
Ihr kennt das. Diese Forenweisheiten. Dinge die von allen Bewohnern des Spieleinternets für die absolute Wahrheit gehalten werden. Sachen die, wenn sie jemand in im Internet behauptet, sofort jeder als korrekt empfindet und lautstark unterstützt. Klassisches Beispiel: “Grafik ist nicht alles.” Alternativ kann natürlich auch das identische Gegenstück: “Gameplay ist alles.” verwendet werden.
Von nicht ganz so großer Statur, aber auch sehr beliebt: “Spiele sind heutzutage zu kurz.” Gern genommen auch die Forderung nach universeller Rückwärtskompatibilität für die aktuell favorisierte bzw. antagonisierte Konsole. Es hat noch niemanden gegeben, der das nicht sofort mit Begeisterung unterschrieben hat, egal ob er gerade Evangelist oder Antagonist der entsprechenden Spielehardware war.
Ein gutes Erkennungszeichen für solche Sprüche ist übrigens, dass jeder der etwas anderes behauptet sofort von allen Anwesenden auf dem nächsten Internetscheiterhaufen geröstet wird. Wie kann er so was behaupten? Ist der irre? Es weiß doch jeder, dass das so ist! O’REALY? Verachtung, Hohn, Banhammer.
Das interessante daran ist natürlich, dass diese Weisheiten – trotz ihrer nahezu universellen Akzeptanz als unverrückbare Naturgesetze – fast immer falsch sind.
Grafik ist nicht alles? Sagt das mal den Next-Gen-Konsolen, oder der Gamestar. Der harte Kern der Spielergemeinschaft hat seit Jahrzeiten eigentlich immer nur eins gewollt: Geilere Grafik. Wenn Grafik nicht alles ist, wer kauft dann die ganzen 500€ Grafikkarten?
Gut, inzwischen sind Spiele ein ganz klein bisschen erwachsener geworden und so zeigen Nintendos aktuelle Geräte, dass Grafik vielleicht doch nur 98,7% ist, und nicht alles. Fakt aber ist, dass der entsprechende Spruch meist von Leuten losgelassen wurde und wird, die immer die spielerisch dünnen Grafikhammer gekauft und die inhaltlich etwas anspruchsvollere Kost dafür liegen gelassen haben. Ist ja auch verständlich, man hat ja nicht 500€ für eine neue Grafikkarte ausgegeben, um dann ein Spiel mit sechs Monate alter Technik zu spielen.
Ähnlich verhält es sich mit den zu kurzen Spielen. Die allgemein akzeptierte Weisheit, dass Spiele nie lang genug sein können, ist kompletter Schwachsinn. Zunächst mal hängt die korrekte Länge eines Spiels vom Genre ab. Ein Rollenspiel darf gerne mal etwas länger sein, aber seid mal ehrlich, würdet ihr einen 50 Stunden langen Shooter zu Ende spielen? Kaum.
Dann sind da noch berufstätige Leute mit einem Ansatz von Sozialleben, wie zum Beispiel uns Antigamer (und vermutlich auch ein nicht unerheblich großer Teil der Antination). Ganz ehrlich, ich spiele lieber drei kurze Spiele, als ein langes. Erstens habe ich dabei echte Chancen so ein Spiel mal halbwegs zeitnah durchzuspielen. (Oblivion? Habe ich immer noch nicht durch.) Und zweitens habe ich durchaus das Geld mir die drei Spiele zu leisten (man erinnere sich: berufstätig) und kriege somit in der gleichen Zeit viel mehr Abwechslung in meine Videospielerei.
Ich kann schon verstehen, dass jemand der sich ein 69€-Spiel für die 360 vom Mund abgespart hat, viel Spiel für sein Geld will. Aber wer die Qualität eines Spiels mit seiner Quantität verwechselt, der hat irgendwas nicht ganz verstanden. Oder ist “The Postman” mit seinen drei Stunden ein besserer Film als “Die 12 Geschworenen” mit seinen 96 Minuten? Kurz gesagt, die Forderung nach ultralangen Spielen kommt eigentlich nur von Schülern mit zu viel Zeit und einer noch sehr hohen Toleranzschwelle für Grind, sowieso den Waschmaschinentestern gewisser Spielemagazine, die ihre epischen Wertungskästen mit irgendwelche sinnfreien Metriken voll kriegen müssen. Trotzdem, wehe es wagt mal jemand zaghaft nachzufragen, ob etwas kürzere Spiele für eine größere Akzeptanz im Mainstream nicht vielleicht doch eine ganz nette Idee wären.
