Weihnachtswahnsinn

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Hallo, liebe Spieleveröffentlicher. Ich hätte mal eine Frage an euch:

Spinnt ihr eigentlich?

Obwohl, bevor ich mit den Beleidigungen fortfahre, sollte ich vielleicht erstmal ein kleines Lob loswerden. Ihr habt es dieses Jahr wirklich geschafft, eine ganze Menge verdammt guter Spiele auf den Markt zu bringen. Keine Ahnung wie ihr das gemacht habt (ich vermute, ihr habt einfach nicht richtig aufgepasst und sie sind irgendwie durchgerutscht), aber ich weiß das wirklich zu schätzen.

Was ich allerdings nicht zu schätzen weiß, ist eure Fähigkeit, jedes dieser guten Spiele mehr oder weniger gleichzeitig auf den Markt zu bringen. Schauen wir uns mal nächste Woche an. Am 22.11. kommt nicht nur Guitar Hero III heraus, sondern auch Ace Combat 6. Guitar Hero III alleine könnte mich videospielmäßig für mehrer Wochen beschäftigen, ohne dass ich auch nur an andere Spiele denken müsste.

Dabei habe ich Call of Duty 4 noch nicht durch! Das Bonusfeature von Portal (Episode 2) habe ich noch nicht mal angefangen zu spielen! PGR4 habe ich noch nicht fertig und ich gehe mal davon aus, dass ich am 22.11. gerade im zweiten Level von Assassin’s Creed stecken werde.

Aber das ist noch nicht alles. Am 23.11. kommt dann Mass Effect raus. Auch Mass Effect würde mich wahrscheinlich ganz alleine für diverse Wochen beschäftigt halten. Dabei bin ich doch erst im zweiten Kapitel von The Witcher! Mask of the Betrayer habe ich noch nicht mal richtig angefangen! Hilfe!

Das alles sind übrigens nur die Spiele die ich definitiv kaufen werde. Am 23.11. kommt noch mehr raus. Kane & Lynch zum Beispiel. Wäre es Frühjahr, würde mir das mit großem Interesse anschauen. Ist es aber nicht. Es ist Herbst. Also werde ich es liegen lassen. Genauso Blacksite. Wäre es Sommer, könnte es gut sein, dass ich Lust auf einen Shooter hätte. Es ist aber nicht. Also werde ich es liegen lassen. Mario Galaxy muss ja auch noch irgendwann gespielt werden.

Meine Güte, mir fällt gerade auf, dass ich Phantom Hourglass noch nicht mal gekauft habe, geschweige denn gespielt. Da werde ich selbst Raving Rabbids 2 ignorieren müssen, und das wo ich die Hasen das letzte Mal doch so mochte. Was ein Glück, dass ich die Crysis Demo doof fand.

Zum dumm, dass ich die Eternal Sonata Demo gut fand.

Man könnte sagen, ich bin im Moment etwas überlastet, was Spiele betrifft. Das gilt selbst, wenn man meine wöchentliche Dosis WoW nicht mit einrechnet.

Es gibt allerdings auch eine gute Nachrichten. Erstens, am 22.11. kommt World Series of Poker 2008 raus, ein Spiel das ich nicht mal geschenkt nehmen würde. Wenigstens ein Titel den ich mir komplett sparen kann.

Zweitens, sie haben Rock Band für uns Europäer auf nächstes Jahr verschoben. Zuerst war ich deswegen stinksauer. Inzwischen ist mir klar, dass sie mir (und meinem Kontostand) damit einen riesigen Gefallen getan haben.

Sobald der 1. Dezember da ist, hört die Spieleflut natürlich auch wieder auf. So als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Nicht nur kurzfristig, sondern mindestens für drei bis vier Monate.

Was mich wieder zu meiner ursprünglichen Frage führt: Spinnt ihr eigentlich?

Müssen wir wirklich jedes Jahr die ewig gleiche Verkaufzahlenminimierungsmasche durchziehen, wo solide Spiele wie Blacksite auf den Markt geworfen werden, nur um dann von Titeln wie Halo 3 und Call of Duty 4 zerfleischt zu werden? Wie viele Shooter kann sich ein Blag zu Weihnachten wünschen?

Okay, so ein Blag wünscht sich wahrscheinlich jeden Shooter zu Weihnachten.

Lieber Christkind,

isch will Halo 3 und Call of Duty 4 und Blacksite: Area 51 und Timeshift und Jericho. Und FEAR Files!

Ach ja, und Viva Pinata Party Animals.

Haha, verarscht. Viva Pinata ist doch voll schwul und voll für Kindah, ey.

Ich will lieba Soldier of Fortune: Pay Back.

Dein Kevin

Aber realistisch betrachtet dürften da ja nicht mehr als zwei Stück abfallen, außer Mama ist reich und unfähig die USK-Kennzeichnung zu lesen. („Ab 18? Kevin ist schon 140cm groß, das passt ja!“)

Also gibt es halt Halo und CoD. Der Rest? Wird nicht verkauft. Der wird übrigens auch während der spielefreien Todeszone am Anfang des Jahres nicht verkauft, denn Kevin hat einfach nicht genug Taschengeld um bei Saturn 69€ für Timeshift auf den Tisch zu legen. Der läd sich dann vielleicht noch die PC Version aus dem Internet, aber davon hat Vivendi jetzt nicht so viel.

Kurz gesagt, der Weihnachtsirrsinn verwirrt mich auch dieses Jahr wieder. Warum die Publisher jedes Jahr aufs neue ihre kleineren Titel den großen Weihnachtshammern zum Fraß vorwerfen, ist mir einfach nicht klar.

Kann mich da jemand aufklären?

120 Kommentare Autor: Richard
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120 Kommentare

  1. Ich finde zuviele und zuwenig gute Spiele,
    beides ist nicht gut.

    Wenn es zuviele gibt, kann man sich die meistens
    nicht alle kaufen.
    Und ehrlich gesagt ist es auch nicht so
    das man sie alle bei erscheinen haben muss.
    Man sollte sich lieber auf ein Spiel einlassen
    und es in aller Ruhe geniessen.

    Und wenn es dann nachlässt, sei es weil es zu ENDE ist
    oder weil es eben doch nicht so gut war.

    Dann kann man noch immer das nächste kaufen.

    Überhaupt wenn es die gleichen Genres sind.

