Braunosaurus Handbuchus

Such den Saurier!

Manchmal bekommt man Pressemitteilungen zugeschickt die etwas verzweifelt klingen. Wie zum Beispiel zu “Face Noir”. Dieses Adventure wird von Daedalic damit angepriesen, dass es ein “Erstlingswerk” sei, mit “aufwändig produzierter Faltschachtel” und “umfangreichem Handbuch”. Ich schätze man kann “Erstlingswerk” mit “von hoffnungsfrohen aber ahnungslosen Entwicklern gemacht” übersetzen. “Aufwändig produzierte Faltschachtel” bedeutet in Pressemitteilungslogik dann “vielleicht fangen wir im Saturn ja einige ähnlich ahnungslose Spontankunden”. Und “umfangreiches Handbuch” heisst wohl “Oh Gott, ich muss eine Pressemitteilung schreiben und mir fällt nichts Positives mehr zum dem Spiel ein!”.

Geht man dann auf die wirklich spektakulär lieblos gemacht Webseite, stellt man fest dass der arme Pressemitteilungsschreiber ganz vergessen hat den “innovativen Denk-Modus” zu erwähnen! Das wäre doch was gewesen, auch wenn nicht so ganz klar wird um was es sich dabei handeln soll. Aber er ist innovativ! Weniger innovativ ist hingegen die Optik des Spiels, dessen zweifarbige Gestaltung (Farbe 1: 70er-Jahre-Cordhosen-Braun, Farbe 2: etwas dunkleres 70er-Jahre-Cordhosen-Braun) sich optimal seinem 90er-Jahre-Billig-Adventure-Render-Look beisst.

So klickt man sich dann unmotiviert durch das massive Aufgebot an vier Screenshots (nichts repräsentiert “ein düsteres Noir-Abenteuer im New York der 30er Jahre, umgeben von Regen, Wolkenkratzern und Jazz-Musik” besser als ein brauner Abwasserkanal! Gefolgt von einer braunen Lagerhalle!), nur um dann auf die Sensation zu stoßen! Ein Dinosaurier!! Gut, es ist ein zweifarbig-brauner Dinosaurier in einer zweifarbig-braunen Lagerhalle (Time-to-Crate: 0 Sekunden), aber es ist ein Dinosaurier! Wieso war das nicht in der Titelzeile der Pressemitteilung?!?
Ich würde die digitale Version kaufen.

Aber dann müsste ich ja auf das umfangreiche Handbuch verzichten. Und Handbücher sind bei Computerspielen ja inzwischen auch irgendwie Dinosaurier.

7 Kommentare Autor: Richard
Dino-App-Wochen bei Antigames: Dragon Rush

Der Plan für diese Woche: (fast) jeden Tag ein ausführliches Review eines Dinosaurier-Spiels vom Google Play App Store. Und mit ausführlich meine ich knapp. Heute: Dragon Rush.

Dragon Rush? Moment, werdet ihr da rufen! Erst bemäkelt der blöde Antigames-Dino-Nerd, dass es sich bei Flugsauriern oder diversen Schwimmosauriern(*) gar nicht wirklich um Dinosaurier handelt, und dann lässt er einen Drachen als Dino durchgehen? Aber halt, liebe Freude der ludistischen Paläontologie! Dragon Rush enthält tatsächlich einen Dino. Ich würde das auch gerne beweisen, aber dummerweise ist der immer nur so kurz im Bild, dass es mir nicht gelingt einen Screenshot davon zu machen. Immerhin herrscht hier das Gegenteil vom Etikettenschwindel. Es steht nicht Dino drauf, aber es ist Dino drin!

Aber erst zum Spielprinzip, dann zum Dino. Dazu muss ich zunächst sagen, dass ich grundsätzlich unfähig bin Spiele mit dem Bewegungssensor zu steuern. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass der Sensor meines Handys nichts taugt, oder ob dass ich einfach nichts tauge. Jedenfalls scheitere ich prinzipiell an allem was darauf basiert das Gerät hin und her zu wackeln. Also auch an Dragon Rush, denn hier wird ein putziger Drache damit nach rechts und links bewegt. Er läuft dabei nach oben und sammelt goldene Münzen ein. Wenn er eine Weile keine Münzen mehr gesammelt hat: Game Over. Wenn er dabei einen Stein trifft: Game Over. Wenn er dabei einen Dino trifft: der Dino dann so “om nom nom”. Dabei ist der Dino(**) ziemlich fett, und müsste den armen Drachen nicht wirklich futtern. Aber so ist das Leben in der späten Kreidezeit. Wer nicht aufpasst, ist eine T-Rex-Mahlzeit.

