Retro-spektive

uridium


Ich habe ein Problem mit Retrogaming.

“Wie kommt das denn?” und “Brauchst du einen guten Therapeuten?”, werden sicher einige der ersten Reaktionen sein, schließlich habe nicht ich – ein älterer Herr in der unbeliebteren Hälfte der 30s – selbst Jahre und Monate vor dem ollen Atari und dem knuffigen 64er verbracht und habe ich nicht auch tausend Tode gestorben, ohne je über das dritte Level von Ghosts ‘n Goblins hinauszukommen?

Stimmt alles.

Mein Problem liegt darin, dass öfters behauptet wird, dass die damaligen Spiele besser waren. Das man damals weniger Wert auf Technik und Blendkram wie bombastische Grafik und symphonischen Sound legte, sondern auf das ausgefeilte Gameplay und lange Spielzeiten.

Damals war die Technik absolut genauso wie heute ein echtes Verkaufsargument – und Schulhoflegenden wie das nicht ganz leichte Uridium waren sogar eher für ihre saubere Technik als für ihr ausgefeiltes Gameplay bekannt. Damals jedenfalls. Auch Klassiker Elite war zuerst als eines der ersten Vektorgrafikspiele und für die fast vollständige Handlungsfreiheit bekannt und deutlich weniger für die gute Spielbarkeit. Das Teil wurde nach einer Weile reichlich dröge.

Apropos nicht ganz leicht: Viele “Retro-Games” sind sauschwer. Kaum jemand hat damals regelmäßig Spiele durchgespielt – gerade Actionspiele haben sich an Arcadeautomaten orientiert, die am liebsten das gesamte Kleingeld aller anwesenden Kids haben wollten, im Idealfall ohne jemals durchgezockt zu werden. Folgerichtig war das Gameplay der höheren Levels selten anders als zu Beginn – kaum jemand würde so weit kommen, dafür machte man es richtig schwer, oft grenzwertig zu “unspielbar”. Besser gesagt: Sowas wie richtig ausgefeiltes Gameplay von Anfang bis Ende gab es selten, damals wurden Games in erster Linie über die Screenshots auf der Packung und in Spielzeitschriften verkauft. Genau so spielen sich dann auch viele Sachen aus der 8bit/16bit Ära.

Grafikpomp sorgt heute natürlich immer noch für Aufsehen, aber Neuigkeiten verbreiten sich viel schneller. Es gab keine spielbaren Demos. Es gab keine Onlinecommunity, über die sich die Szene gegenseitig vor Gurken warnte. Das ist heute alles besser.

Es gab auch damals einen Technikwettlauf – auch wenn die sich langsam entwickelnde Hardware besser ausgenutzt werden musste und nicht alle zwei Jahre ein neuer Computer ins Haus kam: Geblendet wurde auch damals und dabei wurde eben jedes irgend mögliche Fitzelchen Bling aus der Hardware gekitzelt. Das war beeindruckend, machte die Spiele aber nicht automatisch besser. Nur wenige waren so originell wie etwa Paradroid. Originell hat sich auch nur selten gut verkauft.

Die ganze Retrosache klingt für mich wie die wehmütigen Sprüche der Leute, die von der jeweils ach so tollen Musik aus ihrer Jugend schwärmen – es gibt ja schließlich heute gar keine richtige Musik mehr, oder? Nichts… handgemachtes mehr, richtig?

Ne, finde ich nicht. Ganz und gar nicht.

Darum können mich auch Remakes alte Spiele nur selten begeistern, egal wie nah sie dem Original auch kommen mögen. Die sind nicht selten mit viel, viel Liebe gemacht und oft sogar kostenlos. Aber ich bin eben nicht mehr der unglaublich frustresistente 11jährige Junge, der nächtelang vor Ultima V saß und versuchte, irgendwie sowohl dem elizabethanischen Englisch als auch den schier unfassbaren Ladezeiten der acht (!) Diskettenseiten gerecht zu werden, die während des Spiels gewechselt werden wollten. Niemals würde ich das noch mal auf mich nehmen. Es war eine der großartigsten Erinnerungen, die ich an ein Spiel hatte und all das gehörte untrennbar zusammen.

Aber es ist auch für immer vorbei.

Bild von Hecklerspray

34 Kommentare Autor: Denis
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34 Kommentare

  1. Hach was waren das Zeiten mit dem ollen 386´ger meines Vaters,
    LHX oder dem Ur Prince of Persia.

    “Wo kommen denn diese schei… Stacheln her !?”

    Ich bin selten über das 2. Level hinaus gekommen.
    Mag daran liegen das ich erst mh… ca. 9 Jahre alt war.

    Was war das für ein Weihnachten 1994 als ich mein Super Nintendo bekommen habe.
    Auspacken, anschließen, freuen. Wäre zu der Zeit Krieg gewesen,
    man hätte meine Kinderaugen mühelos als Flakscheinwerfer benutzen können
    so wie sie strahlten.

