10 Gründe warum Rock Band in Europa 240€ kostet

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Erster Grund: Jeder Packung der europäischen Version liegt eine echte Rock Band bei. Dies ermöglichst es auch Käufern ohne Freunde die vollen Möglichkeiten des Spiels auszuschöpfen.

Zweiter Grund: Die Gitarre der europäischen Version von Rock Band ist aus Tropenholz geschnitzt, welches illegal in einem geschützten Gebiet geschlagen wurde. Das Fell der Drums besteht aus der Haut von austerbenden Tierarten. Für jedes grüne Drum musste ein Berggorilla getötet werden und für jedes rote Drum wurden die Felle von 21 Kurzhaarchinchillas verarbeitet. Das Mikrofon ist zudem aus purem Platin gegossen.

Dritter Grund: Der Preisunterschied ergibt sich aus den Lizenzgebühren für den Song von Tokio Hotel. Electronic Arts bedauert den hohen Preis, wollte aber keinen Kompromiss eingehen. “Durch den Monsun” ist einfach 133€ wert. Besonders im englischen Original.

Vierter Grund: Die europäischen Versionen von Rock Band wurden 10 Jahre im Eichenfass gereift. Nur so war die wunderbare Ledernote im Geschmack der Drumsticks zu erreichen. Um die Lagerzeit zu erreichen und Rock Band trotzdem nur mit einem halben Jahr Verspätung nach Europa zu bringen, wurde Vicarious Visions neben der Umsetzung des Spiels auf die Wii auch noch die Entwicklung einer Zeitmaschine aufgetragen. Die dadurch entstandenen Kosten müssen leider auf den Kunden umgelegt werden.

Fünfter Grund: Der europäischen Version von Rock Band liegt nicht nur ein Mikrofon, ein Plastikdrumset und eine Plastikgitarre bei, sondern auch noch ein echtes Klavier.

Sechster Grund: Die Tasten des Klaviers sind aus Elfenbein.

Siebter Grund: Jede DVD Hülle des Spiels ist von südpolynesischen Kriegswaisenkindern individuell mit dem Mund bemalt. Die Kinder arbeiten zwar umsonst, aber da es in Südpolynesien schon länger keinen Krieg mehr gab, musste Electronic Arts erst einen anzetteln. Anders als die Kinder arbeitet Blackwater nicht umsonst.

Achter Grund: Um sicherzustellen, dass die Pedale bei den Drums in der europäischen Version nicht so leicht kaputt gehen wie bei der amerikanischen, wurde jedes Drumset von Keith Moon einem 100 Stunden langen Dauertest unterzogen. Die Kosten von Keith Moon waren dabei relativ moderat, da er einfach für die Drogen gearbeitet hat. Dummerweise hat er bei den Tests aber alle 30 Minuten das Hotelzimmer zertrümmert. Diese unerwarteten Kosten müssen leider an den Kunder weitergegeben werden.

Neunter Grund: Electronic Arts hat den Preis aus Versehen noch in D-Mark angegeben. Eine Korrektur dieses Fehlers in den Datenbanken würde die Veröffentlichung von Rock Band um weitere drei Tage verzögern. Nach der langen Wartezeit möchte man dies den Kunden nicht zumuten.

Zehnter Grund: Rock Band ist lässig so viel wert wie 240 Paar magnetischer Einlegesohlen aus dem 1-Euro-Laden.

Bonusgrund: Dinosaurier!

Einmal bücken bitte

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Gute Nachrichten! Rock Band kommt am 23. Mai nach Europa. Zunächst zwar nur als 360 Exklusivtitel, aber als Besitzer von zwei Plastikgitarren für die Xbox ist mir das persönlich egal. Das ist aber nicht die einzige gute Nachricht! Wir kriegen hier in Europa sofort das vollständige Programm des amerikanischen Onlineshop. Das sind satte 70 Songs zum Download. Ich hatte ehrlich gesagt damit gerechnet, dass sie uns die Hälfte der Songs verwehren und den Rest scheibchenweise verteilen. Prima.

Selbst der Preis ist gar nicht so schlecht. Da hatte ich ja auch das schlimmste befürchtet. Stattdessen gibt es nur die übliche Abzocke mit einer 1-zu-1 Umsetzung des Dollarpreises in Euro. Damit kriegen wir das Spiel für 169€.

Moment.

Kriegen wir nicht.

169€ ist zwar der Preis, aber das sind die Kosten für die Instrumente ohne Spiel. Jawohl, ohne Spiel. Für das Spiel gibt es noch mal spontan die unverbindliche Preisempfehlung von 69€. Für alle die so geschockt sind, dass sie nicht mehr richtig Kopfrechnen können: Das sind mal lässig 240 Eier für ein Videospiel.

Um das noch mal zusammen zu fassen: Der komplette Satz Instrumente inklusive Spiel kostet in den USA 169 Dollar. Das sind beim aktuellen Dollarkurs umgerechnet 107€. In Europa zahlen wir für den gleichen Spaß 240€. Ich würde sagen: Das ist das Doppelte! Ist es aber nicht. Es ist mehr als das Doppelte!

240€!

Für den Preis habe ich mir mal ein Auto gekauft. Ein AUTO! Das war ziemlich gut, und habe noch vier Räder inklusive Reifen dazu bekommen. Und einen lila Plastikdelfin, der am Rückspiegel hing!

Ich habe mit viel Spannung auf die europäische Version von Rock Band gewartet, aber für den Preis könnt die mir mal den Buckel runter rutschen. Selbst wenn ich aus Geld gemacht wäre, würde ich mir das Spiel nicht kaufen. Die Leute würden einen ja auf der Straße auslachen, wenn sie erfahren wie sehr man abgezockt wurde.

Ganz ehrlich, Electronic Arts, ich hatte mich so auf Rock Band gefreut, dass ich selbst bereit gewesen wäre, meine schlimmsten Preisbefürchtungen zu zahlen. Dummerweise habt ihr es aber geschafft meine schlimmsten Preisbefürchtungen noch mal ordentlich zu überbieten.

Ich glaube ich zahle weniger Geld, wenn ich das komplette Rock Band Set in den USA bestelle, ordentlich Porto zahle, dann noch die fetten Zollgebühren schlucke (die es übrigens ab Dezember nicht mehr gibt, hurra!), dann das Region 1 Spiel IN DEN MÜLL schmeiße, nur die Instrumente behalte und mir das europäische Spiel hier im Laden kaufe.

Kurz gesagt: FAIL.

BONUSABZOCKE: Die Songs sind hier wohl auch teurer als da drüben!

Harry Potter und die Butterbrotdose der Verdammnis

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Erinnert ihr euch noch an die Grundschule? Oder genauer gesagt an He-Man? Wahrscheinlich nur, wenn ihr zur gleichen Zeit zur Grundschule gegangen seid, wie ich. Selbst wenn das nicht der Fall sein sollte, hat He-Man ausreichend Spuren in der Popkultur hinterlassen, um euch vielleicht vage bekannt zu sein.

Wenn nicht: He-Man war eine dieser Kombinationen aus Zeichentrickserie und Spielzeug, mit denen Eltern bis heute ordentlich das Geld aus der Tasche gezogen wird. Das Pokemon seiner Zeit eben. Nicht dass Pokemon noch der He-Man unserer Zeit wäre. Was ist jetzt eigentlich das Pokemon unserer Zeit? Ist Yu-Gi-Oh noch aktuell?

Egal. Worauf ich hinaus will ist folgendes: Butterbrotdosen.

