
Achtung: Dieser Beitrag enthält keinen einzigen Aprilscherz. Versprochen. Wir sind uns für diesen Unsinn zu schade und ihr seid sowieso nicht doof genug, um auf so was reinzufallen. Also sparen wir uns das einfach. Ende der Durchsage.
Ich habe in meinem Leben schon so einige Abenteuer erlebt. Zum Beispiel habe ich Atlantis entdeckt. Gleich mehrfach! Ich habe, Lichtschwert in der Hand, die Galaxis von der Tyrannei befreit. Ich habe mich mit der Yakuza angelegt und Armeen von Untoten bekämpft. Ich habe mehr Ferrari Enzos geschrottet als Stefan Eriksson. Ich habe mehr geheime Untergrundlabors infiltriert als James Bond. Ich war Deutschland. Ich war Canada.
Ich war Fußballweltmeister.
Ich war ein Rockstar und ein Rennfahrer. Ich war ein blauer Igel, ich war ein roter Klempner und die Prinzessin hat mir einen Kuchen gebacken. Ich war ein Pirat. Ich war ein Ninja. Ich war der Prinz von Persien und der König der Welt.
King Kong had nothing on me.
Ich habe von den Reichen gestohlen und den Armen gegeben. Kein Gefängnis der Welt hat mich halten können. Ich bin durch die Zeit gereist und von Dinosaurier gejagt worden. Ich habe Kolosse erklommen und sie auf die Knie gezwungen. Ich war der Schnellste. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft.
Ich war ein Psychonaut.
Alles in allem nicht schlecht, für jemanden der noch nicht mal 30 ist. Es gibt da nur ein kleines Problem. Das war alles nicht echt. Diese Abenteuer (und noch viele andere) habe ich nur in meinem Kopf erlebt, und zwar mit Hilfe des einen oder anderen Videospiels.
Das ist schon okay. Ich bin ganz froh, dass ich nicht wirklich der Prinz von Persien bin. Das Problem mit der Staatsverschuldung soll mal jemand anders lösen. Ich bin auch ganz froh, dass ich nicht wirklich diverse Dutzend Enzos geschrottet habe. Diese Blamage überlasse ich lieber zweitklassigen schwedischen Kriminellen und drittklassigen amerikanischen Schauspielern. Auch mein sauberes polizeiliches Führungszeugnis hat sich schon als nützlich erwiesen. Nur damit ist es möglich, dass ich jeden Monat eine kleine aber feine Summe euer Steuergelder überwiesen bekomme.
Trotzdem, so ein bisschen echtes Abenteuer, das wäre schon reizvoll, oder? Und genau das werde ich jetzt mal probieren.
Am 21. Juli werde ich mich mit meinem Freund Martin in London in ein Schrottauto setzen und versuchen damit in die Mongolei zu fahren.
Wir nehmen an der Mongol Rally 2007 teil, einer Ausdauerrallye von London nach Ulan Bator. Die Teilnehmer der Rallye müssen in einem alten Auto mit maximal einem Liter Hubraum eine Strecke von 13.000 Kilometern zurücklegen, um schließlich in der Mongolei anzukommen. Die Route führt über einige der schlechtesten Straßen der Welt, über diverse Gebirgszüge und durch mehrere Wüsten. Dabei sind wir komplett auf uns eine alleine gestellt. Es gibt keine Begleitfahrzeuge, keine Checkpoints und kein Garantien.
Ja, wir haben potentiell einen an der Waffel.
Ausführliche Details zur Rallye findet ihr auf der offiziellen Homepage unter www.mongolrally.com. Wer unser Abenteuer verfolgen will, der sollte regelmäßig unser Blog unter www.mongolrally.de verfolgen. Dort gibt es genauere Details zu uns, unserer Route, unserem Auto (sobald wir denn eins haben) und zu den ganzen anderen Dingen die wir dringend machen müssen, bevor es los geht. (Habt ihr schon mal ein Visa-Formular für Usbekistan ausgefüllt? Großer Spaß.)
Wir hoffen ehrlich gesagt auch ein bisschen auf eure Unterstützung. Diese Unterstützung kann verschiedene Formen annehmen:
a) Lest unser Blog und drückt uns die Daumen. Wenn unterwegs nichts schief geht, ist es zwar kein richtiges Abenteuer, aber es muss ja auch nicht alles schief gehen. Außerdem wäre es natürlich nett, wenn wir es wirklich bis nach Ulan Bator schaffen würden. Die Chancen stehen wohl so bei 50%.
b) Besorgt uns Sponsoren. Kennt ihr vielleicht jemanden der Lust hätte, uns ein bisschen Ausrüstung zu spendieren? Oder hättet ihr selber Lust? Wir brauchen noch so ziemlich alles, von Zelten bis zu Ersatzteilen. Auf dem Auto ist auch noch ausreichend Platz für Firmenlogos, also worauf wartet ihr?
c) Spendet Geld für einen guten Zweck. Es geht bei der Mongol Rally nicht nur um Abenteuer, sondern auch um einen guten Zweck. Jedes Team muss mindestens 1000 Pfund an Spenden sammeln. Hiermit halte ich offiziell meine Hand auf. Es muss nicht viel sein, jeder Euro hilft. Mehr Details dazu gibt es auf unserer Homepage.
d) Ich brauche gute Ratschläge, welche Spiele ich fürs DS mitnehmen soll. Wir werden die meiste Zeit im Auto verbringen und die Reise dürfte mindestens drei Wochen dauern. Diese drei Wochen werden nicht immer voller Action und Abenteuer sein, und wenn ich gerade nicht fahre brauche ich etwas, um mich beschäftigt zu halten. Das klingt fast wie der richtige Zeitpunkt für das eine oder andere Rollenspiel. Gibt es da inzwischen etwas brauchbares für den DS?
Also, sucht euch eine oder mehrere dieser Optionen aus und helft uns. Wir können das gut gebrauchten, denn kaum jemand ist weniger geeignet 13.000 Kilometer voller Abenteuer zu überstehen, als zwei Diplom-Informatiker.