
Es gibt Spiele, bei denen weiß ich im Voraus, dass sie mir nicht gefallen werden. Zum Beispiel STALKER. Sorry, “S.T.A.L.K.E.R.”. Dann gibt es Spiele, bei denen weiß ich im Voraus, dass ich mich an liebsten an ihrem Bein reiben würde, wäre ich ein Hund… und hätten sie Beine. Zum Beispiel Command & Conquer 3.
Ist eigentlich komisch, denn es ignoriert konsequent alle Neuerungen, die es in den letzten gefühlt 40 Jahren im Echtzeitstrategie-Genre gegeben hat. Aber vielleicht macht es das auch so cool: keine zehn Milliarden Einheiten wie in Supreme Annihilation Commander, keine Micromanagement-Grabenkämpfe wie in Company of Heroes, ein total banales User-Interface, alles ist schön bunt und, für ein pre-apokalyptisches Strategiespiel, sehr fröhlich. Und es hat alberne Videosequenzen. Genau wie das Original. Juhu! Jedes andere Spiel würde man wegen sowas einfach auslachen und sofort wieder vergessen. Aber in Command & Conquer 3 ist das einfach purer Style. Man kann nicht anders, als wohlig zu lächeln, sich an bessere Zeiten zu erinnern, und es dafür ganz doll lieb zu haben.
Zum Glück stimmt aber auch der Rest: Grafik und Sound sind super, es gibt eingebauten Voice-Chat, und der Multiplayer-Modus hat nette Features wie Clan-Unterstützung und detaillierte Statistiken über so ziemlich alles, was in dem Spiel passieren kann (Leute angezündet, Autos geworfen und so). Alles in allem also ein tolles Rundum-Wohlfühl-Paket, mit dem man nichts falsch machen kann.
(Es sei denn, man kauft die Nicht-Kane-Edition. Die gibt’s zwar schon ab 16, kommt aber nur auf Deutsch, ist angeblich ein wenig beschnitten und hat nicht Joe Kucans erotischen Bösewicht-Bart auf dem Cover. Wer schon arbeiten darf und nicht mehr bei den Eltern wohnt, sollte auf jeden Fall zur nicht jugendfreien Kane-Edition greifen. Und, vorsicht!, bei der Installation auf keinen Fall “vollständig” auswählen. “Vollständig” bedeutet bei Electronic Arts nämlich “nur das nötigste, und auf keinen Fall das englische Sprachpaket, kthx”. Hmpf.)
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Ich glaube, ich muss mal einen Account anlegen, damit ich Tippfehler korrigieren kann. ;-)
Kann Lou nur absolut zustimmen.
Die Bugs sind meistens sogar auf den Lebenssimulator zurückzuführen. So liest man sehr häufig, dass Leute einen Gegenstand für eine Nebenmission nicht finden.
Beispielsweise wäre das die Rute eines Hundes. Darauf schreiben dann ein paar Leute, der Hund sei da oder dort und wenn der Suchende sie dann nicht dort findet heisst es gleich wieder Bug. Aber durch die Lebenssimulation befinden sich die Tiere nun mal nicht immer am gleichen Ort.
Grafisch gibt es wohl einen Bug mit nvidia-Karten, dazu gibbet aber Ende dieser Woche nochn Patch.
Die meisten Bugs waren im MP-Bereich und die sind seit dem letzten Patch alle behoben.
Dass der Patch, nicht Savegame-kompatibel war, ist natürlich doof, dafür war er sehr umfangreich, kam bereits 4 Tage nach dem Release und hatte trotz 63 behobenen Bugs eine Größe von unter 1 mb.
Und das mit der Performance kann ich nicht nachvollziehen. Wenn man natürlich alles auf Maximum stellt, braucht man auch die entsprechende Hardware, wie bei allen Spielen. Aber wenn man die Einstellungen geschickt wählt, läuft das Spiel sogar flüssig mit einer x200 mobile.
Dabei darf man natürlich nie vergessen, dass die ganze Zeit über der Lebenssimulator im Hintergrund läuft und der zieht natürlich Ram. Aber es sieht einfach Hammer aus, wenn die Sonne über dem Horizont aufgeht, man die Tiere beobachtet und vereinzelte Stalkerfraktionen in einem Feuergefecht beobachten kann. Das nenne ich mal ein völlig neues Spielgefühl.
Langatmig ist das Spiel nur, wenn man alles gesehen haben will. Beschränkt man sich nur auf den Hauptmissionen-Strang, wird die Story eigentlich ziemlich stark gepusht, allerdings geht dann auch vieles vom Spiel verloren.
Lou, ich wollte nur wiedergeben, was ich bis jetzt von dem Spiel gehört habe. Dass der Mensch als solcher schneller motzt als lobt, ist mir bewusst, insofern nehme ich Internet-Feedback nicht ganz so ernst wie manch anderer. Trotzdem scheint mir Stalker nicht die Art von Spiel zu sein, die ich will — oder anders gesagt: ich bin nicht die Art von Spieler, die Stalker will. Operation Flashpoint, mit dem du es ja auch vergleichst, fand ich zum Beispiel ganz grauenvoll.
Das tolle an C&C ist doch auch, dass man es im Netzwerk mit Spielern auf unterschiedlichstem Niveau spielen kann und alle haben ihren Spaß. Ich, als jemand der eigentlich seit einem Jahrzehnt keine Echtzeitstrategie mehr spielt, habe jedenfalls bei den bisherigen Teilen auf LANs immer meinen Spaß gehabt. Und das obwohl ich bis auf Alarmstufe Rot keinen Teil wirklich gespielt habe.
