Archiv für Januar, 2007

Musik in euren Ohren

Montag, Januar 29th, 2007

Dies ist nur ein halber World of Warcraft-Beitrag. Denn um das Spiel zu spielen habe ich einfach keine Zeit. Jetzt gerade ist zum Beispiel kurz nach zehn — abends — und wo sitze ich? Im Büro. Mal abgesehen davon, dass ich hier gar keinen WoW-fähigen Rechner zur Verfügung hätte: es gibt einfach zu viel zu tun, als dass ich nebenher noch meinen Level 55-Gnom nach Outland bringen könnte.

Dafür höre ich nebenher den Burning Crusade-Soundtrack. Denn der ist geil. Und erinnert mich an ein Thema, über dass ich schon lange schreiben wollte: Würgemord! Und zwar an all jenen, die die Musik ihrer Spiele leiser drehen oder komplett abschalten. Gerade bei World of Warcraft gibt es diesen schlimmen Trend, auf die eigentlich überdurchschnittlich gute musikalische Untermahlung zugunsten Korn, Rammstein, Hanson oder Tokio Hotel zu verzichten. Und das ist wirklich sehr schade. Denn gerade die neue Musik aus Burning Crusade ist verdammt gut geworden. Ich habe extra einen Draenei angefangen, damit ich so richtig darin versinken kann. Auch, wenn ich dafür schulbusgroße Mutanten-Motten töten muss und sowas. Naja, nichts ist perfekt.

Jetzt dachte ich eigentlich, das Motzpotenzial des Themas sei ausgereizt, doch Richard erinnerte mich auf meiner Suche nach Inspiration an etwas anderes, worüber ich schreiben wollte, was aber viel mit dem obigen zu tun hat: die von der Riesenkonsole Xbox 360 ausgehende tödliche Gefahr für die Spielesoundtrackkultur. So sehr ich die Konsole derzeit lieb habe — Rainbox Six Vegas rockt! Und hat für einen ollen Taktikshooter sogar erstaunlich gute Musik! — so wenig werde ich das Gefühl los, dass das Feature, das einem erlaubt, den Soundtrack eines jeden Spiels mit eigenen MP3s ersetzen zu können, eine ganz miese Idee war. Denn immer wieder fallen mir Spiele auf, wo der Verzicht auf einen guten Soundtrack — oder überhaupt einen Soundtrack — nicht wie eine stilistische Entscheidung, sondern eine reine Sparmaßnahme rüber kommt. Sorry, aber den Tonschrott aus Restverwertern wie Project 8 oder Burnout Revenge und Musiklangweilern wie Gears of War braucht kein Mensch. Und dass das Abhandensein von Musik in Dead Rising künstlerisch motiviert sein soll, glaube ich einfach nicht. Ganz ehrlich: ich find’s total super, wenn ich quasi jedes Spiel zu “Fuck Her Gently” von Tenacious D spielen kann. Aber wenn dafür kaum noch tolle, neue Spielescores geschrieben werden, ist es das echt nicht wert.

Leute! Musik ist wichtig. Sie kann einen viel stärkeren Einfluss auf Stimmung und Atmosphäre haben als Grafik, Gameplay und Story zusammen. Schaut euch nur mal die alten Medal of Honors an. Weltkriegsshooter der banalsten Sorte, aber sie hatten Musik von Michael Giacchino. Und was für welche! Ihr kennt das doch aus Filmen. Star Wars wurde erst durch John Williams großartige Musik so cool. Stellt euch vor, ihr würdet sie rausreißen und mit Rosentolz ersetzen. Wär scheiße, oder? Denkt da nächstes Mal dran, wenn ihr ein Spiel “mit unveröffentlichten Tracks bekannter Künstler” kauft. Oder die geile Musik von World of Warcraft abschaltet. Banausen.

Dusty Welch, Superheld

Montag, Januar 29th, 2007

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Dusty Welch ist ein ganz besonderer Mensch. Zum einen ist er “Head of Publishing” bei RedOctane. Da es der Job von RedOctane ist, Sachen zu publishen ist “Head of Publishing” dort bestimmt eine wichtige Funktion. Das alleine macht ihn aber nicht so besonders.

Nein, Dusty Welch ist besonders, weil er ein Superheld ist. Aber nicht irgendein gewöhnlicher Superheld, der von einer mit radioaktiv verseuchten superdynamischen Spacegenen infizierten südpolynesischen Krallenspinne gebissen wurde und seitdem per Röntgenblick Damen auf die Unterwäsche schauen und Kraft seiner Gedanken auch schwere Hagelschäden am Mercedes seiner Nachbarin wieder ausbeulen kann, sondern ein besonderer Superheld mit einer ganz außergewöhnlichen Superkraft.

Er kann jede Antwort in einem Interview so formulieren, als wäre sie eine Pressemitteilung ohne dabei mit der Wimper zu zucken.