Zurück zum Spiel. Wenn ich es steuern könnte (was ich nicht kann, siehe oben) dann wäre Dragon Rush eigentlich ganz okay. Es ist nicht hässlich, es macht zufriedenstellend BLINGBLINGBLING wenn man die Münzen aufsammelt und es hat einen Dino. Man könnte es schlimmer haben. Zum Beispiel wenn man die bisherigen Dino-Apps des Tages spielen müsste.

* nein, “Schwimmosaurier” ist keine offizielle monophyletische Gruppe oder gar ein wissenschaftlicher Begriff, ich bin bloß zu faul “Mosasaurier, Ichtyosaurier und Plesiosaurier” auszuschreiben. Außerdem vertippe ich mich bei dem Wort Itchyo…Ichtoy…Icktyo…verflixt.

** ein T-Rex, was sonst?(***)

*** wie wäre es mal mit einem Giganotosaurus? Dafür dass er ziemlich bad-ass ist, kriegt er erstaunlich wenig Respekt.

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Dino-App-Wochen bei Antigames: Dino Eggs

Der tut nichts. Der will das auch nicht spielen.

Der Plan für diese Woche: jeden Tag ein ausführliches Review eines Dinosaurier-Spiels vom Google Play App Store. Und mit ausführlich meine ich knapp. Heute: Dino Eggs.

Schon wieder ein Höhlenmensch. Im Kopf einiger Personen scheint wohl alles was länger als 10 Jahre her ist ungefähr gleichzeitig passiert zu sein. Der Urknall, Dinosaurier, Homo Erectus und die dritte Staffel* von MacGyver.

Action und Abenteuer! (serviervorschlagactionundabenteuernichtgarantiert)Dino Eggs kombiniert irgendwie Space Invaders and Asteroids. Space Invaders, weil sich der Höhlenmensch (seufz) unten hin und her bewegt und nach oben schießen kann. Oben bewegt sich ein Pterosaurier und spuckt Feuer (seufz) zurück. Asteroids, weil zwischen dem Höhlenmensch und dem Ptero Dinosauriereier herumfliegen, die sich zerteilen wenn sie getroffen werden. Im Hintergrund schaut dann noch ein hungrig dreinblickender aber ansonsten passiver T-Rex dem bunten Treiben zu.

Was auf dem ersten Blick vielleicht gar nicht so doof klingt (Space Invaders meets Asteroids mit Dinosauriern!) ist in der Praxis ziemlich unspielbar. Die drei Touchknöpfe am unteren Rand des Bildschirms machen es nahezu unmöglich, sich gleichzeit zu bewegen und zu schießen. Der Spaßfaktors des ganzen bewegt sich daher irgendwo zwischen Naseputzen und dem Einfädeln neuer Schnürsenkel. Immerhin: wenn der Höhlenmensch von einem Ei getroffen wird (also ständig) sieht er ganz putzig aus. 2 von 11 Koprolithen.

* Das ist die Beste. Aber das wusstet ihr ja schon.

3 Kommentare Autor: Richard
Dino-App-Wochen bei Antigames: Big Dino Fishing 3D

That's not a Dinosaur!

Der Plan für diese Woche: jeden Tag ein ausführliches Review eines Dinosaurier-Spiels vom Google Play App Store. Und mit ausführlich meine ich knapp. Heute: Big Dino Fishing 3D.

Gestern haben wir uns ein Spiel angeschaut, in dem Dinosaurier und Höhlenmenschen zusammen gelebt haben. Also zeitlich, nicht in eingetragener Lebenspartnerschaft. Ihr wisst schon. Das ist jetzt wissenschaftlich etwas fragwürdig, aber gut. Viel schlimmer ist es, ein Spiel zu machen das Dinosaurier im Namen hat, aber keine Dinosaurier im Spiel!