    Nach den Weihnachtafeiertagen klapperte ich 3 Geschäfte ab um an eine Schachtel
    mit Super Metroid zu kommen. Das ich das überhaupt noch weiß…

    Jedenfalls verbinde ich mit diesem Spiel einen netten Teil meiner Kindheit.
    Leider habe ich das beiliegende Lösungsheft etwas zu oft benutzt.
    Trotzdem hab ich das Spiel rauf und runter gezockt.

    Die Metroid Prime Saga war auch ein schönes Stück Software,
    aber ein schickes 2D Metroid mit Sprites statt Polygonen wäre auch mal wieder etwas feines.

    War schon eine nette Zeit. :-)

  2. Aaauuuuulbaaath!

    ;)

  3. Ah, das alte Prince of Persia war auch so ein typisches Frustobjekt. Das Teil konnte einen total fertigmachen.

  4. Interessant, ich habe mir vor einigen Tagen auch ein paar Gedanken darüber gemacht:
    http://www.superlevel.de/spielkram/frueher-war-alles-besser

  5. Dazu fällt mir nur ein Zitat ein:
    “Ein „Damals war alles besser“ ist nur ein Trugpflaster,
    das vielleicht den Schmerzmoment betäubt, stillt.
    Aber nie das heilt, was wirklich schmerzt: Die Erinnerung”
    -Oswald Henke
    ;)

  6. Tja liebe Leute, ich denke wir kommen in ein Alter, wo man sich eben solche Gedanken macht. Mir ging es heute ähnlich, als ich mich an Time Traveler erinnerte, während ich an einer Recherche über Laserdisc-Spiele gearbeitet habe:

    http://player1-gameblog.blogspot.com/2010/05/time-traveler-das-erste-holographische.html

  7. Vielleicht bin ich noch zu jung, aber ich finde einige alte Dinge ganz angenehm. Grafikadventures zum Beispiel. Natürlich gibt es heute auch gute, aber die Geschichten waren damals schon toll und weil ich eben zu jung bin habe ich viel davon nicht gespielt.

    Auch Zelda auf dem Ur-Gameboy ist für mich schon Retro und trotzdem habe ich es vor einiger Zeit auf einem Emulator nochmal ausgepackt.

    Aber ja, durch Disketten will man sich nichtmehr quälen und auch der extreme Schwierigkeitsgrad ist nichtmehr zeitgemäß. Trotzdem, ein kleines bisschen in die Vergangenheit schauen hat hier und da noch immer Spaß gemacht.

  8. Die alten Lucas Arts Adventures wie Monkey Island 1 u. 2, Indianer Jones auf der Suche nach dem Heiligen Gral und The Fate of Atlantis haben einen guten Teil dazu beigetragen das ich heute lesen kann. Zumindest hat es bestimmt nicht geschadet in den ersten beiden Schuljahren. :-)

    Auf dem Ur Gameboy hab ich auch einiges durch… Metroid 2 z.B.
    Hach, das waren Zeiten. *grinst*

  9. Da sagst du was, die ganzen Spiele (nicht nur Adventure) haben bei mir dafür gesorgt, dass ich schon früh ziemlich gut englisch konnte. ;-)

  10. Na gut, ich klinke mich mal in die Reihe der retrorelevanten Blogartikel-Verlinkungen mit ein:

    http://mkraxx.wordpress.com/2010/05/09/die-zeitfresser-der-vergangenen-wochenretro-wahnsinn-und-aktuelles/

    Ich habe eine Menge Spaß an Retro-Spielen, und seufze auch noch sehr wehmütig, wenn ich an Ultima V denke, obwohl…das mit den Disketten (…please insert Towne-Disk…) hatte ich wohl verdrängt…

  11. Ach ja Englisch, da waren auch einige Spiele dran beteiligt. Ziemlich interessant wenn man Spiele der letzten, sagen wir 22 Jahre mal revue passieren lässt, mit was man aufgewachsen ist und was man davon alles mit genommen hat.

    Spiele waren damals weit weniger verbreitet denke ich. Und daher eher etwas besonderes. Ich habe mich einige Zeit immer mit den gleichen beschäftigt weil keine anderen da waren, so ging es zumindest mir. Das hat sich insofern geändert das Spiele durch das größere Aufkommen von Konsolen und spätestens durch das Internet schnell verfügbar geworden sind. Kleine Flashspielchen, Steam, usw…

    Heute vergehen keine 3 Monate wo keine Millionen teure Produktion neu in den Handel kommt. Ich selbst kaufe mir pro Jahr 3-4 davon, ganz zu schweigen von dem ganzen Haufen den ich mir ausleihe. Da Spiele also damals eher etwas besonderes waren schätze ich das man deswegen auch besondere Erinnerungen damit verbindet. Oder könnt ihr euch an ein Spiel der letzten Jahre erinnern das dieses besondere “Feeling” wieder wach gerufen hat?

