Archiv für Mai 2008

Hochauflösende Ebenenschaft Qual

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In letzter Zeit habe ich mir immer wieder mal ein gutes Einzelspieler-Rollenspiel gewünscht. Tatsächlich liegt bei mir immer noch der Witcher rum, und der hat mir – soweit ich ihn gespielt habe – sehr gut gefallen. Allerdings warte ich da lieber noch ein bisschen auf die angekündigte Special Edition.

Ich hatte Hoffnung auf Drakensang, da es quasi als “Baldur’s Gate mit 3D-Grafik” angekündigt worden ist, aber das mussten sie natürlich frisch verschieben. Ansonsten sehe ich spontan nichts, was in der Hinsicht interessant wäre und in näherer Zukunft raus käme. Also habe ich mal einen Blick in die Vergangenheit geworfen.

Da gibt es nämlich diesen einen Rollenspielklassiker, den ich bis heute nicht gespielt habe: Planescape Torment.

Ja, da raunt die Menge. Kann das sein? Ist das möglich? Wie konnte das passieren?

Die Antwort lautet: die Auflösung.

Die Infinity Engine konnte ursprünglich nämlich nur 640×480 Pixel anzeigen. Das ist an sich nicht so schlimm, ich spiele schließlich auch heute immer noch die alten LucasArts-Spiele in 320×200. Aber in der Auflösung ist der von der Welt gezeigte Ausschnitt schon verdammt klein. Schlimmer noch, kurz nach Planescape kamen die ersten Infinity Engine Spieler aus, welche die Möglichkeit boten eine höhere Auflösung einzustellen.

Als Planescape ursprünglich veröffentlicht wurde, hatte ich schlicht keine Zeit für ein fettes Rollenspiel. Und als ich es dann später spielen wollte, war ich durch Spiele wie Icewind Dale schon auflösungsverwöhnt.

Ich hatte natürlich immer vor, Planescape trotzdem zu spielen. Der Plan war allerdings auf einen Patch zu warten, mit dem man das Spiel in mehr als 640×480 spielen konnte. Irgendwann wurde zwar klar, dass dieser Patch nicht von Black Isle kommen würde, aber ich war mir ziemlich sicher, dass ein Fan-Patch dieses Problem recht zügig beheben würde.

Aus “zügig” wurden in diesem Fall acht Jahre.

Kaum vorstellbar, aber meine inzwischen längst aufgegebene Hoffnung auf einen Hi-Res-Fan-Patch hat sich gerade erfüllt. Mit dem Widescreen Mod lassen sich alle alten Infinity Engine Spiele in so ziemlich jeder denkbaren Auflösung fahren.

Ich weiß jetzt, was ich dieses Wochenende mache.

21 Kommentare Autor: Richard
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Vier kleine Spiele, die ihr (immer) noch nicht kennt

FastCrawl (Windows, $19.95): kleines, aber feines Roguelike-like (es sieht aus wie ein Roguelike, ist aber keins), über das ich hier vor einer Weile schonmal berichtet habe. Man bekommt zufällig eine Party ausgewürfelt, mit der man ein Dungeon leerfegen muss. Dauert selten länger als eine halbe Stunde und macht einen irren Spaß. Leider nur für Windows; auf Kongregate.com gibt es jedoch einen brauchbaren (und kostenlosen) Flash-Klon namens Monsters’ Den.

ADOM (Windows/Linux/OS X, kostenlos): ein echtes Roguelike aus Deutschland. Unter den vielen Roguelikes mein persönlicher Favorit, da es genau die richtige Balance zwischen Komplexität und Spielbarkeit trifft. Thomas Biskup, der Entwickler, gibt seit dem Einrichten eines Weblogs endlich öfters Lebenszeichen von sich; hier gibt’s übrigens eine interessante Diskussion über das kommerzielle Potenzial von Roguelikes.

Dwarf Fortress (Windows/OS X, kostenlos) ist noch so ein Spiel, das aussieht wie ein Roguelike, aber eigentlich keines ist. Es ähnelt eher dem guten, alten Dungeon Keeper; ihr lasst eure fleißigen Zwerge den Berg aushöhlen und eine Festung darin bauen, die ihr dann unterhalten und gegen Eindringlinge und Hungersnöte schützen müsst. Dwarf Fortress ist ein wahnsinnig komplexes Spiel, mit einer Weltsimulation, die es so in keinem anderen Spiel gibt; das daraus resultierende emergent gameplay ist eine Quelle für die absurdesten Geschichten.

Weird Worlds (Windows/OS X, $24.95): auch über dieses Sci-Fi-Mini-Strategie-Spiel habe ich hier bereits berichtet. Damals war ich etwas sauer, weil es keine Demo gab. Die ist natürlich inzwischen erhältlich; sogar für OS X, juhu! Man erhält die Aufgabe, innerhalb ein paar Spiel-Jahren die Galaxie zu erforschen. Die ist zum Glück nicht all zu groß, aber voller Leben — von freundlichen Alien-Rassen, die gerne handeln und dem Spieler zur Not in Kämpfen zur Seite stehen, bis hin zu alles vernichtenden Maschinenwesen ist alles dabei. Jedes Spiel verläuft anders, und auch hier dauert selten eines länger als eine halbe Stunde.

Sicherlich gibt es noch viel mehr solcher Spiele. Spiele, die ich (immer) noch nicht kenne. Welche kennt ihr?

44 Kommentare Autor: Hendrik
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