Ihr glaubt mir nicht? Tja, dann lest mal dieses Interview mit ihm auf eurogamer.net. Da kann Spider-Man echt einstecken. Wer will schon irgendwelchen weißen Glibberschleim aus den Handgelenken schießen können, wenn er stattdessen ohne mit der Wimper zu zucken Sachen sagen kann wie:

There are numerous genres of rock music, including pop.

Dusty Welch, du bist der König der Bullshit-Spucker! Aber natürlich hast du nicht ganz Unrecht. Es ist alles eine Frage der Perspektive. Wenn man sich die Ohren zuhält, die Augen zusammenkneift und ganz laut “LALALALALAAAAAA!” ruft, dann gibt es wirklich verdammt viel Rockgenres. Zum Beispiel Volksmusik! Und Acid Jazz! Mein persönliches Lieblingsrockgenre: die Barockmusik. Ach ja, der alte Georg Friedrich Händel, der konnte noch so richtig rocken. Old school, baby!

Danke Dusty Welch, dass du uns die Welt mit ganz neuen Augen sehen lässt!

Viele Leute schaffen es ja, auf eine Frage mit vielen Sätzen zu antworten, ohne dabei auch nur in die Nähe einer tatsächlichen Antwort zu kommen. Dusty Welch aber ist besser. Dusty ist der King, weil er in seinen Antworten die keine Antworten sind, selber noch Fragen stellt, die er dann ebenfalls wortreich nicht beantwortet:

We would never rule out any opportunity that we feel fans might want to see in the future. Are they in our current plans? We can’t say, though it’s certainly an intriguing option that we’re interested in, as we are with many other ideas. Guitar Hero has levitated the music rhythm-action genre to a whole other level, and there is no reason to think we can’t take it even further with other genres.

Das ist schon echter Meta-Bullshit. Dusty, du rockst! Ich persönlich freue mich schon total auf Tony Hawk’s Guitar Hero - Homeboy Edition, aber noch mehr freue ich mich natürlich auf deine Erklärung, warum die Aufnahme von Skateboards eine “natürliche und neutrale Entscheidung” für RedOctane war.

Lang lebe Press Release Man!

Massive Aussichten, Teil 2: Warhammer Online

Freitag, Januar 26th, 2007

Massive WAR

Ich habe doch gesagt, dass wir einen Trend zu dicken Lizenzen und machtvollen Franchises in der MMO-Szene haben? Genau, habe ich. Ist ja auch viel netter, schon einen eprobten Sandkasten zu verwenden, den die anderen Kinder auch ganz toll finden. Das beruhigt die Eltern die Investoren.

Games Workshop ist in letzter Zeit ziemlich erfolgreich gewesen, was die Vergabe ihrer Lizenzen angeht - dem satten Hit “Dawn of War” in ihrer (ziemlich eigenen) SF-Spielwelt Warhammer 40K folgte das zumindest ziemlich solide Mark of Chaos. Vorher gab es aber das das Millionengrab Warhammer Online, eine detailbeflissene MMO Umsetzung ihrer (ziemlich eigenen) Fantasywelt, die von Climax über Jahre hinweg verschleppt wurde, bis GW eines Tages den bis dahin voll aufgedrehten Geldhahn zudrehte - danach stand Climax mit einer fast fertigen fremdfinanzierten MMOG-Engine und GW mit einer Menge unverwendarem Artwork dar. Danach ging es schnell: Mythic Entertainment meldete Interesse an, sie bekamen die Lizenz (eine verbitterte Community gab es als kostenlose Beilage) und begann in Windeseile auf Basis ihrer erprobten Dark Age of Camelot Technologie ein von Grund auf anderes Spiel zu entwickeln. Eines, das sich ganz klar auf die Konflikte zwischen den verschiedenen Reichen (und Spielern) konzentriert - zum nicht unerheblichen Unwillen eines Großteils der Rollenspielfreudigen Community. Der stark an die Zinnminiaturen des Warhammer-Tabletops angelehnte Look von Warhammer Online: Age of Reckoning hatte ebenfalls einen schweren Stand vor einer Szene, die scheinbar zu einem großen Teil das bereits allgegenwärtige, stark vom WH-Look beeinflusste World of Warcraft schlicht nicht mehr sehen konnte und den üblen Mief eines schamlosen Plagiats witterte.

Mythic begann eine gnadenlose Kampagne, um das Wohlwollen des Volkes (zurück) zu gewinnen. Diaries, Previews und aktiv auf den Foren postende Entwickler sind eine Sache, etwas ganz anderes sind sonderbare Gestalten wie der verhinderte TV-Prediger Paul Barnett, der seine inzwischen kultisch verehrten Botschaften unter vollem Einsatz von MySpace, Youtube usw. unter die Leute bringt. Tatsächlich scheint der Hype zu funktionieren: Die Community glaubt tatsächlich, das Warhammer ganz anders ist als alle anderen Fantasywelten. UND sie glaubt, das WAR ganz anders sein wird als alle anderen MMORPGs. Ausserdem ist es ein Hobby, nicht nur ein Spiel.