    … Habe ich schon erwähnt das ich Metroid möchte? :-)

  12. jein. schwerer war damals sicher vieles, das stimmt. andererseits habe ich im nachhinein das gefühl, dass damals wesentlich mehr und abwechslungsreichere spiel-ideen umgesetzt wurden. wenn ich heute durch den mediamarkt laufe habe ich das gefühl, dass 25% egoshooter sind, 25% ea-sportspiele, 25% ww2-dinger und die restlichen 25% sind, ähm, wow. aha-effekte wie z.b. bei world of goo sind äußerst selten.
    was paradroid angeht – ich kenn nur die umsetzung für den amiga (paradroid 90). extrem schwer, aber hat sich ins hirn gebrannt. und irgendwann würde ich das gerne nochmal durchspielen… irgendwann. ;)

  13. har, mir fällt dazu noch was ein: erster “echter” rechner war bei mir ein sharp mz800. da lief ein donkey-kong-clone namens “advoka” drauf. den hab ich als kind bis zum umfallen gespielt. problem: ab einer gewissen punktzahl (nach 5-6 stunden spielzeit….) und mehr als 9 bonus-leben wurde die anzeige am oberen bildschirmrand zu schmal (ich vermute mal es waren plötzlich mehr als 40 zeichen) und das ganze spiel schmierte ab. soviel zu “kaum jemand würde so weit kommen”…

  14. CheeseFighter

    Leider/Zum Glück bin ich mit 19 Jahren noch viel zu jung, um von “guten alten Zeiten” zu reden, aber ich hab hier noch nen Sega Mega Drive rumstehen.
    Und Ecco The Dolphin.
    Eigentlich nicht wirklich schwer, aber ich hab es nie durchgespielt.

    Aber eins hat sich mit Sicherheit nicht zum besseren verändert:
    Die Geldgier der Spieleentwickler.
    Vor allem, wenn man bemerkt, dass am gleichen Tag, an dem das Spiel rauskommt, gleichzeitig ein Map Pack auf XBox Live erscheint, für das ich dann nochmal extra blechen soll, um wirklich Spaß zu haben. Das is eine Schweinerei!

  15. Viel Ansatz zum Diskutieren bietet der Text ja nicht…
    Ich versuche es aber trotzdem mal (answering the call, Herr Ranor).

    Zu erst einmal, der C64 Port von Ghost’n'Goblins ist Scheiße, weil er mit der Vorlage mal kaum was zu tun hat (und viel verpasst hast Du nach Level 3 auch nicht: http://www.youtube.com/watch?v=W6wnGk5-mcI – ich finde geil das Satan fehlt, und das man schon beim ersten Mal gleich die Prinzessin rettet…). Wie generell ein Großteil der C64 Bibliothek eigentlich ganz großer Abfall ist, rein vom Standpunkt der Spielbarkeit und des Schwierigkeitsgrades betrachtet.

    Dein Text passt soweit zur Heimcomputerszene Anfang der 80er und frühen 90er (Shadow of the Beast :D), dennoch stellt er nur die eine Seite von Retrogaming dar, nämlich die Kackspiele (so ansprechend sie optisch auch sein mögen) und den Schund auf Heimcomputern. Nun gibt’s ja noch ein paar Konsolen, und den Gameboy. Die Technikseite stimmt hier auch absolut (sprich; je mehr Bling desto besser und es gibt einige verdammt beeindruckende Sachen!), allerdings in Sachen Spielbarkeit und Schwierigkeitsgrad würde ich dir absolut nicht zustimmen.
    Ein Super Mario Bros. oder Donkey Kong ist absolut spielbar und ein Paradebeispiel für das komplette Gegenteil zu deinem Text. Easy to learn, hard to master… mit Lernkurve, und vielen Tricks & Kniffen die man so erstmal gar nicht checkt. Dazu absolute Kurzweil verpackt in Arbeitnehmer-veträgliche Zeiteinheiten. Während ich mir auf PS360 noch die Software-Lizenzen Copyrightbidlschirme durchklicke und auf den Startbildschirm warte, habe in Super Mario Bros. schon die erste Warpzone erreicht und springe durch World 4-1.

