Archiv für Schlagwort: GBA

Microcosmos

So! Genug mit dem Wii, der Xbox 360 und der ollen PS3. Es muss nicht immer das neuste vom neusten sein. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Gameboy Micro? Schick, unendlich klein, und trotzdem ein geiles Display. Sowie ein Spielesortiment mit vielen fantastischen Titeln. Wie zum Beispiel Advance Wars 2, das irgendwie mehr Spaß macht als Advance Wars Dual Strike (DS). Oder Mario & Luigi Superstar Saga, das irgendwie mehr Spaß macht als Partners in Time (DS). Oder The Minish Cap, das irgendwie mehr Spaß macht als Twilight Princess (Wii). Oder Final Fantasy Tactics Advance, das irgendwie mehr Spaß macht als so ziemlich alle anderen Spiele zusammen. WLAN-Internet-Zugang? Touchscreen? MP3s und Videos abspielen? Mehr als A, B, L, R, Start und Select? Mal ehrlich, sowas braucht doch kein Schwein.

Ach ja, bevor ich es vergesse: ein frohes neues Jahr euch allen. Möge es euch viele neue Spiele und Spielereien bringen.

49 Kommentare Autor: Hendrik
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Sting erklärt Nintendo den Krieg

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Ganz Deutschland ist im Nintendo-Fieber. Ich auch. Denn letzte Woche ist die US-Version von Yggdra Union bei mir eingetrudelt und hat meinen Gameboy Advance nach langen Monaten des Staub sammelns zur derzeit meist gespielten Konsole befördert. Yggdra Union ist das zweite namhafte Spiel von Sting, und ähnlich wie schon sein Vorgänger Riviera: Promised Land stellt es einige lieb gewonnene Konventionen des Genres komplett auf den Kopf. Denn wie oft sieht man schon ein Strategiespiel, indem man nur eine Aktion pro Runde hat? Oder in dem alles, von der Zahl der Bewegungspunkte über die Angriffsstärke bis hin zum Spezialmanöver, allein von der Spielkarte abhängt, die man am Beginn der Runde wählt? Eben, nicht sehr oft.

Weil es pro Runde wie gesagt nur einen Angriff und einen Gegenangriff gibt, und so ein Kampf (bisher) maximal acht Runden dauert, muss man sich jede Aktion reiflich überlegen. Wenn ich mit meiner Kavallerie die feindlichen Bogenschützen niedermache, fallen mir im Gegenzug die Assassinen in den Rücken. Nicht gut. Lieber eine Karte mit starker Verteidigung spielen und mit den Briganden die Festung da oben besetzen. In der nächsten Runde könnte ich dann eine vernünftige Schlachtordnung einnehmen und zum Angriff übergehen. Oder sollte ich nicht doch lieber das Dorf dort im Wald ausspähen? Vielleicht gibt es da was interessantes zu holen. Allerdings habe ich dann nicht mehr genug Bewegungspunkte, um eine gute Verteidigungsposition einzunehmen.

Was auf den ersten Blick furchtbar simpel aussieht, entpuppt sich nach ein paar Missionen als beinhartes Knobelspiel. Insbesondere, wenn sich mal wieder von einem Zug zum nächsten das Missionsziel ändert und die eben noch gut befestigten Einheiten plötzlich auf dem Präsentierteller des Gegner liegen. Das ist unter Umständen ärgerlich, vor allem, wenn man wie so oft auf dem falschen Fuss erwischt wird, macht aber selbst aus einem totalen Strategieverweigerer wie mir einen begeisterten Mini-Napoleon. Eben weil es nur wenige Züge und wenige Einheiten gibt, wird einem jeder Fehler in der eigenen Taktik umgehend und zumeist schmerzhaft bewusst. Für Spannung während den ansonsten automatisch ablaufenden Kämpfen ist ebenfalls gesorgt. Durch planvolles Justieren einer Powerleiste kann man kurzzeitig die Angriffskraft erhöhen oder dem Gegner Spezialangriffe um die Ohren hauen, was manches Mal zwischen Sieg und Niederlage entscheidet.