Mit der Rückwärtskompatibilität ist das genauso. Alle schreien danach und werfen Steine in die Fenster der Konsolenhersteller, wenn mal ein kleiner Prozentsatz der alten Spiele nicht läuft. Nutzen aber, tja, das tut kaum jemand dieses Feature. Ich habe in meinem Leben noch kein PS1-Spiel in meine PS2 gesteckt, noch kein Xbox-Spiel in meine 360, und noch kein GBA-Spiel in mein DS. Eine kurze Umfrage in meinem Dunstkreis hat ergeben, dass dies auch sonst keiner zu tun scheint. Dies gilt übrigens auch für die entsprechenden Foren. Wenn man da die tobenden Massen mal fragt, ob sie denn überhaupt schon mal rückwärtsgespielt haben, lautet die Antwort meist entweder “nein” oder “Ja, Halo 2″.
Kleiner Tipp: Halo 2 läuft schon. Und es wird nicht besser laufen, wenn Microsoft noch zwei dubiose Budgetspiele, die eh keine Sau hat, zur Liste hinzufügt. Noch ein Tipp: Dieses Feature gibt es nicht umsonst. Microsoft hat ein ganzes Team von Programmierern, die an der Rückwärtskompatibilität schuften. Wir Informatiker haben die Tendenz uns ganz solide bezahlen zu lassen, insofern dürfte dieser Nummerierungspunkt auf der Rückseite der 360-Packung Microsoft inzwischen schätzungsweise einen lässigen Millionenbetrag gekostet haben. Schließlich sind die schon eine Weile dabei und die Jahresgehälter sammeln sich so.
Sony macht das Ganze mit Hilfe von Hardware. Kurz gesagt, die haben eben schnell noch mal eine halbe PS2 in ihre PS3 gelötet. Das kostet sie nach Schätzungen ca. 30€ pro Konsole. Kein Wunder, dass sie die Chips in Zukunft dann doch lieber wieder raus lassen werden. Da ist selbst ein Team von Emulation Ninjas günstiger.
Wer zahlt das alles? Nicht Microsoft und Sony, sondern wir Spieler. Obwohl wir es gar nicht nutzen. Also überlegt das nächste Mal bitte, bevor ihr Mistgabel und Fackel zückt und Kompatibilität für einen Titel fordert, den ihr selbst auf der alten Xbox seit drei Jahren nicht mehr angeschaut habt.
Tja, jetzt habe ich schon ewig viel geschrieben, und dabei wollte ich doch auf eine ganz andere Weisheit hinaus. Nicht nur die akzeptierteste, sondern auch die inkorrekteste und möglicherweise schädlichste aller Internetspielefalschweisheiten. Welche? Auf die Antwort müsst ihr bis morgen warten. Ich mache mir jetzt nämlich einen Tomatensalat und befreie Las Vegas von Terroristen. In HD. Auf meinem Projektor.
Von wegen “Grafik ist nicht alles”.
Hauptsache mehr PS!
Wenn die Ships rauslassen, wird die MitSohle dann billiger.
Oder “Spürt der Kunde keinen Unterschied”? (Der Hersteller meint die Preis-Leistung – der Kunde den Preis!)
Gilt jetz als Fastregel: je später die Konsole hier erscheint, desto weniger Chips fürs gleiche Geld?
Also zu Weihnachten dann vielleicht ohne Festplatte ?! ;)=
Ich seh grad, das sieht richtig gut aus, was ich hier so schreibe.
By the way, Richard, der Artikel is irgendwie dünn.
Also bei meinen Gameboys habe ich es eigentlich immer so gehalten, dass wenn ich einen neuen bekam, der alte verkauft/verschenkt wurde und ich meine Games dann auf dem neueren Gerät spiele (aktuell z.B. Oracle of Seasons auf dem GBA, ich spare aber für einen DS).
Die Grafikdiskussionen halten mich momentan von allen Foren fern. “Grafik ist nicht wichtig” – ja schön, für Pacman oder Tetris vielleicht nicht. Da würde zuviel Effekthascherei auch nur verwirren. Aber wenn ein Spiel an allen Ecken und Kanten flimmert, Bäume aufpoppen und ruckelt wie die Titanic beim Absaufen, dann ist mir das Gameplay piepegal. Mich übergeben möchte ich nämlich nur ungern.
Ah, und was die Spielezeit angeht, muss ich auch noch meinen Senf dazugeben: Manche Spiele wären viel schöner, wenn sie statt sechzig nur dreißig Stunden lang wären. Bei Kingdom Hearts hab ich mich mit 25 Stunden sehr wohl gefühlt. Bei Final Fantasy X oder auch Tales of Symphonia saß ich allerdings über Monate immer mal wieder dran, weil sich bestimmte Parts einfach furchtbar zogen. Was dann dazu geführt hat, dass ich von der Story am Schluss keine Peilung mehr hatte. In der Kürze liegt die Würze, wie meine Mamma immer zu pflegen sagt. ;)
Schöner Artikel, jede kann sich mal mit seiner Geschichte auslassen.