    Natürlich sind Sachen wie fast alles von OCEAN Scheiße, weil style over substance, natürlich gibt es eine Unmenge Lizenzschrott und einfach schlechte Titel.
    Aber mal ernsthaft, wenn wir von Retro sprechen, sprechen wir bestimmt nicht von Kasumi Ninja sondern von friggin’ Mortal Kombat II. Und letzteres war Gott – und zwar auf nahezu jeder verdammten Plattform auf der es erschienen ist (sans Gameboy, Gamegear und Master System). Es geht nicht um Midnight Resistance oder Mutant Chronicles, sondern um Contra und Metal Slug. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
    Klar gibt man sich auch gerne dem einen oder anderen Nostalgieflash hin und findet was gut was eigentlich Rotz ist, aber das ist dann eben auch oder nostaligscher Verklärung einzusortieren und ändert nichts an den großen Retromeilensteinen.

    Denn ganzen Absatz “Apropos nicht ganz leicht” würde ich als unhaltbar bezeichnen. Neben ↑, ↑, ↓, ↓, ←, →, ←, →, B, A in solchen Spielen für die Controller-Legastheniker oder Ungeduldige sind verdammt viele “unschaffbare” Spiele erstaunlich schaffbar wenn man sie erstmal durchschaut hat. Ist alles eine Frage der Übung und Gewöhnung.
    Zu dem Rest sage ich mal nichts, “Sowas wie richtig ausgefeiltes Gameplay von Anfang bis Ende gab es selten” ist absoluter Bullshit, der wirklich nur für den Brotkasten gilt.

    Neben den bunten Anzeigen speziell in Videospielzeitschriften gab es auch noch den einen oder anderen Test (damals übrigens wesentlich kritischer als heute) und Scheiße wurde auch als Scheiße abgestempelt. Selbst Perlen wie Shinobi 3 kratzten damals nur an der 80er Marke… und von Ausrutschern (legendär; Rise of the Robots 93% in der Amiga Joker!) abgesehen war man eigentlich sehr gut beraten, wenn man es denn sein wollte.

    Davon abgesehen gab es Versandhändler mit denen man via Telefon plauschen konnte, es gab Fanzines, An/Verkauf/Tausch-Kleinanzeigen und Kaufhäuser in denen, wenn man nett fragte, auch ein Probespiel gewagt werden konnte. Also so wie heute, nur mit richtigen Menschen und draussen. Weniger anonym, und irgendwie schöner.

    Der Teil zur Originalität ist doch aus heutiger Sicht hinfällig… es gibt kaum ein Retrogenre in der modernen Welt, selbst der Schrott ist im Vergleich zu aktuellen Genres originell, weil es ja kaum Vergleichbares gibt (außerhalb der Indie-Szene, die aber auch nur so abgeht weil viele offenbar die Vorlagen nicht mehr kennen oder vielleicht gerade deswegen?).
    Ein Bionic Commando – Re:Armed oder Mega Man 10 stelle ich mir aus Sicht eines PS360 FPS-Maniacs schon sehr exotisch und eigenartig vor – wobei beide Titel für einen alten Hasen natürlich wenig Neues bieten (obwohl mir persönlich neue Robotmasters reichen ;P).

    Retrospielen bedeutet aber (für mich!) weniger Originalität, als einfach ein “tightes” Spielgefühl, übersichtlicher, schneller, präziser. Auch wenn man in Gears und Contra grundlegend dasselbe macht, fühlt sich das für mich bei Contra wesentlich besser an. Und Sachen wie Paradroid sind nicht wirklich stellvertretend für eine Ära in der es hauptsächlich um laufen, springen, prügeln und ballern ging, vornehmlich von links nach rechts.

    Zum Thema es gibt nichts richtiges mehr… das habe ich schon in der Actionbude geschrieben, es gibt nur noch einseitig. Das Spielgefühl zwischen 2D und 3D könnte aber grundlegend anders nicht sein, und beides kann prima nebeneinander existieren, eben weil eine ganze Dimension dazwischenliegt. Leider gibt es aber nur ein extrem, entweder nur das eine ODER das andere… warum kann nicht beides sein, oder wohlmöglich sogar beides gut finden? Selbst ich hatte meinen Spaß mit Gears of War 2 (auch wenn es nicht dieselbe Sorte Spaß war wie mit Baller-Oldies – und so schnell würde ich’s auch kein zweites Mal durchspielen) – ich würde allerdings auch nie auf die Idee kommen es gegen einen Oldie antreten zu lassen, weil das keinen Sinn macht. Und je nachdem wie man eigene Präferenzen legt findet man eben keinen Zugang zu den neuen oder den alten Sachen. Ich mag zum Beispiel Farbe in meinen Spielen, da bin ich mit vielen Ton-in-Ton Titeln gerade aus dem Shooter-Bereich ziemlich gekniffen (Killzone!).

    Insofern finde ich die ganze Argumentation und Vergleiche zwischen Oldies und aktuellen Spielen relativ müßig, wenn’s dir nicht gefällt… Schade, aber da kann man nichts machen. Dein Text schießt aber weit über’s Ziel hinaus und funktioniert als allgemeines Statement zu Retrogaming nicht (andere Aspekte wie das Sammeln von Originalhard- und software finden zum Beispiel gar keine Erwähnung, die nochmal einen ganz eigenen Reiz haben, aber in der Welt der standardisierten DVD-Hüllen auch keine rechte Entsprechung mehr finden).

