Leihgespielt: 20 Minuten Heavy Rain

heavyrain

Denis hat eine neue Playstation 3 und leiht sich bei seinen Freunden Spiele aus, die er entweder nur mal kurz anspielt oder nicht mehr von ihnen lassen kann. Dies sind seine Abenteuer.

Nun nun. Das ist es also, der groß angekündigte spielbare Krimi um den Origamikiller. Das sieht ja doch eher etwas steif aus, was die Animation angeht, so schießt mir der erste Eindruck durch den Kopf. Ich bin auch auch nicht sicher, warum ich nun aufstehen muss – immerhin ist das so eine Sache die ich auch im Real Life nur höchst ungern erledige. Warum kann mein bislang namenloser Charakter nicht einfach in seiner scheinbar direkt aus Unhappy Hipsters geklauten Wohnung bleiben und sich einfach auf die andere Seite drehen… um noch eine vielleicht unverdiente, aber doch sehr angenehme Runde zu pennen? Das wäre doch mal die vielgewünschte Handlungsfreiheit, die ich endlich mal in modernen Spielen umgesetzt sehen möchte verlange!

Verdammt noch mal, das musste mal gesagt werden.

Dann kommt die Frau nach Hause und ich verhampel es, ihr die Einkäufe abzunehmen und fühle mich sehr realitätsnah wie ein nutzloser Trampel – nichts gearbeitet und dann noch nichtmal ein halbwegs nützlicher Einkaufstütenabnehmer. Hmm-hmm. Ich habe dann Heavy Rain erst einmal liegen gelassen und weiter Uncharted 2 gespielt – das fängt ungleich dramatischer an und man kann nicht schon im Tutorial so schmählich versagen.

Ein Film muss den Zuschauer in 10 Minuten packen; Heavy Rain schafft es bei aller Filmnähe nicht einmal, die einfachsten Gesetze eines Krimidrehbuchs zu befolgen. Ich gebe das Spiel trotzdem noch nicht auf.

Aber ich denke schon noch daran, was da noch auf mich warten könnte – eventuell muss ich Rührei machen? Die Küche wischen? Meine lieben Antigamer, ich spüre mein Herz gerade ganz heftig pochen. Meine Hände zittern beim tippen, so dass ich besser den Beitrag schnell beende. Ich kann es nämlich kaum erwarten.

11 Kommentare Autor: Denis
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11 Kommentare

  1. das witzige ist, dass man später tatsächlich rührei macht (muss man aber nicht)

    wenn man mit dem anspruch an absoluter handlungsfreiheit an das spiel herangeht, da kann man nur enttäuscht werden. heavy rain ezählt eine geschichte, die sich in einigen punkten unterschiedlich entwickeln kann. das macht das spiel trotz einiger logiklücken und vorhersehbarkeiten meiner meinung nach ganz gut.

  2. Ha! Ehrlich, das mit dem Rührei wusste ich nicht :)

    Klar, du hast mit allem Recht, was du da sagst – ich muss nur sagen, der Einstieg ist doch sehr unspannend gemacht und beweist wieder mal, dass nicht alles im Spiel funktioniert, was als Film fast schon tradionell als Einstieg verwendet wird – die (scheinbare) Familienidylle, in die DAS GRAUEN!!!! einbricht.

    Jedenfalls vermute ich, dass sie bricht.

  3. Das sieht ja doch eher etwas steif aus, was die Animation angeht, so schießt mir der erste Eindruck durch den Kopf
    Genau das ging mir auch durch den Kopf, als ich das Spiel bei nem Kumpel gesehen habe.

  4. Shit, falsch formatiert. Aber man sollte es verstehen ;)

  5. ich habe während der installation den origamivogel, ein tischtuch und eine wochenration socken gefaltet.

    nach der installation war ich froh, wieder demons souls spielen zu können.

  6. Der Anfang von Heavy Rain ist tatsächlich ziemlich langweilig. Da geht es wohl eher darum, Dich mit dem Spiel- und Steuerungsprinzip vertraut zu machen.

    Noch ein bisschen durchhalten und dann geht es richtig los! :-)

  7. das spiel hat mich umgehauen in dem Moment wo man im Apartment mit seinem Sohn Hausaufgaben macht.

  8. Hmm, und dennoch hört sich das Spiel irgendwie faszinierend an und macht mich neugierig. Hast du vor, noch weiterzuspielen? Würd gern noch bisschen was von der Story erfahren … aber aus deiner unabhängigen Quelle. :-)

  9. ich spiele noch weiter, denk ich.

  10. qaylIS The Warrior formerly knwon as Kahless_GOA

    Bei so Spielen wie Heavy Rain bin ich immer sehr skeptisch, Fahrenheit habe ich schon nicht gespielt (allerdings weil es auf meinem Rechner net lief) und das Adventure Genre im Allgemeinen lässt mich inzwischen recht kalt. Ich weiss nicht ob das daran liegt das früher die Adventures einfach besser waren (könnte subjektiv sein…) oder das ich einfach Action Spiele viel lieber zocke. Am speak-like-a-pirate-day hatte ich mal die erste Episode von Tales of Monkey Island ausprobiert, und auch wenn das ganz gut geschrieben war, und die Grafik die Atmosphäre ganz gut rüber brachte (ich bin nicht so ein Grafik Narzisst der immer die ultra-optik braucht), fand ich das Spiel recht scheisse. Die Steuerung war eine Vergewaltigung (wie dumm muss man eigentlich sein um die Steuerung von einem Adventure zu versuaen Telltale?!?), die Rätsel nicht sehr durchdacht, und das Labyrinth auf der INsel…sagen wir gelinde gesagt nervig. Also, Adventures sind für mich recht tot, und da gehört Heavy Rain auch zu…auch wenn ich den Titel sehr mag.

  11. Obwohl ich heavy rain aufgrund seiner Einzigartigkeit schon genossen habe, kann ich es doch einfach nicht als gut bezeichnen. Dazu versagt es mMn zu sehr bei der Story bzw. beim Ende der Story. Genau wie Fahrenheit. Logiklücken sind das Eine, aber den Spieler anlügen… naja. :/

    @qaylIS: Die Telltale-Spiele sind so ziemlich das was den alten Klassikern noch am nähsten kommt, vor allem was Charme und Humor angeht. Die Rätsel sind wirklich recht einfach und das in all ihren Spielen, aber sie sind trotzdem unterhaltsam. Heavy Rain ist zwar am ehesten ein Adventure, aber eigentlich ist es doch eher ein eigenes Genre aka interaktiver Film ^^

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