Gibts eigentlich bei Sony keine Testabteilung?
Also nicht nur, ob etwas techn. möglich is, sondern auch, wie könnte das beim Kunden ankommen!?!
Hühnersuppe schrieb:
Naja, Flimmern und Ruckeln sind keine Symptome schlechter Grafik sondern entweder mangelnden Könnens seitens der Programmierer oder übertriebener Erwartungen dessen, was die eigene Hardware noch zu leisten vermag…
Im Grunde hat die gewünschte Effekthascherei ja an den beschriebenen Symptomen schuld, wenn der Rechenknecht am Limit arbeitet. Ich sag nur F.E.A.R. und Soft-Shadows…
@Richard
juhu, antigames goes bäck-tu-se-ruts :)
Freut mich, dass jetzt alles mal wieder mit ein bischen Abstand betrachtet wird.
@Thema Abwärtskompatibilität
Richtig gut lassen sich die meisten Games doch nur auf der entsprechenden Konsole zocken, sonst Fehlt da einfach das Feeling.
Und zu der fehlenden PS2 in der PS3 kann man nur sagen, dass es ja von Anfang an geplant war die Spiele softwarebasiert zu emulieren. Nur hat das anfangs nicht wirklich gut funktioniert und Sony hat zu dieser vorübergehenden Notlösung gegriffen.
Aktuell werden aber schon über 1000 PS2-Spiele auf der europäischen PS3 unterstützt, Tendenz steigend.
Ich versteh beim besten Willen nicht, warum sich darüber so viele Leute aufregen.
Ach ja, heute wird das nichts mehr mit dem Nachfolgebeitrag. Viel Arbeit und dann viel Party. Morgen. Wir sehen uns.
Äh, wo sind das keine ‘Symptome’ schlechter Grafik? Dann haben wir da eine unterschiedliche Auffassung. :) Für mich ist eine Grafik schlecht, wenn das Spiel durch sie hässlich aussieht, oder sich gar nicht mehr spielen lässt. Wie gesagt, Tetris möchte ich mit viel Lichtgebimmel gar nicht spielen, würde aber nie behaupten die Grafik des Original-Tetris wäre schlecht — ist sie ja auch nicht, läuft sauber und hat keine Bildfehler.
Oehm… nein, ein kurzes Spiel kann natuerlich Spass machen. behaupte ja auch gar nicht das Gegenteil, wirklich. Aber wenn ich 50€+ ausgebe, um mich neun Stunden lang mit was aufzuhalten, denke ich doch immer “dafuer war’s aber reichlich kurz”… genauso wie ich bei nem teuren Konzert auch ueber ne Stunde Musik hoeren will, auch wenn kurze Konzerte mit super Stimmung prinzipiell besser sind als lange langweilige [alles lange langweilige ist schlecht].
Und ansonsten… ich spiele tatsaechlich nur recht wenige Spiele im Jahr, weil ich auch fuer die prinzipiell kurzen recht lange brauche [meist doppelt so viel, wie in einschlaegigen Magazinen behauptet]. Aber ich mache generell auch ALLE Sidequests, bevor ich nen Endgegner ansehe… es sei denn, ich krieg sie absolut nicht hin oder aehnliches [oder bin zu neugierig auf's Ending, dann mach ich sie aber hinterher].
Deswegen hab ich vermutlich auch noch so viele ungespielte Spiele rumliegen…
@Yuri: Wir leben in einer Zeit, wo der Konsument fuer eine DVD etwa halb so viel hinblaettert wie fuer ein Spiel, und meist den Film ein- maximal zweimal guckt. Und wo Leute eine Wand mit 100 DVDs daheim stehen haben.
In so einem Umfeld ist es schwer zu rechtfertigen, dass ein Spiel das nur doppelt so viel kostet dann auch viel mehr als doppelt so lang sein muss. Mal ehrlich: Lieber Final Fantasy XII oder Casino Royale + Borat? Und woran habe ich laenger Freude?
Dazu kommt, dass paradoxerweise eine Menge Spieler weniger Zeit zum spielen haben. Weil sie soviel Zeit in ihr neues Hobby stecken: WoW.