Ihr hattet bestimmt auch eine. Sie war ein kleiner Plastikasten, in den Mama immer euere Butterbrote gepackt hat, die ihr dann auf dem Pausenhof weggeworfen habt. Wenn ihr zu den coolen Kids gehört habt, dann war der Kasten mit einem Logo oder Bild bedruckt. Solltet ihr zu meiner Grundschulzeit zu den coolen Kids gehört haben, war mit großer Wahrscheinlichkeit He-Man drauf.

Meine Eltern mussten glücklicherweise nie Geld für eine He-Man Brotdose ausgeben, weil ich He-Man schon damals als nicht ausreichend intellektuell anspruchsvoll für mich empfunden habe. Jawohl, ich war schon in der Grundschule ein unerträglich arroganter Besserwisser. Damals war ich wenigstens noch niedlich, was man heute nicht mehr behaupten kann.

Natürlich hatte ich auch damals schon meistens Recht. He-Man ist und bleibt außergewöhnlich stumpf. Ein Superheld, dessen größte Fähigkeit darin besteht, dass er…viele Muskeln hat. Wow, ich bin so beeindruckt. In der Realverfilmung wurde er von Dolph Lundgren gespielt. Das war perfektes Casting. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Nur weil ich He-Man nicht mochte, ändert das aber natürlich nichts am Prinzip. Die coolen Kids hatten He-Man Actionfiguren und Brotdosen. Und ich nicht. Damit bin ich bis heute eigentlich ganz zufrieden. Dennoch habe ich mir letzte Woche eine Brotdose gekauft. Mit Harry Potter drauf.

Hergestellt von einer Firma namens Electronic Arts. Für meine Xbox 360.

Jawohl, die Harry Potter Spiele sind nämlich gar keine Videospiele. Sie sind Butterbrotdosen. Reine Merchandising Artikel. Dinge die sich nicht verkaufen, weil sie intrinsischen Wert haben, sondern weil außen ein Harry Potter draufgedruckt ist.

Als solches ist es nahezu komplett sinnlos sie zu rezensieren. Wer sie kauft, der weiß was er bekommt und ist damit glücklich. Man kann natürlich mal kurz nachschauen, ob die Butterbrotdose nicht kaputt geht, wenn sie hinfällt, aber das war es dann auch schon.

Eine echte Rezension würde sich nur lohnen, wenn die Designer hingegangen wären und versucht hätten die Bücher als Videospiel zu adaptieren. Das haben sie aber nicht. Sie haben nicht mal versucht den Film als Videospiel zu adaptieren, obwohl ihr Spiel ja offiziell darauf basiert. (Was natürlich den enormen Vorteil hat, dass man keinerlei eigene Vorstellungskraft ins Spiel investieren muss, sondern einfach abschreiben kann.)

Wo wir gerade beim Abschreiben sind, muss ich kurz mal den AntiTipp der Woche losweren. Liebe Studenten, wenn ihr schon bei einer Klausur von euerem Nachbarn abschreibt, dann achtet doch bitte darauf, dass der auch die gleiche Version des Lösungszettels hat. Es ist schon etwas irritierend, wenn ihr es schafft jedes Kreuzchen exakt gleich zu machen wie eurer Nachbar, dabei aber nicht merkt, dass auf seinem Zettel ein ca. zwei Meter großes „A“ steht und auf eurem ein ca. zwei Meter großes „B“. Aber das nur am Rande.

Wie gesagt, so ein Harry Potter Videospiel ist nicht mal eine Adaption des Films, denn dann hätte man ja zumindest die Geschichte ins Spiel packen müssen. So viel Mühe macht man sich da aber nicht. Es gibt zwar die eine oder andere kurze Montage die einen daran erinnert, was im Film passiert ist, hat man diesen aber nicht gesehen, so ergeben die nicht mal einen Hauch von Sinn.

Insgesamt wirft das kein gutes Licht auf Electronic Arts und die ganze Videospielbranche. Man könnte auch sagen, dass die ganze Sache recht deutlich macht, wie die Hierarchie in der Unterhaltungsbranche aussieht. Kurz zusammengefasst:

Die Videospielbranche ist Hollywoods kleine Bitch.

Wenn Warner Brothers einen Harry Potter Film macht, dann gehören dazu auch wie selbstverständlich die Rechte zu Harry Potter Videospielen. Und wenn Electronic Arts für Warner Brothers ein Harry Potter Videospiel macht, dann bückt man sich brav und produziert pünktlich zum Filmstart eine hübsche keine Butterbrotdose und bedankt sich danach artig.

Geld kann man damit natürlich eine ganze Menge machen. Aber wieso gibt es keine kreativen Leute in der Branche die sich mal hinsetzen und überlegen wie man aus den Harry Potter Büchern ein vernünftiges Videospiel macht? Ein Spiel, das sowohl für sich selbst genommen gut ist und gleichzeitig die Essenz der Bücher einfängt? Ein Spiel das eine eigene Vision von Harry Potter und seiner Welt hat und nicht nur bei Chris Columbus und Kollegen abguckt?

Und wieso gehören zu den Filmrechten immer automatisch die Videospielrechte? Somit ist fast jeder Versuch die Bücher separat als Spiel umzusetzen, zum Scheitern verurteilt. Vivendi hat es trotzdem mal versucht und rein auf Basis der Bücher ein paar Herr der Ringe Spiele gemacht. Die meisten waren Mist, aber Inevitable Entertainments Version vom Hobbit war echt ein schnuckeligs kleines Zelda, das mit den offiziellen Filmspielen den Boden gewischt hat.

Gekauft hat es trotzdem keiner. Links davon im Regal waren halt Spiele von EA, die genauso aussahen wie der Film.

Nicht dass Electronic Arts schlechte Butterbrotdosen machen würde. Das neue Harry Potter Spiel lässt einen zum Beispiel Hogwarts frei erforschen. Klar, das hätte ich mir schon vor drei Spielen gewünscht, aber besser spät als nie. Wie gesagt, wer das Spiel kauft, der weiß was er bekommt und wird seinen Spaß damit haben.

Ich habe meinen Spaß damit. Wer es unbedingt wissen will: die Butterbrotdose bleibt heile, wenn man sie auf den Boden fallen lässt. Handwerklich durchaus Qualitätsarbeit.

Trotzdem. Es wird Zeit, dass die Videospielfirmen aufhören sich zu bücken, wenn Hollywood die Seife fallen lässt. Noch wichtiger: Es wird Zeit, dass sich die Autoren und Verlage Gedanken über Videospiele machen. J.K. Rowling hat angeblich Steven Spielberg als Regisseur für den ersten Harry Potter Film abgelehnt, die Videospielrechte aber einfach so mitverkauft. Das ist kurzsichtig. Eine gute gemachte Adaption hätte ein separates Event sein können, genauso wie der Film. Stattdessen musste es sich im Warner Brothers Shop irgendwo zwischen einem Zauberbuch aus Plüsch und Professor Dumbledores Quastenhut einreihen.

Nichts gegen Butterbrotdosen. Aber Herrschaften, ein bisschen mehr Selbstbewusstsein darf es schon sein. Dann tut es auch nicht mehr so weh, wenn man sich hinsetzt.

Ich habe was gekauft?!?

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Es ist schon seltsam, was man manchmal in der Einkaufstasche findet, wenn man nach Hause kommt. Also ich gestern Abend die Tasche ausgepackt habe, sah das ungefähr so aus:

  • neue Hose
  • zwei paar Socken
  • Paprika
  • Zwiebeln
  • Butter
  • Batterien
  • The Lord of the Rings Online: Shadows of Angmar™

Moment, was? The Lord of the Rings Online? Wann habe ich das denn gekauft? Ich schätze nach den Batterien, denn die habe ich bei Saturn geholt. Oh je. Aber vielleicht ist das gar nicht so schlimm? Immerhin hat Eurogamer dem Spiel 9/10 gegeben! Da muss es ja quasi großartig sein.

