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Notizen für 2008

Huch! 2007, ein wirklich spannendes Jahr für Leute, die gerne mal was spielen, ist auf einmal vorbei. Einfach so. Höchste Zeit, sich Gedanken über seine guten Vorsätze für 2008 zu machen! Keine Angst, ich werde euch nicht mit Krams wie “mal wieder 5 Kilo abnehmen”, “weniger gemein zur Freundin sein” und “öfters Mama anrufen” langweilen, sondern nur mit all den kleinen, schönen, Spiele-bezogenen Dingen!

Hendriks gute Spiele-Vorsätze für 2008:

» mehr von den gekauften Spielen auch wirklich ausgiebig spielen (bzw. durchspielen). Viele teuer eingekaufte Spiele landen nach wenigen Tagen, manchmal sogar schon wenigen Stunden im Regal und werden dort erst wieder in tausendundfünf Jahren von den außerirdischen Invasoren ausgegraben, die in den Ruinen der menschlichen Zivilisation nach Spuren unserer Unterhaltungsgewohnheiten suchen und sich über Sims 2 mit allen Addons (sogar das mit den Tierchen!) wundern.

» weniger Spiele kaufen, mehr Spiele ausleihen! Als frischer Brightonian werde ich mich bald bei lovefilm.com anmelden, wo man nicht nur Film-DVDs, sondern auch Videospiele ausleihen kann. Ideal für solche “meh, aber vielleicht macht’s ja doch Spaß”-Machwerke wie Sk8te oder die nächsten fünf Needs for Speeds. Falls doch eine Perle dabei sein sollte, kann ich sie immer noch kaufen. Dafür kostet mich der ganze Rest sehr viel weniger als bisher.

» die PS3 wirklich nur dann kaufen, wenn es ein echt wahnsinniges, exklusives Super-Spiel dafür gibt. Bei der PS2 war es damals für mich GTA3. Bei der PS3 sehe ich da aktuell nichts am Horizont, nicht mal Little Big Planet macht mich seit der GC-Enttäuschung noch groß an. Ich muss der Versuchung widerstehen, mir das doofe Teil einfach trotzdem zu kaufen. Gna!

» mehr World of Warcraft spielen. Nicht zu viel, immerhin habe ich ein echtes Leben, mit tollen Freunden, die mich ständig besuchen kommen, und einem Facebook-Foto, auf dem ich viel besser aussehe als in echt. Hmm; okay. Streicht das alles. Ich sollte World of Warcraft spielen, und zwar viel davon. Meine Gilde braucht mich.

» öfters mal Leute zum Spielen einladen! Spiele machen, wie so ziemlich jede andere Aktivität, in der Gruppe einfach mehr Spaß. Und wozu hab ich sonst Wii Sports und ein Wohnzimmer mit verhältnismäßig viel Platz? Auf Xbox Live von dummen Amerikanern als Nazi beschimpft zu werden ist doof. Hier machen das intelligente Engländer!

» mal wieder in die Spieleentwicklung reinschnuppern. XNA soll ja geile Scheiße sein und wär mir fast genug wert, um meinen armen Mac durch eine Bootcamp-Windows-Partition zu verschändeln. Die Tools gibt es inzwischen alle kostenlos — eigentlich gute Zeiten für Hobby-Entwickler. Viele werden sicherlich frustriert sein, dass nach ein paar durchhackten Nächten mit Chips und Cola kein Sims 2 mit allen Addons (sogar das mit den Tierchen!) entsteht, mit dem man die außerirdischen Invasoren beeindrucken kann, aber irgendwie müssen die Kids es ja lernen, und Platz für ein paar coole Indie-Casual-Titel gibt es immer. Oder Spiele im Web? Flash ist inzwischen eine ernstzunehmende Plattform für Spiele und Spielchen aller Art, und Microsofts Konkurrent Silverlight wird da auch noch ein Wörtchen mitreden wollen.

Wünsche euch allen auf diesem Weg ein gemütliches Weihnachtsfest und einen großartigen Rutsch ins neue Jahr. Ich freu mich drauf.

