
Neulich wies man mich darauf hin, dass ich schon wieder beinahe ein Jahr nichts mehr auf antigames geschrieben habe. Na gut. Schreibe ich halt. Und zwar über Dungeon Raid, mein aktuelles Lieblingsspiel auf dem iPhone.
Dungeon Raid sieht erst einmal aus wie Puzzle Quest: Steinchen, die man wegdrücken muss; Rollenspielelemente… okay. Aber es ist anders. Reduzierter. Schneller. Es verzichtet, von einer zufällig ausgewählten (und in den meisten Fällen ziemlich schrägen) Origin-Story zu deinem Charakter, komplett auf Story. Steinchen wegdrücken, Monster killen, hochleveln. Das war’s. Und es ist super.
Jeden Zug entscheidet man sich, ob man Monster angreift, seine Rüstung verbessert, Goldstücke für neue Items aufsammelt oder Heiltränke zu sich nimmt. Besonders lange Ketten geben Boni, taktisches Vorgehen lohnt sich also. Erreicht man einen neuen Level, kann man bis zu vier Spezialfähigkeiten erlernen.
Ab und zu tauchen spezielle Bossmonster auf, die nur mit Tricks (oder Geduld) zu besiegen sind. Hat man ordentlich Glück, lassen sie nach erfolgreicher Beseitigung eine Trophäe fallen, die eine neue Charakterklasse freischaltet oder die gerade gespielte hochlevelt.
Und irgendwann sind die Monster stärker. Man stirbt, das Spiel ist vorbei, die eigene Performance wird ausge- und bewertet. Ein Spiel dauert selten länger als eine halbe Stunde. Neben dem Knacken von Highscores verliert man sich irgendwann im tollen Metagame, wo höhere Charakterklassen-Levels verschiedene Anpassungsmöglichkeiten wie Perks und neue Rassen freischalten. Dungeon Raid bietet für ein so harmlos aussehendes Puzzlespiel eine erstaunliche Spieltiefe und nimmt das Sujet Rollenspiel sehr viel ernster, als man zuerst denken mag.
Find’ ich gut. So gut, dass ich darüber schreibe! Das habt ihr jetzt davon.