Jedenfalls muss ich mich jetzt mit der Tatsache abfinden, dass ich habe mir The Lord of the Rings Online gekauft habe. Sagt mir in den Kommentaren ruhig wie doof ich bin. Währenddessen erzähle ich euch, wie es bisher so ist. Also zumindest wenn es gerade nicht abstürzt ist.

Und, fragt ihr mich jetzt, ist es 9-von-10-Punkten-großartig? Tja, sage ich da, ich weiß noch nicht so recht. Es stürzt halt ständig ab! Bis jetzt ist es eigentlich ganz nett, aber sicher keine OMG9/10BUYZ0RZNOWZ!!1-Empfehlung. Schauen wir uns das mal im Detail an.

Nicht so nett:

Die Grafik. Nicht hässlich oder so, aber es fehlt das gewisse Etwas. Visuell hat man sich stark am Film orientiert, man darf also keine eigenständige kreative Vision von Mittel-Erde erwarten. Kommerziell ist das sicher die richtige Wahl, aber es ist schon enttäuschend wenn das Intro mehr oder weniger auch für irgendein Add-on zu Battle for Middle-Earth geeignet wäre. Insgesamt ist der Look des Spiels etwas stilisierter und Comic-hafter als die diversen Spiele zum Film von EA, geht dabei aber nicht so weit, wie zum Beispiel WoW. Unschön ist das missglückte LoD-System mit ordentlich viel Pop-up und seltsam durchsichtigen Bäumen in der Distanz. Das hat Guild Wars schon vor längerer Zeit deutlich besser hinbekommen.

Das Interface. Deutlich besser als das desaströse Interface von Dungeons & Dragons Online, aber das Spiel muss sich in der Hinsicht trotzdem beschämt vor WoW und Guild Wars verstecken. Alles wirkt irgendwie klein und futzelig, die Icons sind nicht sehr eindeutig und generell ist es anstrengend für die Augen.

Habe ich schon erwähnt, dass es sich ständig aufhängt?

Nett:

Bisher kein Grind. Ja, es gab schon eine Quest der Marke “Bring 5 Wölfe um”, aber es waren eben nur fünf, nicht 20 und die Drop-Rate von Wildschweinfleisch war bisher 100%. Fast so, als hätte jedes Tier welches dabei. Haben die denn von WoW nicht gelernt, dass statistisch gesehen nur jedes fünfte Wildschwein aus Fleisch gemacht ist? Natürlich kann sich das noch ändern. Wer weiß, vielleicht werde ich heute Abend gebeten solange Orcs zu farmen bis irgendwann mal ein magisches Gebimmel aus einem raus fällt, aber bisher ist das Spiel in der Hinsicht sehr schmerzfrei. Schmerzfrei ist gut!

Deeds und Titles. Neben den üblichen Leveln kann man sich in LOTRO auch noch sogenannte “Titles” verdienen, indem man gewisse Taten vollbringt. Diese Titel kann man sich dann hinter den Namen kleben, so dass sie alle sehen können. So ein bisschen wie es das auch in Guild Wars gibt, nur wesentlich besser. Der erste Titel kommt umsonst und gibt die Herkunft an. Da wäre man also zum Beispiel “Blah-blah of Gondor”. Die restlichen Titel muss man sich verdienen, zum Beispiel durch das Erreichen von Level 5 ohne zu sterben “Blah-blah the Wary” oder durch das erledigen von Quests in einer bestimmten Gegend (”Honorary Sherrif”). Coole Sache eigentlich, weil man dadurch neben dem Erledigen von Quests und dem Erreichen von Leveln noch auf weitere Ziele hinarbeiten kann, zumal man durch die Titles auch zusätzliche Fähigkeiten erwerben kann.

So, ich gehe jetzt nach Hause und schaue mal, ob ein neuer Grafiktreiber die Absturzprobleme behebt. Und ich könnt mich dafür auslachen, dass ich es gekauft habe. Viel Spaß.

Jetzt im Handel (außer im Handel)

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Liebe Leute von Play Vanilla, auf eurer Webseite steht “Jetzt im Handel”. In eurer Fernsehwerbung auf MTV heisst es sogar noch eine Stufe euphorischer “Jetzt überall im Handel!”.

Das kann ich so nicht bestätigen.

Beim Kiosk um die Ecke gibt es das Heft zum Beispiel nicht. Bei Kaufhof übrigens auch nicht. Beim Supermarkt? Fehlanzeige. Und ja, ich habe auch bei den Frauenzeitschriften geschaut. Selbst direkt neben der Joy, die ihr ja als Probelaufsträgermedium genutzt habt, war eure Zeitschrift nicht zu finden. Auch im Drogeriemarkt, der bei weitem die größte Auswahl an Frauenzeitschriften zu bieten hat, war das Heft nicht aufzutreiben. Also bin ich zum Bahnhof gelaufen. Da findet man ja immer alles. (Und ich meine alles, wenn ihr wisst was ich meine.)

Ergebnis? Ich habe mal wieder zu viel Geld für eine Ausgabe von Top Gear auf den Tisch gelegt und ich habe herausgefunden, dass im Keller vom Bahnhof jetzt große Plastikdinosaurier stehen. Eine Play Vanilla hingegen war nicht aufzutreiben. In keinem der beiden Zeitschriftenläden. Selbst die Dinosaurier konnten mir da nicht weiterhelfen.

Irgendwas habt ihr da missverstanden, liebe Vanillanauten. Entweder “jetzt” oder “überall” oder möglicherweise “Handel”. “Jetzt überall im Handel” heisst im normalen Sprachgebrauch nicht “wir haben mal drei Stück gedruckt und schauen ob jemand bei uns vorbei schaut und die Dinger will”.

Ich würde euer Heft echt ganz gerne mal lesen. Schlechter als die PC Action kann es auch nicht sein. Aber so wird das nichts.

Acht Dinge die ich über die Xbox 360 nicht wusste

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Ding 1: Die 360 kommt ohne eingebauten Wireless Network Adapter.

Ja, ich Noob dachte irgendwie, dass so ein Ding schon eingebaut wäre. Was habe ich komisch geguckt, als ich da abends saß und mit meiner Box nicht ins Internet gekommen bin. Kein Xbox Live, kein System Update und vor allem keine Demos zum Ausprobieren! Suboptimal.

Ding 2: Der Wireless Netzwerk Adapter kostet 80€.

Heilige Kuh! Jetzt könnte man ja argumentieren, dass so eine Wireless Bridge hat nicht billig ist. Andererseits kommen sowohl die Wii als auch die PS3 mit einem eingebaut Wireless Adapter. Wenn der jetzt wirklich 80€ kosten würde, dann fräße der ja schon ca. ein Drittel der Kosten eines Wiis auf. Das scheint mir doch sehr unwahrscheinlich, wenn man bedenkt wie genau Nintendo bei der Entwicklung des Geräts auf die Kosten geschaut hat. In die andere Richtung würde der Preisnachteil der PS3 in Richtung 360 ein gutes Stück schmelzen, wenn der Preis fair ist. Tatsächlich schrumpft er praktisch ein ganzes Stück, denn das Ding kostet ja nun mal 80€, egal ob wir da jetzt abgezockt werden, oder nicht. Unschön.

Ding 3: Der Xbox 360 Controller ist der beste Controller EVAR.

Ehrlich. Oder zumindest der beste traditionelle Controller, mit vielen Knöpfen und Sticks und so. Er liegt perfekt in der Hand, hat genau das richtige Gewicht, genau den richtigen Widerstand bei den Sticks, genau den richtigen Druckpunkt bei den Knöpfen und ist zudem wireless, ein Feature auf das ich nie wieder verzichten möchte. Ich kann echt nicht glauben, dass Sony für die PS3 schon wieder das olle PS1-Pad recycled hat. Ich weiß, es hat seine Fans, aber…bäh.

