Archiv für Dezember 2006

Wii-Launch: Sonderbericht München

Wie eben schon von Richard angekündigt haben wir vorhin den Saturn Theresienhöhe gestürmt — in der vagen Hoffnung, die Mitarbeiter ganz lieb zum Rausrücken von ein paar Wiis bewegen zu können. Wir haben gewinselt und gefleht. Uns Geschichten über Großväter ausgedacht, die nur noch 30 Minuten zu leben haben und nur noch einmal kurz Wii spielen wollten. Das Aufkaufen des gesamten Spielevorrats angedroht, damit die Kids morgen alle leer ausgehen. Erwähnt, dass wir gerade vorhin erst Killerspiele gespielt haben und zu allem bereit sind. Und dass einer von uns morgen 30 wird und sich wirklich, wirklich freuen würde.

Hat leider alles nicht geholfen. Dafür haben wir von einer Mitarbeiterin, die auch Frau Farbissinas Schwester hätte sein können, die Information erhalten, dass dort tatsächlich knapp 70 Wiis bereit stehen. Außerdem haben wir einen ganzen Haufen Zeldas gesichtet. Auch die anderen Launchtitel sowie Remotes und Classic Controllers waren ausreichend vorhanden.

Der Laden macht um 10 Uhr auf, was laut Frau Farbissinas Schwester “zu spät” sein soll. Was keinen Sinn ergibt, aber hey, die Leute dort sind mindestens genau so aufgeregt wie wir. Und was ist das einzige, was bei sowas hilft? Richtig!

Party!

Für den Fall, dass dort morgen früh halb München zeltet, sich an Lagerfeuern die Hände wärmt und gemeinsam Lieder singt, werden wir dort ab 9.30 vor der Tür stehen und einen kleinen Videobericht filmen. Liebe Münchner Antinationsfraktion: schaut vorbei und friert feiert mit!

36 Kommentare Autor: Hendrik
Tags: ,
Zwischenbericht

wiilaunch3.jpg

Ich war gerade unterwegs um mal zu schauen, ob hier in Mannheim Wii-mäßig schon was geht. Zuerst war ich bei Kaufhof. Das war allerdings ein kompletter Reinfall. Die Spieleabteilung ist da sowieso ziemlich klein, und vom Wii war noch absolut nichts zu sehen. Keine Wiis, keine Spiele, kein Zubehör, kein Bereich in das Zeugs potentiell morgen stehen könnte. Kaufhof LOSE!

Allerdings war ich sowieso nur im Kaufhof, weil das auf dem Weg zum Saturn liegt. Der Saturn in Mannheim hat den Vorteil, dass das Spielelager offen ist. Hinter der Spieleabteilung ist so eine Theke, hinter der sie immer haufenweise Kisten und Regale voll von Spielen haben. Da kann man immer prima feststellen, wieviele der Laden so einkauft. Die ganzen Paraworlds die da rumliegen, werden sie wohl nie los werden.

Jedenfalls konnte ich dort mit Hilfe modernster Geheimdiensttechnik (meinen Augen) die ersten Wii Spiele sehen. Es lagen etwas 50 Kopien von Call of Duty 3 herum, genauso viele NFS Carbons und ca. 40 Red Steels. Das erste Primärziel Rayman konnte zwar nicht ausgemacht werden, vom zweiten Primärziel Zelda hingegen konnten mindesten 15 Stück bestätigt werden. Unter der Kiste mit dem Zeldas lagen noch diverse ähnliche Kartons, so dass von einer größeren Stückzahl ausgegangen werden kann. Wiis selber hingegen konnten nicht entdeckt werden, so dass die Anzahl der vorhandenen Geräte weiter unbekannt bleibt.

Leider konnten auch keine Zielpersonen bezüglich dieser Informationen verhört werden, was leider auch einen Versuch die Spiele vorzeitig zu akquirieren zum Scheitern verurteilte. Da anscheinend kein vorzeitiger Verkauf von Hardware oder Software durchgeführt wird, stehen die Chancen auf einen Erwerb der Zielobjekte morgen früh wahrscheinlich nicht schlecht.

Ach ja, der Saturn hat überall noch mal Ständer mit Infos zu den USK-Wertungen aufgestellt. Warum wohl?

