Gamehunt 2

Consider for one moment that in Manhunt 2 you can, Wii remote and nunchuk in hands, use a pair of pliers to clamp onto an enemy’s testicles and literally tear them from his body in a bloody display; and if that weren’t enough, you’ll take one of the poor victim’s vertebrae along with his manhood.
So beschreibt IGN Manhunt 2. Charmantes kleines Spiel. Kein Wunder, dass einige Leute sich ein bisschen daran reiben. Zum Beispiel die britische BBFC (so in etwa eine kombinierte USK/BPJM), die Folgendes zu dem Spiel zu sagen hatte:
Manhunt 2 is distinguishable from recent high-end video games by its unremitting bleakness and callousness of tone in an overall game context which constantly encourages visceral killing with exceptionally little alleviation or distancing. There is sustained and cumulative casual sadism in the way in which these killings are committed, and encouraged, in the game.
Konsequenz: Das Spiel darf auf der Insel nicht verkauft werden. Nun ist die BBFC kein schrecklich zensierwütiger Verein, was Videospiele betrifft. Das letzte Spiel dem sie eine “ab 18″ Wertung verweigert haben, war Carmageddon im Jahre 1997. Selbst das erste Manhunt (was schon ziemlich fies war) wurde noch “ab 18″ durchgewunken. Hierzulande ist das Spiel beschlagnahmt worden.
Auch in Amerika, dem Land in dem Brüste böse sind, Gewalt aber gut für die Umwelt ist, hat sich Manhunt 2 von der ESRB ein AO-Rating eingefangen, was einem Verkauf in den meisten großen Läden ausschließt.
Aber zum Verkauf wird es sowieso nicht kommen. Sony und Nintendo lassen nämlich keine AO-Spiele auf ihre Systeme. Solchen Spielen wird schlichtweg die Lizenz verweigert. Somit hat Rockstar gerade ein komplett unverkäufliches Spiel gemacht, denn die Zielplattformen sind PS2 und Wii.
Oops. Dumm gelaufen, Jungs. Dementsprechend überrascht ist man bei Rockstar:
This is completely unexpected to the whole team. We love the horror genre. We thought we could do something interesting and entertaining with it in the video game medium. When we had this first Manhunt game, there wasn’t this reaction. We thought (Manhunt 2) was consistent with a mature rating.
Echt? Eier-Abschneiden ist ein M-Rating? Der Witz ist, dass sie wohl ernsthaft geglaubt haben, sie kämen damit durch. Gerade die ESRB steht ja schon lange in der Kritik keine (sorry) Eier zu haben. So mussten die Spielehersteller bis vor kurzem nur ein Video von dem Schlimmsten was ihr Spiel zu bieten hat abgeben. Gespielt hat die Spiele da wohl keiner. Genauso wenig wurde kontrolliert, ob das Video wirklich die schlimmsten Momente enthalten hat.
Bisher gab es überhaupt nur 24 AO-Ratings, wobei davon jedes wegen Sex, nicht wegen Gewalt abgestraft wurde. Prominentestes Beispiel ist Fahrenheit gewesen, dessen unglaublich harmlose Sexszene in den USA aus dem Spiel gestrichen werden musste, bevor es mit einem M-Rating unter dem seltsamen Namen “Indigo Prophecy” auf den Markt durfte. Die restlichen Spiele auf der Liste gehen vom Playboy-Spiel bis hin zu japanischen Hentai-Dating-Sims. Gewalt, egal wie schlimm, war immer M.
Deswegen fühlte man sich bei Take 2 und Rockstar wohl sicher. Dummerweise hat aber zumindest eine Person bei der ESRB noch nicht die Eier abgeschnitten bekommen und einen Hauch gesundem Menschenverstand oder zumindest politischem Geschick bewiesen. Der Präsidentschaftswahlkampf läuft schon. Ein M für Manhunt 2 wäre ein sehr saftiges Ziel gewesen.
Das wird eine teure Fehleinschätzung für Take 2. Denen geht es ja schon lange nicht sonderlich gut. Manhunt 2 gar nicht zu verkaufen, dürfte aus offensichtlichen Gründen nicht in die Tüte kommen. Also wird man die Bewertung anfechten. Das wird scheitern, allein schon weil die ESRB dann wie Idioten aussehen würden. Schlußfolgerung: Sie müssen einiges an Gewalt aus dem Spiel streichen. Das von der Spielepresse so begeistert gefeierte Abschneiden von Gegner-Hoden dürfte damit vom Tisch sein.
So gerne man bei Take 2 das große Presseecho sehen mag, die Zusatzkosten durch die Änderung des Spiels dürften die zusätzlichen Verkäufe wieder aufwiegen. Michael Pachter erwartet 50% niedrigere Einnahmen durch das Spiel und der Aktienkurs fiel.
Hierzulande dürfte das Spiel allerdings auch ohne Gemächt-Entfernung von der USK direkt an die BPJM weitergereicht werden. An Antragsstellern wird es nicht mangeln. Wenn doch, mache ich es gerne selbst.
Am Ende bleibt für mich nur die Frage, warum Rockstar überhaupt so ein Spiel macht. Natürlich habe ich es nicht gespielt, aber die atemlos-begeisterten Beschreibungen der Presse (die natürlich wie immer nahezu völlig jedes Maß an kritischem Denkvermögen vermissen lassen) sorgen bei mir aber nicht gerade für ein großes Bedürfnis es zu tun. Meine kurze Zeit mit Manhunt 1 war irgendwie genug Manhunt für die nächsten 30 Jahre.
Ist es einfach die zynische Einschätzung, dass sich kontroverse Sachen gut verkaufen? So ein großer Hit war Manhunt 1 ja nun auch nicht. Die Tatsache, dass man das Spiel nur für PS2 und Wii entwickelt hat, deutet aber schon auf einen Versuch hin, hier einfach schnell und hastig ein bisschen Kohle vom Baum zu schütteln, die Take 2 gerade dringend braucht. Wenn man in Manhunt einen echten Franchise sehen würde, hätte es den ersten Teil nicht nur früher sondern auch für die 360 gegeben.
Vielleicht sieht man sich bei Rockstar aber auch einfach als, nun ja, Rockstars? Als Gruppe von Rebellen, die es dem Man™ mal so richtig zeigt? Wenn ja, wäre das mal ein ganz großer Fall von akuter Selbsttäuschung. Was meint ihr? Seht ihr einen Grund Manhunt 2 doch ab 18 zu bewerten? Warum machen die überhaupt solche Spiele? Ich bin da etwas ratlos.

21. Juni 2007 um 19:08 Uhr
*zustimm*
Habe mir mal Manhunt aus einer “Online-Videothek” ausgeliehen, bin aber nicht über das Installieren herausgekommen. Kann nicht verstehen, was der Sinn hinter so einem Spiel ist. Ich habe eigentlich nichts gegen mediale Gewalt, aber bei sowas kommt mir wirklich der Begriff “Pervers” in meinen Wortschatz. (Und der ist mir eigentlich sonst zu “bieder”.)
21. Juni 2007 um 19:15 Uhr
Tja, da scheint wohl gerade Urlaubszeit zu sein, und sämtliche Eunuchen pflegeln sich auf Rhodos rum und vermiesen den deutschen Urlaubern den Urlaub, indem sie “ausländisch” sprechen.
Die einzige eierlose Person mit gesundem Menschenverstand muss demzufolge wohl eine Frau sein.
Die kommen ja erwiesenermaßen recht gut ohne (eigene) Murmeln zurecht…
21. Juni 2007 um 19:47 Uhr
Hauptsache schockieren und Presse bekommen, egal in welcher Form… so doof das klingt, geschieht ihnen Recht!
Was wollen wir wetten dass es, sollte das Spiel dann demnächst in nachträglich abgeschwächten Versionen in den Handel kommen, Leute geben wird die sich bei Google nach irgendwelchen uncut-Cheats und Mods die Finger wundtippen?
21. Juni 2007 um 19:58 Uhr
Die testen am laufenden Band die Grenze, und jetzt haben sie sie endlich erreicht.
Interessant ist doch vor allem, welche Auswirkungen diese Geschichte auf uns Spieler haben wird: Werden wir endlich mal anfangen, uns Gedanken über “unpassende” Inhalte zu machen, oder bleiben wir weiterhin blöde stehen und finden die USK scheiße und rufen “Zensur” und “Österreich, hehehe”?
Solange kein Spiel so richtig daneben gegriffen hat, gab’s für uns ja letztlich keine Messlatte. Wir schielten nach Amerika, und wenn die dort etwas nicht problematisch fanden, fand es hier auch keiner problematisch. Da die dort nix problematisch fanden… na ja.
Jetzt gibt’s also ein Spiel, das niemand auf dem Markt sehen will. Was besseres konnte uns eigentlich gar nicht passieren, und sei es nur, dass bewiesen wurde, dass die Bewertungssysteme halbwegs “funktionieren”. Endlich mal ne Manhunt-Meldung, aus der Pfeiffer und Beckstein et al kein Kapital schlagen können. ;)
Ich fürchte jedoch (schaut mal bei 4Players rein), dass sich nur diejenigen auseinandersetzen werden, die es eh schon tun.
21. Juni 2007 um 20:04 Uhr
Mich schockiert nicht so sehr, dass solche Spiele produziert werden. Solchen perversen Kram gab es schon immer. Viel mehr erstaunt es mich, dass solche sadistischen Gewaltdarstellungen in Spielen wie Manhunt oder Filmen wie Hostel mittlerweile von einem beachtlichen Teil der Gesellschaft als selbstverständlicher Teil von Entertainment akzeptiert werden.
Die Frage nach der Grenze ist berechtigt und ich habe sie für mich schon länger beantwortet.
21. Juni 2007 um 20:14 Uhr
Ich fand schon The Warriors widerlich. Bettler verprügeln usw. Nee das muss echt nicht sein, das wirft zuviel Dreck auf die gesamte Branche.