Ich konnte mal Bekannte beim Zocken von Half-Life 2 Episode one beobachten. Die sind auf dem kürzesten Weg durch die Levels gerannt, schauten nicht links und rechts, zeigten kein Interesse an der Umgebung, bekamen somit nichts von der tollen Spielatmosphäre mit. Die hauten nur Gegner auf Gegner weg. Nach drei Stunden meckerten sie dann, wie verdammt kurz das Spiel ist. Selbst schuld. Das zeigte mir, daß die (und wohl zig andere Spieler) nicht mehr die Geduld oder Konzentration für ein Spiel aufbringen.
HL2 Episode one habe ich über 15 Stunden gezockt. Ich habe mir die Umgebung genau angesehen, die tolle Atmospäre genossen und mich vorsichtig und ohne Hektik bewegt.
Also für Spiele die den Vollpreis nicht wert sind gibts ja Videotheken.
Ich kauf mir Spiele meist eh erst wenn sie etwas billiger werden. Qualitativ hochwertige Spiele sind auch ein halbes bis ganzes Jahr nach Release noch genauso gut. Wenn nicht, sind sie auch nicht die 50-70€ wert.
Und um das rauszufinden -> Videothek.
Der Kreis schließt sich ;)
Die größte schwierigkeit dabei ist, sich dem Hype zu entziehen und nicht schwach zu werden. Und mit der Zeit wirds immer einfacher :)
Hübsche Grafik ist für mich nur in Singleplayer-Titeln wichtig, im Multiplayer zählen in erster Linie die Spielmechanik und die Balance – da kann die Grafik auch höchstens zweckmäßig sein.
“Jeder will innovative Spiele, kauft aber offensichtlich immer denselben Kram.”
Das widerspricht sich. Eine der Aussagen ist offensichtlich belegbar, und das ist die letztere. Also ist die erstere gelogen.
Ergo: Es ist spassiger, auf Foren zu behaupten, der Spiele-Avantgardist vom Dienst zu sein, der schon alles gesehen hat. Er will deswegen etwas nie dagewesenes.
Ergo: Es ist spassiger, auf Foren zu behaupten, der Spiele-Veteran vom Dienst zu sein, der schon alles gesehen hat. Er will deswegen das Spiel, das ihm in der Schule die Sache mit den Mädchen verpassen lassen hat immer wieder kaufen.
Die welt ist so .. falsch.
@Enno: DVDs sind doch nicht so teuer? Ich jedenfalls kauf nie welche fuer ueber 10€… aber meistens geh ich DA ohnehin in die Videothek. Mehr als 10€ ist mir ein Film auch gar nicht wert. Dementsprechend bleib ich bei meiner Ansicht… wenn ich viel Geld bezahl, moechte ich ein bisschen was davon haben [oder das Spiel soll halt billiger sein - wobei ich meistens auch eher reduzierte Spiele kaufe, hab ja noch genug rumliegen].
Wenn Du für DVDs maximal 10€ ausgibst, dann kaufst Du folglich weder besonders aktuelle Filme, noch besonders ausgefallene. Wenn Du das in Zukunft bei Spielen genau so handhabst, brauchst Du Dich über die Preise nicht mehr sinnlos aufzuregen.
@imYemeth
mal abgesehen davon, dass man nur die richtigen Quellen kennen muss um aktuelle Filme günstig zu kaufen (zB xJuggler, muss ja nicht immer alles brandneu sein), ist es ja auch unsinnig Filme sofort nach der Veröffentlichung zu kaufen.
Denn gerade Filme werden ja nicht mit der Zeit schlechter.
Ich habe bisher Abwärtskompatibilität ebenfalls für überflüssig gehalten – seit Ableben meiner PS2 haben sich allerdings so viele Spiele angesammelt, das ich jetzt anderer Auffassung bin – und ich gebe lieber jetzt 600 EUR für eine PS3 aus als 130,- für eine PS2, zumal die PS3 um den Betrag in absehbarer Zeit kaum billiger wird.
Und noch was: ich habe erste Testbilder von PS2-Spielen gesehen, die hochgesampled und mit x-fach AA auf der PS3 laufen – kein Vergleich. Womit wir wieder beim “Grafik”-Thema wären. Shadow of the Colossus in höherer Auflösung un dohne lästiges Aliasing und Geflicker? Aber bitte doch!
Was kürzere Spiele betrifft: völlig einverstanden. Kosten auch weniger in der Entwicklung, werden schneller veröffentlicht (vergessen wir mal eben das Max Payne Debakel), und haben – jedenfalls in der Theorie – keine Längen. Half-Life 2 wäre ein deutlich besseres Spiel gewesen, wenn jemand mutig gekürzt hätte. Ein Blick in jedes x-beliebige Forum verrät zudem sofort, dass kaum ein Mensch seine längeren Spiele jemals zu Ende spielt.
Vielleicht: “E.T. ist das schlechteste Spiel aller Zeiten”?