    Was anderes ist wenn man einen Egoshooter und ein Rennspiel
    kauft, weil man hat ja nicht immer Lust auf dasselbe.

  2. Frozen Mr. Toastbrot

    Zu solchen Zeiten kann ich froh sein, dass ich schon seit Jahren keinem “reinrassigen” First Person Shooter außer Red Steel (jaja, ich weiss, alle außer mir finden’s schlecht) etwas abgewinnen konnte. Damit fallen schonmal gefühlte 50% der Titel weg. Der Rest ist für mich zur Zeit nicht interessant, da ich weder 360 noch PS3 besitze, und PC Spiele aus kaum länger als 30 Minuten spiele. Bleibt nur noch der übliche Geldmangel, und es bleibt am Ende nur noch Super Mario Galaxy übrig, womit ich mir gerne bis nächstes Jahr die Zeit vertreibe. Und dann hole ich irgendwann Phantom Hourglass nach.

  3. Magst du Metroid nicht oder wieso wurde es nicht einmal erwähnt? :(

    Ich mag Metroid nicht.

  4. Red Steel (jaja, ich weiss, alle außer mir finden’s schlecht)

    FALSCH.
    Mir hat es irre viel Spaß gemacht!

  5. Ich mag Red Steel auch. :) Bin aber auch einer der selten gewordenen Art, dem es scheißegal ist ob ein Spiel das x. seiner Art ist. Ich brauch keine als grandiose Neuerfindungen verkauften Minimalinnovationen. (Die letzten richtig neuen Spielideen habe ich vor 15 Jahren gesehen…)

    Jericho zu bashen ist pfui. Das Spiel ist für Clive Barker bzw. Horrorfans wirklich toll. :) Nicht jeder findet Linearität blöd. Ich z.B. kann die ach so nicht linearen Spiele nicht mehr sehen, bei denen sich das darin erschöpft, dass man ein oder zwei winzige Entscheidungen anders machen kann, so dass man das ganze Spiel neu spielen muss (wobei 99% gleich bleiben) um verschiedene Enden zu sehen. Hallo Bioshock sag ich da nur. Wobei das Spiel toll ist, ich würde es nur nicht 3 mal spielen. :P

  6. Du hast Uncharted vergessen!

  7. @ Draugr

    Mir fallen sogar für 2007 Spiele ein die wirklich neue Ideen hatten. Zum Beispiel Portal und Crush.

  8. Du hast Uncharted vergessen!

    Nö. Wenn dann hätte ich Ratchet & Clank vergessen. Außerdem sind die Spiele auf der PS3. Im Moment sind wir noch in der Phase wo wir über PS3s und ihre Besitzer lachen. Vielleicht nächste Weihnachten.

  9. Kann mich da jemand aufklären?

    Als, da gibt es Bienchen und Blümchen, die kommen nur im Sommer raus, weils im Winter zu kalt ist. Aus dem gleichen grund verziehen sich Spieler im Winter in ihre Höhlen und Machen den Winterzockschlaf. Doch davor müssen sie sich noch mit genügend Spielen eindecken, darum werden die meisten Spiele um diese Zeit rausgebracht.

  10. Magst du Metroid nicht oder wieso wurde es nicht einmal erwähnt? :(

    Ich mag Metroid nicht.

    Mein Name ist Inigo Montoya. Du hast meinen Metroid beleidigt. Jetzt bist du des Todes…

  11. @Merian

    Es ist eine frische Idee, aber letzten Endes ein Puzzlespiel in 3D.

    Nicht ganz das Gleiche wie damals als Populous auf einmal da war. Oder Dune 2 (meinetwegen auch Herzog Zwei). :)

  12. Sorry, aber es ist doch komplett illusorisch heute noch Neuerungen von solchem Kaliber wie der Erfindung eines ganzen Genres zu erwarten. Zumindest im Rahmen unser aktuellen Technologie.

  13. Und was ist mit dem Konto? Denkt denn niemand ans Konto? Das sieht nämlich die letzten beiden Monate garnicht schön aus aufgrund der Release-Wut und Geld für die X360-Games bleibt da garnicht mehr übrig, obwohl ich mir die Mass Effect CE gönnen wollte :(

    Zum Glück kann ich so einen Titel wie Crysis auf die lange Bank schieben – für den brauch ich erst einmal nen neuen PC und der ist noch nicht unbedingt in Sicht, Hellgate London habe ich aber gerade erst angefangen, World in Conflict wartet auch darauf durchgespielt zu werden. Die Universe at War Beta habe ich garnicht richtig zocken können, die Jack Keane Demo hab ich auch noch nicht durch, die Ankh-Pyramide von Deck13 hab ich nicht einmal aufgemacht. Dafür fand ich einen Abend Zeit die S02Ep1 von Sam&Max durchzuzocken. Und bei Company of Heroes habe ich weder die Retail- noch die Addon-Kampagnen komplett durchgeschafft – das wartet also auch noch auf mich.

    Wohin das führt? Bei mir auf der Platte lagern noch viele Installationen von Games, die endlich durchgespielt werden wollen, ich aber schlichtweg nicht dazu komme – KotoR2, X3, alle “Battle for Middle-earth”-Games, beide GRAW-Titel…

    Manchmal wär so ein 48-Stunden-Tag ganz fein, einer zum Geldverdienen, einer für die Freizeitgestaltung.

  14. Crysis ist ja wohl mal mega genial!

  15. @Ben: Na, ja… sie könnten ja mal mit neuen, aufregenden visuellen Konzepten anfangen.

  16. was sollen denn aufregende neue visuelle Konzepte sein?
    Meine Vostellungskraft reicht nicht einmal um mir unter dieser Beschreibung etwas vorzustellen…

  17. Uncharted Territory (PS3) dürfte doch interessanter als Assassins Creed sein, das ja schon seit geraumer Zeit seinen Glanz als Must-Have Titel einbüssen musste. Ich denke als Budget-Titel geht AC nächstes Jahr schon in Ordnung.

  18. @padington: Wind Waker, Okami, Jet Set Radio, Odin Sphere (welches bewiesen hat das 2D immernoch massiv besser aussehen kann als 3D wenn es nur die richtigen Leute tun), Geometry Wars und Killer 7 oder meinetwegen auch Psychonauts waren ja schon mal ein Anfang. Es muß halt nicht immer 102% Realität abgebildet werden. Mir war bei den Games auch egal ob sie sich gut spielen würden, allein wegen der Präsentation muß(te) ich sie haben.