Ding 4: Mein Gamertag von Xbox Live 1 war für Xbox Live 360 nicht gesichert.

Mit anderen Worten: Jemand anders heißt jetzt so wie ich mal hieß. Drecksmist, verdammter. Warum? Keine Ahnung. Doofe Idee, Microsoft. Ganz doofe Idee.

Ding 5: Der Xbox Support ist sehr freundlich, kann sich ohne Hilfe aber nicht mal die Schnürsenkel zubinden.

Insgesamt habe ich 45 Minuten mit denen telefoniert, bis man mir mitteilte, dass mein alter Name gar nicht gesichert wäre und das Übertragen meines Accounts wohl deshalb nicht funktioniert, weil inzwischen schon jemand anders so heißt wie ich mal hieß und ich dessen Kreditkartennummer und Adresse aus offensichtlichen Gründen nicht weiß, weswegen Xbox Live sich aus ebenfalls offensichtlichen Gründen darüber beschwert hat, dass die eingegebenen Daten nicht stimmen würden. Die Dame am Telefon war sehr nett, musste aber für jeden Satz den sie gesagt hat erstmal ca. fünf Minuten irgendwas nachlesen. Das Beste war dann, dass sie 10 Minuten lang einen schriftlichen Antrag ausfüllen musste, bis sie mein Problem eskalieren konnte. Meine Güte. Da ist noch Potential für Workflow-Optimierung, Microsoft. Witziges Detail: Sie waren total dankbar dafür, dass ich meine 360 auf Englisch gestellt hatte und ihnen die Fehlermeldungen auf Englisch vorlesen konnte.

Ding 6: Xbox Live Marketplace ist ein unfruchtbares Ödland

Da ist nichts. Aber auch wirklich gar nicht. Okay, es gibt einen Haufen von Demos, was zugegebenermaßen eine besonders coole Sache ist, wenn man die Konsole neu hat und mal ausprobieren will, was es so gibt. Aber an interessanten Spielen zum Kaufen gibt es fast nichts. Nintendo hat jetzt schon mehr Spiele auf der Virtual Console raus gebracht als Microsoft in dem Tempo jemals raus bringen wird. Klar, Microsoft ist eher auf neue Spiele aus und weniger auf Klassiker, was nicht nur besser zur der Konsole passt, sondern auch generell ganz lobenswert ist. Und solche neuen Spiele machen sich nicht von selbst, anders als Klassiker die quasi schon fertig rumliegen. Aber irgendwie kriegen sie es halt gar nicht gebacken. Schon komisch, dass sie als erster auf diesen Marketplace Zug aufgesprungen sind (ja den Zug quasi selber auf die Schienen gestellt haben) und das Ding dann so behandeln als würde man jedes Mal fiesen Fußpilz bekommen, wenn man was interessantes reinstellt. Das gilt übrigens nicht nur für Spiele, im Bereich der Videos sieht es noch düsterer aus. Das ist allerdings wohl ein deutsches (europäisches?) Problem. In den USA kann man sich da inzwischen einen Haufen von Filmen und Serien runterladen, während der komplette Inhalt hierzulande aus drei seit ca. einem Jahr abgelaufenen Trailern besteht. Super.

Ding 7: Die Xbox 360 ist eine Killerspielkonsole.

Echt. Gibt es irgendein interessantes Spiel für das System, indem man nicht auf Menschen schiesst? Ich finde das im richtigen Kontext ja nicht mal sonderlich schlimm, aber ein bisschen Abwechslung wäre schon nicht schlecht. Die Konsole bietet diverse Tom Clancys (so zwischen “ab 16″ und “keine Jugendfreigabe” angesiedelt), Gears of War (indiziert), Crackdown (bei Saturn nur aus dem Giftschrank zu haben), Dead Rising (indiziert), Lost Planet (ab 16), etc. Und das geht ja auch so weiter. Wer ernsthaft glaubt, dass Bioshock in Deutschland eine Jugendfreigabe bekommt, hat noch kein Video davon gesehen, in Assassin’s Creed spielt man einen Berufskiller und in Mass Effect werden die bösen Aliens sicher auch nicht so lange geknuddelt, bis sie das Universum wieder in Ruhe lassen. Ich bin froh, dass ich die 360 habe, aber mindestens ebenso froh, dass daneben eine Wii steht. Ihr wisst schon, wegen Manhunt 2 den ganzen bunten Spielen voll glücklicher Männchen mit großen runden Augen über dessen Köpfen Herzchen schweben. Außerdem gibt es ja noch Viva Pinata.

Ding 8: Perfect Dark Zero ist entsetzlich.

Wo wir gerade von Rare reden: um Himmels Willen! Wie in aller Welt kommt so ein grauseliges Spiel an eine Metacritic-Wertung von 81%? Akute Konsolenlaunchblindness? Intro bewertet, statt Spiel? Klar, Marc hatte mich gewarnt, aber ich hatte ja keine Ahnung. Was ein Glück, dass es eine Demo gibt. Nachher hätte ich noch jemand 5€ dafür gegeben, oder so.

Nur noch 200 Meter…

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Meine World of Warcraft: Burning Crusade Collector’s Edition liegt in einer Packstation, keine 200 Meter von hier. Entweder das, oder ein Buch über die Architektur der polnischen Renaissance, von dem ich nicht mehr weiß, dass ich es mal bestellt habe.

Lacht nicht, so was kommt vor. Dummerweise teilt einem die SMS nicht mit, was in dem Paket drin ist und somit bleibt ein gewisser Unsicherheitsfaktor. Trotzdem ich bin mir ziemlich sicher, dass es Burning Crusade ist.

Jetzt mal ehrlich, wie soll man unter solchen Umständen arbeiten? Das Ding strahlt ein dermaßen großes Gravitationsfeld aus, dass mein Stuhl permanent und wie von Geisterhand gezogen in Richtung Ausgang rollt. Außerdem bin ich gerade scharf am Überlegen, wie ich dafür sorge, dass wir heute nicht in der Mensa essen gehen. Die liegt nämlich nicht in Richtung der Packstation. (Meine aktuelle Strategie besteht darin, dies auf meinem Spieleblog im Internet zu erwähnen, zu hoffen dass meine Kollegen es lesen und dann freundlicherweise einen anderen Ort zum Essen vorschlagen. Mal sehen, wie gut das funktioniert. Ich werde berichten.)

Fairerweise muss man sagen, dass sich das Gameplay von Burning Crusade heute wohl auf Artbook-lesen und Soundtrack-hören beschränken wird, denn die Server dürften gnadenlos überlastet sein. Außerdem bin ich mir gar nicht so sicher, ob ich WoW überhaupt noch spielen will. Ich habe schon ein bisschen Angst vor jeder Menge Instanzdungeons, die ich mangels Gilde und Aufgrund eines Lebens nie betreten werde und vor jeder Menge Spieler die mein Nicht-Elite Mount aus ihren lila Turbo-Rüstungssets +500 herablassend belächeln werden.

Zudem macht es mir Sorgen, dass eigentlich keiner von den Leuten die das coole Origingal-WoW gemacht haben, noch an Burning Crusade gearbeitet haben. Von der Aussicht bedroht, bis an ihr Lebensende WoW-Erweiterungen basteln zu müssen, haben die nämlich alle ihren Hut genommen und ihre eigenen Studios gegründet. Insofern bin ich mal gespannt auf die Qualität der neuen Gebiete.