Alles in allem ist Yggdra Union ein extrem bärtiges Strategierollenspiel in zuckersüsser Verpackung. Die riesigen Charakterportraits und der ständig mit allen möglichen Zahlen, Symbolen und Hinweisen übersähte Bildschirm mögen nicht jedermanns Sache sein, aber wer Advance Wars mochte, wird sicher auch mit diesem Spiel seinen Spass haben. Es ist ausserdem ziemlich umfangreich. Insgesamt gibt es wohl 48 Schlachtfelder, und abzüglich der Tutorialgefechte zu Beginn verbringt man durchaus eine halbe bis ganze Stunde auf einer Karte. Das richtige Mittel gegen lange Winterabende also.

16 Kommentare Autor: Stefan
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Über Dinosaurier, Piraten, Ninjas, Aston Martins, Baggerfahren und das Bürgeramt

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Ich war bei Karstadt. Eigentlich war ich in der Stadt, weil ich zum Bürgeramt musste, aber draußen ist es so warm, dass ich als erst mal ein Geschäft mit Klimaanlage aufgesucht habe. Karstadt halt.

Als erstes war ich in der Spielwarenabteilung. Für meinen Geschmack gibt es da im Moment nicht genug Dinosaurier. Es gibt noch die Legodinosaurier, aber das war’s! Ziemlich erschreckend, ehrlich gesagt. Das blöde Autopimpen hat übrigens auch vor Modell- und ferngesteuerten Autos keinen Halt gemacht. Mindestens die Hälfte aller Wagen kommen jetzt mit Spinning Rims oder gar austauschbaren Tuningteilen. Furchtbar. Außerdem ein Problem: Nicht genug Aston Martins. Trotzdem war es nicht so einfach, da wieder rauszugehen ohne was zu kaufen. Es gibt ein paar Sachen, die relativ teuer sind (z.B. Legodinosaurier), aber die meisten Sachen sind überraschend günstig. Man glaubt gar nicht, für wie wenig Geld man inzwischen ein ferngesteuertes Auto bekommt.

Sehr interessant auch, dass Nintendo seine eigene kleine Ecke in der Spielzeugabteilung hat. Allerdings auch nur Nintendo. Spiele und Hardware von Sony und Microsoft gibt es nur in der Videospieleabteilung. Nintendo haben sie da natürlich ebenfalls, aber wer will, der kann seine DS oder Gamecube Spiele auch noch bei den Spielzeugen kaufen.

Am besten aber war das Piratenspielset, das direkt neben dem Ninjaspielset hing. Pirates vs. Ninjas! Zu dumm, dass ich keine Kamera dabei hatte.

Dann natürlich ab in die Videospieleabteilung. Da war eine Mutter mit ihren zwei kleinen Töchtern, die das neue Pirates of the Carribean Spiel für den GBA haben wollten. Ich zitiere die Mutter: “Gämmboi Ättvantz? Ey spinnt ihr? Das kriegen wir in der Türkei für acht Euro, ey!”. Frisch importiert aus China, schätze ich.

Karstadt (in Münster) hat übrigens Project Rub für 15€. Kaufen! Die Collector’s Edition von Driv3r kostet da auch 15€. Davon würde ich aber die Finger lassen, selbst wenn der Packung ein echtes Auto beliegt.

Auf der Packung von Rush for Berlin steht hinten übrigens drauf: “Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!”. Sehr geschmackvoll.

Nintendo hat ein Gewinnspiel für Tetris DS gemacht. Dabei muss man Aufkleber in Form von Tetrisklötzen (ich weigere mich sie “Tetrominos” zu nennen!) so auf eine Fläche kleben, dass nichts frei bleibt. Ganz witzig gemacht, zumal es tatsächlich eine Minute Gehirnschmalz erfordert. Das Beste aber ist der Preis, den man dabei gewinnen kann: Einmal Baggerfahren lernen für die ganze Familie!