    Aber ich denke da geht noch mehr, viel mehr… und ich hoffe mal das Entwickler irgendwann wieder gezwungen sind sich mehr in die Optik reinzuhängen als sie das jetzt tun. Momentan gibt’s halt Grafik die von Proggern gemacht wird um ihre l33ten Progger-Skills zu zeigen, aber nicht von Künstlern bei denen Farbe, Form und ein allgemeines Design-Verständnis vorhanden ist (nehmen wir mal die Rage-Demo von Herrn Carmack, technisch nett aber stilistisch ist das nur eine Ansammlung verschiedener Dinge aus diversen popkulturellen Einzelheiten zusammengekleistert die kein kohärentes Ganzes bildet).

  19. @Aulbath: verstanden und Zustimmung eingetütet :)

  20. Ganz witzig dass Grafik doch ein Innovationsfaktor zu sein scheint, wo sie doch eigentlich zweitrangig ist. Aber Spass beiseite…

    omentan gibt’s halt Grafik die von Proggern gemacht wird um ihre l33ten Progger-Skills zu zeigen, aber nicht von Künstlern bei denen Farbe, Form und ein allgemeines Design-Verständnis vorhanden ist

    Naja. Alles mit nem grösseren Budget hat heutzutage so etwas wie ne Art Direction, und die hat zunehmend weniger nur Naturalismus im Sinne, wie Deine eigenen Beispiele ja zeigen.
    Ich meine, ich mag vieles auch nicht, aber auch diesem Kram aus einem elitären Kunstverständnis heraus jede künstlerische Leistung abzusprechen, das würde ich persönlich nicht tun.

    Aber davon mal abgesehen meinte ich ja oben nur, dass man zur Zeit keine riesengroßen Sprünge erwarten sollte. Ich persönlich finde Okami zwar auch schick, aber es ist doch ein relativ kleiner Schritt im Vergleich zu einem neuen Genre, und ich denke, wir werden damit leben müssen dass nicht jeder neue Titel das Rad neu erfindet.

  21. Zum Thema 2D vs. 3D. Imho ist das putzige LocoRoco das einzige PSP Spiel was mich optisch wirklich beeindruckt hat. Da kommen die 3D Sachen meistens nicht mit. Vielleicht noch Ultimate Ghosts & Goblins…

  22. Momentan gibt’s halt Grafik die von Proggern gemacht wird um ihre l33ten Progger-Skills zu zeigen, aber nicht von Künstlern bei denen Farbe, Form und ein allgemeines Design-Verständnis vorhanden ist (nehmen wir mal die Rage-Demo von Herrn Carmack, technisch nett aber stilistisch ist das nur eine Ansammlung verschiedener Dinge aus diversen popkulturellen Einzelheiten zusammengekleistert die kein kohärentes Ganzes bildet).

    Auf die Rage-Demo trifft das sicherlich zu, aber ansonsten muss ich Ben schon zustimmen:
    Nur weil es dir persönlich nicht gefällt, heißt das ja noch lange nicht, dass die für die aktuellen Games Verantwortlichen keine Ahnung von visuellem Design haben.

  23. @Ben: Ich glaube ich habe nie behauptet das Grafik alles ist, aber eine gute ArtDirection ist extrem wichtig. Und da ist im Spielesektor einfach noch ‘ne Menge drin, gerade auch im Hinblick auf Videospiele als Kunst usw.

    Das Problem ist aber, meine genannten Beispiele waren vom Wind Waker abgesehen alles nicht DIE Hits die sie hätten sein können, eben weil sie auch optisch anders waren – und ich persönlich habe das Gefühl das man die breite Masse an Spielern mit optisch “anderer” Software eher verschreckt als anlockt, da ging früher mehr (man denke nur an die sehr unterschiedlichen Stile eines Yoshi’s Island, Earthworm Jim und Donkey Kong Country).

    Na, ja… ganz absprechen kann man den Jungs und Mädels die uns täglich unsere spielbaren Techdemos proggen sicherlich nicht das sie keine Ahnung von dem haben was sie tun. Aber es wiederholt sich doch viel und der Grundbaukasten an Design-Elementen ist bei fast allen BigBudget-Titeln gleich (mit’m MasterChief durch die Motorstorm-Welt rennen oder Frau Heavenly Sword in Virtua Fighter einsetzen oder mit Mr. Assasin’s Creed durch Oblivion laufen – das wäre ohne große Tweaks an den Figuren möglich, weil sie das alles nur in Nuancen und natürlich technischen Details voneinander unterscheidet). Und das nervt mich persönlich sehr.

    Ein neues Genre zu erfinden dürfte in der Tat schwierig sein, mir würde es aber reichen wenn sich die Genres wieder ein bisschen mehr aufspalten würden.
    Momentan kommt ja kaum ein Spiel raus das nicht 3rdPerson-Brawler, Shooter, Racer, Reaktionstest und Rollenspiel zugleich ist – und wenn man eben alles zusammen tut, kommt Brei raus.

  24. @Ranor: Ich persönlich seh’ nicht wirklich den künstlerischen Anspruch beim möglichst genauen Nachbilden von Realitäten, das ist wie abpausen.

    Wir können auch gerne Drake’s Fortune nehmen, das ist technisch top bietet aber keine Projektionsfläche für meine eigene Imagination. Es hat einfach keinen Charakter, ist irgendwie stillos, da passiert emotional nichts wenn du drauf guckst.

    Anders ein Shadow of the Colossus dem eine sehr feine Gratwanderung zwischen Realimus und Fantasie gelingt.

    Wie gesagt, ich spreche den Leuten nicht ab das sie nichts von vis. Design verstehen, ABER ich unterstelle ihnen allen das sie das vis. Design um die Features ihrer Engine basteln und natürlich versuchen die technischen Aspekte voll auszunutzen. Ich meine, die U3-Engine wurde nicht für GoW entwickelt, GoW wurde auf der U3E entwickelt. Das ist IMO ein großer Unterschied, und das merkt man vielen Produkten eben an – die Engine kann es, also muß es rein.