    Und so könnte ich noch weiter reden…. fasse es aber mal zusammen mit: früher war nicht alles besser, früher war alles anders. Und mir schmeckt das “alles anders” einfach viel besser. Und ich habe trotzdem ne’ PS3 und 360 stehen.

  16. Wir haben bei Funcom vor einigen Jahren mal den C64 (-Emulator) und 2 Competion Pro (gibt’s ja als USB) rausgekramt, und auf einer Leinwand gezockt. Vorher haben wir alle Beteiligten gebeten, mal die Spiele zu listen, von denen sie glauben, dass sie heute noch Spass machen wuerden.

    Au weia.

    Um’s kurz zu machen: Winter Games hat uns eine Menge Spass gemacht. Bubble Bobble war prima, weil Musik und Schwierigkeitsgrad passen, und das ein Co-Op Spiel ist. Nebulus ist immer noch einfach ein nettes Spiel. Aber sonst waren das fast alles Gurken. Defender of the Crown? Grauenhaft traeges Spielprinzip. Stunt Car Racer? Bestes Beispiel fuer was du zum Thema Technik vs. Spieldesign geschrieben hast. The last Ninja? Wer hat sich diese Steuerung ausgedacht?

    Frueher war nicht alles besser. Aber es ist viel mehr experimentiert worden, und es gab nicht nur 3 Genres von Spielen. Es gab viel mehr Spiele, weil die Entwicklungszeiten so viel geringer waren. Das wuensche ich mir schon zurueck.

    Am Ende haben wir dann uebrigens einen Amiga-Emu angeschmissen und Pinball Dreams bzw. Another World gespielt, beides grandiose Spiele die bis heute Fun machen.

  17. So, dann will ich mal…

    @mkraxx @player1 : Feine Beiträge!

    @Enno: Ja, eine gute Idee ist auch heute noch eine gute Idee.

    @aulbath: Zuerst einmal, ich erstarre in Ehrfurcht vor so einem machtvollen Kommentar. Danke! Mein Text beginnt nicht ganz zufällig mit einem “ICH” – ich schreibe da rein subjektiv aus meiner Erfahrung und in der kamen Konsolengames dieser Ära einfach nicht vor. Das sind eben meine Erinnerungen und nicht deine; es geht mir hier auch nicht ums Sammlertum – da bin ich eher unromantisch und das ist mir so egal wie die Verpackung eines Spiels. Mir geht’s eher um diese süßlich-nostalgische Rückwärtsgewandheit.
    Zu ein paar anderen Punkten:

    Da muss ich dir doch entschieden widersprechen, was die damals angeblich kritischere Presse angeht – da lebten wir scheinbar auf anderen Planeten.

    Ich habe keine Zahlen darüber, ob es heute weniger Spiele insgesamt gibt – ich habe allerdings das Gefühl, dass sehr viele gar nicht mehr besprochen werden und lieber direkt in den Grabbelkisten im Supermarkt landen. Richtig schlechte Spiele kommen IMHO erst gar nicht erst in den Redaktionen an oder werden nicht besprochen.

    Ich sehe auch nicht recht, dass die Konsolengames nun insgesamt – abgesehen von den Klassikern – so viel besser waren, sondern eher noch festgefahrener was Genres angeht.

    Wir haben heute eine ziemlich rührige Indieszene, die auch eine Menge cooler Sachen auf dem Markt bringt. Auch die Majors machen schonmal tolle Sachen – insgesamt finde ich heute mehr Abwechslung, wenn ich mir ein wenig Mühe mache und etwas nachschaue. Sowas wie Casual Gaming ist ja auch eine ganz neue Entwicklung mit ganz anderen Spielertypen.

    Zu dem Rest sage ich mal nichts, “Sowas wie richtig ausgefeiltes Gameplay von Anfang bis Ende gab es selten” ist absoluter Bullshit, der wirklich nur für den Brotkasten gilt.

    … das sage ich nicht nur zum Brotkasten, das sage ich bis heute zu absolut jeder Plattform die ich in die Flossen bekommen habe – “selten” bedeutet ja nicht, dass es nicht vorkommt. Heute sehe ich allerdings eher eine Tendenz zu Designs, die auch ein normaler Mensch durchspielen kann.

    Allerdings: Die teiten, arcademäßigen Spiele vermisse ich auch, das hat aber sicher auch mit dem Niedergang der Automatenspiele selbst zu tun.

  18. @denis: Ja, ich habe auch zwei Mal angesetzt bevor ich das Ding letztlich abgeschickt habe.