(Wo wir beim Thema Etikettenschwindel sind, der Film “Tyrannosaur” ist eine einzige Enttäuschung! Dino im Titel, Dinoskelett auf dem Poster und im Film? Nix! Niemand wird gefressen! Worst. Movie. Ever.)

Aber zurück zum Thema Spiele. Spezifisch zu “Big Dino Fishing 3D“. Dino im Titel, aber keine Dinos im Spiel! Man könnte jetzt argumentieren, dass Dinosaurier nun mal an Land gelebt haben. Man könnte also sagen, dass jemand der versucht welche zu fischen dabei zwangsläufig erfolglos bleiben muss. Das wäre jetzt auch nicht ganz falsch. Aber Big Dino Fishing könnte ja auch ein Spiel sein in dem man einen großen Dinosaurier spielt der fischt!

Ich hätte dafür auch den perfekten Kandidaten! Ichthyovenator! Der hat sogar den perfekten Namen für das Spiel! Aber nichts. Stattdessen spielt man einen menschlichen Fischer. Auf der Suche nach Dinos. Nun gab es in den guten alten Zeiten(*) ja noch andere coole Tiere die im Wasser gelebt und somit zumindest theorisch fischbar waren. Plesiosaurier zum Beispiel. Oder Mosasaurier. Oder Ichtyosaurier. Das sind zwar keine Dinosaurier, aber hey, trotzdem cool. Also habe ich mit dem Handy gewackelt, meine Leine ausgeworfen und Saurier gewartet. Mit folgendem Erfolg.

 

 

 

 

 

 

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass man in Big Dino Fishing weder Dinos nach Saurier an den Haken bekommt. Und schon gar keine Dinosaurier. 0 von 7 Dinofedern.

* Das sind die Zeiten in denen es noch Dinosaurier gab.

 

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Dino-App-Wochen bei Antigames: Caveman 2

caveman2

Der Plan für diese Woche: jeden Tag ein ausführliches Review eines Dinosaurier-Spiels vom Google Play App Store. Und mit ausführlich meine ich knapp. Heute: Caveman 2.

Wie wir ja alle wissen, haben Höhlenmenschen mit Dinosaurier zusammen gelebt. Wir lernen dieses wichtige Faktum in Museen und bringen es unseren Kindern mit Hilfe von Spielzeug bei. Caveman 2 (bei dem es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um den heiß erwarteten Nachfolger zu Caveman 1 handelt) nutzt diesen historisch eindeutig belegten Umstand* um daraus ein Endless-Running Spiel der Marke Canabalt oder Temple Run zu machen.

Das funktioniert so: Der kleine Höhlenmensch läuft von links, die Dinosaurier kommen von rechts. Von Dinosauriern gefressen werden ist schlecht und in Löcher fallen auch. Glücklicherweise kann der kleine Höhlenmensch mit einer Axt hauen und springen. Große Kunst ist das nicht. Auch wenn der Google-Play Rezensent “Sachin” sehr prägnant feststellt, dass es “Gud game Ful time pass” ist, so muss man doch gewissen Schwächen feststellen. Zum einen macht es wenig Spaß. Zum anderen, na ja, siehe: zum einen.

Man muss aber auch “Shoeb” recht geben, der schreibt “its fuulllyyy time pass”. Mit diesem tiefschichtigen Essay ist es Shoeb gelungen die klaren Stärken des Titels hervorzuheben: er hat knuffige Dinosaurier! Und man kann einen Triceratops reiten! Oder wie Google Play sagen würde: 4.4 von 5 Sternen!

* (Umstand nicht eindeutig historisch belegt. Oder überhaupt belegt. Nicht mal mit Salami.)

7 Kommentare Autor: Richard
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Äh….3?

Es ist E3! Zeit für neue Konsolen! Neue Spiele! Neue Ideen! Dinosaurier! Außer es ist gleichzeitig das Jahr 2012, dann gibt es nichts davon. Trotzdem folgen in zufälliger Reihenfolge ein paar Gedanken zu den paar Brosamen die uns die Spielebranche gestern vor die Füße geworfen hat.

Watch Dogs ist mit Abstand der interessanteste Titel den es zu sehen gab. Klar, gegen Ende des Trailers degeniert das ganze dann doch wieder in eine Schießerei mit Cover-Mechanik, aber das Spiel ist wenigstens konzeptionell ambitioniert. In der Hinsicht wirkt es auch mich fast wie ein Nachfolger zum ersten Assassin’s Creed. Außerdem hat es erstklassigen Regen.  Regen ist immer gut.