  25. ich gebe aulbath in der hinsicht recht, dass ein großer realismus schon deshalb schlecht ist, weil er vielleicht grafisch möglich ist, aber nicht im game play desgin. wie oft trifft man heute noch auf bretterzäune, die man eigentlich problemlos mit der bazuka wegballern können müsste, was aber trotzdem nich geht, weil das level da einfach zu ende ist. ich denke auch, dass darin ein wesentlicher fehler von assassins creed liegt und dass super mario galaxy eben wegen seiner ‘abstraktheit’ so wesentlich besser ist

  26. ist doch bei filmen nicht anders. beispiel quentin tarantino – man könnte sagen “actionfilmregisseur” und gut ist. aber man tuts nicht, einfach weil tarantino eben tarantino ist. er hat seinen eigenen stil, seine eigene welt und die ist faszinierend, deswegen ist er mehr als nur ein “actionfilmregisseur”.
    übertragen auf spiele, ich nehm einfach mal den vergleich bf und cs. battlefield versucht realistisch zu sein. ist es natürlich nicht. ganz einfach weil keine engine realistisch ist. und es ist (in meinen augen) todlangweilig. counterstrike dagegen nimmt es sich garnicht heraus, realistisch sein zu wollen. das spielprinzip ist einfach und das szenario immer gleich, aber darauf ist es eben ausgelegt – spaß zu machen und kompetition zu ermöglichen.
    im reinen singleplayergenre überträgt sich das natürlich noch stärker, weil deine einzige interaktionsmöglichkeit eben die welt ist, in der du dich bewegst.
    was wir für die spielewelt brauchen sind innovationen, neue stile, neue große und gute franchises und vorallem verrücktheit und mut. wenn wir uns irgendwann nurnoch im teufelskreis der “noch realistischer”-shooter und “noch mehr möglichkeiten”-adventures drehen seh ich schwarz.

  27. “und vorallem verrücktheit und mut”

    Jepp, seh’ ich ganz genauso!

  28. ch gebe aulbath in der hinsicht recht, dass ein großer realismus schon deshalb schlecht ist, weil er vielleicht grafisch möglich ist, aber nicht im game play desgin. wie oft trifft man heute noch auf bretterzäune, die man eigentlich problemlos mit der bazuka wegballern können müsste, was aber trotzdem nich geht, weil das level da einfach zu ende ist. ich denke auch, dass darin ein wesentlicher fehler von assassins creed liegt und dass super mario galaxy eben wegen seiner ‘abstraktheit’ so wesentlich besser ist

    Warum sollte das in 5 Jahren nicht ganz anders aussehen? Es gibt doch jetzt schon genügend Spiele die nicht am “Bretterzaun” enden. Klar wird es immer Grenzen geben (schliesslich spielt man ja), aber die können noch deutlich ausgebaut werden.
    Dass Spiele mit hipper, abstrakterer Grafik automatisch besser sind, blos weil es viele Spiele mit naturalistischer Grafik gibt die Müll sind, ist imo eine ziemlich alberne Schlussfolgerung.

    Auch wens überheblich klingt: Tu uns nen Gefallen und schreib die Substantive gross, danke.

    Das Problem ist aber, meine genannten Beispiele waren vom Wind Waker abgesehen alles nicht DIE Hits die sie hätten sein können, eben weil sie auch optisch anders waren – und ich persönlich habe das Gefühl das man die breite Masse an Spielern mit optisch “anderer” Software eher verschreckt als anlockt, da ging früher mehr (man denke nur an die sehr unterschiedlichen Stile eines Yoshi’s Island, Earthworm Jim und Donkey Kong Country).

    Wenn ich mich so umschaue, dann sehe ich heute eine ungleich grössere Vielfalt als jemals zuvor: Den Art Decor Stil von Bioshock, Ultra-Naturalismus in Crysis, Overrstyled-SciFi-Krams wie Halo, Metal-Machokram wie er sich bei Brütal Legend anbahnt, Pixelart in Cave Story, Kreidegrafik in Experimenten wie Crayon Physics, Comicgrafik wohin man schaut, Mangaköpfe noch und nöcher, extrem dezentes wie Defcon, all die Abstrakten Shumps…

    Natürlich treffen einige dieser Beispiele den Geschmack der Masse, und andere wiederum nicht. Aber das sind eben auch Modeerscheinungen. Dein Wunsch, mehr davon im Mainstream zu sehen ist verständlich, aber eben auch sehr von Deinem persönlichen Kunstbegriff geprägt:

    Ich persönlich seh’ nicht wirklich den künstlerischen Anspruch beim möglichst genauen Nachbilden von Realitäten, das ist wie abpausen.

  29. Ich will ja nicht nerven, aber wo bleibt denn der sehnlichst erwartete und versprochene Bioshock-Artikel ?

  30. Gut gebrüllt, Löwe!
    Der ganze Wahnsinn wird bei mir im Endeffekt wohl wieder darauf hinauslaufen, dass ich mir eine schöne Liste mit Must-Have-Titeln anlege und sie mir dann in der ersten Jahreshälfte 2008 zum dann schon teilweise reduzierten Preis kaufe.
    Hast schon recht – wenn Publisher es unbedingt drauf anlegen müssen, sich gegenseitig mit Toptiteln in die Quere zu kommen, dann dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie unterm Strich relativ wenig dran verdienen, weil sich aus finanziellen Gründen nicht alle Welt gleich drauf stürzt.

  31. @ Aulbath

    Aber es gibt doch, wie Ben auch erwähnt hat, genügend Spiele, die eben nicht nur versuchen, die Realität möglichst genau nachzubilden.

    Und zu GoW: Zugegeben, über den Stil des Spiels kann man sich streiten (über welchen auch nicht?), aber in sich ist er doch sehr stimmig. Und da habe ich auch nicht den Eindruck, dass da krampfhaft jedes visuelle Feature der Engine eingebaut wurde. Und selbst wenn, fällt es (zumindest mir) im Spiel nicht negativ auf.
    Klar kommt sowas vor, man denke nur Perfect Dark Zero.

    Wie gesagt, es gibt meiner Ansicht nach viele Titel die visuell sehr eigenständig sind.

  32. Frozen Mr. Toastbrot

    An dieser Stelle möchte ich mich von den Menschen dieser Erde verabschieden und eine Reise durch die Galaxie in eine bessere Welt antreten. So, jetzt wird Super Mario Galaxy gespielt.