21. Juni 2007 um 20:34 Uhr
Also ich kann dazu nur sagen, dass ich Manhunt sehr genossen habe (bevor es aus den Spieleregalen verbannt wurde) ! Klar hatte ich das Spiel nur in mein Lufwerk gelegt, um zu gucken ob die Gewalt wirklich so schlimm sind! Als dann die erste Mission geschafft war, war ich neugierig auf den weiteren Verlauf der Story. Letzten Endes habe ich es durchgespielt (3mal). Und so schlimm finde ich die gezeigten Gewaltszenen auch nicht! Ok, dass man(n) bei Manhunt 2 auf der Wii mit den Controllern ein Messer, Schwert oder ähnliches bewegt, also eine vollkommen andere Interaktion als noch beim ersten Teil, kann schon für manche problematisch wirken! Aber eigentlich muss jeder Erwachsene selber entscheiden, ob das Spiel etwas für ihn ist. Und man darf auch nciht über Leute Urteile fällen, die solche Spiele spielen. Ich für meinen Teil bin mit Computern / Konsolen aufgwachsen und habe schon in früher Kindhet DOOM auf dem C64 gespielt! Und ich kann nicht sagen, dass ich irgendwelche psychischen Probleme deswegen habe; reales Blut kann ich trotzdem nicht sehen!
21. Juni 2007 um 20:35 Uhr
Je mehr man an der Nadel hängt, umso höher muss die Dosis sein. Da hat sich auf allen Medien etwas aufgeschaukelt, was gesellschaftlich zu viel des guten war. Wer solche Hoden-Abschneid-Gedanken hat, der sollte mal dringend auf die Couch. Dass das pubertierende Teenies lustig finden, um sich und die Umwelt zu schocken ist das eine - so nem Krams als erwachsener Gamer mehr als 5 Minuten Aufmerksamkeit zu schenken was anderes.
21. Juni 2007 um 20:41 Uhr
@ Jander: Das würde ja für ein 12+ sprechen. ;)
21. Juni 2007 um 21:15 Uhr
Ich kann mich daran erinnern, dass sich einer der Antigames-Blogger darüber aufregte, dass die Video- und Computerspiel-Organisation G.A.M.E. - so heißt sie, glaube ich - die Schuld an dem Amoklauf in Emsdetten auf den Schießsport schob. Der Schreiber meinte, dass dieses Verhalten nicht anders zu werten wäre, als der klägliche Versuch eines Sündenbocks, einen anderen Sündenbock anzuschwärzen, nur um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken.
Aber nichts anderes passiert hier derzeit auch mit Manhunt.
Ich meine, natürlich ist es korrekt, dass Manhunt 2 in den jeweiligen Ländern nur für Volljährige freigegeben wird - dass jedoch Nintendo und Sony (und Microsoft würde es wohl auch tun) deshalb den Verkauf komplett untersagen, halte ich für sehr traurig.
Und wenn man nicht bereit ist, jedes Spiel, unabhänging davon, ob einem der Inhalt oder die Qualität zusagt, gegen Verbote oder Zensur zu verteidigen, scheint man Video- und
Computerspiele selbst noch nicht als Kunstform begriffen zu haben.
21. Juni 2007 um 21:26 Uhr
Hoden abschneiden scheint wohl momenten im medialen Bereich total in zu sein (siehe Hostel 2). ;)
Es ist momentan wohl manche Leute zu geben, die denken das man nur mit möglichst neuartigen und brutalen Folterszenen hohe Umsätze erzielt. Ich habe Manhunt mal ca 10 Minuten gespielt. Es war mir zu blöd …
Ich weiß nicht wo der Reiz bestehen soll interaktiv Menschen möglichst brutal umzubringen.
Ich glaube auch nicht das ein normaler (erwachsener) Mensch heiß auf dieses Spiel ist.
Interessanter ist dieses Spiel doch nur für Heranwachsende, die den Reiz des Verbotenen hinterherheizen. Deswegen ist nur zu empfehlen das Rockstar das Spiel in den Papierkorb verschiebt und löscht.
21. Juni 2007 um 21:40 Uhr
Bin grundsätzlich gegen Zensur aber sehe die Sache bei Manhunt ähnlich wie Richard. Ich verstehe einfach nicht was der Ansporn ist überhaupt ein “snuff” Videospiel zu machen. Habe den ersten Teil damals schon abstoßend empfunden. Jemanden unter anderem mit einer Plastiktüte umbringen zu können und das dabei aus der Sicht einer Überwachungskammera zu sehen war damals, glaube ich, eines der vom Marketingteam aufgestellten Verkausfördernden Argumente. Eigenartige Welt. Für mich war das schon damals nur abartig. Wenn Rockstar behauptet sie würden mit dem Spiel subversiv sein wollen, sollte ihnen gerade dann klar sein was sie da wiederwertiges produzieren. Bei Gears of War schlachte ich Leute mit einer Kettensäge ab aber das Spiel fordert mich nicht auf darüber nachzudenken sondern macht deutlich, dass alles nur Show- und Grafikoverkill sein soll – es versucht nicht in mein Hirn einzusteigen, was bei Manhunt wohl anders sein sollte. By the way, ich verstehe auch nicht den Reiz an Filmen wie Hostel von denen es mittlerweile auch schon Fortsetzungen gibt! Hallo? Geht’s noch? … wieso geift da eigentlich keine BPjM ein?! Wofür sind solche Filme bzw Videospiele gut?! Ich bin 25 und fand den ersten SAW extrem verstörend und gebe offen zu hinterher einen Disneyfilm gesehen haben zu müssen um in Ruhe einschlafen zu können.
So gesehen sehe ich eventuell sogar einen Sinn in all diesen Gewaltmedien, wenn sie, wie mir, den Leuten klar macht wie grausam Gealt an anderen ist. Traurigerweise glaube ich nicht das die Mehrheit der überwiegend jugendlichen Konsumenten das ähnlich empfinden …
It’s a sad world.
21. Juni 2007 um 22:42 Uhr
Das halt ein generelles Problem mit geschlossenen Systemen. Aber dafür gibt es ja noch den PC. Auf dem kann man das Spiel auf jeden Fall raus bringen, wenn man wollte. Notfalls mit digitalem Vertrieb, um die Walmart-Sperre zu umgehen. Da gibt es schon Mittel und Wege.
Tja, das ist halt so eine Sache. Auch Schund verdient natürlich Schutz. Gegen ein Herstellungsverbot (ein Wort was hierzulande ja in letzter Zeit gerne verwendet wurde) von Spielen wie Manhunt würde ich tatsächlich ankämpfen. Aber in den Regalen muss ich das nicht sehen. Da gibt es schon noch Unterschiede. Tatsächlich hat Take 2 schon die “Aber es ist Kunst!” Verteidigung aus der Tasche gezogen. Dummerweise war es der Chairman und nicht der Designer des Spiels. Wenn der Designer kommt und sagt “Hier ist meine künstlerische Intention gewesen und ohne Hoden-Abschneiden funktioniert es aus folgenden Gründen nicht…”, dann höre ich zu. Vorher nicht. Aber wollen wir wetten, das wird nicht passieren?
Die seltsame Argumentation mit dem Sündenbock und so habe ich jetzt nicht verstanden. Vielleicht ist es schon zu spät, aber ich weiß da nicht genau was du willst, sorry.
21. Juni 2007 um 22:51 Uhr
Ein AO-Rating in den USA oder eine Indizierung in Deutschland, würden ja nur bedeuten, dass der Käuferkreis eben auf jene Menschen eingeschränkt wird, für die ein solches Spiel produziert und gedacht ist: Erwachsene, die sich hoffentlich dessen bewusst sind, was sie da spielen. Dementsprechend würde ich es begrüßen, wenn die Konsolenhersteller solche Software dann auch zuließen.
Natürlich will Rockstar auch provozieren, aber bisher war ich sehr froh darüber, dass sie sich von den ganzen Querelen nicht haben einschüchtern lassen. Sie testen eben die Grenzen aus und Spiele wie “GTA” oder “The Warriors” möchte ich auch nicht missen. Es wird eben auch auf das ältere Publikum abgezielt.
Ich bin auch kein Fan von “Manhunt”. Nach der Hälfte konnte ich das Geschleiche nicht mehr ertragen und als man dann abgeschlagene Köpfe benutzt hat, um die Gegner zu verwirren wurde mir das auch zu krass. Spannend war es aber, dass muss ich ihnen lassen.
21. Juni 2007 um 22:55 Uhr
[…] via antigames.de […]
21. Juni 2007 um 23:22 Uhr
Ich denke es ist trotzdem die Entscheidung der Masse, die über Erfolg oder Misserfolg eines solchen Spieles entscheiden sollte.
Wenn das Spiel tatsächlich so gechmacklos ist, wird es nicht unbedingt von einer großen Spielerschar angenommen werden. Aber mit Zensur und ähnlichen Mitteln die Arbeit gänzlich zunichte zu machen, finde ich auch etwas übertrieben.
Wenn der restliche Jugendschutzkram funktioniert und nur “Erwachsene” dieses Spiel erwerben können, würde sich die Spielerzahl sowieso in Grenzen halten. (Welcher durchschnittliche 30-jährige will sowas überhaupt spielen?)
mfg Warp²
21. Juni 2007 um 23:45 Uhr
Also ich muss ja gestehen, dass ich Manhunt nicht einmal probeweise gespielt habe - mir hat die Prämisse des Titels schlichtweg nicht gefallen.
Trotzdem bekomme ich gehörige Bauchschmerzen bei diesem Thema. Natürlich sollte so ein Titel nicht von Jugendlichen gespielt werden. Und natürlich ist es richtig darüber zu diskutieren, ob dieser Titel nicht auch zu krass für Erwachsene ist (was ja durch die Beschlagnahmung des ersten Teils in Deutschland eine unnötige Diskussion ist - der Gesetzgeber hat für uns schon entschieden, dass das Spiel die Menschenwürde verletzt).