In der Warteschlange auf dem Bürgeramt habe ich dann die Warpkanone zu Welt 5 gefunden. Alles in allem also ein produktiver Vormittag, auch wenn ich nicht weiß, ob ich die richtige Art von Führungszeugnis bestellt habe. Anscheinend gibt es die in Vanille und Erdbeere. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich Vanille brauchte, aber die freundliche Dame vom Amt hat darauf bestanden, es müsste Erdbeere sein. Wir werden sehen…

35 Kommentare Autor: Richard
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Mana Mana?

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Die elektronische Unterhaltungsausstellung steht vor der Tür, und die Spieleentwickler lassen nach und nach ihre jeweiligen Katzen aus dem Sack. Besonders interessant für mich als Rollenspieler sind natürlich die Ankündigungen von Squenix, auch wenn wie immer jede Menge Portierungen alter Spiele dabei sind. Von den acht gelisteten Final Fantasy Titeln sind beispielsweise gerade mal zwei tatsächliche Neuentwicklungen, und eine davon basiert auch noch auf Final Fantasy VII. Nebenbei bemerkt, die ansonsten sehr wohlwollende Famitsu hat Dirge of Cerberus ziemlich abgekanzelt, offenbar war das Spielprinzip wohl selbst denen zu doof. Aber lassen wir die grosse alte Melkmaschine mal einen Moment ausser acht und wenden uns lieber einer anderen Ankündigung zu.

Dawn of Mana, the first true Mana sequel in a decade, reveals the origins of the legend behind the Mana Tree and the Sword of Mana.

Ach so? Das Spiel ist dann wohl genau das Richtige für Leute, die sich an zehn Jahre alte Legenden aus einem Videospiel erinnern können oder was? Um ehrlich zu sein klingelt es allerdings beim Stichwort Mana Tree bei mir. Gab es da nicht mal so ein Gameboy-Adventure, bei dem sich der weibliche Sidekick am Ende in einen Baum verwandelt hat? Hier beginnt die Sache etwas kompliziert zu werden. Ich hätte schwören können, dass das Teil Mystic Quest hiess. Aber laut Wikipedia ist Mystic Quest lediglich der europäische Titel von Final Fantasy Adventure beziehungsweise Seiken Densetsu: Final Fantasy Gaiden. Oho, richtige Serie aber falsches Spiel, denn Final Fantasy Adventure habe ich erst vor kurzem wieder ausgepackt, und das Spiel hat weder einen weiblichen Sidekick noch Manabäume.

Bei meiner weiteren Recherche habe ich dann nicht schlecht gestaunt. Der eigentliche Titel der Reihe ist wohl nicht “Soundso of Mana” (soviel zum Thema first true Mana sequel), sondern Seiken Densetsu, und es gibt sie schon seit den späten 80ern. Anders als bei Serien mit fortlaufender Nummerierung wie etwa Dragon Quest (bis auf die fehlende VIII im Europa-Titel des aktuellen Teils) hat man hier allerdings eine Namensgebung nach dem Scattergun-Prinzip betrieben. Der erste Teil ist nie erschienen, die Serie begann mit Mystic Quest. Mal haben die Spiele Untertitel, mal nicht, mal heissen sie Final Fantasy, mal Sowieso of Mana, und mal wird ein Remake zumindest dem Titel nach als Neuentwicklung verkauft. Soll heissen, Legend of Mana und Sword of Mana zählen nicht, jedenfalls nicht offiziell. Children of Mana für das DS scheint ebenfalls nur eine Randgeschichte zu sein, und erst Dawn of Mana führt die Serie fort. Um es endgültig verwirrend zu machen, fasst Squenix zudem eine Reihe von Neuentwicklungen unter dem Begriff World of Mana zusammen, zu denen eben auch Children und Dawn gehören.