  33. Also ich muss Ben da zustimmen, im Vergleich zu Filmen, die sich ja immer mehr den Spielen ähneln (oder andersrum^^) haben wir doch bei Videospielen eine große Anzahl verschiedener Stile. Das ist zwar vor allem bisher der technischen Limitation geschuldet und wird mit fortdauernden Hardwareverbesserungen immer mehr in die Realismusschiene abdriften, aber trotz allem bleiben viele Stile erhalten.

    Mitunter sind es aber vor allem grafische Modeerscheinungen bzw. DirectX Vorgaben die, zumindest 3D Engines, so auswechselbar machen. Angefangen bei den Lensflares über Mipmapping, Bump Mapping, Normal Mapping, Alpha Sprites als Gras und Leaves, Parallax Mapping usw. gab und gibt es immer wieder Standards die das Erscheinungsbild vorgegeben haben.
    Und grade die oben genannten “Kunstwerke” wie Zelda, Jet Set Radio, Killer7 oder XIII waren auch nur Ergebnisse der Modeerscheinung “Cel Shading”, hatten also keine GRAFISCHEN Alleinstellungsmerkmale

    Vielleicht sollten wir statt auf das Art Design in Zukunft mehr auf die Charaktere und deren Ausgestaltung oder auf einen neuartigen Schnitt, auf gute Drehbücher oder echte Emotionen achten… so albern ich Kane und Lynch auch finde, es ist seit ewiger Zeit mal wieder ein Spiel mit mutigen Charakteren

  34. Zu den Weihnachtsgeschäften: Wenn (im besten Fall) die Monatsverkäufe ca. 10:1 zum Monat August z.B. sind ist es doch nur logisch dass das Spielverhältniss genauso aussieht. Und grade Single-A bzw. Midpricespiele leben entweder

    a.) Von einer treuen Fanbasis (z.B. Lizenz): Dann ist es egal wann es rauskommt weil die Kundschaft wohl nicht unbedingt nur aus Hardcorezockern besteht sondern aus Vielen Gelegenheitsspielern mit Bezug zum Thema

    b.) Vielen Gelegenheitskäufern. Und die sind an Weihnachten durchaus vertreten. Vor allem in Familien in denen Geschenke noch eine Überraschung darstellen sollen verbietet sich das “Wunschzettelvorbestellen” :)

  35. @ de_werwolf

    Die Charaktere in Kane & Lynch sind leider auch das einzige was das Spiel aus der Masse hebt. Ich hätte mir mehr Mut beim Gameplay gewünscht.

    Mit dem Cel Shading Trend hast du natürlich recht. Trotzdem finde ich manche Spiel schon allein wegen ihrer ausgefallenen Optik reizvoller als der übliche Enginestandart. Allerdings darf der optische Reiz nicht der einzige sein. Das Gameplay muß dazu passen. Das passte zum Beispiel bei Ico oder Okami sehr gut.

  36. Wenn ich mich so umschaue, dann sehe ich heute eine ungleich grössere Vielfalt als jemals zuvor: Den Art Decor Stil von Bioshock, Ultra-Naturalismus in Crysis, Overrstyled-SciFi-Krams wie Halo, Metal-Machokram wie er sich bei Brütal Legend anbahnt, Pixelart in Cave Story, Kreidegrafik in Experimenten wie Crayon Physics, Comicgrafik wohin man schaut, Mangaköpfe noch und nöcher, extrem dezentes wie Defcon, all die Abstrakten Shumps…

    Das sehe ich anders, das sind mehr die Settings die die Unterschiede bringen, und natürlich die Engine. Den Masterchief durch Crysis laufen lassen wäre kein Problem, er würde auch ja fast schon von Haus aus rein passen (soweit ich weiß rennt man ja selber in dem Spiel auch in so’nem Spartan-ähnlichen Kampfanzug rum). Und Bioshock punktet vorallem durch’s Setting nicht durch den Stil (Crysis oder Halo haben keinen 50er Jahre Pulp-Abschnitt, aber wenn sie einen hätten wäre der Unterschied zu B.Shock sicherlich nicht SO anders). Auch sind die ganzen Comicspiele untereinander absolut kompatibel und austauschbar… ob ich nu Spyro oder Crash oder Ratchet oder sonst irgendein modernes Dingen spiele, die unterschieden sich nicht wirklich (außer im Setting und der Engine) und sind untereinander austauschbar. Und sobald sich Entwickler heute für ein Setting oder “Art des Spiels” entscheiden, hast du sofort das Gefühl so oder so ähnliche sah auch schon Spiel X und Y, Z usw. aus. Nichts von dem was du aufgezählt hast ist ein “einzigartiges” oder “besonderes” Konzept, weil es das alles entweder schon einmal gab oder weil es aus jedem Bereich soviele gibt, aber diese Bereiche zum Teil deckungsgleich sind. Gerade die Großen, populären Spiele weisen alle das gleiche Muster auf in der Herangehensweise an die Thematik und entscheiden sich im Zweifelsfalle für Althergebrachtes (sieht man z.B. schön am aktuellen Turok, die Optik ist ein Potpourri der letzten großen Shooter mit hinzugefügten Dinosauriern weil man die bei Turok wohl mit reinbringen muss).

    Aber es gibt doch, wie Ben auch erwähnt hat, genügend Spiele, die eben nicht nur versuchen, die Realität möglichst genau nachzubilden.

    Und zu GoW: Zugegeben, über den Stil des Spiels kann man sich streiten (über welchen auch nicht?), aber in sich ist er doch sehr stimmig. Und da habe ich auch nicht den Eindruck, dass da krampfhaft jedes visuelle Feature der Engine eingebaut wurde. Und selbst wenn, fällt es (zumindest mir) im Spiel nicht negativ auf.

    GoW ist imo wie die beiden letzten Unreal Tourneys ein Paradbeispiel für’ne Engine-Demo, alles was vorher angepriesen wurde findest du auch in GoW, immerhin ist das Spiel aber gut und kurz genug das einem das nicht so wirklich auffällt. Aber im Levelaufbau und in den Cutscenes merkt man eben schon das hier auch ordentlich ShowOff betrieben wird (was ja auch geklappt hat – auch wenn es gerade in den Sequenzen doch schon mal die Kiste überfordert). Davon abgesehen ist der “dark & gritty” Marine in einer zerstörten Endzeitstadt sicherlich nicht der konzeptionelle Überflieger und man merkt beim Einschalten schon das man Unreal Tournament – The Single Player Missions spielt… viel schlimmer ist noch, das es optisch so gut wie keinen Unterschied zum jetzt Erscheinenden Unreal Tournament III gibt. Der Held der SP-Missionen sieht aus wie Fenix verschollener Bruder und die Bildsprache ist dieselbe wie in GoW. Das ist IMO ne’ schwache Kür.