Jetzt bin ich berufstätig und verdiene (viel) Geld, habe aber keine Zeit mehr, Spiele zu spielen.
Für mich können die Games nicht kurz genug sein. 1 Stunde würd völlig reichen!
Stattdessen lese ich nur noch über neue Spiele. Ich spiele sie gar nicht mehr selber… Geht auch. Nur dummerweise spart man dann noch mehr Geld ;-)
Abwärtskompatibilität?
Na ich weiß ja nicht wie viel Relevanz das bei den “großen” Konsolen hat. Aber bei meiner DS will ich das nicht missen. Warum? Man schaue sich das Angebot von “guten” DS und “guten” GBA Spielen an. Ich besitze jetzt nach zwei Wochen DS viel mehr GBA Spiel-Module als DS. Da kann mir keiner weißmachen, dass Abwärtskompatibilität nicht wichtig ist. Klar bezahlen wir Spieler das. Ich persönlich nutze gerne alte Spiele mit neuerer Hardware auf dem PC, weil ich keine Lust habe jedes Jahr 500€ für eine neue Graka auszugeben. Die 160€ Grakas tun es auch mit alten Spielen sehr gut.
Mir ist es egal ob Emulation oder Hardware, solange sich am Spielgefühl nichts ändert. Sonst bezahle ich die 30 oder sonst-wie-viel Euro mehr gerne für eine PS3 (wenn ich denn eine haben wollte).
Mein Hamster mag das empfohlene Heu nicht!
Was kann ich sonst füttern?
Menschenfleisch.
Ich denke es ist nicht so wichtig wie lang ein Spiel letztenendlich ist sondern wieviel Content es enthält und, was auf dem PC Sektor ich ganz wichtig finde, wie gut erweiterbar es durch Custom Content ist. Sims 2 verkaufen sich sicherlich nicht so super weil EA jeden 2. Monat nen Addon nachwirft sondern weil es eine sehr lebendige Modcommunity hat, ähnliches bei Morrowind.
Die Aussage das Spiele nicht lang genug sind lässt mich immer an Prince of Persia denken mit seinen 60 Minuten Zeitlimit und plötzlich kommt mir ins Gedächtnis warum wir die Spiele von früher für länger halten: sie waren entweder so schwer das man immer gut 15 Stunden mit virtuellen Ableben verbracht hat oder man war damals einfach noch nicht so begnadet das man 15 Stunden mit virtuellen Ableben beschäftig war.
Ich hab beispielsweise vor 2 Wochen mal wieder die Sharewareversionen von Crystal Caves und Duke Nukem 1 ausgekramt und musste feststellen: heiliges bisschen, wie habe ich das nur geschafft mit 7 Jahren die beiden Spiele durchspielen?
ich glaube nicht, dass die aussage “grafik ist alles” für spiele generell übernehmen kann.wenn mich ein spiel wie “uplink” dazu bringt mir ip-adressen auf nem zettel zu notieren(sic!) muss und die spielgrafik praktisch nur aus einer weltkarte besteht, muss es wohl noch ein stärkeres argument für ein gutes spiel geben.
also kann ich für mich wohl sagen:”Spielprinzip schlägt Grafik.”
Meines erachtens ist die künstlerisch-grafische Gestaltung (Charakter-, Leveldesign, etc.) wesentlich wichtiger, als die Anzahl der Polygone und Shadereffekte. Wenn mir der Stil eines Spiels nicht gefällt, dann ist es mir auch egal, ob die Texturen in HD sind, oder ob die Charaktere Normalmapping Poren auf der Haut haben.
Wenn das Spiel aber eine insgesamt stimmige Gestaltung hat, dann dürfen auch mal verwaschene Texturen oder ein paar Ecken und Kanten zu finden sein.
Ein Spiel muss halt nicht unbedingt das Technisch ausgereifteste Meisterwerk sein, um schön auszusehen, genauso wie ein Kunstwerk auch in Schwarz/Weiss schön anzusehen sein kann.
Das wichtigste ist für mich aber, dass die graphische Gestalltung das Spielprizip unterstützt. Ein Rollenspiel in dem jeder zweite NPC aussieht wie der Hauptcharakter, und alle Dörfer nahezu identisch sind macht es nicht gerade einfach sich in seien Charakter und die Spielwelt zu versetzen.
Bei einem RTS dagegen ist die hauptsache, dass man kann die Einheitentypen und Rassen voneinander unterscheiden kann. Ob die Marines 2 und 6 dann genau gleich aussehen kann mir egal sein.
In jedem Fall sollte die Grafik(-engine) aber technisch soweit ausgereift sein, dass nicht alle zwei Sekunden irgendwelche Popups oder andere offensichtliche Grafikfehler auftreten, die definitiv nicht Teil der Gestaltung sind.