Apropos Regen, Beyond hat mich auf den ersten Blick nicht vom Hocker gehauen. Immerhin hat der Trailer die Frage geklärt warum das Mädchen aus The Last of Us ein neues Design bekommen hat und jetzt nicht mehr aussieht wie Ellen Page. Sony hat nämlich die echte Ellen Page angeheuert um in Beyond die Hauptrolle zu spielen. Da wäre es wohl etwas peinlich gewesen, wenn die gemerkt hätte dass sie ohne gefragt zu werden auch noch in einem anderen Spiel des gleichen Verlegers aufgetaucht wäre. Ansonsten sieht der Trailer jetzt nicht schlecht aus, zeigt aber noch keinerlei Spielmechanik und bietet auch auf den ersten Blick keine so spannende Geschichte. Ich bleibe mal vorsichtig optimistisch. Vorsichtig.

Wo wir gerade von The Last of Us gesprochen haben: das ist eins von diversen Spielen dieses Jahr die  eigentlich interessant sein könnten, sich aber durch ein ungebührliches Maß an Gewalt  auszeichnen. Muss hier wirklich jeder Schädel mit sattem Knackgeräusch und Blutfontäne eingeschlagen werden? Immerhin zeigt sich das Mädchen das mal aussah wie Ellen Page davon nicht vollständig unbeeindruckt. Möglicherweise ist es im Kontext der Geschichte weniger plakativ-krass wie im Trailer?

Zum Thema krass: Tomb Raider. Oh Gott, nein Danke. Selten habe ich bei einem Trailer eine so starke und sofortige Abneigung gegen ein Spiel entwickelt. Für Fans der Saw-Filme mag es ja eine gewissen Anziehungskraft haben Lara dabei zuzuschauen wie sie gequält wird, aber ich brauche das nicht. Allein die Soundkulisse aus permanentem Schreien und Stönen war ziemlich abstoßend. Was das mit Tomb Raider zu tun haben soll, ist mir sowieso nicht klar. Kein Interesse.

Eine ähnliche Reaktion habe ich auch auf Far Cry 3. Wenn man großmütig sein will, kann man den Entwicklern unterstellen dass FC3 eine Homage an Conrads Heart of Darkness wird, eine düstere Reise in die Untiefen der menschlichen Seele, welche es dem Spieler erlaubt die Dualität seiner eigenen Natur zu erforschen. Entweder das oder sie haben einfach nur jede Menge Titten, Drogen und Gewalt in einen First Person Shooter gepackt. Nennt mich zynisch, aber ich tippe auf letzteres.

Dagegen ist ist der Hitman: Absolution Trailer in dem der Hitman eine Kompanie leicht bekleideter Kampfnonnen ermordet, geradezu harmlos-amüsant. Nicht dass er dafür sorgt, dass ich das Spiel haben will, aber warum gerade der Trailer die Gemüter erhitzt hat, kann ich mir jetzt nicht wirklich erklären.

Der Pitch von Star Wars 1313 dürfte recht kurz gewesen sein: “Lasst uns eine exakte Kopie von Uncharted machen. Aber mit Star Wars Lizenz!” So sieht das Ergebnis dann auch aus. Wie Uncharted, nur in ödem Grau. Oder wie ein PR-Mensch es nennen würde: “mature and gritty”. Sieht nicht unbedingt schlecht aus, aber zu Uncharted gehört mehr als gut inszenierte Cliffhanger und eine gesunde Dosis Cover-Shooting. Zum Beispiel Farben und interessante Charaktere. Trotzdem, “Uncharted: Star Wars” ist jetzt nicht das schlechteste Konzept der Welt und die Grafik ist schon gut, trotz Graufilter. Schaunmermal.

Wo wir gerade von überstrapazierten Franchises reden: es gibt ein neues Halo! Und das sieht genau so aus wie…die alten Halos! Da mich Halo nie sonderlich gefesselt hat, ist das eigentlich die einzige Info die ich brauche um es zu ignorieren.