Doch dass weder Sony noch Nintendo AO-Titel im Sortiment führen wollen und Microsoft in Deutschland bei indizierten Titeln Augen und Ohren verschliesst (diese für MS also schlichtweg nicht existieren), finde ich insofern problematisch, als die damit einhergehende (Selbst-)Zensur den Titel nicht einmal mehr der Käuferschaft zugänglich macht, für die der Titel damit ausdrücklich erlaubt ist.
“Das Spiel von Epic” ist da ein berühmtes Beispiel, welches weltweit mit das erfolgreichste X360-Game überhaupt ist, in Deutschland “offiziell” aber garnicht existiert. Warum das ganze? Weil es keine vom Gesetzgeber anerkannte Altersverifikation gibt, die Microsoft in XBL einsetzen könnte und damit das Game und alles was damit zu tun hat, auch nur erwachsenen Spielern zugänglich machen könnte. Doof für uns, doof für Microsoft!
So haben wir leider eine Situation, in der einige Titel mehr “ab18″ sind, als andere “ab18″ Titel, wie die Krähe, deren Beine gleichlang sind - besonders das linke. Werbe-, Ausstellungs- und “Erwähnungs”-Verbot sind da die Stichpunkte, doch wird nicht erst seit gestern davon gesprochen, dass diese Verbote mehr Werbewirkung haben, als wenn der Titel einfach nur mit ner mittelmäßigen Wertung im Laden gestanden hätte - mit 18er-Freigabe (denn seien wir ehrlich - spielerisch war Manhunt wirklich mittelmäßig, die Beschlagnahmung hat ihn dagegen zum Must-Have geadelt). Und so lange weder Handel noch Eltern sich wirklich um die Einhaltung von Altersfreigaben kümmern, kann man beschlagnahmen und indizieren bis man CSU wählt, besser wird die Situation dadurch auch nicht.
22. Juni 2007 um 00:13 Uhr
Manhunt war nur dann “krank” wenn man sich wirklich reingedacht und draufeingelassen hat (und dazu war das Spiel zu bescheiden, als das ich das je gemacht hätte), gesehen hat man aufgrund der bescheidenen GTA-Engine doch sowieso nichts - ich fand’s gewalttechnisch jedenfalls arg überbewertet (und damit langweilig).
Für die Clown-Freaks hatte ich zudem Null Mitleid, weil das ganze Setting vorne und hinten nicht funktioniert hat und ich eigentlich dachte ich spiel die Alptraumversion einer Vergewaltigung von Metal Gear Solid durch Thrill Kill.
Würde jetzt ja gerne mein (kontroverses) GJ-Review verlinken, aber das geht ja leider nicht mehr…
Und Manhunt 2 geht halt einen Schritt weiter, wo ist das Problem? Erinnert sich noch jemand daran wie alle einen Aufriss über die Fliegen über den Leichen bei Quake 2 gemacht haben? Oder das man in SoF den Soldaten in die Eier ballern konnte? Jetzt werden halt Hoden geschnippelt. Und noch hat’s keiner von uns gespielt/gesehen, ich denke IGN übertreibt einfach.
In der Filmbranche gibt’s schon seit über 30 Jahren das torture-Genre, warum soll Manhunt (2) nicht den Grundstein für sowas im Spielbereich legen? Natürlich ist das alles kranke Scheiße, aber hey, mit einem Panzer über Schweinehälften fahren ist auch krank, aber KUNST! Also warum ist das eine jetzt kränker/verabscheungswürdiger als das andere?
Offensichtlich müßen sich die Gamer hier auch selbst an die Nase fassen, wenn nicht davon ausgegangen werden konnte das eine Klientel Manhunt 2 in ausreichender Stückzahl gekauft hätte - wäre es doch nie entwickelt worden.
Denn letzten Endes entscheiden doch die Spieler was gespielt wird - und wenn ein Markt für Hodenschnippel da ist, warum soll der nicht bedient werden?
DAS WIRKLICHE PROBLEM an der Sache ist, es gibt kein Gegenstück zu diesem Blut-Gewalt-Orgasmatronischen Erlebnis ~ kein intellektuell-ansprechendes Spiel das ebenso eine Welle macht wie Manhunt. Manhunt bedient das Fleisch, jetzt müßte es was geben für den Geist.
An dem Tag wo ich also zwischen dem interaktiven “So sprach Zarathustra” (bitte hier einfach irgendeine weltbedeutende, kontroverse Schrift einsetzen) und “Ilsa - Shewolf of the SS” bzw. “Man behind the Sun” od. “Guineapig” wählen könnte wäre ein problemlos erhältliches Manhunt 2 also vollkommen legitim für mich.
Was nichts daran ändert das auch jetzt jeder selbst einschätzen sollte er sich sowas geben will oder nicht. Grundsätzlich bin ich für das Überschreiten von Grenzen, denn irgendwann verliert dieses ganze Gewaltgeeier (;)) auch seinen Reiz, und dann muß man sich notgedrungen wieder um andere Dinge kümmern um Absatz zu haben.
In Film und Literatur gibt’s ja schließlich auch nicht nur Tortureporn sondern noch das ein oder andere Genre.
Weil’s spät ist alles etwas unsortiert und ohne schöne Überleitungen zwischen den Absätzen…
22. Juni 2007 um 00:15 Uhr
Egal wie fies es jetzt ist, immer noch besser als geschnitten. Wem das zu geschmacklos ist, soll es einfach im Regal liegen lassen. Ich hab Hostel (Teil 1) auch im Kino angesehen und fand ihn gut. Ist eben Geschmackssache. Solange keine haptischen Rezeptoren von realer Lebewesen jeglicher Art tangiert werden, bin ich für absolute künstlerische Freiheit. Wer nicht weiß wie der Ausknopf funktioniert, sollte nichts anmachen.
22. Juni 2007 um 00:26 Uhr
Bei der Manhunt-Debatte in diesem und anderen Blogs/Foren kommt es mir oft so vor, als würden viele Spieler die Schuld an der Kontroverse um ihr Hobby auf einzelne Spiele und deren Fans schieben, die dann als “pervers” oder “krank im Kopf” abgetan werden. Ganz im Sinne von: “Schaut mal, das Spiel ist doch viel brutaler als mein CS/SoF/Quake/whatever.” Doch ist es tatsächlich humaner, wenn ich einer virtuellen Figur in den Kopf schieße, als wenn ich sie mit einer Plastiktüte ersticke? Kann man das wirklich unterscheiden? Wenn ja, wäre jemand im richtigen Leben weniger Mörder, würde er erstere Tat begehen, als jemand der zweitere Methode anwendet?
OK, es ist wirklich spät.
Was ich eigentlich sagen will: Sich einfach von unliebsamen Genrevertreter zu distanzieren, um gegen die unsachliche Darstellung von Spielen in den Medien und der Politik anzukämpfen, ist, denke ich, nicht der richtige Weg … aber wohl leider der einfachste.
22. Juni 2007 um 00:28 Uhr
Ein AO-Rating schränkt aber doch niemand in seiner künstlerischen Freiheit ein. Das Spiel ist ja nicht verboten. Dass Sony oder Nintendo oder Walmart mit solchen Spielen nicht in Verbindung gebracht werden möchten ist ihr gutes Recht. Das Recht auf künstlerische Freiheit ist kein Recht darauf fette Kohle zu machen.
22. Juni 2007 um 00:29 Uhr
Sheltem, ich kann dich immer noch nicht nachvollziehen. Ich gehe jetzt ins Bett und lese dich morgen früh nochmal, vielleicht fällt mir dann eine sinnvolle Antwort ein.
22. Juni 2007 um 00:52 Uhr
Es ist überhaupt nicht “human”, weil es hier, so oder so, lediglich um Pixel geht. Pixel kennen keinen Schmerz. Um was es geht, ist die Wirkung auf die Person _vor_ dem Monitor. Speziell wenn die Person man selbst ist. Und auf mich macht das schon einen ganz anderen Eindruck, ob ich in Resistance Monster mit Headshots umlege oder ob man in Manhunt2 Gegnern die Eier absäbeln und sie mit der Wiimote in Stücke sägen kann. Würg.
Ich denke, dass du gerade auf dem falschen Schlachtfeld stehst. Unabhängig von Schünemann, Pfeiffer, Thompson muss doch jeder für sich selbst wissen, wo er die Grenze zieht. Für mich jedenfalls hatte schon der erste Teil diese Grenze ziemlich deutlich überschritten, weshalb ich die Entscheidung der genannten Unternehmen, MH2 nicht zu verkaufen/lizensieren absolut nachvollziehen kann.
Das ist, wie Richard ausführte, auch keine Zensur.
22. Juni 2007 um 09:11 Uhr
@nEm: Nein, du hast doom nicht auf dem C64 gezockt:
http://www.mobygames.com/game/doom
Gratulation zur Selbstdisqualifizierung.
Zum Thema: Ich halte nicht viel von übermäßiger Gewalt in Spielen. Ja, ich habe Doom früher gespielt, ja, ich habe Prey genossen und in der Vergangenheit den einen oder anderen Ego-Shooter gezockt und in Zeiten von deutschen beschnittenen versionen meist die internationale Version gezockt, weil ich mir nicht vorschreiben lassen wollte, was ich sehen darf.
Manhunt habe ich bisher nicht gespielt, ich habe es auch nicht vor, es interessiert mich einfach nicht wirklich, von der Story her. Dass die Gewalt bei dem Spiel so hochgehalten wird, könnte mich nicht weniger tangieren.
Dass der Nachfolger jetzt überall so getreten wird, halte ich vor allem für politisches Getue, ich kann mir nicht vorstellen dass er wirklich so viel brutaler ist als der erste Teil.