Für morgen ist eine Koordinierung der Käufe mit Agent Marc geplant, um die Chancen auf vollständigen Erwerb aller Zielobjekte (Hardware, Software, Zubehör) in ausreichender Menge zu maximieren.

Agent Hendrik berichtet übrigens aus München, dass die Spiele dort angeblich schon im Saturn rumliegen sollen und er gleich einen Versuch zu Aneignung der dortigen Software-Zielobjekte starten wird.

Aktuelle Erfolgswahrscheinlichkeit der Mission Wii: 80%

15 Kommentare Autor: Richard
Tags: ,
Launchfieber

wiilaunch2.jpg

Morgen kommt das Wii. Und so langsam werde ich nervös. Ich bin mir nämlich inzwischen nicht mehr so sicher, ob ich wie geplant ein Wii bekomme. Zumindest weiß ich aber jetzt, dass es eine richtige Entscheidung war doch eine Vorbestellung aufzugeben, denn hier in Europa werden die Wiis verdammt knapp werden.

Na gut, die Wiis sind auch in den USA und in Japan verdammt knapp. Nintendo verkauft sofort alles was sie irgendwie in die Läden kriegen können. Im Gegensatz zu Europa haben die Amerikaner und Japaner aber immerhin eine ordentliche Menge an Konsolen bekommen. Bei solchen Zahlen kann sich die PS3 nur weinend in die Ecke verkriechen.

Dummerweise führt der große Erfolg aber wohl dazu, dass Nintendo kaum Wiis nach Europa schickt. In den USA und Japan bekommt man mit großen Verkaufszahlen ordentlich Angeberrechte, die Absätze in Europa sind in der Hinsicht eher zweitrangig, mal ganz abgesehen davon, dass bei Nintendo Europa ja generell in etwa so behandelt wird, als wäre es eine Forschungsstation in der Antarktis auf der geraede ein tödlicher Virus ausgebrochen ist. Entweder wir haben ihnen was getan, oder sie wissen wirklich nicht wer wir sind und wo wir wohnen. vielleicht sollten wir mal eine Dokumentation für Nintendo produzieren, so nach dem Motto: “Europa. Was ist das eigentlich?”.

Egal. Die Antination berichtet inzwischen von verzweifelten und erfolglosen Versuchen noch schnell ein Wii vorzubestellen, von Media Märkten deren 100 Wiis innerhalb weniger Stunden komplett wegbestellt waren und von Angestellten bei Toys’r'us die so häufig von Wiisuchern angerufen werden, dass sie inzwischen kurz vor dem Nervenzusammenbruch stehen.

Wenn Eurogamer dann noch meldet, dass in England bis Weihnachten nicht mal alle Vorbestellungen erfüllt werden können, selbst wenn man in Betracht zieht, dass noch vier Nachlieferungen folgen sollen, dann wird klar: Auch ohne großes Medienecho hat das Wiifieber auch Deutschland und Europa erfasst.

Somit dürfen sich jetzt auch Frühvorbesteller wie ich wieder Sorgen machen, ob sie denn ihr Wii morgen in den Händen halten werden. Klar, der Verkäufer vom Saturn war sich damals ziemlich sicher, dass kaum jemand vorbstellen würde, aber ich wette das sieht inzwischen ganz anders aus. Und ob ich seiner Aussage trauen kann, dass ich garantiert zum Launch ein Wii bekommen werde, das bezweifle ich auch. Damals gab es erst drei oder vier weitere Vorbestellungen, wenn sie die also der Reihe nach abarbeiten, dann kriege ich kein Problem. Wenn sich aber eine Schlange bildet und viele Bestellungen vorliegen, dann könnten sie unter den Vorbestellern auch ein “wer-zuerst-kommt-mahlt-zuerst”-Prinzip implementieren. Und dann wird es wieder kritisch.

Jedenfalls werde ich morgen um 9:40 vor dem Saturn stehen und hoffen, dass sich keine Schlange gebildet hat, die dann um 10:00 Uhr verzweifelt nach oben in die Spieleabteilung stürmt, um dort zu versuchen mir mein Wii vor der Nase wegzuschnappen. Stress.