    Das dein Text subjektiv ist, steht außer Frage – dennoch hast Du ihn ja nicht ohne Grund niedergeschrieben. Das Konsolen in deinen Ausführungen keine Grundlage spielen habe ich mir zwar schon beim Lesen des Textes gedacht, aber damit fehlt ja schon der Löwenanteil an Retrogames – Du kehrst also ca. 3000 Spiele (+/-, N64 nicht dazugezählt) mal eben unter den Teppich ohne diese zu kennen. Was ja dann grundlegend schon am Retrogaming in der Jetztzeit vorbei geht. Denn Sammelaspekt und einfache Nostalgie außen vor, stellt man sich ja wie gesagt nicht unspielbaren Schrott hin, sondern sucht die technisch/spielerisch gut gemachten Sachen, die ein Erlebnis bieten was es heutzutage eben nicht gibt.

    Die “süßlich-nostalgische Rückwärtsgewandheit”, von der auch die anderen “Retrogamer sind ewig von Gestern”-Texten auftaucht, wo finde ich die? Hast Du dafür Beispiele? In der Regel hilft da ein realitycheck (der bei manchen länger, bei manchen kurze Zeit dauert) und dann gibt’s zwei Möglichkeiten – entweder man bleibt dabei, oder läßt es bleiben. An Orten wo wirklich Retrogamer rumhängen wirst Du sehr selten jemand finden der dir erzählt das irgendwelcher Schrott besser ist als “tolles, modernes Produkt hier einfügen”. Und selbst Grundfesten der Retroszene, wie bspw. die Retrogamer UK feiern ja nicht jeden Scheiß ab, nur weil er Retro ist (da sehe ich wie gesagt in der Indie-Szene viel mehr Gefahr).
    Ich kann diesen Punkt also absolut nicht verstehen, und würde eher behaupten das “Früher war alles Besser” als allgemeines Statement eher der Szene angedichtet wird, als tatsächlich der Fall zu sein. Aber wie gesagt, würde mich da für Beispiele interessieren.

    Welche Presse hast Du denn gelesen? Ich kann hier nur für Funvision (waren sogar ohne % Wertungen, wenn ich mich recht entsinne – nur Textfazit), Videogames und Powerplay sprechen. Im direkten Vergleich zu heute würde ich schon sagen, da ging mehr… immerhin wurde das eine oder andere Mal ein größerer Zahlenbereich als 75-90 genutzt.

    Ansonsten, es gibt heute weitaus mehr Spiele als früher – letztes Jahr wurden ca. 360 Spiele allein für Nintendo DS veröffentlicht. Das sind schon 60 mehr als JEMALS für das Master System (in Europa) rauskamen. Ansonsten wurden die letzten Jahre ca. 1000 neue Spiele veröffentlicht. Was ca. der doppelten Menge an jemals in Euroland erschienen Sega Mega Drive Spielen entspricht. Selbst für eine PS2, die ja “eigentlich” abgelöst ist, kamen noch knapp 100 Titel! Das sind gigantische Mengen die an sich erstmal vor Augen führen muss. Quelle: http://www.gamasutra.com/view/news/26635/Report_1099_Games_Released_In_2009_Down_Slightly_From_2008.php

    Und da ich kein Iphone habe kann ich’s nicht bestätigen, aber 50.000 game apps, kann das sein? Wenn ich so überlege das die Retrokonsolen (keine Heimcomputer) zusammen in allen Regions auf ca. 3500 Spiele kommen und ein komplettes MAME Set etwa auch nochmal 3300 Spiele umfasst ist das schon SEHR, SEHR krass.

    Wer soll das alles besprechen? Und vorallem, wer will das alles wissen?

    Was Konsolengames besser macht? Sie waren häufig wirklich durchspielbar. Technisch stärker und qualitativ (innerhalb der typischen Genre) sauberer. Konsolen-RPGs in denen man sich “verspielen” konnte, kenne ich eigentlich keine. Das sieht bei Ultima und Co. schon anders aus (obwohl das eigentlich auch wieder ein Apfel und Birnen Vergleich ist, aber so kommt man eben vom Hundersten ins Tausendste).

    Mit Batteriespeicher und wirklichen “Heim”spielprinzipen, die zwar immernoch an Arcades angelehnt waren, aber eben nicht mehr nach diesen Grundprinzipien funktionieren mussten bzw. diese Entschärfen konnten, würde ich schon sagen das Konsolenspiele überlegen waren. Immerhin, die einzige Aufgabe der Maschinen war ja zu bespaßen, sonstige kreative Formen der Unterhaltung oder gar “Sinnvolles” waren ihnen fremd.

    insgesamt finde ich heute mehr Abwechslung

    Das sehe ich auch so, aber nicht unter Ausschluß von Retrogaming, sondern mit Retrogaming als einem Teil des Ganzen. Ich sehe keinen Widerspruch morgens Bejeweled im Bett zu zocken, tagsüber Frags zu verteilen und abends noch ein paar Level mit Mario zu absolvieren.