@Lou: Ich counter mal zur miesen Performance…
Stalker läuft bei mir erst gar nicht mit dynamic lighting… in static lighting läuft’s zwar superflüssig, aber ohne Lichteffekte und Schattenspielereien ist das Spielerlebnis natürlich ziemlich geschmälert.
Und die X1950XTX dürfte das eigentlich ganz ordentlich bringen, aber da ham die Jungs mal mächtig geschludert. Und im Forum sagt man schlicht die Karte würde überfordert bzw. zu heiss, und man solle mit static lighting spielen.
Also, ordentlich programmiert ist Stalker ganz sicherlich nicht. Ich denke mal, da werden im Code noch Leichen von vor 4 Jahren versteckt sein…
Aber hat wirklich ne’ schöne Atmosphäre, auch wenn es leider nicht ansatzweise das Spiel ist, was ich erwartet habe bzw. welches es werden sollte.
Sehr seltsame Begründung. Stalker tuts auf meiner X1900XT problemlos mit dynamischer Beleuchtung.
Spielerisch ists aber schon ne ziemliche Ernüchterung. Von den vollmundigen Versprechungen die regelmässig die Presse fluteten ist nicht mehr viel übrig geblieben ausser einem nervig zu bedienenen und größtenteils überflüssigen Inventar, ein paar rudimentäre Charakterwerte um die Illusion eines RPG Systems aufrecht zu halten und Nebenquests die zu 90% aus “gehe dahin und töte X/hol mir Y” bestehen. Sowas kann ich auch in WoW haben, nur da hab ich ganz viele andere Mitspiele die das Spiel spannend machen…
Die Atmosphäre von Stalker ist wirklich gelungen, aber das Spiel selbst ist leider nur noch ein relativer Standardshooter mit auffälligem Gegnerrespawn und durchwachsener KI.
C&C schön und gut, aber irgendwas geht bei der Reihe schief seit Alarmstufe Rot.
Hab zu dieser Zeit StarCraft kennen und lieben gelernt und ich muss sagen, dass, obwohl inzwischen alt, SC doch mein Lieblings-Strategiespiel bleibt… Die Balance bei allen C&C- Spielen kann’s einfach nicht mit SC aufnehmen. Nod und GDI spielen sich einfach zu ähnlich… o.k. hier und da ein paar unterschiedliche Einheiten, aber Masse bleibt bei C&C immernoch Klasse. Vorgehen numero uno: bau 20 Mammut- Panzer oder Avatare und du kannst alles platt machen. Sowas wär und ist bei SC allein wegen der Balance und der Strategiemöglichkeiten einfach nicht möglich. Bau da z.B. 20 Trägerschiffe seitens der Protosss…. EMP- Schockwelle drauf, mit Goliaths hinterher und gegessen ist die ganze Sache (viele weitere Möglichkeiten)…
C&C bleibt für mich ne Enttäuschung, obwohl ich gern mal wieder ein gutes Strategiespiel gespielt hätte… Fastfood-like… sättigt, aber nach ner kurzen Zeit hat man wieder Hunger. Nebenbei ist meiner Meinung nach der Schwierigkeitsgrad auch zu niedrig gehalten, aber da mögen sich die Geister scheiden. Gerad mal 45min auf höchster Schwierigkeitsstufe für die letzte GDI- Mission (ohne Tiberiumbombeneinsatz)… da hab ich bei BroodWar für die letzte Protoss- Mission 4Std. gebraucht (wenn man wie ich gern die ganze Karte säubert)…
Ich möchte keine Hasstiraden provozieren, da ich, wie gesagt, mir einen guten C&C- Teil gewünscht hab, aber die Enttäuschung bleibt.
Hoffe jetzt auf SC2, sofern es irgendwann rauskommen sollte.
Wünsch dem Rest trotzdem viel Spaß bei C&C3, auch wenn’s meine Erwartungen nicht erfüllt hat.
P.S.:
An alle Grafik- geilen: Schönheit vergeht mit der Zeit, das Spielgefühl bleibt. Mag C&C doch gut aussehen, inhaltlich ist es aufgewärmter Stoff ohne großartige Neuerungen(nicht so hart gemeint, wie es sich anhört), der nicht mal aus den Erfolgen der Strategie- Vorgänger gelernt zu haben scheint; abgesehen von Einheitenklau (vgl. Scrin- Schiff mit Sonden und Schlachtschiff der Protoss aus SC).
erstaunlich wie man ein RTS mit Einheitencap und ein RTS ohne Einheitencap miteinander vergleichen kann. SC als optimal beispiel für ein gelungenes Online Strategie anzuführen ist auch etwas weit ausgeholt… wir alle wissen dass im Online-Spiel Zergrushes an der Tagesordnung standen. Protoss konnten deswegen garnicht gespielt werden und nur selten kamen die späten waffen der völker zum vorschein. C&C setzt von anfang an auf ein schnelles spiel nur mit dem unterschied dass man während der Dauer eines Matches von vornherein auf das gesamte reportoire der Fraktionen zurückgreifen kann.
Achja und gott sei dank wich das Augenmerk der Defensive zu gunsten der Offensive… Das war eine wirklich gute neuerung die Generals mit sich brachte und die sich weiterhin durchzusetzen scheint.