Tatsächlich hat Mythic (inzwischen Teil von Electronic Arts) einiges Neues auf der Pfanne, auch wenn es sich hier klar eher um Evolution als einen Bruch mit allem Althergebrachtem handelt: Alles, was Spieler machen - sei es PvP, PvE oder Crafting, beeinflusst die Balance zwischen den beiden Fronten Ordnung und Zerstörung, Gebiete können besetzt, Städte eingenommen werden bis es dann zur entscheidenden Schlacht um die Hauptstadt des Gegners kommt. In WAR geht es um Krieg, nicht um Bausparen, Eigenheim und Teppichknüpfen. Wer sich damit und mit einen etwas eigentümlichen Sinn für Humor identifizieren kann, wird möglicherweise im Verlauf dieses Jahres eine solide Keilerei einplanen können. Allerdings: Bisher gibt es keine Hinweise auf Dinosaurier.

Der Ehrliche ist wie üblich der Dumme

Montag, Januar 22nd, 2007

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Vor einer ganzen Weile habe ich schon mal kurz Sonys Downloadservice für PS1-Spiele erwähnt. Damals verkündete ein britisches Playstation-Magazin, dass geneigte PSP-Besitzer in diesem Jahr ein wahres Füllhorn an alten Spielen angeboten bekommen würden, darunter zahlreiche von vielen geliebte Klassiker. Nun, wie es jetzt aussieht, war meine Skepsis berechtigt. Statt das anämische PSP-Portfolio mit einem Schlag um dutzende Triple-A Titel zu erweitern, verkommt das Angebot zu einer zynischen Abzocke, die Xbox Live Arcade und Nintendos Virtual Console im direkten Vergleich richtig gut aussehen lässt. Zunächst mal muss sich jeder, der PS1-Spiele auf seiner PSP laufen lassen will, eine PS3 zulegen. Denn nur damit lassen sich im Moment Sachen aus dem Onlineladen kaufen. Klar, laut Sony soll man das später auch direkt mit dem PC oder der PSP erledigen können, aber derzeit ist das Retroreservoir noch ein verdammt exklusiver Club. Besonders in Europa, denn mangels 600€ teurer Zusatzhardware hierzulande kann ich mir natürlich auch noch kein 10€ PS1-Spiel auf den Memory Stick ziehen. Nicht dass ich das ob dieser Mondpreise machen würde, aber ich habe bisher ja noch nicht mal eine Wahl.

Apropos Wahl. Selbst wenn ich mein Geld selber drucken würde und die Oberen bei Sony mir endlich erlauben würden, ihre Spiele zu kaufen, ja selbst dann würde mir das bisherige Angebot nur ein müdes Stirnrunzeln entlocken. Wer zum Teufel ist bloss auf die Idee gekommen, Tekken 2 und Hot Shots Golf in das anfängliche Aufgebot zu packen? Von beiden Serien gibt es schon ein ganze Zeit lang bessere Versionen auf der PSP, so dass wohl nur Leute mit akuter Geldnot auf die schwächeren PS1-Teile zurückgreifen würden. Aber Leute mit akuter Geldnot würden sich wohl kaum eine PSP und eine PS3 kaufen. Argh, der Schwachsinn bereitet mir körperliche Schmerzen! Den Rest des Lineups habe ich schon wieder vergessen, war aber dezent unspektakulär.

Und jetzt der Clou an der Sache. Die bösen bösen Softwarebastler sind natürlich schon wieder drei Schritte weiter. Während treudoofe Idioten wie ich brav die leeren Versprechungen der Hersteller schlucken und auf bessere Zeiten warten, haben findige Tüftler ihr Handheld schon längst in eine tragbare Playstation verwandelt, so wie es anfangs auch offiziell angedacht war. Mit Hilfe einer modifizierten Firmware und einem Blanko-Emulator (beides nicht wirklich koscher) steht den Retrofreuden selbst mit einer heimischen PSP nichts mehr im Weg. Noch besser, mit entsprechenden Tools ist es inzwischen möglich, beliebige PS1-Spiele von CD zu rippen und auf seinem Handheld abzuspielen, und das sogar in komprimierter Form, für mehr Spiel pro Karte. Als ehrlicher Kunde stehe ich also mit nett gemeinten Zusagen, aber doch eher leeren Händen da, während clevere Spieler bereits daheim und unterwegs Symphony of the Night zocken, und dass ohne einen Cent dafür zu bezahlen.

Daher mein dringender Appell an Sony: Leute, die Katze ist aus dem Sack! Wer entsprechendes Know-how besitzt, kann schon jetzt für lau PS1-Spiele auf seine PSP schaufeln, und das ohne PS3! Also vergesst den ganzen DRM-Scheiss -dafür ist es jetzt zu spät-, einigt euch pronto mit den Lizenzinhabern und bietet mir möglichst viele alte Spiele zum Kauf an - und zwar im Doppeltempo. Als jahrelanger treuer Kunde fühle ich mich gelinde gesagt veräppelt. Es macht mir überhaupt nichts aus, für den Bonus der Mobilität selbst Geld für Spiele hinzublättern, die schon längst als Original bei mir im Regal stehen; aber ihr müsst sie mir auch anbieten! Nicht so olle Kamellen wie Tekken 2, sondern eine solide Auswahl aus allen Genres. Sonst kaufe ich mir doch noch eine zweite PSP, nur zum modden. Und dann seht ihr von mir keinen Euro mehr.