    Sicher gibt’s ne’ Menge Spiele die die Realität nicht abbilden, aber wieviele davon gibt es auf den großen Konsolen und wieviele davon sind nicht “Kinderkram”. Auch ein Metroid oder Halo bildet realistisch Welten nach, egal ob wir uns nun in eine Kugel verwandeln können im echten Leben oder nicht. Die Nuancen untereinander sind verschwindend gering was Designs angeht (ein Call of Duty 4 Soldat könnte das Halo-AssaultRifle aufsammeln, wüßte der Laie das es eine SciFi-Waffe ist, sicher die Alienwaffen würde auffallen – aber darum geht es nicht. Irgendwo muß es einen Farb & Formen-Katalog geben in dem unumstößliche Grundkonzepte drin sind an die sich gefälligst jeder zu halten hat, ansonsten könnte ich mir die immergleichen Waffen, Fahrzeuge, Rüstungen, Schwerter und Äxte usw. nicht erklären. Es gibt einfach keine klaren Schnitte mehr zwischen den modernen Engines, die können alle alles und so sehen die Endergebnisse dann ja auch aus, wie de_werewolf schon sagte.

    Und grade die oben genannten “Kunstwerke” wie Zelda, Jet Set Radio, Killer7 oder XIII waren auch nur Ergebnisse der Modeerscheinung “Cel Shading”, hatten also keine GRAFISCHEN Alleinstellungsmerkmale

    Ja, es ist alles Cell-Shading. Da hören aber auch die Gemeinsamkeiten auf. Farblich verfolgen alle Titel ein anderes Konzept. Zelda ist warm und freundlich, JSR der Neon-Alptraum, Killer 7 geht stark in die Noir-Richtung und XIII versucht in die natürliche Ecke zu kommen. Dann wären da noch die Art der Shadings und Outlines, die bei allen Titeln komplett anders sind, Killer 7 verzichtet sogar ganz auf Outlines, auf Details. Dann ist die Formsprache ein andere, Zelda ist sehr rund, Killer 7 sehr kantig, JSR sehr extra-vagant zackig.
    Du könntest keine Elemente aus einem dieser Spiele für das andere verwenden weil Proportionen und Stil einfach nicht passen, und darum geht es mir – sicher es ist eine Modererscheinung, aber du hast 4 Cell-Shade-Titel die sich 4x in wirklich vollständig(!) andere Richtungen entwickelt haben.
    Problematischer sind da eher die 27 Naruto- und Dragonball-Spiele mit Cell-Technik die alle exakt gleich aussehen, weil immer die gleiche Technik verwandt worden ist. Immerhin passt dieser 08/15-Stil aber nicht zu den vier oben genannten Beispielen wo sich die Leute wirklich Gedanken gemacht haben was sie mit ihrem Stil und der Technik erreichen wollen.

  37. Nana, bei einem Cell Shading Spiel wird also bei Outlines, Farbabstufungen und Details unterschieden, Halo und Crysis werden aber über einen Kamm geschert?

    Ich finde grade Halo hat einen absolut unverwechselbaren Touch, das Fängt beim Metallschimmer auf dem Chief/Buggy an, geht über die imemrgleiche Farbkombinationen der Außenlevels (Olivgrün/grau) bis hin zu der Gestaltung derselben (sehr Plateauartig). Auch die Gebäudearchitektur unterscheidet sich eminent. Genausowenig geht GOW in Crysis. GOW lebt von überkontrastiereten, “distorted” Detailtexturen während Crysis mehr den fließend generischen Bereich bedient. Das eine hat seine Wirkung in der Klaustrophobie, das andere in seiner Weite.
    Oder nehmen wir Oblivion/Gothic 3: Gleiches Genre, annähernd gleicher Aufbau aber grafische Stilunterschiede wie Tag und Nacht.

    Dass sich die Figurenzeichnung mehr und mehr annähert liegt einfach an dem Versuch möglichst real abzubilden. Und dabei nerven mich weniger die grafischen Gleichheiten (es gibt nunmal nur eine Shader Methode für Subsurface Scattering z.B.) als viel mehr die absolut stereotypen Charaktere (Jung muskulös, gutaussehend).

    Ich finde es aber auch ein wenig unfair bemüht realistische Spiele reinen Phantasiekreationen entgegen zu stellen. Dass man bei ersteren weitaus limitierter ist als bei letzteren. Und trotzdem will ich die nicht missen; die Mischung aus beidem machts…

  38. Sorry, aber alles was du bemängelst kannst du genauso im Kunst- und Filmbereich vorfinden und weder sehe ich darin jetzt eine schwerwiegende Kritik noch eine schockierende Wahrheit. Ok, Master Chief und Crysis Nanoanzug könnten miteinander halbwegs stilistisch funktionieren (wenn wir mal davon absehen das Halo eine typisch statische Rüstung nach dem Plattenrüstungsmodell ist, wärend der Nanoanzug bewusst Muskelpartiebbetont ist und das die Spartan Rüstung wesendlich weniger technologisch aussieht und das die Spartan Rüstung durch harte Kanten sich auszeichnet wärend der Nanoanzug von weichen Formen dominiert wird und das Halos Rüstung aussieht wie aus Metall hergestellt und die Nanosuit aus einem gummiartigen Material, dann sind die beiden Rüstungen wirklich fast identisch) und weiter?

    Ja, ich mag auch den Artstil der aktuellen Epic Spiele und der Doom 3 Engine nicht, aber das macht sie doch nicht gleich kathegorisch schlecht.

  39. Hmmm, irgendwie erkenne ich kein Muster nach dem Du Spiele in grafisch gut und grafisch böse einteilst. Zwischen den Cellshadern gibts angeblich riesige Unterschiede, aber Bioshock und Farcry sind ein und dasselbe? Irgendwie läuft das bei Dir doch schwer auf persönlichen Geschmack hinaus. Farcry kann ich genau so als bunt und kantig beschreiben, wie Bioshock als düster und rund.