Ich frage mich nicht so sehr, warum solche Spiele produziert werden, sondern warum sie gekauft werden. Man könnte nun sagen, dass Leute die so etwas produzieren, krank im Kopf sind, die kranken Leute sind doch aber die, die sich an der Gewalt laben und ergötzen. Arme Welt. Vielleicht sollte man doch besser den Ratten die Erde überlassen, die können vielleicht mehr damit anfangen als wir…
22. Juni 2007 um 09:25 Uhr
Für mich ist es absolut nachvollziehbar, dass Sony und Nintendo dieses Spiel nicht auf ihren Konsolen sehen wollen. Das ist auf jeden Fall ihr gutes Recht und ich halte das für die beste Entscheidung für Sony seit langem. Schön zu sehen, dass dort doch noch Menschen mit gesundem Menschenverstand stehen.
Den Rockstar-Entwicklern bleibt ja noch der PC als Platform, wo die Markenidentifikation auch wesentlich geringer als im Konsolen-Bereich ist.
Aber egal wie “anders” das Spiel von seiner Thematik her ist, wissen wir noch nichts von seiner Spielbarkeit und dieser Fall wäre nicht der erste, wo ein “perverses” Spiel auch plötzlich vom spielerischen her top ist.
Ich spiele hier natürlich auf den Fall von Thrill Kill an.
Für alle die das Spiel nicht kennen:
Thrill Kill war ein Beatem Up, indem sich anstatt der üblichen 2, 4 Kontrahenten gegenüber standen. Man konnte sich dabei auch mit Mitspielern verbünden und während der eine den Gegner festhielt, durfte der andere ihn bearbeiten.
Problematisch bei diesem Spiel war dann allerdings, dass man nicht durch ein K.O. aus dem Spiel ausschieht, sondern der Spieler welcher die meisten Treffer landen konnte, sich in eine Art Übergegner verwandelte und den nächstliegenden Spieler mit einer Berührung äußerst blutig ins digitale Nirvana befördern konnte.
Kurz bevor das Spiel erschien wurde die Produktionsfirma von EA geschluckt, welche das Spiel nicht mehr vertreiben wollte und somit erschien es nie offiziell.
Aber interessant war halt bei diesem Titel, dass er trotz der Gewalt nicht nur neues sondern auch interessante und super spielbare Innovationen bot.
Somit kann man nicht unbedingt sagen, was Manhunt 2 nun wirklich bietet oder bieten wird.
Interessieren tut mich das Spiel aber eher wenig, weil ich den ersten Titel auch schon eher als blutigeren Abklatsch von MGS ansah, auch wenn ich die Atmosphäre nicht schlecht fand.
22. Juni 2007 um 09:44 Uhr
da gab es doch mal einen guten Horrorfilm über einen Jungen, der sowas wie ein Rattengott war. Wer sagt denn, das sich jemand an Hostel oder Manhunt oder Horrorfilmen ergötzt. Es geht doch um den Grusel, den Ekel und die Abscheu, die man da fühlt/ fühlen will. Gruselkabinette gibt es ja schon Jahrhunderten. Schon mal im Jack-The-Ripper-Museum gewesen?
Manhunt ist Teil einer Trash-Horror-Kultur.
Heisst das Richard, du bist doch für Beschlagnahme?
cheerio, brof
22. Juni 2007 um 10:21 Uhr
Ich lerne aus der ganzen Diskussion nur, wie schwer es Leuten fällt mit fiktiven Inhalten umzugehen. Ich habe weder Manhunt 1 gespielt, noch hatte ich vor das 2er zu spielen, aber der Inhalt hat mich nie gestört.
Etwas zu akzeptieren ist einfach, so lange der eigene Geschmack keinen Anstoß daran findet. Wenn wir CS spielen und jemand kommt daher und wirft uns vor, es sei nur eine “Killersimulation”, dann verteidigen wir es natürlich dagegen; aber wir sollten auch daraus lernen, dass alles nicht jenseits unserer Geschmacksvorstellung endet. Es ist alles immer abhängig von subjektiven Einschätzungen. Dazu kommt, dass man immer der Vorstellung erliegt, dass “Information” in Massen verbreitet so eine Art Virus ist, der die “Inresistenten” (a.k.a. die Dummen) dahinrafft. Ich glaube das gabs schon beim Buchdruck und seit dem haben wir es auch noch nicht wieder los bekommen.
22. Juni 2007 um 10:27 Uhr
Thrill Kill ist das zweite Spiel, dass ein AO-Rating wegen Violence, Blood and Gore kassiert hat.
22. Juni 2007 um 10:30 Uhr
In der Tat. The Punisher und Thrill Kill haben beide ursprünglich ein AO-Rating für Gewalt bekommen. Punisher wurde geschnitten und dann auf den Markt gebracht, Thrill Kill einfach nicht veröffentlicht.
22. Juni 2007 um 10:45 Uhr
Ích sehe Manhunt 2 in seiner ganzen Pracht als eine art dicken, fetten Stinkefinger von Rockstar an die Jack Thomsons dieser Welt. Im Sinne von “Ihr wollt einen Mordsimulator? Ja? Ja?! Bitte hier habt ihr!”
Das mag nicht sonderlich reif sein, aber irgendwie verständlich.
Darüber hinaus verstehe ich die Aufregung darüber nicht, auf dem Konsolen-Sektor einen Markt für härtere Gangart an Gore zu etablieren. Gibt’s ja schließlich bei anderen Medien auch, und letztlich wäre das auch die Zielgruppe. Das hin und wieder ein paar Kids sich den kram reinfahren ist genausowenig zu verhindern, aber auch genauso wenig schlimm, wie wenn sie sich vom großen Bruder irgendeinen Kettensägenpornozombiesplatter ausleihen lassen.
Die ganze Aufregung darüber ist schlichtweg unnötige Scheindebatte.
Ich selbst bin kein Teil der Zielgruppe. Aber wenn ich wollte würde ich dann doch auch bitte dürfen. Schließlich, und das vergessen die meisten Stimmen scheinbar immer wieder, ist es nur ein Spiel.
22. Juni 2007 um 10:56 Uhr
[…] Ja schade, Rockstar. Das war ja wohl nichts. Da habt Ihr Euch wohl gedacht: ‘Mensch, der erste Teil von Manhunt war doch schon so ein schöner Aufreger und hat Jugendschützer, Politiker, Eltern und (Staats-)Anwälte auf der ganzen Welt auf die Palme gebracht… da setzen wir noch einen drauf! Ist doch herrlich, wenn alle Welt sich aufregt, da können wir uns super drüber amüsieren.’ Und mit der Steuerung via Wiimote hätten sich doch so schöne neue Möglichkeiten ergeben. Jemandem den Arm absägen? Kein Problem! Oder lieber gleich den Kopf? Einfach mit der weißen Fernbedieunung eine Schneide-Bewegung gemacht und schon ist er ab. Strangulationen hätte man bestimmt auch ganz toll mit Wiimote, Nunchuk und dem Kabel dazwischen ausführen können. Ganz toll. Und überhaupt: die Wii… Allein der Gedanke, so ein Spiel auf der Familienkonsole schlechthin zu veröffentlichen, hat bei Euch doch sicherlich zu einer kleinen Hosen-Zeltstadt im Büro geführt, hmm? Schockieren um jeden Preis, das ist Eure Devise. Muss aber schon beim ersten Teil blöd für Euch gewesen sein, dass das Spiel auf einem der größten Absatzmärkte für Videospiele direkt per Gerichtsbeschluss vom Markt verbannt - weil bundesweit - beschlagnahmt wurde. Aber egal, überall sonst war es ja frei erhältlich. Und Ihr wart in aller Munde. Mehr wolltet Ihr doch bestimmt sowieso nicht. Tja, blöd nur, dass es nun im zweiten Anlauf wohl nicht ganz so gut für Euch läuft. Erst verweigern die Zensurbehörden für Altersfreigaben zuständigen Einrichtungen in Amiland und bei den Insulanern Euch ein Rating, das es erlaubt hätte Manhunt 2 in jeden Laden zu stellen. Und dann noch das: Sowohl Nintendo als auch Sony verweigern Euch die Lizenz, um das Spiel auf ihren Konsolen zu veröffentlichen. Dumm nur, dass Ihr den Titel bloß für die zwei Systeme PS2 und Wii programmiert habt. Was Ihr nun habt, ist ein fertiges Spiel, das bestimmt einiges gekostet hat, aber niemals irgendwo erscheinen darf. Außer Ihr fangt an das jetzt nochmal so richtig schön zu entschärfen. Aber wo wäre dann bloß der Spaß, hmm? Warum bloß noch einen Titel auf den Markt schmeißen, mit dem man sowieso niemanden mehr schockieren kann. […]
22. Juni 2007 um 13:53 Uhr
Puh… na super. Erstmal vorneweg ich bin wohl einer der wenigen hier die den ersten Teil gespielt haben und etwas hatten, das man wohl kaum “Spaß” nennen kann (macht Salo gucken “Spaß” oder von mir aus Takashi Miike Filme?). Dieses diffuse Etwas das es zu holen gab, war eine Mischung aus Beklemmung, wohligem Grusel, Ekel und einfach nur Angst nicht zuletzt vor mir selbst. Und genau darauf wollten Rockstar wohl auch hinaus. Manhunt ist nicht clean wie Counterstrike wo dann gerne argumentiert wird Headshots seien halt am effizientesten zur Gegnerbeseitung. Manhunt ist ein verdammt düsteres, nihilistisches, schmutziges Game. Nach dem Spielen will man am liebsten duschen gehen. Und trotzdem genau das ist großartig und hat als beklemmender Gefühlsmix seine Berechtigung in egal welcher medialen Form. Ob Brett Easton Ellis, Tobe Hopper oder eben Rockstar Games.
Und kurz zu Hostel: der Vergleich hinkt vor allem deshalb schrecklich weil Hostel vor allem ein fürchterlich schlechter Film von einem unterridisch untalentierten Regisseur ist der das große Glück hat mit den richtigen Leuten (Tarantino et.al.) abzuhängen.