World of Guild Wars: The Burning Prophecies

Montag, Januar 22nd, 2007

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The Burning Crusade ist raus und ich bin Level 11! Allerdings in, äh, Guild Wars. Nicht in Factions oder Nightfall, nein. In Prophecies, dem ersten Teil! Dabei war der Plan für dieses Wochenende doch eigentlich, endlich Outland zu erforschen und mindestens Level 61 zu werden. Wie konnte das passieren?!?

Ich vermute es liegt daran, dass Guild Wars ziemlich cool ist. Aber auch daran, dass mich Outland auf den ersten Blick etwas abgeschreckt hat. Kaum war ich durch das Portal, wurde ich erstmal mit hochhaushohen Monstern konfrontiert, die sich - nicht all zu weit von mir entfernt - mit irgendjemand um irgendwas geprügelt haben. Hilfe! Und dann wurde mir plötzlich mitgeteilt, dass die Allianz drei Forts und die Horde keins halten würde. Forts? Was? Wie bitte?

Egal, ich habe mich dann erstmal ins örtliche Hordenlager fliegen lassen und da ein paar Quests eingesammelt. Immerhin wurden mir dafür stets sehr ordentliche Belohnungen versprochen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich von den Items beeindruckt war, weil sie wirklich so toll waren, oder weil ich einfach Sachen trage, die schon vor einem Jahr – als ich aufgehört habe zu spielen - ziemlich schäbig waren. Wahrscheinlich letzteres.

Von den neuen Quests habe ich mir dann mal was machbar Wirkendes ausgesucht und bin aus dem Lager rausmaschiert. Anstatt aber lässig ein paar Blutorks zu vermöbeln und die ersten Erfahrungspunkte zu sammeln, bin ich schon wenige Meter von Lager entfernt von einer Art Shai-Hulud angegriffen und gefressen worden.

Aua.

Ich habe dann erstmal woanders nach den Blutorks gesucht. Gefunden habe ich, wie das in Warcraft ja so üblich ist, allerdings nur Blutorks die schon tot waren. Man könnte ja jetzt argumentieren, dass nur ein toter Blutork auch ein guter Blutork ist, aber seien wir mal ehrlich: ein toter Blutork bringt weder Erfahrungspunkte noch fetten Loot, insofern kann das eigentlich nicht stimmen.

Ach ja, und dann ist ein hochhaushohes Monster auf mich draufgetreten und ich war tot. Ich glaube allerdings, dass ich das nicht persönlich nehmen sollte. Von da oben hat es mich wahrscheinlich einfach nicht gesehen.

Also. Guild Wars. Das hatte ich schon seit Ewigkeiten auf der Platte, bin aber nie zum Spielen gekommen. Damals als es raus kam, war ich gerade mit World of Warcraft beschäftigt. Nachdem Marc mir monatelang erzählt hat wie cool es ist, habe ich es dann vor ein paar Monaten mal installiert, fand aber den Einstieg irgendwie nicht.

Tja, und jetzt habe ich ihn gefunden, bin Level 11, habe gerade Mission 5 geschafft (und habe somit auch die Post-Searing-Wüste hinter mir gelassen) und bin erstaunlich begeistert. Ich liebe es, dass die Monster nicht schon tot in der Gegend liegen wenn ich vorbei schaue, obwohl wir uns in diesem Fall darauf einigen können, dass nur ein toter Devourer ein guter Devourer ist, zumal es ja keine Quests der Marke “Töte 10 Whiptail Devourer und komme dann wieder, damit ich dir nächste Quest (’Töte 12 Plague Devourer’) geben kann” gibt.

Apropos Devourer, das sind echt die Cliff Racer von Guild Wars. Gah!

Zurück zum Thema. Ich liebe das Skillsystem von Guild Wars, bei dem man zwar einen Haufen Skills hat, aber immer nur ein paar davon mitnehmen kann. Dadurch hat man nicht 5.000 Icons auf dem Bildschirm, sondern muss vor einer Mission tatsächlich nachdenken, was denn eine sinnvolle Skillsammlung dafür ist. Wenn sich dann zwei Level 10 Elementalists treffen, unterscheiden die sich tatsächlich durch mehr als nur die Farbe ihrer Hüte.

Toll auch die Missionen. Die geben dem Spiel eine nette Struktur und ein paar spektakuläre Momente, ohne dabei so elendig lang oder schwierig zu sein, wie die Instanzen in WoW. Ganz nebenbei sieht das Spiel auch noch großartig aus. Was will man mehr?