Denn genau darum geht es mir ja eigentlich. Ich spiele WoW nicht, ich besuche es. Instanzen sind mir schnuppe, Ausrüstung ist mir egal und PvP kann mir mal den Buckel runter rutschen. Wenn ich einlogge, dann werfe ich mir ein geschmackloses Hawaiihemd über, schlüpfe in billige Badelatschen und werde zum Touristen.

Jetzt muss ich nur noch mein Flugticket aus der Packstation befreien. Ist es schon Zeit zum Mittagessen?

Update: So. Wir waren beim Inder essen. Danach sind wir zuerst zum Saturn gegangen. Da lagen ca. 500 Brilliardentrullionen Burning Crusades rum. Am Eingang waren schon Schilder “Burning Crusade gibt es im 2.OG!”. Wobei das glatt gelogen war, denn sie hatten direkt an der Tür einen Ständer voller BCs. Außerdem war alles voller Schilder geklebt mit irgendwelchen Warnungen, dass BC nicht hiermit läuft und dass es damit Schwierigkeiten macht und dass man es am besten erst auf die Platte kopiert und dann installiert und so weiter. Am besten hat mir gefallen, dass sie eindringlich vor der Verwendung von Kaspersky Antivirus gewarnt haben und direkt ins Regal neben BC dann Kaspersky Antivirus gelegt haben.

Ach ja: Die deutsche BC CE lässt sich übrigens nicht über meine englische WoW CE installieren. Sprachverwirrung FTW!

Update 2: Apropos Sprachverwirrung. Auf der CE steht hinten groß drauf: “Erleben Sie Den Ultimativen Brennenden Kreuzzug”. Nee, is klar Jungs. Ich weiß schon, warum ich auf Englisch gespielt habe.

Weihnach(t)besprechung

Weihnachten ist fast vorbei. Wir hoffen, ihr hattet ein paar gemütliche, entspannte und vielleicht sogar spaßige Tage. Einige von euch haben an Heiligabend womöglich ein Wii unter dem Weihnachtsbaum vorgefunden. Andere vielleicht eine Xbox 360. Oder einen neuen Mac. Einen neuen PC? Ein Dutzend PS2-Spiele? Einen GBA im Tribal-Design? Eine pinke PSP? Den 80GB-iPod? Interessante Brettspiele? Lesenswerte Bücher? Eine Modelleisenbahn? Ein Fahrrad? Psychonauts? Eine importierte PS3? Killerspiele? Neue Barbie-Puppen?

Sagt es uns. Wir sind neugierig.

Amazon hat anscheinend wieder Wiis

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Nur so als Tipp. Keine Ahnung ob es stimmt, aber da steht “auf Lager”.

Viel Glück!

Ich habe Wii!

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War gerade bei Saturn in Mannheim. Bin ca. 9:40 da gewesen und es standen ungefähr 25 Leute vor der Tür. War eine recht gemischte Truppe. Auch ein paar Leute jenseits der Fünzig und diverse Frauen (sogar gut aussehende) hatten sich unter uns klassische Videospielnerds gemischt. Es ist natürlich unklar wieviele davon Eltern und Freundinnen auf Geschenksuche waren, aber insgesamt dürfte das Bild Nintendo gefallen haben. Die echten Nerds standen rechts von mir und haben stragische Planungen gemacht. Wer versucht den Fahrstuhl? Wer nimmt die Treppe? Wieviel Gewaltanwendung ist okay?

Aufgemacht hat der Saturn um 9:45. Und dann echte Action: Alle rennen in Panik los nach oben. Das ist übrigens eine nicht unerhebliche Strecke, weil man nicht einfach von einer Rolltreppe auf die andere umsteigen kann, sondern nach jeder Etage einmal auf die andere Seite des Raumes muss, um wieder weiter nach oben zu können. Zitat einer ca. 50-jährigen Frau während sie rennend die Fernsehabteilung im ersten Stock umschiffte: “Und das so früh am Morgen! *keuch*”

Anscheinend hatte kaum jemand vorbestellt, denn alle stürzten sich auf den Stapel von frei verkäuflichen Wiis, während ich lässig zur Vorbestellungstheke geschlendert bin um dort mein Gerät abzuholen. Größe der Schlange? Zwei Leute. Is niiiice!

Dann aber die schlechten Nachrichten. Kabel sind überhaupt nicht gekommen. Weder Komponenten, noch RGB. Und auch mein Lieblinglaunchtitel Rayman war noch nicht da. Dafür gab es aber ausreichend sonstiges Zubehör. Dummerweise gibt es die Wiimote im Moment nur mit Wii Play zu kaufen. Wer also vier Remotes haben will, der muss sich drei mal Wii Play kaufen und zahlt 20€ zu viel. (30, wenn er Wii Play gar nicht haben will.)

Ich schätze die Anzahl der im Saturn Mannheim vorhandenen Wiis übrigens auf ca. 50. Wenn ihr das mit der Schlange vergleicht, so stellt ihr fest, dass das für den ersten Ansturm locker gereicht hat. Um 10:00 herum, also zur offiziellen Öffnungszeit, waren noch etwa fünf Wiis auf dem Stapel. Inzwischen sind die wohl alle weg.

Sehr nett auch: Einer der Saturn-Verkäufer hat darauf geachtet, dass keiner mehr als ein Wii mitnimmt. Das hat einen Herrn mit drei Kisten unter dem Arm etwas stinkig gemacht. Er hat dann noch zwei Kollegen angerufen, die ihm helfen sollten seine Beute aus den Klauen des Saturnmonsters zu befreien.

Aus meinem Frust über ein Mangel an Rayman habe ich Dummkopf dann Red Steel gekauft. Pff. Na mal schauen. Ich kann mir bei so was ja immer noch einreden, dass es im Zweifelsfall einen netten Beitrag für AG abgibt. Rationalisierung FTW!!

Glücklicherweise hat Agent Marc mir noch ein Rayman ergattern können. Das kriege ich dann zwar erst morgen, aber damit kann ich schon irgendwie leben. Warum ich allerdings den Classic Controller gekauft habe, weiß ich nicht so recht. Kann mir dafür jemand einen Rationalisierungsgrund nennen? Ist ja nicht so, als hätte ich nicht genug Gamecube-Controller zuhause.

Fazit Mannheim: Wer wirklich wollte, der konnte auch ohne Vorbestellung an sein Wii kommen. Wer jetzt noch will, dürfte aber in den Po gekniffen sein. Spiele und Zubehör gab es entweder gar nicht oder aber in ausreichenden Mengen. Trotzdem hat es mit einem Spießrutenlauf und fünf Minuten akuter “Oh-mein-Gott-ich-kriege-keins-mehr”-Grabschpanik ein durchaus solides Launchfeeling gegeben. Außerdem hatten die Mitarbeiter beim Saturn definitiv Spaß daran uns beim Rennen zuschauen zu dürfen.

So, und jetzt liegt das Wii mit allem Drum und Dran auf meinem Schreibtisch und ich muss arbeiten. Ich schätze ich könnte den Betrieb hier lässig lahmlegen, wenn wir einen Fernseher hätten, an den wir das Gerät anschließen könnten. Haben wir aber leider nicht. Somit werde ich mich für den Rest des Tages mit meiner Vorfreude begnügen müssen.

Ich hoffe ihr habt alle eins bekommen. Wer frei hat und schon spielt, hat die Erlaubnis den Rest von uns in den Kommentaren neidisch zu machen.