Spiele werden schon deshalb fies gestreckt, damit sie sich keiner übers Wochenende ausleiht. FF, DQ8, Zelda oder Okami, alles 40h-100h repetitive Zeitfresser, die alle 10h mal was neues bieten. Baldur2 200h, das ist pervers. Ich will mehr Abwechslung und nicht mehr dasselbe, da die Games diese nicht bieten, möchte ich mir zum selben Preis diese leisten können, indem die Spiele nur 1/3 kosten.
Genau. Weil der Herr Freekmeister mit Rollenspielen nichts anfangen kann, werden in Zukunft alle Rollenspiele auf 8 Stunden Spielzeit zurechtgestutzt.
Sorry, das wird wohl erstmal nichts.
Wow, das sind ja nahezu alle wirklich interessanten Titel.
Nun, und wo bleibt die angekündigte ultimativ falsche Forenwahrheit? ;)
(Oder meinst du damit etwa… “Releasetermine geben an, wann ein Produkt auch wirklich erscheint”?)
@Richard
die haben aber mit Firmware 1.5 getestet, die Kompatibilität zu über 1200 Spielen bezieht sich auf Firmware 1.6
Ultimativ falsche Forenwahrheit? Wie wäre es mit “Consolewar!!!” (das Prinzip, nicht die Seite).
Der ist gut! Leider muss ich erst noch einen ganzen Haufen Arbeit erledigen. When it’s done! (Oder präziser: 30 minutes after I’ve started.)
Dass EA das personifizierte Böse ist? Oder dass man für WoW keinen “Skill” brauch? Dass die Dreamcast die tollste Consoule überhaupt war und zu Unrecht untergegangen ist?
Was du da geschrieben hast ist doch alles falsch inYemeth, überleg mal, EA ist nicht das personifizierte böse, es ist der personifizierte Kapitalismus in der Spieleindustrie!
In WoW braucht man Skills, genauer gesagt einen ganzen Skill Tree!
Und die Dreamcast ist zurecht untergegangen, immerhin hab ich mir damals nen N64 gekauft, also ist sie zurecht untergegangen! *rumtroll*
Das schreibt er doch Kreon. Er antwortet ja auf die Frage wo die absolut falscheste Forenwahrheit bleibt. :)
Ich glaub Kreon wollt nur “forenmäßg” etwas dagegenhalten. Flamewar halt, wie es sich gehört. ;-)
Wie von mir irgendwo anders schonmal geschrieben: “Mehr kurze Spiele!!11!” Ich hab einfach nicht die Zeit und Lust, mich 50+ Stunden vor ne Konsole/den Rechner zu setzen. Da hab ich wirklich besseres zu tun. Außerdem werde ich von jedem Gameplay (und sei es noch so gut) nach ungefähr 20Stunden angeödet, weil man spätestens dann alle Features entdeckt hat (außer vll in irgendwelchen RPG’s, wo die Story gestreckt ist und man 5Stunden spielen muss, um einen Level-Up zu erreichen.)
Ich mein, es setzt sich auch keiner 20 Stunden ins Kino, oder?
Ein Spiel sollte mir immer die spannenden und guten Stellen gegen den Kopp knallen und mich nicht mit irgendwelchen ellenlangen Märschen über die Oberkarte foltern. Außerdem sollte in jedem Level eine neue Ability gelernt werden/eine neue Waffe entdeckt/eine Storywendung enthaltens ein. So wird man auch nicht gelangweilt und hat immer was neues.
Gab es dann 5 neue Waffen/Zaubersprüche, whatever, 2 Storywendungen und 3 neue Abilities (Doppelsprung oder sowas) darf ein Spiel auch dann guten Gewissens aufhören. Meine liebsten Beispiele sind hier die Spiele der Castlevania Reihe. in 5 Stunden durch, aber dafür 5Stunden die sich lohnen. Bei vielen RPGs ist es dann aber so, dass sich zwar auch 5 Stunden des Spiels lohnen, man aber 30 Stunden damit beschäftigt ist. Und sowas nervt ungemein.
Einzige Ausnahme stellen hier kurzweilige Spiele, oder Spiele mit Missionsdesign, wo man keine wirklichen Zusammenhänge braucht. Spiele, die man eben für eine Runde mal wieder anwirft (FFTA hält meinen persönlichen Rekord von 50 Stunden (aber auch aufgrund der Tatsache, dass es auf einer portablen Konsole erschien, habe ich hier mehr Möglichkeiten zu spielen), diese 50 Stunden sind aber auf gut 3Jahre verteilt.)