52 Kommentare Autor: Hendrik
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GurgelgurgelGURGEL!!

murloc.jpg

Wenn ihr eine Stunde eurer Zeit loswerden wollt, dann werft mal einen Blick auf Murloc – Das Rollenspiel. Ihr habt richtig gelesen. Murloc – Das Rollenspiel. Jeder der WoW spielt oder gespielt hat, wird Murlocs entweder lieben oder hassen. Ich persönlich liebe sie ja, und jetzt kann ich endlich selber einen spielen. Tatsächlich handelt es sich dabei um ein komplettes kleines Rollenspiel mit richtiger Geschichte, jeder Menge Quests, Skills, und allem was sonst noch so dazugehört. In Flash. Und 2,5D-Grafik, die gnadenlos aus WoW geklaut wurde.

Einfach super. Das einzige was fehlt ist ein Knopf mit dem man “Gurgelgurgelgurgel!” rufen kann. Aber vielleicht kommt der ja im zweiten Teil.

8 Kommentare Autor: Richard
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Eigentlich…

Eigentlich sollte ich gerade einen Vortrag für morgen vorbereiten. Aber wie jeder normale Mensch schiebe ich das bis zur letzten Minute vor mir her. Statt also fleissig an Folie 25 zu arbeiten, verbringe ich meine Zeit lieber mit regelmässigem F5-Drücken und dem selbsternannten schwersten Rätsel des Internets. Von über sieben Millionen Besuchern haben es gerade mal 83 geschafft, die 138 Level zu knacken.

Dabei ist das Ganze ebenso einfach wie genial. Man kriegt ein Bild vorgesetzt, gegebenenfalls auch ein paar Zeilen Text, und das war es dann. Sieh zu, wie du zur nächsten Seite kommst. Meistens braucht man dazu ein Lösungswort, das man sich aus den vorhandenen Hinweisen herleiten muss. Hinweise? Na klar, in echter Detektivarbeit durchleuchtet man die Page Source der Seite, sucht nach im Bild versteckten Codes und rauft sich trotzdem nach kurzer Zeit die Haare. Wie zum Teufel soll man das lösen?

Es werden grössere Geschütze aufgefahren. Dem Stereobild muss doch durch stundenlanges Schielen die Lösung abzuringen sein! Der Sound Recorder des Systems sollte mir bei diesem Problem doch weiterhelfen können. Und wenn ich diese Beatles-Platte rückwärts laufen lasse, springt mir das Passwort doch geradezu ins Gesicht! Dennoch, bei Level 13 ist vorläufig Schluss. Von 138 wohlgemerkt. Das Spiel treibt mich noch in den Wahnsinn.

Aber wie gesagt, eigentlich ist alles besser als Vortrag vorbereiten.

12 Kommentare Autor: Stefan
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Noch mehr Mumien!

Folge 2 von “Death in Sakkara” ist raus. Los, hört auf sinnvolle Dinge zu tun und fangt an zu spielen! Und sobald ihr damit durch seid, könnt ihr gleich das nächste BBC Adventure anfangen. “The Seven Noble Kinsmen” ist zwar nicht ganz so gut (nicht genug Mumien!), aber auch ein paar Minuten eurer Zeit wert.

2 Kommentare Autor: Richard
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Macht mehr Mumien!

Es gibt meiner Meinung nach nicht genug Spiele, die in den 20er Jahren spielen. Und auch nicht genug Spiele, die in Ägypten spielen. Aber vor allem gibt es nicht genug Spiele, die im Ägypten der 20er Jahre spielen. Leute, Mumien sind cool! Auch wenn sie vielleicht keine Ninjas, Piraten oder gar Dinosaurier sind, so kommen sie allemal cooler als die ubiquitären Gangsta-Homies.

Glücklicherweise schafft die BBC da ein bißchen Abhilfe. Die haben nämlich ein freies Web-Adventure entwickeln lassen, wo man sich 1929 nach Kairo begibt um eine verschwundene Archäologin zu finden.