Na ja, vielleicht eine Geschichte, die mit ein wenig mehr Gusto präsentiert wird. Wenn sie zwei Jahre nach Release noch nicht mal die zahlreichen Rechtschreibfehler in den sowieso schon ziemlich holperig und lieblos geschriebenen Questbeschreibungen repariert haben, dann liegt der Focus wohl auf anderen Dingen.

Eine Sache noch. Ich bin von der Technik echt begeistert. Das Spiel läuft mit maximalen Details, AA und allen denkbaren Filtern konstant mit 60FPS. Dafür ist wohl vor allem das clevere LOD-System verantwortlich, welches unter anderem weiter entfernte Objekte auf einfache Texturen runterrechnet. Das ist auch nicht perfekt, funktioniert aber wesentlich besser als die meisten anderen Tricks und erlaubt echt spektakuläre Aussichten, ohne dass die Framerate in den Keller geht.

Am besten ist aber das Download-System. Ich habe Guild Wars nämlich nie von DVD installiert. Marc hat mir irgendwann einfach mal einen Key geschenkt (Danke!), ich habe den 128KB(!) großen Client gestartet und das war es dann. Guild Wars läd sich selber runter, während man es schon spielt. Das gilt übrigens auch für alle Updates. Dagegen ist das Patchgewürge von WoW einfach nur unerträglich.

Nur eins macht mir Sorgen. Ich glaube einen Elementalist/Warrior zu bauen, war keine gute Idee. Ich mag den Elementalist, weiß aber nicht so recht was ich mit dem Warrior anfangen soll. Haben die erfahrenen Guild Wars Spieler der Antination da ein paar Tipps für mich?

Es sieht immer noch verdammt gut aus…

Dienstag, Januar 16th, 2007

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…zumindest was die Draenei betrifft.

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Hendrik meint allerdings, dass WoW bei den Blood Elves plötzlich aussähe, als wäre es ein Shareware-Spiel. Mal sehen. Ich schätze vor Freitag werde ich das nicht rausfinden. Und bis dahin sind die Hälfte von euch natürlich schon wieder Level 60, haben alle Instanzen in Outland mindenstens drei mal durchgespielt, und haben schon wieder vergessen wie es damals am Launchtag bei den Blood Elves aussah, aber gut. Macht nichts. Das lässt mich inzwischen kalt. Ich gehe jetzt nach Hause und esse Kekse. Life is good.

Nur noch 200 Meter…

Dienstag, Januar 16th, 2007

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Meine World of Warcraft: Burning Crusade Collector’s Edition liegt in einer Packstation, keine 200 Meter von hier. Entweder das, oder ein Buch über die Architektur der polnischen Renaissance, von dem ich nicht mehr weiß, dass ich es mal bestellt habe.

Lacht nicht, so was kommt vor. Dummerweise teilt einem die SMS nicht mit, was in dem Paket drin ist und somit bleibt ein gewisser Unsicherheitsfaktor. Trotzdem ich bin mir ziemlich sicher, dass es Burning Crusade ist.

Jetzt mal ehrlich, wie soll man unter solchen Umständen arbeiten? Das Ding strahlt ein dermaßen großes Gravitationsfeld aus, dass mein Stuhl permanent und wie von Geisterhand gezogen in Richtung Ausgang rollt. Außerdem bin ich gerade scharf am Überlegen, wie ich dafür sorge, dass wir heute nicht in der Mensa essen gehen. Die liegt nämlich nicht in Richtung der Packstation. (Meine aktuelle Strategie besteht darin, dies auf meinem Spieleblog im Internet zu erwähnen, zu hoffen dass meine Kollegen es lesen und dann freundlicherweise einen anderen Ort zum Essen vorschlagen. Mal sehen, wie gut das funktioniert. Ich werde berichten.)

Fairerweise muss man sagen, dass sich das Gameplay von Burning Crusade heute wohl auf Artbook-lesen und Soundtrack-hören beschränken wird, denn die Server dürften gnadenlos überlastet sein. Außerdem bin ich mir gar nicht so sicher, ob ich WoW überhaupt noch spielen will. Ich habe schon ein bisschen Angst vor jeder Menge Instanzdungeons, die ich mangels Gilde und Aufgrund eines Lebens nie betreten werde und vor jeder Menge Spieler die mein Nicht-Elite Mount aus ihren lila Turbo-Rüstungssets +500 herablassend belächeln werden.

Zudem macht es mir Sorgen, dass eigentlich keiner von den Leuten die das coole Origingal-WoW gemacht haben, noch an Burning Crusade gearbeitet haben. Von der Aussicht bedroht, bis an ihr Lebensende WoW-Erweiterungen basteln zu müssen, haben die nämlich alle ihren Hut genommen und ihre eigenen Studios gegründet. Insofern bin ich mal gespannt auf die Qualität der neuen Gebiete.

