Wie man Indie-Spiele *nicht* verkauft.

Strange Adventures in Infinite Space ist ein sehr, sehr cooles Weltall-Spielchen vom Independent-Entwickler Digital Eel. Das ist die Firma von Rich Carlson. Kennt ihr den noch? Vielleicht unter dem Namen “Zdim”. Hat Levels für verschiedene ION Storm-Spiele gemacht. Kennt ihr die noch? Haha! Aber ich schweife ab. SAIS ist super. Es ist eine Art Mini-4X-Spiel, das man für jeweils 10-20 Minuten spielt. Ziel: die (sehr kleine) Galaxie erforschen und dabei möglichst viele Punkte scheffeln. Man knallt Außerirdische ab, handelt mit Schiffsupgrades, und hat einfach nur eine Menge Spaß. Tolles Teil. Eine Demo gibt’s hier.
Und jetzt gibt es den vielversprechenden Nachfolger: Weird Worlds. Scheint mehr oder weniger das selbe Spiel zu sein, nur etwas umfangreicher. Und hübscher. In anderen Worten: würde ich blind kaufen. Ganz ohne Demo. Tu ich aber trotzdem nicht. Denn anscheinend kann man das Spiel (noch) nicht nach dem Kauf downloaden. Sondern sich nur auf CD zustellen lassen. Ich zahle also knapp $25 für das Spiel, was ja schonmal dezent über dem Schnitt für ein Indie-Spielchen in der Größenordnung liegt, und dann noch einen Betrag X für Shipping nach Neuhausen. Wie ich mein Glück kenne, gleich noch einen Batzen Y für den übereifrigen Zoll. Ne, kein Bock.
Mal ehrlich. Was zum Teufel? Wir haben 2005. Das sog. “Internetz” ist weit verbreitet. Es ist total cool und schnell und so. Und eignet sich ganz hervorragend als Distributionskanal. Vor allem für die kleinen Indie-Games. Da kann der Entwickler einfach selber den Distributor spielen. Ist doch toll! Wie kommt man darauf, so ein Spiel erstmal nur auf CD anzubieten? Klar, es ist nicht immer so einfach im Leben, sicherlich hat das alles seine Gründe. Vielleicht können sie das nicht selber am Distributor Shrapnel Games vorbei zum Download anbieten. Vielleicht ist das Spiel 2 Gigabyte groß. Keine Ahnung. Aber mich hat das erstmal vom Kauf abgehalten. Und das ist schade, denn ich bekomme kein Spiel, und Zdim kein Geld. Tja.