Ignorieren werden werde ich wohl auch das neue Splinter Cell. Das einzig neue Idee die sie hier hatten war es wohl Michael Ironside zu feuern und Sam jetzt durch einen langweiligen Nobody spielen zu lassen. Obwohl “feuern” vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck ist, denn sie haben Michael Ironside explizit angeheuert um ihn in einem Video davon erzählen zu lassen, dass er gefeuert ist und Sam jetzt durch einen langweiligen Nobody gesprochen wird. Hä?? Die Begründung für den Schauspielerwechsel ist dann in etwa so: sie machen jetzt Motion Capture und Michael Ironside hat nicht den gleichen Körperbau wie Sam Fisher. Genau deswegen hat ja schon Avatar nicht funktioniert. Sam Worthington hat einfach nicht den gleichen Körperbau wie ein 3 Meter großer Na’vi. Hätte sich James Cameron auch denken können, der Anfänger!

Ganz nebenbei hat Ubisoft auch noch ein neues Assassin’s Creed für die Vita angekündigt: Assassin’s Creed III: Liberation. Na gut, ich habe keine Vita, und da ich all die müdenPlaystation-Franchise-Abkömmlinge für die PSP ignoriert habe, werde ich das auch für die Vita schaffen. Aber es spielt in New Orleans, was fast schon ein interessanter Ort ist. Und es spielt im Jahre 1768, was fast schon ein spannender Zeitpunkt für New Orleans ist, da der Ort in diesem  Jahr von französischer in spanische Hand wechselte. Was wiederum zu einer (erfolglosen) Revolte führte, in der unter anderem deutsche Siedler eine wichtige Rolle gespielt haben. Man darf sich auf viele schlechte Akzente bei den Sprechern gefasst machen.

Apropos müde Franchise-Abkömmlinge. es gibt ein neues Gears of War Prequel-Dings! Ich muss gestehen, das interessiert mich nicht die Bohne. Obwohl, ich muss ja gestehen, Bulletstorm war super. Und das neue Gears of War ist von People Can Fly. Und die haben Bulletstorm gemacht. Vielleicht sieht es wie Bulletstorm nur doof aus und ist heimlich super? Vielleicht, aber ich bezweifle dass ich 60€ ausgeben werde um das zu testen. Nicht mal für euch. Außer ihr sagt ganz lieb bitte. Mal schauen.

Ich habe übrigens nicht die geringste Ahnung was dieses Wonderbook Ding von Sony ist. Hat das was mit Harry Potter zu tun? Das Trailer impliziert das ganz stark, sagt es aber nicht explizit. Normalerweise bedeutet: nein, hat es nicht, sie möchten nur dass wir es denken. Außerdem taucht mitten im Trailer eine scheinbar von der Rechtsabteilung angeforderte Stimme auf, die einem sorgfältig erklärt, dass dieser Trailer nichts mit dem eigentlichen Spiel(?) zu tun hat. Äh, was?

Wenn ich da so über diese Liste und dann in mich gehe, freut sich wohl primär meine Playstation auf die Zukunft. Zumindest wenn man bei einer so mageren Ausbeute überhaupt von Freude reden kann. Microsoft hat eigentlich gar nichts angekündigt, oder? Machen die keine Spiele mehr? Also außer Halo? Ich habe gehört die Xbox kann jetzt Musik spielen? Auf schlauen Gläsern? Weckt mich wenn es Spiele gibt.

Ubisofts hat zwar ein ganz ordentliches Programm an Spielen vorgestellt (unter anderem mehr Rayman: Origins!) aber den Peniswitz-besessenen Diddlididi-Mann vom letzten Jahr durch zwei Leute zu ersetzen die offensichtlich lieber drei Jahre in einem kongolesischen Gefängnis verbracht hätten als noch einen weiteren total spotanen Witz vom Teleprompter abzulesen, hat nicht wirklich funktioniert. Die arme Frau wurde nach jeder Videoeinspielung gezwungen pseudo-enthusiastisch “Awesome!” zu rufen, und man konnte ihr deutlich ansehen wie sie dabei im Laufe der Veranstaltung immer größere Stücke ihrer Seele aushauchen musste.