Wem das alles viel zu viel ist der soll die Finger von solchen Games lassen. Mündige Erwachsene treffen ganz gut selbst die Entscheidung mit welchen Aspekten der menschlichen Existenz sie sich in einem fiktiven Kontext lieber nicht beschäftigen wollen. Das jetzt Manhunt 2 als Opferlamm von der Community zur Schlachtbank getragen wird unter dem Motto: “das hier könnt ihr haben aber dafür dürfen wir dann Bioshock spielen, ok?” bringt niemandem was.
Wo ich dir aber dannn doch Recht geben muss ist die scheinbare Naivität von Take2. Das die geglaubt haben das Ding an Nintendo vorbeischmuggeln zu können ist schon erstaunlich dummdreist.
PS. Was ist denn nochmal mit dem Listenstammtisch in München. das wär doch ein guter Auftakt? So einer feiner Streit mit fliegenden Fäusten etc.pp. oder^^?
22. Juni 2007 um 13:59 Uhr
Telepolis Link
wahrscheinlich hat Rockstar dies hier gelesen und dachte sich, das lässt sich für die Spielebranche ähnlich umsetzen, deswegen auch Wii, mit Casual Gamer und so.
Ach ansonsten ist mir das Spiel eigentlich egal, dem Spiel durch wirtschaftliche Wege den Hahn abzudrehen ist ja okay, solang nur keiner Verbot schreit.
22. Juni 2007 um 15:16 Uhr
Jetzt muss ich als bisher stiller Leser dieses Blogs doch auch mal Senf dazugeben.
Mittlerweile gehöre ich schon zum älteren Semester. Am C64 gab es wegen der Hinrichtungen bei Commando Lybia großes Geschrei, später wegen Wolfenstein. Und wieso wollten wir Kids es haben? Genau - gerade deswegen! Wegen dem Geschrei! Weil sich die Eltern so herrlich darüber aufgeregt haben! Und weil man in überall hörte, dass das ja etwas ganz, ganz Schlimmes wäre. Genauso war man als Kid ja auch scharf auf die “Freitag der 13.”-, “Nighmare on Elm Street”- und später “Tanz der Teufel”-Filme.
Mit dem Kram kann man ja aber die Kids von heute nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Wenn der Papa schon Doom3 auf seinem Mac laufen hat, dann muss es eben etwas anderes sein, damit man ihn schocken kann.
Und genau deswegen wird ja die Schraube immer mehr angezogen. Es muss Pressegeschrei geben, damit die Kids heiß auf die Sachen werden! Der Ruch des Verbotenen muss her! Ob im Spiel oder im Film - die Kids brauchen etwas, das nach Verbotenem klingt und aussieht.
Und nicht viel mehr sehe ich in der ganzen Angelegenheit.
Und wie man ja an einigen Schreibern hier sieht, erledigt sich das früher oder später auch wieder; man wird älter und braucht das nicht mehr unbedingt und achtet lieber auf andere Dinge wie Handlung, Qualität etc.
Ich selbst habe Commando Lybia, Wolfenstein, später Doom, Unreal Tournament, CS und Postal gespielt; habe mir als Minderjähriger von älteren Freunden die “Nightmare”-, “Freitag”- und “Tanz der Teufel”-Filme besorgen lassen - und trotzdem bin ich noch nie in meinem Leben auf die Idee gekommen, einen anderen Menschen absichtlich zu verletzen oder gar schlimmeres.
Ich kenne Manhunt nicht; weder Teil 1 noch sonstwas - aber genau wegen des Rummels, der jetzt wohl darum gemacht wird, wird es der absolute Renner werden, sollte es irgendwie seinen Weg in den Handel (oder eher noch in die Tauschbörsen) finden.
22. Juni 2007 um 15:41 Uhr
Du irrst dich. Das Ganze wird Take 2 ziemlich viel Geld kosten. Natürlich hatten sie eine Kontroverse eingeplant, um Werbung zu machen. Aber eine AO-Rating war nicht geplant. Jetzt wird nur noch eine deutlich zensierte Version auf den Markt kommen. Wer will die denn noch? Den Kids wurde Eier-Abschneiden versprochen. Das wird man jetzt nicht mehr liefern können.
22. Juni 2007 um 16:16 Uhr
Und trotzdem wird sich die ganze Affäre für Rockstar als sehr gute Werbung herausstellen…
Für den Heranwachsenden ist die Firma jetzt gleich doppelt cool…
Um es mal so zu sehen: Wäre Rockstar ein Spielentwickler, der keine GTA Lebensversicherung im Rücken hätte, würden sie aller Wahrscheinlichkeit nach, nicht einmal daran denken ein Spiel wie Manhunt zu entwickeln.
22. Juni 2007 um 16:29 Uhr
Ich glaube eher das Nintendo Manhunt gebraucht hat und nicht umgekehrt. Imagestunt.
22. Juni 2007 um 16:35 Uhr
Ich seh’ das ähnlich wie Richard.
Natürlich ist diese Diskussion eine prima Werbung, aber was bringt einem die beste Werbung, wenn man das betreffende Produkt nicht gescheit verkaufen darf? Firmen wie Take2 und Rockstar machen Spiele doch nicht um ihre edlen Vorstellungen von Kunst und Meinungsfreiheit auszudrücken, es geht um Verkäufe, Gewinne und Arbeitsplätze; niemand sägt gerne an seinem eigenen Stuhl wenn sich das vermeiden lässt.
Zudem, der Ruch des Verbotenen ist angesichts der lustig-fröhlichen Filesharing-Welt nicht sonderlich lukrativ. Wenn ein 14-jähriger Manhunt spielen will, dann geht er in die Piratenbucht und läd das Spiel über Nacht auf Papis Rechner… vielleicht kauft er sich ja 4 Jahre später den Nachfolger, oder ein anderes Spiel des selben “coolen” Herstellers, aber auf Basis solcher Mutmaßungen entwickelt man kein Spiel.
Es ist ein peinlicher, und vielleicht sogar amüsanter Reinfall…
22. Juni 2007 um 16:39 Uhr
Das halte ich für eine sehr gewagte Behauptung.
22. Juni 2007 um 16:41 Uhr
In der Tat. Wenn Nintendo irgendwas im Moment nicht nötig hat, dann ein Manhunt 2.
22. Juni 2007 um 18:36 Uhr
Ich finde es ehrlich gesagt schade dass manhunt 2 in der eigentlichen version nicht erscheinen kann. Solch ein spiel auf der Wii zu spielen wo man interaktiv ins spielgeschehen eingreifen kann ist schon irgendwie bedenklich… aber auf der anderen seite auch mal was interessantes neues.
Ich hab Manhunt 1 auch schon gespielt, allerdings nicht durch da mir das immergleiche gemetzel irgendwann zu langweilig wurde. Aber es war etwas neues das mich (und bestimmt auch vieleviele andere) neugierig gemacht hat. Postal war ja auch nicht anders, einfach mal austesten was denn möglich ist und sich einfach mal austoben. So sehe ich das bei manhunt 2 auch, jemanden diverse gliedmaßen mit der Wiimote interaktiv abzuschneiden oder mit dem kabel zwischen mote und nunchuk zu würgen stimmt mich abermals neugierig. Ich bin mir sicher, wenn ich manhunt 2 hier auf der Wii hätte wäre es garantiert nicht anders als beim 1sten teil. Ich spiele das spiel an, “freue” mich darüber was alles möglich ist mittlerweile aber mache es nach höchstens der hälfte aus weil mir es zu monoton wird.
Aber ich hätte das spiel gekauft und Rockstar hätte das was sie im grundsatz von dem Spiel wollten - Geld.
22. Juni 2007 um 19:46 Uhr
Ich habe Teil 1 mal probeweise gespielt und den Titel für langweilig befunden. Zudem fand ich schon damals die Gewalt dämlich bzw. nervend.
Was nun mit Teil 2 geschieht, geschieht zu Recht. Nichts gegen Gewalt in Spielen, aber purer Sadismus muss nun wirklich nicht sein. Was mich allerdings erschreckt: Bei vielen Seiten (auch bei uns) jammern einige Leser herum, welche das Spiel ganz doll unbedingt haben wollen. Die Tatsache, dass es tatsächlich Käufer für so einen (spielerischen) Schrott gibt, ist meiner Meinung nach das eigentliche Problem.
PS: Wenn ich jetzt übermäßig viele Rechtschreibfehler drin habe, bitte nicht wundern: Ich sitze hier am Notebook meiner Freundin und bin die Tastatur noch nicht so recht gewohnt ;)
22. Juni 2007 um 21:01 Uhr
Genau das wollte ich damit sagen.
Dagegen ist nichts einzuwenden, nur sollte man jedem mündigen Videospieler eingestehen, diese Grenze selbst ziehen zu dürfen und sich nicht über jemanden moralisch erheben, wenn dieser auch das virtuelle “absäbeln von Eiern” zu verkraften weiß.
Und nochmal: Was du sagst ist vollkommen verständlich, nur leider kann ich den Beiträgen vieler anderer in diesem Blog entnehmen, dass sie ihre Geschmacksgrenze als allein gültige ansehen. Und das erinnert mich schon etwas an Pfeiffer und Co.
22. Juni 2007 um 21:57 Uhr
Es erinnert nicht nur ‘etwas’ an Pfeiffer , sondern ist genau das gleiche: was gegen meine Geschmacksgrenze verstoesst, kann/muss verboten werden!!!1 Ein bisschen gegen Zensur sein gibt es nicht…
22. Juni 2007 um 22:39 Uhr
Sich zu wünschen, dass ein Spiel nicht gemacht wurde und sich zu freuen, dass ein dem Inhalt angemessenes Rating bekommen hat, ist nicht das gleiche wie es zu verbieten und hat wenig mit Zensur zu tun.
