoch, kurzweilig ist es allemal.
Virtua Fighter 2. Virtua Fighter mit Sprites ist ja sowieso schon eine blöde Idee, aber mit dem PSP-Digistick ist es nahezu unspielbar. Also mashe ich stumpf auf Punch und Kick, um zumindest den Ringout-Bonus freizuspielen. Geschafft, kurz bevor die grausame Lache von Pai mein Gehirn verflüssigt. Puh, und jetzt bloss nie wieder auswählen.
Fazit: eine insgesamt sehr gelungene Spielesammlung, auch wenn etliche Gurken auf die UMD gepackt wurden. Aber alleine Phantasy Star IV und die beiden Sonics sind das Geld fast schon wert. Ausserdem habe ich schon Congo Bongo und Super Zaxxon im Bonusmaterial erspäht, die ich unbedingt auch noch freispielen muss. Natürlich wäre es nett, wenn noch andere Klassiker wie Gunstar Heroes oder Landstalker im Programm wären, aber man kann ja nicht alles haben.
sag mal gibts das teil auch schon im deutschsprachigen raum, weil ich finds nur als UK oder US import bei amazon?
ansonsten hört es sich schon geil an, überleg schon mirs zu bestellen falls es hier nicht kommt.
sry habs schon gefunden ^^
kann es ein das das teil bei uns SEGA MEGA DRIVE COLLECTION heißt und nicht sega genesis collection?
Comix Zone ist prima, wenn man einen Sinn für das völlig überzogene Design hat, nur leider viel zu kurz.
stan: aber ja, das Genesis kam hierzulande als Mega Drive auf den Markt.
Das beste MD (Genesis) Game aller Zeiten ist und bleibt aber auch “HERZOG ZWEI”.
(http://www.aep-emu.de/Reviews-req-showcontent-id-650.html)
Wahrscheinlich auch nicht als Bonus drauf ?
Stefan, ich bin entsetzt… kennst du die Klassiker teilweise wirklich nicht, oder war das Absicht, daß so zu schreiben?
Golden Axe wird übrigens erst aber der Adler-Passage (Skelette nerven) bzw. Death Adders Schloß richtig knackig, Level 1 und das anschließende Turtle Village sind doch Kinderkram ;D Und du hast Tyra Blaze bestimmt nur wegen der Titten ausgewählt (hast du dir denn wenigstens die imposante Drachenmagie angesehen?), hättest mal Gillius Thunderhead oder Ax Battler genommen… Charge-Attacke und Rollattacke sollte man übrigens auch schon früh einsetzen, erspart viel Ärger.
Achso, Ecco ist Gott – allerdings muß man sich damit schon etwas länger auseinandersetzen, als nur 5 Minuten (Und Dinosaurier hat’s auch).
Ein Mega Drive habe ich nie besessen, nur mal eins für ein paar Tage ausgeliehen. Daher habe ich tatsächlich nur das gespielt, was auch auf andere Systeme portiert wurde, nämlich Columns und Sonic auf dem Game Gear (auch nur geliehen) sowie Golden Axe auf dem PC. Der Rest war mir neu.
ich hab mir sonic gerade per virtual console geholt. und muss zugeben, dass ich das doch um einiges besser in erinnerung hatte. er zahn der zeit.. bei ecco hatte ich noch überlegt, weil ich das auch immer nur vom hörensagen kannte, aber da verzichte ich wohl doch erstmal.
Ecco ist für einen solchen Test natürlich denkbar ungeeignet, ein sehr ruhiges, entspanntes Spiel (böse Zungen würden “langweilig” sagen) mit herrlicher Story (zeitreisende Delfine!).
Das selbe gilt auch für die RPGs auf der UMD, aber das ist dir vermutlich eh klar. Sind schließlich RPGs.
Golden Axe rockt nur wirklich an einer Arcadestation mit mehreren Spielen.
Comix Zone ist in der Tat sehr geil. Habs letztens nochmal ausgiebig auf der Xbox gespielt. Alleine die Präsentation ist einmalig. Allerdings ist es wie die meisten andern Megadrive-Klassiker für die heutige Zeit gnadenlos schwer. Dafür hab ich einfach keine Nerven mehr. Jaja, nennt mich ruhig Weichei…
@Stefan: Die Golden Axe-Version für den PC ist doch sogar besser als die Mega Drive-Variante. Habe es eben nochmal reingeschmissen, und kam mit den drei Credits die man da so hat – durch (war aber sehr knapp gegen Ende hin, und Death-Adder ist ne’ echt fiese Sau ;D)
@Kreon: Golden Axe rockt immer, egal welcher Teil, egal welche Konsole :)
16 Bit? 2D? Die 80iger sind vorbei ihr Hippies …
die hippies waren in den 70ern, ich hab noch klamotten über noob.