Denn genau darum geht es mir ja eigentlich. Ich spiele WoW nicht, ich besuche es. Instanzen sind mir schnuppe, Ausrüstung ist mir egal und PvP kann mir mal den Buckel runter rutschen. Wenn ich einlogge, dann werfe ich mir ein geschmackloses Hawaiihemd über, schlüpfe in billige Badelatschen und werde zum Touristen.

Jetzt muss ich nur noch mein Flugticket aus der Packstation befreien. Ist es schon Zeit zum Mittagessen?

Update: So. Wir waren beim Inder essen. Danach sind wir zuerst zum Saturn gegangen. Da lagen ca. 500 Brilliardentrullionen Burning Crusades rum. Am Eingang waren schon Schilder “Burning Crusade gibt es im 2.OG!”. Wobei das glatt gelogen war, denn sie hatten direkt an der Tür einen Ständer voller BCs. Außerdem war alles voller Schilder geklebt mit irgendwelchen Warnungen, dass BC nicht hiermit läuft und dass es damit Schwierigkeiten macht und dass man es am besten erst auf die Platte kopiert und dann installiert und so weiter. Am besten hat mir gefallen, dass sie eindringlich vor der Verwendung von Kaspersky Antivirus gewarnt haben und direkt ins Regal neben BC dann Kaspersky Antivirus gelegt haben.

Ach ja: Die deutsche BC CE lässt sich übrigens nicht über meine englische WoW CE installieren. Sprachverwirrung FTW!

Update 2: Apropos Sprachverwirrung. Auf der CE steht hinten groß drauf: “Erleben Sie Den Ultimativen Brennenden Kreuzzug”. Nee, is klar Jungs. Ich weiß schon, warum ich auf Englisch gespielt habe.

Die Qual der Wahl

Mittwoch, Januar 10th, 2007

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Mist. Im Moment habe ich ein halbes Dutzend Spiele angefangen und keins reizt mich so recht dazu, es weiter zu spielen. Das ist schlecht. Denn ich will ja was spielen. Und ich habe massenweise Spiele. Es gibt nur quasi bei jedem angefangenen Spiel einen triftigen Grund es gerade nicht zu spielen. Frust! Hier ist die Liste der Spiele mit dem jeweiligen Grund. Helft mir mal aus der Bredouille, und sagt mir was ich endlich durchspielen soll.

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Massive Aussichten, Teil 1

Dienstag, Januar 9th, 2007

Massive Aussichten

Vor zwei Jahren dachten noch viele, dass der MMOG Boom nach geflopten und vorzeitig (zum großen Teil gnadenvoll) eingestellten Titeln ein jähes Ende finden würde. Vor einem Jahr dachten noch viele, dass der MMO-Boom aufgrund eines extrem erfolgreichen Titels - die Rede ist natürlich von Blizzards Beziehungskiller World of Warcraft - ein jähes Ende finden würde. Heute gehen wir doch besser davon aus, dass der Trend zu Onlinespielen nicht so schnell enden wird. Allerdings ist der Erfolg durch Einsatz selbst solider Lizenzen wie “Star Wars” oder “The Matrix” keineswegs garantiert - nein, das Spiel sollte möglich auch noch gut werden - eine völlig neue Erkenntnis in Teilen der MMOG-Szene, wie es scheint - ganz revolutionäres Gedankengut wie “gut bedienbar und leicht zu lernen” oder “technisch ordentlich, sogar beim Launch” und “ordentliche Lokalisierung” ist erst noch dabei, sich Anhänger zu verschaffen. Natürlich sollte die Lizenz auch die zweijährige Entwicklungszeit überdauern und nicht schneller altern als eine High-End Grafikkarte - Matrix Online, tu nicht so, als würden wir uns nicht erinnern. Äh. Erinnern wir uns tatsächlich an Matrix Online? (Es ist nämlich immer noch da.)

WOW ist überhaupt nicht neu. Es ist so erschreckend nicht-innovativ, dass es der im Hinblick auf die Abonnentenzahlen deklassierten Konkurrenz die Schamesröte ins Gesicht treiben sollte. Es ist nicht nur so, dass “Warcraft” und “Blizzard” Namen sind, denen Spieler wohl zu Recht vertrauen können, eine solche beachtliche finanzielle und zeitliche Investition wie ein MMOG risikoarm zu gestalten- es ist auch ein Produkt, das ordentlich durchdacht ist, gut spielbar ist, voll von Content für Otto-Normal- und sogar Bisher-Gar-Nicht-Spieler, für die das Spiel auch sehr zugänglich gestaltet ist.