    … das sage ich nicht nur zum Brotkasten, das sage ich bis heute zu absolut jeder Plattform die ich in die Flossen bekommen habe – “selten” bedeutet ja nicht, dass es nicht vorkommt. Heute sehe ich allerdings eher eine Tendenz zu Designs, die auch ein normaler Mensch durchspielen kann.

    Da wären jetzt wieder Beispiele spannend. Ich sehe da keine große Veränderung zu früher, schrittweise werden neue und kompliziertere Elemente eingebaut um dann abschließend in einem krassen “Jetzt zeig mal was du gelernt hast” Abschnitt vor dem Ende nochmal alles zu geben. Zwischendurch gibt’s dann nochmal den einen oder anderen Abschnitt mit etwas Abwechslung (rumfahren, rumfliegen, you name it). Da unterscheiden sich die Battletoads nicht viel von Killzone 2. Wobei das alles natürlich nicht nur für “klassische” Spiele gilt. Lediglich die Bestrafung fällt milder aus, und wurde an die “attention span” der Zielgruppe angepasst.

    Abschließend; After Burner Climax! :D

  19. ohmann…. natürlich hast du recht, dass retro nicht automtatisch gut ist. damals gab es sogar ein haufen schrottspiele.
    und allein nostalgie macht auch kein gutes spiel aus.

    aber man kann durchaus neue frische konzepte nehmen und in oldschool grafik und sound verpackt ganz tolle sachen machen.

    schau dir mal Terry Cavanagh’s VVVVVV – dann reden wir weiter ;D

  20. ich glaube wenn man sagt “früher war alles besser” dann sind zumindest damit häufig die Ideen und die komplexität gemeint. Zeitlose Klassiker wie Deus Ex, X-Com, Theme Hospital spiel ich heute noch gerne. Dagegen kann mich beispielsweise soetwas wie Call of Duty XIII – Modern Crystal Chronicle Warfare 24 irgendwie nicht so begeistern oder fesseln.

    Ich sehe es eher so das heutige Spiele wie Deus Ex 2 sind, wärend viele Spieler Deus Ex 1 nachtrauern und dann Bioshock bekommen.

  21. @Jay: Exakt das wollte ich sagen. Aber auch: Die Herangehensweise an Spiele muss eben auch der Zeit entsprechen.

    @Kreon Ja, vielleicht. Wobei ich nicht sagen würde, dass gerade Bioshock ein schlechteres Spiel ist.

    @aulbath: Verzeih mir bitte, dass ich nicht auf jeden Punkt eingehen kann. Aber das hier:

    Lediglich die Bestrafung fällt milder aus, und wurde an die “attention span” der Zielgruppe angepasst.

    … war eigentlich die leicht als herablassend zu verstehende Meinung vieler “Oldtimer” über “moderne Spieler”, auf die ich hinauswollte. Wir haben nämlich nicht mehr nur eine Zielgruppe – nicht mehr den 10Jährigen männlichen Hardcorezocker, der langsam älter wurde und sich nach c64 und Amiga einen PC zugelegt hat (und ich vereinfache hier absichtlich) – sondern eben einen sehr viel bunteren Markt, der sich vom damaligen “WOW, Computerspiele! Egal was, wir machen die Nacht durch!” zu einem sehr viel anspruchsvolleren Konsumenten gewandelt hat, der unterhalten werden möchte ohne allzuviele Frusterlebnisse. D.H.: Das Spiel soll mich entspannen und nicht nerven, sonst ist es weg. Man muss mitunter sehr aufpassen, um nicht in eine “Die Jugend von heute ist nix mehr gewöhnt!”-Haltung zu verfallen. Das wäre sehr schade.

    Ich bin selbst auch einer, der damals nächtelang Karten auf Karopapier gemalt hat und “Automapping in Rollenspielen” als ein Zugeständnis an verweichlichte Schlappschwänze hielt. Kommerzscheiße.

    Ich war ein Dorfkind ohne viele Freunde in einer anderen Epoche :)

    Bei Zeitschriften dachte ich noch eine Ära vor der PowerPlay zurück, als es hierzulande importierte englische Hefte wie Zzap! oder C&VG (die wurde sogar mal indiziert!) und als ungefähr einzige deutsche Publikation mit Spieleschwerpunkt die berüchtigte ASM.

    Das Konsolenspiele oft technisch und spielerisch besser waren als Multi-Plattform Designs für die Computer – klar, ist so: Heute sind ja auch die Exklusivtitel div Konsolen oft die Sahnestückchen. Es gab dennoch immer genug gute Games, sogar fürn Brotkasten.