    Was wäre, wenn ab morgen Spiele mit naturalistischem Konzept in der Minderheit wären?

    Noch was zum Thema Engines:
    Das ist doch seit jeher genau dasselbe. Die meisten Spiele orientierten sich schon immer am technisch machbaren, an neuen Möglichkeiten und neuer Hardware. Und die prägt, zumindest momentan, doch deutlich ihren Stepmel auf das Endprodukt. Die alten SNES-Spiele sehen doch auch alle gleich aus, ebenso die frühen 3D-Titel oder die aktuelle HDR-Bloom-Geschichte.
    Natürlich werden Spiele dadurch nicht automatisch besser, aber imo auch nicht schlechter, zumindest nicht in anderen Dimensionen als in den letzten 20 Jahren.

  40. Nana, bei einem Cell Shading Spiel wird also bei Outlines, Farbabstufungen und Details unterschieden, Halo und Crysis werden aber über einen Kamm geschert?

    Ja, weil hier mit der gleichen Grundlage wirklich unterschiedliche Endergebnisse erreicht werden, im Gegensatz zu verschiedenen Grundlagen die sich am Ende aber annähern bzw. identisch werden.

    Die Unterschiede zwischen GoW und Halo die du ansprichst sind dem Setting geschuldet – wenn ich ne’ hoffnungslose Endzeitwelt machen will entscheide ich mich natürlich nicht für die strahlende Rüstung und die grüne Wiesen die es zu beschützen gilt. Gleiches gilt natürlich im Umkehrschluß.

    Das sich Oblivion und Gothic 3 relativ stark unterscheiden weiß ich, deswegen habe ich Oblivion auch mit Sachen wie Twin World oder anderen Fantasy-Free-Roaming Dingern vergleichen und nicht Gothic 3.

    Und noch einmal zur Klarstellung, ich habe nichts gegen Realismus, aber wie du schon sagst, die Mischung machts und da ist momentan einfach ein Missverhältnis. Selbst No More Heroes! hat den Killer 7-Look angepasst um mehr Menschen zu gefallen, und das ist einfach Schade.

    Sorry, aber alles was du bemängelst kannst du genauso im Kunst- und Filmbereich vorfinden und weder sehe ich darin jetzt eine schwerwiegende Kritik noch eine schockierende Wahrheit.

    Das hast du richtig erkannt. Und nun? Ich habe nicht behauptet “OMFGz0rs, U ne3dz ta st0p, playin’ mon cuz th!z suxXoRs ur ass” – ich habe eine begründete Feststellung gemacht das mir momentan alles zu breiig vorkommt, und ich mir wünschen würde das man mit der Grafikpower von heute mal etwas versucht was man nicht schon seit 15 Jahren macht. Die Leute sollen mich überraschen und inspirieren und mir nicht alle Nase lang ähnliche Konzepte, Viecher und Items um die Ohren hauen.
    Womit wir dann auch Bezug zu Richards Asugangsposting hätten… denn wieviel von den 30hundert Weihnachtstiteln braucht man wirklich, wenn man die auch nach dem Gesichtspunkt aussucht wieviele Spiele wirklich “inspiriert” sind, dann sinkt die Zahl schnell auf ne’ Handvoll. Bei mir spielte schon immer die Optik im Sinne von “stimmiges Erscheinungsbild” mit und das bieten viele Titel einfach nicht weil sie sich wie weiter oben erwähnt einfach bei der Bildsprache der Hits bedienen die ich schon (gespielt) habe. Und das vergrätzt mir einfach den Spaß am Ganzen.
    Und als Fanboy ausgefallener visueller Konzepte würde ich solchen Titeln die sowas bieten einfach viel mehr Erfolg wünschen als sie bekommen, und das ist ein Thema über das ich mich stundenlang aufregen könnte. Clover macht dicht, ID-Software lebt… wieso? (ich weiß wieso, nicht drauf antworten – das ist rein rhetorisch).

    Das die Crysis-Suit nicht die Halo-Suit ist, weiß ich selbst – und trotzdem sind sie MIR ZU ähnlich für MEINEN Geschmack.
    Nur weil ich nicht ständig IMO schreibe heißt das nicht das was ich hier schreibe gefälligst kategorisch für alle zu gelten hat, aber ich dachte das wäre eigentlich klar. Und lass mich doch ablehnen und schlecht finden was ich möchte, das heißt ja nicht das du es deshalb nicht tolerieren darfst oder gut finden? Insofern, was willst du mir sagen?

  41. Hmmm, irgendwie erkenne ich kein Muster nach dem Du Spiele in grafisch gut und grafisch böse einteilst. Zwischen den Cellshadern gibts angeblich riesige Unterschiede, aber Bioshock und Farcry sind ein und dasselbe?

    Versuch ich es mal anders, ein M16-Sturmgewehr sieht in Bioshock und FarCry identisch aus. In den eigenständigen CellShadern muß es das nicht zwangsläufig (kann aber), bzw. kann man dort die Charakteristiken der Waffe stilisiert viel deutlicher rüber bringen als in einem realen Spiel. Du hast einfach die Möglichkeit aus der M16 mehr zu machen als nur ein M16 – bzw. kannst du mehr damit transportieren. Das finde ich gut. Natürlich sind das alles Kleinigkeiten die niemandem im normalen Spielverlauf auffallen aber mich interessiert und fasziniert das.
    Das ändert vielleicht nichts am Spiel, vielleicht aber doch – man weiß es nicht, weil es das eben so häufig noch nicht gibt bzw. das versucht wurde (obwohl Black das Thema auf realistische Weise angegangen ist, und dabei weniger mit der Gestaltung als mehr mit der Inszenierung gearbeitet hat).

    Farcry kann ich genau so als bunt und kantig beschreiben, wie Bioshock als düster und rund.

    Dann tu’ es, das schöne an “Kunst” ist doch, das es subjektiv ist und nur subjektiv sein kann. Man kann “gefällt mir oder gefällt mir nicht” nicht nach objektiven Gesichtspunkten begründen, deswegen ist da auch viel persönliche Meinung/Geschmack drin, aber das macht die Sache doch erst interessant.

    Was wäre, wenn ab morgen Spiele mit naturalistischem Konzept in der Minderheit wären?

    Wenn es die naturalistischen Spiele immernoch geben würde, und sich die “freakigen” Spiele nicht alle gegenseitig kopieren, dann müßte ich mein Konto überziehen und Urlaub nehmen.

