Remakes haben kurze Beine

dinoUltima

Es kann gut sein, dass ich der größte Ultima-Fan unter den Antigamern bin – schließlich war Ultima V: Warriors of Destiny das erste Computerspiel für das ich damals tatsächlich richtiges Geld (und nicht wenig davon) ausgegeben habe. Seitdem habe ich kein Ultima mehr verpasst. Nun sind seit dem wackligen neunten regulären Teil 13 Jahre vergangen, Richard “Lord British” Garriott hat Origin verlassen und die Firma selbst wurde (danke, EA!) inzwischen aufgelöst. Trotzdem gibt es nun ein neues Lebenszeichen der großartigsten Computerrollenspielreihe überhaupt – Ultima Forever, herstellt von Bioware unter der Federführung des begeisterungsfähigen Paul Barnett (Ex-Warhammer Online/Mythic).

Na gut: Es wird kein MMO, aber Free to Play und natürlich irgendwie social. Es wird bunt und knuddelig. Es hat nur noch zwei Charakterklassen und einen grafischen Stil, der in seiner knubbligen Dackelbeinigkeit nicht gerade auf Begeisterungsstürme unter den altgedienten Fans hoffen darf. Es ist sozusagen Diablo III meets Ultima in der fröhlichen Basset Hound-Version (mit einem angebauten Item-Shop). Ach ja: Das ganze findet natürlich ohne Garriott aka Lord British statt, der sich früher selbst als Herrscher im Spiel verewigt hat. Dafür gibt es… genau, ihr habt es sicher geahnt: Lady British. Wenn das nicht inspiriert ist, dann weiß ich es auch nicht.

Oh, wie habe ich die Idee gehasst. Oh, wie habe ich einen ersten Anti-Artikel begonnen. Oh, wie habe ich beschlossen, den dann doch nicht zu veröffentlichen und einfach noch einmal eine Nacht darüber zu schlafen.

Andererseits ist das Ding angeblich ein recht liebevolles Remake von Ultima IV: Quest of the Avatar. Es hat weiter eine Party mit vier Mitgliedern. Die Tugenden sind drin, all das wichtige Zeug. Die Karte sieht genauso aus wie Britannia aussehen muss. Oh ja, die Karte:

Es hat eine Karte aus Stoff! (Und noch andere kleine Kartendinger)


Eine Karte aus Stoff ist ausgesprochen wichtig für ein Ultima, wie hoffentlich jeder richtige Fan bestätigen wird, so wichtig wie Saurier für Antigames – beinahe.

Verdammt, es hat eine Stoffkarte.

Ich habe plötzlich doch Lust, das Ding mal auszuprobieren. Allerdings weiß ich nicht ganz, wie ich mit der Geschlechtsumwandlung meines Lord klarkommen werde. Mal schauen, ob sie dafür eine Gruppentherapie anbieten. Es ist wohl auch davon auszugehen, dass Garriott selbst sein Alter Ego auch wieder in sein kommendes Ultimate RPG einbauen wird. Vielleicht gründen sie ja eine Familie und … meine Güte, ich habe plötzlich solche Kopfschmerzen.

Bleibt noch der Grafikstil. Ich glaube, ich muss mich hinlegen und noch einige Monate darüber schlafen.

4 Kommentare Autor: Denis
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4 Kommentare

  1. “Von Bioware gemacht” heisst in der aktuellen Welt von EA doch “von einem Studio gemacht, dass wir gerade in Bioware umbenannt haben, obwohl es mit Bioware nichts zu tun hat”.

  2. CheeseFighter

    Hm, also wie ich in letzter Zeit des öfteren feststellen musste enthält ein Spiel, auf dem EA steht in der Regel sehr viel EA. Und Spiele ohne EA vorne drauf (bei denen EA dennoch seine Finger im Spiel hat *Wortspiel*) enthält in der Regel dann noch viel mehr von EA.

  3. Paul Barnett ist dabei und als Designerin auch Kate Flack – die kommt von Mythic, früher Games Workshop und dort aus dem Brettspielbereich. Scheinbar sind da schon einige erfahrene Leute mit im Spiel.

  4. Wer kann mir eine gute Webseite der Information von lol free champions geben? Die Webseite kann die mächtigste lol darius und schöne lol bilder liefern. Ich erwarte ein Mitglied der lol champions zu werden.

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