  22. Der Amiga Joker ist sowieso die einzige relevante Begründung, warum früher alles besser war.

    Na gut, und die PC Player (? – diese eine Zeitschrift, in welcher der Leser gesiezt wurde).

    Vielleicht war ich damals unkritischer, ganz sicher leichter zu begeistern, aber ich behaupte, dass diese Titel sehr viel unterhaltsamer _und_ informativer waren als alles, was heute so herumgeschrieben wird.

  23. … war eigentlich die leicht als herablassend zu verstehende Meinung vieler “Oldtimer” über “moderne Spieler”, auf die ich hinauswollte.

    Ob das jetzt herablassend ist, sei mal dahingestellt. Ich meinte mit “Zielgruppe” auch weniger die Jungspunde die gerade mit dem Zocken anfangen (da gibt’s genug die sich das Leben sehr schwer machen, siehe E-Sports und Co., und all die Menschen die GS sammeln oder Spiele nur auf schwer durchspielen… ich mache mir keine Sorgen um die Hardcorefraktion, und finde “klassische” Spiele heutzutage sowieso unheimlich kompliziert), sondern eher Leute wie mich, gefangen in der nine-to-five-Hölle, die unter der Woche fast gar nicht mehr zum zocken kommen und auch am WE nur ein paar Stunden für größere Spielprojekte abzwacken können. Moderne Spiele zocke ich grundsätzlich erstmal nur auf ultra-easy, weil ich gar nicht die Zeit und Lust habe mich mit einem Titel der beim Durchrennen schon 20 Stunden dauert noch zusätzliche Stunden zu beschäftigen um ihn zu lernen. Da ist mir mittlerweile echt die Zeit zu Schade. Hab’s ja an anderen Stellen schon öfter geschrieben, ein Spiel was sich nicht an einem Wochenende “lösen” lässt, spiele ich selten durch – es sei denn es ist wirklich gut, oder ich habe Urlaub.

    Die Jugend von heute ist nix mehr gewöhnt!

    Das liegt mir fern. Wo oben schon geschrieben, Autosaves und co. sind einfach cooler Komfort, den es auch zu unserer Zeit gegeben hätte, wenn das technisch drin gewesen wäre. Kein Mensch hat Bock auf 28-stellige Passwörter, und Kartenzeichnen wollte ich nach Lands of Lore auch nie wieder (beste Automap EVER!).

    Ich war ein Dorfkind ohne viele Freunde in einer anderen Epoche

    Same here. Mit dem Bonus das das Land in dem ich geboren wurde nicht mehr existiert!

    ASM und Happy Computer also… na, gut… das war vor meiner Zeit, wobei zumindest die ASM ja auch noch eine ganze Weile bis in die Konsolenhochzeit existierte, wenn ich mich recht entsinne.

    Es gab dennoch immer genug gute Games, sogar fürn Brotkasten.

    Ein paar ordentliche Sachen waren da schon dabei, natürlich. Aber qualitativ war’s schon ein Schritt vom Spectrum / Vic 20 / C64 zu den “dedizierten Telespielen” der frühen 90er. Sowohl inhaltlich als auch technisch.

    Allerdings, immer wenn ich für ein paar Tage bei meinen Eltern bin, schmeiß’ ich meinen A500 an – Heimcomputer hauen rein (Amiga aber weitaus mehr als C64 ;P).

  24. Robert Hanslmüller

    Ich spiele ja für mein Leben gerne Mahjong

  25. robert, spielst du eigentlich gerne mahjong?

  26. Yay, endlich passiert hier wieder mal was!

  27. Hejhej ihr Antigamer! Waren die letzten Artikel nur die Todeszuckungen eines darniederliegenden Dinosauriers, oder kommt noch was nach?

  28. Was für eine schwache Argumentation. Selbst wenn man damals Spiele auch lieber mit Grafik statt mit Innovationen verkaufen wollte ist das noch lange kein Argument dagegen, daß die Spiele damals nicht doch besser waren.

    Wieso gibt es in dem Artikel keine Vergleiche mit heutigen Spielen? Jemand der die These “früher war alles besser” aufstellt macht auch direkte Vergleiche von Spielen und orientiert sich an der tatsächlichen Gameplayqualität. Auf selbigen Niveau darf man dann doch wohl auch einen Beitrag von der Gegenseite erwarten.

    Aber da kam nichts, außer ein Marketingvergleich. Was für ein unbrauchbares Geschreibe.

  29. @Hanso
    Na ich bin zwar auch der Meinung, dass frueher die Spiele besser waren, aber so unrecht hat der Artikel auch nicht. Ich spiele zum Beispiel regelmaessig MAdTV, immer wieder gerne, aber mehr als ein oder zwei Tage gibt so ein Spiel nicht her, und dann stoeren einen auch schon die ganzen Bugs und Unzulaenglichkeiten. Und das gilt fuer sehr viele Spiele aus der Zeit.

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