Videogames Around the World

Wenn ein Antigamer die Welt bereist, ist er natürlich auch immer auf der Suche nach videospieligen Fotomotiven. Aus Rio habe ich euch ein Bild von brasilianischen Killerspielzeitschriften mitgebracht und auch meine Fahrt in die Mongolei hat das eine oder andere Foto abgeworfen. Mein persönliches Highlight ist die PSP-Tankstelle:

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Gefunden im nördlichen Kasachstan. Ohne Frage ein interessanter Marketingansatz von Sony.

Als wir in Usbekistan waren, brauchten wir ein Visum für Kasachstan. Unsere Route hat uns von Kasachstan nach Usbekistan geführt und von Usbekistan wieder nach Kasachstan. Da unser Visa-Service allerdings scheiße ist, hatten wir nur ein Kasachstan-Visum mit einfacher Einreise, was dazu führte, dass wir in Taschkent zur kasachischen Botschaft laufen durften um dort ein zweites Visum zu beantragen. Dazu wiederum brauchten wir eine ganze Menge Dinge die wir nicht hatten. Passfotos zum Beispiel. Und Dollars. Was wir aber auch brauchten, war ein Antragsformular, welches den kyrillischen Bürokratiekauderwelsch in deutschen Bürokratiekauderwelsch übersetzt. Sonst hätten wir da mit unseren Passfotos und Dollars gestanden und blöd aus der Wäsche geguckt.

Was macht man da also? Na klar, man geht in ein Internetcafé. Tatsächlich war das in Taschkent aber nicht so einfach zu finden. Das liegt jetzt nicht etwa daran, dass man in Taschkent hinter dem Mond leben würde. Im Gegenteil. Die sind nur eben schon soweit in der Zukunft, dass sie alle ihre Internetcafés in World of Warcraft Spielhallen umfunktioniert haben. In diesen “Game Clubs” (siehe Bild) sitzen dann jede Menge Leute an den PCs und spielen WoW und andere Spiele. Die Anzahl der Titel, die auf den Rechnern vorinstalliert waren, ist übrigens nicht von schlechten Eltern gewesen. Von alten Klassikern der Marke Starcraft und Counter-Strike bis hin zu den aktuellen Titel von EA Sports war eigentlich alles da.

Was man dort allerdings nicht bekam, waren Originalspiele. Der Laden in dem wir unsere Passfotos gemacht haben, war so eine Art Kombination aus einem Foto-Shop und einer Raubkopierhöhle. Hinten drin, konnte man mit einer billigen Digitalkamera Fotos von sich machen und ausdrucken lassen und vorne waren die Regale voller Raubkopien von Playstation- und PC-Spielen zu Spottpreisen. Ich glaube mit einer nicht gechipten PS2 kann man in dem Land gar nichts anfangen.

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Selbst in der Mongolei, wo die meisten Leute noch in Zelten wohnen – ohne Stromanschluss oder gar Kanalisation – haben Videospiele inzwischen Fuß gefasst, wie dieses Bild aus der Stadt Khovd beweist.

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Mit knapp 30.000 Einwohnern, von denen die meisten noch in Zelten wohnen, ist Khovd schon eine der größeren Städte der Mongolei, insofern war ich dann doch überrascht dort ebenfalls einen Laden mit Videospiel-Raubkopien zu finden. Kurz: Wir sind überall! Interessanterweise war diese Kombination aus Internetcafé und Videospielladen auch gleich im hübschesten Haus der Stadt zu finden. Auf der anderen Straßenseite sah es nämlich so aus:

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Wer weniger videospielspezifische Fotos und Videos zu meiner Reise sehen will, der kann das hier tun. Ansonsten habe ich schon einen Haufen Beiträge in der Mache. Nach der mongoleibedingten Pause, wird es hier also in näherer Zukunft wieder ordentlich Lesestoff geben, schließlich marschieren wir gerade schnurstracks in die Weihnachtsgeschäftsphase, welche viel Stoff zum Loben und Lästern bieten dürfte.

18 Kommentare Autor: Richard
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18 Kommentare

  1. Mui Mui, nette PSP Tankstelle das. Und über die Raubkopiererhöhlen haste dich doch nun nicht ernsthaft gewundert oder? Das ist in den (von uns) östlichen Ländern an der Minutenordnung (Tagesordnung wäre wohl das falsche Wort).

  2. Ich finds interessant, dass in Ländern, in denen soo viel Raubkopiert wird so viel WOW gezockt wird… Oder läuft das auch auf Piratenservern ab?