Leute, lasst die zugeblingten Rapper und die peinlichen Tanznummern und die B-Level Sportstars die ihr Taschengeld aufbessern müssen. Ihr wirkt nur verzweifelt. Es funktioniert nicht. Was übrigens auch nicht funktioniert ist, während der E3 alle Leute zu feuern in der Hoffnung dass alle zu begeistert von Playstation All-Smash Battle  Brothers sind, um es zu merken. You stay classy, THQ!

Zum Abschluss kommen wir mal zum wichtigsten Thema: Dinosaurier. Ich habe noch keine gesehen? Das alleine macht diese E3 zu einem massiven Flop. Aber wer weiß, noch ist die Messe ja nicht vorbei. Wer Dinosaurier sieht, sagt bitte sofort Bescheid!

16 Kommentare Autor: Richard
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Handarbeit

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Drakensang ist die gute Art von ambitionslosem Spiel. Die Macher hatten sich vorgenommen ein deutsches Baldur’s Gate zu machen, spielerisch identisch, aber mit dem Schwarzen Auge anstatt Dungeons & Dragons. Genau das ist ihnen auch gelungen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Drakensang ist pure Konvention, aber seine Konventionen wurden mit Liebe ausgewählt und sorgfältig kultiviert. Drakensang ist gut gemacht, aber nicht zu gut. Niemand hat es mit einer Überdosis Professionalität steril poliert. Es riecht nach frischen Holzspänen, altem Leder und Omas Apfelkuchen.

Handarbeit halt.

Mit seinen holperig benannten Zaubersprüchen und seiner Welt voller Hexen und Räuberhauptmännern strahlt das Spiel zudem eine authentisch deutsche Atmosphäre aus. Drakensang kann so wie es ist nur hierzulande entstanden sein und nirgendwo anders. Wer gemein sein will, der mag es als bäuerlich, plump und träge bezeichnen. Aber das wäre halt gemein. Ihr lästert ja auch nicht über Omas Apfelkuchen, nur weil der Rand mal ein bisschen dunkel geraten ist.

In die Welt von Drakensang kann man sich einwickeln, wie in eine kuschelig vorgewärmte Decke. Es ist ein tolles Spiel für die kommenden Herbstabende, wenn es draußen regnet und man einfach nur faul sein will.

Drakensang ist einfach nett. Manchmal reicht das nicht nur, manchmal ist das genau das was man braucht.

88 Kommentare Autor: Richard
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Wow! Dinosaurier!!!

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Als ich vor fast vier Jahren das erste mal einen Troll auf einem Dinosaurier an mir vorbei reiten sah, da wusste ich dass ich mit einem Ork nicht unbedingt das optimale WoW-Volk gewählt hatte. Klar, ich liebe meinen Ork, aber Trolle dürfen Dinosaurier reiten. DINOSAURIER!

Zum Glück habe ich einen Hunter und so blieb mir mein eigener Dinosaurier nicht lange verwehrt. Trotzdem, ein Dino-Mount blieb lange ein großer Wunschtraum. Ein Wunschtraum den ich mir gestern Abend endlich erfüllt habe. Mit Level 70 macht man allein durch Questen nämlich ausreichend Kohle um mittelfristig ausreichend Runecloth zu kaufen um die notwendige Reputation bei den Trollen zu erreichen. Kein Grinden notwendig, Gott sei Dank.

So, und als ich dann gestern Abend beim Dino-Händler stand und er mir die verschiedenen Modelle vorgeführt hat, blieb mir quasi nichts anderes übrig als gleich mehrere zu nehmen. In blau (siehe oben), in orange (siehe unten) und in nicht-episch-grün (siehe ganz unten). Nicht-Episch-Dinosaurier-Grün(tm) wird übrigens bald auch für alle Audi-Modelle verfügbar sein. Als kostenpflichtiges Extra versteht sich.

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PS: Nein, WoW hat nichts mit dem aktuellen Mangel an Beiträgen zu tun. Danke für die Nachfrage.

42 Kommentare Autor: Richard
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Die Menge Macht’s

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Wahrlich, ich sage euch: Borderlands wird der beste Shooter aller Zeiten. Moment, sagt ihr jetzt. Das Spiel ist doch noch lange nicht fertig, sagt ihr jetzt. So richtig viel weiß man darüber doch noch gar nicht, sagt ihr jetzt.