Um es nochmal zu rekapitulieren: bisher sind acht Seiken Densetsu Titel erschienen, allerdings nur zwei, die tatsächlich gezählt werden. Jetzt bringt Squenix den offiziellen Nachfolger zu einem elf Jahre alten Spiel auf den Markt, das niemals ausserhalb Japans erschienen ist. Also, könnte mir bitte nochmal jemand die Legende vom Manabaum zusammenfassen? Ich bin gerade etwas überfordert.

31 Kommentare Autor: Stefan
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Kugelhagel in der Hosentasche

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Interessante Spiele haben interessante Spieler. Und interessante Spieler machen interessante Sachen. Wie zum Beispiel BulletGBA. BulletGBA ist ein Trainings-Tool für Bosse in Bullet Hell Shootern. Wer schon mal ein solches Shmup wie etwa Giga Wing 2 auf dem Dreamcast gespielt hat wird wissen, dass das gar nicht mal so eine blöde Idee ist. Schliesslich sind diese Shooter zwar so oder so barbarisch schwer, doch unterliegen die Schussmuster der Bosse mehr oder weniger komplexen Mustern, und die kann man üben.

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20 Kommentare Autor: Stefan
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Advancekalender

8 Kommentare Autor: Richard
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Reisebericht: Final Fantasy 1&2 – Dawn of Souls


Neulich im Saturn. Für eine längere Zugfahrt brauchte ich ein neues GBA-Spiel, logisch. Ich hatte mich schon für eines entschieden (das aktuelle Fire Emblem), aber als ich dann so vorm Regal stand ist mal wieder der Final Fantasy Fanboy mit mir durchgegangen. Obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, diese absurde Remake-Politik nicht auch noch zu subventionieren. Asche auf mein Haupt. Ja, äh, nun, zwei 18 respektive 17 Jahre alte Rollenspiele auf einem Modul, was kann man da erwarten?

Erstaunlicherweise eine ganze Menge! Das zugrundeliegende Spielprinzip ist verblüffend gut gealtert, man stellt eine Gruppe aus generischen Charakteren zusammen und schon kann die Level-Schinderei beginnen. Die Kämpfe gehen flott von der Hand, die Dungeons gehen einem nicht durch Überlange auf die Nerven und gerade am Anfang regnet es Erfahrungspunkte. Überhaupt ist Dawn of Souls optimal für die schnelle Viertelstunde auf dem Bahnsteig. Keine lange Vorgeschichte, einfach Hack&Slay-Vergnügen der alten Schule. Klar, auf einer Heimkonsole wäre dieses Simpelkonzept einfach nicht mehr zeitgemäss, aber für einen Handheld ist es ideal. Ausserdem war ich als langjähriger Fan von Brian Clevingers 8-bit Theater (aus dem übrigens das obige Panel stammt) hocherfreut, die Abenteuer von Black Mage et al annähernd eins zu eins nachspielen zu können.

Wer die Final Fantasy Serie kennt, der weiss, dass kein Titel dem anderen gleicht. Na ja, zumindest galt das bis Final Fantasy X-2, ansonsten aber hat es nie einen direkten Nachfolger zu einem der Spiele gegeben. Square ist sogar noch einen Schritt weiter gegangen und hat jedem Final Fantasy ein neues Kampfsystem, neue Charaktere und eine neue Welt verpasst. Natürlich wurden einige Elemente wie etwa viele der Monster in den folgenden Teilen recycelt, aber dennoch muss man den Entwicklern hoch anrechnen, dass sie sich niemals auf ihren Lorbeeren ausgeruht haben, sondern mit jedem neuen Spiel ein grosses Risiko eingegangen sind. So ist dann das Gemaule vor jedem neuen Final Fantasy gross, viele Leute wollen halt lieber mehr vom gleichen statt öfter mal was Neues.