  3. Great great great, Mr. Richardson.

    Those pics look amazing.

    So how was your time in prison?

  4. Ansonsten habe ich schon einen Haufen Beiträge in der Mache.

    Zeit wirds. Deine Kollegen kriegen ja, außer besoffen Videos zu drehen, kaum was auf die Reihe ;)

  5. Die PSP-Tankstelle find ich echt klasse. Da fällt echt nur der USB Anschluss ;)

  6. Ich muss an dieser Stelle mal endlich meinen absoluten Respekt und meine Hochachtung dafür zollen, welches abenteuerliche Wagnis Ihr da auf Euch genommen habt.
    Wenn ich mir allein schon das Auto anschaue, wird mir ja fast anders. Ich glaube, ich hätte vom ersten Kilometer an immer nur einen Gedanken im Hinterkopf gehabt: “Wir schaffen es nicht, wir schaffen es nicht!”.
    Ansonsten stelle ich mir das zwar schon ziemlich wild, aber mit Sicherheit auch hochspannend vor. Gib ruhig bei Gelegenheit mal noch massig Anekdoten zum Besten! Videospiele hin oder her.
    Ach ja, und: Willkommen zurück!

  7. Keine Dinosaurier? ;-)

  8. Christian: Keine Sorge, ich werde schon ausreichend Gelegenheit finden, euch mit Anekdoten von unterwegs zuzutexten.

    Ben: Leider nicht. Dabei hat die Mongolei total viele. Dummerweise war dafür nicht die Zeit. :(

  9. Die Dinosaurier hatten Angst vor Richard, der spielt schließlich ständig Dinosaurierkillerspiele.

  10. Ich weiß, “drüben”(tm) wäre die Frage logischer aufgehoben, aber was solls: Wirkt das nur für mich so extrem deutsch, auf den letzten Metern das Kennzeichen extra noch in die Winschutzscheibe zu gaffern? Oder habe ich da einen falschen Eindruck, i.E. ein unzutreffendes Vorurteil über die innermongolische Verkehrspolizei?

    Und davon ganz ab: Wozu brauchtet ihr eigentlich Walkies (auf dem Kartenbild)? Und wo zum Teufen habt ihr diese üble Kühlergrillfigur mitgenommen? Oder habe ich sie auf den anderen zwölfhundert Aufnahmen eures Autos nur übersehen?

  11. Wir haben tatsächlich nachts um 3 Uhr bei der Einfahrt nach Ulan Bator den einzigen Verkehrspolizisten der Mongolei getroffen. Bevor er uns den Weg zur Ziellinie erklärt hat, bat er uns freundlich die Windschutzscheibe zu putzen und das vordere Nummernschild sichtbar zu machen.

    Wenn sind ab Rostov am Don mit dem Team aus Dortmund zusammengefahren und haben eine Weile versucht per Walky-Talky zu kommunizieren. So richtig funktioniert hat das aber nicht, weil die WTs zu schlecht waren.

    Die “Kühlergrillfigur” ist ein Benzinfilter, den wir mal in Kasachstan gewechselt haben, als der Motor plötzlich kein Benzin mehr angezogen hat. Es lag zwar dann gar nicht am Filter, aber er wurde trotzdem zur Strafe an den Kühlergrill geschnallt.

  12. Witzig: auf dem unvergrößerten Foto sieht es aus wie ein grauer Fantasie-Drache, der seinen etwas dicklichen Bauch dem Fahrtwind entgegen reckt. Auf deine Bemerkung hin habe ich gerade ebend zum ersten Mal die vergrößerte Version gesehen, und nun erkenne ich doch recht deutlich, dass es sich um das VW-Logo, und nicht etwa um Flügel handelt. Muss wohl öfter auf Fotos erst mal raufklicken.

    Klar, die Dortmunder, ich vergaß. Wenn ich übrigens vom Don bis nach Ulan Bator im Konvoy fahren würde, WTs hätte (wer hat diesen Komfort schon, wenn er sonst so gemeinsam durch die Gegend gondelt?), und diese dann nicht funktionierten, wäre ich ja eher angepisst. Schon angenehmer mit.

  13. Sag mal Richard, wo sind eigentlich die versprochenen Postkarten??? Für die, die gespendet haben, meine ich!

    Ciao

  14. Das müsste man die mongolische Post fragen. Angeblich dauert es so drei bis vier Wochen, insofern ist das alles noch im entsprechenden Rahmen.

  15. Hoffentlich wird da nicht an den flaschen Stellen gespart;-)