Zum Thema Grafik noch ein kurzes Statement:
Grafik kann, muss aber nicht gut sein. Außerdem kann gute Grafik so einige Gameplayschnitzer wieder verzeihen lassen.
(Dieser Beitrag wurde in Eile verfasst. Man verzeihe meine Gliederung (wenn man das so nennen kann…))
Hier nochmal Peter’s Spiellänge/Umfang Ranking (alle Angaben ohne den ganzen Nerdkram, wie alle verstecken Items, etc):
RPG – höchstens 20 Stunden
Action Adventure – höchstens 20 Stunden
Action/Shooter – 10-15 Stunden
Jump ‘n’ Run – 10 Stunden (außer es gibt keine Story, dann ruhig auch länger)
Rennspiele – 30 Strecken
Grafik ist alles – stilvoll muß sie sein, gestalterisch sicher. Leider scheitern daran momentan gut 90-95% aller Spiele (mal im Ernst, Supreme Commander ist beeindruckend… vollgestopft mit grauenhaft hässlichen Einheiten!).
Grafik bezieht sich imo nicht unbedingt auf technisch Aspekte, sonder schlicht und ergreifend auf Design.
Oblivion hat technisch sicherlich eine atembraubende Grafik, was aber nichts daran ändert das die Mondgesichtermenschen alle Scheiße aussehen.
Spiele sind heutzutage viel zu lang. Ein gutes Videospiel ist wie eine Achterbahnfahrt und beschäftigt mich einen Nachmittag lang. Unter Umständen auch schon mal 2 oder 3. Wenn es mich länger beschäftigt, dann weil ICH das will, und nicht weil die Designer meinen man müßte hier noch 10 Billionen Triforce-Schnipsel einsammeln, oder da noch 27x an denselben Wachen hin- und herschleichen.
Ausnahmen sind Mehrspieler- und Rollenspiele – die dürfen auch mal länger sein. RPGs aber nur, wenn Sie mir Freiheiten bieten (und sich damit tatsächlich in Richtung ROLLENspiel bewegen). Sowas wie Final Fantasy darf ab sofort gerne als Film/Buch erscheinen – denn spielerisch ist’s einfach überholt (sie haben ja schon mit dem “Spieltsichselbst-Modus” experimentiert, siehe FF12).
Das ganze Problem ließe sich auch einfach lösen – macht die Spiele wieder schwieriger und kürzer (siehe Turrican oder Contra), nicht jeder Kacknoob soll im halbbekifften Zustand alles schaffen. Nur die, die sich richtig reinhängen und ewig trainieren oder mit Gottgamerskills gesegnet sind, sollen Cutscenes freischalten und Enden sehen.
Rückwärtskompatibilität ist so eine Sache – bislang hat’s eigentlich nur die PS2 richtig vorgemacht. Da schmeiß’ ich aber bis auf Spiele mit langen Ladezeiten nichts rein, wozu hat man denn die Originalhardware. Zudem machen alle homebrew Emulatoren einen besseren Job als so manch’ offizielles Projekt.
Grundsätzlich wäre aber Rückwärtskompatibilät eine feine Sache, so diese denn funktioniert. Da lobe ich mir dann doch den PC, mit selbigem und zwei schnuckeligen Programmen habe ich fast 30 Jahre Spielegeschichte immer in greifbarer Nähe…
Hmmm, also 20 Stunden für ein RPG? Entschuldigung, aber dann sind RPGs vielleicht einfach nicht Dein Genre. Anstatt für alles den Filmvergleich herzunehmen, kann man auch mal zu anderen medialen Vergleichen greifen. Bücher liest man doch auch nicht in 2 Stunden durch, von einem Herr der Ringe oder einer der zig 10-20 Bändigen Fantasyreihen gar nicht mal zu reden. An einem Baldur’s Gate II habe ich jede Stunde genossen… es muss ja nicht jedem gefallen.
Noch ein letztes zur Abwaertskompatibilitaet: Wir wollen alle die Stolperschnuren von den controllern aus unseren wohnzimmern raus haben. Schon deshalb muessen die PS2 ond XBOX weg. Und wer den Xbox360 controller in der hand gehabt hat, der will den alten auch nicht mehr anfassen.
Yeah, drehen wir die Zeit doch einfach um ca. 10 Jahre zurück, dann gäbe es auch endlich wieder weniger Videospieler, da die “Gelegenheitsspieler” nie über den ersten Level hinauskommen und sich entnervt wieder anderen
Dingen zuwenden würden.