    Das ist doch seit jeher genau dasselbe. Die meisten Spiele orientierten sich schon immer am technisch machbaren, an neuen Möglichkeiten und neuer Hardware.

    Jaein, sonst hätte es auf der Dreamcast nicht soviele 2D-Titel gegeben, oder wäre der Saturn nicht DIE DatingSims-Maschine. Es gab sicherlich immer einen Teil der Spiele die versucht haben technisch ihren Spielhallen oder Heimcomputer-Vorbildern gleich zu kommen, aber es gibt ebenso Spiele wie Earthbound die einfach die Gewichtung auf was anderes legen als die technische Seite. Spiele die auf Realismus bauen und/oder rasante Actiontitel, oder filmreife Titel die brauchen viel Power und waren sicherlich immer am technischen Limit. Doch denke ich war der normale Spieler früher einfach offener gegenüber anderen Konzepten, schon allein deshalb weil selbst die realistischsten Produkte aufgrund der Technik einfach abstrakt waren. Heutzutage floppt ein Okami einfach oder ein Psychonauts wird nicht gekauft, oder gar ein Beyond Good & Evil – einfach weil’s nicht aussieht. Das wären zu 16 Bit Zeiten alles Kassenschlager gewesen, davon bin ich fest überzeugt.

    Die alten SNES-Spiele sehen doch auch alle gleich aus, ebenso die frühen 3D-Titel oder die aktuelle HDR-Bloom-Geschichte.

    Auch hier wieder Jaein, zum einen weil die technische Entwicklung jedes Mal wirklich Sprünge vollzogen hat (man vergleiche Mega Drive und SNES, da sieht man Unterschiede – man vergleiche PS3 und X360 – praktisch identisch). Zum anderen, vergleiche einfach mal Super Mario World und Sonic the Hedgehog, prinzipiell beides das Gleiche (sogar vom Setting her) und dennoch grundverschieden. Oder Sonic und Mr. Nutz und Bubsy um bei Tierdarstellern zu bleiben. Das sind sicherlich alles Pixelspiele, aber hier gilt IMO das gleiche wie bei den “guten” Cellshader-Games, gleiche Basis ausreichend verschiedenes Endergebnis. IMO.

    Natürlich werden Spiele dadurch nicht automatisch besser, aber imo auch nicht schlechter, zumindest nicht in anderen Dimensionen als in den letzten 20 Jahren.

    Das ein Spiel durch den Grafikstil besser oder schlechter wird, hat auch niemand behauptet. Spielspaß und Design sind zwei gänzlich unterschiedliche Dinge… was spätestens seit Tetris bewiesen sein dürfte.

  42. Ganz einfach, was ich damit ausdrücken wollte:
    Du musst für dich selbst entscheiden was du kaufen willst. Ich werd mir beispielsweise kein Gears of War holen, genauso wie ich Doom 3 und Quake 4 beukottiert habe (Prey nicht, das gabs für 2€ im Mediamarkt, habs aber dennoch nicht weit gespielt).
    Und ich wollte damit aussagen das Spartan und Nanosuit 2 unterschiedliche Designs haben und auch komplett unterschiedliche Designansätze.

  43. Ich leg jetzt erstmal ‘n Ei.

  44. Nö. Wenn dann hätte ich Ratchet & Clank vergessen. Außerdem sind die Spiele auf der PS3. Im Moment sind wir noch in der Phase wo wir über PS3s und ihre Besitzer lachen. Vielleicht nächste Weihnachten.

    *hust*Xbot*hust*

  45. Oute ich mich, wenn ich sage dass mich davon nichts beruehrt? Ich habe diese Woche vor allem Yosumin gespielt (Richard, Geheimtipp), und da mir dann noch ein Stapel alter DS-Spiele in die Haende fiel, habe ich ein paar Luecken gestopft. Yoshi Touch&Go ist die ersten 2 Tage lang garnicht so schlecht.

    Und dann patche ich natuerlich jetzt auch schon wieder seit 4 Stunden die Age of Conan Beta…

  46. richard, was sagen denn jetzt die zahlen???

  47. Und lass mich doch ablehnen und schlecht finden was ich möchte, das heißt ja nicht das du es deshalb nicht tolerieren darfst oder gut finden?

    Auch wenn sich das nicht auf mich bezogen hat, schreibe ich trotzdem mal was dazu.
    Klar kannst du ablehnen und schlecht finden was du willst. Keine Frage. Allerdings wird man dich auch auf deine etwas “seltsame” Argumentation aufmerksam machen dürfen, sonst hätte das alles hier ja recht wenig Sinn, oder? Und wie auch Ben kann ich deine Unterteilung in “gute” und “böse” Spiele nicht ganz nachvollziehen, bzw. finde sie etwas schräg.
    Zu schreiben, dass dies ja alles nur die persönliche Meinung ist und man deshalb eh nicht darüber diskutieren muss/kann/soll ist für mich (;D) nicht ganz nachvollziehbar.

  48. Das Problem an der Sache ist, das es a) keine objektiven Richtlinien für sowas gibt und b) jeder das Gesehene anders aufnimmt und bewertet. Das dabei nur ne’ “schräge” Argumentation rauskommen kann, liegt in der Sache begründet.

    Ursprünglich war es ja auch nicht als “Argumentation” geplant, wie mein Eingangs-2-Zeiler oben beweist. Und ich glaube auch das was ich zum Teil geschrieben habe trifft nicht richtig das was ich meine, aber nun ja.

  49. Ben schrieb:
    “Sorry, aber es ist doch komplett illusorisch heute noch Neuerungen von solchem Kaliber wie der Erfindung eines ganzen Genres zu erwarten. Zumindest im Rahmen unser aktuellen Technologie.”

    Anfang des 20. Jahrhunderts war man auch der Meinung dass in Physik und Chemie alles erforscht sei und das Universum in diesen Disziplinen keine Geheimnisse mehr berge… ;)

    Es ist gerade charakteristisch, dass man sich das noch nicht Dagewesene eben vorher noch nicht vorstellen kann. Aber alles was es dazu braucht ist die zündende Idee eines kreativen Geistes (und einen Publisher der das erkennt und beförtert *harhar*).

  50. 100 Post Marke geknackt, zeit für einen neuen Artikel :)