Aber wenn ich ehrlich sein soll, gefällt mir dieses Spannung sogar ganz gut. Ich meine das ist doch der eigentliche Grund, warum man eine Konsole zum Launch kauft, oder? Ganz realistisch betrachtet kann ich in zwei Monaten die gleiche Konsole zum gleichen Preis und mit mehr Auswahl bei den Spielen mit wesentlich weniger Stress bekommen. Warum hole ich sie mir also jetzt? Klar, weil ich ungeduldig bin. Aber eben hauptsächlich weil ich Launchluft schuppern will. Die Vorfreude ist irgendwie größer, wenn man für seine Konsole noch arbeiten muss. Wenn man rumtelefonieren, vorbestellen und Schlange stehen muss ohne dabei wirklich sicher zu sein, dass man auch was bekommt.

Also, liebe Antination, wir sehen uns morgen in der Schlange. Und wir werden Spaß dabei haben. Drückt mir die Daumen, ich drücke meine für euch.

Außer ihr wohnt in Mannheim und habt beim Saturn vorbestellt. Dann gibt es kein Pardon.

46 Kommentare Autor: Richard
Tags: ,
Freitag, Kinder wird’s was geben

wiilaunch.jpg

Freitag ist Wii Launch! Zeit sich noch mal in Ruhe die Launchtitel anzuschauen, damit man am Freitag schnell die richtigen Spiele aus dem Regal greifen kann. Keine Ahnung ob die auch irgendwie knapp werden, aber man sollte auf Nummer sicher gehen.
Continue Reading »

93 Kommentare Autor: Richard
Tags: ,
Star Trek DS

tacticalassault.jpg

Der ICE von Frankfurt nach Mannheim braucht 37 Minuten für diese Strecke. Das reicht aus um es sich gemütlich zu machen, ein paar Kapitel eines netten Buches zu lesen (Antigames™ BuchTipp™ der Woche: “Rosen für Apoll” von Joachim Fernau), ein bisschen zu arbeiten oder eine Runde mit dem DS zu spielen.

Das macht aber nicht jeder. Es gibt nämlich Leute, die stehen schon 15 Minuten nach Verlassen des Frankfurter Bahnhofs von ihren Plätzen auf, ziehen sich ihren Mantel an, holen ihre gerade erst verstauten Taschen wieder von den Ablagen herunter und verbringen die restlichen 22 Minuten der Fahrt damit, unbequem im Flur rumzustehen.

Das sind auch keine Einzelfälle. Für gewöhnlich bildet sich im Flur immer eine Schlange solcher Leute. Was diese antreibt ihren kuscheligen Fensterplatz aufzugeben und über die Hälfte der Fahrt im engen Flur vor den Abteilen zu verbringen, entzieht sich mir ehrlich gesagt. Vielleicht haben sie Angst davor, nicht rechtzeitig aus dem Zug zu kommen? Stellen die sich das so vor, dass sie nur mal kurz wegschauen und sich dann aus Versehen in Basel wieder finden?

Dabei ist es völlig ausreichend aufzustehen, wenn der Zug zum Stillstand gekommen ist. Allein weil es im Flur immer eine Schlange von Frühaufstehern gibt, die erst mal abgearbeitet werden muss. Ich schätze, die Leute wollen einfach auf Nummer sicher gehen. Man weiß ja nie was passieren kann! Vielleicht verschüttet ein Erdrutsch den Weg zum Ausgang und bis die Hilfskräfte ihn wieder freigelegt haben, ist man schon jenseits der deutschen Grenze. Oder eine Herde wilder Crocolisks bewacht den Ausgang. In dem Fall bräuchte man halt einfach 20 Minuten, bis man die besiegt hat. (Kriegt dafür aber immerhin 500 Erfahrungspunkte.)

Was auch immer jetzt der präzise Grund für dieses Verhalten ist, ich wette es handelt sich bei diesen Personen um genau die gleichen Leute, die nur Spiele mit einer durchschnittlichen Wertung von über 85% kaufen. Alles kleine Feiglinge.

Das mache ich ganz anders. Nicht nur im Zug, sondern auch bei Spielen. Zumindest wenn es um Spiele fürs DS geht. Mario Kart DS (Metascore: 91)? Habe ich nicht. Castlevania DoS (89)? Habe ich nicht. NSMB? Fand ich nicht so toll. Genauso Mario & Luigi. Animal Crossing? Meteos? Habe ich auch beide nicht. Wenn ich euch langweilen wollte, könnte ich diese Liste noch eine Weile fortführen.