23. Juni 2007 um 00:16 Uhr
Die BBFC hat das Spiel verboten, damit geht es zumindest auch um Zensur. Mein Kommentar bezog sich mehr auf den Tenor vieler Vorredner, dass Spieler von Manhunt wohl ‘krank im Kopf’ seien und es schon gut sei, dass das Spiel verboten wurde. Das ist exakt die gleiche ‘Argumentation’, die sofort zum grossen Aufschrei fuehrt, wenn man ‘Manhunt’ durch ‘GTA’ ersetzt. Wenn es nun also doch ein Mass an virtueller Gewalt gibt, dass man nicht mehr tolerieren kann, spricht ja nichts mehr gegen ein Herstellungsverbot von Killerspielen, etc. Es muss eben nur die ‘richtige’, sprich die eigene, Hemmschwelle als Grundlage des Gesetzes dienen. Persoenlich interessiert mich Manhunt 2 im uebrigen gar nicht, weil ich Manhunt 1 nicht mal zur Haelfte durchgespielt habe. Allerdings nicht wegen der Brutalitaet, sondern weil es einfach ein schlechtes Spiel war.
23. Juni 2007 um 01:59 Uhr
Im übrigen halte ich das AO-Rating selbst ja garnicht für so schlimm, sondern sogar richtig. Was mir daran nicht gefällt, ist die Tatsache, dass “AO” jahrelang eine reine Pornoauszeichnung war, welche den Spiele-Publishern drüben half, ihre Systeme pornofrei zu halten, was wiederum eine bigotte Einstellung ist in meinen Augen.
Denn Nintendo und Sony verweigern AO-Titeln ja nicht erst seit Manhunt die Lizensierung, sondern aus der Erkenntnis heraus, dass die ESRB “eigentlich” nur dann AO vergeben hat, wenn es sich um einen sexuell orientierten Titel gehalten hat - Mord und Totschlag war schliesslich ok im Kinderzimmer, aber keine Brüste!
Ob also nun Manhunt2 verkauft wird oder nicht, macht mir daher weniger Sorgen, als die Tatsache, dass mit Indizierung und “AO”-Rating eine Quasi-Zensur geschaffen wird. Wenn man’s verbieten möchte, dann soll man es auch verbieten, aber nicht solche verschwurbelten Systeme erschaffen, wo durch die Hintertür zensiert werden kann durch eben jene Definition von “mehr ab18 als ab18″.
23. Juni 2007 um 10:53 Uhr
finally…revenge for rockstar vienna :)
23. Juni 2007 um 13:51 Uhr
Schade dass es Original gar nicht mehr verkauft wird )=
Hoffentlich schneiden sie solche Gewaltszenen nicht ganz raus sondern “verdecken” sie nur, sodass sie durch geschicktes hacken des Spiels am Ende wieder sichtbar sind; so wie bei GTA die SexSzenen..
23. Juni 2007 um 14:35 Uhr
lol…und das hat Rockstar damals fast in den Ruin getrieben. Gaaarantiert werden die das nochmal versuchen :)
Ich nehm mal an du meinst den Hot Coffee mod?
23. Juni 2007 um 15:46 Uhr
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man den Inhalt eines Computerspiels oder eines Films einfach tolerieren sollte. Mit einem Jugendschutz (18+) sind die Kinder geschützt und Erwachsenen sollte es freistehen, mit welchen Unterhaltungsformen sie sich beschäftigen. Personen die Manhunt oder ähnliches als sadistisch oder pervers klassifizieren sind nicht gezwungen sich solche Inhalte anzutun. Würden mehr Menschen sich für Gewalt begeistern wäre eine Indizierung gar kein Thema und man würde den Sinn von Disneyfilmen anzweifeln.
23. Juni 2007 um 17:03 Uhr
Ha. Sehr geil. :D
(Sorry, musste ich nur kurz loswerden)
23. Juni 2007 um 17:27 Uhr
Keine Ahnung. Allerdings finde ich die Frage nicht sonderlich geschickt.
Wie ich schojn drüben bei geschrieben habe, finde ich dien Haltung der Blogging-Szene etwas seltsam: Auf der einen regt man sich ohne Ende über jeden “neuen Schünemann” auf (zurecht, wie ich finde), auf der anderen Seite begrüßt man eine Entscheidung, die nichts anderes als (Selbst-)Zensur ist…
23. Juni 2007 um 17:28 Uhr
Ähem, irgendwie habe ich das mit dem Link verhauen…
Kann das vielleicht mal jemand fixen, bitte?
23. Juni 2007 um 19:53 Uhr
[…] Die Ankündigung einiger grausamer und geschmackloser Features von Manhunt2 hat eine neue Debatte um Gewaltinhalte ausgelöst. Unter anderem bei Antigames, d-frag, Golem und Spreeblick. SpOn auch darauf, dass Videospiele als verhältnismäßig neues Medium kritischer betrachtet werden als z.B. grausame und geschmacklose Bücher und Filme. Die Grenze zwischen dem öffentlich Vertretbaren und dem was indiziert oder gar verboten wird, liegt bei einem gewalthaltigen Spiel viel niedriger als z.B. bei einem Roman oder Spielfilm. Und das obwohl für alle die gleiche Rechtsnorm gilt: § 131 Strafgesetzbuch. […]
23. Juni 2007 um 20:05 Uhr
[…] Böses Manhunt! Böses Rockstar! Stellt euch in die Ecke und schämt euch! *gähn* Technorati Tags: Juni 23rd, 2007 in Grind A While Tags: No Tags. var blogTool = “WordPress”; var blogURL = “http://www.grindthatauthority.de”; var blogTitle = “Grind That Authority”; var postURL = “http://www.grindthatauthority.de/?p=686″; var postTitle = “Böses Manhunt!”; var commentAuthorFieldName = “author”; var commentAuthorLoggedIn = false; var commentFormID = “commentform”; var commentTextFieldName = “comment”; var commentButtonName = “submit”; […]
23. Juni 2007 um 21:56 Uhr
Ich kann Richards Befürwortung eines Verbots auch nicht so richtig nachvollziehen.
Als Hendrik vor ein paar Monaten mit einem Massenmörder gleichgestellt wurde weil er Spaß an Crackdown hatte, haben hier alle geschrieben: “Wir sind erwachsen und entscheiden selbst was wir spielen dürfen.”
Und nur weil die Grenze des guten Geschmacks bei Richard und vielen anderen überschritten wurde soll das Spiel geschnitten oder verboten werden?
Mir persönlich ist das Spiel auch zu krass, aber hier wird, wie viele auch vor mir gesagt haben, das gleiche gemacht was sonst immer angeprangert wird.
Man sollte einfach eine funktionierende Altersverification durchsetzen und schon wäre alles in Butter.
Wenn das jetzt schon verboten wird, dann braucht es nicht viel bis GTA4 usw. verboten werden.
23. Juni 2007 um 22:23 Uhr
Ich kann Richards Befürwortung eines Verbots auch nicht so richtig nachvollziehen.
Zeig mir die Stelle, wo er das geschrieben hat.
Oh, hat er gar nicht? Sieh mal an.
23. Juni 2007 um 23:24 Uhr
Danke Chris.
Ich schätze ich schreibe morgen nochmal was zu dem Thema. Aber erst nachdem ich die Schäden meines Wasserrohrbruchs vernüftig gesichtet habe.
Heute ist nicht mein Tag.
23. Juni 2007 um 23:35 Uhr
ob damit alles in butter wäre? ich bin für die freigabe von MH2 ab 18, klar, aber toll oder “in butter” finde ich es nicht gerade, dass erwachsene leute sich damit so sehr beschäftigen. für splatter-horror freunde eben… naja, aber irgendwie ist ja der splatter-horror in unserer christlichen kultur verwurzelt. als kind fand ich am karfreitag die jesusfilme gruselig, vorallem wenn man sehen konnte, ihr wisst ja, das mit den nägeln… hm, war gar nicht ab 18, komisch…
cheers,
brof
24. Juni 2007 um 00:43 Uhr
@Chris
natürlich steht das nicht wortwörtlich da oben, ich bezog mich hierauf:
24. Juni 2007 um 01:49 Uhr
Antragsteller bei der BPjM. Die kann indizieren und strafrechtliche Relevanz feststellen, aber nicht verbieten und beschlagnahmen lassen. Er hat wirklich kein Verbot gefordert. :)
24. Juni 2007 um 02:12 Uhr
Mal im Ernst, worum im Namen des 12 göttlichen Pantheons gehts eigentlich in Manhunt? Der Titel is damals voll an mir vorbeigerauschtm ich hörte immernur: “Übertriebene Gewalt, huuhuuhuu…”. Ich glaube nicht das Manhunt 2 wie Moorhuhn ist, nur statt Moorhühner Hoden und statt ner Shotgun ein Butterfly. Bitte um Aufklärung (bin grad zu faul im netz danach zu suchen… =) ).
Wobei ich allerdings hinzufügen sollte das mir übertrieben Gewalt in Computerspielen auch langsam auf die Nerven geht, als ich letzt SoF2 gespielt habe, störte es mich echt das die bevor sie abtreten immer so rumplärren müssen. Dann doch lieber Mortal Kombat, da hat das zumindest nen gewissen Slapstick Humor… .
24. Juni 2007 um 03:13 Uhr
In letzter Zeit bin ich auf einem Rennspieltrip (liegt wohl am Besuch des 24h Rennens in der “grünen Hölle”) und so hab ich die ganze Hodencut Geschichte gar nicht mitbekommen.
Zum Thema: Ich habe Manhunt 1 gespielt. Sogar bis zum Ende. Und das passiert bei mir eigentlich nur dann wenn ein Spiel auch wirklich überzeugen kann. Und das kann ein Spiel bei mir garantiert nicht durch die übertriebene Darstellung von Gewalt. Das muss dann wohl bedeuten dass bei Manhunt 1 was anderes auch noch gepasst haben muss. Ich fand das Spiel nämlich vom Gameplay her wirklich nett. Zum Beispiel die Schleicheinlagen. Gewalt war natürlich viel dabei, “passte” aber in die ziemlich atmosphärische Spielwelt. Für mich war aber völlig klar dass dieses Spiel nur in die Hände von Erwachsenen gehört.