Jetzt habe ich aber wirklich verdammt weit ausgeholt, dabei wollte ich eigentlich nur auf eines hinaus: obwohl ich das alles weiss, hat Final Fantasy II selbst mich massiv überrascht. Es gibt keine feste Party, Charakterklassen wurden abgeschafft, Erfahrungslevel sind Schnee von gestern. Stattdessen ist learning by doing angesagt, ähnlich wie in Morrowind. Ich möchte einen funky Ninja, der Feuerbälle wirft? Kein Problem, einfach mit blossen Fäusten kämpfen und das entsprechende Zauberbuch lesen. Einen Kensai mit zwei Schwertern und Heilmagie? Nichts leichter als das, alle Charaktere können eine beliebige Kombination aus Waffen und Schilden verwenden, sowie nach eigenem Gusto Zauber lernen. Hinzu kommt ein Dialogsystem, das man am ehesten mit dem der Ultima-Serie vergleichen kann. Bei Gesprächen mit wichtigen NPCs kann man sich gelegentlich Stichworte notieren, auf die man dann nach Belieben andere Leute ansprechen kann. Das ist zwar verglichen mit Ultima sehr rudimentär implementiert, aber dennoch ein Novum für japanische Rollenspiele. Ausserdem hat die Grafik durch das Design von Squenix-Hofzeichner Yoshitaka Amano einen ganz eigenen, ungewöhnlichen Stil, den ich so nicht in einem Final Fantasy Titel erwartet hätte.

Also, wenn ihr eine längere Reise geplant habt und Rollenspiele mögt, gibt es sicher schlechtere Zugbegleiter als Dawn of Souls. Zumal es auch bei wechselnden Lichtverhältnissen gut spielbar bleibt und man jederzeit speichern kann. Solange man nicht allzu viel von diesen alten Schinken erwartet, kriegt man verdammt viel kurzweilige Unterhaltung für sein Geld. Empfehlenswert.

8 Kommentare Autor: Stefan
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Kauft mehr Dinosaurier!

Oben auf dieser Seite steht ja „Über Spiele. Und Dinosaurier.“. Also wird es mal wieder dringend Zeit für Dinosaurier. Diesmal auf dem Programm: Ein schlechtes Render-Adventure, ein Spiel das es noch gar nicht gibt, eine extrem obskure und furchtbar schlechte Minispiel-Sammlung für den GBA und das erste Spiel mit Dinosauriern für das DS!

Lost Eden: Erinnert sich noch jemand an die Zeit als die PC-Player als erste Spielezeitschrift überhaupt eine CD-ROM als optionale Beilage hatte? Das war damals ziemlich teuer für einen armen Schüler wie mich, also habe ich mir ein Abo mit zwei Freunden geteilt. Das war cool. Extrem cool war auch ein Trailer für ein Spiel namens Lost Eden. Warum? Der Trailer war voller Dinosaurier! Aber nicht irgendwelcher Dinosaurier, nein er war voller supercooler Render-Dinosaurier! Ich habe den Trailer stundenlang laufen gelassen, mich endlos an der Grafik ergötzt und mich tierisch auf das Spiel gefreut. Gott sei Dank habe ich mir das dann aber nur ausgeliehen. Es stellte sich nämlich als Prototyp der furchtbaren Cryo Render-Adventures raus, vor denen ich noch vor kurzem gewarnt habe. Meine Erinnerungen sind etwas schwammig, aber ich weiß noch dass man Leuten (und Dinosauriern) Geschenke geben musste, bevor sie mit einem geredet haben. Warum weiß ich nicht mehr. Vielleicht hatte man Mundgeruch oder so. Jedenfalls war die Grafik außerhalb der Zwischensequenzen nicht sonderlich toll und ich habe es auch nicht sonderlich weit gespielt. Und das war noch das beste Render-Adventure was Cryo je gemacht hat. Hauptsächlich wegen der Dinosaurier.