Warum beschäftigst du dich überhaupt noch mit aktuellen Spielen? Bleib doch einfach bei deinen Retrogames. Dann musst du auch nicht jedesmal aus dem Schatten gesprungen kommen um auf die aktuellen und ach so stillosen und langen und was-weiß-ich-Spiele einzudreschen…
Ich meine, ich spiele auch gerne ein paar alte Titel, aber du bist echt so unglaublich ewiggestrig…
Also es gibt auch 3rd Party Wireless Controller, sogar ein Rumble-Suxasses-Pad für die PS2, was mit allen Games funzt!
@ Aulbath:
Richtig! Wer braucht schon ausgearbeitete Charaktere, zu denen man eine Beziehung aufbauen kann oder eine epische Hintergrundstory. Gehen wir lieber zu den 2D-/Pseudo 3D-Sidescrollern, denn das ist spielerisch up-to-date.
Wer hier die Ironie findet bekommt von mir gratis 2 Gramm Fischfutter. (Porto und Verpackung zahlt allerdings Empfänger)
Und genau, sollen doch die Spiele nur noch für Hardcore-Zocker zu 100% zu bewältigen sein. Ok, RPGs bestehen zwar größtenteils zu 60% aus Sidequests, aber immerhin ist ja jeder Zocker eine Hardcore-Natur und so sollten kaum Einbrüche im Absatzmarkt für die Spiele-Programmierer/-Publisher zu verzeichnen sein. Immerhin verkaufen sich die für 95% aller Videospieler dann beinah unlösbaren Spiele bestimmt auch hervorragend. (Auch hier gilt das selbe Prinzip, wie oben: wer’s findet bekommt Fischfutter)
Aber wie schon mal gepostet, haben Bekannte von mir Probleme RE1 auf nem XP-Rechner zum Laufen zu bekommen. Da du dich ja scheinbar gut auskennst mit älteren Spielen auf neuren Systemen, wäre ich für eine Lösung dankbar.
Resident Evil 1 für den Gamecube? da muss ich dich enttäuschen, ohne umgebautes Laufwerk geht das nicht da Nintendo die Discbeschriftung in die andere Richtung laufen ließ damit ja kein PC Player die Teile lesen kann. Dazu muss man dann mit etwas Geschick das Laufwerk umbauen das es sich andersrum dreht…. einfacher wäre die PC Version von Resident Evil, da musste nur Windows 95 oder 98 installieren dann klappt das. Noch einfacher wäre eine Playstation CD die man dann über Emulatoren laufen lässt, der nachteil ist nur das Emulatoren auf dem 3D Gebiet allesammt ziemlich dürftig sind und du tausende von Plugins für jedes einzelne Spiel brauchst. Aber jeder normale Retrofan ist ja eh nen begnadeter Programmierer, der schreibt sich seine Plugins einfach selbst wenn irgendwelche Clippingfehler auftauchen oder Videos nicht ordendlich abgespielt werden oder sowieso der Emulator nach 2 Stunden crasht weil irgendwo nen Buffer Overflow in der Kernelprogrammierung vorhanden ist.
Allerdings ist die Nebensache von PSX Emulatoren das du erstmal das Bios von deiner PSX rippen musst. Ausm Internet laden ist schon mal nicht drinnen weil man dann ja illegal sich sachen runterladen muss. Genau das selbe Problem hat man aber auch bei Modulspielen, denn du musst dir die Roms ja selber rippen weil ausm Netz laden wäre ja illegal und das wäre so wie sich PC Spiele aus dem Internet laden und sich dann beschweren das sie zu kurz sind.
Aha…
Manchmal ist mir der “Humor” hier äußerst suspekt.
Ich ketzer mal zu Final Fantasy, da ich grade an XII size: Ja, es sollte als Buch erscheinen.
Nicht weil es so lang ist, sondern weil Storyteling über Zwischensequenzen das Spiel stört. Lieber Shadow of the Colossus: Eine große Story, die aber nicht oder kaum durch Cutscenes und viel mehr über das Spielgeschehen selber erzählt wir.
“Zeigen statt Sagen” ist eine Grundregel moderner Literatur, aber zum Spiel ist sie noch kaum durchgedrungen.
@Kreon:
Also, meine Frage bezog sich auf RE1 für den PC und ob das unter XP geht. Aber ich schliesse mal aus deiner Antwort es geht nicht, denn wenn ich in einer gesonderten Partition Win98 installiere läufts ja nicht mehr unter XP^^
Für den Gamecube gibts übrigens den Emulator Dolphin, der sehr gute Ergebnisse gezeigt hat, allerdings wird ne 9750 GTX vorausgesetzt^^
Als PS1-Emulator kann ich uneingeschränkt ePSXe empfehlen. Hab von meinen PS1-Games so ca. 40 drauf ausprobiert und jedes lief (u.a. RE).