Wii-Launch: Sonderbericht München

Wie eben schon von Richard angekündigt haben wir vorhin den Saturn Theresienhöhe gestürmt — in der vagen Hoffnung, die Mitarbeiter ganz lieb zum Rausrücken von ein paar Wiis bewegen zu können. Wir haben gewinselt und gefleht. Uns Geschichten über Großväter ausgedacht, die nur noch 30 Minuten zu leben haben und nur noch einmal kurz Wii spielen wollten. Das Aufkaufen des gesamten Spielevorrats angedroht, damit die Kids morgen alle leer ausgehen. Erwähnt, dass wir gerade vorhin erst Killerspiele gespielt haben und zu allem bereit sind. Und dass einer von uns morgen 30 wird und sich wirklich, wirklich freuen würde.

Hat leider alles nicht geholfen. Dafür haben wir von einer Mitarbeiterin, die auch Frau Farbissinas Schwester hätte sein können, die Information erhalten, dass dort tatsächlich knapp 70 Wiis bereit stehen. Außerdem haben wir einen ganzen Haufen Zeldas gesichtet. Auch die anderen Launchtitel sowie Remotes und Classic Controllers waren ausreichend vorhanden.

Der Laden macht um 10 Uhr auf, was laut Frau Farbissinas Schwester “zu spät” sein soll. Was keinen Sinn ergibt, aber hey, die Leute dort sind mindestens genau so aufgeregt wie wir. Und was ist das einzige, was bei sowas hilft? Richtig!

Party!

Für den Fall, dass dort morgen früh halb München zeltet, sich an Lagerfeuern die Hände wärmt und gemeinsam Lieder singt, werden wir dort ab 9.30 vor der Tür stehen und einen kleinen Videobericht filmen. Liebe Münchner Antinationsfraktion: schaut vorbei und friert feiert mit!

Zwischenbericht

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Ich war gerade unterwegs um mal zu schauen, ob hier in Mannheim Wii-mäßig schon was geht. Zuerst war ich bei Kaufhof. Das war allerdings ein kompletter Reinfall. Die Spieleabteilung ist da sowieso ziemlich klein, und vom Wii war noch absolut nichts zu sehen. Keine Wiis, keine Spiele, kein Zubehör, kein Bereich in das Zeugs potentiell morgen stehen könnte. Kaufhof LOSE!

Allerdings war ich sowieso nur im Kaufhof, weil das auf dem Weg zum Saturn liegt. Der Saturn in Mannheim hat den Vorteil, dass das Spielelager offen ist. Hinter der Spieleabteilung ist so eine Theke, hinter der sie immer haufenweise Kisten und Regale voll von Spielen haben. Da kann man immer prima feststellen, wieviele der Laden so einkauft. Die ganzen Paraworlds die da rumliegen, werden sie wohl nie los werden.

Jedenfalls konnte ich dort mit Hilfe modernster Geheimdiensttechnik (meinen Augen) die ersten Wii Spiele sehen. Es lagen etwas 50 Kopien von Call of Duty 3 herum, genauso viele NFS Carbons und ca. 40 Red Steels. Das erste Primärziel Rayman konnte zwar nicht ausgemacht werden, vom zweiten Primärziel Zelda hingegen konnten mindesten 15 Stück bestätigt werden. Unter der Kiste mit dem Zeldas lagen noch diverse ähnliche Kartons, so dass von einer größeren Stückzahl ausgegangen werden kann. Wiis selber hingegen konnten nicht entdeckt werden, so dass die Anzahl der vorhandenen Geräte weiter unbekannt bleibt.

Leider konnten auch keine Zielpersonen bezüglich dieser Informationen verhört werden, was leider auch einen Versuch die Spiele vorzeitig zu akquirieren zum Scheitern verurteilte. Da anscheinend kein vorzeitiger Verkauf von Hardware oder Software durchgeführt wird, stehen die Chancen auf einen Erwerb der Zielobjekte morgen früh wahrscheinlich nicht schlecht.

Ach ja, der Saturn hat überall noch mal Ständer mit Infos zu den USK-Wertungen aufgestellt. Warum wohl?

Für morgen ist eine Koordinierung der Käufe mit Agent Marc geplant, um die Chancen auf vollständigen Erwerb aller Zielobjekte (Hardware, Software, Zubehör) in ausreichender Menge zu maximieren.

Agent Hendrik berichtet übrigens aus München, dass die Spiele dort angeblich schon im Saturn rumliegen sollen und er gleich einen Versuch zu Aneignung der dortigen Software-Zielobjekte starten wird.

Aktuelle Erfolgswahrscheinlichkeit der Mission Wii: 80%

Launchfieber

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Morgen kommt das Wii. Und so langsam werde ich nervös. Ich bin mir nämlich inzwischen nicht mehr so sicher, ob ich wie geplant ein Wii bekomme. Zumindest weiß ich aber jetzt, dass es eine richtige Entscheidung war doch eine Vorbestellung aufzugeben, denn hier in Europa werden die Wiis verdammt knapp werden.

Na gut, die Wiis sind auch in den USA und in Japan verdammt knapp. Nintendo verkauft sofort alles was sie irgendwie in die Läden kriegen können. Im Gegensatz zu Europa haben die Amerikaner und Japaner aber immerhin eine ordentliche Menge an Konsolen bekommen. Bei solchen Zahlen kann sich die PS3 nur weinend in die Ecke verkriechen.

Dummerweise führt der große Erfolg aber wohl dazu, dass Nintendo kaum Wiis nach Europa schickt. In den USA und Japan bekommt man mit großen Verkaufszahlen ordentlich Angeberrechte, die Absätze in Europa sind in der Hinsicht eher zweitrangig, mal ganz abgesehen davon, dass bei Nintendo Europa ja generell in etwa so behandelt wird, als wäre es eine Forschungsstation in der Antarktis auf der geraede ein tödlicher Virus ausgebrochen ist. Entweder wir haben ihnen was getan, oder sie wissen wirklich nicht wer wir sind und wo wir wohnen. vielleicht sollten wir mal eine Dokumentation für Nintendo produzieren, so nach dem Motto: “Europa. Was ist das eigentlich?”.

Egal. Die Antination berichtet inzwischen von verzweifelten und erfolglosen Versuchen noch schnell ein Wii vorzubestellen, von Media Märkten deren 100 Wiis innerhalb weniger Stunden komplett wegbestellt waren und von Angestellten bei Toys’r'us die so häufig von Wiisuchern angerufen werden, dass sie inzwischen kurz vor dem Nervenzusammenbruch stehen.

Wenn Eurogamer dann noch meldet, dass in England bis Weihnachten nicht mal alle Vorbestellungen erfüllt werden können, selbst wenn man in Betracht zieht, dass noch vier Nachlieferungen folgen sollen, dann wird klar: Auch ohne großes Medienecho hat das Wiifieber auch Deutschland und Europa erfasst.

Somit dürfen sich jetzt auch Frühvorbesteller wie ich wieder Sorgen machen, ob sie denn ihr Wii morgen in den Händen halten werden. Klar, der Verkäufer vom Saturn war sich damals ziemlich sicher, dass kaum jemand vorbstellen würde, aber ich wette das sieht inzwischen ganz anders aus. Und ob ich seiner Aussage trauen kann, dass ich garantiert zum Launch ein Wii bekommen werde, das bezweifle ich auch. Damals gab es erst drei oder vier weitere Vorbestellungen, wenn sie die also der Reihe nach abarbeiten, dann kriege ich kein Problem. Wenn sich aber eine Schlange bildet und viele Bestellungen vorliegen, dann könnten sie unter den Vorbestellern auch ein “wer-zuerst-kommt-mahlt-zuerst”-Prinzip implementieren. Und dann wird es wieder kritisch.

Jedenfalls werde ich morgen um 9:40 vor dem Saturn stehen und hoffen, dass sich keine Schlange gebildet hat, die dann um 10:00 Uhr verzweifelt nach oben in die Spieleabteilung stürmt, um dort zu versuchen mir mein Wii vor der Nase wegzuschnappen. Stress.