Die Nische “Fantasy MMORPG mit vielen Questen” ist also mehrfach belegt. Trotzdem kommen neue Spiele. Mit a) Namen und b) Aufwand. Sigils Vanguard: Saga of Heroes ist im Grunde ein extrem aufwändiges, detailverliebtes MMO für ehemalige EverQuest I Spieler, denen der inhaltlich und spielerisch im Grunde solide Nachfolger nicht herausfordernd genug ist. VSOH hat zwar keine eingeführte Lizenz, dafür aber zu großen Teilen das EQ1-Entwicklerteam und auch dessen Erfinder Brad McQuaid - das wirkt bei der nerdigen, eng verschworenen Gemeinde. Ironischerweise wird es inzwischen von SOE vertrieben, nachdem Microsoft das immer weniger Mainstream-taugliche MMO-Stiefkind schnöde vor die Tür setzte (Wie, die haben schon die beiden Hauptkonkurrenten EQ1 und EQ2 im Programm? Egal, die haben auch Matrix… da kann ein MMO mehr nicht schaden). Schon in der ersten Jahreshälfte 2007 soll uns das auf der Unreal World Engine aufbauende Projekt beglücken - ich selber bin nicht so hingerissen, weil es an allen Ecken und Enden allzu altbacken und konservativ wirkt - es ist ein MMORPG (der letzte RPG-Teil ist hier wichtig!) der nächsten Generation mit Blick in die Vergangenheit. Auch wenn das Absicht ist. Die Charaktere selbst sehen eher langweilig aus und ich höre … Geschichten … über enormen Hardwarehunger. Trotzdem, wenn ich die Chance habe, schaue ich es mal an; die “Open Beta” (nur dann offen, wenn man einen der begehrten 10.000 EU-Zugänge bekommt) geht dieser Tage los. Schon aus Respekt - da steckt sicher viel Liebe drin.

Funcoms Age of Conan: Hyborean Adventures ist dann schon eher ein Vertreter der neuen Schule. Eine der auch für den Mainstream bekanntesten Fantasy-Franchises, dazu eine schon aufgrund des blutrünstigen Inhalts volljährige Zielgruppe - es ist Fantasy, aber andere Fantasy. AoC ist mindestens so detailversessen wie VSOH (es gibt wirklich einen Schieberegler für die Popoausformung des Spielercharakters), wirft aber ansonsten Konventionen wie ein hochmotivierter Braunkohlebagger über Bord. Die ersten 20 Stufen sind ein Actionadventure, das der Spieler weitgehend allein zu bewältigen hat, gebastelt vom The Longest Journey Team - danach gibt es ein instanzenreiches Gemetzel in verschiedenen Varianten, angetrieben von einem interessanten Kampfsystem, das nebst solchen Nettigkeiten wie Formationsregeln auch eine weitgehend freie Maussteuerung des Schwertarms und dessen scharfkantiger Verlängerung bietet. Wie massiv AoC nun eigentlich wird - ob wir ein WOW-mäßiges Epos mit riesiger begehbarer Spielwelt oder eher mit spannenden Einzelmissionen zugepflasterte Landkarten wie im hartnäckigen WOW-Konkurrenten Guild Wars (nein, GW ist kein MMOG - es sieht nur auf den ersten Blick so aus) bekommen - das wird nie so klar. Auch grafisch rangieren die Eindrücke von “ugh! Naja…” bis “absolut phänomenal” - wirklich gut auszurechnen ist AoC nicht, soll aber schon “bald” kommen. Ich bin neugierig, bei Crom!

(Fortsetzung folgt)

Star-Allüren

Montag, Januar 8th, 2007

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Gestern habe ich das neue Zelda durchgespielt. Ein hervorragendes Adventure, keine Frage. Aber eines wurde mir ständig wieder vor Augen geführt: Nintendo erlaubt sich Unverschämtheiten, die man kaum einem anderen Publisher durchgehen lassen würde. Das geht schon damit los, dass man als Gamecube-Besitzer mit einer kastrierten Version vorlieb nehmen muss. 16:9? Fehlanzeige. Dafür ist die Y-Achse beim Zielen invertiert, und es gibt keine Möglichkeit, dies zu korrigieren. Warum man auf diese Sparversion sogar noch eine Woche länger warten musste als auf die Wii-Fassung, ist wohl nur mit Marketinggründen zu erklären.

Aber auch als Besitzer von Nintendos neuer Wunderkonsole ist man nicht viel besser dran, denn die gröbsten Designschnitzer sind plattformunabhängig. Allein schon die Tatsache, dass man jedesmal beim Laden des Spielstandes einen Bildschirm zur Einstellung des Bildes präsentiert bekommt, macht mich ein wenig stutzig. Hallo? Spiele ich etwa ständig an den Settings meines Fernsehers rum? Ausserdem ist Zelda ja im Gegensatz zu anderen Spielen nun nicht gerade finster oder kontrastarm. Ein vermeidbares Ärgernis also, dass sich aber im Vergleich zu den gröberen Schnitzern wie eine Lappalie ausnimmt.