Auf Manhunt 2 hatte ich mich richtig gefreut. Hätte sicherlich einen Teil dazu beigetragen mir endlich eine Wii zuzulegen. An die Gewalt hab ich da aber nie gedacht da mir von Manhunt 1 die Atmosphäre und das Gameplay eigentlich eher in Erinnerung blieben als irgendein spezieller Gewaltakt. Sollte allerdings die Gewalt in Manhunt 2 noch höher sein dann finde ich es definitiv für richtig das ganze durchaus noch kritischer zu beäugen als es sonst der Fall ist. Denn definitiv ist Manhunt an der Grenze. Für manche vermutlich auch drüber und beim besten Willen… verdenken kann ich es diesen Menschen nicht. Man kann ja auch nicht erwarten dass SAW jeder gut findet.
Ich bin aber trotzdem der Meinung dass ein volljähriger Mensch die Chance haben sollte Manhunt 2 zu spielen. Das wird nicht der Fall sein. Und das ist schade. Denn sollte Manhunt 2 tatsächlich “unspielbar” brutal sein dann wär es ja der Hammer gewesen wenn tausende Spieler ihre Stimme gegen den weiteren Verkauf des Spiels abgegeben hätten. NACHDEM sie es zumindest mal anspielen konnten. Mit einer solchen Aktion könnte man doch perfekt zeigen dass die Spieler sehr wohl kritische Betrachter der Inhalte sind. Anders würds doch diese Diskussion hier gar nicht geben.
So bleibt ein “Ich weiß eigentlich gar nicht ob Manhunt 2 Spaß gemacht hat, bei den ganzen Dingen die ich drüber gelesen hab gings eigentlich nie ums Gameplay” und ein “ZENSUR” und ein “VERBOT”. Und diese Geschichten kommen uns doch alle schon bekannt vor.
24. Juni 2007 um 11:22 Uhr
@Chris
Meine Fresse, wenn du bei der nächsten Verkehrskontrolle den Polizisten mit sowas wie “Haben Sie eigentlich nur Scheisse im Kopf?” anbrüllst, kannste auch nich sagen “Beleidigung? Ich hab doch nur ne Frage gestellt…”
Dass das da so direkt nich steht hab ich ja oben schon geschrieben.
Aber wo wir schonmal beim Korinthen kacken sind:
Das hab ich auch nicht geschrieben, fordern und befürworten sind zwei grundverschiedene Dinge.
Und aus dem Text+Kommentaren geht schon hervor, dass er den Bann von AO-Titeln eher positiv gegenüber steht.
Und jetzt frag bitte nich nach Zeilenangaben oder so, wenn du in Deutsch/Kommunikation (oder was auch immer) aufgepasst hast, wirst du ja wissen, dass eine Nachricht immer so ist wie sie beim Rezipienten ankommt, ganz egal wie die Aussage gemeint war.
24. Juni 2007 um 15:04 Uhr
ich weiß auch nicht. warum schauen so viele leute täglich auf rotten?
ich für meinen teil hab manhunt damals durchgespielt und es hat mir auch ganz gut gefallen. die geräuschkulisse war nett, die optik so wie man sich einen “snuff-film” “vorstellt”. das was rockstar machen wollte, haben sie gut gemacht und dafür sollte man das spiel nicht verdammen.
die leute suchen nach neuen attraktionen und das ist eben eine davon. einen anderen mensch auf bestialer weise sterben zu sehen, etwas ähnliches werden wohl die leute empfunden haben die sich vor etwa 2000 jahren die gladiatorenkämpfe angeschaut haben. und heute wird das ganze als “brutaler wettkampf um leben und tod” dargestellt, was in wirklichkeit der bizarrste abgrund des menschliches verstandes ist.
und überhaupt: who gives a fuck? jetzt will man das spiel nicht auf die leute loslassen und in 10 jahren gilt rockstar als vorreiter…
25. Juni 2007 um 21:01 Uhr
Ich oute mich an dieser Stelle als jemand, der es bedauerlich, aber auch als verwunderlich empfindet, das Manhunt 2 derart unter Beschuss steht. Nein, ich bin kein großer Fan des ersten Spiels, aber ich habe kein Verständnis dafür, dass alle möglichen Kriegsspiele mit einer 16er-Freigabe durchgewunken werden, aber ein höchst fiktives Szenario wie Manhunt mit erhobenen Zeigefinger empfangen wird. Die Tode der Großväter nachzuspielen scheint ergo völlig okay zu sein, ein noch düsteres und bis zur Absurdität brutales “Running Man” zu spielen hingegen völlige Todsünde.
Warum ich mich auf Manhunt 2 gefreut habe? Ich liebe Horrorspiele, und seht euch mal die Trailer an: Die versprühen bereits eine derart düstere Atmosphäre, dass am Tron von Condemned & Co gekratzt wird. Freilich brauche ich kein Spiel, in dem ich Genitalien abschneide, aber ich bekomme dafür wenigstens am Ende des Levels keine Mediallie.
26. Juni 2007 um 16:42 Uhr
naja irgendwie kommt der Link zum Telepolis Artikel nicht an. Zum Titel “Funny Games” lässt sich der Autor kurz darüber aus, warum die derzeitige heftige Debatte über Manhunt 2 eher heisse Luft ist, und das hübsch polemisch.
26. Juni 2007 um 16:47 Uhr
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25565/1.html
Dann halt so ;)
26. Juni 2007 um 17:18 Uhr
Weiss nicht recht, das ist mal wieder einer dieser Telepolis-Artikel die nur aus “Blah”(tm) bestehen.
27. Juni 2007 um 02:48 Uhr
Im Endeffekt ist es doch wieder nur ein Fall dessen, was man im englischen Sprachraum “legislating taste” nennt und wogegen schon George Carlin seit Jahrzehnten anwettert.
Geschmäcker sind verschieden, Geschmäcker sind je nach Zeitgeist mehr oder weniger akzeptiert und ob einem ein Titel wie Manhunt nun schmeckt oder nicht, es muss doch bitte dem Geschmack und der Wahl jedes Erwachsenen überlassen bleiben, was er sehen, lesen, riechen, machen oder spielen will, solange er damit niemanden schädigt (die berühmte Regel “Was ich nicht will, dass man mir nicht tuh’, dass füg auch keinem andren zu!”).
Ob etwas nun gegen bestimmte Moralvorstellungen verstösst, sollte wie in der Kunst nun mal überhaupt keine Rolle spielen. Dass Jugendliche das Ding nicht unkontrolliert zocken sollen, darüber braucht man ja garnicht streiten, da stehe ich voll hinter, was mich aber tierisch nervt ist diese Art und Weise auch noch Erwachsenen vorschreiben zu wollen, was sie zu spielen, zu hören, zu sehen, zu denken haben. Wenn es danach ginge, wären Filme wie “Fight Club” auch nicht erlaubt, “Natural Born Killers” gäbe es so auch nicht. Natürlich schmecken beide Filme nicht jedem, aber das muss jedem Erwachsenen selbst überlassen sein.
Und eigentlich dürft es doch nicht so schwer sein: Wir Erwachsenen dürfen selbst entscheiden, was gut für uns ist, im Gegenzug sorgt jeder vor seiner eigenen Haustür für den Jugendschutz in und um die eigenen vier Wände. Denn wenn sich genügend drum kümmern würden, gäbe es auch “nur” eine Debatte darum, ob “sowas denn Kunst sein darf”, wie es sie seit Jahrzehten auch bei der Documenta in Kassel gibt.
27. Juni 2007 um 11:11 Uhr
…was ja im Manhunt2 Fall nicht wirklich das Thema ist. Hier weigern sich ja Industrielle das Spiel zu veröffentlichen und niemand verbietet den Erwachsenen etwas.
27. Juni 2007 um 11:49 Uhr
[…] Gamehunt 2 […]
27. Juni 2007 um 14:29 Uhr
Sorry, ich hatte jetzt keine Zeit die ganzen Beiträge zu lesen, es kann also sein, dass es schon von irgendjemand erwähnt wurde, aber ich möchte trotzdem mal meinen Senf dazu geben:
Zuerst einmal, ich kenne Manhunt 2 nur vom Namen / von Berichten, ich habe den Vorgänger nicht gespielt und muss das Ding auch nicht haben. Ich verstehe jetzt allerdings nicht, was das Problem ist…
Punkt 1: Manhunt 2 hat (imo zu Recht) eine AO-Wertung bekommen. Das heißt für mich erst einmal, jeder, der das Spiel haben möchte, sollte zumindest auf dem Papier erwachsen sein.
Punkt 2: Dass man in den USA keine AO-Spiele verkaufen kann (wahrscheinlich kann man schon, wenn man wollte, aber eben nicht so toll) ist “bedauerlich”, allerdings nicht “mein Problem”. Wer das Spiel haben möchte und die Voraussetzungen dafür erfüllt, der hat davon sowieso gehört und den schreckt ein “Werbeverbot” oder “AO” auch nicht ab.
Punkt 3: Wenn die Konsolenhersteller meinen, dass auf ihre Konsole keine “AO”-Titel kommen sollen, ist für mich auch nicht ganz nachvollziehbar (etwa so, als könne man auf $Hersteller-DVD-Player keine PornosFilme ab 18 schauen), aber “leider” ihr Recht.
Punkt 4: Spiele komplett verbieten halte ich für Blödsinn.
Punkt 5: Spiele zu produzieren, die man nachher nicht verkaufen kann ist auch Blödsinn, aber durchaus vermeidbar.
@Vincent-VEC:
Die Aussage ist so etwas von unhaltbar! (Jetzt nicht wegen dem gesundem Menschenverstand, wie viele glauben könnten.) Frauen haben jede Menge Eier. Stöckeweise, sozusagen.