Aber wenn ich ehrlich sein soll, gefällt mir dieses Spannung sogar ganz gut. Ich meine das ist doch der eigentliche Grund, warum man eine Konsole zum Launch kauft, oder? Ganz realistisch betrachtet kann ich in zwei Monaten die gleiche Konsole zum gleichen Preis und mit mehr Auswahl bei den Spielen mit wesentlich weniger Stress bekommen. Warum hole ich sie mir also jetzt? Klar, weil ich ungeduldig bin. Aber eben hauptsächlich weil ich Launchluft schuppern will. Die Vorfreude ist irgendwie größer, wenn man für seine Konsole noch arbeiten muss. Wenn man rumtelefonieren, vorbestellen und Schlange stehen muss ohne dabei wirklich sicher zu sein, dass man auch was bekommt.

Also, liebe Antination, wir sehen uns morgen in der Schlange. Und wir werden Spaß dabei haben. Drückt mir die Daumen, ich drücke meine für euch.

Außer ihr wohnt in Mannheim und habt beim Saturn vorbestellt. Dann gibt es kein Pardon.

Freitag, Kinder wird’s was geben

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Freitag ist Wii Launch! Zeit sich noch mal in Ruhe die Launchtitel anzuschauen, damit man am Freitag schnell die richtigen Spiele aus dem Regal greifen kann. Keine Ahnung ob die auch irgendwie knapp werden, aber man sollte auf Nummer sicher gehen.

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Hartes Schicksal

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Gestern folgendes in der Spieleabteilung beim Saturn in Mannheim überhört:

Mann, ich suche was mit Zweiter Weltkrieg aber es gibt ja einfach nichts!!

Wir sind alle verloren.

Special Edition

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Special Editions sind im Moment voll in Mode, insbesondere auf dem PC. Ich gestehe auch ganz offen, dass ich ein gnadenloser Special Edition-Käufer bin. Meistens kosten die nicht wesentlich mehr als die Normal Edition und ich kriege coolen Krams dazu. Klar, das Zeug ist billig von chinesischen Lohnsklaven hergestellt und im Durchschnitt 63,53 Cent wert, aber was soll’s. Ich habe Spaß daran.

Trotzdem, nicht jede Special Edition ist special und nicht bei jeder Collector’s Edition lohnt sich das collecten. Daher versuche im Folgenden mal eine Klassifizierung von Special Edition Bonusbeigaben und analysiere, welche davon was taugen, welche nicht und was eine bestimmte Beigabe eigentlich haben sollte, um Mehrgeldfürsgleichespielausgeber wie mich zufrieden zu stellen.


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Wii, wo, wann?

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Ich habe gestern Abend einen langen Text über meinen Absturzfrust mit Dark Messiah geschrieben, nur um dann heute morgen im Büro feststellen zu müssen, dass ich meinen USB-Stick mit dem Text Zuhause liegen gelassen habe. Gnah. Daher müsst ihr heute auf einen langen Text verzichten und ich stelle einfach mal eine Frage in den Raum:

Was ist eigentlich mit Vorbestellungen vom Wii? Geht da schon was?

Bei Amazon ist eine Bestellung noch nicht möglich und Ende letzter Woche hat sich der Verkäufer beim Saturn in der Hinsicht auch noch für ahnungslos erklärt. “Es wird was geben, aber ich weiß noch nicht wann.” Dabei hängen im Saturn große Plakate, die einen zur Vorbestellung einer PS3 animieren sollen, und die kommt erst nächstes Jahr, während das Wii nur noch knapp einen Monat weg ist.

Also, weiß die Antination mehr als ich? Kann man schon irgendwo vorbestellen? Habt ihr schon irgendwo vorbestellt? Weiß der Mann bei eurem Saturn mehr, als der bei meinem? Ich habe keine Lust am 8. Dezember in die Geschäfte zu laufen, nur um festzustellen zu müssen, dass es keine Wiis mehr gibt.

Updatifizierung! Ich habe eben beim Saturn in Mannheim vorbestellt. War überhaupt kein Thema, es gab bisher nur vier oder fünf andere Vorbestellungen. Um den Mitarbeiter zu zitieren: “Das mit dem Vorbestellen ist heute nicht mehr so in.”

Easy-peasy, lemon-squeezy!

Schmutzig

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Die S-Bahn-Station Rathaus in Ludwigshafen ist interessant. Eigentlich ist es eher eine U-Bahn-Station, weil sie, nun ja, unterirdisch ist. Das ist aber nicht das Interessante daran. Interessant ist ihr Look. Das Ding wurde wohl in den 70er Jahren in den damaligen Modefarben Orange und Fäkalienbraun errichtet und ist anscheinend auch irgendwann damals, schätzungsweise ein paar Jahre vor meiner Geburt, das letzte mal gereinigt worden.

Beispiel: Der Fußboden. Der war wohl mal aus schwarzem Plastik, versehen mit diesen großen, flach-runden Noppen, die damals ebenfalls salonfähig waren. Inzwischen ist er aber flächendeckend mit einer Schicht aus alten, platt gedrückten Kaugummis bedeckt. Der Teil der Wände, welcher nicht mit orange-fäkalienfarbenen Kacheln bedeckt ist, war wohl auch mal orange-fäkalienfarben gestrichen, ist aber inzwischen eigentlich nur noch schwarz. Schwarz gefärbt durch tausende von Edding-schwingenden Leuten, die uns unbedingt wichtige Mitteilung wie “Wer das hier liest ist ein Hurensohn” und “Deine Mutti ist eine Votze” auf den Weg geben wollten. Wenn ich einen davon erwischt hätte, dann hätte ich ihn am Ohr gepackt ihm gesagt “Junger Mann, Fotze schreibt man mit ‘F’.” und ihn die orthografisch korrekte Version des Wortes an der gegenüberliegenden Wand 500 mal üben lassen. Ordnung muss schließlich sein.

Wenn ich eben gesagt habe, dass die Station in den 70er Jahren das letzte Mal gereinigt wurde, dann meine das übrigens durchaus ernst. Da hängt Werbung für eine Zigarettenmarke an der Wand, die es, wenn der Stil der Werbung ein Anzeichen ist, seit mindestens 25 Jahren nicht mehr gibt. („Die neuen Senussi! Tabakmischung jetzt ohne Mittelrippen!“)

Mein erster Eindruck von Ludwigshafen war also, sagen wir mal, suboptimal. Mein Instinkt war in der Tat auch, direkt den Bahnsteig zu wechseln, die S-Bahn in die Gegenrichtung zu nehmen und sofort wieder auf das andere Rheinufer zu flüchten. Aber ich war ein Mann mit einer Mission. Und niemand hält Antigamesmann auf, wenn er eine Mission hat. (Zur Info: Antigamesmann trägt ein orange-grünes Cape mit aufgedrucktem Dinosaurierlogo und seine Spezialfähigkeiten sind “Gamestar dissen” und…äh…das war’s.)

Was war meine Mission? Na, Dark Messiah in der ungeschnittenen Originalversion aufzutreiben. Normalerweise mache ich so was ja per Post. Allerdings muss so eine Originalversion immer eigenhändig angenommen werden. Das führt im Moment zu ein paar Problemen. Problem eins: Ich habe im Moment überhaupt keine Wohnung, in die ich mir ein Paket schicken lassen kann. Problem zwei: Ich kann es mir nicht ins Büro schicken lassen, wie den Rest meiner Post, weil der Kram ja durch die Hauspost der Uni geht und somit eine eigenhändige Annahme auch nicht drin ist. Problem drei: Ich bin kein Student mehr, und somit zur üblichen Postbotenzeit gar nicht mehr zu Hause. Es dürfte schwer sein, ein Paket eigenhändig anzunehmen, wenn man nicht da ist. Probleme eins und zwei sollten sich durch eine neue Wohnung lösen lassen, aber Problem drei dürfte dazu führen, dass man mich bald häufiger bei der Post mit einer Karte in der Hand antreffen wird. Oder wie macht ihr das? Eine Packstation dürfte ja auch nicht gerade als „eigenhändig“ gelten.