Turok: Wie ich schon vermutet hatte, ist tatsächlich ein neues Turok Spiel in der Mache. Leider gibt es bisher nur wenig zu berichten. Buena Vista Games hatte ja die Lizenz aus der Konkursmasse von Akklaim gekauft und ihr neues Studio “Propaganda Games” in Vancouver hat jetzt die Unreal 3 Engine dafür lizenziert. Man darf allerdings irgendwie davon ausgehen, dass Dinosaurier drin vorkommen. Das ist doch schon mal was.

Jurassic Park Institute Tour
: Vor einiger Zeit habe ich noch behauptet, dass Jurassic Park Interactive das seltenste JP Spiel aller Zeiten sei. Diese Einschätzung muss ich wohl revidieren, denn ich habe herausgefunden dass es ein noch obskureres Spiel für den GBA gibt. Die Jurassic Park Institute Tour ist so eine Mischung aus Dino-Museum und Themenpark im Jurassic Park Look mit Edutainment Anspruch. Man stelle sich Animatronik-Dinos vor und garniere das mit Schauspielern die durch eine Ingen Laborkulisse laufen. Damit wird (oder wurde) wohl durch Japan getourt. Klingt furchtbar albern, hätte ich trotzdem gerne gesehen. Jedenfalls konnte man im Souvenirladen dieser Veranstaltung ein spezielles GBA Spiel dazu kaufen. Interessanterweise ist es das bestaussehende JP Spiel für den GBA und gleichzeitig auch das mit dem geringsten spielerischen Nährwert. Ich hoffe es hat nicht allzu viel gekostet, denn es besteht eigentlich bloß aus vier sehr mageren Minispielchen. Zum Beispiel muss man als Pteranodon sein Nest vor kleinen Eierräubern schützen, in dem man sich immer genau in die Richtung stellt aus der gerade einer davon ankommt. Da es nur vier Richtungen gibt, ist das nicht sonderlich aufregend. Und die anderen Spiele sind auch nicht viel prickelnder.

Kyouryuu Taisen Dino Champ – Saikyou DNA Hakkutsu Daisakusen: Na das ist doch mal ein kurzer und knackiger Name! Übersetzt heißt es wohl soviel wie “Dinosaurierkampf Dino Champion: Fördere die ultimative DNA zu Tage!”. Oder so. Wenn das Spiel hier jemals raus kommen sollte, dann vermute ich mal dass es etwas anders heißen wird. In Japan ist es jedenfalls frisch raus und es handelt sich wohl um so eine Art Pokemon Konzept. Man sammelt Dinosaurier und kann diese dann mit der Wireless-Funktion des DS gegen die Dinosaurier seiner Freunde antreten lassen. Stefan, kauf dir ein DS! Ich brauche jemanden mit dem ich das spielen kann! Denn wenn sich wirklich jemand zu einer Veröffentlichung in Deutschland durchringen sollte, dann wird wohl allein das coole Cover einen Spontankauf unausweichlich machen.

2 Kommentare Autor: Richard
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Ein richtig doofer Hut

Sigma Star
Es passiert ja heutzutage nicht mehr oft, dass ich ein wirklich originelles Spiel in die Finger bekomme, aber Namco hat es nach der genialen Klebeballrollerei Katamari Damacy mal wieder geschafft, mich zu überraschen. Sigma Star Saga vom kalifornischen Entwicklerteam WayForward ist eine Kreuzung aus Zelda und Gradius, was im Endeffekt Zufalls-Shootereinlagen statt klassischer Zufallskämpfe bedeutet. Und das ganze auch noch im Animé-Look. Klingt total schrecklich, oder? Ist es aber nur zum Teil.