27. Juni 2007 um 18:32 Uhr
Irgendwie kommt es mir ab und an vor, als würden die Kritiker von Gewalt in Spielen mit den Leuten in Verbindung stehen, die beim Betreten einer Kneipe schnell noch die Luftfiltermaske zurechtrücken… Nur mal so am Rande erwähnt. Lasst euch nicht stören.
27. Juni 2007 um 23:37 Uhr
Ach so? Ich dachte, Frauen werden bestäubt.
1. Juli 2007 um 16:46 Uhr
In der Schweiz wurde Manhunt 2 übrigens auch verboten.
14. Juli 2007 um 11:26 Uhr
Eurogamer hat einen sehr lesenswerten Artikel zum Thema veröffentlicht.
2. August 2007 um 10:36 Uhr
Das kannst du glaube ich gar nicht selber.
Ich wollte vor ein paar Jahren auch mal tun, daraufhin wurde mir erwiedert, das dürfen nur bestimmte Institutionen
2. August 2007 um 11:27 Uhr
Richard ist doch eine Institution. Bestimmt! :-)
2. November 2007 um 14:09 Uhr
Zum Glück gibts P2P Ihr heuchlerischen Moralapostel!!! Für Minderjährige halte ich ein Verbot gerechtfertigt, alles andere ist Bevormundung: aber dies scheint ja in zu sein, man beachte nur schon die ganzen Hetzkampagnen gegen Raucher… Ich geniesse es auf jeden Fall, in dem Game n’ bisschen vom Alltagsdampf abzulassen: trotzdem würde ich in der Realität keiner Fliege (mit oder ohne Eier) was zuleide tun…
5. November 2007 um 20:36 Uhr
Ach Leute, was ist bloß mit euch los?
Werdet ihr gezwungen zu rauchen? Oder werdet ihr vielleicht gezwungen Drogen zu konsumieren? Nein, das werdet ihr nicht.
und genau so verhält es sich auch mit diesem Spiel. NIEMAND, ABSOLUT NIEMAND(!) zwingt euch, dieses Spiel zu spielen. Ich selber spiele es, UNCENSORED wohlgemerkt, und ich finds “erfrischend”. Es ist nun mal etwas anderes. Etwas neues…
Klar, seh ich auch die extreme Gewalt in diesem Spiel. Klar sind viele Stellen geschmacklos und teilweise auch extrem makaber. Aber mich zwingt niemand das zu zocken.
Das Verbot (und vor allem die Zensur)halte ich schlicht und einfach für DUMM! Wer hat das Recht, einem Erwachsenen vorzuschreiben, was ich spielen darf bzw welchen Film ich sehen darf oder nicht? KEINER HAT DIESES RECHT!
Verbote und Zensuren bringen nichts. Sie machen das Spiel nur “schmackhafter”. Genau wie damals bei “Soldier of Fortune”. Es ging durch die Runde, dass es das bis dato brutalste Spiel war. Was macht man damals als 12jähriger? Klar, man holt es sich. ^^
Wie auch immer, lange rede kurzer Sinn:
1. Wenn euchg dieses Spiel nicht passt, dann ignoriert es und spielt was anderes. Aber lasst die Gamer, die Spaß daran finden in Ruhe.
2. DIESES SPIEL GEHÖRT NICHT IN HÄNDE VON MINDERJÄHRIGEN!
Das ist mein voller Ernst. Ich kann dieses Spiel zwar JEDEM empfehlen, aber unter KEINEN UMSTÄNDEN Minderjährigen zumuten.
3. Kein Zensuren/Verbote sondern schärfere Jugendkontrolle was den Verkauf von solchen Spielen angeht. Ich konnte mir damals als 14jähriger RESIDENT EVIL DIRECTORS CUT im Laden kaufen. NIEMAND hat mich gefragt wie alt ich sei. -.-
Peace
6. November 2007 um 10:09 Uhr
Damals, als Du 14 warst, galt das JuSchG auch noch nicht. Altersempfehlungen der USK waren in keinster Weise verbindlich und die Welt war voll Friede, Freude und Eierpfannkuchen. Und dann rastet dieser dumme R. aus E. aus und schon war der Spaß vorbei.
Die Welt ist einfach schlecht :-/
4. Dezember 2007 um 14:34 Uhr
In dem ganzen Spiel werden nicht einmal Eier erwähnt, oder auch nur annähernd abgeschnitten!!!
Das Spiel rockt! Die Atmosphäre stimmt, die Grafik lässt sich ertragen, da das Konzept des Spieles aufgeht–> Horror!
4. Dezember 2007 um 14:35 Uhr
Sie haben die Eier ja auch rausgeschnitten, damit man sie nicht mehr abschneiden kann.
4. Dezember 2007 um 18:02 Uhr
Aus dem Spiel wurde eine solche Szene nicht rausgeschnitten!
Über die Exekutionsszenen wurde ein Farbfilter gelegt, der die visuellen Effekte der Brutalität etwas entschärft.
Desweiteren wurden die Animationen gekürzt, dass Köpfe explodieren (bei Exekutionen)
Aber es gab keine noch gibt es eine Möglichkeit jemandem seine Hoden zu entfernen!
Daher wurde es auch nicht rausgeschnitten,
daher ist es Zeitverschwendung darüber zu reden, wie schlimm es wäre wenn es sowas gäbe(in diesem Spiel. In einem mir bekannten Filme wird ein recht unschöner Hodenverlust dargestellt und visuell recht ausreichend, doch ist dieser Film in der ungekürzten Fassung auf dem deutschen Markt auf DVD erhältlich)!
10. August 2008 um 22:59 Uhr
Ich finde die Gewaltdarstellung in dem Spiel auch ziemlich übertrieben. Trotzdem hat das Spiel eine intressante Story. Die Handlung ist ca. die Selbe wie in dem Film Runningman mit Arnold Schwarznegger. Weiterhin ist das Spiel strategisch aufgebaut. Hier geht es nicht darum draufloszurennen und alle direkt abzumetzeln, sondern beispielsweise eine Person aus einer Gruppe zu isolieren um dann gezielt zuschlagen zu können. Man könnte das Spiel mit sogenannten Schleichspielen vergleichen wie beispielsweise Splintercell. Nur dass in dem Spiel Splintercell die Gewalt nicht so extrem dargestellt wird. Trotzdem kann man auch in Splintercell Menschen von hinten greifen und ihnen die Kehle durschneiden. Was viele als problematisch betrachten ist, dass in dem Spiel gezeigt wir wie man einen anderen Menschen geplant umbringen kann. Dieses Thema kam auch schon bei der Spieleserie Hitman auf. Trotzdem ist das Spiel in Deutschland frei verkäuflich. Dass bei der USK irgendetwas nicht ganz rund läuft ist ja schon länger bekannt. Beispielsweise wurde das Spiel Jericho indiziert. Jetzt kann man es urplötzlich in der ungeschnittenen Fassung frei kaufen. Ich meine damit, dass es in den Händlerregalen stehen darf. Man sieht halt, dass keine konkrete Vorgaben existieren, wonach beurteilt wird ab welchem Alter ein Spiel zugelassen wird oder ob es überhaupt zugelassen wird. Indizierte Spiele sind ja meistens Vorreiter für eine mögliche Beschlagnahmung, worüber dann ein Richter entscheidet. Ob ein Spiel beschlagnahmt wird, hängt dann widerum im Ermessen des Richters. Da frag ich mich doch wie jemand, der keine Ahnung von Computerspielen hat darüber entscheiden kann ob ein Spiel beschlagnahmt wird. Ich kann mir nämlich schwer vorstellen, dass sich der Richter vor den PC hockt und das Spiel mal anspielt. Ich dneke mal das es Gutachter gibt, die ausschließlich die Brutalen Szenen rausschneiden und diese dem richter dann vorführen. Anders kann ich mir nicht zusammenreimen wie es zu der aussage kommt, dass das spiel keine Handlung hat. Das führt mich wieder zurück zu den Kommentaren auf vielen Seiten, dass das Spiel Manhunt keine Handlung hat. Viele diskutieren darüber dass das Spiel schlecht ist. Wieviele davon haben aber mal einen richtigen Blick darauf geworfen um das auch sachgerecht beurteilen zu können? Wo wird hier beispielsweise die Strategie genannt. Wo die Story? Bei dem Spiel Manhunt finde ich es trotz den hier genannten positiven Aspekten gerechtfertigt, dass es beschlagnahmt wurde. Meine Kritik bezieht sich ausschließlich darauf, dass durch die “Inkompetenz” von vielen Menschen, die meinen überall ihren Senf dazugeben zu müssen obwohl sie selbst keine Ahnung haben, Spiele die weniger brutal sind indiziert werden und brutalere Spiele zum freien Verkauf angeboten werden dürfen. Das ist aber wie schon das alte Sprichwort besagt: Was der Bauer nicht kennt …
20. November 2008 um 10:44 Uhr
Tja
so etwas blödes habe ich bisher in meinem ganzen Leben nie erlebt
Ich habe Manhunt2 PS2/PSp und es ist mein absolutes
favorite Game kauft es euch
28. November 2008 um 19:09 Uhr
Manche Spiele braucht die Menschehit wirklich nicht. Und Manhunt gehört meiner Meinung nach dazu.
Es passiert ja so schon genug Scheisse auf unserem Planeten, da muss solch eine Gewaltverherrlichung wirklich nicht sein.
Egal ob 18+ oder nicht.
Wenn es in den Läden steht kommt es über kurz oder lang auch in die Hände von Minderjährigen.
mfg
Dexter
1. Dezember 2008 um 09:35 Uhr
Ach ne für das gibt es auch das 18 Logo
Wenn mann schon so weit ist das mann nicht mal mehr das kaufen kann was mann spielen will kann mann auch gleich alles bannen= zensieren.
Abgesehen davon ist die Manhunt Reihe ein Survival Horror Game.
Gewaltverherlichend sind wohl eher die ganzen Egoshooter die mann auch als minderjähriger erwerben kann.
Meine Meinung
mfg Eurogamer -81