Im übertragenen Sinne ist The Legend of Zelda nämlich eine alternde Diva, die zwar immer noch ein Millionenpublikum verzaubern kann, aber doch schon deutliche Alterserscheinungen zeigt. Am deutlichsten zeigt sich das wie ich finde in der vollkommenen Entwertung von Geheimnissen. Früher, in den Anfangstagen der Serie, waren Rupien noch wertvoll. Man konnte damit Dinge kaufen, die einem das Heldenleben deutlich einfacher gemacht haben, mehr Pfeile etwa oder einen Heiltrank. Eine Truhe mit 20 Rupien zu finden war daher ein echtes Erlebnis, das durch das bekannte Kisten-Öffne-Jingle zusätzlich ein echtes “Gut gemacht!” Gefühl rüberbrachte. Und heute? Heute ist das Geldraffen zum reinen Selbstzweck verkommen, denn eine Herausforderung ist die Serie schon lange nicht mehr. Wozu sollte man noch Munition oder Bomben kaufen, wenn die aus jedem zweiten Gegner rausfallen und garantiert vor jedem Rätsel mit entfernten Zielen/Felsen/Fackeln ein Eimer mit Pfeilen/Bomben/Lampenöl rumsteht? Geradezu albern scheint es daher, dass Rupien in Twilight Princess ebenso selten sind wie Sand am Meer. In den Brieftaschen getöteter Feinde, im hohen Gras, unter Steinen, in der Erde, auf Bäumen, im Wasser, in Felsen - überall wimmelt es vor Edelsteinen. Es ist daher fast schon blanker Hohn, dass die Geldbörse des Helden zu Anfang gerade einmal 300 Rupien fasst, und auch im weiteren Verlauf des Spiels nicht viel weiter anschwillt. Schau her, scheint das Spiel zu sagen, all dieses wertvolle Geschmeide, und du Depp kannst es nicht mitnehmen.

Seinen Gipfel findet dieser inflationäre Umgang mit Geld in den Schatzkisten. Gerade bin ich mit Eisenstiefeln und Krallenhand eine schlüpfrige Rampe hochgeklettert, und musste mich unterwegs auch noch mit allerlei Getier anlegen. Zweimal bin ich komplett runtergerauscht, und erklimme nun mit grimmiger Miene und diversen Flüchen auf den Lippen erneut die Rutschbahn. Aber jetzt stehe ich an der Spitze, und hinter diesem Wasserfall wartet meine wohlverdiente Belohnung. “50 Rupien! Aber dein Beutel ist ja schon voll. Du ARSCH!” Das Problem ist, auf solche Beleidigungen reagiere ich wie eine Ratte im Versuchslabor. Wenn ich auf einen Knopf drücke und dafür eine gewatscht bekomme, dann werde ich das in Zukunft lassen. Nur leider lässt einen Zelda nicht so leicht davonkommen. Das gleiche Rätsel, für das man an der einen Stelle einen Sack voll Edelsteinen (also nichts) bekommt, könnte an einem anderen Ort einen Schlüssel als Belohnung bereithalten. Wie der letzte Volldepp löst man also eine Knobelei nach der nächsten, denn es könnte ja zum Weiterkommen wichtig sein. Es mag ja durchaus Spieler geben, die Rätseln um des Rätselns Willen, aber mir ist die klassische Aufwand-Belohnung-Struktur definitiv lieber.

Darüber hinaus halten einen die Entwickler für geistig zurückgeblieben. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass man die Funktion elementarster Dinge ständig wieder erklärt bekommt. Leute, ich habe über die Jahre schon hunderte von Bomben hochgehen lassen, ich weiss inzwischen wie das geht. Und die gelben Rupien sind zehn Rupien wert, das ist mir bekannt. Man kann es mit dem Händchen halten wirklich auch übertreiben, zumal sich an der grundlegenden Spielmechanik seit Jahren nichts gravierendes geändert hat.

Bei all dem Gemaule sollte man eines allerdings nicht vergessen: es macht trotzdem Spass, denn das Dungeondesign ist wie immer hervorragend. Schade nur, dass das trotzdem mit jedem neuen Zelda immer grösser wird.

Microcosmos

Mittwoch, Januar 3rd, 2007

So! Genug mit dem Wii, der Xbox 360 und der ollen PS3. Es muss nicht immer das neuste vom neusten sein. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Gameboy Micro? Schick, unendlich klein, und trotzdem ein geiles Display. Sowie ein Spielesortiment mit vielen fantastischen Titeln. Wie zum Beispiel Advance Wars 2, das irgendwie mehr Spaß macht als Advance Wars Dual Strike (DS). Oder Mario & Luigi Superstar Saga, das irgendwie mehr Spaß macht als Partners in Time (DS). Oder The Minish Cap, das irgendwie mehr Spaß macht als Twilight Princess (Wii). Oder Final Fantasy Tactics Advance, das irgendwie mehr Spaß macht als so ziemlich alle anderen Spiele zusammen. WLAN-Internet-Zugang? Touchscreen? MP3s und Videos abspielen? Mehr als A, B, L, R, Start und Select? Mal ehrlich, sowas braucht doch kein Schwein.

Ach ja, bevor ich es vergesse: ein frohes neues Jahr euch allen. Möge es euch viele neue Spiele und Spielereien bringen.