Das Spiel heißt “Death in Sakkara“, und ist soweit nicht schlecht, auch wenn bisher noch keine Mumien aufgetaucht sind. Zumindest ist die Grafik im Comicstil sehr atmosphärisch und ich fühle mich durchaus angenehm an Adventure Klassiker wie Indy 4 erinnert. Okay, die Dialoge sind etwas holperig geschrieben und es gibt in der ersten Episode nur ein richtiges Puzzle, aber dafür hat es abgetrennte Hände in Formaldehyd, mysteriöse Männer mit Fez, eine Verfolgungsjagd durch die Straßen von Kairo und eine kryptische Karte, die zum Geheimnis des ewigen Lebens führen soll.

Man muss es also eigentlich lieben. Und hey, ist es umsonst!

16 Kommentare Autor: Richard
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Fünf (komplett kostenlose und euch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bekannte) Dinge, die man tun kann, während World of Warcraft nicht erreichbar ist

  1. Kingdom of Loathing spielen. Geniales web-basiertes Onlinerollenspiel mit, äh, famoser Grafik und, äh, so. Und lustig ist es. Sehr. Nur Englisch sollte man können. Und zwar gut. Sonst verpasst man die Hälfte.
  2. Enemy Territory Fortress ausprobieren. Soll gar nicht mal so schlecht sein. Basiert größtenteils auf Quake 3 Fortress. Das wurde aber kaum gespielt. Da Enemy Territory im Gegensatz zu Quake 3 ein kostenloses, frei downloadbares Spiel ist, sieht es da womöglich anders aus.
  3. Ein paar Freunde und einen Webserver zusammentrommeln, Skrupel installieren, und sich untereinander um die Galaxie kloppen. Ja! Zugbasierte Weltraumstrategie im Stil von VGA Planets, Stars, Galactic Civilizations. Wem der Server fehlt, der kann sich im Skrupel Network nach von anderen Spielern betriebenen Partien umsehen.
  4. In Subspace “Leute aus aller Welt kennenlernen… und sie abknallen”. Subspace ist ein altes, altes, altes 2D-Spielchen (ja, Spiele waren mal zweidimensional!!1!!1!), in dem man Asteroids-like ein Raumschiffschen steuert und mit selbigem andere Spieler abknallt. Der Witz: man befindet sich mit bis zu 150 anderen Spielern in ein und der selben Arena und spielt durchgeknallte Teamspielchen. Denkt an Domination und Bombing Run aus UT. Ja, genau sowas. Kostet nix und läuft garantiert auf jedem Windows-PC.
  5. In Second Life die Sau rauslassen. Sieht wie ein Onlinerollenspiel aus, ist aber viel mehr ein riesiger, virtueller Spielplatz, auf dem so ziemlich alles möglich ist, denn die komplette Welt wurde und wird von den Spielern gestaltet. Die meiste Zeit verbringt man damit, seinem Avatar eine möglichst anregende weibliche Form zu geben und diese dann mit teurer Reizwäsche und Tattoos einzudecken. Danach geht’s in eine Disco, wo man mit anderen Spielern MP3-Streams hört und dazu tanzt. Oder in Sex-Clubs, wo man… äh, ja. Hey! Ich denke mir das nicht aus. Ratet mal, woraus das Bild oben stammt. (Achtung: für Second Life benötigt man eine Kreditkarte, die wird aber erst nach einer Woche belastet — wenn man nicht vorher kündigt. Aber hey, das Ding kostet nur einmalig $9.99. Eine Monatsgebühr muss man nur zahlen, wenn man ein regelmäßiges Taschengeld beziehen und/oder eigenes Land besitzen will, also haut rein.)
6 Kommentare Autor: Hendrik
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Planarity

Und der Preis für die absurd einfachste Spielidee seit Pong geht an das Flash-Game Planarity. Einfach nur die Punkte so platzieren, dass sich die Verbindungslinien nicht mehr treffen. Viel Spaß. Mwhahaha.

Gefunden übrigens auf Good Experience Games, einer Liste hochqualitativer und kostenloser Onlinegames.

3 Kommentare Autor: Hendrik
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