Jedenfalls hatte sich die Mannheimer Innenstadt zum Videospielekaufen als ziemlich ungeeignet erwiesen. Der Saturn ist zwar nur 500 Meter von meinem Büro weg, hatte Dark Messiah aber eben nur in der geschnittenen Fassung. Eine längere Recherche führte zu dem Ergebnis, dass es in Mannheim anscheinend, wie in Münster, keinen dedizierten Spieleladen gibt, oder dass sich dieser zumindest sehr gut versteckt hält.

Was mich wiederum nach Ludwigshafen führte. Dort gibt es nämlich ein ebgames und ein kurzer Anruf dort hatte wiederum ergeben, dass sie die ungeschnittene Version von Dark Messiah am Montag bekommen würden. Also warf ich mich nach der Arbeit in die Straßenbahn der Linie 3 und befand mich einige Minuten später in einer Mischung aus 70er Jahre Design-Horror und einem Alptraum von Mr. Proper.

Aber was soll man machen? Wer unzensiert spielen will, der muss halt leiden. Also Augen zu und durch. Die Treppe hoch, durch eine ziemlich miefige Mall gelaufen, wo aus irgendwelchen Gründen ein 20 Meter hoher, schimmliger Bettvorleger an die Wand genagelt war, und schließlich am Ende eines langen Ganges den ebgames gefunden.

Was soll ich sagen? Wenn die U/S-Bahn-Station und das “Rathaus-Center” repräsentativ für die restliche Stadt sind, dann ist das Leben in Ludwigshafen wohl die Hölle und die Verwendung von Putzlappen per Verordnung untersagt, aber der ebgames ist ganz okay. Zum einen riecht er nicht wie ein Pumakäfig, zum anderen ist er doppelt so groß wie der in Münster und außerdem hatten sie Dark Messiah tatsächlich da. Genau zwei Mal, und ein Examplar war schon vorbestellt. Puh.

Der Rest des Ladens ist natürlich immer noch Mist. Jede Menge Gebrauchtspiele zum Vollpreis, ein Haufen Abzockerdeals für Leute, deren IQ nicht ausreicht um die Formulare bei eBay auszufüllen und haufenweise Verarschepackung, die einen ständig zu Fragen verleiten wie “Was, das Desperate Housewives Spiel Medieval II ist schon raus?”, nur um dann akute Enttäuschung zu verbreiten.

Außerdem musste der Verkäufer eine halbe Stunde wirr durch seinen Laden irren, bis er es geschafft hatte, mein Spiel zu finden. Aber was soll’s. Immerhin war er nicht ganz so doof wie der Kunde, der rein kam und eine Laptopmaus kaufen wollte und nicht ganz kapiert hat, dass man bei ebgames nur Spiele bekommt. Ich habe es nicht übers Herz gebracht ihn auf den Saturn aufmerksam zu machen, der genau gegenüber orange-blau leuchtete.

So, und jetzt fragt ihr euch bestimmt, was ich denn nun von Dark Messiah halte? Tja, da muss ich euch auf später vertrösten. Ich bin spät nach Hause gekommen und habe mich mit einem guten Buch ins Bett zurückgezogen. Bis ich das Spiel gespielt habe, solltet ihr aber von Antigamesmanns gestrigen Abenteuern folgende Lektion lernen:

Haltet euch von Ludwigshafen fern. Da ist es schmutzig und die letzte unzensierte Kopie von Dark Messiah habe ich schon eingesackt.

Guilty Pleasures

Fast Food ist ungesund, das weiß jeder. Wenn man zu viel davon isst, wird man dick und träge, klar. Aber ab und zu — nicht zu oft! — in einen ekligen, fettigen Burger beißen, das ist und bleibt ein Genuss. Wer das bestreitet, ist kein Mensch. Oder ein Vegetarier.

So ähnlich ist es bei Spielen. Ab und zu erscheint eins, das so dermaßen beknackt aussieht und klingt, dass man es eigentlich nicht spielen will. Aber dann sieht man ein Video, probiert die Demo, und merkt: man will es. Ganz egal, wie doof es ist. Vielleicht auch, weil es so doof ist.

Ich fahre jetzt nachhause, hole mir auf dem Weg einen Big Mac, und spiele den Rest des Abends Just Cause. So muss das sein.

250/08.12.

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Na immerhin. Das Wii kommt noch dieses Jahr nach Europa. Klar, wir kriegen es wie immer zuletzt und wir kriegen es wie immer zum teuersten Preis, aber wenigstens müssen wir nicht bis März warten. Der Preis ist vielleicht einen Hauch zu teuer, aber egal. Natürlich hätten sie nicht unbedingt die Lüge verbreiten müssen, es würde unter 250$/€ kosten, wenn sie doch wussten, dass es genau 250$/€ kosten würde, aber auch egal. Da sind wir von Sony schlimmeres gewöhnt.

Was gibt’s noch? Wiimote + Nunchuk ist eine arg teure Kombo, aber ich gehe davon aus, dass die meisten Partyspiele den Nunchchuck nicht brauchen werden. Dafür ist der Classic Controller schön billig und kommt sogar noch mit ein paar “Punkten” zum Kaufen von Virtual Console Spielen. Apropos, da liegen die Preise genauso wie ich vermutet hatte (5/8/10). Vielleicht auch einen Hauch zu viel, aber am Ende genau der Preis den die Leute zu zahlen bereit sein werden. Vor allem will Nintendo jeden Monat eine ordentliche Zahl von Spielen rausbringen, anders als Microsoft die ihren wunderbaren Marketplace mit einer Tröpfchen-Strategie verdursten lassen.

Die Sache mit den Channels macht natürlich im Hinblick auf die angepeilte Nutzergruppe Sinn, aber ich glaube nicht, dass ich jemals mit meinem Wii nachschauen werde, wie das Wetter so ist. Ehrlich gesagt, habe ich den Wetterbericht noch nie wirklich verstanden. Ist ja nicht so, als könnte ich nicht einfach aus dem Fenster schauen um festzustellen, ob es regnet oder nicht. Selbst wenn ich weiß, dass es morgen mit einer Wahrscheinlichkeit von 83,534% regnen wird, kann ich gegen den Regen auch nicht viel unternehmen. Klar, es kann schon nützlich sein, wenn ich mir überlege, ob ich morgen eine Fahrradtour machen will oder nicht, aber muss man mir wirklich alle 30 Minuten im Radio sagen, dass die Sonne scheint? ICH WEISS DASS DIE SONNE SCHEINT! ICH HABE FENSTER!

Äh. Sorry. Da habe ich mich gerade etwas ablenken lassen. Entscheidend ist ja jetzt eigentlich nur noch die Frage, welche Spiele ich beim Launch mitnehme. Zelda, klar. Rayman möglicherweise auch. Ich wette auf Trauma Center müssen wir ca. zwei Jahre warten, das kommt also höchstens als Import in Frage. Red Steel? Ganz vielleicht. Ein bisschen. Ich habe da keinen so guten Vibe. Wobei, zwei Spiele sind ja schon kein schlechter Anfang, zumal man Wii Sports dabei bekommt und gerade Rayman ein super Demospiel für das System sein sollte.

Ich denke wir sehen uns dann nachts am Donnerstag dem 7. Dezember bei Saturn. Bringt euer DS mit, dann spielen wir beim Warten Tetris.