Ich kann eure Skepsis verstehen, aber hört mich an, gute Leute! Ich kann meine Aussage beweisen. Jawohl, beweisen. Passt auf.

Lemma: Die Qualität eines Shooters wird von der Anzahlder im Spiel vorhandenen Waffen bestimmt. 1.367 Rückseiten von Spielepackungen können nicht irren.

Beweis: Borderlands hat über 500.000 Waffen.

Q.E.D.

Also, freuet euch ihr Antigamer, denn der Heiland kommt und sein Name ist Borderlands!

44 Kommentare Autor: Richard
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Wiimonster

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Als ich die Wiimote das erste Mal in der Hand hatte, war ich absolut beeindruckt. Irgendwie hatte Nintendo es geschafft einen Controller zu entwickeln, der nicht nur toll aussah, sondern auch super in der Hand lag. Das schlicht-elegante Design in Kombination mit den überraschend kleinen Dimensionen hatte mich einfach überzeugt.

Inzwischen ist aus der hübschen kleinen Wiimote, leider ein hässliches großes Wiimonster geworden.

Zuerst kam das Band fürs Handgelenk dazu. Gut, das kann ich noch verstehen. Mir persönlich ist die Wiimote noch nie aus der Hand geflogen, aber wenn ich anstatt eines Projektors einen 5.000€ teuren Plasmafernseher zum Spielen nutzen würde, dann wäre ich dafür auch dankbar.

Dann kam der Nunchuk. Zugeben, den braucht man für die meisten Spiele. So ein bisschen Analogstick muss eben doch sein, Wackeldetection hin oder her. Aber so richtig hübsch ist der nicht. Und jedes Mal wenn ich bei Red Steel eine bestimmte Combo ausgeführt habe, hat mir die Schnur auf die Nase gehauen. Aua. Insgesamt steht das Kabel einer entspannten Wedelei definitiv im Weg.

Dann kam das Gummikondom. Ich muss sagen, dass sich mir der Sinn und Zweck dieses Dings völlig entzieht. Nintendo findet die Dinger allerdings so wichtig, dass sie sogar umsonst verteilt werden. Ich persönlich habe mir trotzdem keine geholt. Warum auch? Wozu sind die gut? Wie gesagt, mir ist die Wiimote noch nie aus der Hand gerutscht. Sie ist also offensichtlich nicht flutschig, und selbst wenn sie flutschig wäre…ist dafür nicht das Band fürs Handgelenk da?

So, und jetzt gibt es noch das Megawiimoteactionmotionplus…ding. Das könnte eigentlich nicht schlecht sein, denn es sorgt wohl dafür, dass die Wiimote endlich so präzise wird, wie wir uns das ursprünglich vorgestellt hatten. Aber das ändert nichts daran, dass unserer einst schnuckelig-kleinen Wiimote bald noch ein Tumor am Hintern wachsen wird.

Außerdem kann man anscheinend nie genug Eingabegeräte haben, und so dürfen wir uns für Family Ski unsere kondomisierte Nunchuk-XXL-Wiimote ans Handgelenk schnallen und damit auf das Wackelbrett von Wii Fit steigen.

Sorry, aber irgendwie scheint mir da ein altmodischer Controller fast die einfachere Lösung zu sein. Einsteigerfreundlich ist das jedenfalls sicher nicht, zumal Nintendo die ganzen Add-on sehr konsequent in der Werbung zeigt.

Seit sie das Handgelenksband vorgestellt haben, sieht man kein offizielles Foto mehr ohne vorschriftsmäßig festgezurrte Wiimote. Seit sie das Kondom eingeführt haben, gibt es kein offizielles Video mehr in dem unsafe Wiimoting betrieben wird. Und seit heute wird es garantiert kein Bild mehr ohne Arschtumor geben.

Irgendwie scheint mir das alles etwas kontraproduktiv. Wenn man da so steht, nacktfüßig auf dem Balance Board (mit Socken oder Schuhen ist das ja laut Nintendo nicht zulässig!), rechts eine einen Controller mit Gummi, Sicherheitsband und „WiiMotion Plus, links einen Controller, in der Mitte die Schnur um den Hals geknotet, dann sagt es sich nicht mehr so leicht: „Guck mal Oma, das ist ganz einfach…“

46 Kommentare Autor: Richard
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