Was ich sagen will ist, dass ich fürs DS gerne Spiele kaufe, die nicht so toll bewertet wurden, aber trotzdem irgendwie interessant klingen. Damit fliege ich manchmal auch gewaltig auf die Nase. Zum Beispiel waren weder Freedom Wings noch Deep Labyrinth besonders gut, egal wie viel Potential da jetzt drin gesteckt haben mag.

Diesmal habe ich aber Glück gehabt. Star Trek: Tactical Assault kommt gerade mal auf einen Metascore von 57, macht mir aber trotzdem sehr viel Freude. Tatsächlich habe ich zum ersten Mal seit langem den Akku wieder komplett leer gespielt. (Was übrigens gleich auf der Zugfahrt ein echtes Problem darstellen wird.)

Der Hauptgrund für die niedrige Wertung liegt wohl darin, dass TA nicht sonderlich komplex ist. So ist der Weltraum z.B. zweidimensional. Man kann sein Raumschiff nach links und rechts steuern und man kann die Geschwindigkeit festlegen, aber eine Rotation um andere Achsen ist nicht möglich. Auch die Geschichte ist recht oberflächlich gestaltet. Es gibt zwar zwei Kampagnen (Föderation und Klingonen), aber beide werden nur sehr lose von einer Erzählstruktur zusammengehalten. Auch grafisch geht bei dem Spiel jetzt nicht riesig viel. Es sieht schon authentisch startrekkig aus, aber man kann sich dem Eindruck nicht ganz erwehren, dass da selbst auf dem DS noch ein paar Details mehr drin gewesen wären.

Wieso gefällt mir das Spiel also? Na, zum einen ist die grundlegende Spielmechanik recht gelungen. Alle Schiffe haben ein paar Waffen montiert, die jeweils einen bestimmten Feuerbereich haben. Zudem sind alle Schiffe mit einem Schild ausgestattet, der ebenfalls in separate Bereiche aufgeteilt ist. Somit entwickeln sich die Gefechte eigentlich immer zu einem relativ reizvollen Positionskampf, bei dem beide Seiten versuchen ihre gerade aufgeladenen Waffen in Richtung Gegner zu drehen, ohne ihm dabei bereits geschwächte Schildbereiche zuzuwenden.

Was das Spiel aber hauptsächlich aufwertet, ist die Steuerung. Das Raumschiff lässt sich nahezu komplett mit dem Touchscreen spielen, welcher in Form von Star-Trek-typischen Okudagrammen gestaltet ist. Darauf rumzuklicken, um seine Befehle zu geben, wirkt nicht nur sehr authentisch, sondern macht einem alten Star Trek-Fan auch große Freude. Notfallenergie auf die Schilde zu verteilen oder Photonentorpedos in Richtung der Romulaner zu werfen, dürfte auf der PSP nicht halb so viel Spaß bringen.

Garniert wird Spiel noch von ein paar Rollenspielelementen. Jedes Crewmitglied bringt ein paar Sonderfähigkeiten mit sich (z.B. mehr Schaden für Photonentorpedos oder höhere Beschleunigung), die man mit Erfahrungspunkten bis zu drei Mal verbessern kann. Je besser man eine Mission abschließt, desto mehr dieser Punkte bekommt man dafür.

Was mir auch noch sehr gut gefällt: Man muss in jeder Mission mindestens eine Entscheidung treffen, deren Ausgang offen ist. So muss man zum Beispiel entscheiden, ob man ein fliehendes Raumschiff verfolgt, um dessen Heimatbasis zu entdecken, oder einem anderen Föderationsraumschiff zur Hilfe eilt. Da das Spiel einen durchaus happigen Schwierigkeitsgrad hat, ist auch die Frage ob man sich nach der Verteidigung einer Basis noch einem freiwilligen Gegenangriff anschließt, oft alles andere als einfach zu beantworten.

Ein bisschen Geduld sollte man allerdings schon übrig haben. Die oben erwähnten Positionskämpfe können sich durchaus hinziehen, zumal sich die Waffen in etwa mit der Geschwindigkeit einer südafrikanischen Trockenschleimschnecke wieder aufladen. Wer ein Actionspiel sucht, der ist hier falsch.

Dennoch, wer Star Trek mag, etwas für taktisches Gameplay übrig hat, ein wenig Geduld mitbringt und sich jetzt den Kauf des Spiels überlegt, dem möchte ich beherzt zurufen:

Make it so!

32 Kommentare Autor: Richard
Tags: , ,