@kreon und @aulbarth
ich muss kreon recht geben, richtig fun macht es erst ab zwei spieler allerdings dann hat aulbarth auch wieder recht, ab zwei spielern rockt jeder teil auf jedem system.
Golden Axe rockt.
Wer sich Ecco the Dolphin mal näher anschauen will soll sich den (qualitativ hochwertigen) Speedrun ziehen, da bekommt man nen ganz guten Eindruck worums geht. Zeitreisende Delphine die von einem Pteranodon getragen werden rocken irgendwie…
@ sc4rs: Das heisst Aulbath du noob
stimmt pro mein fehler, aulbarth war der hippie der in den 80ern für 16 bit konsolen eine kampagne führte, kann passieren
Ich habe heute mal ein paar Stunden in Phantasy Star II investiert. Extrem oldschool, aber mit FAQ ganz kurzweilig.
Aber nomma zu Vectorman: Das Spiel ansich von der reinen Mechanik her ja nich so der Hammer, aber es hat was nostalgisches an sich. Da bilden sich so Gedanken wie: “Ach damals, als die Polygone noch Vectoren hiessen…” oder “Ach damals, als man als Geräusche noch irgendeinen Synthiemist zusammenkloppen konnte, der klingt wie ein Furzkonzert im Altenheim. Im Gegensatz zu heute, wo sich die Kiddies beschweren wenn die AK74 wie die AK47 klingt.”
Thema Vectorman, das hat ja sone falsche Pseudo 3D Grafik, kennt hier jemand Ecstatica? Das hatte nen ähnlichen Stil, also alle Polygone waren da Rund, das hatte eine echte…pseudo 3D-Grafik. War irgendwie Mittelalter/Fantasy/Schwertschwing/Dämonenmonster/Gemetzel/irgendwas/Action-Adventure. Oder so…
Kenn ich! Ist immer noch ein super Spiel. Aber Bockschwer.
Genau, Ecstatica. Da bestanden die Charaktere aus Elipsen. Ich habe damals leider nur die Demo zum zweiten Teil gespielt.
Die Genesis-Collection finde ich nicht so prall – da ist mir zuviel Ausschuß dabei.
DINOSAURIER!
Gunstar Heros gibts seit Freitag für die Virtual Console – das macht immer noch extrem viel Spaß, wenn auch schon der letzte Boss des zweiten Levels verdammt schwer ist. ;)
Ich wette einfach mal das Metroid erst für die Virtual Console kommt wenn Metroid Prime 3 erscheint…
Ich träume von einer Welt, in der Leute, die SEGA Spiele kritisieren, aufgehangen werden.
Doofer N-Fanboy >:P
Ich hab mir Samstag mal Gunstar Heroes, mein erstes Sega-Spiel aus der Virtual Console runtergeladen, und – wow. Auf easy hab ich sofort innerhalb einer Session durchgespielt, weil ich einfach nicht mehr aufhören wollte. Ab Normal wird der Schwierigkeitsgrad dann auch so schwer, dass man sich beim Spielen konzentrieren muss, und der Zwei-Spieler-Modus ist noch tausendmal besser. Wahrscheinlich werd ich das öfter als Wii Sports spielen ;o)
Gunstar Heroes war das einzige Mega Drive Spiel was ich komplett durchgespielt habe. (Ich hoffe es interessiert jemanden:). Ansonsten möchte ich noch sagen, Retro-Brimborium schön und gut, aber die meisten Sachen die in letzter Zeit so auf der Virtual Console und diversen Compilations angeboten werden, habe ich schon vor 1-2 Jahren ohne Mühe auf der XBox spielen können. Sicher, spiele werden nicht schlecht, wie z.B. Wurst oder Quarkspeisen, aber fahl schon irgendwie. Genauso wie Filme aus den 80ern nicht so gut sind, wie wir sie uns in unseren Köpfen zusammenerinnern. (Ausser Johnny 5, der ist immernoch cooler wie geht…) Vielleicht brauchen wir nur mehr abstand zu den Perlen der vergangenheit, aber momentan wünsche ich mir eher einen konkreteren Blick in die Zukunft der Videospiele, als ein Panoptikum der Visionen der Vergangenheit.
Mit jedem Jahr das Golden Axe auf dem Buckel hat, wird es besser – wie guter Wein!
Stefan, eines muss ich dir lassen. Ich hab ja noch nicht soooo viele Einträge von Antigames gelesen, aber dieser Spielbericht ist einfach nur herrlich lustig geschrieben! Deine Berichte von Golden Axe 1-3 und den Phantasy Star Teilen brachten mich echt zum Lachen! :) Weiter so!
Spaßig wäre übrigens noch die Genesis-Version von “Pirates! Gold” gewesen! In meinem Fall eventuell sogar Kaufgrund – die Version ist einfach die beste. Bis heute.
28 Spiele auf einer UMD
It’s good!