Obwohl sowohl die Rollenspiel- als die Shmup-Passagen nicht wirklich gut sind, funktioniert das Spiel ganz einfach. Ich habe keine Ahnung woran das liegt. Vielleicht schlicht daran, dass man fürs Abschiessen von Gegnern auf einmal Erfahrungspunkte bekommt. Oder dass sich der GBA einfach prima für eine schnelle Shooter-Runde zwischendurch eignet. Auf jeden Fall habe ich Sigma Star Saga bis zum Ende durchgehalten, während angebliche Supertitel wie Minish Cap oder Metroid Fusion vorzeitig auf den Ablagestapel gewandert sind. Wahrscheinlich bedeutet das aber einfach nur, dass ich noch seltsamer bin als ich dachte. Für die nächste Kostümparty brauche ich jedenfalls unbedingt so einen doofen Krill-Parasitenhut. In purpur.

4 Kommentare Autor: Stefan
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Frische Dinosaurier ins Parlament!

Mampf!

Es wird mal wieder Zeit, die Dinosaurier-Quote auf Antigames zu erhöhen. Diesmal kümmern wir uns um die kurzfristige und wenig fruchtbare Ehe zwischen Jurassic Park 3 und Konami. Jurassic Park – Survivor ist zwar eingestellt worden, es gab aber trotzdem Videospiele zu Jurassic Park 3. Und zwar gleich drei Stück. Alle für den GBA. Alle von Konami. Alle schlecht.

Jurassic Park – Park Builder: In diesem Zusammenhang muss ich übrigens schon wieder eine Gegendarstellung drucken. Ich hatte vor kurzem behauptet, dass Operation Genesis der erste Parkbau Simulator mit Jurassic Park Lizenz war. Das stimmt nicht. Eins der drei GBA Spiele zu JP3 hieß nämlich (sehr einfallsreich) Jurassic Park: Park Builder. Ja, das ist ein Wiederholungsfehler. Aber wir wollen ja nicht pingelig sein. Das Spiel ist schließlich schlecht genug. Da hat man genug andere Dinge über die man lästern kann und man muss sich nicht am Titel festklammern. Eigentlich muss man sich nur vorstellen, wie gut sich so ein Parkbau-Spiel auf dem Futzelbildschirm und mit dem Steuerkreuz eines GBAs spielen lässt, und man weiß sofort warum man den Kauf besser spart. Also, auf zum nächsten Spiel.

Jurassic Park – The DNA Factor
: ist ein ganz, ganz schlechtes Jump’n'Run. Wenn Stefan jetzt hier wäre, dann würde er sagen “Da muss man bestimmt blaue Leuchtedinger einsammeln.“ Und er hätte damit Recht. Allerdings hätte er auch Recht gehabt, wenn er rote, grüne oder gelbe Leuchtedinger geraten hätte. Die muss man nämlich ebenfalls einsammeln. Die Begründung dafür hätte Stefan als Biologen auch in große Verzückung versetzt. Angeblich sind das nämlich Teile von Dinosaurier DNA, die auf der Insel verstreut worden ist. You so crazy, Konami! Wie auch immer. Am Ende des Levels darf man daraus dann einen Dinosaurier basteln. Das macht man solange bis einen die Langeweile überkommt. Also genau einmal. Schnell zum dritten und letzten Spiel.

Jurassic Park – Island Attack: Das Spiel ist mancherorts auch als Jurassic Park: Dino Attack bekannt und da ich persönlich lieber ein Spiel spielen möchte bei dem man von Dinosauriern angegriffen wird, als eins bei dem einen Inseln attackieren, bleiben wir mal bei Dino Attack. Das Ding lässt sich eigentlich gar nicht so schlecht an. Gute Grafik, Iso-Perspektive und man läuft vor Dinosauriern davon. Dummerweise kriegt man dann irgendwann eine Waffe. Und mit der kann man überhaupt nicht zielen. Und deswegen stirbt man alle Nase lang. Bis man das Spiel irgendwann ausmacht. Und nie wieder an.

5 Kommentare Autor: Richard
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